DE19816942A1 - Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Stromkreises auf Leitungsbruch - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Stromkreises auf LeitungsbruchInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung (10, 72) zur Überwachung eines Stromkreises (12, 74) auf Leitungsbruch, insbesondere eines Eingangs- oder Ausgangsstromkreises, umfassend eine Strom- und/oder Spannungsquelle (28) sowie zumindest eine über Versorgungsleitungen (32, 34, 82, 84) im Stromkreis (12, 74) liegende aktive oder passive elektrische Einheit (30, 78) wie Signalgeber oder eine Last/Aktor. Um bei möglichst geringer Verlustleistung eine einfache und sichere Überwachung von Versorgungsleitungen auf Leistungsbruch zu ermöglichen, ist vorgesehen, daß in dem Stromkreis (12, 74) ein Mindeststrom (I¶Emin¶, I¶Lmin¶) vorgebbar ist, welcher an zumindest einem in dem Stromkreis liegenden Bauelement (22, 24, 80) einen Spannungsabfall hervorruft, der von zumindest einem Schwellwertschalter (44, 94) mit einem vorggebbaren Schwellwert (U¶ref1¶, U¶ref3¶) verglichen wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Überwachung eines Strom
kreises auf Leitungsbruch, wobei der Stromkreis zumindest eine Strom- und/oder Spannungs
quelle sowie zumindest eine über Versorgungsleitungen im Stromkreis liegende aktive oder
passive elektrische Einheit wie z. B. ein Signalgeber oder eine Last/Aktor aufweist.
Zum Anschluss von Signalgebern oder Aktoren weisen Ein-/Ausgabegeräte jeweils ent
sprechende Eingangs- oder Ausgangsstromkreise auf. Dabei sind die Eingänge nach ver
schiedenen Normen wie z. B. IEC 1131 Typ 1 und Typ 2 standardisiert, wobei sich Eingänge
nach IEC 1131 Typ 1 z. B. für Sensorsignale von mechanischen Kontakten wie Relais,
Tastern sowie 3-Draht-Näherungsschaltern und Eingänge nach IEC 1131 Typ 2 für Sensor
signale von "solid state devices", von mechanischen Kontakten und Tastern sowie allen 3-/2-
Draht-Näherungsschaltern nach IEC 947-5-2 Standard eignen.
Die Eingänge unterscheiden sich im Wesentlichen durch ihre Eingangsspannungs- und
Strombereiche, durch die verschiedene Signalzustände wie "Ein-Signal", "Übergang" und
"Null-Signal" festgelegt sind.
Zum Einsatz von aktiven 2-Drahtsensoren, die zur Versorgung ihrer internen Logik einen
Versorgungsstrom benötigen, wurden bisher Eingänge vom Typ IEC 1131 Typ 2 eingesetzt,
die zur Detektierung eines "Ein-Signal" einen vergleichsweise hohen Eingangsstrom von
mindestens 6 mA benötigen, was Verluste verursacht und eine aufwendige Leitungsüber
wachung erfordert.
Zur Überwachung der Versorgungsleitungen auf Leitungsbruch von passiven analogen Senso
ren wie Widerstandsthermometern, ist aus der DE 43 22 490 A1 eine Schaltungsanordnung
mit einem Konstantstromgenerator bekannt, der über Versorgungsleitungen mit dem Sensor
verbunden ist. Zur Überwachung der Versorgungsleitungen auf Leitungsbruch wird das
Potential im Ausgang des Stromgenerators mit einem vorgegebenen Wert mittels eines
Schwellwertschalters verglichen. Eine derartige Schaltungsanordnung ist jedoch nicht zur
Überwachung von Versorgungsleitungen für digitale Signalgeber geeignet, deren Eingangs
signale auf logische Zustände überwacht werden.
Die Beschaltung eines Ein-/Ausgabegerätes erfolgt in der Regel dadurch, dass ein Hinleiter
von dem speisenden Ein-/Ausgabegerät zu dem Aktor bzw. der Last geführt und ein Rück
leiter auf eine gemeinsame Sammelschiene geführt wird.
Nach dem Stand der Technik wird eine Drahtbruchüberwachung im Hinleiter dadurch
realisiert, dass im Verlauf des Hinleiters ein Widerstand angeordnet ist, und eine von einem
in dem Hinleiter fließenden Strom erzeugte Spannung an dem Widerstand überwacht wird.
Hierbei tritt das Problem auf, dass dann, wenn kein Strom im Hinleiter fließt, d. h. im Aus-
Zustand, eine Überwachung der Hinleitung ausgeschlossen ist. Des Weiteren unterliegt die
an dem Messwiderstand abfallende Spannung starken Schwankungen, so dass bezüglich der
Dimensionierung des Widerstandes und bezüglich der Auswerteschaltung hohe Anforderun
gen zu erfüllen sind.
Eine weitere Möglichkeit zur Überwachung eines Stromkreises im Aus-Zustand besteht darin,
den Stromkreis kurzzeitig mit Impulsen zu beaufschlagen, wobei gleichzeitig ein Messvor
gang gestartet wird. Hierbei tritt das Problem auf, dass die Impulse derart kurzzeitig sein
müssen, damit angeschlossene Verbraucher wie z. B. Relais während der Impulsdauer nicht
anziehen können. Eine Auswertung dieser kurzzeitigen Impulse ist ebenfalls mit hohem
Aufwand verbunden.
Der vorliegenden Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Eingangs- oder Ausgangs
stromkreis der zuvor genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass bei möglichst geringer
Verlustleistung eine einfache und sichere Überwachung der Versorgungsleitungen auf
Leitungsbruch möglich ist.
Das Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass in dem Stromkreis ein Mindeststrom
vorgebbar ist, welcher an zumindest einem in dem Stromkreis liegenden Bauelement einen
Spannungsabfall hervorruft, der von einem mit dem Bauelement verbundenen Schwellwert
schalter überwacht und mit einem vorgebbaren Wert verglichen wird. Das beschriebene
Grundprinzip kann sowohl bei einem Eingangsstromkreis als auch bei einem Ausgangsstrom
kreis eingesetzt werden. Dabei kann der Mindeststrom derart vorgegeben werden, dass eine
möglichst geringe Verlustleistung in der Schaltungsanordnung erzeugt wird.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Stromkreis als
Eingangsstromkreis mit einem Spannungsteiler ausgebildet ist, wobei der Spannungsteiler mit
dem ersten Schwellwertschalter zur Überwachung des Eingangsstromkreises auf Leitungs
bruch und mit einem zweiten Schwellwertschalter zur Überwachung eines logischen Ein
gangssignals der elektrischen Einheit wie Signalgeber verbunden ist. Dabei ist eine Mittel
anzapfung des Spannungsteilers einerseits mit einem ersten vorzugsweise negativen Eingang
des ersten Schwellwertschalters und andererseits mit einem ersten vorzugsweise positiven
Eingang des zweiten Schwellwertschalters verbunden, wobei ein zweiter Eingang der
Schwellwertschalter jeweils mit einem ersten bzw. zweiten Schwellwert wie Referenz
spannung (Uref1, Uref2) verbunden ist.
Der zuvor beschriebene Eingangskreis eignet sich insbesondere für aktive 2-Draht-Nähe
rungsschalter, die einen Spannungsabfall von ≦ 8 V, einen Mindestbetriebsstrom von ≦ 2 mA
und einen maximalen Strom von ≦ 0,8 mA im ausgeschalteten Zustand aufweisen. Dabei ist
es erforderlich, einen Mindesteingangsstrom im Eingangsstromkreis vorzugeben, der zum
Beispiel der Mindestbetriebsstrom des angeschlossenen Sensorelementes ist. Über den ersten
Schwellwertschalter, der als Komparator ausgebildet sein kann, wird die an der Mittel
anzapfung anliegende Spannung Ut mit der ersten Referenzspannung Uref1 verglichen und
ermittelt, ob der Eingangsstrom größer oder kleiner als der geforderte Mindeststrom ist.
Unterschreitet der Eingangsstrom den geforderten Mindeststrom, was z. B. auf einen Lei
tungsbruch schließen lässt, schaltet der erste Schwellschwertschalter und zeigt einen Leitungs
bruch an.
Zur optischen Anzeige des Ausgangszustandes des ersten Schwellwertschalters ist ein
Ausgang des Komparators über eine Reihenschaltung aus Diode und Widerstand mit Masse
potential verbunden. Eine entsprechende Ausgangsbeschaltung weist auch der Ausgang des
zweiten Schwellwertschalters auf. Die Schaltungsanordnung zeichnet sich insbesondere
dadurch aus, dass der Mindeststrom so niedrig gewählt werden kann, dass er niedriger als ein
Versorgungsstrom von ca. 0,3 mA der Mehrheit aller 2-Draht-Näherungsschalter ist. Auf
diese Weise können die Näherungsschalter direkt verwendet werden. Werden einfache
mechanische Kontakte von Relais oder Tastern als Signalgeber eingesetzt, ist vorgesehen,
dass parallel zu dem Schaltkontakt ein Widerstand angeordnet ist, um den Mindeststrom im
Eingangsstromkreis aufrechtzuerhalten.
Als weitere Besonderheit der Eingangsstromkreisüberwachung ist vorgesehen, dass die
Überwachung freigegeben oder abgeschaltet werden kann. Dazu ist vorgesehen, dass der erste
Schwellwertschalter einen Open-Collector-Ausgang aufweist und über einen Widerstand zur
Freigabe der Überwachung mit positivem Potential und zur Sperrung der Überwachung mit
Massepotential verbunden ist. Des Weiteren ist der Ausgang mit einem Treiber-Baustein
verbunden, an dessen Ausgang die logischen Signale der Leitungsüberwachung bei Freigabe
abgreifbar sind. Zur optischen Anzeige des Ausgangssignals ist der Ausgang des Treiber-
Bausteins über eine Leuchtdiode und einen Widerstand mit Massepotential verbunden.
Detektiert der erste Schwellwertschalter mit Open-Collector-Ausgang ein Signal, das einem
Leitungsbruch entspricht, während der Ausgang des Schwellwertschalters über den Wider
stand an Massepotential liegt, ist am Ausgang des Treiber-Bausteins der Pegel "Logisch 0"
abgreifbar. Diese Funktionsweise ist dann von Nutzen, wenn ein Eingang unbenutzt bzw.
unbeschaltet ist.
Des Weiteren ist zwischen den ersten Eingängen des ersten und zweiten Komparators und der
Mittelanzapfung des Spannungsteilers ein Filterglied angeordnet. Dabei ist das Filterglied als
R-C-Glied ausgebildet, wobei ein Widerstand zwischen der Mittelanzapfung und den Ein
gängen angeordnet ist und von den Eingängen ein Kondensator gegen Massepotential
geschaltet ist.
Bei einer weiteren bevorzugten Schaltungsanordnung ist vorgesehen, dass der Stromkreis als
Ausgangsstromkreis mit Schaltglied wie Transistorschalter und einem dazu parallel geschalte
ten Widerstand ausgebildet ist, wobei die Last und/oder der Aktor in Reihe mit dem Schalt
glied geschaltet ist und wobei die Last und/oder der Aktor über eine Diode, insbesondere eine
Schottky-Diode mit Bezugpotential verbunden ist, die mit einem ersten Eingang des Schwell
wertschalters verbunden ist, dessen zweiter Eingang an einer dritten Referenzspannung (Uref2)
liegt. Als Besonderheit dieser Schaltungsanordnung ist hervorzuheben, dass die Überwa
chung im Rückleitungspfad und bezogen auf Massepotential (0 V-Bezug) erfolgt. Wie schon
zuvor ausgeführt, wird bei üblichen Verdrahtungen in Schaltschränken lediglich der Hinleiter
von der speisenden Baugruppe zur Last geführt, wobei der Rückleiter auf eine gemeinsame
Sammelschiene geführt ist. Bei einer solchen Schaltungsanordnung ist nur die wesentlich
schwieriger durchzuführende Leitungsüberwachung im Hinleiter möglich.
Über den parallel zu dem Schaltglied angeordneten Widerstand wird ebenfalls ein Mindest
strom eingeprägt, damit auch bei abgeschaltetem Schaltglied bzw. Ausgangstreiber der
Ausgangsstromkreis überwacht werden kann. Für sogenannte "current source"-Ausgänge ist
ein maximaler Leckstrom (off-state leakage current) definiert. Dass der eingeprägte Mindest
strom den maximalen Leckstrom nicht überschreitet, ist eine weitere wesentliche Eigenschaft
der Schaltungsanordnung. Für einen Ausgang mit beispielsweise 0,5 A Nennstrom beträgt der
maximale Leckstrom im ausgeschalteten Zustand ca. 1 mA.
Vorzugsweise ist die Diode, über die der Rückleiter mit dem gemeinsamen Massepotential
verbunden ist, als Schottky-Diode ausgebildet. Die Schottky-Diode verursacht bei gleichem
Strom eine geringere Verlustleistung als eine normale Diode. Zur Filterung des an der Schott
ky-Diode anliegenden Messsignals ist zwischen dem Eingang des Komparators und dem
Anodenanschluss der Schottky-Diode ein R-C-Glied vorgesehen.
Als Schutzbeschaltung gegen Unterspannungen beim Schalten von induktiven Lasten ist
antiparallel zu der Schottky-Diode eine weitere Diode geschaltet.
Des Weiteren ist vorgesehen, dass der positive Eingang des Komparators über einen ersten
Widerstand (Rn) an Massepotential (0 V-Bezug) liegt, wodurch ein "Floaten" des Komparators
bei Leitungsbruch oder unbenutztem Ausgang verhindert wird. Dabei sollte der am positiven
Eingang des Komparators liegende Widerstand (Rn) zu dem parallel zu dem Schaltglied
liegenden Widerstand Ri ein bestimmtes Verhältnis einnehmen, das im Bereich von 0,1 × Rp
< Rn < 0,2 × Rp liegt. Auch ist vorgesehen, dass die Überwachung des Ausgangsstromkreises
abschaltbar ist. Dabei ist der positive Eingang des Komparators mit einem weiteren Wider
stand Ren verbunden, an dem eine Spannung einprägbar ist, um die Überwachungsschaltung
zu unterdrücken. Liegt am Widerstand Ren ein Potential an, das größer als die Referenzspan
nung ist, so liegt am Ausgang des Komparators unabhängig vom Spannungsabfall über der
Schottky-Diode ein Signal "Logisch 1" an, was der Information "kein Leitungsbruch"
zugeordnet ist.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den
Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -,
sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden
Ausführungsbeispiels.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Schaltungsanordnung eines Eingangsstromkreises mit Leitungsbruch
überwachung,
Fig. 2 eine Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 mit abschaltbarer Leitungsbruch
überwachung und
Fig. 3 eine Schaltungsanordnung eines Ausgangsstromkreises mit Leitungsbruch
überwachung.
In Fig. 1 ist eine Schaltungsanordnung 10 dargestellt, die einen Eingangsstromkreis 12 und
eine Auswerteeinheit 14 aufweist, die über einen Eingangsfilter 16 mit dem Eingangsstrom
kreis 12 gekoppelt ist.
Der Eingangsstromkreis 12 weist einen internen Stromzweig 18, der in dem hier darstellten
Ausführungsbeispiel als Spannungsteiler 20 mit den Widerständen 22 und 24 ausgebildet ist,
sowie einen externen Stromzweig 26 auf, der aus einer Reihenschaltung aus Spannungsquelle
28 und Signalgeber 30 besteht. Der Signalgeber 30 ist über eine erste Versorgungsleitung 32
mit einer ersten Eingangsklemme Ix und über eine zweite Verbindungsleitung 34 mit einem
ersten Pol der Spannungsquelle 28 verbunden. Ein zweiter Pol der Spannungsquelle 28 ist
über eine weitere Versorgungsleitung 36 mit einer Eingangsklemme Mges verbunden, die
intern am Massepotential liegt.
Als Signalgeber 30 können passive Signalgeber wie mechanische Kontakte von Relais oder
Tastern oder aktive Signalgeber wie 2-Draht-Näherungsschalter eingesetzt werden. Dabei
haben die 2-Draht-Näherungsschalter vorzugsweise einen Spannungsabfall von ≦ 8 V, einen
minimalen Betriebsstrom von ≦ 2 mA und einen maximalen Strom von ≦ 0,8 mA im
ausgeschalteten Zustand.
Der Eingangsfilter 16 ist als R-C-Glied mit einem Widerstand 38 und einem Kondensator 40
ausgebildet, wobei der Widerstand 38 mit seinem ersten Anschluss mit einer Mittelanzapfung
42 des Spannungsteilers 20 verbunden ist und mit seinem zweiten Anschluss einen Ausgang
42 zur Verfügung stellt, an dem eine Messespannung Ut abgreifbar ist. Der Ausgang 42 ist
über den Kondensator 40 mit Massepotential verbunden.
Die Auswerteeinheit 14 besteht aus einem ersten Schwellwertschalter 44, dessen negativer
Eingang mit dem Ausgang 42 des Eingangsfilters 16 verbunden ist und an dessen positivem
Eingang eine erste Referenzspannung Uref1 anliegt. An einem Ausgang 46 des Schwellwert
schalters 44 ist ein Ausgangssignal abgreifbar, das eine Information über den Leitungszustand
liefert. Der Ausgang 46 ist über eine Leuchtdiode 48 und einen Widerstand 50 mit Masse
potential verbunden.
Des Weiteren ist ein zweiter Schwellwertschalter 52 zur Überwachung des Eingangssignals
des Signalgebers 30 vorgesehen, der mit seinem positiven Eingang mit dem Ausgang 42 des
Eingangsfilters 16 verbunden ist und an dessen negativen Eingang eine zweite Referenz
spannung Uref2 anliegt. An einem Ausgang 54 des Schwellwertschalters 52 ist ein Ausgangs
signal abgreifbar, das den logischen Zustand des Eingangssignals bzw. des Signalgebers 30
anzeigt. Zur optischen Anzeige des Ausgangssignals ist der Ausgang 54 über eine Leucht
diode 56 und einen Widerstand 58 mit Massepotential verbunden.
In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel ist an dem Ausgang 54 ein Signal "Logisch 1"
abgreifbar, wenn die Eingangsspannung im Bereich von +11 V bis +30 V liegt und ein
resultierender Eingangsstrom IE im Bereich von 2,5 mA bis 10 mA liegt. An dem Ausgang
54 ist ein Signal "Logisch 0" abzugreifen, wenn die Eingangsspannung Ue im Bereich von
-3 V bis +5 V und ein resultierender Eingangsstrom IE im Bereich ND . . . 10 mA liegt.
Über den Eingangsspannungsteiler 20 sowie das Eingangsfilter 16 wird das Eingangssignal
UE, IE in die Messspannung Ut abgebildet, die einen Spannungsumfang aufweist, der an die
Eingänge der internen Logik der Auswerteeinheit 14 angepasst ist. Zur Ermittlung des
logischen Zustandes des Eingangssignals vergleicht der zweite Komparator 52 die Mess
spannung Ut mit der zweiten Referenzspannung Uref2. Liegt die Messspannung Ut über der
zweiten Referenzspannung Uref2, ist an dem Ausgang 54 ein Signal "Logisch 1", was ebenfalls
durch ein Aufleuchten der Leuchtdiode 56 angezeigt wird. Liegt die Messspannung Ut
unterhalb der zweiten Referenzspannung Uref2, ist das Signal am Ausgang 54 "Logisch 0".
Der erste Komparator 44 dient zur Leitungsbruch- bzw. Drahtbruchüberwachung im Ein
gangsstromkreis 12. Hierzu ist es erforderlich, dass der Eingangsstrom IE im Betriebsfall
durch einen Mindesteingangsstrom IEmin vorgesehen wird. Durch den ersten Komparator 44
wird die Messspannung Ut mit der ersten Referenzspannung Uref1, die kleiner ist als die
zweite Referenzspannung Uref2, verglichen. Insbesondere wird ermittelt, ob der Eingangsstrom
IE größer oder kleiner als der geforderte Mindesteingangsstrom IEmin ist. Ist die Messspannung
Ut kleiner als die Referenzspannung Uref1, d. h. der Eingangsstrom IE ist kleiner als der
Mindesteingangsstrom Iemin, liegt am Ausgang 46 des ersten Komparators 44 ein Signal
"Logisch 1" an, wodurch ein Drahtbruch bzw. Leitungsbruch angezeigt wird. Übersteigt der
Eingangsstrom jedoch den Mindeststrom IEmin, ist die Messspannung Ut größer als die erste
Referenzspannung Uref1, so dass am Ausgang 46 ein Signal "Logisch 0" anliegt, wodurch ein
einwandfreier Betriebszustand, d. h. kein Drahtbruch angezeigt wird.
Insbesondere kann der Mindeststrom Iemin so niedrig gewählt werden, dass er niedriger als der
minimale Versorgungsstrom von ca. 0,3 mA der Mehrheit aller 2-Draht-Näherungsschalter ist.
Auf diese Weise können die Näherungsschalter unmittelbar verwendet werden.
In Fig. 2 ist eine Schaltungsanordnung 60 dargestellt, die im Wesentlichen den gleichen
Aufbau wie die Schaltungsanordnung 10 gemäß Fig. 1 aufweist. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel ist als Signalgeber 30 ein mechanischer Schaltkontakt 62 eines Relais
oder eines Tasters vorgesehen. Um zur Drahtüberwachung einen Mindesteingangsstrom IE
während des Betriebs aufrechtzuerhalten, ist vorgesehen, dass parallel zu dem Schaltkontakt
62 ein Widerstand 64 geschaltet ist.
Um den Ausgang des Komparators 44 freizugeben oder abzuschalten, ist vorgesehen, dass der
Komparator 44 in der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 2 einen "Open-Collector"-Ausgang
66 aufweist. Der Ausgang ist über einen Widerstand 68 mit einem Signal "Logisch 1" bzw.
5 V zur Freigabe der Drahtbruchüberwachung und mit einem Signal "Logisch 0" bzw. 0 V
zur Unterdrückung der Drahtbruchüberwachung beaufschlagbar. Dem Ausgang 66 ist ein
Treiber-Baustein 70 nachgeschaltet, dessen Ausgang 71 über eine Diode 73 und einen
Widerstand 75 an Massepotential liegt. Am Ausgang 71 liegt das Signal "Logisch 0" an,
wenn bei freigegebener Überwachung kein Drahtbruch ermittelt wird, d. h. wenn die Mess
spannung Ut größer ist als die erste Referenzspannung Uref1 oder wenn die Überwachung
nicht freigegeben ist.
Das Unterdrücken der Drahtbruchüberwachung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn ein
Eingang unbenutzt ist.
In Fig. 3 ist eine Schaltungsanordnung 72 eines Ausgangsstromkreises 74 dargestellt. Der
Ausgangsstromkreis 74 des Stromkreises 74 besteht im Wesentlichen aus einer Reihen
schaltung aus Spannungsquelle (nicht dargestellt), einem Schaltglied 76, einer Last 78 sowie
einer in Betriebsstromrichtung leitenden Diode 80, die kathodenseitig an Massepotential liegt.
Die Last 78 ist über eine Hinleitung 82 mit einer Anschlussklemme OH und über eine
Rückleitung 84 mit einer Anschlussklemme OR eines Ein-/Ausgabegerätes (nicht dargestellt),
in dem die Komponenten 76, 80 angeordnet sind, verbunden.
Parallel zu dem Schaltglied 76, das vorzugsweise als Transistor mit einem Steuereingang 86
ausgebildet ist, liegt ein Widerstand 88, der auch im ausgeschalteten Zustand des Schaltglieds
76 einen Stromfluss im Ausgangsstromkreis 74 ermöglicht. Die nicht dargestellte Spannungs
quelle kann als externe Spannungsquelle ausgebildet sein ist und an Eingangsklemmen US
und M angeschlossen. Dabei ist die Eingangsklemme M intern mit Massepotential verbunden.
Die Eingangsklemme OR, die ausgangsseitig mit dem Rückleiter 84 verbunden ist, liegt über
die Diode 80 an Massepotential. Anodenseitig ist die Diode 80 mit einem Eingang 90 eines
R-C-Gliedes 92 verbunden, das ausgangsseitig mit einem positiven Eingang eines Schwell
wertschalters 94 verbunden ist, dessen negativer Eingang an einer dritten Referenzspannung
Uref3 anliegt. Durch den Schwellwertschalter 94 wird die an der Diode 80 abfallende Span
nung bzw. das an dem Eingang OR anliegende Potential mit der Referenzspannung Uref3 ver
glichen. Aufgrund des parallel zu dem Schaltglied 76 angeordneten Widerstandes 88 fließt
auch im ausgeschalteten Zustand ein Mindeststrom ILmin im Ausgangsstromkreis 74. Bei soge
nannten "current source"-Ausgängen ist ein maximaler "off-state leakage"-Strom definiert.
Bei der hier dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der eingeprägte Mindest
strom den maximalen "off-state leakage"-Strom nicht überschreitet. Für einen Ausgang mit
beispielsweise 0,5 A Nennstrom beträgt der maximale "off-state leakage"-Strom 1 mA.
Sobald die über die Schottky-Diode 80 abfallende Spannung bzw. das Potential an dem
Eingang OR die Referenzspannung Uref3 unterschreitet, liegt am Ausgang 96 des als Kom
parator ausgebildeten Schwellwertschalters 94 das Signal "Logisch 0", wodurch ein Leitungs
bruch signalisiert wird; denn bei Leitungsbruch ist der Strom IL durch den Eingangskreis 0 A.
Vorzugsweise ist die Diode 80 als Schottky-Diode ausgebildet, die im Vergleich zu einer
normalen Diode eine geringere Verlustleistung bei gleichem Strom erzeugt. Um einen Schutz
vor Unterspannungen zu gewährleisten, die beim Schalten von induktiven Lasten auftreten
können, ist antiparallel zu der Diode 80 eine weitere Schutzdiode 98 angeordnet.
Des Weiteren ist vorgesehen, dass der positive Eingang des Schwellwertschalters 94 über
einen Widerstand 100 mit dem Wert Rn gegen Massepotential geschaltet ist. Damit wird ein
"Floaten" des Schwellwertschalters bei Leitungsbruch oder bei unbenutztem Ausgang OH,
OR verhindert. Der Widerstand 100 mit dem Wert Rn sollte zu dem Widerstand 88 mit dem
Wert Rp ein Verhältnis im Bereich 01, × Rp ≦ R ≦ 0,2 × Rp bilden.
Des Weiteren ist vorgesehen, dass auch in dieser Schaltungsanordnung der Ausgang 96 des
Schwellwertschalters 94 abschaltbar ist. Um dies zu erreichen ist der positive Eingang des
Schwellwertschalters 94 über einen Widerstand 102 entweder mit einem Signal "Logisch 1",
das größer als die Referenzspannung Uref3 ist, verbunden, um die Drahtbruchüberwachung zu
unterdrücken und/oder mit einem Signal "Logisch 0" verbindbar, um die Überwachung
freizugeben.
Claims (19)
1. Schaltungsanordnung (10, 72) zur Überwachung eines Stromkreises (12, 74) auf Lei
tungsbruch, insbesondere eines Eingangs- oder Ausgangsstromkreises umfassend eine
Strom- und/oder Spannungsquelle (28) sowie zumindest eine über Versorgungs
leitungen (32, 34, 82, 84) im Stromkreis (12, 74) liegende aktive oder passive
elektrische Einheit (30, 78) wie Signalgeber oder eine Last/Aktor,
dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Stromkreis (12, 74) ein Mindeststrom (IEmin, ILmin) vorgebbar ist, welcher
an zumindest einem in dem Stromkreis liegenden Bauelement (22, 24, 80) einen
Spannungsabfall hervorruft, der von zumindest einem (ersten) Schwellwertschalter
(44, 94) mit einem vorgebbaren Schwellwert (Uref1, Uref3) verglichen wird.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Stromkreis (12) als Eingangsstromkreis mit einem Spannungsteiler (20)
ausgebildet ist, wobei der Spannungsteiler (20) mit dem ersten Schwellwertschalter (44)
zur Überwachung des Eingangsstromkreises auf Leitungsbruch und mit einem
zweiten Schwellwertschalter (52) zur Überwachung eines logischen Eingangssignals
der elektrischen Einheit (30) wie Signalgeber verbunden ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Mittelanzapfung (42) des Spannungsteilers (20) einerseits mit einem ersten
vorzugsweise negativen Eingang des ersten Schwellwertschalters (44) und andererseits
mit einem ersten, vorzugsweise positiven Eingang des zweiten Schwellwertschalters
(52) verbunden ist, wobei ein zweiter Eingang des jeweiligen Schwellwertschalters
(44, 52) jeweils mit einem ersten bzw. zweiten Schwellwert wie Referenzspannung
(Uref1, Uref2) verbunden ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Mindeststrom IEmin kleiner oder gleich dem Versorgungsstrom eines im Ein
gangsstromkreis (12) liegenden Signalgebers (30) ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Wert der ersten Referenzspannung Uref1 geringer ist als der Wert der zweiten
Referenzspannung Uref2.
6. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Signalgeber (30) als elektrischer Schaltkontakt (62) eines Relais oder Tasters
ausgebildet ist, wobei parallel zu dem Schaltkontakt (62) ein Widerstand (64) geschal
tet ist.
7. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Schwellwertschalter (44) als Komparator mit einem "Push-Pull"-Aus
gang (46) ausgebildet ist, der über eine Reihenschaltung aus Leuchtdiode (48) und
Widerstand (50) mit Massepotential verbunden ist.
8. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Schwellwertschalter (44) einen "Open-Collector"-Ausgang (66) auf
weist, der über einen Widerstand (68) wahlweise mit einem Signal "Logisch 1" oder
einem Signal "Logisch 0" verbindbar ist, um den Ausgang (66) freizugeben oder zu
unterdrücken.
9. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen der Mittelanzapfung (42) des Spannungsteilers (20) und den ersten Ein
gängen der Schwellwertschalter (44, 52) ein Filterglied (16) vorzugsweise ein R-C-
Glied angeordnet ist.
10. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Schaltkreis als Ausgangsstromkreis (74) mit einem Schaltglied (76) und
einem dazu parallel geschalteten Widerstand (88) ausgebildet ist, dass die als Last
und/oder als Aktor (78) ausgebildete periphere Komponente in Reihe mit dem Schalt
glied (76) verbunden ist und dass die Last und/oder der Aktor (78) über eine Diode
(80) mit Bezugspotential verbunden ist, wobei die Diode (80) mit einem ersten Ein
gang des Schwellwertschalters (94) verbunden ist, dessen zweiter Eingang an einer
dritten Referenzspannung (Uref2) liegt.
11. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Diode (80) als Schottky-Diode ausgebildet ist.
12. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der in dem Ausgangsstromkreis fließende Mindeststrom ILmin über den Wider
stand (88) einstellbar ist und einen maximal vorgegebenen Leckstrom nicht übersteigt.
13. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Diode (80) anodenseitig einerseits mit einer Eingangsklemme OR für einen
Rückleiter (84) der Last und/oder des Aktors (78) und andererseits mit einem ersten
Eingang des Schwellwertschalters (94) verbunden ist.
14. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine an der Diode (80) abfallende Spannung bzw. ein an dem Eingang OR anlie
gendes Potential über den Schwellwertschalter (94) mit der Referenzspannung Uref3
verglichen wird.
15. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnete
dass dem vorzugsweise positiven ersten Eingang des Schwellwertschalters (94) ein R-
C-Filterglied (92) vorgeschaltet ist.
16. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass antiparallel zu der Diode (80) eine Schutzdiode (98) geschaltet ist.
17. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der vorzugsweise positive Eingang des Schwellwertschalters (94) über einen
Widerstand (100) mit Massepotential verbunden ist.
18. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der vorzugsweise positive Eingang des Schwellwertschalters (94) über einen
Widerstand (100) wahlweise mit einem Signal "Logisch 1" oder "Logisch 0" verbind
bar ist, wobei durch das Signal "Logisch 1" die Spannungsüberwachung durch den
Schwellwertkomparator (94) unterdrückt ist.
19. Schaltungsanordnung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet
dass der Widerstand Rp (88) und der Widerstand Rn (100) in einem bestimmten Ver
hältnis zueinander stehen, vorzugsweise 0,1 × Rp ≦ Rn ≦ 0,2 × Rt.
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Cited By (5)
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-
1998
- 1998-04-17 DE DE19816942A patent/DE19816942B4/de not_active Expired - Fee Related
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| DE19816942B4 (de) | 2004-02-19 |
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