DE19816428A1 - Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberfläche - Google Patents
Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen OberflächeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Erfassungsvor
richtung für Daten einer unebenen Oberfläche, die zum Auf
zeichnen von Daten von unebenen Oberflächen, wie z. B. einem
menschlichen Fingerabdruck, und zum Vergleichen eines
menschlichen Fingerabdruckes mit Daten einer unebenen Ober
fläche, die bereits aufgezeichnet wurden, verwendet wird.
Auf dem Gebiet der Kriminaluntersuchung wird ein Ver
gleichssystem geschaffen, bei dem ein menschlicher Fingerab
druck oder ein Handabdruck mit Daten verglichen wird, so daß
ein Verdächtiger identifiziert werden kann. In diesem Ver
gleichssystem wird ein menschlicher Fingerabdruck oder
Handabdruck gewöhnlich als ein Bild verarbeitet. Daher ist
es erforderlich, eine Eingabeeinrichtung zu schaffen, durch
die ein menschlicher Fingerabdruck oder Handabdruck in Bild
daten umgewandelt wird. Als eine elektrische Einrichtung zum
direkten Aufnehmen eines menschlichen Fingerabdruckes exi
stiert das in Fig. 19 gezeigte Verfahren. Wenn ein Finger
10 gegen eine Oberfläche 31a einer transparenten parallelen
Platte 31 gepreßt wird, welche eine Lichtleiterplatte ist,
kommt ein vorspringender Abschnitt 10a des Fingers 10 mit
der Ebene 31a in Kontakt, aber ein Vertiefungsabschnitt 10b
kommt nicht mit der Ebene 31a in Kontakt. Wenn von einer LED
33 über die transparente Basis 31 Licht auf die Ebene 31a
aufgestrahlt wird, gegen welche der Finger gepreßt wird,
wird es an der Oberfläche des Fingers reflektiert und inner
halb des Fingers gestreut.
Von dem Vertiefungsabschnitt 10b des Fingers 10 ausge
sendetes Streulicht tritt einmal durch eine Luftschicht und
trifft auf die transparente Basis 31 auf. Demgemäß ist keine
Lichtkomponente vorhanden, die vollständig reflektiert wird
und in der transparenten Basis 31 weitergeleitet wird. Von
dem vorragenden Abschnitt 10a reflektiertes und gestreutes
Licht fällt jedoch als eine Kugelwelle direkt auf die trans
parente Basis 31 und ein Anteil des Lichts erfüllt die Be
dingungen der Totalreflexion, gemäß welchen das Licht in der
transparenten Basis 31 vollständig reflektiert wird, und das
Licht pflanzt sich in der transparenten Basis 31 fort, wäh
rend die Totalreflexion wiederholt wird. Wenn diese Totalre
flexionskomponente durch ein geeignetes optisches System,
das einen Spiegel 32, eine Blende 34, eine Linse 35 und ei
nen Spiegel 36 enthält, auf eine CCD 37 fokussiert wird, ist
es möglich, ein Bild des Erhebungsmusters des vorspringenden
Abschnitts 10a in Echtzeit zu erhalten.
Die folgenden Probleme können jedoch in dem vorstehend
beschriebenen optischen System auftreten. Ein Fingerab
drucksbild, das von dem vorstehend beschriebenen optischen
System ausgegeben wird, ist, wie Fig. 2 zeigt, trapezförmig
verzerrt, das heißt die Vergrößerung in X- und Y-Richtung
ist verschieden. Dafür bestehen die beiden nachfolgend dar
gelegten Gründe. Ein Grund ist eine Differenz in der Bild
formungsvergrößerung, die durch einen Unterschied der Länge
des optischen Weges zwischen der Eingabeoberfläche und dem
Bildformungssystem verursacht wird, der von der Eingabeober
fläche ausgeht, welche zu der optischen Achse schräg ist,
wie Fig. 4 zeigt. Der andere Grund liegt in einem Unter
schied in der Vergrößerung in X- und Y-Richtung des geform
ten Fingerabdrucksbildes, welche durch die in Fig. 5 darge
stellte schräge Eingabeoberfläche verursacht ist.
Um die vorstehend genannten Probleme zu lösen, zeigt die
japanische ungeprüfte Patentveröffentlichung Nr. 62-187819
ein Verfahren auf, bei welchem von der transparenten flachen
Platte emittiertes Licht durch ein Hologramm geleitet wird.
Die vorstehend genannte Technik hat jedoch die folgenden
Nachteile. Wenn ein Hologramm verwendet wird, ist der Bre
chungswinkel empfindlich für die Wellenlänge der Lichtquel
le. Daher ist es erforderlich, eine Lichtquelle wie bei
spielweise einen Laser zu verwenden, deren Wellenlängenbe
reich klein ist, und ferner wird die Auflösung des Bildes
aufgrund von Astigmatismus verschlechtert. Ein weiteres Ver
fahren wird in der japanischen ungeprüften Patentveröffent
lichung Nr. 2-176984 aufgezeigt, in der ein Kompensati
onsprisma für die Länge des optischen Weges vorgesehen ist,
um die Länge des optischen Weges in der transparenten fla
chen Platte auszugleichen. Das vorstehend genannte Verfahren
ist jedoch insofern nachteilhaft, als die Vergrößerung in
X- und Y-Richtung nur durch das Kompensationsprisma bei der
Bildformung nicht ausreichend ausgeglichen werden kann. Aus
den vorstehend genannten Gründen wird das Problem verur
sacht, daß ein quadratisches Bild als ein rechteckiges Bild
erfaßt wird, wie Fig. 20 zeigt. In diesem Fall ist es er
forderlich, die Auflösung der X- und Y-Richtung bei der Ver
arbeitung des Bildes zu konvertieren. Im Fall der Aufnahme
eines Fingerabdruckes, der als ein Beweisstück zum Zweck ei
ner Kriminaluntersuchung verwendet wird, ist es bevorzugt,
daß keine Bildverarbeitung ausgeführt wird. Demgemäß ist es
bevorzugt, eine Fingerabdrucksaufnahmevorrichtung zu schaf
fen, in der die gesamte Bildkompensation in dem optischen
System ausgeführt werden kann.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine
Eingabevorrichtung für Daten einer unebenen Oberfläche zu
schaffen, die in der Lage ist, ein Fingerabdrucksbild zu er
zielen, das selten verzerrt ist, und bei welcher es nicht
erforderlich ist, das Fingerabdrucksbild zu verarbeiten,
wenn ein Fingerabdrucksbild in diese Eingabevorrichtung für
Daten einer unebenen Oberfläche eingegeben wird.
Zur Lösung der vorstehend genannten Aufgabe wird gemäß
vorliegender Erfindung eine Erfassungsvorrichtung für Daten
einer unebenen Oberfläche geschaffen, enthaltend: eine
Lichtquelle; eine transparente Basis, in der Licht von der
Lichtquelle übertragen werden kann, welche eine Eingabeober
fläche für ein unebenes Muster hat, mit welcher eine unebene
Oberfläche, die zu erfassen ist, in Kontakt kommt und die
auch eine Funktion hat, mit der Licht, das an einem Vor
sprung reflektiert wird und mit der Eingabeoberfläche in
Kontakt kommt, und Licht, das an einer Vertiefung reflek
tiert wird, voneinander getrennt werden, und zwar unter Ver
wendung eines kritischen Winkels auf der Grenzfläche mit
Luft, wenn die unebene Oberfläche an der Eingabeoberfläche
mit Licht bestrahlt wird; ein Kompensationsprisma für die
Länge des optischen Weges, auf welches Licht, das aus der
transparenten Basis austritt, einfällt, so daß ein Unter
schied der Länge des optischen Weges ausgeglichen wird; ein
optisches System zur Formung eines Bildes durch Licht, das
aus dem Kompensationsprisma für die Länge des optischen We
ges austritt, welches optische System auf der optischen Ach
se an der Rückseite des Kompensationsprismas für die Länge
des optischen Weges angeordnet ist und eine Blende und einen
Satz von zylindrischen Linsen hat, die senkrecht zueinander
in X- und Y-Richtung angeordnet sind, um die X- und
Y-Vergrößerung auszugleichen; und einen Bildsensor, der an der
Bildformungsposition angeordnet ist so daß die optischen
Daten der unebenen Oberfläche, die durch das optische System
fokussiert ist, aufgezeichnet werden können. Ein Unterschied
in der Länge des optischen Weges in der transparenten Basis,
die die Eingabeoberfläche für das unebene Muster hat, wird
durch das Kompensationsprisma ausgeglichen. Demgemäß kann
eine trapezförmige Verzerrung, die an einem Bild mit einer
unebenen Oberfläche, wie z. B. einem Fingerabdruck, verur
sacht wird, ausgeglichen werden.
Die Blende ist auf der optischen Achse an der Rückseite
des Kompensationsprismas für die Länge des optischen Weges
angeordnet und ein Satz von zylindrischen Linsen, die senk
recht zueinander in X- und Y-Richtung angeordnet sind, ist
an der Rückseite der Blende angeordnet. Aufgrund der vorste
hend genannten Tatsache kann das Seitenverhältnis des Bildes
ausgeglichen werden.
Die Blende ist auf der optischen Achse an der Rückseite
des Kompensationsprismas für die Länge des optischen Weges
angeordnet und ein Satz von zylindrischen Linsen, der an der
Rückseite der Blende angeordnet ist, ist aus einem Linsenab
schnitt auf der Seite der Einfallsfläche, der zu der Bild
formung in X-Richtung beiträgt, und einem Linsenabschnitt
auf der Austrittsseite zusammengesetzt, der zu der Bildfor
mung in der Y-Richtung beiträgt, und dieser Linsenabschnitt
an der Einfallsseite und der Linsenabschnitt an der Aus
trittsseite sind senkrecht zueinander in X- und Y-Richtung
angeordnet, um so die X- und Y-Vergrößerung auszugleichen.
Aufgrund der vorstehend beschriebenen Tatsache kann das Sei
tenverhältnis des Bildes durch die integrierten zylindri
schen Linsen ausgeglichen werden.
Das optische System enthält ein Meniskuslinse, die auf
der optischen Achse an der Rückseite des Kompensationspris
mas für die Länge des optischen Weges und vor der Blende an
geordnet ist. Aufgrund der vorstehend genannten Tatsache ist
es möglich, die Auflösung eines Bildes zu verbessern.
Das optische System enthält: eine erste zylindrische
Linse, die auf der optischen Achse an der Rückseite des Kom
pensationsprismas für die Länge des optischen Weges angeord
net ist, welche erste zylindrische Linse die X-Vergrößerung
ausgleicht; eine Meniskuslinse, die auf der optischen Achse
an der Rückseite der ersten zylindrischen Linse angeordnet
ist; eine Blende, die auf der optischen Achse an der Rück
seite der Meniskuslinse angeordnet ist; und eine zweite zy
lindrische Linse, die auf der optischen Achse an der Rück
seite der Blende angeordnet ist, welche zweite zylindrische
Linse die Y-Vergrößerung ausgleicht. Aufgrund der vorstehend
genannten Tatsache wird es möglich, verschiedene optische
Systeme auszuwählen. Daher kann das Seitenverhältnis des
Bildes ausgeglichen werden, so daß ein Bild mit hoher Auflö
sung erzielt werden kann.
Die transparente Basis ist eine parallele flache Platte
und von der Lichtquelle abgestrahltes Licht, das auf die pa
rallele flache Platte einfällt, wird auf die Eingabeoberflä
che für das unebene Muster aufgestrahlt, die von einer pa
rallelen Oberfläche der parallelen flachen Platte gebildet
ist. Die transparente Basis ist ein Prisma, das eine Einga
beoberfläche für ein unebenes Muster hat, und von der Licht
quelle abgestrahltes Licht, das auf das Prisma einfällt,
wird auf die Eingabeoberfläche für das unebene Muster aufge
strahlt.
Die transparente Basis und das Kompensationsprisma für
die Länge des optischen Weges sind zusammen in einem Körper
integriert. Alternativ können die transparente Basis und das
Kompensationsprisma für die Länge des optischen Weges so an
geordnet sein, daß sie miteinander in Oberflächenkontakt
kommen. Alternativ sind die transparente Basis und das Kom
pensationsprisma für die Länge des optischen Weges so ange
ordnet, daß sie voneinander getrennt sind.
Der Brechungsindex des Kompensationsprismas für die Län
ge des optischen Weges ist höher als derjenige der transpa
renten Basis. Der Brechungsindex der zylindrischen Linse ist
höher als derjenige der Meniskuslinse.
Fig. 1 ist eine Ansicht, die die erste Ausführungsform
der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt;
Fig. 2 ist eine Ansicht, die eine trapezförmige Verzer
rung eines Bildes zeigt;
Fig. 3 ist eine Entwicklungsansicht des herkömmlichen
optischen Systems, das nach dem Stand der Technik bekannt
ist;
Fig. 4 ist eine Ansicht, die einen Unterschied bei der
Vergrößerung einer Bildformung zeigt, der durch einen Unter
schied in der Länge des optischen Weges verursacht wird;
Fig. 5 ist eine Ansicht, die eine Veränderung des Sei
tenverhältnisses zeigt, die durch eine schräge Eingabeober
fläche verursacht wird;
Fig. 6 ist eine Ansicht, die einen Zustand einer Bild
formung in dem optischen System gemäß vorliegender Erfindung
zeigt;
Fig. 7 ist eine Ansicht, die einen Zustand der Kompen
sation des Längenunterschiedes des optischen Weges zeigt,
die durch ein Kompensationsprisma ausgeführt wird;
Fig. 8 ist eine Ansicht, die die zweite Ausführungsform
der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
Fig. 9 ist eine Ansicht, die die dritte Ausführungsform
der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
Fig. 10 ist eine Ansicht, die die vierte Ausführungs
form der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen
Oberfläche gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
Fig. 11 ist eine Ansicht, die die fünfte Ausführungs
form der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen
Oberfläche gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
Fig. 12 ist eine Ansicht, die die sechste Ausführungs
form der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen
Oberfläche gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
Fig. 13 ist eine Ansicht, die eine Variation zeigt, in
der ein Winkel zwischen der Stirnfläche und der optischen
Achse in der sechsten Ausführungsform verändert ist;
Fig. 14 ist eine Ansicht, die die siebte Ausführungs
form der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen
Oberfläche gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
Fig. 15 ist eine Ansicht, die eine Variation zeigt, bei
der die Stirnfläche des Eingangsprismas in der siebten Aus
führungsform schräg zu der optischen Achse ist;
Fig. 16 ist eine Ansicht, die die achte Ausführungsform
der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
Fig. 17 ist eine Ansicht, die die neunte Ausführungs
form der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen
Oberfläche gemäß vorliegender Erfindung zeigt;
Fig. 18 ist eine Ansicht, die ein optisches Fingerab
drucksaufnahmesystem zeigt, bei dem ein Prisma verwendet
wird;
Fig. 19 ist eine Ansicht, die ein optisches Fingerab
drucksaufnahmesystem zeigt, in dem eine parallele flache
Platte verwendet wird; und
Fig. 20 ist eine Ansicht, die einen Zustand der Bild
formung in dem herkömmlichen optischen System zeigt.
Fig. 1 ist eine Ansicht, die die erste Ausführungsform
der Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che gemäß vorliegender Erfindung zeigt. Die Beleuchtungs
lichtquelle 10 besteht aus einer Lichtquelle, wie z. B. einer
LED. Von der Beleuchtungslichtquelle 10 emittiertes Licht
kann in der transparenten Basis 11, die aus einer parallelen
flachen Platte aus transparentem Glas hergestellt ist, über
tragen werden. Auf einer parallelen Oberfläche des transpa
renten Körpers 11 ist eine Eingabeoberfläche 11a für ein un
ebenes Muster gebildet, auf welche der Finger 12, der eine
unebene Oberfläche hat, gelegt wird, so daß die Fingerab
drucksoberfläche mit der Eingabeoberfläche 11ain Kontakt
gebracht werden kann. Diese transparente Basis 11 enthält
eine schräge Oberfläche 11b, die schräg zu der Eingabeober
fläche 11a ist, eine Unterfläche 11c, die parallel zu der
Eingabeoberfläche 11a ist, eine obere Oberfläche 11d, die
parallel zu dieser Unterfläche 11c ist und an der entgegen
gesetzten Seite der Unterfläche 11c angeordnet ist, und eine
Stirnfläche 11e, die schräg zu der oberen Oberfläche 11d
ist.
Von der Beleuchtungslichtquelle 10 wird Licht emittiert
und tritt in den transparenten Körper 11 ein. Anschließend
wird paralleles Licht an der schrägen Oberfläche 11b in dem
transparenten Körper 11 vollständig reflektiert. Anschlie
ßend läuft paralleles Licht in einer zu der Eingabeoberflä
che 11a senkrechten Richtung weiter so daß die unebene Fin
gerabdrucksoberfläche des Fingers 12 mit parallelem Licht
bestrahlt werden kann. Aufgrund der vorstehend genannten
Tatsache wird das Licht, das an der vorspringenden Oberflä
che reflektiert wird, die mit der Eingabeoberfläche 11a in
Kontakt kommt, von dem Licht getrennt, das an der Vertie
fungsoberfläche reflektiert wird.
Dies wird im Detail nachfolgend beschrieben. Wenn der
Finger 12 gegen die Mustereingabeoberfläche 11a gepreßt
wird, welche eine Oberfläche der transparenten Basis 11 ist,
kommt der vorspringende Abschnitt 12a des Fingerabdruckes in
Kontakt mit dieser Eingabeoberfläche 11a, aber der vertiefte
Abschnitt des Fingerabdruckes kommt mit dieser Eingabeober
fläche 11a nicht Kontakt. Wenn die Ebene (Eingabeoberfläche
11a), gegen welche der Fingerabdruck 12 gepreßt wird, mit
Licht bestrahlt wird, das von der Lichtquelle 10 durch die
transparente Basis 11 ausgesendet wird, wird Licht an der
Fingeroberfläche reflektiert und innerhalb des Fingers ge
streut. Das Licht, welches in dem vertieften Abschnitt 12b
am Fingerabdruck des Fingers 12 gestreut wurde, tritt einmal
durch eine Luftschicht und fällt erneut auf die transparente
Basis 11. Demgemäß existiert keine Lichtkomponente, die in
der transparenten Basis 11 vollständig reflektiert und wei
tergeleitet wird.
Andererseits fällt Licht, das durch den vorspringenden
Abschnitt 12a am Fingerabdruck des Fingers 12 reflektiert
und gestreut wurde, als eine Kugelwelle direkt auf die
transparente Basis 11 und ein Anteil des Lichts erfüllt die
Bedingung der vollständigen Reflexion in der transparenten
Basis 11 und wird vollständig in dem transparenten Körper 11
reflektiert und weitergeleitet. Wenn die Bildformung dieser
vollständig reflektierten Komponenten durch ein geeignetes
optisches System ausgeführt wird, ist es möglich, ein Erhe
bungsmuster des vorspringenden Abschnitts 12a in Echtzeit zu
erhalten.
Wenn die Bildformung jedoch durch ein allgemeines opti
sches System durchgeführt wird, das eine Blende und eine
einfache Konvexlinse hat, wird das erhaltene Fingerabdrucks
bild wie in Fig. 2 dargestellt verzerrt, das heißt eine
trapezförmige Verzerrung wird verursacht und ferner wird das
Seitenverhältnis verändert.
Der Grund dafür, daß das Bild trapezförmig verzerrt wird
und das Seitenverhältnis verändert wird, liegt darin, daß
ein Eingabeoberfläche, auf welcher Licht von einem Photogra
phieobjekt eingegeben wird, schräg zu der optischen Achse
liegt. Wenn die Eingabeoberfläche schräg zu der optischen
Achse liegt, wird ein Unterschied in der Vergrößerung bei
der Bildformung durch einen Unterschied der Längen des opti
schen Weges zwischen jedem Abschnitt auf der Eingabeoberflä
che und dem optischen Bildformungssystem verursacht, wie Fig.
4 zeigt. Wenn beispielsweise ein Unterschied in der Län
ge des optischen Weges von der Objektoberfläche zu dem opti
schen System in der Weise verursacht wird, daß a < b, wird
eine Differenz in der Länge des optischen Weges von dem op
tischen System zu der Bildformungsoberfläche in der Weise
verursacht, daß c < d ist. Ein Unterschied in dem Seitenver
hältnis wird durch die Schräglage der Eingabeoberfläche ver
ursacht, wie Fig. 5 zeigt.
Um die vorstehend genannten Probleme zu lösen, enthält
das optische System zur Bildformung gemäß vorliegender Er
findung ein Prisma 17 zum Ausgleichen der optischen Weglän
gen und ein Linsensystem, das aus Linsen 14 und 15 zusammen
gesetzt ist. Das heißt, daß ein Kompensationsprisma 17 für
die optische Weglänge zwischen der transparenten Basis 11
und der Blende 13 vorgesehen ist, so daß Licht, das aus der
transparenten Basis 11 austritt, auf dieses Kompensati
onsprisma fällt. Nachdem das Licht das Kompensationsprisma
17 für die optische Weglänge durchlaufen hat, tritt es durch
die Blende 13. Anschließend tritt das Licht durch die zylin
drische Linse 14 zum Konvergieren des Lichts in Y-Richtung
und anschließend tritt es durch die zylindrische Linse 15
zum Konvergieren des Lichts in X-Richtung, welche in einer
zu der Y-Richtung senkrechten Richtung angeordnet ist. Auf
diese Weise wird auf dem Bildsensor 16 ein Bild geformt.
Wenn von der Erhebung (vorspringender Abschnitt) des
Fingerabdruckes reflektiertes Licht durch das Kompensati
onsprisma 17 zur Kompensation der optischen Weglänge tritt,
wird reflektiertes Licht an der Grenzfläche zwischen dem
Prisma 17 und Luft beim Austreten aus dem Prisma 17 gebro
chen. Durch diese Brechung wird ein Unterschied zwischen der
optischen Weglänge des Lichts, das aus dem Kompensations
prisma 17 austritt, wie Fig. 6 zeigt, verursacht, so daß
die optische Achse so gebogen werden kann, daß ein Unter
schied (α) der optischen Weglänge auf der reflektierenden
Oberfläche 11a ausgeglichen wird, das heißt, so daß ein Un
terschied der Länge des optischen Weges von der reflektie
renden Oberfläche 11a zu der Bildoberfläche 16 verringert
werden kann.
Offensichtlich wird dann, wenn das Kompensationsprisma
zwischen die transparente Basis 11 und die Blende 13 gesetzt
wird, der Unterschied der optischen Weglänge erhöht. Da je
doch die optische Weglänge in dem Glas des Kompensations
prismas 17 1/n der optischen Weglänge in Luft ist (n ist der
Brechungsindex von Glas (n < 1)), kann der Unterschied der
optischen Weglänge tatsächlich verringert werden.
In Fig. 6 wird ein Unterschied c der optischen Weglän
ge, die durch das Kompensationsprisma 17 ausgeglichen wird,
wie folgt ausgedrückt. Wie in der Zeichnung dargestellt ist,
bezeichnet "a" den Unterschied der optischen Weglänge des
Lichts, das von dem Inneren des Kompensationsprismas 17 auf
die Brechungsoberfläche 17a einfällt, "b" bezeichnet einen
Unterschied der optischen Weglänge des Lichts, das von der
Brechungsoberfläche 17a des Kompensationsprismas 17 in Luft
austritt, und "n" ist ein Brechungsindex des Glases des Kom
pensationsprismas 17. Bezüglich des Unterschiedes "b" der
optischen Weglänge in Luft ist die optische Weglänge in dem
Glas des Kompensationsprismas 17 a/n. Demgemäß wird der Un
terschied "c" der optischen Weglänge, der vollständig durch
das Kompensationsprisma 17 ausgeglichen wird, wie folgt aus
gedrückt
c = b - a/n (1)
In dem Fall, in dem der Brechungsindex der transparenten
Basis 11 mit dem Brechungsindex des Glases des Kompensati
onsprismas 17 zusammenfällt, kann der Unterschied der opti
schen Weglänge ausgeglichen werden, wenn die Gleichung α/n =
c erfüllt ist, worin α eine optische Weglängendifferenz an
der reflektierenden Oberfläche 11a der transparenten Basis
11 bezeichnet und c eine optische Weglängendifferenz be
zeichnet, die durch das Kompensationsprisma 17 ausgeglichen
wird.
Nachdem der Unterschied der optischen Weglänge ausgegli
chen wurde, tritt Licht aus dem Kompensationsprisma 17 aus
und tritt durch die Blende 13. Anschließend tritt das Licht
durch ein Paar von zylindrischen Linsen 14 und 15, die senk
recht zueinander angeordnet sind, so daß die Vergrößerungen
in der X- und Y-Richtung ausgeglichen werden können. An
schließend wird das Licht auf dem Bildsensor 16 zu einem
Bild geformt. Die zylindrischen Linsen 14, 15 sind so ange
ordnet, daß die vordere zylindrische Linse 14 Licht in Rich
tung Y konvergieren bzw. ablenken kann und die hintere zy
lindrische Linse 15 Licht in Richtung X konvergieren kann.
In anderen Worten können in Fig. 6 die jeweiligen zylindri
schen Linsen 14, 15, die bezüglich der optischen Achse senk
recht zueinander angeordnet sind, unabhängig in Richtung der
optischen Achse eingestellt werden. Demgemäß können die
Bildvergrößerung in Richtung Y, welche parallel zu der
Blattoberfläche von Fig. 6 ist, und die Bildvergrößerung in
Richtung X, die senkrecht zu der Blattoberfläche von Fig. 6
ist, unabhängig ausgeglichen werden. Daher kann die Ein
stellarbeit ohne weiteres ausgeführt werden und ferner kann
eine hohe Einstellgenauigkeit beibehalten werden. Als Resul
tat ist es möglich, ein in Fig. 7 dargestelltes Bild zu er
halten.
In der in Fig. 1 dargestellten ersten Ausführungsform
fällt von der Lichtquelle 10 emittiertes Beleuchtungslicht
auf die transparente Basis 11 und wird einmal an der schrä
gen Oberfläche 11b reflektiert. Anschließend fällt das Licht
auf die Eingabeoberfläche 11a. Das Licht kann jedoch direkt
von der Unterfläche 11c der parallelen flachen Platte 11,
bei der es sich um eine transparente Basis handelt, auf die
Eingabeoberfläche 11a einfallen.
Fig. 8 ist eine Ansicht, die die zweite Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. Um eine Auflösungsleistung
(MTF) des optischen Systems zu erzielen, die höher ist als
diejenige der ersten Ausführungsform, ist eine Meniskuslinse
18 vor der Blende 13 angeordnet. Die anderen wesentlichen
Punkte des Aufbaues und der Funktion entsprechen denjenigen
der ersten Ausführungsform.
Wie die Zeichnung zeigt, ist diese Meniskuslinse 18
kreisförmig und eine Oberfläche der Meniskuslinse 18 ist
konvex und die andere Oberfläche ist konkav. Diese Meniskus
linse 18 hat die Funktion, den Astigmatismus auszugleichen
und die Auflösungsleistung zu verbessern. Da die beiden zy
lindrischen Linsen 14 und 15, die an der Rückseite der Blen
de 13 angeordnet sind, unabhängig voneinander Licht in der
Richtung Y und X konvergieren, funktioniert diese Meniskus
linse effektiv so, daß sie eine Brennpunktdeviation aus
gleicht, die zwischen den Brennpunkten der beiden zylindri
schen Linsen 14 und 15 verursacht wird.
Fig. 9 ist eine Ansicht, die die dritte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt. In der in Fig. 8 gezeig
ten zweiten Ausführungsform sind die beiden zylindrischen
Linsen 14 und 15 miteinander kombiniert um die Vergrößerung
auszugleichen. In der dritten Ausführungsform sind demgegen
über die zylindrische Linse in X-Richtung und die zylindri
sche Linse in Y-Richtung in einen Körper Rücken an Rücken
zueinander integriert, um die Reflexion an der Grenzfläche
zu verringern. Demgemäß wird diese integrierte Linse in
Richtung der optischen Achse oder in der Richtung senkrecht
zu der optischen Achse eingestellt.
Fig. 10 ist eine Ansicht, die die vierte Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung zeigt. Um eine höhere Auflö
sungsleistung (MTF) des optischen Systems zu erzielen, ent
hält das optische System zur Bildformung ein Kompensati
onsprisma 17, eine zylindrische Linse 14 zum Konvergieren
des Lichts in Richtung Y (Y-Richtung), eine Meniskuslinse
18, eine Blende 13 und eine zylindrische Linse 15 zum Kon
vergieren des Lichts in Richtung X (X-Richtung). In diesem
optischen System hat die Meniskuslinse 18 die Funktion, den
Astigmatismus des zylindrischen Linsensystems, das aus den
Linsen 14 und 15 zusammengesetzt ist, zu unterdrücken. Auf
grund vorstehend beschriebener Tatsache ist es möglich, ein
lichtstarkes optisches System mit hoher Auflösung zu kon
struieren und herzustellen.
In dieser vierten Ausführungsform sind die zylindrischen
Linsen 14 und 15, die zum Konvergieren von Licht in Richtung
Y und X verwendet werden, getrennt voneinander angeordnet.
Daher kann auch in dem Fall, in dem der Krümmungsradius ei
ner Linse relativ groß ist und die Neigung zum Auftreten von
Astigmatismus besteht, das Auftreten des Astigmatismus un
terdrückt werden.
Fig. 11 ist eine Ansicht, die die fünfte Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung zeigt. In dieser Ausfüh
rungsform wird anstelle der transparenten flachen Platte 11
ein Prisma 20 verwendet. Eine Ebene des Prismas 20 wirkt als
eine Eingabeoberfläche 20a, auf welche der Finger 12 gelegt
wird. Von der Beleuchtungslichtquelle 10 emittiertes Licht
wird auf die Eingabeoberfläche 20a gestreut und eine voll
ständig reflektierte Komponente des auf diese Weise gestreu
ten Lichts fällt auf das Kompensationsprisma 17 für die op
tische Weglänge. Demgemäß kann auch dann, wenn dieses Prisma
20 anstelle der transparenten flachen Platte 11 verwendet
wird, die Trennung zwischen der vorspringenden Oberfläche
und der Vertiefungsoberfläche der unebenen Fingerabdrucks
oberfläche des Fingers 12 gemäß demselben Prinzip wie bei
der ersten Ausführungsform erzielt werden.
In diesem Zusammenhang ist, wie die Zeichnung zeigt, die
Beleuchtungslichtquelle 10 auf derselben Seite wie das Kom
pensationsprisma 17 für die optische Weglänge bezüglich der
Eingabeoberfläche 20a angeordnet. Es kann jedoch beispiels
weise ein unterer Abschnitt des Prismas 20, wie in der Figur
dargestellt, abgeschnitten sein und Licht kann von der unte
ren Seite des Prismas 20 auf die Eingabeoberfläche 20a an
der oberen Seite aufgestrahlt werden.
Fig. 12 ist eine Ansicht, die eine Ausführungsform
zeigt, in der die transparente Basis 11, die aus einer pa
rallelen flachen Platte besteht, und das Kompensationsprisma
17 in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform zu einem Kör
per integriert sind. In dieser Ausführungsform wird das Kom
pensationsprisma 17 für den optischen Weg zum Anhaften an
eine Stirnfläche 11e der transparenten Basis 11 gebracht,
von welcher das reflektierte Licht des vorspringenden Ab
schnitts des Fingerabdrucks austritt. Aufgrund der vorste
hend beschriebenen Anordnung wird es einfach, die transpa
rente Basis 11 und das Kompensationsprisma 17 zu positionie
ren. Demgemäß kann das optische System problemlos in der
Vorrichtung angebracht werden.
Auch wenn die transparente Basis 11 und das Kompensati
onsprisma 17 anders als bei der in Fig. 12 gezeigten Anord
nung nicht in einen Körper integriert sind, kann derselbe
Effekt wie bei der Anordnung, bei der die transparente Basis
11 und das Kompensationsprisma 17 in einen Körper integriert
sind, geschaffen werden, wenn ein Winkel der Stirnfläche
11e, von der reflektiertes Licht von dem Abschnitt des vor
springenden Fingerabdrucks in die transparente Basis 11 ein
geführt wird, zu der optischen Achse nicht senkrecht ist,
sondern ein gewisser Winkel an der Stirnfläche 11e vorgese
hen ist, wie Fig. 13 zeigt. Die übrigen Punkte des Aufbaues
und der Funktion entsprechen der vierten Ausführungsform.
Fig. 14 ist eine Ansicht, die eine Ausführungsform
zeigt, bei der das Eingabeprisma 20 und das Kompensations
prisma 17 für die optische Weglänge in einem Körper inte
griert sind. Bei dieser Ausführungsform wird das Kompensati
onsprisma 17 für die optische Weglänge zum Anhaften an eine
Stirnfläche 20e des Eingabeprismas 20 gebracht, von welcher
das reflektierte Licht des vorspringenden Abschnitts des
Fingerabdrucks austritt.
In derselben Weise wie bei der parallelen flachen Platte
der vorstehend beschriebenen Ausführungsform kann auch dann,
wenn das Eingabeprisma 20 und das Kompensationsprisma 17 für
die optische Weglänge nicht in einem Körper integriert sind,
derselbe Effekt wie bei der Anordnung, bei der das Eingabe
prisma 20 mit dem Kompensationsprisma 17 für die optische
Weglänge integriert ist, geschaffen werden, wenn ein Winkel
der Oberfläche 20e, von der das reflektierte Licht von dem
vorspringenden Fingerabdrucksabschnitt in das Eingabeprisma
20 eingeführt wird, nicht senkrecht zu der optischen Achse
ist, sondern ein gewisser Winkel an der Oberfläche 20e vor
gesehen ist, wie Fig. 15 zeigt.
In der vorstehend beschriebenen Ausführungsform sind der
Brechungsindex der transparenten Basis 11 und derjenige des
Kompensationsprismas 17 für die optische Weglänge gleich und
der Brechungsindex des Eingabeprismas 20 und derjenige des
Kompensationsprismas 17 für die optische Weglänge sind
gleich. Wenn jedoch diese Brechungsindizes voneinander ver
schieden sind, wird die folgende Anordnung angewandt.
Fig. 16 ist eine Ansicht, die ein Beispiel zeigt, bei
dem der Brechungsindex n2 des Materials des Kompensations
prismas 17 größer ist als der Brechungsindex n1 des Materials
der transparenten flachen Platte 11 und des Eingabeprismas
20 (n2 < n1). Ein Unterschied des Brechungsindex zwischen dem
Kompensationsprisma 17 und Luft ist größer als ein Unter
schied des Brechungsindex zwischen der transparenten flachen
Platte 11 und Luft oder zwischen dem Eingabeprisma 20 und
Luft. Daher kann die optische Weglänge leichter ausgeglichen
werden.
Das heißt, daß in der in Fig. 16 dargestellten Ausfüh
rungsform, in der die Anordnung des optischen Systems gleich
wie bei der in Fig. 10 dargestellten Ausführungsform ist,
ein Unterschied "c" der optischen Weglänge, der durch das
Kompensationsprisma 17 ausgeglichen wird, durch die folgende
Gleichung gemäß Gleichung (1), die vorstehend dargelegt wur
de, ausgedrückt werden kann.
c = b - a/n2 (2).
Andererseits kann bezüglich eines Unterschiedes α der
optischen Weglänge an der Eingabeoberfläche 11a, 20a der
transparenten flachen Platte 11 oder des Eingabeprismas 20
die Kompensation so ausgeführt werden, daß die Gleichung α/n1
= c erfüllt werden kann. Daraus wird die folgende Gleichung
geschaffen.
c = α/n1 = b - a/n2 (n2 < n1) (3).
Wenn andererseits kein Unterschied zwischen dem Bre
chungsindex der transparenten flachen Platte 11 und des Kom
pensationsprismas 17 oder des Eingabeprismas 20 und des Kom
pensationsprismas 17 in derselben Weise wie bei der vorste
hend beschriebenen Ausführungsform besteht, gilt die folgen
de Gleichung.
c = α/n1 = b - a/n2 (n2 = n1) (4).
Daher kann in der in Fig. 16 gezeigten Ausführungsform
ein Kompensationswert des Kompensationsprismas 17 höher ge
macht werden. Entsprechend kann der Wert "a" relativ kleiner
als der Wert "b" in Fig. 6 gemacht werden. Daher kann eine
Differenz zwischen dem Winkel β und dem Winkel γ in dem Kom
pensationsprisma 17 verringert werden. Als Resultat wird es
einfacher, das Kompensationsprisma 17 auszuwählen. Wenn der
Unterschied zwischen dem Winkel β und dem Winkel γ gleich
ist, kann der Kompensationswert des Kompensationsprismas 17
relativ erhöht werden.
Fig. 17 ist eine Ansicht, die die neunte Ausführungs
form der vorliegenden Erfindung zeigt. In dieser Ausfüh
rungsform kann der Brechungsindex n1 des Materials der Menis
kuslinse 18 niedriger gemacht werden als der Brechungsindex
n3 des Materials der zylindrischen Linsen 14, 15 (n1 < n3)
Daher ist es möglich, die Krümmungsradien der zylindrischen
Linsen 14, 15 geringer zu machen. Als Resultat ist es mög
lich, eine höhere optische Auflösungsleistung (MTF) zu ver
wirklichen.
Wenn ferner der Brechungsindex n2 des Kompensationspris
mas 17 für die optische Weglänge höher gemacht wird als der
Brechungsindex n3 des Materials der zylindrischen Linsen 14,
15 (n3 < n2), kann die optische Weglänge ohne weiteres ausge
glichen werden. Das heißt, daß dann, wenn der Wert n2 relativ
hoch gemacht wird, das Kompensationsprisma 17 wie vorstehend
beschrieben ohne weiteres ausgewählt werden kann und der
Kompensationswert des Kompensationsprismas 17 relativ hoch
gemacht werden kann.
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung sind vor
stehend im Detail unter Bezug auf die beiliegenden Zeichnun
gen erläutert. Es sei jedoch angemerkt, daß die vorliegende
Erfindung nicht auf die vorstehend beschriebenen spezifi
schen Ausführungsformen beschränkt ist, sondern daß der
Durchschnittsfachmann Abänderungen durchführen kann, ohne
den Gedanken und den Schutzumfang der Erfindung zu verlas
sen.
- 1) Bei der Erfassungsvorrichtung für Daten von unebenen Oberflächen gemäß vorliegender Erfindung tritt keine tra pezförmige Verzerrung an einem Fingerabdrucksbild auf, das von der Vorrichtung aufgenommen wird, und es ist möglich, einen Fingerabdruck aufzunehmen, dessen Vergrößerung in Längsrichtung und Vergrößerung in seitlicher Richtung gleich sind.
- 2) Da keine Verzerrung an dem Fingerabdrucksbild verur sacht wird, das von dem optischen System gemäß vorliegender Erfindung aufgenommen wurde, ist es möglich, eine CCD zu verwenden, deren Bildelementanzahl im Vergleich zu dem opti schen System, in dem eine Verzerrung verursacht wird, klein ist. Daher können die Gerätekosten verringert werden.
- 3) Es ist nicht erforderlich, eine trapezförmige Ver zerrung aus einem Bild mittels Bildverarbeitung zu entfernen und ferner ist es nicht erforderlich, die Auflösung zu kon vertieren, nachdem ein Fingerabdrucksbild zum Zweck der Kri minaluntersuchung aufgenommen wurde. Demgemäß wird die Bild qualität nicht verschlechtert.
- 4) Es ist nicht erforderlich, eine trapezförmige Ver zerrung aus einem Bild mittels Bildverarbeitung zu entfernen und ferner ist es nicht erforderlich, die Auflösung zu kon vertieren, nachdem ein Fingerabdrucksbild zum Zweck der Kri minaluntersuchung aufgenommen wurde. Demgemäß besteht keine Möglichkeit, daß fehlerhafte Merkmale auftreten.
Claims (11)
1. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che, enthaltend:
eine Lichtquelle;
eine transparente Basis, in der Licht von der Lichtquelle übertragen werden kann, die eine Eingabeoberfläche für ein unebenes Muster hat, mit der eine zu erfassende unebene Oberfläche in Kontakt kommt, welche ferner eine Funktion hat, bei der an einem Vorsprung, der mit der Eingabeoberflä che in Berührung kommt, reflektiertes Licht und an einer Vertiefung reflektiertes Licht voneinander unter Verwendung eines kritischen Winkels an der Grenzfläche mit Luft ge trennt werden, wenn die unebene Oberfläche auf der Eingabe oberfläche mit Licht bestrahlt wird;
ein Kompensationsprisma für die optische Weglänge, auf das das von der transparenten Basis austretende Licht einfällt, so daß ein Unterschied der optischen Weglänge ausgeglichen wird;
ein optisches System zur Formung eines Bildes durch das Licht, das aus dem Kompensationsprisma für die optische Weglänge austritt, welches optische System auf der optischen Achse an der Rückseite des Kompensationsprismas für die op tische Weglänge angeordnet ist und eine Blende und einen Satz von zylindrischen Linsen hat, die senkrecht zueinander in X- und Y-Richtung angeordnet sind, um die Vergrößerung in X- und Y-Richtung auszugleichen; und
einen Bildsensor, der an einer Bildformungsposition angeord net ist, so daß die optischen Daten der unebenen Oberfläche, die von dem optischen System fokussiert ist, aufgezeichnet werden können.
eine Lichtquelle;
eine transparente Basis, in der Licht von der Lichtquelle übertragen werden kann, die eine Eingabeoberfläche für ein unebenes Muster hat, mit der eine zu erfassende unebene Oberfläche in Kontakt kommt, welche ferner eine Funktion hat, bei der an einem Vorsprung, der mit der Eingabeoberflä che in Berührung kommt, reflektiertes Licht und an einer Vertiefung reflektiertes Licht voneinander unter Verwendung eines kritischen Winkels an der Grenzfläche mit Luft ge trennt werden, wenn die unebene Oberfläche auf der Eingabe oberfläche mit Licht bestrahlt wird;
ein Kompensationsprisma für die optische Weglänge, auf das das von der transparenten Basis austretende Licht einfällt, so daß ein Unterschied der optischen Weglänge ausgeglichen wird;
ein optisches System zur Formung eines Bildes durch das Licht, das aus dem Kompensationsprisma für die optische Weglänge austritt, welches optische System auf der optischen Achse an der Rückseite des Kompensationsprismas für die op tische Weglänge angeordnet ist und eine Blende und einen Satz von zylindrischen Linsen hat, die senkrecht zueinander in X- und Y-Richtung angeordnet sind, um die Vergrößerung in X- und Y-Richtung auszugleichen; und
einen Bildsensor, der an einer Bildformungsposition angeord net ist, so daß die optischen Daten der unebenen Oberfläche, die von dem optischen System fokussiert ist, aufgezeichnet werden können.
2. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende
auf der optischen Achse an der Rückseite des Kompensati
onsprismas für die optische Weglänge angeordnet ist und ein
Satz von zylindrischen Linsen, die senkrecht zueinander in
X- und Y-Richtung angeordnet sind, an der Rückseite der
Blende angeordnet ist.
3. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das opti
sche System ferner eine Meniskuslinse enthält, die auf der
optischen Achse an der Rückseite des Kompensationsprismas
für die optische Weglänge und an der Vorderseite der Blende
angeordnet ist.
4. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende
auf der optischen Achse an der Rückseite des Kompensati
onsprismas für die optische Weglänge angeordnet ist und ein
Satz von zylindrischen Linsen, der an der Rückseite der
Blende angeordnet ist, aus einem Linsenabschnitt auf der
Seite der Einfallsfläche, der zur Bildformung in X-Richtung
beiträgt, und einem Linsenabschnitt auf der Austrittsseite
zusammengesetzt ist, der zu der Bildformung in Y-Richtung
beiträgt, und dieser Linsenabschnitt auf der Seite der Ein
fallsfläche und der Linsenabschnitt auf der Austrittsseite
senkrecht zueinander in X- und Y-Richtung angeordnet sind,
um so die X- und Y-Vergrößerung auszugleichen.
5. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das opti
sche System ferner eine Meniskuslinse enthält, die auf der
optischen Achse an der Rückseite des Kompensationsprismas
für die optische Weglänge und an der Vorderseite der Blende
angeordnet ist.
6. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bre
chungsindex der zylindrischen Linse höher ist als derjenige
der Meniskuslinse.
7. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das opti
sche System enthält: eine erste zylindrische Linse, die auf
der optischen Achse an der Rückseite des Kompensationspris
mas für die optische Weglänge angeordnet ist, welche erste
zylindrische Linse die X-Vergrößerung ausgleicht; eine Me
niskuslinse, die auf der optischen Achse an der Rückseite
der ersten zylindrischen Linse angeordnet ist; eine Blende,
die auf der optischen Achse an der Rückseite der Meniskus
linse angeordnet ist; und eine zweite zylindrische Linse,
die auf der optischen Achse an der Rückseite der Blende an
geordnet ist, welche zweite zylindrische Linse die Y-Ver
größerung ausgleicht.
8. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Bre
chungsindex der ersten und der zweiten zylindrischen Linse
höher ist als derjenige der Meniskuslinse.
9. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die trans
parente Basis eine parallele flache Platte ist und Licht von
der Lichtquelle, das auf die parallele flache Platte ein
fällt, auf die Eingabeoberfläche für das unebene Muster auf
gestrahlt wird, die von einer parallelen Oberfläche der pa
rallelen flachen Platte gebildet ist.
10. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die trans
parente Basis ein Prisma ist, das eine Eingabeoberfläche für
ein unebenes Muster hat, und Licht von der Lichtquelle, das
auf das Prisma fällt, auf die Eingabeoberfläche des unebenen
Musters aufgestrahlt wird.
11. Erfassungsvorrichtung für Daten einer unebenen Oberflä
che nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bre
chungsindex des Kompensationsprismas für die optische
Weglänge höher ist als derjenige der transparenten Basis.
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