DE19819713A1 - Lenksäule für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
Lenksäule für ein KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Lenksäule für ein Kraftfahrzeug mit einer in einem Mantelrohr drehbar gelagerten Lenkwelle, wobei dem Mantelrohr wenigstens ein Deformationselement zugeordnet ist, das bei Axialverschiebung des Mantelrohres unter Energieaufnahme plastisch deformierbar ist. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist das wenigstens eine Deformationselement wenigstens einseitig am Mantelrohr festgelegt und es liegt an karosseriefest angeordneten Umlenkmitteln an, die derart axial zu dem Deformationselement positioniert sind, daß das Deformationselement bei einer Axialverschiebung des Mantelrohres mit Hilfe der Umlenkmittel deformiert wird. DOLLAR A Verwendung in Personenkraftwagen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Lenksäule für ein Kraftfahrzeug mit
einer in einem Mantelrohr drehbar gelagerten Lenkwelle, wobei
dem Mantelrohr wenigstens ein Deformationselement zugeordnet
ist, das bei Axialverschiebung des Mantelrohres unter Energie
aufnahme plastisch deformierbar ist.
Aus der Offenlegungsschrift DE 28 21 707 A1 ist eine gattungsge
mäße Lenksäule bekannt, die über ein Deformationselement mit der
Karosserie verbunden ist. Das Deformationselement ist als ener
gieabsorbierender Metallstreifen in U-Form gestaltet, wobei ein
freies Ende eines der Schenkel mit der Lenksäule und das freie
Ende des anderen Schenkels mit der Karosserie verbunden ist.
Ferner ist der Metallstreifen in einem Kasten untergebracht, in
dem die Schenkel des Streifens an einander gegenüberliegenden
Seiten des Kastens anliegen. Bei einer axialen Verschiebung der
Lenksäule gegenüber der Karosserie wird der Metallstreifen einer
sogenannten rollenden Biegung unterworfen, die durch die Anlage
des Streifens in dem Kasten definiert wird.
Aus der Offenlegungsschrift DE 195 42 491 A1 ist ebenfalls eine
gattungsgemäße Lenksäule bekannt, die ein axial verschiebbares
Mantelrohr aufweist, das über ein energieabsorbierendes Deforma
tionsglied karosseriefest abgestützt ist. Als Deformationsglied
ist ein abgebogenes Metallband vorgesehen, das an einem Ende
fest mit dem Mantelrohr und an dem anderen Ende mit der Karosse
rie verbunden ist. Das Metallband ist ferner in einer Führung
untergebracht, in der es entweder linear verschieblich oder in
der Art einer rollenden Biegung deformierbar ist.
Aus der Auslegeschrift DT 16 30 882 B2 ist eine Lenksäule für
ein Kraftfahrzeug bekannt, die ein Mantelrohr für eine Lenkwelle
umfaßt, das in eine fahrzeugfeste, hülsenförmige Aufnahme einge
setzt ist. An der Aufnahme ist ferner ein steifes Umformwerkzeug
angeordnet, das bei einer Axialverschiebung des Mantelrohres ge
genüber der Aufnahme das Mantelrohr unter Energieaufnahme pla
stisch deformiert. In einem modifizierten Ausführungsbeispiel
ist das Umformwerkzeug am Mantelrohr festgelegt und deformiert
bei einer Axialverschiebung des Mantelrohres die Aufnahme, auf
die das Mantelrohr einschließlich des Umformwerkzeuges aufge
setzt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Lenksäule der eingangs ge
nannten Art zu schaffen, die ein verbessertes Deformationsver
halten aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das we
nigstens eine Deformationselement wenigstens einseitig am Man
telrohr festgelegt ist und an karosseriefest angeordneten Um
lenkmitteln anliegt, die derart axial zu dem Deformationselement
positioniert sind, daß das Deformationselement bei einer Axial
verschiebung des Mantelrohres mit Hilfe der Umlenkmittel defor
miert wird. Dabei wird das Deformationselement mit dem Mantel
rohr an den Umlenkmitteln vorbeibewegt, wodurch eine gezielte
und sehr genau berechenbare Deformation des Deformationselemen
tes erreicht wird. Die karosseriefeste und damit fahrzeugfeste
Anordnung der Umlenkmittel gewährleistet auch eine definierte
Axialverschiebung des Mantelrohres.
In Ausgestaltung der Erfindung weisen die Umlenkmittel wenig
stens ein erstes, steifes Umlenkelement und wenigstens ein die
sem zugeordnetes zweites Umlenkelement auf, die das wenigstens
eine Deformationselement umgreifen. Dadurch wird eine exakte
Führung und Positionierung des Deformationselementes erreicht.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung stehen das erste Umlenk
element und/oder das zweite Umlenkelement in flächigem Kontakt
mit dem Deformationselement. Bei einer Bewegung des Deformati
onselementes relativ zu den Umlenkelementen läßt sich damit ge
zielt Reibungsarbeit verrichten, wodurch ein zusätzlicher Ener
gieabbau erzielbar ist.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Deformationsele
ment als längliches Flächenelement gestaltet. Auf diese Weise
läßt sich die gesamte Anordnung raum- und gewichtssparend aus
führen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird das Deformations
element bei einer Axialverschiebung des Mantelrohres einer das
Deformationselement durchlaufenden plastischen Deformation un
terzogen. Dabei wird das Deformationselement räumlich begrenzt
deformiert, wobei sich die Deformation aus der Sicht des Defor
mationselementes wie eine Welle durch das Deformationselement
fortpflanzt. Da das Deformationselement an jeder Stelle, die von
der Deformation durchlaufen wird, zweifach deformiert wird - zum
einen von einer nicht deformierten Lage in eine deformierte Lage
und zum anderen wieder zurück in die Ausgangslage, ergibt sich
ein besonders hoher Umformgrad und somit ein großes Energieauf
nahmevermögen der Anordnung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird das Deformations
element bei einer Axialverschiebung des Mantelrohres einer rol
lenden Biegung unterzogen. Die rollende Biegung stellt einen
Sonderfall einer das Deformationselement durchlaufenden plasti
schen Deformation dar. Dabei wird das Deformationselement auf
einer Bezugsfläche abgerollt und ebenfalls kontinuierlich defor
miert. Mit Hilfe der karosseriefest angeordneten Umlenkmittel
läßt sich die rollende Biegung gezielt und vorherbestimmbar aus
führen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Deformationsele
ment zwischen einem ersten Umlenkelement in Form eines quer zur
Verschiebungsrichtung des Mantelrohres ausgerichteten Halters
und einem zweiten Umlenkelement in Form eines Gegenhalters
zwangsgeführt. Dabei ist vorzugsweise der Halter sowohl gegen
über dem Gegenhalter als auch gegenüber der Befestigungsstelle
des Deformationselementes an dem Mantelrohr axial entgegen der
Verschiebungsrichtung des Mantelrohres versetzt angeordnet. Auf
diese Weise können hohe Kontaktkräfte zwischen Deformationsele
ment und Halter über eine Verschiebung des Mantelrohres erreicht
werden.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist das Deformationsele
ment zwischen einem ersten Umlenkelement in Form eines in Ver
schiebungsrichtung des Mantelrohres keilförmig gestalteten Hal
ters und einem zweiten Umlenkelement in Form eines Gegenhalters
zwangsgeführt. Mit Hilfe des keilförmigen Halters läßt sich das
Deformationselement bei einer Verschiebung des Mantelrohres un
ter plastischer Verformung aus seiner Ausgangslage auslenken.
Der Gegenhalter dient dabei als zusätzliche Führung.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen Halter und
Gegenhalter ein winklig zur Verschiebungsrichtung des Mantelroh
res ausgerichteter Führungsspalt gebildet, durch den das Defor
mationselement hindurchgeführt ist. Je nach Ausrichtung und Di
mensionierung des Führungsspaltes können mehr oder weniger große
Reibungskräfte zwischen Halter und Gegenhalter einerseits sowie
dem Deformationselement andererseits erzeugt werden.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen sowie aus der nachfolgenden Beschreibung, in der
bevorzugte Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnungen darge
stellt sind.
Fig. 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsge
mäßen Lenksäule in einer perspektivischen Darstellung,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Lenksäule in einer perspektivischen Darstellung,
Fig. 3 eine Schnittansicht der Lenksäule nach Fig. 1, wobei das
Mantelrohr in seiner normalen Ruheposition dargestellt
ist,
Fig. 4 einen Schnitt durch die Lenksäule nach Fig. 1, wobei das
Mantelrohr in einer axial verschobenen Position darge
stellt ist,
Fig. 5 einen Schnitt durch die Lenksäule nach Fig. 2, wobei das
Mantelrohr der Lenksäule in seiner normalen Ruheposition
dargestellt ist, und
Fig. 6 einen Schnitt durch die Lenksäule nach Fig. 2, wobei das
Mantelrohr in einer axial verschobenen Position darge
stellt ist.
Die Fig. 1, 3 und 4 veranschaulichen ein erstes Ausführungsbei
spiel einer erfindungsgemäßen Lenksäule 1 für ein Kraftfahrzeug.
Die Lenksäule 1 umfaßt ein Mantelrohr 2, in dem eine Lenkwelle 3
drehbar gelagert ist. Die Lenkwelle 3 ist über ein Lenkrad 4 vom
Fahrer des Kraftfahrzeuges betätigbar.
Das Mantelrohr 2 ist über eine obere Halterung 5 und eine untere
Halterung 6 an der nicht dargestellten Kraftfahrzeugkarosserie
fixiert. Dazu ist der oberen Halterung 5 auf seiten des Mantel
rohres 2 ein Anschlußstück 2a zugeordnet, wobei das Anschluß
stück 2a mit Hilfe einer oder mehrerer Nietverbindungen 7 an der
oberen Halterung 5 festgelegt ist. Die untere Halterung 6 weist
karosserieseitig Umlenkmittel in Form von vier Umlenkelementen
8, 9 und 11, 12 auf, die paarweise angeordnet sind. Dabei sind
die Umlenkelemente 9 und 12 als Rohrabschnitte gestaltet, deren
Achsen quer zur die Hauptachse der Lenksäule 1 bildenden Achse
des Mantelrohres 2 ausgerichtet sind. Die Rohrabschnitte 9, 12
dienen jeweils als Halter für ein zugeordnetes Deformationsele
ment 10 bzw. 13, während die Umlenkelemente 8 und 11 als steife
Blechteile ausgeführt sind und als Gegenhalter für das jeweilige
Deformationselement 10 bzw. 13 dienen.
Die Deformationselemente 10, 13 sind als längliche Flächenele
mente in Form von Metallstreifen gestaltet, die eine rechteckige
oder trapezförmige Grundform aufweisen, und sind in den Berei
chen 10a bzw. 13a fest mit dem Mantelrohr 2 verbunden. Ein er
findungsgemäßes Deformationselement kann aus jedem beliebigen
plastisch verformbaren Werkstoff mit einer gleichbleibenden oder
sich ändernden Querschnittsfläche ausgestaltet sein.
In der aus Fig. 3 entnehmbaren Ruheposition des Mantelrohres 2
befinden sich die Befestigungsbereiche 10a, 13a in axialer Rich
tung des Mantelrohres in etwa auf gleicher Höhe mit den Gegen
haltern 8, 11, wobei die rohrförmigen Halter 9, 12 entgegen der
aus Fig. 4 entnehmbaren Verschiebungsrichtung des Mantelrohres 2
(Pfeil V) dazu versetzt angeordnet sind. Damit lassen sich die
Deformationselemente 10, 13 ausgehend von den Befestigungsberei
chen 10a, 13a am Mantelrohr 2 zunächst über die rohrförmigen
Halter 9, 12 führen und anschließend an die Gegenhalter 8, 11
anlegen. Die Halter 9, 12 sowie die Gegenhalter 8, 11 sind vor
zugsweise an einem Befestigungsgehäuse 14 angeordnet, das mit
den Gegenhaltern 8 und 11 jeweils einen Führungsspalt für das
zugeordnete Deformationselement 10 bzw. 13 bildet. Die Deforma
tionselemente 10, 13 befinden sich somit in flächigem Kontakt
zum Befestigungsgehäuse 14, zu den Haltern 9, 12 und zu den Ge
genhaltern 8, 11.
Im Fall einer Fahrzeugkollision, bei der Lenkrad 4, Lenkwelle 3
und Mantelrohr 2 einer axialen Stoßbelastung, beispielsweise
durch einen Aufprall des Fahrzeugführers auf das Lenkrad 4,
(oder entgegengesetzt durch eine aufprallbedingte Axialverschie
bung des Vorbaubereiches des Kraftfahrzeugs) ausgesetzt sind,
verläßt das Mantelrohr 2 seine in Fig. 3 dargestellte Ruheposi
tion und bewegt sich in Richtung des Pfeiles V (bzw. entgegenge
setzt) in eine in Fig. 4 dargestellte ausgelenkte Position. Da
bei ist vorgesehen, daß zunächst die Nietverbindung 7 abschert,
womit ein gewisser Losreißwiderstand überwunden wird, der ein
unbeabsichtigtes Verschieben des Mantelrohres 2 verhindert. Im
Rahmen der Verschiebung des Mantelrohres 2 werden die Deforma
tionselemente 10, 13 über die Befestigungsbereiche 10a, 13a mit
bewegt. Die Deformationselemente 10, 13 werden dabei ausgehend
von ihrer weitgehend spannungsfreien Positionierung gemäß Fig. 3
zwischen den Umlenkelementen 8, 9 bzw. 11, 12 hindurchgezogen
und somit fortlaufend plastisch verformt. Die Verformung schrei
tet aus der Sicht des Deformationselementes 10, 13 in der Art
einer Wellenbewegung durch dieses hindurch. Gleichzeitig wird an
den Berührflächen zu den Umlenkelementen je nach Oberflächenge
staltung eine mehr oder weniger große Menge Reibungsarbeit ver
richtet. Umform- und Reibungsarbeit ermöglichen eine wirkungs
volle Absorption der über das Mantelrohr eingeleiteten Bewe
gungsenergie innerhalb der unteren Halterung 6.
In einem modifizierten Ausführungsbeispiel sind die Halter 9, 12
um ihre Zylinderachsen drehbar angeordnet oder mit besonders
glatten und damit reibungsarmen Oberflächen versehen, so daß die
Deformationselemente 10, 13 einer sogenannten rollenden Biegung
unterzogen werden, bei der die Deformationselemente auf den Hal
tern 9, 12 sowie auf dem Mantelrohr abgerollt werden. Von der an
sich bekannten rollenden Biegung unterscheidet sich dieses Aus
führungsbeispiel dadurch, daß die Deformationselemente 10, 13
gezielt und genau definiert über die Umlenkelemente 9, 12 ge
führt werden.
Die beiden Halter 9, 12, die beiden Gegenhalter 8, 11 sowie die
beiden Deformationselemente 10, 13 sind vorzugsweise jeweils
identisch ausgeführt und symmetrisch bezüglich der Achse des
Mantelrohres 2 angeordnet. In modifizierten Ausführungsbeispie
len läßt sich eine beliebige Anzahl an Deformationselementen 10
einschließlich zugehöriger Umlenkelemente 8, 9 um das Mantelrohr
2 anordnen.
In den Fig. 2, 5 und 6 ist eine Lenksäule 20 für ein Kraftfahr
zeug veranschaulicht, die ein weiteres Ausführungsbeispiel der
erfindungsgemäßen Lenksäule bildet. Gleichartige Bauteile sind
mit gleichen Bezugszeichen wie beim ersten Ausführungsbeispiel
versehen. Die Lenksäule 20 weist wie die Lenksäule 1 ein Mantel
rohr 2 auf, in dem eine Lenkwelle 3 drehbar gelagert ist. Das
Mantelrohr.2 ist wiederum über eine obere Halterung 5 sowie eine
untere Halterung 6 an der Kraftfahrzeugkarossserie gelagert, wo
bei eine oder mehrere Nietverbindungen 7 eine ergänzende, form
schlüssige Festlegung des Mantelrohres 2 über ein Anschlußstück
2a an der oberen Halterung 5 bewirken.
Im Bereich der unteren Halterung 6 sind zwei identische Deforma
tionselemente 21 mit Hilfe jeweils einer Befestigungslasche 24
einander gegenüberliegend an dem Mantelrohr 2 befestigt. Die De
formationselemente 21 sind jeweils als zu einem Profil geformtes
Flächenelement gestaltet und an den Kontaktstellen mit dem Man
telrohr 2 bzw. einer an dem Mantelrohr fixierten Haltelasche 24
fest mit diesen verbunden. Beiden Deformationselementen 21 ist
jeweils ein erstes Umlenkelement in Form eines in Verschiebungs
richtung des Mantelrohres (Pfeil V) keilförmig gestalteten Hal
ters 22 und ein zweites Umlenkelement in Form eines Gegenhalters
23 zugeordnet. Halter 22 und Gegenhalter 23 sind aus formstabi
lem Metallblech gefertigt und umgreifen das zugeordnete Deforma
tionselement 21, wobei der Gegenhalter 23 in den Hohlraum zwi
schen Deformationselement 21 und Mantelrohr 2 eingreift. Zwi
schen dem Halter 22 und dem entsprechenden Gegenhalter 23 ist
jeweils ein Führungsspalt gebildet, der in spitzem Winkel zur
Achse des Mantelrohres 2 bzw. zur Verschiebungsrichtung des Man
telrohres ausgerichtet ist. Die Deformationselemente 21 sind je
weils mit geringem Spiel in dem Führungsspalt zwischen Halter 22
und Gegenhalter 23 zwangsgeführt. Durch eine Änderung der Win
kelausrichtung des Führungsspaltes läßt sich das Energieaufnah
mevermögen der Halterung beeinflussen.
Darüber hinaus sind auch zwischen den Haltern 22 und dem Mantel
rohr 2 jeweils Führungsspalte für das zugehörige Deformationse
lement 21 gebildet.
Die Funktion der erfindungsgemäßen Lenksäule 20 läßt sich wie
folgt darstellen. Bei einer Fahrzeugkollision prallt der Fahrer
des Fahrzeuges möglicherweise auf das Lenkrad 4, über das die
Lenksäule 3 einschließlich des Mantelrohres 2 gegenüber den ka
rosseriefesten Halterungen 5, 6 in Richtung des Pfeiles V ver
schoben wird. Bei einer derartigen Axialverschiebung des Mantel
rohres 2 werden die mit ihm verbundenen Deformationselemente 21
gegen die keilförmigen Halter 22 gedrückt, durch den jeweils zu
geordneten Führungsspalt zwischen Halter 22 und Gegenhalter 23
geführt und gegenüber den Haltern 22, 23 verschoben. Die Defor
mationselemente werden dabei von den Haltelaschen 24 gestützt
und einer sie durchlaufenden plastischen Deformation unterzogen,
durch die sie sukzessive in radialer Richtung gegen das Mantel
rohr 2 gedrückt werden. Auf diese Weise wird Bewegungsenergie
des Mantelrohrs in Umformarbeit an den Deformationselementen um
gewandelt, wobei ferner je nach Oberflächengestaltung in den
Führungsspalten zwischen den Haltern 22 einerseits und den Ge
genhaltern 23 bzw. dem Mantelrohr 2 andererseits mehr oder weni
ger Reibungsarbeit verrichtet wird.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Deformationselemen
te 21 als längliche Flächenelemente in Form von rechteckigen Me
tallstreifen ausgeführt, die zu einem wannenförmigen Profil ge
formt sind.
Es versteht sich von selbst, daß eine erfindungsgemäße Lenksäule
auch über mehrere axial gegeneinander versetzte Halterungen 6 an
einer Kraftfahrzeugkarosserie gelagert sein kann, wobei eine
Halterung 6 eine oder mehrere um das Mantelrohr 2 angeordnete
Baueinheiten bestehend aus wenigstens einem Deformationselement
10, 13, 21, einem Halter 9, 12, 22 und einem Gegenhalter 8, 11,
23 bestehen kann. Die Form der Deformationselemente kann von
Halterung zu Halterung oder auch von Deformationselement zu De
formationselement unterschiedlich sein.
Claims (11)
1. Lenksäule (1, 20) für ein Kraftfahrzeug mit einer in einem
Mantelrohr (2) drehbar gelagerten Lenkwelle (3), wobei dem Man
telrohr wenigstens ein Deformationselement (10, 21) zugeordnet
ist, das bei Axialverschiebung des Mantelrohres (2) unter Ener
gieaufnahme plastisch deformierbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
das wenigstens eine Deformationselement (10, 21) wenigstens ein
seitig am Mantelrohr (2) festgelegt ist und an karosseriefest
angeordneten Umlenkmitteln (8, 9, 22, 23) anliegt, die derart
axial zu dem Deformationselement (10, 21) positioniert sind, daß
das Deformationselement (10, 21) bei einer Axialverschiebung des
Mantelrohres (2) mit Hilfe der Umlenkmittel deformiert wird.
2. Lenksäule nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Umlenkmittel wenigstens ein erstes steifes Umlenkelement (9,
22) und wenigstens ein diesem zugeordnetes zweites Umlenkelement
(8, 23) aufweisen, die das wenigstens eine Deformationselement
(10, 21) umgreifen.
3. Lenksäule nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das erste Umlenkelement (9, 22) und/oder das zweite Umlenkele
ment (8, 23) in flächigem Kontakt mit dem Deformationselement
(10, 21) stehen.
4. Lenksäule nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Deformationselement als längliches Flächenelement (10, 21)
gestaltet ist.
5. Lenksäule nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Deformationselement (10, 21) bei einer Axialverschiebung des
Mantelrohres (2) einer das Deformationselement (10, 21) durch
laufenden plastischen Deformation unterzogen wird.
6. Lenksäule nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Deformationselement (10, 21) bei einer Axialverschiebung des
Mantelrohres (2) einer rollenden Biegung unterzogen wird.
7. Lenksäule nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
als Umlenkelement ein Halter (9) mit einem gewölbten Oberflä
chenabschnitt vorgesehen ist, über den das Deformationselement
(10) bei einer Axialverschiebung umgelenkt wird.
8. Lenksäule nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Deformationselement (10) zwischen einem ersten Umlenkelement
in Form eines quer zur Verschiebungsrichtung des Mantelrohres
(2) ausgerichteten Halters (9) und einem zweiten Umlenkelement
in Form eines Gegenhalters (8) zwangsgeführt ist.
9. Lenksäule nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Deformationselement (21) zwischen einem ersten Umlenkelement
in Form eines in Verschiebungsrichtung des Mantelrohres (2)
keilförmig gestalteten Halters (22) und einem zweiten Umlenkele
ment in Form eines Gegenhalters (23) zwangsgeführt ist.
10. Lenksäule nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen Halter (22) und Gegenhalter (23) ein winklig zur Ver
schiebungsrichtung des Mantelrohres (2) ausgerichteter Führungs
spalt gebildet ist, durch den das Deformationselement (21) hin
durch geführt ist.
11. Lenksäule nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Deformationselement als zu einem Profil geformtes Flächen
element (21) gestaltet ist, das mit dem Mantelrohr (2) einen
Hohlraum begrenzt, in den der Gegenhalter (23) eingreift.
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