DE19816908A1 - Kapazitives Verfahren und kapazitive Vorrichtung zum Erfassen von Informationen des Inhalts von Umschlägen und anderen ähnlich verdeckten Informationen - Google Patents
Kapazitives Verfahren und kapazitive Vorrichtung zum Erfassen von Informationen des Inhalts von Umschlägen und anderen ähnlich verdeckten InformationenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Erfassung codierter Informa
tionen vom Inhalt versiegelter oder verschlossener Umschläge
oder anderer schicht- oder lagenweise angeordneter Struktu
ren, die die Informationen verdecken.
Ein großer Teil zurückgesendeter Massenpostsendungen
wird durch mindestens eine manuelle Handhabung verarbeitet,
insbesondere wenn sie Aufträge enthalten. Wenn sie einmal
aufgeschnitten sind, werden die Umschläge allgemein von Hand
geleert, und in ihrem Inhalt enthaltene Informationen werden
über eine Tastatur, durch optisches Abtasten oder auf andere
Weise in einen Computer eingegeben. Die erforderlichen
Schritte zum Öffnen der Umschläge, Trennen ihres Inhalts und
Eingeben relevanter Daten sind teuer und zeitaufwendig. Au
ßerdem können bei der Dateneingabe Fehler auftreten, insbe
sondere wenn Informationen von den getrennten Umschlägen mit
den Informationen ihres Inhalts verknüpft werden müssen.
Bei abgehenden Postsendungen, die möglicherweise Ein
steck- oder Einfügevorrichtungen durchlaufen, können eben
falls Sortier- und andere Verarbeitungsfehler auftreten, die
schwer erfaßbar sind, weil der Inhalt, wenn dieser einmal
versiegelt ist, vor einer visuellen oder optischen Ansicht
verborgen ist. Es wurden verschiedene Versuche unternommen,
durch die Umschläge zu "schauen", um ihren Inhalt zu lesen,
ohne sie zu öffnen, wobei jedoch jeweils Probleme auftreten.
In der US-A-5522921 wird die Verwendung von Röntgen
strahlen zum Lesen des Inhalts von Umschlägen vorgeschlagen,
der mit speziellen, für Röntgenstrahlen undurchlässigen Ma
terialien bedruckt ist. Die Röntgenstrahlen sollen die Um
schläge und ihren Inhalt mit Ausnahme der Stellen, die durch
die besonderen Materialien undurchlässig sind, durchdringen.
Durch eine Röntgenstrahlenerfassungseinrichtung wird das er
zeugte Schattenmuster erfaßt. Durch die speziellen Materia
lien entstehen jedoch zusätzliche Kosten und sind die Optio
nen oder Möglichkeiten für das Bedrucken begrenzt, und durch
die Röntgenstrahlen entstehen Gesundheitsrisiken, die für
diese Zwecke schwer zu rechtfertigen sind.
In der US-A-5288994 wird auf ähnliche Weise Infrarot
licht verwendet, um den Inhalt versiegelter Umschläge zu le
sen. Durch eine Lichtquelle wird ein Infrarotlichtstrahl
durch die Umschläge auf einen optischen Detektor gerichtet,
der ein durch verschiedene Absorptionscharakteristiken der
herkömmlichen Farben oder Tinten und des Papiers, auf dem
sie aufgedruckt sind, erzeugtes Schattenmuster erfaßt. Sol
che gefüllten Umschläge sind jedoch, selbst bei einer Über
tragung im Infrarotbereich, schlechte optische Elemente zum
Übertragen von Bildern. Papier überträgt die Infrarotbilder
nicht sehr effizient. Durch Unregelmäßigkeiten in den Ober
flächen, Zwischenräume, eine lagen- oder schichtweise Anord
nung und die Materialien der Umschläge und ihres Inhalts
werden wesentliche Abberationen verursacht, durch die die
Auflösung der Bilder erheblich beeinträchtigt werden kann.
Außerdem sind Überzüge oder Beläge von auf den Umschlägen
und ihrem Inhalt aufgedrucktem Material schwer separierbar,
und durch aufgedruckten Unter- oder Hintergrund kann der
Kontrast reduziert werden.
Außer hinsichtlich verschiedenen Wellenlängen sind die
se herkömmlichen Verfahren analog zu einem Verfahren, gemäß
dem Blitzlicht auf eine Seite eines Umschlags aufgestrahlt
wird, um diesen zu durchleuchten und möglicherweise dunkle
res aufgedrucktes Material durch die entgegengesetzte Um
schlagseite zu lesen. Röntgenstrahlen durchdringen Papier
sehr leicht, sind jedoch gefährlich, und zum Absorbieren von
Röntgenstrahlen sind besondere Materialien erforderlich.
Wellenlängen im nahen Infrarotbereich werden durch Papier
schlecht übertragen, und ihre Bilder unterliegen einer Aber
ration durch optische Inkonsistenzen und durch Verdunkelung
durch aufgedruckte Überzüge oder Unter- bzw. Hintergründe.
In einem anderen System (US-Patentanmeldung Nr. 08/778077,
eingereicht am 2. Januar 1997), werden leitfähige
oder dielektrische Muster durch Mikrowellen aufgeheizt, und
anschließend wird eine Infrarotdetektion des zur Oberfläche
des Umschlags geleiteten thermischen Bildes ausgeführt, um
Informationen über den Inhalt des versiegelten Umschlags zu
erhalten.
Die beiden vorliegenden Miterfinder haben zusammen mit
einem dritten Miterfinder ein anderes Verfahren entwickelt,
durch das Informationen durch Umschläge gelesen werden kön
nen, was Gegenstand der vorliegenden Anmeldung ist, und das
unabhängig von der Strahlungswellenlänge und unabhängig da
von ist, ob Informationen durch die Umschlagoberfläche er
faßt werden oder eine Emission von der Umschlagoberfläche
erfaßt wird. Statt dessen mißt ein Meßwandler Kapazitätsände
rungen eines lokalisierten Bereichs unter der Oberfläche des
Umschlags, der beispielsweise durch leitfähige Tinten oder
Tinten mit einer von dem Papier, auf dem sie aufgedruckt
ist, verschiedenen Dielektrizitätskonstante erzeugt werden
kann. Dieses Verfahren weist mit anderen Erfindungen gemein
same Elemente auf, insbesondere solche zum Authentifizieren
von Lotterielosen, Dokumenten und Währungen, unterscheidet
sich jedoch wesentlich hinsichtlich der Funktion und dem An
wendungszweck.
In der US-A-5621200 wird ein elektronisches Validati
onssystem für abkratzbare oder abreibbare Lotterielose bzw.
Rubbellose beschrieben. Eine leitfähige Tinte, die ein Mu
ster von Widerständen aufweist, ist als Abschnitt des ab
kratzbaren Materials oder als die darunterliegenden Spiel
kennzeichen aufgedruckt. Es werden Kondensatoren verwendet,
um die aufgedruckten Widerstandsschaltungen mit einer elek
tronischen Verifizierungsmaschine zu koppeln und elektroni
sche Zeichenmuster der Widerstandsschaltungen zu verifizie
ren. Die elektronischen Zeichen sind mit vorgegebenen Stan
dards vergleichbar, sie weisen jedoch keine in herkömmlichen
Formaten codierten Informationen auf, die als alphanumeri
sche Zeichen lesbar sind. Außerdem müssen die Lose an einer
vorgegebenen Position in der Verifizierungsmaschine jeweils
einzeln geprüft werden.
In der US-A-3519802 wird ein frühes Verfahren zum Au
thentifizieren von Kreditkarten mit intern codierten Daten
beschrieben. Leitfähige Platten sind in einem Muster ange
ordnet, und ihre Anwesenheit, Abwesenheit oder ungefähre
Ausrichtung wird durch einen Kapazitätssensor erfaßt. Für
das Erfassungssystem ist es jedoch erforderlich, daß die
leitfähigen Platten in zwei versetzte Ebenen gebogen sind,
wodurch die Herstellung komplizierter wird und die Karten
nicht leicht auf dünneren Substraten, z. B. normalerweise in
Umschlägen eingeschlossene Lagen- oder Blattmaterialien,
aufgebracht werden können.
In der US-A-4591189 wird ein neueres Beispiel eines
Kreditkartenverifizierungssystems beschrieben, wobei eine
lichtdurchlässige Authentifizierungslage oder -schicht zwi
schen zwei nichtreflektierenden Filmlagen angeordnet ist.
Die Authentifizierungsschicht wird vorzugsweise, beispiels
weise durch Sputtern, in Vakuum aufgebracht, kann jedoch
auch durch eine aufgedruckte Lage aus leitfähiger Tinte ge
bildet werden. Die Impedanz, die Leitfähigkeit oder die Ka
pazität der Authentifizierungsschicht kann erfaßt werden,
obwohl die Kapazität für die Erfassung diskreter Bereiche
der Authentifizierungsschicht nicht empfohlen wird. Über die
Authentifizierung hinaus enthält die leitfähige Lage keine
nützlichen Informationen.
In der vorliegenden Erfindung wird ein anderes Verfah
ren zum Erfassen von Informationen des Inhalts versiegelter
Umschläge oder anderer lagenweise angeordneter Strukturen
verwendet, wobei lokalisierte Kapazitätsänderungen auf einem
Substrat, z. B. einer Papiereinlage in einem Umschlag, ausge
nutzt werden, die durch leitfähige oder dielektrische Tinte
erzeugt werden, die zum Aufdrucken codierter Informationen,
z. B. eines Strichcodes, verwendet wird. Die durch Kapazi
tätsmessungen erhaltenen Informationen können geeignet in
terpretiert und verwendet werden, um die Umschläge oder an
dere lagenweise angeordnete Strukturen weiterzuverarbeiten.
Die hinter einer Hülle oder Abdeckung, z. B. einem Um
schlag, verborgenen Informationen können unter Verwendung
einer leitfähigen Tinte in einem Muster auf einem Substrat
aufgedruckt sein. Das Substrat und die Abdeckung oder Hülle
werden mit einer Geschwindigkeit über einen Kapazitätssensor
bewegt, gemäß der aufeinanderfolgende Abschnitte des Musters
an Punkten ungefähr gleichen Abstands zum Kapazitätssensor
gemessen werden können. Dem Muster der leitfähigen Tinte zu
geordnete Kapazitätsänderungen werden als Funktion der Rela
tivposition des Kapazitätssensors entlang des umhüllten oder
abgedeckten Substrats erfaßt und mit gespeicherten Informa
tionen über gleiche Muster verglichen, um die codierten In
formationen zu lesen.
Die Erfindung ist insbesondere zum Verarbeiten einer
Reihe oder Folge von Umschlägen geeignet, deren Inhalt co
dierte Verarbeitungsinformationen enthält. Die Verarbei
tungsinformationen sind in Mustern kontrastierender absolu
ter Dielektrizitätskonstanten aufgezeichnet. Die Umschläge
werden zusammen mit ihrem codierten Inhalt über einen Kapa
zitätssensor bewegt. Gemessene Kapazitätsänderungen, die den
Mustern kontrastierender absoluter Dielektrizitätskonstanten
zugeordnet sind, werden in erkannte Informationseinheiten
entziffert. Die anschließenden Verarbeitungen der einzelnen
Umschläge wird auf der Basis der gemäß ihrem Inhalt erhalte
nen Verarbeitungsinformation unterschieden.
Beispielsweise können die Verarbeitungsinformationen so
angeordnet sein, daß vorgesehene Empfänger oder Adressaten
der Umschläge identifiziert werden können. Die tatsächlichen
Adressaten können durch optische Standardeinrichtungen von
der Außenseite der Umschläge gelesen und mit von ihrem In
halt erhaltenen Adresseninformationen verglichen werden, um
zu verifizieren, ob sie übereinstimmen. Die Weiterverarbei
tung der Umschläge wird bei Erfassung einer Nichtüberein
stimmung abgebrochen. Alternativ können die vom Inhalt der
Umschläge erhaltene Adresseninformationen zum Aufdrucken
entsprechender Adresseninformationen auf die Außenseite der
Umschläge verwendet werden. Anweisungen zur Weiterverarbei
tung können ebenfalls vom Inhalt der Umschläge gelesen wer
den.
Ein in Verbindung mit der Erfindung verwendbares System
kann eine Transporteinrichtung aufweisen, die eine Reihe
oder Folge umhüllter oder abgedeckter Substrate transpor
tiert, die mit leitfähiger Tinte in Mustern bedruckt sind,
die durch eine Hülle oder Abdeckung verdeckte codierte In
formationen darstellen. Eine Kapazitätsmeßvorrichtung, über
die die Folge umhüllter oder abgedeckter Substrate bewegt
wird, ist empfindlich auf den Mustern der leitfähigen Tinte
zugeordnete Kapazitätsänderungen als Funktion der Position
der abgedeckten oder umhüllten Substrate in der Kapazitäts
meßvorrichtung. Eine Verarbeitungseinrichtung paßt die ge
messenen Kapazitätsänderungen an gespeicherte Informationen
über ähnliche Muster an, um die codierten Informationen zu
lesen, und eine Sortiereinrichtung legt die nachfolgende
Verarbeitung der abgedeckten oder umhüllten Substrate basie
rend auf den auf die Substrate aufgedruckten und durch die
Abdeckung oder Umhüllung verdeckten codierten Informationen
fest.
Die Kapazitätsänderungen werden vorzugsweise erfaßt
durch einen Meßwandler mit: (a) parallelen Platten eines
Kondensators, die Seite an Seite bzw. nebeneinander an einer
Seite des abgedeckten oder umhüllten Substrats angeordnet
sind, (b) einem Paar solcher nebeneinander angeordneten
Platten an jeder Seite der abgedeckten oder umhüllten Sub
strate, (c) einem Paar solcher Platten an einer Seite der
abgedeckten oder umhüllten Substrate und einer Erdungsplatte
an der anderen Seite der abgedeckten oder umhüllten Substra
te oder (d) einem Paar von Platten, die an einer Seite der
abgedeckten oder umhüllten Substrate stirnseitig zueinander
ausgerichtet sind. Ein Ausgangssignal wird durch eine Schal
tung erfaßt, die eine Impedanzänderung in eine Spannungsän
derung umwandelt, die dann verwendet werden kann, um einen
A/D-Wandler anzusteuern, dessen Ausgangssignal einem Compu
ter zugeführt wird, wo das Signal verarbeitet werden kann,
um Informationen zu erfassen und weitere Verarbeitungen zu
steuern.
Es können bekannte Mustererkennungsprogramme verwendet
werden, um die erfaßten Signale zu interpretieren und nach
folgende Operationen zu steuern. Beispielsweise können Auf
träge und Kundenidentifizierungscodes von zurückgesendeten
Postsendungen gelesen werden, um Aufträge zu verarbeiten. Im
Inneren abgehender Postsendungen aufgedruckte Adressen oder
andere Informationen des Inhalts abgehender Postsendungen
können verifiziert werden oder als Basis zum Aufdrucken von
Informationen, einschließlich Adresseninformationen, auf die
Außenseite der Umschläge verwendet werden.
Fig. 1 zeigt ein Basisstruktur des Systems zum kapazi
tiven Erkennen verdeckter Zeichen;
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung der Anord
nungen von Elektroden, durch die der in einer kapazitiven
Meßvorrichtung verwendbare Meßwandler gebildet wird;
Fig. 3 zeigt ein Blockdiagramm zum Darstellen typi
scher Komponenten einer elektronischen Schaltung zum Verar
beiten von Kapazitätsänderungen;
Fig. 4 zeigt ein Schaltungsdiagramm von zum Verarbei
ten der Kapazitätsänderungen verwendeten elektronischen
Schlüsselkomponenten;
Fig. 5 zeigt eine alternative Meßwandlerstruktur,
durch die die Abbildung von von Strichcodes verschiedenen
codierten Informationen ermöglicht wird;
Fig. 6 zeigt, wie der Computer Signale interpretiert,
um eine weitere Datenverarbeitung und/oder mechanische Ope
rationen zu steuern;
Fig. 7 zeigt ein schematisches Diagramm zum Darstellen
einer alternativen Struktur eines Meßwandlers für Kapazi
tätsmessungen; und
Fig. 8 zeigt ein schematisches Diagramm zum Darstellen
einer anderen alternativen Struktur eines Meßwandlers für
Kapazitätsmessungen.
Gemäß Fig. 1 wird ein Umschlag 10, der eine Einlage
oder Beilage (Substrat) 11 enthält, auf der codierte Infor
mationen aufgedruckt sind, in diesem Beispiel in der Form
eines Strichcodes 12, zwischen einem Satz von Parallelplat
tenkondensatoren (auch als Meßwandler bezeichnet) 13 bewegt,
die mit einem Verstärker 14 verbunden sind, dessen Ausgangs
signal durch einen Computer 47 ausgewertet oder untersucht
wird. Der Strichcode 12 ist unter Verwendung einer leitfähi
gen Tinte oder einer dielektrischen Tinte aufgedruckt. Wenn
diese zwischen den Platten 13 des Meßwandlers hindurchbewegt
wird, ändert sich die Kapazität.
In einer praktischen Ausführungsform der Erfindung wird
der Umschlag zwischen zwei parallelen Sätzen von Platten
hindurchbewegt, wie in Fig. 2 dargestellt. Wenn zwischen
Platten 20-21 und 22-23 des Meßwandlers 13 kein Umschlag
vorhanden ist, hat die Kapazität den Wert C0, und diese Ka
pazität ist Teil einer im Verstärker 14 eingebauten Reso
nanzschaltung, deren Frequenz durch geeignete Auswahl einer
Induktivität L eingestellt wird. Wenn ein Umschlag 10 den
Tastkopf (Meßwandler 13) passiert, ändert sich die Kapazität
auf den Wert C1. Eine weitere Änderung auf den Wert C2 wird
erfaßt, wenn die leitfähige oder dielektrische Tinte, die
eine andere absolute Dielektrizitätskonstante aufweist als
die Beilage oder Einlage 11 im Umschlag 10, zwischen den
Platten 20-21 und 22-23 hindurchbewegt wird.
Die Einlagen 11, auf denen codierte Informationen auf
gedruckt sind, bestehen vorzugsweise aus Papier, das ein
Dielektrikum bildet. Es können jedoch auch andere nichtlei
tende Materialien, einschließlich Harzfilme oder Textilmate
rialien, als Substrate zum Halten leitfähiger Substanzen
oder von Substanzen mit verschiedenen absoluten Dielektrizi
tätskonstanten verwendet werden. Die zum Aufdrucken des
Strichcodes 12 verwendete leitfähige Tinte kann sichtbar
sein, um zusätzliche optisch lesbare Informationen auf den
Einlagen 11 bereitzustellen, oder unsichtbar, um andere
Funktionen auszuführen, wie beispielsweise mit der Wegver
folgung oder Abtastung, der Buchhaltung oder der Sicherheit
in Beziehung stehende Funktionen. Der Strichcode 12 kann
auch für ähnliche Zwecke zwischen Einlagen 11 verdeckt sein.
Ein Beispiel einer für diese Zwecke geeigneten leitfähigen
Tinte wird in Hewlett-Packard-Tintenstrahldruckern, Modell
nummer 870 CSE verwendet.
Im Blockdiagramm von Fig. 3 wird eine Oszillatorschal
tung 32 verwendet, um eine feste Frequenz basierend auf ei
ner modifizierten Colpitts-Kristallschaltung zu erzeugen.
Durch eine Frequenzüberwachungseinrichtung 31 kann das In
strument für Prüfzwecke überwacht werden, während außerdem
die Frequenzstabilität verbessert wird.
Das Ausgangssignal des Oszillators 32 wird einem Puf
ferverstärker 33 zugeführt, der ebenfalls Teil der Oszilla
torschaltung 32 ist. Der Pufferverstärker 33 ist eine Span
nungsquelle, die zusammen mit einer Impedanz 34 als konstan
ter Wechselstromgenerator dient, der einem mit einer ge
trennten Masse 35 verbundenen Resonatorquarz 35 mit hohem Q-Fak
tor zugeführt wird. Der Quarz oder Kristall 35 ist so
spezifiziert, daß er bei einer Frequenz f2 arbeitet, die
sich nur geringfügig von der Frequenz f1 unterscheidet, bei
der der Oszillator 32 arbeitet.
Durch den parallel zum Quarz oder Kristall 35 angeord
neten Meßwandler 13 wird die durch den Stromgenerator (der
aus dem Pufferverstärker 33 in Kombination mit der Impedanz
34 besteht) gebildete Impedanz modifiziert, wodurch eine va
riable Spannung erzeugt wird, die die durch den Meßwandler
erfaßte Kapazität darstellt.
Dieses modulierte Hochfrequenzsignal mit der Frequenz
f1 wird durch den Pufferverstärker 38 verstärkt, der auch
verwendet wird, um den Resonatorquarz 35 mit hohem Q-Faktor
von der Niedrigimpedanzseite einer für die Erfassung vorge
sehenen Gleichrichtungsschaltung 39 zu trennen. Diese Schal
tung 39 demoduliert die Signale, die durch den Pufferver
stärker 38 als Ergebnis von Impedanzänderungen im Meßwandler
13 erzeugt werdend die auftreten, wenn die auf den in ver
siegelten Umschlägen angeordneten Einlagen aufgedruckten In
formationen am Meßwandler vorbeibewegt werden. In der
Gleichrichtungsschaltung 39 wird für Stabilitätszwecke ein
thermisches Kompensationsverfahren verwendet.
Das stromverstärkte Ausgangssignal der Gleichrichtungs
schaltung 39 wird einem Pegelverschiebungsverstärker 40 zu
geführt, der zusammen mit einem Rückkopplungsintegrator 41
ein Signal erzeugt, das zwangsweise auf einen Pegel einge
stellt ist, der etwa demjenigen der getrennten Masse 36 ent
spricht und den unerwünschten "Gleichtakt" kompensiert,
durch den ansonsten die Endverstärkung in einem Spannungs
verstärker 42 beeinflußt würde.
Der Rückkopplungsintegrator 41 dient als Hochpaßfilter
und ermöglicht, daß sich schnell ändernde Signale, die am
Meßwandler 13 durch die durchlaufenden codierten Informatio
nen in den Umschlägen 10 erzeugt werdend durch Verstärker 40
und 42 auf einen für einen A/D-Wandler 43 erforderlichen Pe
gel verstärkt werden. Sich langsamer ändernde Signale, z. B.
durch Temperaturänderungen oder lokale Änderungen der abso
luten Dielektrizitätskonstanten entlang der Länge der
schnell durchlaufenden Umschläge 10 durch die Struktur des
Umschlag oder des Einlagenmaterials erzeugte Signale, werden
durch die Wirkung des Rückkopplungsintegrators 41 unter
drückt oder gelöscht.
Weitere unerwünschte Signale, die eine Einrichtung
durchlaufen können, die im wesentlichen ein Hochpaßfilter
(Integrator 41) bildet, können durch eine geeignete Anfangs
einstellung eines Schwellenpegels des Verstärkers 42 unter
Verwendung einer Spannungsquelle 44 unterdrückt werden.
Ein zweites Eingangssignal für den A/D-Wandler 43 wird
durch einen Amplituden-Zeitdauerumsetzer 45 erzeugt, der ei
ne Impulsfolgendarstellung der am Meßwandler 13 erzeugten
Signale erzeugt. Diese Signale weisen eine Amplitude auf,
die beispielsweise eine Funktion der breite der Linien des
Strichcodes 12 ist. Die Linien des Strichcodes 12 weisen
verschiedene Breiten auf, und die durch den Meßwandler 13
erfaßte Impedanzänderung hängt von dieser Breite ab, die Än
derungen der Plattenfläche des effektiven Kondensators ent
spricht, der durch die leitfähigen oder dielektrischen Lini
en des Strichcodes 12 gebildet wird, wenn diese den Meßwand
ler 13 passieren.
Eine bipolare LED-Sichtanzeige 46 wird in Verbindung
mit der Schwellenpegeleinstellungssteuerung der Spannungs
quelle 44 verwendet, um Anfangszustände des Verstärkers 42
festzulegen. Die Sichtanzeige 46 zeigt einen Spannungsbe
reich von negativen zu positiven Werten bezüglich einer bei
Null zentrierten Referenzspannung an, die die getrennte Mas
se 36 darstellt.
Das Ausgangssignal des A/D-Wandlers 43 wird einem Com
puter 47 zugeführt, durch den die durch den Meßwandler 13
erzeugten Signale decodiert werden können. Diese Informatio
nen vom Computer 47 können auch verwendet werden, um die Ge
schwindigkeit zu steuern, mit der Umschläge über den Meß
wandler 13 bewegt werden, und die gleichen Informationen
können verwendet werden, um eine Rückkopplungsschleife und
damit die Spannungsquelle 44 zu steuern und unerwünschte Si
gnale zu entfernen, die beispielsweise durch akkumulierte
statische Aufladungen erzeugt werden können.
In Fig. 4 dient eine Schaltung 50 als Puffer für die
Frequenzüberwachungseinrichtung 31, die mit einer im Emitter
eines Hauptoszillatortransistors 61 zwischengeschalteten Ka
pazität 60 Teil der Oszillatorschaltung 32 bildet. In der
Oszillatorschaltung 32 wird durch Verwendung eines Quarzes
oder Kristalls 62 (f31 = 4,93152 MHz) in Kombination mit ei
nem Phasenschieber 63 eine hohe Frequenzstabilität (10-7) er
halten. Die kombinierte Wirkung aus der Kapazität 60 und der
Kapazität der Basis-Kollektorstruktur des Transistors 61 und
eines Elements 64 wird die Kapazität eines Elements 65 um
einen Betrag erhöht, der ausreichend ist, um eine Oszillati
on aufrechtzuerhalten. Auf diese Weise dient der Pufferver
stärker 33 als Puffer und Verstärker für ein über das Ele
ment 65 der Oszillatorschaltung 32 abgegriffenes irreguläres
Ausgangssignal.
Der Hochgeschwindigkeits-Pufferverstärker 33 dient als
Emitterfolger, durch den ein leistungsstarkes Signal an die
Reihenschaltung aus der Impedanz 34 und dem Kristall 35
übertragen wird, die eine Eigenresonanzfrequenz f2 = 5,0000 MHz
aufweist.
In der Oszillatorschaltung 32 wird aufgrund der Verwen
dung zweier Puffer (50 und 64) mit ihren eigenen kapazitiven
Wirkungen keine Einstellvorrichtung benötigt. Dadurch wird
die Vorrichtung im Vergleich zu herkömmlichen Vorrichtungen,
In der im allgemeinen zahlreiche Trimmer und Abschirmungen
angeordnet sind, nicht nur einfacher sondern auch wesentlich
kleinformatiger.
Die Kombination aus der Impedanz 34 und dem Quarz oder
Kristall 35 dient als Spannungsteiler. Die Impedanz 34 ist
konstant, während diejenige des Kristalls 35 sich in Antwort
auf die durch den Meßwandler erfaßte, sich ändernde Kapazi
tät, die das gewünschte Signal darstellt, ändert.
Bei Abwesenheit einer Linie oder Aufzeichnung am Meß
wandler, die die codierte Information trägt, wird die Kapa
zität des Meßwandlers nur durch die absolute Dielektrizi
tätskonstante des Papiers beeinflußt. Dadurch wird die höch
ste Impedanz über den Kristall 35 erzeugt, d. h. basierend
auf der Spannungsteilerwirkung der höchste über den Kristall
35 erzeugte Spannungspegel. Durch jegliche zusätzliche Kapa
zität (wenn beispielsweise eine leitfähige oder dielektri
sche Linie oder Aufzeichnung zwischen den Elektroden vorhan
den ist, vergl. Fig. 2) wird die Impedanz, die durch die
durch die Parallelschaltung aus dem Kristall 35 und dem
Meßwandler 13 gebildete Resonanzschaltung erzeugt wird, re
duziert. Es ist bekannt, daß in einer parallelen Resonanz
schaltung die Resonanzfrequenz mit zunehmender Kapazität ab
nimmt. Der Pufferverstärker 33 führt dem Spannungsteiler ein
Signal mit konstanter Amplitude und Frequenz (f31) zu, der
dadurch gezwungen wird, bei dieser Frequenz (f31) mit zu
schwingen. Die durch den Kristall 35 erhaltene höchste Impe
danz tritt bei f2 auf, eine Frequenz, die in der vorliegen
den Schaltung aufgrund des Vorhandenseins der durch den Meß
wandler 13 gebildeten parallelen Kapazität nie vorkommt.
D.h., daß der maximale Impedanzwert des Kristalls 35 niemals
auftritt. Die Resonanzfrequenz nimmt durch jegliche weiteren
Kapazitäten an der Meßwandlerseite noch weiter ab, wodurch
die durch den Kristall 35 als Teil der Spannungsteilerschal
tung, die aus der Impedanz 34 und dem Kristall 35 gebildet
wird, dargestellte äquivalente Impedanz reduziert wird. Das
erhaltene verkleinerte Signal wird durch den durch Ureingabe geladenen
Pufferverstärker 38 verstärkt und der Gleichrichterschaltung
39 zugeführt.
Das durch den Meßwandler 13 erzeugte Signal (das glei
che wie das über den Kristall 35 erzeugte Signal) nimmt für
sehr kleine Kapazitätsänderungen von 10⁻2 bis 10-3 pF (Werte,
die bei einer unabhängigen Messung unter Verwendung eines
professionellen LCR-Referenzmeßgeräts für durch leitfähige
Tinten aufgedruckte codierte Informationen erwartet werden)
aufgrund des hohen Q-Faktors des Resonatorquarzes 35 und der
hohen Impedanzen und der niedrigen Kapazitäten an beiden
Seiten des Kristalls 35 scharf ab.
Nach der Gleichrichtungsschaltung 39 wird das Signal
durch den Pegelverschiebungsverstärker 40 und den Rückkopp
lungsintegrator 41 verarbeitet. Der Signalpegel am Emitter
eines Transistors 67 ist in einem positiven Bereich und grö
ßer als die getrennte Masse, wodurch ein unerwünschter
"Gleichtakt" für einen Verstärker 69 erzeugt wird. Daher ist
eine Rückkopplungsschleife vorgesehen, die aus einem Inte
grator 70 und einem Transistor 5 besteht, durch die die
Spannung am invertierenden Eingang des Verstärkers 69 so
eingestellt wird, daß sie dem Pegel des nicht-invertierenden
Eingangs des gleichen Verstärkers gleich ist.
Das Ausgangssignal des Verstärkers 69 wird auf diese
Weise zwangsweise auf den Pegel der getrennten Masse 36 ein
gestellt, wobei berücksichtigt wird, daß der Integrator 70
selbst eine Nullspannung zwischen seinen Eingängen erzeugt.
Die Zeitkonstante des Integrators 70, die durch das Produkt
aus den Größen der Elemente 71 und 72 bestimmt ist, ist we
sentlich größer als die erwartete Impulsdauer des am Meß
wandler 13 erzeugten Signals, jedoch kürzer als der Zeitmaß
stab der erwarteten Temperaturänderungen, durch die das Si
gnal beeinflußt werden kann. Herkömmlich (US-Patent Nr. 5231359)
wurde eine ähnliche Technik zum Modifizieren der
Reaktanz bzw. des Blindwiderstands des Resonatorquarzes 35
durch Ändern einer parallel zum Resonator geschalteten Diode
mit variabler Kapazität verwendet. Dabei werden viele zu
sätzliche elektronische Schaltungselemente benötigt und wer
den durch den Integrator 70 selbst an der Resonatorseite,
auf der er einwirkt, verursachte Temperatureffekte nicht
eliminiert. In der vorliegenden Schaltung werden alle akku
mulierten Temperatureffekte an der Pegelverschiebungsein
richtung unterdrückt, so daß das Leistungsvermögen bzw. die
Funktion des Resonators nicht beeinflußt wird. Ein anderer
Vorteil ist, daß der Verstärker 69 als realer Verstärker
(hierin mit einem Verstärkungsgrad von 30) als erste Ver
stärkerstufe verwendet werden kann.
Durch einen Schalter 74 in Verbindung mit einem Poten
tiometer 76 wird eine Anfangskalibrierung ermöglicht, wenn
die Integratorstufe abgekoppelt ist.
Die gemessenen Parameter für die Kristalle 62 und 35
zeigen an, daß bei einer Frequenz von 5 MHz bei parallel ge
schalteten äquivalenten Kapazitäten von 3,335 bzw. 3,257 pF
ein Gütefaktor von über 500 erhalten werden könnte. Aufgrund
dieser Kapazitäten muß die am Meßwandler erzeugte, mehr
kleine Kapazität (1 fF) erfaßt werden. Weil die Resonanzkur
ven der Kristalle eine sehr hohe Selektivität oder Trenn
schärfe aufweisen, kann das System anstatt im GHz-Bereich,
in dem andere herkömmliche Systeme arbeiten und in dem all
die unerwünschten Probleme auftreten, die durch einen Be
trieb bei solch hohen Frequenzen verursacht werden (z. B. Ab
schirmung, Interferenz, Reflexion usw.), im MHz-Fre
quenzbereich betrieben werden.
Aufgrund der hohen Empfindlichkeit der Kristallschal
tungen werden nur zwei Verstärkerstufen verwendet (Verstär
ker 40 und 42). Der Verstärker 42 ist ein invertierender
Verstärker, und sein Rückkopplungsnetz ist so eingestellt,
daß am Meßwandler erfaßte Signale gefiltert werden. Durch
die Einstellungssteuerung (Spannungsquelle) 44 wird der
Schwellenpegel für die Signale eingestellt, die durch den
A/D-Wandler 43 verarbeitet werden müssen.
Der Amplituden-Zeitdauerumsetzer 45 wandelt mit einem
Abtast- und Haltekreis, der mit einem linearen Wobbelinte
grator kombiniert ist, die Spitzenamplitude jedes Signalim
pulses in eine Impulsfolge um, die aus Impulsen gleicher Am
plitude besteht, wobei jedoch die Breiten der einzelnen Im
pulse ihren Anfangsamplituden entsprechen. Weil die Anfangs
amplituden die Breiten der Linien im Strichcode 12 darstel
len, wird durch den Umsetzer 45 eine Sichtanzeige des ur
sprünglichen Strichcodes ermöglicht, der auf einem durch ei
nen Computer 47 gesteuerten Monitor (nicht dargestellt) dar
gestellt werden kann.
Fig. 5 zeigt eine Verfeinerung des Meßwandlers 13, wo
durch komplexere Strukturen als nur einfache Strichcodes ab
gebildet und interpretiert werden können. Die Meßwandler
platten 20-21 und 22-23 enden in flachen Abschnitten über
und unter dem Umschlag 10. Eine permanente Kapazität zwi
schen den glatten 20-21 bzw. 22-23 wird durch das Vorhanden
sein der leitfähigen oder dielektrischen Tinte des Strich
codes 12 auf der/den durch den Umschlag 10 umschlossenen
Einlage(n) 12 modifiziert. Durch Anordnen einer Reihe sol
cher Meßwandler 13, durch die die Breite eines die Meßwand
lerreihe passierenden Umschlags abgedeckt wird, kann im Com
puter 47 ein Bild des Umschlaginhalts erzeugt werden, indem
die Bewegung dem Umschlags über die Meßwandler als Zeitbasis
verwendet wird.
Fig. 6 zeigt eine Folge von Umschlägen 10, die durch
einen herkömmlichen Umschlagtransportmechanismus, z. B. einen
Bandantrieb 80, über den Meßwandler 13 bewegt werden. Die
durch den Verstärker 14 verstärkten Signale werden dem Com
puter 47 zugeführt und gemäß den Erfordernissen der besonde
ren Verwendung geeignet interpretiert. Beispielsweise können
durch herkömmliche Erkennungsprogramme Informationsmuster
des Strichcodes 12 interpretiert werden. Der Computer 47
kann auch zum Überwachen der Geschwindigkeit verwendet wer
den, mit der Umschläge 10 dem Meßwandler 13 zugeführt wer
den, und diese Information kann verwendet werden, um die Ge
schwindigkeit eines Antriebs 82 für das Transportband 80 zu
verändern.
Basierend auf den vom Inhalt 83 der Umschläge 10 erfaß
ten Informationen können verschiedenartige weitere Verarbei
tungen ausgeführt werden. Beispielsweise können die Umschlä
ge gemäß ihrem Inhalt 83 sortiert werden, können Aufträge
bzw. Bestellungen oder Antworten erzeugt, Aufzeichnungen ak
tualisiert oder Informationen verifiziert werden. Im In
line-System von Fig. 6 wird ein herkömmlicher Drucker 81
gesteuert, um Informationen auf die Außenflächen (Außensei
ten) der Umschläge aufzudrucken, die mit aber vom Inhalt 83
er Umschläge 10 erfaßten Informationen verknüpft sind. Bei
spielsweise können Adressen aufgedruckt werden, um Adressen- oder
andere Identifizierungsinformationen anzupassen, die
vom Inhalt 83 der Umschläge erfaßt wurden.
Anstatt die Adresseninformationen auf die Außenflächen
der Umschläge aufzudrucken, könnten im voraus aufgedruckte
Adresseninformationen durch eine herkömmliche optische Lese
einrichtung von den Außenflächen der Umschläge gelesen und
mit den von ihrem Inhalt erfaßten Identifizierungsinforma
tionen verglichen werden. Die Weiterverarbeitung der Um
schläge kann unterbrochen werden, wenn erfaßt wird, daß die
beiden Adressen nicht übereinstimmen, und die Nichtüberein
stimmung kann korrigiert werden.
Obwohl die im Inhalt 83 der Umschläge codierten Infor
mationen vorzugsweise einen herkömmlichen Strichcode dar
stellen, könnten auch andere in alphanumerischen Zeichen in
terpretierbare herkömmliche Symbole verwendet werden, um die
Weiterverarbeitung der Umschläge 10 zu unterstützen. Es
könnten auch eindeutige selbstdefinierende Symbole verwendet
werden.
Die übrigen zwei Figuren zeigen andere Anordnungen des
Meßwandlers 13. In Fig. 7 sind die Platten des Meßwandlers
13 parallel zueinander angeordnet und normal zur Trans
portrichtung der Umschläge 10 ausgerichtet. In Fig. 8 sind
die Platten des Meßwandlers 13 stirnseitig zueinander ange
ordnet und normal zur Transportrichtung der Umschläge 10
ausgerichtet. Die letztgenannte Anordnung ist zum Messen li
nearer Strichcodemuster bevorzugt, obwohl die Auflösung mög
licherweise geringer ist.
Außerdem sind die Meßwandler 13 bei beiden Anordnungen
vorzugsweise in einem abgeschirmten Gehäuse (nicht darge
stellt) mit einer oder mehreren Erdungen entweder über oder
hinter den Umschlägen angeordnet. Außerdem kann an gegenüber
liegenden Seiten des Umschlags 10 eine Erdungsplatte (nicht
dargestellt) angeordnet sein, was eine Variation eines Prin
zips darstellt, das in berührungsfreien Meßvorrichtungen für
Kapazitätsänderungen verwendet wird, wie beispielsweise bei
einer E-H-Einheit eines Micro-Epsilon Systems. Außerdem kann
ein Faradayscher Käfig bzw. ein Faradaybecher (ebenfalls
nicht dargestellt) als Schutz gegen Streustrahlung gegen
überliegend dem Meßwandler angeordnet sein.
Die Platten des Meßwandlers 13 können durch eine Tech
nologie zum Herstellen gedruckter Schaltungen gebildet wer
den, wobei eine leitfähige Fläche mit Ausnahme eines Be
reichs weggeätzt wird, wo die Platten ausgebildet werden.
Die gedruckte Schaltung (nicht dargestellt) kann zwischen
benachbarten Platten ausgeschnitten oder gebohrt werden, um
einen lokalisierten Luftspalt zu bilden.
Außer der Verarbeitung von Umschlägen mit verdecktem
Inhalt, kann die Erfindung auch zum Lesen von anderweitig
verborgenen oder verdeckten Informationen verwendet werden,
wie beispielsweise von Informationen in Verpackungen oder
hinter Etiketten. Beispielsweise könnte leitfähige Tinte
verwendet werden, um Anweisungs- oder Identifizierungsinfor
mationen zwischen Etikettenlagen oder anderen Laminaten auf
zudrucken, um weitere Operationen für die Etiketten oder mit
den Etiketten zu steuern.
Claims (32)
1. Verfahren zum Lesen von Informationen, die auf einem
Substrat codiert und hinter einer Abdeckung verdeckt
sind, mit den Schritten:
Aufdrucken der codierten Informationen unter Ver wendung einer elektrisch leitfähigen Tinte in einem Mu ster auf das Substrat;
Vorbeibewegen des codierten Substrats und der Ab deckung an einem Kapazitätssensor mit einer Geschwin digkeit, gemäß der aufeinanderfolgende Abschnitte des Musters an Punkten etwa gleichen Abstands zum Kapazi tätssensor gemessen werden können;
Erfassen von dem Muster der leitfähigen Tinte zu geordneten Kapazitätsänderungen als Funktion einer re lativen Position des Kapazitätssensors entlang des ab gedeckten Substrats; und
Anpassen der erfaßten Kapazitätsänderungen an ge speicherte Informationen über ähnliche Muster zum Lesen der codierten Informationen.
Aufdrucken der codierten Informationen unter Ver wendung einer elektrisch leitfähigen Tinte in einem Mu ster auf das Substrat;
Vorbeibewegen des codierten Substrats und der Ab deckung an einem Kapazitätssensor mit einer Geschwin digkeit, gemäß der aufeinanderfolgende Abschnitte des Musters an Punkten etwa gleichen Abstands zum Kapazi tätssensor gemessen werden können;
Erfassen von dem Muster der leitfähigen Tinte zu geordneten Kapazitätsänderungen als Funktion einer re lativen Position des Kapazitätssensors entlang des ab gedeckten Substrats; und
Anpassen der erfaßten Kapazitätsänderungen an ge speicherte Informationen über ähnliche Muster zum Lesen der codierten Informationen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die codierten Informa
tionen in Form eines Strichcodes aufgedruckt sind.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei die elektrisch leitfä
hige Tinte keine leicht erkennbare Änderung des Sub
strats erzeugt.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei der Kapazi
tätssensor nebeneinander angeordnete Platten aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, wobei das Sub
strat im wesentlichen aus einem dielektrischen Material
besteht.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das
Substrat eine ebene Oberfläche aufweist und die codier
ten Informationen vollständig auf der ebenen Oberfläche
aufgedruckt sind.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die
codierten Informationen auf dem Substrat in Mustern
aufgedruckt sind, die alphanumerische Zeichen darstel
len.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der
Schritt zum Erfassen von Kapazitätsänderungen das Über
wachen einer entsprechenden Impedanzänderung in einer
Abtastschaltung des Kapazitätssensors aufweist.
9. Verfahren zum Verarbeiten einer Folge von Umschlägen
mit in ihrem Inhalt codierten Verarbeitungsinformatio
nen, mit den Schritten:
Vorbeibewegen der Folge von Umschlägen zusammen mit ihrem codierten Inhalt an einem Kapazitätssensor;
Messen von Kapazitätsänderungen, die Mustern der Verarbeitungsinformationen zugeordnet sind, die als Kontrast absoluter Dielektrizitätskonstanten zwischen den Mustern und einer Substratunterlage aufgezeichnet sind;
Entziffern der Muster in erkannte Informationsein heiten; und
Unterscheiden einer nachfolgenden Verarbeitung der einzelnen Umschläge auf der Basis der von ihrem Inhalt erhaltenen Verarbeitungsinformationen.
Vorbeibewegen der Folge von Umschlägen zusammen mit ihrem codierten Inhalt an einem Kapazitätssensor;
Messen von Kapazitätsänderungen, die Mustern der Verarbeitungsinformationen zugeordnet sind, die als Kontrast absoluter Dielektrizitätskonstanten zwischen den Mustern und einer Substratunterlage aufgezeichnet sind;
Entziffern der Muster in erkannte Informationsein heiten; und
Unterscheiden einer nachfolgenden Verarbeitung der einzelnen Umschläge auf der Basis der von ihrem Inhalt erhaltenen Verarbeitungsinformationen.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Unterscheidungs
schritt das Sortieren der Umschläge gemäß der von ihrem
Inhalt erhaltenen Verarbeitungsinformationen aufweist.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei durch die Ver
arbeitungsinformationen vorgesehene Adressaten der Um
schläge identifiziert werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, mit den weiteren Schritten
zum Lesen von auf einer Außenseite der Umschläge aufge
druckten Adresseninformationen und Vergleichen der
Adresseninformationen von den Umschlägen mit den von
ihrem Inhalt erhaltenen vorgesehenen Adressaten, um
festzustellen, ob diese übereinstimmen.
13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei der Unterscheidungs
schritt das Unterbrechen einer weiteren Verarbeitung
der Umschläge aufweist, wenn festgestellt wird, daß die
Adresseninformation von den Umschlägen nicht mit den
von ihrem Inhalt erhaltenen vorgesehenen Adressaten
übereinstimmen.
14. Verfahren nach Anspruch 11, 12 oder 13, wobei der Un
terscheidungsschritt das Aufdrucken von Adresseninfor
mationen auf die Außenseiten der Umschläge gemäß den
von ihrem Inhalt enthaltenen vorgesehenen Adressaten
aufweist.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, wobei der
Unterscheidungsschritt das Erzeugen einer Antwort gemäß
den vom Inhalt der Umschläge erhaltenen Verarbeitungs
informationen aufweist.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 15, wobei die
Verarbeitungsinformationen unter Verwendung einer elek
trisch leitfähigen Tinte aufgezeichnet werden.
17. Verfahren nach Anspruch 16, mit dem weiteren Schritt
zum Aufdrucken der Verarbeitungsinformationen unter
Verwendung der elektrisch leitfähigen Tinte in einem
Muster auf das Substrat.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 17, wobei die
aufgezeichneten Verarbeitungsinformationsmuster als
Strichcode aufgezeichnet werden.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 18, wobei der
Entzifferungsschritt das Umwandeln der Verarbeitungsin
formationsmuster in entsprechende alphanumerische Zei
chen aufweist.
20. System zum erfassen von auf einer Folge abgedeckter
Substrate aufgedruckten verborgenen Informationen, mit:
einer Transporteinrichtung zum Transportieren ei ner Folge abgedeckter Substrate, die mit leitfähiger Tinte in Mustern bedruckt sind, die durch eine Abdeckung verdeckte codierte Informationen darstellen;
einer Kapazitätsmeßvorrichtung, durch die die Fol ge abgedeckter Substrate bewegt wird, und die auf den Mustern der leitfähigen Tinte entsprechende Kapazitäts änderungen als Funktion einer Position der abgedeckten Substrate in der Kapazitätsmeßvorrichtung empfindlich ist;
einer Verarbeitungseinrichtung, die die gemessenen Kapazitätsänderungen an gespeicherte Informationen über ähnliche Muster anpaßt, um die codierten Informationen zu lesen; und
einer Sortiereinrichtung, die nachfolgende Verar beitungen der abgedeckten Substrate basierend auf den auf die Substrate aufgedruckten und durch die Abdeckung verdeckten codierten Informationen unterscheidet.
einer Transporteinrichtung zum Transportieren ei ner Folge abgedeckter Substrate, die mit leitfähiger Tinte in Mustern bedruckt sind, die durch eine Abdeckung verdeckte codierte Informationen darstellen;
einer Kapazitätsmeßvorrichtung, durch die die Fol ge abgedeckter Substrate bewegt wird, und die auf den Mustern der leitfähigen Tinte entsprechende Kapazitäts änderungen als Funktion einer Position der abgedeckten Substrate in der Kapazitätsmeßvorrichtung empfindlich ist;
einer Verarbeitungseinrichtung, die die gemessenen Kapazitätsänderungen an gespeicherte Informationen über ähnliche Muster anpaßt, um die codierten Informationen zu lesen; und
einer Sortiereinrichtung, die nachfolgende Verar beitungen der abgedeckten Substrate basierend auf den auf die Substrate aufgedruckten und durch die Abdeckung verdeckten codierten Informationen unterscheidet.
21. System nach Anspruch 20, wobei die abgedeckten Substra
te Einlagen aufweisen, die mit der leitfähigen Tinte
bedruckt und in Umschlägen angeordnet sind, die die co
dierten Informationen verdecken.
22. System nach Anspruch 21, ferner mit einer optischen Le
seeinrichtung zum Lesen von auf der Außenseite der Um
schläge aufgedruckten Informationen.
23. System nach Anspruch 22, wobei die Verarbeitungsein
richtung von der Außenseite der Umschläge gelesene In
formationen mit den von den Einlagen gelesenen codier
ten Informationen vergleicht und außerdem die Operation
der Sortiereinrichtung basierend auf den Vergleichser
gebnissen steuert.
24. System nach Anspruch 21, 22 oder 23, ferner mit einem
Drucker zum Aufdrucken von Adresseninformationen auf
Außenseiten der Umschläge.
25. System nach Anspruch 24, wobei die durch die Verarbei
tungseinrichtung gelesenen codierten Informationen In
formationen über vorgesehene Adressaten der Umschläge
aufweisen, und die Verarbeitungseinrichtung außerdem
den Drucker steuert, um entsprechende Adresseninforma
tionen auf die Umschläge zu drucken.
26. System nach einem der Ansprüche 20 bis 25, wobei die
Kapazitätsmeßvorrichtung ein in der Nähe einer Seite
der abgedeckten Substrate angeordnetes Plattenpaar auf
weist.
27. System nach Anspruch 26, wobei die Platten parallel an
geordnet sind und normal zu einer Richtung ausgerichtet
sind, in der die abgedeckten Substrate über die glatten
beibewegt werden.
28. System nach Anspruch 26 oder 27, wobei die Platten
stirnseitig zueinander angeordnet sind und normal zu
einer Richtung ausgerichtet sind, n der die abgedeck
ten Substrate über die Platten bewegt werden.
29. System nach Anspruch 26, 27 oder 28, wobei die codier
ten Informationen in Form eines Strichcodes aufgedruckt
sind und die Platten mit dem Strichcode ausgerichtet
sind.
30. System nach Anspruch 26, 27, 28 oder 29, wobei die Ka
pazität durch eine Impedanzänderung erfaßt wird, die in
einer Abtastschaltung der Kapazitätsmeßvorrichtung er
zeugt wird.
31. System nach einem der Ansprüche 20 bis 30, wobei die
leitfähige Tinte auf den abgedeckten Substraten als
Strichcodemuster aufgedruckt ist.
32. System nach Anspruch 31, wobei die Verarbeitungsein
richtung die gemessenen Kapazitätsänderungen an bekann
te Strichcodemuster anpaßt, um die codierten Informa
tionen zu lesen.
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