DE19816287A1 - Graphisch interaktives Parameterverstellsystem - Google Patents
Graphisch interaktives ParameterverstellsystemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Änderung,
Anpassung oder Weiterentwicklung der Programmierung des Steu
ergerätes eines Kraftfahrzeug-Regelungssystems, das programm
gesteuerte, mit Schreib-Lese-Speichern und Festwertspeichern
ausgerüstete Schaltungen, wie Mikrocomputer, Mikrocontroller
oder dergl., enthält und bei dem in Abhängigkeit von Eingangs-
und/oder Meßgrößen Steuersignale erzeugt werden, und auf ein
entsprechendes Parameterverstellsystem.
Ein solches Verfahren und ein solches System sind zum Beispiel
zur Änderung der Programmierung eines elektronisch geregelten
Kraftfahrzeug-Antiblockiersystems, einer Antriebsschlupfrege
lung, Fahrstabilitätsregelung und anderer programmgesteuerter
Systeme geeignet. Im Rahmen der Entwicklung, Weiterentwicklung
oder Anpassung dieser Regelungssysteme an spezielle Gegeben
heiten, Vorgaben, technische Vorschriften und dergleichen müs
sen die einzelnen Regelungsparameter, worunter sowohl Fest
werte, Grenzwerte als auch bestimmte Verhaltensweisen zu ver
stehen sind, geändert werden. Solche Parameter- und Programm
änderungen sind sowohl bei der Basisentwicklung, im anschlie
ßenden und begleitenden Fahrversuch, bei der Abstimmung und
Anpassung an den jeweiligen Fahrzeugtyp oder bei der Endab
stimmung erforderlich.
Aus der DE 36 10 620 C2 (P 5978) ist es bereits bekannt, den
Reglercode eines Kraftfahrzeug-Regelungssystems, insbesondere
eines Antiblockiersystems (ABS), durch einen Adaptierschalt
kreis an den Programmablauf, der in einem speziellen Anwen
dungsfall erwünscht ist, anzupassen. Dies umfaßt auch den
Vorschlag, das Reglerprogramm durch ein Codewort, welches zu
bestimmten Zeitpunkten an den Datenbus eines Mikrocontrollers
angelegt wird, den unterschiedlichen Fahrzeugtypen entspre
chend auszulegen. Ist dieses Codewort beispielsweise 8 Bit
breit, so ergeben sich insgesamt 256 unterschiedliche Adap
tierbefehle. Im Programmlauf wird nun je nach erhaltenem Be
fehl die eine oder andere Konfiguration durchlaufen. Auf diese
Weise können jedoch lediglich die vorgegebenen Varianten aus
gewählt, nicht jedoch einzelne Parameter unabhängig von den
anderen verändert werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
Verfahren zur Änderung der Programmierung eines Regelungssy
stems zu entwickeln, das auf einfache Weise auszuführen ist
und das eine Vielzahl von Änderungen, sowohl der einzelnen
Vorgaben und Parameter individuell, als auch kompletter "Kur
venzüge" oder Verhaltensweisen innerhalb vorgegebener Grenzen
zuläßt.
Es hat sich herausgestellt, daß diese Aufgabe mit dem im An
spruch 1 beschriebenen Verfahren gelöst werden kann. Das Be
sondere des erfindungsgemäßen Verfahrens und auch des Para
meterverstellsystems besteht also darin, daß als Festwertspei
cher ein elektrisch löschbares und programmierbares Speicher
system verwendet wird, welches eine Downloadroutine bzw. ein
Download-Programm, Parametertabellen sowie einen parametri
sierbaren Code oder Regelcode, also gewissermaßen einen "Uni
versalcode" oder ein "Universalprogramm", enthält, daß während
des Betriebs des
Fahrzeugs das elektrisch löschbare und programmierbare Spei
chersystem über eine Schnittstelle mit einem externen Computer
kommuniziert und daß mit Hilfe dieses externen Computers die
Programmierung des Steuergeräts durch Änderung oder Austausch
von in dem Speichersystem enthaltenen Daten, die spezielle
Parameter und/oder Programmschritte darstellen, an den jewei
ligen Fahrzeugtyp und/oder an bestimmte Vorgaben angepaßt
wird.
Nach einer vorteilhaften Ausführungsart des erfindungsgemäßen
Verfahrens werden die Daten, die in den Parametertabellen des
elektrisch löschbaren und programmierbaren Speichersystems
gespeichert sind, mit Hilfe des externen Computers blockweise
ausgetauscht. Die in den Parametertabellen des Speichersystem
enthaltenen, zur Änderung oder Anpassung der Programmierung
austauschbaren Daten bzw. Parameter oder Parameterblöcke geben
insbesondere Kennwerte, Grenzwerte, Bereiche etc. des Rege
lungssystems wieder.
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung stellen
die in den Parametertabellen des Speichersystems enthaltenen,
austauschbaren Daten bzw. Parameter oder Parameterblöcke kom
plette, das Verhalten des Regelungssystems wiedergebende Kur
venzüge dar.
Die Erfindung läßt sich auch als Parameterverstellsystem auf
fassen, dessen wesentlichen Merkmale, die den vorgenannten
Verfahrensschritten entsprechen, im Anspruch 5 beschrieben
sind.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren und System werden im Un
terschied zu dem vorgenannten bekannten System die änderbaren
Werte oder Parameter nicht mehr in einer Adaptierschaltung
oder in einem Adaptierstecker - also extern, d. h. außerhalb
des Controllers - abgelegt, sondern direkt im Festwertspeicher
des Regelungssystems. Die Anpassung geschieht durch Austau
schen der Parameter über die Schnittstelle und den PC. Auf
diese Weise lassen sich auch komplette Kurvenzüge austauschen.
Es ist ohne weiteres möglich, diese Kurvenzüge über eine gra
fisch interaktive Schnittstelle unmittelbar auf dem externen
PC bzw. auf dem Display des PC darzustellen; aus den folgenden
Erläuterungen wird dies noch deutlicher.
Weitere Einzelheiten der Erfindung gehen aus der folgenden
Beschreibung anhand von Ausführungsbeispielen der Erfindung
sowie aus den beigefügten Abbildungen hervor.
Es zeigen in symbolischer Darstellung
Fig. 1 die Struktur eines im Rahmen der Erfindung benutzten
Speichersystems,
Fig. 2 die wesentlichen Komponenten einer Anordnung zur Durch
führung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
Fig. 3 das Prinzip der Kommunikation zwischen dem Regler und
dem PC nach Fig. 1,
Fig. 4 das Prinzip des Austauschs von Parameterblöcken oder
Parametertabellen,
Fig. 5 eine grafisch interaktive Schnittstelle,
Fig. 6 den Informationsfluß zwischen dem externen Computer und
dem Regler nach Fig. 1, und
Fig. 7 das Laden geänderter Datenblöcke in den Reglercode beim
Durchführen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Voraussetzung für eine Realisierung des erfindungsgemäßen Ver
fahrens und des entsprechenden Parameterverstellsystems ist
die Verwendung eines programmgesteuerten Reglers oder Rege
lungssystems mit einem Festwertspeicher, bei dem nachträglich
Daten einzeln oder blockweise ausgetauscht werden können. Des
wegen ist in dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel der
Erfindung ein Regler 1 mit einem Flash-EPROM (3) vorgesehen,
das als elektrisch löschbarer und programmierbarer Festwert
speicher dient.
In Fig. 1 ist die prinzipielle Struktur eines solchen Spei
chersystems 3 symbolisch dargesellt. Das Speichersystem 3 ist
hier in einen Speicherbereich 1K (4), in ein Segment 4K (5) und
in ein 32K-Segment (6) aufgeteilt. Im ersten Segment (1K) be
findet sich an der Speicheradresse 0000h ein Download-Pro
gramm bzw. eine Downloadroutine, die durch die Bezugsziffer 4
symbolisiert ist.
Fig. 2 zeigt die wesentlichen Komponenten zur Ausführung und
Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens. In einem PKW ist
ein Fahrzeugregelungssystem, z. B. eine geregelte Bremsanlage
(ABS), mit einen elektronischen Regler oder einem Steuergerät
installiert, dessen Programmierung im Betrieb mit Hilfe eines
externen Computers 2, wozu vorzugsweise ein Laptop eingesetzt
wird, geändert werden kann.
Der Regler 1 kommuniziert, wie dies in Fig. 3 symbolisch dar
gestellt ist, mit dem über eine serielle Schnittstelle ange
schlossenen externen Computer 2. Über diese Schnittstelle
werden die auszutauschenden Daten transferiert und in den Reg
ler "geschoben" (Download). Die Downloadroutine 4 erhält bei
spielsweise von dem im PC 2 gestarteten Downloadprogramm hexa
dezimal codierte Files eines Codes bzw. einer Parametertabelle
(5). Diese Files beinhalten die Adressen, an die die Daten
plaziert werden sollen. Beginnend mit diesen Adressen lädt die
Downloadroutine 4 die Daten nacheinander in die Speicherzellen
hinein. Es ist einzusehen, daß diese Routine 4 selbst nicht
überschrieben werden darf; sie muß somit resistent im Fest
wertspeicher Flash-ROM verbleiben.
Ab der Adresse 0400h (vergl. Fig. 1) wird eine 4KByte große
Parametertabelle abgelegt. Die ersten 12 Bytes der Tabelle
entsprechen dem Tabellennamen. Das 4K-Segment enthält die Da
ten, die im Fahrzeug z. B. durch den Fahrversuch oder durch den
Kunden (den Fahrzeughersteller) ausgetauscht werden können. Im
Code wird auf diese Daten mittels Pointer zugegriffen (siehe
Fig. 4).
Ab Adresse 1400h ist im vorliegenden Beispiel der eigentliche
parametrierbare (ABS)-Source-Code zu finden. Dieser Code dient
gewissermaßen als ein "Universalcode", welcher durch Austausch
des 4K-Parametersegmentes ab Adresse 0400h an beliebige Fahr
zeuge angepaßt werden kann. Eine klare Trennung der im Flash-
EPROM 1 gespeicherten Daten in "Parametertabelle" und parame
trisierbaren "Universalcode" ist ein entscheidendes Merkmal des
erfindungsgemäßen Verfahrens und Parameterverstellsystems.
Der Universalcode des erfindungsgemäßen Parameterverstellsy
stems hat in einem Ausführungsbeispiel der Erfindung die im
folgenden beschriebene Struktur:
Für das Parameterverstellsystem werden alle Größen im Code,
die für eine Parametrisierung in Frage kommen, durch Pointer
(Zeiger) auf entsprechende Adressen der Parameter in der Para
metertabelle gesetzt. Bei der Abfrage oder Zuweisung des Zah
lenwertes des Parameters im Code wird dann der Inhalt der
Adresse, auf die der Pointer zeigt, verwendet. Tauscht man den
Inhalt aus, so erfolgt die Abfrage auf einen anderen Zahlen
wert (siehe Fig. 4). Ein Beispiel für ein solches System wird
im folgenden dargestellt.
Dazu wird eine Parametertabelle wie folgt definiert und ein
Tabellenname gewählt.
Nach erfolgter Compilierung des Codes wird durch den anschlie
ßenden Linkvorgang die Tabelle "PARAMTABLE" an die Stelle
O4C0h, der Tabellenname "TABLENAME" an die Stelle 0400h und der
Reglercode an die Stelle 1400h plaziert und mit der Downloa
droutine heruntergeladen. Nun kann der Code nur durch Austau
schen der Tabelle an verschiedene Fahrzeuge angepaßt werden.
Auf welche Weise dieser Austausch durchgeführt wird, ist spä
ter beschrieben.
Wie schon angesprochen, lassen sich mit diesem System nicht
nur, wie in Beispiel 1, eindimensionale Größen verändern, son
dern es lassen sich auch komplette Kennlinien austauschen.
Dazu wird nach einem Ausführungsbeispiel im Code eine Funktion
implementiert, die aus übergebenem X-Wert und Anfangsadresse
des Polygonzuges in der Parametertabelle, den zugehörigen Y-
Wert berechnet. Beispiel 2 soll dies verdeutlichen:
Dazu wird die Parametertabelle wie nachfolgend ergänzt (Bei
spiel für einen Polygonzug):
Zu erkennen ist, daß ab dem Offset 8 der Parametertabelle der
Polygonzug beginnt. Beim Aufruf der Funktion zur Berechnung
des Y-Wertes "CALCULATE_THRESHOLD" muß dieser Funktion die An
fangsadresse des Polygonzuges und der X-Wert übergeben werden.
Das Format des Polygonzuges wurde so gewählt, daß möglichst
viel Rechenzeit und ROM-Aufwand eingespart werden. So beinhal
tet der Polygonzug nicht X-Y-Wertepaare, sondern direkt die
Steigungen und Offsets die zur Berechnung der Teilabschnitte
benötigt werden. Überflüssige Multiplikationen und Divisionen
können somit eingespart werden. Bei der späteren Änderung des
Polygonzuges über das Verstellsystem, wird zur besseren Über
sicht nicht dieses Format, sondern es werden X-Y-Wertepaare
verwendet. Durch eine grafisch interaktive Schnittstelle zum
Anwender, die in Fig. 5 gezeigt ist, kann der Polygonzug dar
gestellt und somit anschaulich eingestellt werden. Das Ver
stellsystem rechnet das X-Y-Format in das im Code verwendete
Format selbständig um.
Nachdem die Software, getrennt nach Code und Parametertabelle,
im Controller durch Download mit dem externen Computer 2 (Lap
top im Fahrzeug) plaziert wurde, kann der Austausch der Para
meter mit Hilfe eines Programmes "PARAD" durchgeführt werden.
PARAD ist sinnvollerweise auf einem Laptop installiert. Zuvor
muß jedoch mit Hilfe des Programmes "PARADMIN" ein sogenanntes
Parameter-Steuerfile erzeugt werden, in welchem Angaben, wie
die Anfangsadresse der Parametertabelle, Kommentare zu den
einzelnen Parametern oder der Wertebereich eines Parameters,
enthalten sind. In PARAD wird dieses Steuerfile aufgerufen und
die Änderung von Parametern vorgenommen. Durch die Trennung
von Verwaltung (PARADMIN) und Parameterverstellprogramm (PA
RAD) ist es möglich das System auch Anwendern zugänglich zu
machen, die nicht mit dem kompletten Code vertraut sind. Durch
PARADMIN wird nämlich der Wertebereich des Parameters einge
grenzt, so daß keine sinnlosen oder gefährlichen Einstellungen
vorgenommen werden können. PARADMIN ist nur dem Softwareent
wickler zugänglich und steht nicht im Fahrzeug zur Verfügung.
Die Freigabe der Parameter, d. h. das Zulassen von Parameter
änderungen, bei gleichzeitigem Sichern des Codes bzw. Sperren
eines Eingriffs in den eigentlichen Reglercode ist ein wesent
licher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Mit Hilfe eines Programms "PARADMIN" werden nach einem Ausfüh
rungsbeispiel der Erfindung die in den Code integrierten Para
meter verwaltet. Dazu werden zunächst sämtliche Parameter, die
für eine Parametrisierung ausgewählt und im Code in der zuvor
erläuterten Weise vorbereitet wurden, in PARADMIN definiert
und in eine Liste eingetragen. Die Reihenfolge dieser Liste
von Parametern entspricht der Reihenfolge der Parametertabelle
im Code. Zu jedem Parameter können z. B. folgende Größen einge
stellt werden:
Default-Wert:
Voreingestellter Wert (Ausgangswert). Bei einem Polygonzug werden die X-Y-Wertepaare an den Stützstellen angegeben.
Wertebereich:
Bereich in dem der Parameter verstellbar sein soll.
Kommentar:
Beschreibung des Parameters.
Einheit:
Physikalische Größe (ms, km/h o. ä.).
LSB:
Auflösung des Parameters. Da im Code Integer- Werten gerechnet wird, wird dort nicht jeder Parameter in seiner echten physikalischen Größe verwendet. Um im Verstellsystem die echten Größen nutzen zu können, gibt es diesen Umrech nungsfaktor.
Dimension:
Hier läßt sich angeben, ob es sich um einen einfachen Wert oder um einen Polygonzug mit einer entsprechenden Anzahl von Stützstellen handelt.
Default-Wert:
Voreingestellter Wert (Ausgangswert). Bei einem Polygonzug werden die X-Y-Wertepaare an den Stützstellen angegeben.
Wertebereich:
Bereich in dem der Parameter verstellbar sein soll.
Kommentar:
Beschreibung des Parameters.
Einheit:
Physikalische Größe (ms, km/h o. ä.).
LSB:
Auflösung des Parameters. Da im Code Integer- Werten gerechnet wird, wird dort nicht jeder Parameter in seiner echten physikalischen Größe verwendet. Um im Verstellsystem die echten Größen nutzen zu können, gibt es diesen Umrech nungsfaktor.
Dimension:
Hier läßt sich angeben, ob es sich um einen einfachen Wert oder um einen Polygonzug mit einer entsprechenden Anzahl von Stützstellen handelt.
Ferner lassen sich noch Einstellungen vornehmen, die sich auf
die Tabelle als Ganzes beziehen:
Basisadresse: Anfangsadresse der Parametertabelle im Control ler;
Gültigkeitsdauer:
Hier ist ein Datum anzugeben, zu welchen Zeit punkt das Steuerfile nicht mehr zur Parametri sierung verwendet werden kann bzw. seine Gültig keit verliert.
Basisadresse: Anfangsadresse der Parametertabelle im Control ler;
Gültigkeitsdauer:
Hier ist ein Datum anzugeben, zu welchen Zeit punkt das Steuerfile nicht mehr zur Parametri sierung verwendet werden kann bzw. seine Gültig keit verliert.
Nachdem die Liste erstellt wurde, wird mit PARADMIN eine funk
tionsbezogene Menüstruktur angelegt. In diese Menüstruktur
können die Parameter, die vorher in der Liste definiert wur
den, funktional eingeordnet werden. Durch die Zuordnung in die
Menüstruktur werden die Parameter dem Anwender zugänglich ge
macht, sozusagen freigeschaltet. Die Liste repräsentiert die
Gesamtheit aller im Code enthaltenen Parameter aus der durch
Zuordnen in die Menüstruktur die Parameter ausgewählt werden.
So können beispielsweise für den Anwender A (Kunde) eine Reihe
von Parametern aus der Funktion X und für Anwender B (Fahr
zeugtester) eine Reihe von Parametern aus Funktion Y zugäng
lich gemacht werden, ohne den Code selbst ändern zu müssen.
PARADMIN erzeugt anschließend aus den genannten Informationen
ein Steuerfile, das der Anwender zusammen mit der Benutzer
oberfläche PARAD erhält. Der Name dieses Steuerfiles muß mit
dem an Position 0400h abgelegten Tabellennamen übereinstimmen.
Nur wenn dies der Fall ist, lassen sich Parameter mit PARAD in
den Chip laden. Ungleiche Namen werden von der Versionskennung
des Verstellprogrammes PARAD registriert und ein Download ist
nicht möglich. Damit wird verhindert, daß Tabellen, die nicht
zum Code passen, in den Controller geladen werden. Hierauf
bezieht sich Fig. 6.
Nach dem Aufruf des Programmes PARAD und Öffnen des Steuerfi
les besteht nun für den Anwender die Möglichkeit, die Para
meter im zulässigen Wertebereich zu verändern und die einge
stellten Werte in den Chip zu laden, sozusagen die Parameter
tabelle des Chips gegen eine neue Tabelle auszutauschen. Bei
jeder neu erstellten Variante der Parametertabelle wird ein
Zähler inkrementiert und die Zahl in der Extension des Datei
namens der Tabelle abgespeichert. In der Extension ist ebenso
ein dem Anwender zugeordneter Buchstabe enthalten, durch den
man, im Falle der Mehrfachbenutzung, erkennen kann, wer die
Tabelle erstellt hat. Der komplette Dateiname der Tabelle wird
beim Download der Tabelle als Tabellenname mit heruntergeladen
(12 Byte). Beim Herunterladen wird wie schon erwähnt der im
Chip vorhandene Tabellenname mit dem neuen Namen verglichen.
Da in dem neuen Namen in der Extension die Benutzerinformation
und die Versionsnummer enthalten sind, werden beim Vergleich
nur die ersten 8 Stellen (Stammname) berücksichtigt. Neben dem
Herunterladen einer Tabelle besteht für den Anwender auch die
Möglichkeit, den im Chip vorhandenen Datensatz in das Ver
stellsystem hochzuladen. Dies ist von Nutzen, wenn der Anwen
der nicht mehr genau weiß, welche Version sich auf dem Chip befin
det.
Beim Editieren der Parameter hat der Anwender die Möglichkeit,
die Parameter entweder über die angesprochene funktionsbezoge
ne Menüstruktur oder über die komplette Liste der ihm zur Ver
fügung stehenden Parametern auszuwählen. Bei eindimensionalen
Parametern wird neben dem neu eingestellten Wert der Default
wert angezeigt. Bei mehrdimensionalen Parametern (Polygonzü
gen), die über X-Y-Wertepaare eingegeben werden, erscheint in
der grafischen Anzeige die neu eingestellte Kurve rot und die
vorgegebene Kurve grün. Alle Parameter sind nur in den vor
gegeben Grenzen einstellbar. Zu jeder geänderten Parameterta
belle kann beim Abspeichern ein Kommentar abgelegt werden.
Dies hilft beim Auffinden von alten Datensätzen, denn jede
Parametertabelle kann auch wieder geöffnet und nochmals her
untergeladen werden.
Beim Herunterladen wird die durch PARAD erzeugte Parameterta
belle der Downloadroutine im Controller übergeben. Dazu wird
die Betriebsspannung des Controller ausgeschaltet (Zündung
aus), die Downloadprozedur mit PARAD gestartet und die Be
triebsspannung wieder eingeschaltet. Nun kann die Downloa
droutine im Controller mit der Downloadprozedur in PARAD kom
munizieren und die Tabelle entsprechend laden. In der Para
metertabelle sind neben den Werten auch die Adressinformatio
nen enthalten, so daß die Downloadroutine die Daten an die
richtige Stelle plaziert. Anschließend ist der elektronische
Regler mit einem neuen Datensatz programmiert und betriebs
bereit.
Die Fig. 6 und 7 veranschaulichen den Datenfluß und die
zuletzt beschriebenen Arbeitsschritte beim Verwirklichen und
Handhaben des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Claims (5)
1. Verfahren zur Änderung, Anpassung oder Weiterentwicklung
der Programmierung des Steuergerätes eines Kraftfahrzeug-
Regelungssystems, das programmgesteuerte, mit Schreib-Lese-
Speichern und Festwertspeichern ausgerüstete Schaltungen,
wie Mikrocomputer, Mikrocontroller oder dergl., enthält und
bei dem in Abhängigkeit von Eingangs- und/oder Meßgrößen
Steuersignale erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß
als Festwertspeicher ein elektrisch löschbares und program
mierbares Speichersystem (3) verwendet wird, welches ein
Download-Programm (4), Parametertabellen (5) sowie einen
parametrisierbaren Code (6) enthält, daß während des Be
triebs des Fahrzeugs das elektrisch löschbare und program
mierbare Speichersystem (3) über eine Schnittstelle mit
einem externen Computer (2) kommuniziert und daß mit Hilfe
dieses externen Computers (2) die Programmierung des Steu
ergeräts (1) durch Änderung oder Austausch von in dem Spei
chersystem (3) enthaltenen Daten, die Parameter und/oder
Programmschritte des in dem Steuergerät (1) gespeicherten
Programms darstellen oder variieren, an den jeweiligen Fahr
zeugtyp und/oder an bestimmte Vorgaben angepaßt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit
Hilfe des externen Computers (2) Daten, die in Parameterta
bellen (4) des elektrisch löschbaren und programmierbaren
Speichersystems (3) gespeichert sind, blockweise ausge
tauscht werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die in den Parametertabellen (4) des Speichersystem (3)
enthaltenen, zur Änderung oder Anpassung der Programmie
rung austauschbaren Daten, die Parameter oder Parameter
blöcke beinhalten, Kennwerte, Grenzwerte, vorgegebene Be
reiche etc. des Regelungssystems (1) Regelungsprogramms
definieren oder variieren.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die in den Parametertabellen
(5) des Speichersystems (3) enthaltenen, austauschbaren
Daten bzw. Parameter oder Parameterblöcke komplette, das
Verhalten des Regelungssystems wiedergebende Kurvenzüge
darstellen.
5. Parameterverstellsystem zur Änderung, Anpassung oder Wei
terentwicklung der Programmierung des Steuergeräts eines
Kraftfahrzeug-Regelungssystems, welches programmgesteuerte
Mikrocomputer, Mikrocontroller oder derg. sowie Schreib-
Lese-Speicher und Festwertspeicher enthält und bei dem in
Abhängigkeit von Eingangs- und/oder Meßgrößen Steuersignale
erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Festwert
speicher zumindest teilweise als elektrisch löschbare und
programmierbare Speichersysteme (3) ausgebildet sind, in
denen ein Download-Programm (4), Parametertabellen (5) so
wie ein parametrisierbarer Code (6) oder Regelcode gespei
chert sind, daß das Steuergerät (1) oder das Speichersystem
(3) über eine Schnittstelle an einen externen Computer (2)
anschließbar ist und mit diesem kommuniziert sowie daß
während des Betriebs des Fahrzeugs die Programmierung durch
teilweisen oder vollständigen Austausch von in dem Spei
chersystem (3) gespeicherten Parameter, Parametertabellen,
Parameterblöcken (4) und/oder durch Änderung von Programm
schritten an den jeweiligen Fahrzeugtyp und/oder an Vorga
ben anpaßbar ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19816287A DE19816287A1 (de) | 1997-10-17 | 1998-04-11 | Graphisch interaktives Parameterverstellsystem |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19745956 | 1997-10-17 | ||
| DE19816287A DE19816287A1 (de) | 1997-10-17 | 1998-04-11 | Graphisch interaktives Parameterverstellsystem |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19816287A1 true DE19816287A1 (de) | 1999-04-22 |
Family
ID=7845865
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19816287A Withdrawn DE19816287A1 (de) | 1997-10-17 | 1998-04-11 | Graphisch interaktives Parameterverstellsystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19816287A1 (de) |
Cited By (12)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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