DE19818582A1 - Visualisierung von Kraftfluß- und Momentenverläufen in einer Struktur oder in Elementen aus dieser Struktur - Google Patents
Visualisierung von Kraftfluß- und Momentenverläufen in einer Struktur oder in Elementen aus dieser StrukturInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Visualisierung von Kraftfluß- und Momentenverläufen in einer Struktur, insbeondere bei der Nachbearbeitung nach der Berechnung einer Crash-Situation bei einem Fahrzeug, wobei entlang wenigstens eines Elements der Struktur zumindest an diskreten Positionen jeweils darauf einwirkende Kraft- oder Momentenkomponenten berechnet werden. DOLLAR A Aufgabe der Erfindung ist ein einfaches Visualisieren der Kraft- und Momentenverläufe. DOLLAR A Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß ein im wesentlichen entsprechend dem geometrischen Verlauf einer charakteristischen Linie des Strukturelements sich erstreckendes Visualisierungsobjekt erzeugt wird, dessen Dicke, Breite, Durchmesser oder Farbe einem jeweiligen Kraft- oder Momentenwert der Kraft- oder Momentenkomponenten in einem zugeordneten Abschnitt des Strukturelements entspricht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Visualisierung von Kraftfluß- und
Momentenverläufen in einer Struktur oder in Elementen aus dieser Struktur
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Gerade in jüngster Zeit haben sich Computer-Simulationen in einem weiten
Bereich der Technik zur Kostenreduzierung und Beschleunigung von Kon
struktionsabläufen verstärkt durchgesetzt. Auch bei der Fahrzeugentwicklung
werden verschiedene Simulationstechniken eingesetzt.
Ein besonders wertvolles Instrument stellt beispielsweise die Computer-
Simulation von Crash-Versuchen dar. Greift man nicht auf solche Simulati
onstechniken zurück müßten Crashs von Prototypen durchgeführt werden.
Solche Versuche sind zum einen sehr kostenaufwendig. Zum anderen ist
eine wirksame Ursachenforschung verschiedener Effekte nur möglich, wenn
bei jeweils aufeinanderfolgenden Tests nur eine Variable verändert wird. In
sofern ist das sog. Prototypen-Testing auch besonders langwierig.
Eine Computer-Simulation unterteilt sich prinzipiell in drei Phasen, nämlich
das sog. Pre-Processing, die Berechnungsphase und das sog. Post-
Processing.
Im Pre-Processing werden Datenmodelle eines Objekts erzeugt die dieses
Modell möglichst vollständig beschreiben. Beispielsweise wird eine Struktur
oder die verschiedenen Strukturelemente einer Struktur durch eine Vielzahl
von finiten Elementen (Finite-Elemente-Methode) beschrieben.
Bei der Simulation einer Crashsituation werden die Auswirkungen von ver
schiedenen Aufprallsituationen dann durch eine Finite-Elemente-Berechnung
untersucht.
Schließlich müssen die berechneten Auswirkungen einer solchen Crashsi
tuation visualisiert werden. Dazu sind beispielsweise 3D-Graphik-Pro
gramme bekannt, die z. B. physikalische Eigenschaften der Struktur durch
flächenhafte Einfärbung sichtbar machen.
Bei der Sichtbarmachung von in einer Struktur oder in Elementen dieser
Struktur auftretenden Kräften werden zunächst Finite-Element-Modell
berechnungen durchgeführt. Anschließend können Schnittebenen durch be
stimmte Strukturelemente, also Teile einer Struktur, definiert und dann Kraft-
Diagramme angefertigt werden. Diese Kraft-Diagramme stellen den Kraft
verlauf in dieser Ebene beispielsweise in einer zeitlichen Reihenfolge dar. Da
eine Vielzahl von Querschnittsebenen und Einflüssen in den verschiedenen
Strukturelementen dargestellt werden muß und somit eine große Anzahl von
Diagrammen notwendig ist, können Analysen nur sehr zeitaufwendig durch
geführt werden. Darüber hinaus kann die Komplexität der Vorgänge nur be
dingt erfaßt werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, die bei Computerberechnungen gewonnenen
Daten für Kraftfluß- und Momentenflußverläufe auf einfachste Weise zu vi
sualisieren. Die Auswertung einer Vielzahl von Diagrammen sollte dabei
möglichst vermieden werden.
Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Demgemäß ist ein Verfahren angegeben, bei dem entlang wenigstens eines
Teils oder Elements einer Struktur zumindest an diskreten Positionen jeweils
einwirkende Kraft- oder Momentenkomponenten berechnet werden und bei
der Visualisierung ein Visualisierungsobjekt erzeugt wird, dessen geometri
scher Verlauf dem geometrischen Verlauf einer charakteristischen Linie des
zu untersuchenden Strukturelements, also Teils oder Teile der Struktur, ent
spricht. Die Dicke, Breite, der Durchmesser oder die Farbe des so erzeugten
Visualisierungsobjekts entspricht dann dem Kraft- oder Momentenwert der
Kraft- oder Momentenkomponenten in der jeweils zugeordneten Position des
Strukturelements oder der Strukturelemente.
Insbesondere kann das Visualierungsobjekt schlauchförmig ausgebildet sein
und gemäß einer vorzugsweisen Ausführungsform in das Strukturelement
derart gelegt werden, daß eine charakteristische Linie des Strukturelements
mit einer charakteristischen Linie des Visualisierungsobjekts zusammenfal
len. Charakteristische Linien können dabei beispielsweise die Mittellinie ei
nes zugeordneten Objekts sein.
Alternativ kann das Visualisierungsobjekt parallel in der Nähe der zu defor
mierenden Struktur angeordnet werden. Doch ist mit der oben genannten
deckungsgleichen Projektion des Visualisierungsobjektes in das zugeordnete
Strukturelement eine bessere Zuordnung und Übersicht insbesondere bei
komplexen Strukturen und der Darstellung von mehreren Visualisierungsob
jekten möglich.
Die vorliegend verwendeten Strukturelemente oder Teile der Gesamtstruktur
haben vorzugsweise eine längliche Form.
Bei einem schlauchförmigen Visualisierungsobjekt entspricht der jeweilige
Radius an jeder Stelle der dieser Position zugeordneten Kraft oder dem die
ser Position zugeordneten Moment in dem Abschnitt des Strukturelementes.
Insgesamt können die sektionsweise erfaßten Kräfte wie ein
"Flüssigkeitsstrom" in einem flexiblen Schlauch dargestellt werden. Bei zeit
lich aufeinanderfolgenden Abbildungen dehnen sich Teile des Schlauches
aus, wenn beispielsweise longitudinale Kräfte durch den entsprechenden
Teil zunehmen, wogegen sich andere Teile der schlauchförmigen Struktur
zusammenziehen, wenn eine Abnahme der Kraft in diesem Strukturabschnitt
vermittelt werden soll.
Insbesondere bei einer longitudinalen Deformation kann die Deformation der
gesamten Strukturen bzw. von verschiedenen Strukturelementen gleichzeitig
geprüft und deren Eigenschaft, Kräfte oder Momente zu absorbieren, sicht
bar gemacht werden.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausgestaltung des Visualisierungsobjektes
derart, daß die Ausrichtung und/oder der Verlauf der Kraft- oder Momen
tenkomponentenorientierung gleichzeitig angezeigt werden kann. Bei der
Verwendung eines Schlauches zur Visualisierung muß noch zusätzlich die
Information über die dargestellte Kraft- oder Momentenrichtung angezeigt
werden. Zur Richtungsanzeige könnte beispielsweise ein Halbschlauch zur
Visualisierung verwendet werden, wobei die diesen Halbschlauch begren
zende ebene Fläche oder deren Normale die Richtungsinformation beinhal
tet. Bei der Darstellung von Biegemomenten mit einem Halbschlauch könnte
eine Auswölbung nach oben eine Durchbiegung der longitudinalen Struktur
nach oben darstellen.
Bei der Darstellung von Torsionsmomenten könnte zusätzlich zu dem
Schlauch oder Halbschlauch noch eine spiralförmige Linie oder dergleichen
auf diesem angeordnet werden, um die Torsionsrichtung entlang der longitu
dinalen Struktur anzuzeigen.
Gemeinsam ist allen vorgenannten Ausführungsformen eine einfache und
schnelle Darstellung auch komplexer Kraft- oder Momentenverläufe in einer
Struktur.
Weitere Vorteile und Merkmale sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf die
beiliegenden Zeichnungen, auch hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile,
nachfolgend beschrieben. Die Zeichnungen zeigen in
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Fahrzeugstruktur mit den
wichtigsten Strukturelementen,
Fig. 2 einige Strukturelemente aus Fig. 1,
Fig. 3 eine Visualisierungstechnik anhand eines ausgewählten Struk
turelements bezüglich der Kraftflußverläufe und
Fig. 4 eine Visualisierungstechnik anhand eines ausgewählten Struk
turelements bezüglich der Momentenverläufe.
In Fig. 1 ist eine Struktur eines Kraftfahrzeuges mit den für eine bestimmte
Crash-Situation wichtigsten Strukturelementen dargestellt. Die Daten für die
se Struktur werden beim sog. Pre-Processing erzeugt. Das so erzeugte Ob
jekt kann auf einem Bildschirm graphisch dargestellt werden.
Die Berechnung einer Crash-Situation kann durch eine Finite-Elemente-
Berechnung durchgeführt werden, wobei jedes Strukturelement aus einer
Vielzahl von einzelnen Elementen besteht, die entsprechend dem jeweiligen
Test verschiedenen Dehn- und Stauchkräften sowie Momenten unterworfen
sind. Bei der Simulation eines solchen Tests werden die Strukturdaten für
vorgegebene, aufeinanderfolgende Zeitpunkte berechnet. Diese Daten kön
nen dann im sog. Post-Processing in gewünschter Form beispielsweise auf
einem Bildschirm dargestellt werden, wodurch der Crash-Ablauf und die
Crash-Auswirkungen erkennbar werden.
Bei der Analyse einer Crash-Situation bzw. eines Crash-Ablaufes sind je
doch nicht nur die tatsächlich auftretenden Verformungen beim Fahrzeug
interessant, sondern auch die während der Crash-Simulation auftretenden
Kraftflüsse und Momentenverläufe. Beispielsweise ist es möglich, daß eine
Verformung nicht an einer Stelle der maximalen Kraft- oder Momentenein
wirkung stattfindet. In einem solchen Fall gibt nur eine Information über den
Kraft- bzw. Momentenfluß Auskunft über die Stabilitätseigenschaften der zu
untersuchenden Struktur.
In Fig. 2 sind nur einige Strukturelemente der in Fig. 1 dargestellten Struktur
10 herausgenommen, insbesondere zwei sich in Längsrichtung des Fahr
zeugs erstreckende, parallel zueinander verlaufende Längsträger 14' und
14''.
Einer dieser Längsträger ist in Fig. 3 - im unteren Teil - nochmals in perspek
tivischer Ansicht dargestellt.
Zur Visualisierung des Kraftflusses wird beim vorliegenden Ausführungsbei
spiel das Strukturelement, nämlich jeder Längsträger 14', 14'', mit entlang
seiner Längsachse in bestimmtem Abstand voneinander angeordneten
Schnittebenen versehen (vgl. Fig. 3). Diese sind beim vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel im wesentlichen senkrecht zur Längsachse des entsprechen
den Strukturelements angeordnet. Bei der Berechnung der Crash-Situation
werden nun in jeder Schnittebene die in einer vorgegebenen Richtung des
jeweiligen Strukturabschnitts wirkenden Kräfte oder Momente aufsummiert,
wodurch sich eine Gesamtkraft ergibt. Im vorliegenden Fall sind die Kräfte in
Längsrichtung der Strukturelemente 14' und 14'' aufsummiert.
Die Visualisierung des Kraftflusses erfolgt mittels eines schlauchartigen Vi
sualisierungsobjektes 16', 16'' - vgl. Fig. 3, im oberen Teil. Dazu wird vorlie
gend zunächst eine charakteristische Linie, hier die Mittellinie, des Visualisie
rungsobjektes definiert, die dem geometrischen Verlauf einer Mittel- oder
Schwerpunktlinie des entsprechenden Strukturelementes 14' entspricht. Um
diese Mittellinie herum werden Ringe 22 angeordnet, deren Durchmesser
der jeweiligen Gesamtkraft in einer zugeordneten Schnittebene eines Struk
turelements entspricht.
Die schlauchförmige Struktur 16', 16'' des Visualisierungsobjektes ergibt sich
dann durch die Verbindung der einzelnen Ringe 22 und ist in Fig. 3 parallel
zu dem Strukturelement 14' angeordnet.
Auf diese Weise können die Kraftflüsse in jedem einzelnen Strukturelement
visualisiert werden.
Zum besseren Verständnis, insbesondere bei der Darstellung von komplexe
ren Kraftflüssen in verschiedenen miteinander zusammenhängenden Struk
turelementen ist es besonders vorteilhaft, den Kraftfluß innerhalb der Struk
turelemente darzustellen. Dies ist in Fig. 2 gezeigt. Dabei fallen die charakte
ristischen Linien, hier die Mittellinien, des Strukturelements und des
schlauchförmigen Visualisierungsobjektes zusammen.
In Fig. 2 ist zu erkennen, daß zu einem bestimmten Zeitpunkt während eines
simulierten Crash-Versuches in den Strukturelementen 14' und 14'' die auf
den vorderen Teil einwirkende Kraft zunächst kleiner ist, diese Kraft im Ver
lauf der Strukturelemente nach hinten zunimmt und dann wieder entspre
chend abnimmt. Bei der Aneinanderreihung solcher Momentaufnahmen
kann der Kraftfluß in einem oder mehreren Strukturelementen kontinuierlich
dargestellt werden. Auf kann das Zusammenspiel von verschiedenen Struk
turelementen sichtbar gemacht werden.
In analoger Weise ist es möglich, Momentenverläufe darzustellen. Dabei
kann es sich um die Verläufe von Biege- oder Torsionsmomenten handeln.
Die Visualisierung einer Momentenkomponente wird anhand von Fig. 4 er
läutert, in welcher in schematischer Weise die vorderen Strukturelemente
eines Kraftfahrzeugs abgebildet sind. Über diesen Strukturelementen ist der
ermittelte Biegemomentenverlauf (Visualisierungsobjekt) in einem Längsträ
ger 32 dargestellt.
Im wesentlichen wird die Visualisierung des Momentenverlaufes in gleicher
Weise wie diejenige des Kraftflußverlaufes durchgeführt.
Beim Verfahren zur Visualisierung der Momentenverläufe werden für jede
Schnittebene zwei Biegemomente in Bezug auf zwei verschiedene Moment
achsen, beispielsweise eine lokale X-Achse und eine lokale Y-Achse der
jeweiligen Schnittebene berechnet. Zur Definition der X-Achse und der Y-
Achse werden jeweils eine Ebene, in der diese Achsen liegen, und die
Schnittebenen senkrecht zur Längserstreckung der Struktur geschnitten. In
analoger Weise zur Kraftflußvisualisierung werden nunmehr die Gesamt
momente über diese Schnitte berechnet, wobei jedes Gesamtmoment ein
Vorzeichen entsprechend seiner Biegewirkung um die Momentenachse auf
weist.
Im Unterschied zu den Fig. 2 und 3 wird bei der vorliegenden Biegemo
mentendarstellung ein Halbschlauch als Visualisierungsobjekt gewählt. Da
bei ist die räumliche Lage und/oder Ausrichtung der den Halbschlauch be
grenzende ebenen Fläche durch die ausgewählte Kraft- bzw. Momenten
richtung definert. Durch die ebene Fläche bzw. deren Normale wird das Vor
zeichen des Biegemoments in jedem Abschnitt anzeigt.
Eine solche Richtungsanzeige kann natürlich auch bei der Kräftedarstellung
in analoger Weise verwendet werden. Alternativ zum Halbschlauch könnte
auch ein Band veränderlicher Breite oder jedes andere Visualisierungsob
jekt, welches das Maß einer Kraft oder eines Momentes und deren bzw.
dessen Richtung angibt, gewählt werden.
In Fig. 4 ist dieser Halbschlauch 34 deutlich zu erkennen und über dem tat
sächlichen Strukturelement 32 angeordnet.
Entsprechend Fig. 2 kann das Visualisierungsobjekt, jedoch auch in das ent
sprechende Strukturelement projeziert werden. Zu diesem Zweck wird - wie
auch in Fig. 2 zu erkennen - das entsprechende Strukturelement nur sche
matisch oder durchsichtig dargestellt.
Auf diese Weise bekommt man die Information über den Momentenverlauf
als auch über die Amplitude und das Vorzeichen der Biegemomente in einer
zu analysierenden longitudinalen Struktur. Fig. 4 zeigt die Biegemomente um
die globale y-Achse.
Sollen Torsionsmomente angezeigt werden so könnte ein Visualisierungs
objekt gewählt werden, welches beispielsweise separat oder zusätzlich zu
einem anderen Visualisierungsbestandteil eine Spirale aufweist, deren Dreh
sinn die Torsionsrichtung zeigt. Diese Spirale könnte zusätzlich die Informa
tion über das Maß des Torsionsmomentes beinhalten.
Insgesamt ist die vorliegende Erfindung jedoch nicht auf die Ausführungs
form und das Ausführungsbeispiel beschränkt. Die Visualisierung kann auch
mit jedem anderen Visualisierungsobjekt, welches zumindest das Maß einer
Kraft oder eines Momentes anzeigt erkennbar gemacht werden.
Ferner ist die Anwendung nicht auf Crash-Simulationen bei Kraftfahrzeugen
beschränkt, sie kann auch bei anderen Verfahren (z. B. bei Steifigkeitsbe
rechnungen) durchgeführt werden, wo eine Visualisierung von bestimmten
Werten in einer komplexen Struktur notwendig ist. Der Fachmann kann ein
entsprechendes Verfahren ohne weiteres aus der vorgenannten Beschrei
bung entnehmen.
10
Struktur
12
Teilstruktur
14
' Strukturelemente bzw. Längsträger
14
'' Strukturelemente bzw. Längsträger
16
' Kraftflußvisualisierung, schlauchförmig
16
'' Kraftflußvisualisierung, schlauchförmig
18
Schnittebenen
22
Ringe
24
Schlauchförmiges Visualisierungsobjekt
30
Vordere Struktur eines Kraftfahrzeugs
32
Strukturelement, Längsträger
34
Halbschlauchförmiges Visualisierungsobjekt bei der
Momentendarstellung
Claims (11)
1. Verfahren zur Visualisierung eines Kraftfluß- oder Momentenverlaufes
in einer Struktur, insbesondere als Nachbearbeitung nach der Be
rechnung einer Crash-Situation bei einem Fahrzeug, wobei entlang
wenigstens eines Elements der Struktur zumindest an diskreten Posi
tionen jeweils darauf einwirkende Kraft- oder Momentenkomponenten
berechnet werden,
dadurch gekennzeichnet
daß ein im wesentlichen entsprechend dem geometrischen Verlauf
einer charakteristischen Linie des Strukturelements sich erstrecken
des Visualisierungsobjekt erzeugt wird, dessen Dicke, Breite, Durch
messer oder Farbe einem jeweiligen Kraft- oder Momentenwert der
Kraft- oder Momentenkomponente in einem zugeordneten Abschnitt
des Strukturelements entspricht.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
das das Visualisierungsobjekt schlauchförmig ausgebildet ist, wobei
dessen Durchmesser jeweils dem Kraft- oder Momentenwert in einem
zugeordneten Abschnitt entspricht.
3. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Visualisierungsobjekt derart ausgestaltet ist, um eine Aus
richtung und/oder einen Verlauf der Kraft- oder Momentenkompo
nentenorientierung anzuzeigen.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
das das Visualisierungsobjekt halbschlauchförmig ausgebildet ist, wo
bei dessen Durchmesser jeweils dem Kraft- oder Momentenwert in ei
nem zugeordneten Abschnitt entspricht und die den Halbschlauch be
grenzende ebenen Fläche oder deren Normale die Richtung der an
gezeigten Kraft- oder Momentenkomponente angibt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das wenigstens eine Strukturelement durchsichtig, schematisch
oder schemenhaft dargestellt ist und das Visualisierungsobjekt derart
in die Struktur gelegt ist, daß die charakteristische Linie des Struktu
relements und eine charakteristische Linie des Visualisierungsobjek
tes zusammenfallen.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß an den diskreten Positionen Schnittebenen durch das Struktur
element gelegt werden und die Kraft- oder Momentenkomponente
durch Summation von einzelnen Kraft- oder Momentenkomponenten
über die Schnittebene hinweg berechnet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem schlauchförmigen Visualisierungsobjekt jeder Schnitt
ebene ein Ring oder ein Zylinder des Schlauches entspricht, wobei
einander benachbarte Ringe oder Zylinder zur Bildung des Schlau
ches miteinander verbunden werden.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einem halbschlauchförmigen Visualisierungsobjekt jeder
Schnittebene ein Halbring oder ein Halbzylinder des Halbschlauches
entspricht, wobei einander benachbarte Halbringe oder Halbzylinder
zur Bildung des Halbschlauches miteinander verbunden werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schnittebenen im wesentlichen senkrecht zur Längserstrec
kung des jeweiligen Abschnittes des Strukturelements angeordnet
werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Kraftkomponente die in Längsrichtung des jeweiligen Struk
turabschnittes oder in jeder beliebigen vordefinieren Richtung wirken
de Kraft gewählt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß als Momentenkomponente ein Moment um eine Achse senkrecht
zur Längsrichtung des jeweiligen Strukturabschnittes oder um eine
beliebig vordefinierte Achse gewählt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998118582 DE19818582A1 (de) | 1998-04-25 | 1998-04-25 | Visualisierung von Kraftfluß- und Momentenverläufen in einer Struktur oder in Elementen aus dieser Struktur |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998118582 DE19818582A1 (de) | 1998-04-25 | 1998-04-25 | Visualisierung von Kraftfluß- und Momentenverläufen in einer Struktur oder in Elementen aus dieser Struktur |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19818582A1 true DE19818582A1 (de) | 1999-10-28 |
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| DE1998118582 Withdrawn DE19818582A1 (de) | 1998-04-25 | 1998-04-25 | Visualisierung von Kraftfluß- und Momentenverläufen in einer Struktur oder in Elementen aus dieser Struktur |
Country Status (1)
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