DE19816360C1 - Kreuzförmiger Kapselungsbaustein für ein dreiphasig gekapseltes Schaltgerät - Google Patents
Kreuzförmiger Kapselungsbaustein für ein dreiphasig gekapseltes SchaltgerätInfo
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Abstract
Für eine gekapselte, gasisolierte Hochspannungsschaltanlage wird als Linientrenner ein kreuzförmiger Kapselungsbaustein (2) verwendet, der einen mit einem Erder kombinierten Trenner aufweist. Hierzu ist ein bekannter Winkel-Trennschalter mit kombiniertem Arbeitserder in der Weise umgestaltet, daß die Trennstelle (15) in den als Durchgangsabschnitt gestalteten Teilen (21, 22) der Phasenleiter liegt und den abzweigenden Teilen (23) der Phasenleiter jeweils ein feldsteuernder Abschluß (25) zugeordnet ist.
Description
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der Energieverteilung und
ist bei der konstruktiven Ausgestaltung eines Kapselungsbaustei
nes einer dreiphasig gekapselten, gasisolierten Schaltanlage
anzuwenden, bei dem in die Phasenleiter ein kombinierter
Trenner/Erder-Schalter, ein sogenannter Drei-Stellungs-Schal
ter integriert ist.
Bei einem bekannten Kapselungsbaustein dieser Art, der auf
grund der entsprechend angeordneten Flansche auch als kreuz
förmiger Baustein bezeichnet wird, sind als Schaltelemente
des Schalters schwenkbare Messerkontakte verwendet, die von
einer gemeinsamen Schaltwelle angetrieben sind und die in ih
ren Endstellungen parallel, vertikal oder unter einer Neigung
von etwa 45° zur Kapselungsachse angeordnet sind
(EP 0 128 377 A2; DE 36 08 482 C2; Prospekt "Gekapselte SF6
isolierte Hochspannungsanlage 72,5 bis 145 kV, Typ B312" der
Firma Sprecher Energie, 1988, Seite 2, Fig. 1).
Bei einer weiterhin bekannt gewordenen Schaltanlage mit ge
meinsamer Kapselung der drei Phasenleiter ist der Drei-Stel
lungs-Schalter mit zylindrischen, linear verschiebbaren Kon
taktteilen als Schaltelemente ausgerüstet, wie es an sich be
kannt ist (DE 24 14 200 A), wobei diese Schaltelemente am
Übergang von einem horizontal verlaufenden Teil der Strombah
nen (Durchgangsabschnitt) zu einem rechtwinklig dazu verlau
fenden Teil (Abzweigabschnitt) unter einem Winkel von etwa
60° gegenüber dem rechtwinklig verlaufenden Teil der Strom
bahn angeordnet sind. Die Schaltelemente sind dabei in einem
gehäuseartigen, am Abzweigabschnitt des jeweiligen Phasenlei
ters befestigten Teil geführt, während die Durchgangsab
schnitte und die Abzweigabschnitte der Phasenleiter von zwei
mit dem Gehäuse des Kapselungsbausteines verbundenen Schei
benisolatoren getragen sind und jedem Schaltelement am Gehäu
se des Kapselungsbausteines ein Erdungskontakt zugeordnet
ist. (DE 196 32 574 A1).
Trennschalter mit einem zugeordneten Erder werden bei gasiso
lierten, gekapselten Schaltanlagen auch als sogenannte Lini
entrenner im Zuge von Sammelschienen verwendet. Derartige
Trenner weisen üblicherweise getrennte Schalterantriebe und
Schaltelemente für die Funktionen Trennen und Erden auf, wie
es auch innerhalb von Schaltfeldern beispielsweise am Über
gang vom Leistungsschalter zur Abgangsseite gebräuchlich ist
(Prospekt "SF6"-Gas-isolierte Schaltanlagen, Typ ELK-0,
Nr. D SI 80097 D der Firma BBC, 1978, Seite 6 "Der Trenn
schalter".
Es ist weiterhin bekannt, das Gehäuse und die Schaltstrecke
eines Trenners für eine gasisolierte, metallgekapselte Hoch
spannungsschaltanlage so auszugestalten, daß der Trenner un
ter Verwendung gleichartiger Bauteile als Linien-, Winkel-
und Abzweigtrenner gestaltbar ist (DE 195 19 301 A1).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen sogenannten
Linientrenner zu schaffen, der einen mit dem Trenner kombi
nierten Erder aufweist.
Der Lösung dieser Aufgabe liegt der Gedanke zugrunde, einen
Winkel-Trennschalter mit kombiniertem Arbeitserder zu einem
Linientrenner mit integriertem Erder umzugestalten. Dies wür
de die Möglichkeit eröffnen, innerhalb der Schaltanlage für
den oder die Linientrenner das gleiche Kapselungsgehäuse wie
für Winkeltrenner mit kombiniertem Arbeitserder zu verwen
den. - Ausgehend von einem Kapselungsbaustein mit den Merkma
len des Oberbegriffes des Patentanspruches (DE 196 32 574 A1)
ist daher zur Lösung der genannten Aufgabe vorgesehen, daß
der Durchgangsabschnitt jedes Phasenleiters aus zwei Leiter
teilen besteht, von denen das eine von einem der beiden Iso
latoren und das andere vom gehäuseartigen Teil des zugehöri
gen Abzweigabschnittes getragen ist, daß der das gehäusearti
ge Teil aufweisende Abzweigabschnitt jedes Phasenleiters auf
der anderen Seite des ihn tragenden Scheibenisolators mit ei
nem feldsteuernden Abschluß versehen ist und daß die mit den
feldsteuernden Abschlüssen versehene Seite des Scheibenisola
tors mit einer Kapselungshaube abgedeckt ist.
Für die gemäß der Erfindung vorgesehene Ausgestaltung ist al
so charakteristisch, daß für den Linientrenner wie bei Win
keltrennern ein dritter, auf Hochspannungspotential liegender
Phasenleiteranschluß vorgesehen ist, daß dieser Phasenlei
teranschluß aber elektrisch keine Funktion wahrnimmt und da
her mittels entsprechender feldsteuernder Maßnahmen abge
schlossen ist. Damit erübrigt es sich, für den Linientrenner
- mit Ausnahme der Phasenleiterstücke - einen eigenen Kapse
lungsbaustein mit entsprechenden Antrieben zu verwenden.
Ein Ausführungsbeispiel eines gemäß der Erfindung ausgebilde
ten Kapselungsbausteines ist in der Figur dargestellt. Diese
zeigt den neuen Kapselungsbaustein im Zuge einer Sammel
schiene, die mehrere nebeneinander angeordnete Schaltfelder
verbindet.
Die Figur zeigt mehrere Kapselungsbausteine 1, die Teil einer
dreiphasig gekapselten Sammelschiene sind und jeweils zu ei
nem nicht näher dargestellten Schaltfeld einer Hochspannungs
schaltanlage gehören. Die Schalter in dem Kapselungsbaustein 1 sind als Win
keltrenner mit kombiniertem Arbeitserder gestaltet, wobei von
den durchgehenden Phasenleiterstücken 11 Phasenleiterstücke
12 T-förmig abzweigen; in diese abzweigenden Phasenlei
terstücke sind die Schaltstrecken integriert. Die Schalt
strecken enthalten im vorliegenden Fall in einem gehäusearti
gen Teil des abzweigenden Phasenleiterstückes ein - nicht nä
her dargestelltes - zylindrisches Kontaktelement, das in sei
ner Längsrichtung verschiebbar ist und somit einerseits mit
dem Phasenleiterstück 11 und andererseits mit dem am Kapse
lungsgehäuse 15 angeordneten Erdungskontakt 14 in Kontakt ge
bracht werden kann.
Jeder Kapselungsbaustein 1 ist so gestaltet, daß sich die
durchgehenden Phasenleiterstücke 11 und die abzweigenden Pha
senleiterstücke 12 an jeweils einem Schottisolator 3 abstüt
zen. Jedem Kapselungsbaustein ist weiterhin in Richtung der
Sammelschiene ein Ausgleichselement 4 zugeordnet.
Im Zuge der Sammelschiene ist weiterhin zwischen zwei Kapse
lungsbausteinen 1 ein Kapselungsbaustein 2 angeordnet, der
als Linientrenner mit kombiniertem Arbeitserder ausgebildet
ist. Hierbei sind die durchgehenden Phasenleiterstücke mit
einer Trennstelle 15 versehen, so daß sich jeweils ein abge
trenntes Phasenleiterstück 21 und ein weiteres Phasenleiter
stück 22 ergibt; das Phasenleiterstück 22 ist mit dem abzwei
genden Phasenleiterstück 23 und daher auch mit der Schalt
strecke 24 elektrisch verbunden. Die Schaltstrecke 24 ist da
bei analog zur Schaltstrecke 13 aufgebaut.
Die abzweigenden Phasenleiterstücke 23 stützen sich an dem
Schottisolator 27 ab; jedes Phasenleiterstück 23 der dreipha
sigen Anordnung ist dabei auf der anderen Seite des Schott
isolators 27 mit einem kugelförmigen, feldsteuernden Abschluß
25 versehen. Diese mit den feldsteuernden Abschlüssen verse
hene Seite des scheibenförmigen Schottisolators 27 ist mit
der auf Erdpotential liegenden Kapselungshaube 26 abgedeckt.
Claims (2)
1. Kreuzförmiger Kapselungsbaustein mit drei kombinierten
Trenn- und Erdungsschaltern für eine gasisolierte, dreiphasig
gekapselte Hochspannungsschaltanlage,
dessen Phasenleiter je Phase einen Durchgangsabschnitt und einen Abzweigabschnitt aufweisen und in jedem Übergangsbe reich von einem Durchgangsabschnitt auf einen Abzweigab schnitt unter Verwendung eines Schaltelementes mit einer Trennstelle versehen sind,
wobei das jeweilige Schaltelement in einem gehäuseartigen, am Abzweigabschnitt des Phasenleiters befestigten Teil geführt ist und
wobei die Durchgangsabschnitte und die Abzweigabschnitte der Phasenleiter von zwei mit dem Gehäuse des Kapselungsbaustei nes verbundenen Scheibenisolatoren getragen sind und jedem Schaltelement am Gehäuse des Kapselungsbausteines ein Er dungskontakt zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ausgestaltung des Kapselungsbausteines (2) als Li nientrenner der Durchgangsabschnitt jedes Phasenleiters aus zwei Leiterteilen (21, 22) besteht, von denen das eine (21) von einem der beiden Isolatoren (3) und das andere (22) vom gehäuseartigen Teil (24) des zugehörigen Abzweigabschnittes getragen ist,
daß der das gehäuseartige Teil (24) aufweisende Abzweigab schnitt (23) jedes Phasenleiters auf der anderen Seite des ihn tragenden Scheibenisolators (27) mit einem feldsteuernden Abschluß (25) versehen ist
und daß die mit den feldsteuernden Abschlüssen (25) versehene Seite des Scheibenisolators (27) mit einer Kapselungshaube (26) abgedeckt ist.
dessen Phasenleiter je Phase einen Durchgangsabschnitt und einen Abzweigabschnitt aufweisen und in jedem Übergangsbe reich von einem Durchgangsabschnitt auf einen Abzweigab schnitt unter Verwendung eines Schaltelementes mit einer Trennstelle versehen sind,
wobei das jeweilige Schaltelement in einem gehäuseartigen, am Abzweigabschnitt des Phasenleiters befestigten Teil geführt ist und
wobei die Durchgangsabschnitte und die Abzweigabschnitte der Phasenleiter von zwei mit dem Gehäuse des Kapselungsbaustei nes verbundenen Scheibenisolatoren getragen sind und jedem Schaltelement am Gehäuse des Kapselungsbausteines ein Er dungskontakt zugeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Ausgestaltung des Kapselungsbausteines (2) als Li nientrenner der Durchgangsabschnitt jedes Phasenleiters aus zwei Leiterteilen (21, 22) besteht, von denen das eine (21) von einem der beiden Isolatoren (3) und das andere (22) vom gehäuseartigen Teil (24) des zugehörigen Abzweigabschnittes getragen ist,
daß der das gehäuseartige Teil (24) aufweisende Abzweigab schnitt (23) jedes Phasenleiters auf der anderen Seite des ihn tragenden Scheibenisolators (27) mit einem feldsteuernden Abschluß (25) versehen ist
und daß die mit den feldsteuernden Abschlüssen (25) versehene Seite des Scheibenisolators (27) mit einer Kapselungshaube (26) abgedeckt ist.
2. Kapselungsbaustein nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedes Schaltelement aus einem in seiner Längsrichtung
verschiebbaren zylindrischen Kontaktstück besteht.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998116360 DE19816360C1 (de) | 1998-04-03 | 1998-04-03 | Kreuzförmiger Kapselungsbaustein für ein dreiphasig gekapseltes Schaltgerät |
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| FR9903801A FR2777126B1 (fr) | 1998-04-03 | 1999-03-26 | Module de blindage cruciforme pour une installation de commutation a blindage triphasee |
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