DE19817315C1 - Spindel - Google Patents
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H1/00—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously
- D01H1/10—Spinning or twisting machines in which the product is wound-up continuously for imparting multiple twist, e.g. two-for-one twisting
- D01H1/105—Arrangements using hollow spindles, i.e. the yarns are running through the spindle of the unwound bobbins
-
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Description
Spindel, enthaltend einen rotatorisch antreibbaren Spin
delschaft, einen mittels des Spindelschaftes rotatorisch
antreibbaren Zwirntopf, der einen radial verlaufenden
Fadenleitkanal aufweist, eine mit dem Fadenleitkanal
in Verbindung stehende Spindelhohlachse, und einen gegen
Drehung arretierbaren Spulenträger sowie eine in der Ver
längerung der Spindelhohlachse liegende Zentrieröse z. B. gemäß
DE 197 26 450 C1.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Spindel so zu
gestalten, daß sie entweder als Zwirnspindel, insbesondere
Mehrfachdraht- bzw. Doppeldraht-Zwirnspindel, oder als Fach-
bzw. Spulspindel werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Spindel
gekennzeichnet durch eine mit dem Spindelschaft zusammenwir
kende Kupplung zum selektiven Antrieb des Spulenträgers, und
ein in den Spulenträger-Schutztopf einfahrbares, auf- und
abbewegbares Verlegeorgan für einen insbesondere von einem
Spulengatter abgezogenen Fachfaden. Mit einer derartigen
Konstruktion besteht die Möglichkeit, die Spindel entweder
als Doppeldraht-Zwirnspindel oder als Fach- bzw. Spulspindel
zu betreiben.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind in den
Unteransprüchen behandelt.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher beschrieben.
Fig. 1 zeigt im Axialschnitt eine Doppeldraht-Zwirnspindel;
Fig. 2 zeigt teilweise im Axialschnitt die zu einer Fach-
oder Spulspindel umfunktionierte Spindel gemäß Fig. 1;
Fig. 3 zeigt in teilweisem Axialschnitt eine abgewandelte
Ausführungsform der Spindel;
Fig. 4 zeigt ausschnittsweise in isometrischer Darstellung
eine Doppeldraht-Zwirnmaschine mit einer nach dem
Doppeldrahtprinzip arbeitenden Spindel und einer zu
einer Fach- oder Spulspindel umfunktionierten Spindel.
Fig. 1 zeigt ausschnittsweise einen Maschinenrahmen 1 mit
Antriebs- und Lagergehäuse 2 und Lagergehäusedeckel 3 zur
Lagerung einer Doppeldraht-Zwirnspindel S. In dem Lagerge
häuse 2 ist ein aus Stator 4 und Rotor 5 bestehender Elektro
motor zum Antrieb einer Hohlwelle 6 untergebracht, die in
ihrem unteren Abschnitt 6.1 die Funktion des üblichen Spindel
schaftes und in ihrem oberen Abschnitt 6.2 die Funktion der
bei einer Doppeldraht-Zwirnspindel üblichen Spindelhohlachse
hat.
Der Spindelschaftabschnitt 6.1 der Hohlwelle 6 ist in nicht
zur Erfindung gehörender Weise mittels Lagern 7 und 8 in
einer Lagernabe des Lagergehäusedeckels 3 gelagert.
Auf dem den Spindelschaft 6.2 bildenden unteren Abschnitt
der Hohlwelle 6 ist mittels eines Lagers 9 der Zwirntopf
10 gelagert, bestehend aus Lagernabe 10.1, Zwirntopfboden
10.2 und Zwirntopfmantel 10.3, der von einem Spindelgehäuse
11 umgeben ist.
Ein Spulenträger 12 bestehend aus Spulenträgerboden 12.1,
Spulenträgernabe 12.2 und Spulenträgerschutztopf 12.3, ist
einerseits mit seinem Spulenträgerboden 12.1 unter Zwischen
schaltung eines Axiallagers 13 auf der Oberseite des Zwirntopf
bodens 10.2 und andererseits mittels seiner Spulenträgernabe
12.2 auf der den oberen Abschnitt der Hohlwelle 6 bildenden
Spindelhohlachse 6.2 gelagert. Auf das obere Ende der Spindel
hohlachse 6.2 ist das Fadeneinlaufrohr 16 aufgesteckt, in
dessen axialer Verlängerung die für eine Doppeldraht-Zwirnspin
del übliche Zentrieröse 17 liegt.
Die Spindelhohlachse 6.2 ist im Bereich ihres unteren Endes
mit einer Radialöffnung 6.21 versehen, die einem radial durch
den Zwirntopfboden 10.2 geführten Fadenleitkanal 10.21 gegen
über liegt, an den sich ein in axialer Richtung durch den
Zwirntopfmantel 10.3 geführter Fadenführungskanal 10.31 an
schließt.
Durch den hohlen Spindelschaft 6.1 ist eine mittels eines
Hubaggregats 18 in Richtung des Doppelpfeiles f1 verstell
bare Hubstange 19 geführt, die an ihrem oberen Ende zwei
radial nach außen gerichtete Mitnehmerstifte 20 trägt, die
durch zwei Axialschlitze 6.11 radial nach außen in einen
Bundansatz 21.1 eines eine Kupplung bildenden Kupplungs
stückes 21 eingreifen. Dieses Kupplungsstück 21 ist mit
einer Radialöffnung 21.2 versehen, die in der in Fig. 1
dargestellten Position die Verbindung zwischen der Radial
öffnung 6.21 der Spindelhohlachse 6.2 und dem Fadenleitkanal
10.21 des Zwirntopfbodens 10.2 herstellt.
In Fig. 1 liegt das Kupplungsstück 21 mit einer vor
zugsweise konisch gestalteten Kupplungsfläche gegen eine
Gegenkupplungsfläche in der Lagerbuchse 10.1 des Zwirn
topfes an, wobei die Andruckkraft zwischen Kupplungsstück
und Lagerbuchse 10.1 durch eine an dem Lager 14 abgestütz
ten Druckfeder 22 unterstützt bzw. erhöht wird, die gegen
die Oberseite des Kupplungsstücks anliegt. Die Hubstange
19 befindet sich dabei in einer unteren Stellung. Die
Fluchtstellung zwischen der Radialöffnung 6.21 der Spindel
hohlachse, der Radialöffnung 21.2 des Kupplungsstücks und
dem Fadenleitkanal 10.21 des Zwirntopfes wird durch ein
Rastelement 23 sichergestellt.
Um während des Doppeldrahtzwirnens bei rotierendem Spindel
schaft 6.1 und rotierendem Zwirntopf 10 eine Rotation des
Spulenträgers 12 zu verhindern, kann dieser mittels geeigne
ter nicht dargestellter Halteelemente, vorzugsweise einer ein-
und ausschaltbaren Elektromagnetkupplung, gegen Drehung ge
sichert bzw. arretiert werden.
Um die in Fig. 1 dargestellte Spindel als Doppeldraht-
Zwirnspindel S wirksam werden zu lassen, wird der von einer
auf den Spulenträger 12 aufgesteckten Vorlagespule A nach
oben abgezogene Faden a durch das Fadeneinlaufrohr 16,
die Spindelhohlachse 6.2, die Radialöffnungen 6.21 und 21.2,
den Fadenleitkanal 10.21 sowie den axial verlaufenden Faden
führungskanal 10.31 und die Zentrieröse 17 hindurchgezogen
und einen in Fig. 4 schematisiert dargestellten Fadenauf
wickelaggregat B zugeführt, um beispielsweise zu einer
Kreuzspule C aufgewickelt zu werden.
Um die Spindel gemäß Fig. 2 als Fach- oder Spulspindel
benutzen zu können, wird durch Hochfahren der Hubstange
19 das Kupplungsstück mit seiner oberen, vorzugsweise ko
nischen Kupplungsfläche gegen eine Gegenkupplungsfläche
des Spulenträgerbodens 12.1 hochgedrückt, so daß nunmehr
bei rotierender Hohlwelle 6 der Spulenträger 12 in Rotation
versetzt werden kann.
Auf den Spulenträger 12 ist eine zu bewickelnde Fachspule,
im vorliegenden Fall eine Scheibenspule D, aufgesteckt.
In Fig. 2 ist oberhalb des Spindelgehäuses 11 ein Verlegekopf
24 dargestellt, mit dem z. B. mittels eines Zahnritzeltriebes
25 ein Verlegerohr 26 einerseits in den Spulenträger-Schutz
topf 12.3 eingefahren und andererseits in Richtung der Pfeile
f2, f3 auf- und abwärtsbewegt werden kann, um bei rotierender
Fachspule D einen von Spulengatter-Vorlagespulen V, siehe Fig.
4, abgezogenen Fachfaden b auf der Fachspule D zu verlegen.
Die Erfindung ermöglicht es damit, auf ein- und derselben
Spindel z. B. in einem ersten Arbeitsgang eine Fachspule zu be
wickeln und anschließend in einem zweiten Arbeitsgang in
der in Fig. 1 dargestellten Weise diesen Fachfaden von
der Vorlagespule A abzuziehen und dem Doppeldrahtprinzip
entsprechend zu verzwirnen und zu einer Zwirnspule C auf
zuwickeln.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 3 unterscheidet sich von der
Ausführungsform gemäß den Fig. 1 und 2 dadurch, daß die
Kupplung durch eine entlang der Hohlwelle 6 verschiebbare
Kupplungs-Verschiebehülse 31 gebildet ist, die auf ihrem
Außenumfang eine Verzahnung 31.3 aufweist. Die Zwirntopfnabe
10.1 ist mit einer mit der Außenverzahnung 31.3 zusammenwir
kenden Innenverzahnung 10.11 versehen. Die Spulenträgernabe
12.2 ist ebenfalls mit einer mit der Außenverzahnung 31.3 der
Schiebebüchse 31 zusammenwirkenden Innenverzahnung 12.21 ver
sehen.
Die einzelnen Außen- und Innenverzahnungen können in ihrer
axialen Länge so aufeinander abgestimmt sein, daß folgende
Betriebszustände möglich sind:
- 1. Die Schiebebüchse 31 ist so weit nach unten abgesenkt, daß die Innenverzahnung 12.21 außerhalb des Bereichs der Außenverzahnung 31.3 liegt, so daß bei rotierendem Spindelschaft 6.1 nur der Zwirntopf 10 in Rotation versetzt wird, so daß nach dem Doppeldrahtprinzip gearbeitet werden kann.
- 2. Bei hochgefahrener Schiebebüchse 31 werden sowohl der Zwirntopf 10 als auch der Spulenträger 12 durch Eingrei fen der Außenverzahnung 31.3 in die Innenverzahnungen 10.11 und 12.21 in Drehung versetzt, wobei dann bei funktionslos mitrotierendem Zwirntopf 10 eine Fachspule gemäß Fig. 2 gewickelt werden kann.
- 3. Bei hochgefahrener Schiebebüchse 31 wird nur der Spulen träger 12 in Rotation versetzt, so daß dann ein der Fig. 2 vergleichbarer Zustand vorliegt.
Claims (12)
1. Spindel, enthaltend einen rotatorisch antreibbaren Spin
delschaft (6.1), einen mittels des Spindelschaftes rota
torisch antreibbaren Zwirntopf (10), der einen radial
verlaufenden Fadenleitkanal (10.21) aufweist, eine mit
dem Fadenleitkanal (10.21) in Verbindung stehende Spindel
hohlachse (6.2), und einen gegen Drehung arretierbaren
Spulenträger (12) sowie eine in der Verlängerung der Spin
delhohlachse (6.2) liegende Zentrieröse (17), gekennzeich
net durch eine mit dem Spindelschaft (6.1) zusammenwirkende
Kupplung zum selektiven Antrieb des Spulenträgers (12) und
ein in den Spulenträger-Schutztopf (12.3) einfahrbares,
auf- und abbewegbares Verlegeorgan für einen insbesondere
von einem Spulengatter abgezogenen Fachfaden.
2. Spindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kupplung zwischen den Zwirntopf (10) oder den Spulen
träger (12) antreibenden Positionen umschaltbar ist.
3. Spindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kupplung zwischen den Zwirntopf (10) und den Spulen
träger (12) oder allein den Zwirntopf (10) antreibenden
Positionen umschaltbar ist.
4. Spindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kupplung eine mit dem Spindelschaft (6.1) drehfest
verbundenes Kupplungsstück (21) bzw. (31) ist, das zum
Antrieb des Spulenträgers (12) in Richtung desselben
verstellbar ist und einen an den Fadenleitkanal (10.21)
anschließbaren Fadenkanal (21.2 bzw. 31.2) aufweist.
5. Spindel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet
durch einen oberhalb der Spindel angeordneten Verlegekopf
(24), dem ein in den Spulenträger-Schutztopf (12.3) ein
fahrbares und in vertikaler Richtung auf- und abbewegbares
Verlegerohr (26) zugeordnet ist.
6. Spindel nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine dreh
fest mit dem Kupplungsstück (21 bzw. 31) verbundene, durch
den hohlen Spindelschaft (6.1) geführte Hubstange (19).
7. Spindel nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, daß das
Kupplungsstück (21) an seinen Ober- und Unterseiten vor
zugsweise konisch gestaltete Kupplungsflächen aufweist,
und daß der Spulentopf (10) einerseits und der Spulen
träger (12) andererseits mit Gegenkupplungsflächen ausge
stattet sind.
8. Spindel nach Anspruch 7 gekennzeichnet durch ein zwischen
dem Kupplungsstück (21) und dem Zwirntopf (10) wirksames
Rastelement (23).
9. Spindel nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch ein das
Kupplungsstück in seine untere Position drückendes Druck
element, vorzugsweise in Form einer Druckfeder (22).
10. Spindel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das
Kupplungsstück als eine drehfest mit einer Hubstange (9)
verbundene Kupplungsschiebebüchse (31) ausgebildet ist,
die an ihrem Außenumfang mit einer Außenverzahnung (31.3)
versehen ist, und daß der Zwirntopf (10) und der Spulen
träger (12) mit Innenverzahnungen (31.3 bzw. 21.2) ausge
rüstet sind, wobei die axialen Längen der Innen- und
Außenverzahnungen derart aufeinander abgestimmt sind, daß
durch axiales Verschieben der Kupplungsschiebebüchse (31)
entweder
- a) die Schiebebüchse nur mit dem Zwirntopf (10), oder
- b) nur mit dem Spulenträger (12) oder
- c) sowohl mit dem Zwirntopf (10) als auch mit dem Spulenträger (12) gekuppelt ist.
11. Spindel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der Spulenträger (12) drehbar auf dem
Boden (10.2) des Zwirntopfs gelagert ist.
12. Spindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Spulenträger (12), um ihn gegen Drehung zu sichern, eine
ein- und ausschaltbare Magnetkupplung zugeordnet ist.
Priority Applications (6)
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|---|---|---|---|
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| EP99107135A EP0950736A3 (de) | 1998-04-18 | 1999-04-13 | Spindel |
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE19817315C1 true DE19817315C1 (de) | 1999-06-02 |
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| Country | Link |
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19726450C1 (de) * | 1997-06-21 | 1998-07-02 | Hamel Ag | Mehrfachdraht-Zwirnspindel mit rotierendem Ballonbegrenzer |
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1998
- 1998-04-18 DE DE1998117315 patent/DE19817315C1/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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