DE19816395A1 - Menschliche Nukleinsäuresequenzen aus Ovar-Normalgewebe - Google Patents
Menschliche Nukleinsäuresequenzen aus Ovar-NormalgewebeInfo
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Abstract
Es werden menschliche Nukleinsäuresequenzen -mRNA, cDNA, genomische Sequenzen aus Ovarnormalgewebe, die für Genprodukte oder Teile davon kodieren, und deren Verwendung beschrieben. DOLLAR A Es werden weiterhin die über die Sequenzen erhältlichen Polypeptide und deren Verwendung beschrieben.
Description
Die Erfindung betrifft menschliche Nukleinsäuresequenzen aus normalem
Ovargewebe, die für Genprodukte oder Teile davon kodieren, deren funktionale
Gene, die mindestens ein biologisch aktives Polypeptid kodieren und deren
Verwendung.
Die Erfindung betrifft weiterhin die über die Sequenzen erhältlichen Polypeptide und
deren Verwendung.
Eine der Hauptkrebstodesursachen bei Frauen ist das Ovarialkarzinom, für dessen
Bekämpfung neue Therapien notwendig sind. Bisher verwendete Therapien, wie z. B.
Chemotherapie, Hormontherapie oder chirurgische Entfernung des Tumorgewebes,
führen häufig nicht zu einer vollständigen Heilung.
Das Phänomen Krebs geht häufig einher mit der Über- oder Unterexpression
gewisser Gene in den entarteten Zellen, wobei noch unklar ist, ob diese veränderten
Expressionsraten Ursache oder Folge der malignen Transformation sind. Die
Identifikation solcher Gene wäre ein wesentlicher Schritt für die Entwicklung neuer
Therapien gegen Krebs. Der spontanen Entstehung von Krebs geht häufig eine
Vielzahl von Mutationen voraus. Diese können verschiedenste Auswirkungen auf das
Expressionsmuster in dem betroffenen Gewebe haben, wie z. B. Unter- oder
Überexpression, aber auch Expression verkürzter Gene. Mehrere solcher
Veränderungen durch solche Mutationskaskaden können schließlich zu bösartigen
Entartungen führen. Die Komplexität solcher Zusammenhänge erschwert die
experimentelle Herangehensweise sehr.
Für die Suche nach Kandidatengenen, d. h. Genen, die im Vergleich zum
Tumorgewebe im normalen Gewebe stärker exprimiert werden, wird eine Datenbank
verwendet, die aus sogenannten ESTs besteht. ESTs (Expressed Sequence Tags)
sind Sequenzen von cDNAs, d. h. revers transkribierten mRNAs, den Molekülen also,
die die Expression von Genen widerspiegeln. Die EST-Sequenzen werden für
normale und entartete Gewebe ermittelt. Solche Datenbanken werden von
verschiedenen Betreibern z. T. kommerziell angeboten. Die ESTs der LifeSeq-
Datenbank, die hier verwendet wird, sind in der Regel zwischen 150 und 350
Nukleotide lang. Sie repräsentieren ein für ein bestimmtes Gen unverkennbares
Muster, obwohl dieses Gen normalerweise sehr viel länger ist (< 2000 Nukleotide).
Durch Vergleich der Expressionsmuster von normalen und Tumorgewebe können
ESTs identifiziert werden, die für die Tumorentstehung und -proliferation wichtig sind.
Es besteht jedoch folgendes Problem: Da durch unterschiedliche Konstruktionen der
cDNA-Bibliotheken die gefundenen EST-Sequenzen zu unterschiedlichen Regionen
eines unbekannten Gens gehören können, ergäbe sich in einem solchen Fall ein
völlig falsches Verhältnis des Vorkommens dieser ESTs in dem jeweiligen Gewebe.
Dieses würde erst bemerkt werden, wenn das vollständige Gen bekannt ist und somit
die ESTs dem gleichen Gen zugeordnet werden können.
Es wurde nun gefunden, daß diese Fehlermöglichkeit verringert werden kann, wenn
zuvor sämtliche ESTs aus dem jeweiligen Gewebstyp assembliert werden, bevor die
Expressionsmuster miteinander verglichen werden. Es wurden also überlappende
ESTs ein und desselben Gens zu längeren Sequenzen zusammengefaßt (s. Fig. 1,
Fig. 2a und Fig. 3). Durch diese Verlängerung und damit Abdeckung eines wesentlich
größeren Genbereichs in jeder der jeweiligen Banken sollte der oben beschriebene
Fehler weitgehenst vermieden werden. Da es hierzu keine bestehenden
Softwareprodukte gab., wurden Programme für das Assemblieren von genomischen
Abschnitten verwendet, die abgewandelt eingesetzt und durch eigene Programme
ergänzt wurden. Ein Flowchart der Assemblierungsprozedur ist in Fig. 2b1-2b4
dargestellt.
Es konnten nun die Nukleinsäure-Sequenzen Seq. ID No. 1 bis Seq. ID No. 103
gefunden werden, die als Kandidatengene beim Ovarialkarzinom eine Rolle spielen.
Von besonderem Interesse sind die Nukleinsäure-Sequenzen Seq. ID Nos. 1-45.
Die Erfindung betrifft somit Nukleinsäure-Sequenzen, die ein Genprodukt oder ein
Teil davon kodieren, umfassend
- a) eine Nukleinsäure-Sequenz, ausgewählt aus der Gruppe der Nukleinsäure-Sequenzen Seq ID Nos. 1-45.
- b) eine allelische Variation der unter a) genannten Nukleinsäure- Sequenzen oder
- c) eine Nukleinsäure-Sequenz, die komplementär zu den unter a) oder b) genannten Nukleinsäure-Sequenzen ist.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß einer der
Sequenzen Seq ID Nos. 1-45 oder eine komplementäre oder allelische Variante
davon und die Nukleinsäure-Sequenzen davon, die eine 90%ige bis 95%ige
Homologie zu einer humanen Nukleinsäure-Sequenz aufweisen.
Die Erfindung betrifft auch die Nukleinsäure-Sequenzen Seq. ID No. 1 bis Seq. ID
No. 103, die im Ovarnormalgewebe erhöht exprimiert sind.
Die Erfindung betrifft ferner Nukleinsäure-Sequenzen, umfassend einen Teil der
oben genannten Nukleinsäure-Sequenzen, in solch einer ausreichenden Größe, daß
sie mit den Sequenzen Seq. ID Nos. 1-45 hybridisieren.
Die erfindungsgemäßen Nukleinsäure-Sequenzen weisen im allgemeinen eine
Länge von mindestens 50 bis 4500 bp, vorzugsweise eine Länge von mindestens
150 bis 4000 bp, insbesondere eine Länge von 450 bis 3500 bp auf.
Mit den erfindungsgemäßen Teilsequenzen Seq. ID Nos. 1-45 können gemäß
gängiger Verfahrenspraxis auch Expressionskassetten konstruiert werden, wobei auf
der Kassette mindestens eine der erfindungsgemäßen Nukleinsäure-Sequenzen
zusammen mit mindestens einer dem Fachmann allgemein bekannten Kontroll- oder
regulatorischen Sequenz, wie z. B. einem geeigneten Promotor, kombiniert wird. Die
erfindungsgemäßen Sequenzen können in sense oder antisense Orientierung
eingefügt sein.
In der Literatur sind ist eine große Anzahl von Expressionskassetten bzw. Vektoren
und Promotoren bekannt, die verwendet werden können.
Unter Expressionskassetten bzw. Vektoren sind zu verstehen: 1. bakterielle, wie z. B.
phagescript, pBs, ϕX174, pBluescript SK, pBs KS, pNH8a, pNH16a, pNH18a,
pNH46a (Stratagene), pTrc99A, pKK223-3, pKK233-3, pDR540, pRIT5 (Pharmacia),
2. eukaryontische, wie z. B. pWLneo, pSV2cat, pOG44, pXT1, pSG (Stratagene),
pSVK3, pBPV, pMSG, pSVL (Pharmacia).
Unter Kontroll- oder regulatorischer Sequenz sind geeignete Promotoren zu
verstehen. Hierbei sind zwei bevorzugte Vektoren der pKK232-8 und der PCM7
Vektor. Im einzelnen sind folgende Promotoren gemeint: lacI, IacZ, T3, T7, gpt,
lambda PR, trc, CMV, HSV Thymidin-Kinase, SV40, LTRs aus Retrovirus und Maus
Metallothionein-I.
Die auf der Expressionskassette befindlichen DNA-Sequenzen können ein
Fusionsprotein kodieren, das ein bekanntes Protein und ein biologisch aktives
Polypeptid-Fragment umfaßt.
Die Expressionskassetten sind ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Die erfindungsgemäßen Nukleinsäure-Fragmente können zur Herstellung von
Vollängen-Genen verwendet werden. Die erhältlichen Gene sind ebenfalls
Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der erfindungsgemäßen Nukleinsäure-
Sequenzen, sowie die aus der Verwendung erhältlichen Gen-Fragmente.
Die erfindungsgemäßen Nukleinsäure-Sequenzen können mit geeigneten Vektoren
in Wirtszellen gebracht werden, in denen als heterologer Teil die auf den
Nukleinsäure-Fragmenten enthaltene genetischen Information befindet, die
exprimiert wird.
Die die Nukleinsäure-Fragmente enthaltenden Wirtszellen sind ebenfalls Gegenstand
der vorliegenden Erfindung.
Geeignete Wirtszellen sind z. B. prokaryontische Zellsysteme wie E. coli oder
eukaryontische Zellsysteme wie tierische oder humane Zellen oder Hefen.
Die erfindungsgemäßen Nukleinsäure-Sequenzen können in sense oder antisense
Form verwendet werden.
Die Herstellung der Polypeptide oder deren Fragment erfolgt durch Kultivierung der
Wirtszellen gemäß gängiger Kultivierungsmethoden und anschließender Isolierung
und Aufreinigung der Peptide bzw. Fragmente, ebenfalls mittels gängiger Verfahren.
Die Erfindung betrifft ferner Nukleinsäure-Sequenzen, die mindestens eine
Teilsequenz eines biologisch aktiven Polypeptids kodieren.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung Polypeptid-Teilsequenzen, sogenannte ORF
(open-reading-frame)-Peptide, gemäß den Sequenzprotokollen ORF ID Nos. 104-217.
Die Erfindung betrifft ferner die Polypeptid-Sequenzen, die mindestens eine 80%ige
Homologie, insbesondere eine 90%ige Homologie zu den erfindungsgemäßen
Polypeptid-Teilsequenzen der ORF. ID Nos. 104-217 aufweisen.
Die Erfindung betrifft auch Antikörper, die gegen ein Polypeptid oder Fragment davon
gerichtete sind, welche von den erfindungsgemäßen Nukleinsäuren der Sequenzen
Seq. ID No. 1 bis Seq. ID 103 kodiert werden.
Unter Antikörper sind insbesondere monoklonale Antikörper zu verstehen.
Die erfindungsgemäßen Polypeptide der Sequenzen ORF ID Nos. 104-217 können
auch als Tool zum Auffinden von Wirkstoffen gegen das Ovarialkarzinom verwendet
werden, was ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist.
Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist die Verwendung der
Nukleinsäure-Sequenzen gemäß den Sequenzen Seq. ID No. 1 bis Seq. ID No. 103
zur Expression von Polypeptiden, die als Tools zum Auffinden von Wirkstoffen gegen
das Ovarialkarzinom verwendet werden können.
Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der gefundenen Polypeptid-
Teilsequenzen ORF. ID No. 104 bis Seq. ID No. 217 als Arzneimittel in der
Gentherapie zur Behandlung gegen das Ovarialkarzinom, bzw. zur Herstellung eines
Arzneimittels zur Behandlung gegen das Ovarialkarzinom.
Die Erfindung betrifft auch Arzneimittel, die mindestens eine Polypeptid-Teilsequenz
ORF. ID No. 104 bis 217 enthalten.
Die gefundenen erfindungsgemäßen Nukleinsäure-Sequenzen können auch
genomische oder mRNA-Sequenzen sein.
Die Erfindung betrifft auch genomische Gene, ihre Exon- und Intronstruktur und
deren Spleißvarianten, erhältlich aus den cDNAs der Sequenzen Seq. ID No. 1 bis
Seq. ID No. 103, sowie deren Verwendung zusammen mit geeigneten regulativen
Elementen, wie geeigneten Promotoren und/oder Enhancern.
Mit den erfindungsgemäßen Nukleinsäuren (cDNA-Sequenzen) werden genomische
BAC-, PAC- und Cosmid-Bibliotheken gescreent und über komplementäre
Basenpaarung (Hybridisierung) spezifisch humane Klone isoliert. Die so isolierten
BAC-, PAC- und Cosmid-Klone werden mit Hilfe der Fluoreszenz-in-situ-
Hybridisation auf Metaphasenchromosomen hybridisiert und entsprechende
Chromosomenabschnitte identifiziert, auf denen die entsprechenden genomischen
Gene liegen. BAC-, PAC- und Cosmid-Klone werden sequenziert, um die
entsprechenden genomischen Gene in ihrer vollständigen Struktur (Promotoren,
Enhancer, Silencer, Exons und Introns) aufzuklären. BAC-, PAC- und Cosmid-Klone
können als eigenständige Moleküle für den Gentransfer eingesetzt werden (s. Fig. 5).
Die Erfindung betrifft auch BAC-, PAC- und Cosmid-Klone, enthaltend funktionelle
Gene und ihre chromosomale Lokalisation, entsprechend den Sequenzen Seq. ID.
No. 1 bis Seq. ID No. 103, zur Verwendung als Vehikel zum Gentransfer.
Die Erfindung betrifft: Weiterhin eine Nukleinsäuresequenz gemäß einer der
Sequenzen Seq ID Nos. 1, 2, 4, 8, 9, 21, 24, 26, 29, 30, 31, 36, 40, 42, 51, 53, 60,
68, 72, 73, 75, 78, 80, 81, 82, 87, 89, und 100, dadurch gekennzeichnet, daß sie in
Ovarnormalgewebe und gleichzeitig in Pankreastumorgewebe erhöht exprimiert sind.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Nukleinsäuresequenz gemäß einer der
Sequenzen Seq ID Nos. 5, 46, 49, 56, 61 und 77, dadurch gekennzeichnet, daß sie
in Ovarnormalgewebe und gleichzeitig in Penistumorgewebe erhöht exprimiert sind.
Die Erfindung betrifft weiterhin eine Nukleinsäuresequenz Sequenz Seq ID No. 44,
dadurch gekennzeichnet, daß sie im Ovarnormalgewebe und gleichzeitig in
Nierentumorgewebe erhöht exprimiert sind.
Nukleinsäuren = Unter Nukleinsäuren sind in der vorliegenden Erfindung zu
verstehen: mRNA, partielle cDNA, vollängen cDNA und
genomische Gene (Chromosomen).
ORF = Open Reading Frame, eine definierte Abfolge von Aminosäuren die von der cDNA-Sequenz abgeleitet werden kann.
Contig = Eine Menge von DNA-Sequenzen, die aufgrund sehr großer Ähnlichkeiten zu einer Sequenz zusammengefaßt werden können (Consensus).
Singleton = Ein Contig, der nur eine Sequenz enthält.
ORF = Open Reading Frame, eine definierte Abfolge von Aminosäuren die von der cDNA-Sequenz abgeleitet werden kann.
Contig = Eine Menge von DNA-Sequenzen, die aufgrund sehr großer Ähnlichkeiten zu einer Sequenz zusammengefaßt werden können (Consensus).
Singleton = Ein Contig, der nur eine Sequenz enthält.
minimal initial match = minimaler anfänglicher Identitätsbereich
maximum pads per read = maximale Anzahl von Insertionen
maximum percent mismatch = maximale Abweichung in %
maximum pads per read = maximale Anzahl von Insertionen
maximum percent mismatch = maximale Abweichung in %
Fig. 1 zeigt die systematische Gen-Suche in der Incyte LifeSeq
Datenbank.
Fig. 2a zeigt das Prinzip der EST-Assemblierung.
Fig. 2b1-2b4 zeigt das gesamte Prinzip der EST-Assemblierung.
Fig. 3 zeigt die in silico Subtraktion der Genexpression in
verschiedenen Geweben.
Fig. 4a zeigt die Bestimmung der gewebsspezifischen Expression über
elektronischen Northern.
Fig. 4b zeigt den elektronischen Northern.
Fig. 5 zeigt die Isolierung von genomischen BAC- und PAC-Klonen.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der erfindungsgemäßen
Nukleinsäure-Sequenzen, ohne die Erfindung auf diese Beispiele und Nukleinsäure-
Sequenzen zu beschränken.
Zuerst wurden sämtliche ESTs des entsprechenden Gewebes aus der LifeSeq-
Datenbank (vom Oktober 1997) extrahiert. Diese wurden dann mittels des
Programms GAP4 des Staden-Pakets mit den Parametern 0% mismatch, 8 pads per
read und einem minimalen match von 20 assembliert. Die nicht in die GAP4-
Datenbank aufgenommenen Sequenzen (Fails) wurden erst bei 1% mismatch und
dann nochmals bei 2% mismatch mit der Datenbank assembliert. Aus den Contigs
der Datenbank, die aus mehr als einer Sequenz bestanden, wurden
Consensussequenzen errechnet. Die Singletons der Datenbank, die nur aus einer
Sequenz bestanden, wurden mit den nicht in die GAP4-Datenbank aufgenommenen
Sequenzen bei 2% mismatch erneut assembliert. Wiederum wurden für die Contigs
die Consensussequenzen ermittelt. Alle übrigen ESTs wurden bei 4% mismatch
erneut assembliert. Die Consensussequenzen wurden abermals extrahiert und mit
den vorherigen Consensussequenzen sowie den Singletons und den nicht in die
Datenbank aufgenommenen Sequenzen abschließend bei 4% mismatch assembliert.
Die Consensussequenzen wurden gebildet und mit den Singletons und Fails als
Ausgangsbasis für die Gewebsvergleiche verwendet. Durch diese Prozedur konnte
sichergestellt werden, daß unter den verwendeten Parametern sämtliche Sequenzen
von einander unabhängige Genbereiche darstellten.
Fig. 2b1-2b4 veranschaulicht die Verlängerung der Ovarnormalgewebe ESTs.
Die so assemblierten Sequenzen der jeweiligen Gewebe wurden anschließend
mittels des gleichen Programms miteinander verglichen (Fig. 3). Hierzu wurden erst
alle Sequenzen des ersten Gewebes in die Datenbank eingegeben. (Daher war es
wichtig, daß diese voneinander unabhängig waren.)
Dann wurden alle Sequenzen des zweiten Gewebes mit allen des ersten verglichen.
Das Ergebnis waren Sequenzen, die für das erste bzw. das zweite Gewebe
spezifisch waren, sowie welche, die in beiden vorkamen. Bei Letzteren wurde das
Verhältnis der Häufigkeit des Vorkommens in den jeweiligen Geweben ausgewertet.
Sämtliche, die Auswertung der assemblierten Sequenzen betreffenden Programme,
wurden selbst entwickelt.
Alle Sequenzen, die mehr als viermal in jeweils einem der verglichenen Gewebe
vorkamen, sowie alle, die mindestens fünfmal so häufig in einem der beiden Gewebe
vorkamen wurden weiter untersucht. Diese Sequenzen wurden einem elektronischen
Northern (s. Beispiel 2.1) unterzogen, wodurch die Verteilung in sämtlichen Tumor- und
Normal-Geweben untersucht wurde (s. Fig. 4a und Fig. 4b). Die relevanten
Kandidaten wurden dann mit Hilfe sämtlicher Incyte ESTs und allen ESTs öffentlicher
Datenbanken verlängert (s. Beispiel 3). Anschließend wurden die Sequenzen und
ihre Übersetzung in mögliche Proteine mit allen Nukleotid- und Proteindatenbanken
verglichen, sowie auf mögliche, für Proteine kodierende Regionen untersucht.
Im folgenden soll ein Algorithmus zur Auffindung über- oder unterexprimierter Gene
erläutert werden. Die einzelnen Schritte sind der besseren Übersicht halber auch in
einem Flußdiagramm zusammengefaßt (s. Fig. 4b).
Zu einer partiellen DNA-Sequenz S, z. B. einem einzelnen EST oder einem Contig
von ESTs, werden mittels eines Standardprogramms zur Homolgiesuche, z. B.
BLAST (Altschul, S. F., Gish W., Miller, W., Myers, E. W. und Lipman, D. J. (1990) J.
Mol. Biol., 215, 403-410), BLAST2 (Altschul, S. F., Madden, T. L., Schäffer, A. A.,
Zhang, J., Zhang, Z., Miller, W. und Lipman, D. J. (1997) Nucleic Acids
Research 25 3389-3402) oder FASTA (Pearson, W. R. und Lipman, D. J. (1988)
Proc. Natl. Acad. Sci. USA 85 2444-2448), die homologen Sequenzen in
verschiedenen nach Geweben geordneten (privaten oder öffentlichen) EST-
Bibliotheken bestimmt. Die dadurch ermittelten (relativen oder absoluten) Gewebe
spezifischen Vorkommenshäufigkeiten dieser Partial-Sequenz S werden als
elektronischer Northern-Blot bezeichnet.
Analog der unter 2.1 beschriebenen Verfahrensweise wurde die Sequenz Seq. ID
No. .90 gefunden, die .9,2 .x stärker im normalen Ovargewebe als im Tumorgewebe
vorkommt.
Das Ergebnis ist wie folgt:
Analog der unter 2.1 beschriebenen Verfahrensweise wurde die Sequenz Seq. ID
No. .3 gefunden die . .10,3. . .x stärker im normalen Ovargewebe als im Tumorgewebe
vorkommt.
Das Ergebnis ist wie folgt:
Analog der unter 2.1 beschriebenen Verfahrensweise wurde die Sequenz Seq. ID
No. .20 gefunden, die .15. .x stärker im normalen Ovargewebe als im Tumorgewebe
vorkommt.
Das Ergebnis ist wie folgt:
In analoger Verfahrensweise wurden auch folgende Northerns gefunden:
Um zu entscheiden, ob eine Partial-Sequenz S eines Gens in einer Bibliothek für
Normal-Gewebe signifikant häufiger oder seltener vorkommt als in einer Bibliothek
für entartetes Gewebe, wird Fishers Exakter Test, ein statistisches
Standardverfahren (Hays, W. L., (1991) Statistics, Harcourt Brace College
Publishers, Fort Worth), durchgeführt.
Die Null-Hypothese lautet: die beiden Bibliotheken können bezüglich der Häufigkeit
zu S homologer Sequenzen nicht unterschieden werden. Falls die Null-Hypothese
mit hinreichend hoher Sicherheit abgelehnt werden kann, wird das zu S gehörende
Gen als interessanter Kandidat für ein Krebs-Gen akzeptiert, und es wird im
nächsten Schritt versucht, eine Verlängerung seiner Sequenz zu erreichen.
Die automatische Verlängerung der Partial-Sequenz S vollzieht sich in drei Schritten:
- 1. Ermittlung aller zu S homologen Sequenzen aus der Gesamtmenge der zur Verfügung stehenden Sequenzen mit Hilfe von BLAST
- 2. Assemblierung dieser Sequenzen mittels des Standardprogramms GAP4 (Bonfield, J. K., Smith, K. F., und Staden R. (1995), NucleicAcids Research 23 4992-4999) (Contig-Bildung).
- 3. Berechnung einer Konsens-Sequenz C aus den assemblierten Sequenzen
Die Konsens-Sequenz C wird im allgemeinen länger sein als die Ausgangssequenz
S. Ihr elektronischer Northern-Blot wird demzufolge von dem für S abweichen. Ein
erneuter Fisher-Test entscheidet, ob die Alternativ-Hypothese der Abweichung von
einer gleichmäßigen Expression in beiden Bibliotheken aufrechterhalten werden
kann. Ist dies der Fall, wird versucht, C in gleicher Weise wie S zu verlängern. Diese
Iteration wird mit der jeweils erhaltenen Konsensus-Sequenzen Ci (i: Index der
Iteration) fortgesetzt bis die Alternativ-Hypothese verworfen wird (if Ho Exit;
Abbruchkriterium I) oder bis keine automatische Verlängerung mehr möglich ist
(while Ci < Ci-1; Abbruchkriterium II).
Im Fall des Abbruchkriteriums II bekommt man mit der nach der letzten Iteration
vorliegenden Konsens-Sequenz eine komplette oder annähernd komplette Sequenz
eines Gens, das mit hoher statistischer Sicherheit mit Krebs in Zusammenhang
gebracht werden kann.
Analog der oben beschriebenen Beispiele konnten die in der Tabelle I beschriebenen
Nukleinsäure-Sequenzen aus Ovarnormalgewebe gefunden werden.
Ferner konnten zu den einzelnen Nukleinsäure-Sequenzen die Peptidsequenzen
(ORF's) bestimmt werden, die in der Tabelle II aufgelistet sind, wobei wenigen
Nukleinsäure-Sequenzen kein Peptid zugeordnet werden kann und einigen
Nukleinsäure-Sequenzen mehr als ein Peptid zugeordnet werden kann. Wie bereits
oben erwähnt, sind sowohl die ermittelten Nukleinsäure-Sequenzen, als auch die den
Nukleinsäure-Sequenzen zugeordneten Peptid-Sequenzen Gegenstand der
vorliegenden Erfindung.
| DNA-Sequenzen | |||
| Peptid-Sequenzen (ORF's) | |||
| Seq. ID. No. | |||
| Seq. ID. No. | |||
| 1 | 104 | ||
| 2 | 105 | ||
| 3 | 106 | ||
| 4 | 107 | ||
| 5 | 108 | ||
| 6 | 109 | ||
| 110@ | 111@ | 7 | 112 |
| 113@ | 114@ | 8 | 115 |
| 116@ | 117@ | 9 | 118 |
| 119@ | 120@ | 10 | 121 |
| 122@ | 11 | 123 | |
| 124@ | 125@ | 12 | 126 |
| 127@ | 13 | 128 | |
| 129@ | 130@ | 14 | 131 |
| 132@ | 15 | 133 | |
| 134 | |||
| 135 | |||
| 16 | 136 | ||
| 137 | |||
| 17 | 138 | ||
| 139 | |||
| 18 | 140 | ||
| 141 | |||
| 142 | |||
| 19 | 143 | ||
| 144 | |||
| 145 | |||
| 20 | 146 | ||
| 147@ | 148 | ||
| 21 | 149 | ||
| 150 | |||
| 151 | |||
| 22 | 152 | ||
| 153 | |||
| 154 | |||
| 23 | 155 | ||
| 156 | |||
| 24 | 157 | ||
| 158@ | 159@ | 25 | 160 |
| 161@ | 26 | 162 | |
| 163@ | 164@ | 27 | 165 |
| 166@ | 28 | 167 | |
| 168@ | 169@ | 29 | 170 |
| 171@ | 30 | 172 | |
| 173@ | 31 | 174 | |
| 175@ | 176@ | 32 | 177 |
| 178@ | 33 | 179 | |
| 180@ | 181@ | 34 | 182 |
| 183@ | 184@ | 35 | 185 |
| 186@ | 187@ | 36 | 188 |
| 189@ | 190@ | 37 | 191 |
| 192@ | 193@ | 38 | 194 |
| 38 | 195 | ||
| 196@ | 39 | 197 | |
| 198@ | 199@ | 40 | 200 |
| 201@ | 202@ | 41 | 203 |
| 204@ | 205@ | 42 | 206 |
| 207@ | 208@ | 43 | 209 |
| 210@ | 211@ | 44 | 212 |
| 213@ | 214@ | 45 | 215 |
| 216@ | 217 |
Die erfinderischen Nukleinsäure-Sequenzen Seq. ID No. 1 bis Seq. ID No. 76 der
ermittelten Kandidatengene und die ermittelten Aminosäure-Sequenzen Seq. ID No.
77 bis Seq. ID No. 160 werden in dem nachfolgenden Sequenzprotokoll beschrieben.
Claims (41)
1. Eine Nukleinsäure-Sequenz, die ein Genprodukt oder ein Teil davon kodiert,
umfassend
- a) eine Nukleinsäure-Sequenz, ausgewählt aus der Gruppe Seq ID No. 1-103.
- b) eine allelische Variation der unter a) genannten Nukleinsäure sequenzen oder
- c) eine Nukleinsäure-Sequenz, die komplementär zu den unter a) oder b) genannten Nukleinsäure-Sequenzen ist.
2. Eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß einer der Sequenzen Seq ID Nos. 1-103,
oder eine komplementäre oder allelische Variante davon.
3. Nukleinsäure-Sequenz Seq. ID No. 1 bis Seq. ID No. 103, dadurch
gekennzeichnet, daß sie in Ovarnormalgewebe erhöht exprimiert sind.
4. BAC, PAC und Cosmid-Klone, enthaltend funktionelle Gene und ihre
chromosomale Lokalisation, entsprechend den Sequenzen Seq. ID. No. 1 bis
Seq. ID No. 103, zur Verwendung als Vehikel zum Gentransfer.
5. Eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine 90%ige Homologie zu einer humanen
Nukleinsäure-Sequenz aufweist.
6. Eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß sie eine 95%ige Homologie zu einer humanen
Nukleinsäure-Sequenz aufweist.
7. Eine Nukleinsäure-Sequenz, umfassend einen Teil der in den Ansprüchen 1 bis 6
genannten Nukleinsäure-Sequenzen, in solch einer ausreichenden Größe daß
sie mit den Sequenzen gemäß den Ansprüchen 1 bis 6 hybridisieren.
8. Ein Nukleinsäure-Sequenz gemäß den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Größe des Fragments eine Länge von mindestens
50 bis 4500 bp aufweist.
9. Eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Größe des Fragments eine Länge von mindestens
150 bis 4000 bp aufweist.
10. Eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, die mindestens
eine Teilsequenz eines biologisch aktiven Polypeptids kodiert.
11. Eine Expressionskassette, umfassend ein Nukleinsäure-Fragment oder eine
Sequenz gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9, zusammen mit mindestens einer
Kontroll- oder regulatorischen Sequenz.
12. Eine Expressionskassette, umfassend ein Nukleinsäure-Fragment oder eine
Sequenz gemäß Anspruch 11, worin die Kontroll- oder regulatorische Sequenz
ein geeigneter Promotor ist.
13. Eine Expressionskassette gemäß einem der Ansprüche 11 und 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die auf der Kassette befindlichen DNA-Sequenzen ein
Fusionsprotein kodieren, das ein bekanntes Protein und ein biologisch aktives
Polypeptid-Fragment umfaßt.
14. Verwendung der Nukleinsäure-Sequenzen gemäß den Ansprüchen 1 bis 10 zur
Herstellung von Vollängen-Genen.
15. Ein DNA-Fragment, umfassend ein Gen, das aus der Verwendung gemäß
Anspruch 14 erhältlich ist.
16. Wirtszelle, enthaltend als heterologen Teil ihrer exprimierbaren genetischen
Information ein Nukleinsäure-Fragment gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10.
17. Wirtszelle gemäß Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß es ein
prokaryontisches oder eukaryontische Zellsystem ist.
18. Wirtszelle gemäß einem der Ansprüche 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet,
daß das prokaryontische Zellsystem E. coli und das eukaryontische Zellsystem
ein tierisches, humanes oder Hefe-Zellsystem ist.
19. Ein Verfahren zur Herstellung eines Polypeptids oder eines Fragments, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wirtszellen gemäß den Ansprüchen 16 bis 18 kultiviert
werden.
20. Ein Antikörper, der geben ein Polypeptid oder ein Fragment gerichtet ist, welches
von den Nukleinsäuren der Sequenzen Seq. ID No. 1 bis Seq. ID No. 103 kodiert
wird, das gemäß Anspruch 19 erhältlich ist.
21. Ein Antikörper gemäß Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß er monoklonal
ist.
22. Ein Antikörper gemäß Anspruch 20 dadurch gekennzeichnet, daß er ein Phage-
Display-Antikörper ist.
23. Polypeptid-Teilsequenzen, gemäß den Sequenzen Seq. ID Nos. ORF 104-217.
24. Polypeptid-Teilsequenzen gemäß Anspruch 22, mit mindestens 80%iger
Homologie zu diesen Sequenzen.
25. Ein aus einem Phage-Display hervorgegangenen Polypeptid, welches an die
Polypeptid-Teilsequenzen gemäß Anspruch 24 binden kann.
26. Polypeptid-Teilsequenzen gemäß Anspruch 22, mit mindestens 90%iger
Homologie zu diesen Sequenzen.
27. Verwendung der Polypeptid-Teilsequenzen gemäß den Sequenzen Seq. ID No.
104 bis 217, als Tools zum Auffinden von Wirkstoffen gegen das
Ovarialkarzinom.
28. Verwendung der Nukleinsäure-Sequenzen gemäß den Sequenzen Seq. ID No. 1
bis Seq. ID No. 103 zur Expression von Polypeptiden, die als Tools zum
Auffinden von Wirkstoffen gegen das Ovarialkarzinom verwendet werden können.
29. Verwendung der Nukleinsäure-Sequenzen Seq. ID No. 1 bis Seq. ID No. 103 in
sense oder antisense Form.
30. Verwendung der Polypeptid-Teilsequenzen Seq. ID No. 104 bis Seq. ID No. 217
als Arzneimittel in der Gentherapie zur Behandlung des Ovarialkarzinom.
31. Verwendung der Polypeptid-Teilsequenzen Seq. ID No. 104 bis Seq. ID No. 217,
zur Herstellung eines Arzneimittels zur Behandlung gegen das Ovarialkarzinom.
32. Arzneimittel, enthaltend mindestens eine Polypeptid-Teilsequenz Seq. ID No. 104
bis Seq. ID No. 217.
33. Eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß es eine genomische Sequenz ist.
34. Eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß den Ansprüchen 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß es eine mRNA-Sequenz ist.
35. Genomische Gene, ihre Promotoren, Enhancer, Silencer, Exonstruktur,
Intronstruktur und deren Spleißvarianten, erhältlich aus den cDNAs der
Sequenzen Seq. ID No. 1 bis Seq. ID No. 103.
36. Verwendung der genomischen Gene gemäß Anspruch 33, zusammen mit
geeigneten regulativen Elementen.
37. Verwendung gemäß Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß das regulative
Element ein geeigneter Promotor und/oder Enhancer ist.
38. Eine Nukleinsäure-Sequenz gemäß den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Größe des Fragments eine Länge von mindestens
300 bis 3500 bp aufweist.
39. Eine Nukleinsäuresequenz gemäß einer der Sequenzen Seq ID Nos. 1, 2, 4, 8,
9, 21, 24, 26, 29, 30, 31, 36, 40,42, 51 53, 60, 68, 72, 73, 75, 78, 80, 81, 82, 87,
89, und 100, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Ovarnormalgewebe und
gleichzeitig in Pankreastumorgewebe erhöht exprimiert sind.
40. Eine Nukleinsäuresequenz gemäß einer der Sequenzen Seq ID Nos. 5, 46, 49,
56, 61 und 77, dadurch gekennzeichnet, daß sie in Ovarnormalgewebe und
gleichzeitig in Penistumorgewebe erhöht exprimiert sind.
41. Eine Nukleinsäuresequenz Sequenz Seq ID No. 44, dadurch gekennzeichnet,
daß sie in Ovarnormalgewebe und gleichzeitig in Nierentumorgewebe erhöht
exprimiert sind.
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