DE19816490A1 - Vorselektions-Filteranordnung für Hochfrequenzempfänger - Google Patents
Vorselektions-Filteranordnung für HochfrequenzempfängerInfo
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Abstract
Bei einer Vorselektions-Filteranordnung für Hochfrequenzempfänger sind die auf unterschiedliche Durchlaß-Frequenzbereiche abgestimmten Filterschaltungen mindestens eingangsseitig als Serienresonanzkreise ausgebildet und unmittelbar mit dem Eingang verbunden; das Ein- und Ausschalten der einzelnen Filterschaltungen erfolgt mittels Schalter, die auf der dem Eingang abgewandten Seite der Serienresonanzkreise angeordnet sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorselektions-Filteranordnung für Hochfrequenzempfänger
laut Oberbegriff des Hauptanspruches.
Filteranordnungen dieser Art sind bekannt. Sie werden in kommerziellen
Hochfrequenzempfängern beispielsweise im Kurzwellenbereich zur
Empfangsverbesserung eingesetzt. Die auf unterschiedliche Durchlaßfrequenzbereiche
und Bandbreiten abgestimmten voneinander entkoppelten Filterschaltungen werden über
ein- und ausgangsseitige Relais-Schalter, Dioden-Schalter oder Halbleiterschalter ein-
und ausgeschaltet. Mechanische Relaisschalter sind zwar intermodulationsarm, nutzen
sich mit der Zeit jedoch ab. Diodenschalter und Halbleiterschalter besitzen den
Nachteil, daß sie unerwünschte Störprodukte (Harmonische und Differenztöne zweiter
und höherer Ordnung) erzeugen können.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorselektions-Filteranordnung zu schaffen, die diese
Nachteile der bekannten Anordnungen vermeidet.
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Vorselektions-Filteranordnung laut
Oberbegriff des Hauptanspruches durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Gemäß der Erfindung sind unmittelbar am Eingang vor der eigentlichen
Filteranordnung keine Schalter vorgesehen, sondern die einzelnen Filterschaltungen
sind standig und bleibend mit ihren eingangsseitigen Serienresonanzkreisen unmittelbar
mit dem Eingang verbunden. Als besonders vorteilhaft hat es sich deswegen erwiesen,
die einzelnen Filterschaltungen als T-Filterschaltungen auszubilden und diese sowohl
eingangsseitig als auch ausgangsseitig über die Serienresonanzkreise fest mit dem
Eingang bzw. Ausgang zu verbinden. Die erfindungsgemäße Anordnung hat noch den
zusätzlichen überraschenden Vorteil, daß die ein- und ausgangsseitigen
Serienresonanzkreise der abgeschalteten Filterschaltungen zu Polstellen im Sperrbereich
der gerade eingeschalteten Filterschaltung werden. Dadurch werden die sonst
ungenutzten Teile der abgeschalteten Filter zu einer Flankenversteilerung des gerade
wirksamen Filters ausgenutzt und hierdurch wird die Selektion der Filteranordnung
wesentlich verbessert. Darüberhinaus besitzt eine erfindungsgemäße Filteranordnung
gegenüber bekannten Lösungen den Vorteil, daß die Zahl der benötigten Schalter
deutlich niedriger ist und hierdurch Kosten gespart und bessere HF-Eigenschaften
erzielt werden. Die Anordnung kann durch die Verwendung von einstufigen
Halbleiterschaltern auch noch billiger werden. Da bei der erfindungsgemäßen
Anordnung die einzelnen Schalter mit deutlich reduzierter Hochfrequenzspannung
beaufschlagt sind, können Halbleiterschalter wesentlich problemloser eingesetzt werden
und die Linearität der Filteranordnung wird deutlich erhöht, da gesperrte
Halbleiterschalter mit reduzierter Hochfrequenzbandbreite die kleinstmöglichen
Nichtlinearitäten und Intermodulationprodukte erzeugen. Durch die Vermeidung von
ein- und ausgangsseitigen Schaltern wird auch die Einfügungsdämpfung der
Filteranordnung minimiert und so die Empfindlichkeit erhöht.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen an
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorselektions-Filteranordnung mit n
geschalteten und jeweils auf n unterschiedliche Durchlaßbereiche abgestimmten
Filterschaltungen F1 bis Fn, die jeweils zwischen dem Eingang E, der beispielsweise
unmittelbar mit einer Empfangsantenne verbunden ist, und einem Ausgang A, der
beispielsweise mit dem Mischer eines Überlagerungsempfängers verbunden ist,
angeordnet sind. In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist jede der auf
unterschiedliche Durchlaßbereiche und unterschiedliche Bandbreiten abgestimmte
Filterschaltung F1 bis Fn als T-Schaltung ausgebildet, besteht also aus jeweils einem
eingangsseitigen Serienresonanzkreis SE1 bis SEn, einem ausgangsseitigen
Serienresonanzkreis SA1 bis SAn sowie einem Parallelresonanzkreis P1 bis Pn. Die
eingangsseitigen Serienresonanzkreise SE1 bis SEn sind zusammengefaßt und ständig
mit dem Eingang E verbunden, die ausgangsseitigen Serienresonanzkreise SA1 bis SAn
sind ständig und bleibend mit dem Ausgang A verbunden. Parallel zu den
Parallelresonanzkreisen P1 bis Pn sind jeweils Schalter D1 bis Dn geschaltet, die
vorzugsweise als Diodenschalter oder Halbleiterschalter ausgebildet sind und durch eine
nicht dargestellte Steuerschaltung betätigbar sind. Bei geöffnetem Schalter ist die
jeweilige Filterschaltung aktiviert, wie dies für den Bereich 1 durch den offenen
Schalter D1 in Fig. 1 dargestellt ist. Bei geschlossenem Schalter ist der
Parallelresonanzkreis kurzgeschlossen und diese Filterschaltung ist also ausgeschaltet,
wie dies für den Bereich n mit dem geschlossenen Schalter Dn in Fig. 1 dargestellt ist.
T-Filterschaltungen haben die Eigenschaft, daß ihre Serienresonanzkreise SE und SA
und auch der Parallelresonanzkreis P jeweils etwa auf die gleiche Mittenfrequenz
abgestimmt sind. Wenn beispielsweise die Filterschaltung von Bereich 2 eingeschaltet
ist (D2 - nicht dargestellt - offen) und alle anderen Bereiche 1 und 3 bis n ausgeschaltet
(D1 bzw. D3 bis Dn geschlossen) sind, so sind trotzdem alle Serienresonanzkreise SE1
und SE3 bis SEn und SA1 und SA3 bis SAn weiterhin parallel am Eingang E bzw.
Ausgang A angeschaltet und diese Serienresonanzkreise der ausgeschalteten
Filterschaltungen werden damit zu Polstellen im Sperrbereich der eingeschalteten
Filterschaltung des Bereiches 2 und versteilern dadurch die Flanken der Filterschaltung
F2.
Bei Vorselektions-Filteranordnungen dieser Art, wie sie beispielsweise bei sogen.
Allwellenempfängern mit Langwellenbereich benutzt werden, ist es sinnvoll, die
tiefstfrequente Filterschaltung als Tiefpaß auszubilden. Hierfür hat sich eine 5-gliedrige
Tiefpaßschaltung nach Fig. 2 als besonders vorteilhaft erwiesen. Die Kapazität der
Kondensatoren wird dadurch etwa verdoppelt und die Kondensatoren über einen
Schalter D in Serie mit einer Induktivität 2L miteinander verbunden. Bei geschlossenem
Schalter D ist zwischen Eingang E und Ausgang A ein normaler Tiefpaß wirksam. Bei
offenem Schalter D ergibt sich eine doppelte Nullstelle im Durchlaßbereich des
Tiefpaßfilters etwa bei der 0,6-fachen Grenzfrequenz, so daß auch bei offenem Schalter
D Polstellen im Durchlaßbereich des nächsten Filters vermieden werden, wie dies ohne
der Serieninduktivität 2L der Fall wäre. Damit wird auch bei ausgeschalteter
Tiefpaßschaltung eine Versteilerung der benachbarten Filterschaltungen und eine
Reduktion der Hochfrequenzspannung am Schalter D erreicht.
Ausgangsseitig sind die in Fig. 1 vorgesehenen Serienresonanzkreise SA nicht
unbedingt erforderlich, die Parallelresonanzkreise P1 bis Pn könnten auch unmittelbar
über zusätzliche Schalter mit dem Ausgang verbunden sein.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 sind die einzelnen Filterschaltungen F1 bis Fn
so dimensioniert, daß zwischen den einzelnen Frequenzbereichen 1 bis n Lücken
bestehen. Wenn eine breitbandige lückenlose Vorselektion gewünscht wird, können
zwei solche kammfilterartigen Anordnungen nach Fig. 1 über Zusatzschalter
zusammengeschaltet werden.
Claims (6)
1. Vorselektions-Filteranordnung für Hochfrequenzempfänger mit mehreren auf
unterschiedliche Durchlaß-Frequenzbereiche (1 bis n) abgestimmten, getrennt ein- und
ausschaltbaren Filterschaltungen (F1 bis Fn),
dadurch gekennzeichnet,
daß die Filterschaltungen mindestens eingangsseitig als Serienresonanzkreise (SE1 bis
SEn) ausgebildet und unmittelbar mit dem Eingang (E) verbunden sind und das Ein-
und Ausschalten der einzelnen Filterschaltungen (F1 bis Fn) mittels Schalter (D1 bis
Dn) erfolgt, die auf der dem Eingang (E)abgewandten Seite der Serienresonanzkreise
(SE1 bis SEn) angeordnet sind.
2. Filteranordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der Filterschaltungen (F1 bis Fn) eine T-Schaltung ist, deren
eingangsseitiger Serienresonanzkreis (SE1 bis SEn) mit dem Eingang (E) und deren
ausgangsseitiger Serienresonanzkreis (SA1 bis SAn) mit dem Ausgang (A) verbunden
ist.
3. Filteranordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Querelement mindestens einer der T-Filterschaltungen (F1 bis Fn) als
Parallelresonanzkreis (P1 bis Pn) ausgebildet ist und mindestens einem der
Schaltelemente dieses Parallelresonanzkreises der Ein-Aus-Schalter (D1 bis Dn)
parallelgeschaltet ist.
4. Filteranordnung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine der Filterschaltungen als Tiefpaßfilter mit zwei parallelgeschalteten
Querkondensatoren (2C) ausgebildet ist und der Ein-Aus-Schalter (D) zwischen diesen
beiden Querkondensatoren angeordnet ist (Fig. 2).
5. Filteranordnung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Tiefpaßfilter vom Grade 5 oder ungeradzahlig größer ist.
6. Filteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schalter Relaisschalter, Diodenschalter oder Halbleiterschalter sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998116490 DE19816490A1 (de) | 1998-04-14 | 1998-04-14 | Vorselektions-Filteranordnung für Hochfrequenzempfänger |
| JP9547899A JP2000004140A (ja) | 1998-04-14 | 1999-04-01 | 高周波受信器用前置選択フィルタ― |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998116490 DE19816490A1 (de) | 1998-04-14 | 1998-04-14 | Vorselektions-Filteranordnung für Hochfrequenzempfänger |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19816490A1 true DE19816490A1 (de) | 1999-10-21 |
Family
ID=7864475
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998116490 Withdrawn DE19816490A1 (de) | 1998-04-14 | 1998-04-14 | Vorselektions-Filteranordnung für Hochfrequenzempfänger |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JP2000004140A (de) |
| DE (1) | DE19816490A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1519483A3 (de) * | 2003-09-24 | 2006-04-26 | Seiko Epson Corporation | Impeanz-Schaltung, Filter-Schaltung, Verstärker-Schaltung, integrierte Halbleiter-Schaltung, elektronisches Bauelement, und deren Verwendung in einem drahtlosen Übertragungsgerät |
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- 1998-04-14 DE DE1998116490 patent/DE19816490A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| JP2000004140A (ja) | 2000-01-07 |
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