DE19816737A1 - Vorrichtung zum Aufwärmen und Warmhalten, insbesondere von Bitumen - Google Patents
Vorrichtung zum Aufwärmen und Warmhalten, insbesondere von BitumenInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufheizen und Warmhalten, insbesondere von Bitumen, die einen Rahmen, einen Brenner und ein Gefäß zur Aufnahme des aufzuheizenden und warmzuhaltenden Stoffs umfaßt, wobei der Brenner am Rahmen befestigt ist und im oberen Teil des Rahmens Mittel zum Aufsetzen des Gefäßes vorgesehen sind. Zwecks einfacherer Handhabbarkeit ist die Vorrichtung derart aufgebaut, daß sie von einer Person transportiert und bedient werden kann. DOLLAR A Die Vorrichtung eignet sich aufgrund ihrer Konstruktion besonders für die Verwendung beim Verfüllen von Fugen und Rissen mit Bitumen im Haus- und Straßenbau.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufheizen und Warmhalten, insbesondere von
Bitumen und bezieht sich auf die leichtere Handhabbarkeit einer solchen Vorrichtung.
Vorrichtungen zum Verflüssigen von Bitumen gibt es in den verschiedensten Formen. Es
handelt sich dabei beispielsweise um großförmige Brennerkessel, die auf motorisierte
Fahrzeuge, wie Lastkraftwagen, Selbstfahrer oder Anhänger auf und angebaut sind. Sie
dienen dazu, den Bitumen zu erhitzen, bis er flüssig ist, und ihm in diesem Zustand zu halten.
Der flüssige Bitumen wird beispielsweise zum Verfüllen von Rissen, Fugen oder zum
Ausgießen von großräumigen Betonflächen verwendet. Hierfür ist es erforderlich, daß der
flüssige Asphalt eimerweise aus dem beheizten Vorratsbehälter entnommen und zum Ort der
Verarbeitung getragen wird. Gerade bei Großbaustellen bzw. bei mehrgeschossigen
Baustellen erweist sich dieser von Hand bewerkstelligte Transport als außerordentlich zeit-
und kostenaufwendig, wobei für die transportierenden Personen zudem die Gefahr besteht,
daß sie sich Verbrennungen zuziehen oder aufgrund der auf die zu transportierenden Eimer
verwendeten Aufmerksamkeit fallen. Weiterhin ist ein relativ hoher Energieaufwand dafür
erforderlich, daß ständig die gesamte zu verarbeitende Charge geheizt werden muß, und zwar
ausgehend vom Zulieferbetrieb bis zur Verarbeitung des letzten Eimers. Letztlich wird noch
die Verlegegeschwindigkeit dadurch begrenzt, daß das den Gußasphalt verlegende Personal
auf eine Nachlieferung angewiesen ist.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen,
die die vorstehend genannten Nachteile vermeidet, die insbesondere gut handhabbar ist, d. h.
die leicht ist, leicht und schnell zu transportieren ist, wenig Platz einnimmt, von einer Person
am Ort der Verarbeitung bedient und mit einem geringen Enegieaufwand betrieben werden
kann, d. h. mit der auch kleine Mengen Bitumen rasch verflüssigt und im flüssigen Zustand
gehalten werden können, wenn sie verarbeitet werden sollen.
Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß Anspruch 1 gelöst.
Wesentlich für die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung ist es, daß die Vorrichtung derart
aufgebaut ist, daß sie leicht von einer Person transportiert und betrieben werden kann. Daher
sollte sie zum einen nicht schwerer als 30 kg, bevorzugt 20 kg sein. Zum anderen sollte der
Rahmen der Vorrichtung für den Transport, beispielsweise in einem Personenkraftwagen,
eine Höhe, Breite bzw. Länge von 1 m, bevorzugt 80 cm und besonders bevorzugt 60 cm
nicht überschreiten, wobei die Höhe bevorzugt im Bereich von 45 bis 80 cm, besonders
bevorzugt 45 bis 60 cm, und die Breite bzw. Länge bevorzugt im Bereich von 35 bis 80 cm,
besonders bevorzugt 35 bis 60 cm, liegen.
Der Rahmen der Vorrichtung kann grundsätzlich beliebig gestaltet werden, solange die
beiden vorstehend genannten Voraussetzungen erfüllt sind. Bevorzugt wird der Rahmen von
vier Winkelstählen und vier Flachstählen gebildet, wobei sich aus Gründen der
Arbeitsökonomie für die Winkel- bzw. die Flachstähle etwa die Abmessungen 40 × 40 × 2 mm
(Länge: etwa 500 mm) bzw. 100 × 400 × 6 mm als besonders vorteilhaft erwiesen haben.
Bei diesem Aufbau des Rahmens dienen die Flachstähle zusätzlich als Flammschutz und ein
Bitumeneimer kann im Stehen ohne Belastung des Rückgrats gehoben werden.
Als Brenner eignen sich grundsätzlich alle Brenner zur Verbrennung von flüssigen und
gasförmigen Brennstoffen. Wegen der besseren Abgasbilanz werden bevorzugt Gasbrenner,
insbesondere Gaseinschubbrenner verwendet. Wird ein Gasbrenner verwendet, wird zum
Schutz vor unkontrolliertem Gasaustritt ein Thermoelement verwendet.
Der Brenner kann fest am Rahmen montiert sein oder höhenverstellbar angeordnet sein.
Bevorzugt wird er höhenverstellbar angeordnet, da dadurch die Wärmezufuhr geregelt
werden kann. Dies ermöglicht zum einen die Einstellung der Zähigkeit des Bitumens und
zum anderen das Vermeiden von Crackprodukten des Bitumens. Die Höhenverstellbarkeit
des Brenners wird beispielsweise einfach dadurch erreicht, daß die vorstehend beschriebenen
Winkelstähle des Rahmens in bestimmten Abständen mit Längsnuten versehen sind.
Das Gefäß zur Aufnahme des aufzuheizenden und/oder warmzuhaltenden Stoffes,
insbesondere des Bitumens kann beliebig geformt sein. Beispielsweise kann ein
Bitumeneimer mit 15 l Fassungsvermögen und Ausguß verwendet werden, der üblicherweise
zum Transport und zur Verarbeitung von Bitumen eingesetzt wird.
Um den Transport der Vorrichtung zu erleichtern, kann die Vorrichtung beispielsweise mit
Tragegriffen oder ähnlichen Mitteln und/oder Rädern versehen werden.
Die Mittel zum Aufsetzen des Gefäßes sind so ausgestaltet, daß sie ein sicheres Aufheizen
und Warmhalten des Bitumens ermöglichen, d. h. insbesondere den sicheren Stand des
Gefäßes gewährleisten. Derartige Mittel sind beispielsweise zwei Vierkanteisen die im
oberen Teil der Vorrichtung befestigt sind. Zusätzlich kann das Gefäß von einem
Flammschutz umgeben werden, der vorzugsweise abnehmbar ist und gleichzeitig als
Wärmehalter für den Bitumeneimer dient.
Sofern die Vorrichtung für Untererdgleiche eingesetzt wird, beispielsweise Kellerräume,
kann sie durch Einbau einer Leckgassicherung und Einbau eines Doppelschlauches
umgerüstet werden. Zusätzlich können noch Windschutzbleche seitwärts, eine
Tropfenauffangvorrichtung bzw. ein seitlicher Flammschutz angebracht werden.
Grundsätzlich eignet sich die Vorrichtung zum Aufwärmen und/oder Warmhalten von
beliebigen Stoffen. Bevorzugt wird die Vorrichtung der vorliegenden Erfindung zum
Aufwärmen und/oder Warmhalten von Bitumen und bituminösen Stoffen eingesetzt, wobei
unter bituminösen Stoffen Stoffe verstanden werden, die Bitumen, Teer und/oder Pech in
irgendeinem Prozentsatz enthalten. Sie kommen entweder in der Natur vor oder werden
technisch hergestellt.
Bei Verwendung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung entfällt der
herkömmliche von Hand bewerkstelligte Transport des heißen Bitumens mit den damit
verbundenen Gefahren und dem damit einhergehenden Zeitaufwand und außerdem wird nicht
ständig ein erheblicher Vorrat aufgeheizt, sondern nur diejenige Menge, die auch wirklich
und unmittelbar anschließend verarbeitet wird.
Für die Vorrichtung bietet sich insbesondere die Verwendung als "Fugengußbrenner" an, bei
der die Vorrichtung innerhalb eines Hauses beim Verfüllen von Fugen zum Einsatz kommt
und ihre Vorteile voll zum Tragen kommen.
Wegen weiterer Vorteile der Vorrichtung wird auf die nachfolgende Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwiesen, die anhand der
beigefügten Zeichnungen erläutert wird.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung in Seitenansicht und
Fig. 2 diese Vorrichtung in Draufsicht.
Die Vorrichtung 1 umfaßt im wesentlichen einen Rahmen 2, einen Brenner 3 und einen
Bitumeneimer 4. Der Rahmen 2 wird von vier verzinkten Winkelstählen 5 (40 × 40 × 2 mm)
mit einer Länge von 500 mm, die mit Längsnuten 6 (8 × 35 mm) im Abstand von 10 mm
versehen sind, und vier Flachstählen 7 (100 × 400 × 6 mm) gebildet, die an den
Winkelstählen 5 verschraubt sind, rechts und links mit je einem Tragegriff 8 versehen sind
und als seitlicher Flammschutz dienen. Die Längsnuten 6 dienen zur Höhenverstellung des
Brenners 3 durch vier Flügelschrauben (M 6) 9, wodurch die Zäh- oder Dünnflüssigkeit des
Bitumens geregelt werden kann und das Überhitzen des Bitumens vermieden werden kann.
Als Brenner 3 wird ein Gaseinschubbrenner verwendet, der sich auf zwei Winkelblechen 10
in der Mitte der Vorrichtung befindet, die fest mit dem Rahmen 2 verbunden sind. Er ist mit
zwei Sicherungsschrauben 11 gegen Herausrutschen gesichert. Der Gaseinschubbrenner kann
beispielsweise eine Heizleistung von 23,2 Kilowatt aufweisen, mit 1,5 bar Betriebsdruck
betrieben werden und an Gasflaschen von 5 kg oder 11 kg angeschlossen sein, wobei als
Gasanschluß ein 3 m langer Anschlußschlauch dient. Die Flammstärke wird über ein
Regelventil gesteuert. Zum Schutz vor unkontrolliertem Gasaustritt ist ein Thermoelement 12
eingebaut.
Zum Aufsetzen des Bitumeneimers 2 sind im oberen Teil der Vorrichtung zwei Vierkanteisen
13 (12 × 12 mm) eingeschweißt. An diesen befinden sich zwei Steckhülsen 14 zur Aufnahme
des aufsteckbaren Flammschutzes und Wärmehalters 15 für den Bitumeneimer 4, der einen
Durchmesser von 300 mm aufweist.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung 1 wiegt nur 16 kg, hat eine Höhe von 50 cm und
eine Breite von 40 × 40 cm. Durch die minimale Größe kann das Gerät im Kofferraum eines
Personenkraftwagens transportiert werden und kann mit wenigen Handgriffen direkt am
Einsatzort von einer Person installiert und betrieben werden. Man kann damit in einem
Bitumeneimer 2 mit Ausguß bis zu 15 l Bitumen auf über 250°C erhitzen. Von Vorteil ist,
daß man nur die gewünschte Menge an Bitumen aufheizen muß und der Bitumen direkt am
Einsatzort ohne Wärmeverlust verarbeitet werden kann, wodurch erhebliche Energiemengen
und damit Kosten einspart werden können.
Sofern die Vorrichtung für Untererdgleiche eingesetzt wird (Kellerräume), kann sie durch
Einbau einer Leckgassicherung und Einbau eines Doppelschlauches umgerüstet werden.
Zusätzlich können Windschutzbleche seitwärts, eine Tropfenauffangvorrichtung und kleine
Räder zum Transport angebracht werden.
Die Vorrichtung kann durch ihre leichte Handhabbarkeit in vielen Bereichen eingesetzt
werden, beispielsweise beim Isolieren von Dächern, bei kleineren Ausbesserungsarbeiten im
Straßenbau, beim Verlegen von Teerpappe, und überall dort, wo Bitumen als Anstrichstoff,
im Bautenschutz, als Vergußmasse, als elektrisches Isoliermaterial, als Straßenbaumaterial
und in der Dachpappen-Industrie sowie als Abdichtungsmittel gegen Grundwasser verarbeitet
wird.
1
Vorrichtung zum Aufheizen und Warmhalten
2
Rahmen
3
Brenner
4
Bitumeneimer
5
Winkelstahl
6
Längsnut
7
Flachstahl
8
Tragegriff
9
Flügelschraube M6
10
Winkelblech
11
Sicherungsschraube
12
Thermoelement
13
Vierkanteisen
14
Steckhülsen
15
Flammschutz (abnehmbar)
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Aufheizen und Warmhalten, insbesondere von Bitumen, die einen
Rahmen (2), einen Brenner (3) und ein Gefäß zur Aufnahme des aufzuheizenden und
warmzuhaltenden Stoffs (4) umfaßt, wobei der Brenner (3) am Rahmen (2) befestigt ist
und im oberen Teil des Rahmens Mittel zum Aufsetzen des Gefäßes (13) vorgesehen
sind, wobei die Vorrichtung derart aufgebaut ist, daß sie von einer Person transportiert
und bedient werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Rahmen (2) eine Höhe im Bereich von 45 bis
80 cm und eine Breite bzw. Länge im Bereich von 35 bis 80 cm aufweist und das
Gewicht der Vorrichtung nicht größer als 30 kg ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Rahmen (2) von vier verzinkten
Winkelstählen 40 × 40 × 2 mm (5) mit einer Länge von 500 mm und vier Flachstählen
100 × 400 × 6 mm (7) gebildet wird, die an den Winkelstählen (5) verschraubt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Brenner (3) ein
Gaseinschubbrenner ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, wobei der Brenner (3) höhenverstellbar angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Gefäß (4) ein Bitumeneimer
ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei als Mittel zum Aufsetzen des
Gefäßes im oberen Teil der Vorrichtung zwei Vierkanteisen befestigt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Vorrichtung mit Tragegriffen
und/oder Rädern versehen ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das Gefäß von einem
Flammschutz umgeben wird, der abnehmbar ist.
10. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8 beim Verfüllen von
Fugen und Rissen mit Bitumen im Haus- und Straßenbau.
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|---|---|---|---|
| DE1998116737 DE19816737C2 (de) | 1998-04-15 | 1998-04-15 | Vorrichtung zum Aufheizen und Warmhalten, insbesondere von Bitumen und deren Verwendung beim Verfüllen von Fugen und Rissen mit Bitumen im Haus- und Straßenbau |
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Publications (2)
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| DE19816737A1 true DE19816737A1 (de) | 1999-10-21 |
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ID=7864628
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| DE1998116737 Expired - Fee Related DE19816737C2 (de) | 1998-04-15 | 1998-04-15 | Vorrichtung zum Aufheizen und Warmhalten, insbesondere von Bitumen und deren Verwendung beim Verfüllen von Fugen und Rissen mit Bitumen im Haus- und Straßenbau |
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- 1998-04-15 DE DE1998116737 patent/DE19816737C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE10340051B4 (de) * | 2003-08-28 | 2006-02-09 | Richard Rupprecht Gmbh | Vorrichtung mit Heißluftlanze und Schmelzkocher zum Reinigen, Schmelzen und Verbreitern von Fugen oder Rissen und Ausgießen mit thermoplastischem Material |
| US12065789B1 (en) * | 2020-09-03 | 2024-08-20 | Robert Keghlian | Hand-carryable heating and dispensing apparatus for tar, bitumen, asphalt, and the like |
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