DE19815255A1 - Adapterarmatur - Google Patents
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- E03B7/00—Water main or service pipe systems
- E03B7/07—Arrangement of devices, e.g. filters, flow controls, measuring devices, siphons or valves, in the pipe systems
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Abstract
In einen Hauptwasseranschluß eines Gebäudes ist eine Adapterarmatur (1) für die Einrichtung einer Wassernotversorgung integriert. Die Adapterarmatur (1) umfaßt ein rohrförmiges Anschlußelement (2), das an seinen beiden Stirnenden mit Verbindungsmitteln, etwa Normgewinden (3, 4), zum Verbinden mit einer an ein Wasserversorgungsnetz (7) angeschlossenen Zuflußleitung (8) sowie einer mit einem Hausversorgungsnetz (10) strömungsverbundenen Abströmleitung (9) des Hauptwasseranschlusses versehen und mittels einer Trennwand (12) in eine zuströmseitige Kammer (14) und eine abströmseitige Kammer (15) unterteilt ist, ferner eine die zuströmseitige Kammer (14) mit der abströmseitigen Kammer (15) verbindende Hauszugangsleitung (19) und wenigstens zwei mit der zuströmseitigen Kammer strömungsverbundene Seitenanschlüsse (30, 31).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine in einen Hauptwasseranschluß eines
Hauses integrierbare Adapterarmatur, insbesondere für die Einrichtung einer
Wassernotversorgung.
Üblicherweise umfaßt der Hauptwasseranschluß eines Gebäudes eine mit
einem Wasserversorgungsnetz strömungsverbundene Zuströmleitung, einen
sich an diese - in Strömungsrichtung gesehen - anschließenden Wasser
zähler sowie eine zwischen dem Wasserzähler und einem Hausversor
gungsnetz vorgesehene Abströmleitung.
Zum Zwecke von in regelmäßigen Zeitabständen durchzuführenden Eich
kontrollen ist es erforderlich, daß der Wasserzähler lösbar mit den übrigen
Elementen des Hauptwasseranschlusses verbunden ist. Dazu ist der Was
serzähler in einem Anschlußelement montiert, das zwei zueinander koaxiale
Rohrverschraubungen besitzt, von denen eine ein axialverschiebbares An
schlußverschraubungsstück aufweist. Beim Einbau eines Wasserzählers wird
das verschiebbare Anschlußverschraubungsstück in eine Montageposition
verschoben, die das Einsetzen des Wasserzählers mit den entsprechenden
Anschlußverschraubungen ermöglicht. Anschließend wird das Anschlußver
schraubungsstück in seine bestimmungsgemäße Befestigungsposition
überführt und die an beiden Stirnseiten des Wasserzählers befindlichen An
schlußverschraubungen werden mit den entsprechenden Verschraubungen
des Anschlußelements zur Herstellung einer dichten Verbindung ver
schraubt.
Um beim Einbau bzw. Ausbau eines Wasserzählers unbeabsichtigtes Aus
treten von Wasser zu vermeiden, ist die Zuströmleitung gebäudeinnenseitig
ortsnah zum Wasserzähler mit einem Absperrorgan, etwa einem Ventil oder
Schieber, versehen und die Abströmleitung ist mit einem Rücklaufverhinderer
ausgestattet, der das Ablaufen von Wasser aus dem Hausversorgungsnetz
bei ausgebautem Wasserzähler verhindert.
In Wasserversorgungsnetzen können jedoch Betriebszustände auftreten, die
eine Unterbrechung der Wasserversorgung und somit eine Notversorgung
einzelner Gebäude oder ganzer Straßenzüge erforderlich machen.
Zu diesem Zweck müssen in aufwendiger Weise der Hauptwasseranschluß
unterbrochen und Notverbindungen zu einem außerhalb des Gebäudes ver
legten Schlauchsystem hergestellt werden. Diese Installationen erweisen
sich als außerordentlich arbeits- und kosten intensiv.
Zur Lösung dieses Problems ist in der DE 195 00 848 C1 eine Adapterar
matur vorgeschlagen worden, die anstelle eines Wasserzählers in dessen
Anschlußbügel einsetzbar ist. Diese vorbekannte Adapterarmatur weist ein
rohrförmiges Anschlußelement auf, das stirnseitig mit Anschlußverbindungen
für die Zuström- bzw. die Abströmleitung versehen ist. Das Anschlußelement
ist in der Mitte durch eine Trennwand in eine zuströmseitige und eine ab
strömseitige Kammer unterteilt. Sowohl die zuströmseitige als auch die ab
strömseitige Kammer weisen jeweils neben den Anschlußverbindungen für
die Zuström- bzw. die Abströmleitung einen zusätzlichen Anschlußstutzen
auf. An diese Anschlußstutzen werden Installationen angeschlossen, die ei
nerseits eine Strömungsverbindung zwischen den beiden Kammern - gege
benenfalls unter Einschluß eines Wasserzählers - herstellen, zum anderen
aber auch Abzweigungen für die Notwasserversorgung weiterer Gebäude
umfassen können.
Die Adapterarmatur kann in einfacher Weise bei einem bestehenden
Hauptwasseranschluß in den Anschlußbügel eines Wasserzählers eingesetzt
und wieder entfernt werden.
Nachteilig bei diesem Stande der Technik ist jedoch, daß von einem mit einer
derartigen Adapterarmatur versehenen Hauptwasseranschluß jeweils nur ein
weiteres Gebäude wassernotversorgt werden kann. Sind weitere Gebäude
mit einer Wassernotversorgung zu versehen, sind aufwendige zusätzliche
Installationen erforderlich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine in einen Hauptwas
seranschluß eines Gebäudes integrierbare Adapterarmatur zu schaffen, die
in einfacher Weise eine Wassernotversorgung mehrerer Gebäude ermöglicht
und gegenüber dem Stand der Technik einfach im Aufbau ist.
Gelöst ist diese Aufgabe durch eine Adapterarmatur mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1.
Die erfindungsgemäße Adapterarmatur unterscheidet sich von der Adapter
armatur nach dem Stand der Technik insbesondere dadurch, daß die ein
gangsseitige Kammer neben der Anschlußverbindung zur Zuströmleitung mit
mindestens drei zusätzlichen Anschlüssen versehen ist. Von diesen zusätzli
chen Anschlüssen dient einer zur Herstellung einer Strömungsverbindung
zur ausgangsseitigen Kammer über die Hauszugangsleitung. Die übrigen
zusätzlichen Anschlüsse können entweder dazu verwendet werden, mehrere
Gebäude in einer "Parallelschaltung" oder über eine "Reihenschaltung" mit
Wasser zu versorgen. In diesem Falle dient einer der Seitenanschlüsse als
Zuströmleitung und die zuströmseitige Kammer als Verteilungselement, um
das zuströmende Wasser über die Hauszugangsleitung in ein erstes Gebäu
de und zugleich über den zweiten bzw. einen weiteren Seitenanschluß in ein
weiteres Gebäude zu leiten.
In vorteilhafter Weise ist das Anschlußelement so bemessen, daß es in einen
üblichen Anschlußbügel für einen Wasserzähler einbaubar ist. Auf diese
Weise kann im Bedarfsfalle die Adapterarmatur schnell und einfach in einen
bestehenden Hauptwasseranschluß eingebaut werden.
Wird in die Hauszugangsleitung ein Wasserzähler integriert, ist auch wäh
rend der Dauer einer Wassernotversorgung eine Kontrolle und eine ord
nungsgemäße Abrechnung der gelieferten Wassermengen möglich.
Vorteilhafterweise ist die Hauszugangsleitung mit einem Absperrorgan, etwa
einem Ventil oder einem Schieber versehen. Bei eingebauter Adapterarmatur
wirkt dieses Ventil als Hauptabsperrventil für das mit der Abströmleitung ver
bundene Hausnetz. Darüber hinaus eröffnet ein solches Absperrorgan die
Möglichkeit, einen etwa in die Hauszugangsleitung eingebauten Wasserzäh
ler auszutauschen.
Als bevorzugte Seitenanschlüsse kommen Anschlußstutzen in Betracht, die
fest, etwa durch Verlöten oder Verschweißen, am Anschlußelement befestigt
sind und mit der zuströmseitigen Kammer in Strömungsverbindung stehen.
An den vom Anschlußelement entfernten Enden sind die Anschlußstutzen
mit Verbindungsmitteln, etwa Normgewinden, versehen, die insbesondere
ein einfaches Anschließen von Leitungsrohren ermöglichen.
Das Vorschalten eines Rücklaufverhinderers vor der eingangsseitigen Kam
mer ermöglicht insbesondere Um- und Ausbauarbeiten im Bereich der Zu
strömleitung des Hauptwasseranschlusses. Darüber hinaus unterbindet der
Rücklaufverhinderer das Rückströmen von Wasser in das Versorgungsnetz
und somit die Gefahr der Kontamination des Versorgungsnetzes. In vorteil
hafter Weise ist auch wenigstens einer der Seitenanschlüsse mit einem
Rücklaufverhinderer versehen, der das unbeabsichtigte Abströmen von
Wasser aus der zuströmseitigen Kammer durch diesen Seitenanschluß ver
hindert.
In einer abermals vorteilhaften Weiterbildung sind zumindest zwei Seitenan
schlüsse mit Rücklaufverhinderern versehen, die jeweils in unterschiedlicher
Richtung wirken. Hierdurch wird insbesondere eine durch etwaige Fehlan
schlüsse bestehende Kontaminationsgefahr wirksam unterbunden.
In abermals vorteilhafter Weise ist zumindest ein Seitenanschluß mit einem
Absperrorgan, etwa einem Ventil oder einem Schieber versehen. Der Einsatz
derartiger Absperrorgane ermöglicht insbesondere die Spülung oder Desinfi
zierung von mit den Seitenanschlüssen verbindbaren Leitungen. In diesem
Zusammenhang ist insbesondere die DIN-1988 zu beachten, wonach Trink
wasserleitungen nicht unmittelbar mit solchen Leitungen verbunden sein
dürfen, die nicht Trinkwasser, sondern beispielsweise Desinfektionsmittel
transportieren. In diesem Fall kann der Seitenanschluß durch das Absperr
ventil gesperrt und die zu desinfizierende Leitung vom Seitenanschluß ge
trennt werden, ohne dabei die Wasserversorgung der übrigen angeschlosse
nen Gebäude unterbrechen zu müssen.
Zweckmäßigerweise ist das Absperrorgan lösbar mit dem jeweiligen Seiten
anschluß verbunden und kann im Bedarfsfalle leicht entfernt oder ausge
tauscht werden.
Die erfindungsgemäße Adapterarmatur eignet sich besonders zum Aufbau
einer Wassernotversorgung für mehrere Gebäude. Dabei werden die
Hauptwasseranschlüsse der Gebäude jeweils mit Adapterarmaturen verse
hen, die jeweils ein rohrförmiges, anstelle einer Zähluhr in den jeweiligen
Hauptwasseranschluß integrierbares Anschlußelement aufweisen, das mit
tels einer Trennwand in eine zuströmseitige und eine abströmseitige Kammer
unterteilt und an seinen beiden Stirnenden mit Verbindungsmitteln, wie etwa
Normgewinden, ausgestattet ist. Von der zuströmseitigen Kammer zweigen
jeweils eine mit der abströmseitigen Kammer strömungsverbundene Haus
zugangsleitung, die beispielsweise einen Wasserzähler aufweist, sowie we
nigstens zwei Seitenanschlüsse ab.
Die Adapterarmaturen können zum Aufbau einer "Reihenschaltung" zwi
schen den Hauptwasseranschlüssen mehrerer Gebäude dienen. Dabei wird
ein erster Seitenanschluß der Adapterarmatur eines ersten Gebäudes mit
einem ersten Seitenanschluß der Adapterarmatur eines zweiten Gebäudes
bzw. der Zuströmleitung des Wasserhauptanschlusses des zweiten Gebäu
des strömungsverbunden. Ein zweiter Seitenanschluß der Adapterarmatur
des zweiten Gebäudes steht mit einem ersten Seitenanschluß der Adapter
armatur eines Gebäudes in Strömungsverbindung. Mit entsprechenden wei
teren Seitenanschlüssen der Adapterarmaturen eines der Gebäude können
in prinzipiell gleicher Weise weitere Gebäude mit Wasser versorgt werden.
Nicht in die "Reihenschaltung" integrierte Seitenanschlüsse sind absperrbar,
etwa mittels geeigneter Ventile.
Anhand der beigefügten Zeichnungen soll nachfolgend ein Ausführungsbei
spiel der Erfindung näher erläutert werden. In schematischen Ansichten zei
gen:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Adapterarmatur,
Fig. 2 ein Leitungssystem für die Wassernotversorgung mehrerer Gebäude,
deren mit Adapterarmaturen versehene Wasserhauptanschlüsse "in
Reihe" geschaltet sind und
Fig. 3 ein Leitungssystem für die Wassernotversorgung mehrerer Gebäude,
deren mit Adapterarmaturen versehene Wasserhauptanschlüsse "par
allel" geschaltet sind.
Die in Fig. 1 veranschaulichte Adapterarmatur dient zur Einrichtung einer
Wassernotversorgung und kann anstelle eines Wasserzählers in einen übli
chen Hauptwasseranschluß eingebaut werden.
Die Adapterarmatur 1 weist ein rohrförmiges Anschlußelement 2 auf, das an
seinen beiden Stirnenden mit Gewinden 3, 4 zum Einbau in einen bestehen
den Hauptwasseranschluß versehen ist. Das Anschlußelement 2 ist dabei so
bemessen, daß es in einen üblichen, für die Befestigung eines Wasserzäh
lers bestimmten Anschlußbügel einbaubar und im übrigen an diesem in der
gleichen Weise wie ein Wasserzähler befestigbar ist.
Das zuströmseitige Gewinde 3 dient dabei zum Anschließen des An
schlußelements 2 an eine mit einem Wasserversorgungsnetz 7 verbundenen
Zuströmleitung 8, das abströmseitige Gewinde 4 ist mit einer Abströmleitung
9 verbindbar, die wiederum mit einem Hausversorgungsnetz 10 in Strö
mungsverbindung steht.
Eine sich quer zur Längsrichtung des Anschlußelements 2 erstreckende und
dessen Strömungsquerschnitt vollständig verschließende Trennwand 12 teilt
das Anschlußelement 2 in eine zuströmseitige Kammer 14 und eine ab
strömseitige Kammer 15.
Die zuströmseitige Kammer 14 steht bei bestimmungsgemäßem Gebrauch
mit der Zuströmleitung 8 in Strömungsverbindung, wobei ein Rückflußverhin
derer 17 das Rückströmen von Wasser aus der zuströmseitigen Kammer 14
in die Zuströmleitung 8 verhindert, jedoch ohne das Einströmen von Wasser
aus der Zuströmleitung 8 in die zuströmseitige Kammer 14 zu beeinträchti
gen.
Zwischen der abströmseitigen Kammer 15 und der Abströmleitung 9 ist bei
der Adapterarmatur 1 dagegen kein Rückflußverhinderer vorgesehen, da
sich üblicherweise im Bereich der Abströmleitung 9 ein - in den Figuren nicht
gezeigter - Rücklaufverhinderer befindet, der sicherstellt, daß kein Wasser
aus dem Hausversorgungsnetz 10 in die Zuströmleitung 8 und damit in das
Wasserversorgungsnetz 7 gelangen kann. Bei Nichtvorhandensein eines
derartigen Rückflußverhinderers besteht jedoch die Möglichkeit, im Bereich
des abströmseitigen Gewindes 4 ein mit dem Rückflußverhinderer 17 ver
gleichbares Element in die Adapterarmatur 1 einzubauen.
Eine Strömungsverbindung zwischen der zuströmseitigen Kammer 14 und
der abströmseitigen Kammer 15 vermittelt eine Hauszugangsleitung 19. Die
Hauszugangsleitung 19 ist mit zwei Anschlußrohren 20, 21 fest, etwa durch
Schweißen oder Verlöten, mit dem Anschlußelement 2 verbunden, wobei die
zuströmseitige Kammer 14 mit dem zuströmseitigen Anschlußrohr 20 und die
abströmseitige Kammer 15 mit dem abströmseitigen Anschlußrohr 21 in
Strömungsverbindung steht. Die Anschlußrohre 20, 21 sind über einen
stegartigen Abschnitt 22 der Hauszugangsleitung 18 strömungsverbunden.
Die Anschlußrohre 20, 21 stehen spitzwinklig, jedoch entgegengesetzt zu
einander, vom Anschlußelement 2 vor. Dadurch wird erreicht, daß der im
wesentlichen parallel zum Anschlußelement 2 verlaufende stegartige Ab
schnitt 22 gegenüber dem Anschlußelement 2 ein deutliches Übermaß auf
weist. Hierdurch gelingt der Einbau eines handelsüblichen Wasserzählers 24
in entsprechende Gewindeabschnitte 25, 26 des stegartigen Abschnitts 22.
desweiteren ist in das Anschlußrohr 20 der Hauszugangsleitung 19 ein Ventil
28 integriert, mittels dessen die Hauszugangsleitung 19 bei Bedarf gesperrt
werden kann.
Zusätzlich zur Verbindung der zuströmseitigen Kammer 14 des Anschluße
lements 2 mit der Zuströmleitung 8 und der Hauszugangsleitung 19 ist die
zuströmseitige Kammer 14 mit mehreren, im Ausführungsbeispiel zwei, Sei
tenanschlüssen 30, 31 versehen, mittels deren in der im folgenden beschrie
benen Weise die Einrichtung einer Wassernotversorgung für mehrere Ge
bäude gelingt.
Die Seitenanschlüsse 30, 31 umfassen jeweils einen Anschlußstutzen 32, 33,
der fest, etwa durch Verlöten oder Verschweißen am Anschlußelement 2 im
Bereich einer Strömungsöffnung 36, 36' befestigt und an seinem dem An
schlußelement 2 entgegengesetzten Ende mit einem Schraubgewinde ver
sehen ist. In den Anschlußstutzen 32, 33 sind jeweils Rückflußverhinderer
34, 35 angeordnet, die jeweils in unterschiedlicher Richtung wirksam sind.
Mithin kann Wasser aus der zuströmseitigen Kammer 14 zwar durch den
Seitenanschluß 30, nicht jedoch durch den Seitenanschluß 31 hinausfließen.
Umgekehrt ist ein Wasserzugang in die zuströmseitige Kammer 14 zwar
durch den Seitenanschluß 31, nicht jedoch durch den Seitenanschluß 30
möglich.
Beide Seitenanschlüsse 30, 31 sind mit Ventilen 37, 38 bestückt, mittels de
ren der Wasserdurchfluß durch den jeweiligen Seitenanschluß unterbunden
werden kann. Beide Ventile 37, 38 sind lösbar mit dem jeweiligen Seitenan
schluß 30, 31 verbunden. Während jedoch zwischen dem Ventil 37 eine un
mittelbare Schraubverbindung mit dem Seitenanschluß 30 besteht, ist das
Ventil 38 in einem Verbindungselement 40 aufgenommen, welches seiner
seits durch eine entsprechende Gewindeverbindung 41 fest, jedoch lösbar
mit dem Seitenanschluß 31 verbunden ist. Das Verbindungselement 40 ist
mit einer - hier nicht gezeigten Leitung - fest, jedoch lösbar verbindbar.
Nach dem Schließen des Ventils 38 und dem Trennen des Verbindungsele
ments 40 vom Seitenanschluß 31 ist somit in jedem Falle gewährleistet, daß
ein unerwünschter Wasseraustritt weder durch den Seitenanschluß 31 noch
durch eine nach wie vor fest mit dem Verbindungselement 40 verbundenen
Zuleitung erfolgen kann.
In Fig. 2 ist eine Leitungsanordnung für die Wassernotversorgung mehrerer
Gebäude A, B, C, D, E gezeigt. Alle Gebäude A, B, C, D, E sind mit unter
einander gleichartigen Hauptanschlüssen versehen, in die jeweils eine Ad
apterarmatur der vorstehend beschriebenen Art integriert ist. Im folgenden
werden daher die in Verbindung mit Fig. 1 eingeführten Bezeichnungen
übernommen sowie zur Kennzeichnung des jeweiligen Gebäudes ein auf
letzteres hinweisender Buchstabe vorangestellt.
Im Bereich der Gebäude A bis E ist das Wasserversorgungsnetz 7 gesperrt,
mithin besteht keine Strömungsverbindung zwischen dem Wasserversor
gungsnetz 7 und den zu dem Gebäuden A bis E hinführenden Zuströmlei
tungen 8, B8, C8, D8, E8. Zur Herstellung einer Wassernotversorgung sind die
Gebäude A bis E jedoch mit dem im folgenden beschriebenen Leitungssy
stem miteinander "in Reihe" verbunden.
Zwischen dem Wasserversorgungsnetz 7 und dem Seitenanschluß 31 der
Adapterarmatur 1 im Gebäude A besteht eine provisorische Leitungsverbin
dung 45, etwa eine mit einem Hydranten 46 verbundene Schlauchverbin
dung. Über die Hauszugangsleitung 19 der Adapterarmatur 1 des Gebäudes
A kann somit das Gebäude A ordnungsgemäß mit Wasser versorgt werden,
wobei die zugeführte Menge vom Zähler 24 erfaßt wird. Wie oben bereits
beschrieben, gewährleistet ein Rückflußverhinderer 34, daß aus dem Haus
netz 10 kein Rückstrom von Wasser in die provisorische Leitung 45 und da
mit in das Wasserversorgungsnetz 7 erfolgen kann. Somit besteht auf die
sem Wege keine Gefahr einer Kontamination von Trinkwasser.
Der Seitenanschluß 30 der Adapterarmatur 1 des Gebäudes A steht über
eine Zuleitung 48 mit dem Seitenanschluß B31 der Adapterarmatur B1 des
Gebäudes B in Strömungsverbindung. Der Rückflußverhinderer 34 im Sei
tenanschluß 30 der Adapterarmatur 1 im Gebäude A sowie ein entsprechen
der Rückflußverhinderer im Seitenanschluß B31 der Adapterarmatur B1 in
Gebäude B gewährleistet dabei, daß durch die Leitung 48 nur ein Wasserzu
strom von der Adapterarmatur 1 im Gebäude A zur Adapterarmatur B1 im
Gebäude B, nicht jedoch umgekehrt, erfolgen kann. Die mit dem Seitenan
schluß B31 strömungsverbundene zuströmseitige Kammer B14 dient nun
mehr als Verteilungselement für die Verteilung von Wasser sowohl in das
Gebäude B als auch in das nachgeschaltete Gebäude C.
In analoger Weise besteht eine Strömungsverbindung zwischen dem Seiten
anschluß B30 der Adapterarmatur B1 und dem Seitenanschluß C31 der
Adapterarmatur C1 über die Verbindungsleitung 48', zwischen dem Seiten
anschluß C30 der Adapterarmatur C1 des Gebäudes C und dem Seitenan
schluß D31 der Adapterarmatur D1 des Gebäudes D über der Verbin
dungsleitung 48'' sowie über die Verbindungsleitung 48''' zwischen dem
Seitenanschluß D30 der Adapterarmatur D1 mit dem Seitenanschluß E31
der Adapterarmatur E1.
Im Unterschied zu den Seitenanschlüssen 30, B30, C30, D30 weist der
Seitenanschluß E30 keine Verbindung mit dem Wasserhauptanschluß eines
weiteren Gebäudes auf. Aus diesem Grunde ist der Seitenanschluß E30 mit
einem Verschlußstück 49 versehen, das anstelle eines Ventils 37 auf den
Seitenanschluß E31 aufgeschraubt ist. Anstelle des Verschlußstücks 49
gönnte auch ein in Schließlage bringbares Ventil 37 auf den Seitenanschluß
E30 aufgeschraubt sein.
Mit der oben beschriebenen "Reihenschaltung" mehrerer Wasserhauptan
schlüsse an den jeweiligen Adapterarmaturen 1, B1, C1, D1, E1 ist es so
mit möglich, eine Wassernotversorgung für mehrere Gebäude bereitzustel
len, ohne daß es dafür des Einbaus zusätzlicher und kostenintensiver Ab
zweigungsinstallationen in der Zuleitung 45 bedarf.
Die in Fig. 2 gezeigte Reihenschaltung mehrerer Adapterarmaturen 1, B1, C1,
D1, E1, ist zwar mit einem geringen leitungstechnischen Aufwand her
stellbar, aber mit einer zunehmenden Anzahl angeschlossener Gebäude ist
ein Absinken des Wasserzuleitungsdrucks zu verzeichnen. Bei hohen Was
serverbräuchen in den einzelnen Gebäuden ist daher eine parallele Wasser
versorgung der Gebäude A, B, C zweckmäßiger, wie sie in Fig. 3 gezeigt ist.
Bei der Notversorgung gemäß Fig. 3 ist wiederum davon auszugehen, daß
die Zuströmleitungen 8, B8, C8 wegen einer Unterbrechung im Wasserversor
gungsnetz 7 gesperrt sind. Die Wasserversorgung für die Gebäude A, B, C
erfolgt über eine Notleitung 51. Die Notleitung 51 weist Abzweigungspunkte
52, 52' auf, von denen Notzuleitungen 53, 53', 53'', die mit den Seitenan
schlüssen 31, B31, C31 der entsprechenden Adapterarmaturen 1, B1, C1
verbunden sind, abgehen.
Die jeweils weiteren Seitenanschlüsse 30, B30, C30 der Adapterarmaturen
1, B1, C1 können bei dieser "parallelen" Anordnung entweder zur Versor
gung weiterer Gebäude verwendet oder mittels der Ventile 37, B37, C37
geschlossen werden.
Die Adapterarmatur 1 eignet sich in besonderer Weise zum Durchspülen ei
ner Zuströmleitung 8, was nach der Wiederinbetriebnahme aus hygienischen
gründen zwingend erforderlich ist. Zum Zwecke des Durchspülens einer Zu
strömleitung 8 wird an der Adapterarmatur 1 das in der Hauszugangsleitung
19 angeordnete Absperrorgan 28 in Schließlage gebracht und ein in der Zu
strömleitung 8 angeordnetes Hauptanschlußventil 55 geöffnet. Aus der Zu
strömleitung 8 fließt dann Wasser in die zuströmseitige Kammer 14 der Ad
apterarmatur 1 ein und kann über eine mit dem Seitenanschluß 30 verbun
dene Spülabströmleitung abgeführt werden. Nach erfolgter Spülung wird das
Ventil 37 am Seitenanschluß 30 geschlossen und das Ventil 28 in der Haus
zugangsleitung 19 geöffnet, wodurch das Hausnetz 10 in gewohnter Weise
mit Wasser versorgt ist.
Bei mehreren Gebäuden, die nach der in den Fig. 2 oder 3 gezeigten Art
durch ein gemeinsames Wassernotversorgungssystem miteinander verbun
den sind, erfolgt die Spülung der Zugangsleitungen in der im folgenden be
schriebenen Art und Weise:
Bei "in Reihe" geschalteten Adapterarmaturen (Fig. 2) wird vor der Spülung der Zuführleitung E8 das Ventil E38 am Seitenanschluß E31 geschlossen und das Verbindungsstück E40 vom Seitenanschluß E31 getrennt. Diese Trennung erfolgt zum einen, um in den Gebäuden A, B, C und D einen gleichbleibenden Wasserdruck aufrechtzuerhalten, zum anderen erfüllt eine solche Trennung die Erfordernisse der Vorschrift DIN-1988, wonach eine trinkwasserführende Leitung physikalisch von einer mit Nicht-Trinkwasser, etwa einer Spülflüssigkeit, gefüllten Leitung getrennt sein muß. Nach einer derartigen Unterbrechung der Strömungsverbindung zwischen den Adapter armaturen D1 und E1 kann die Spülung des Anschlusses E8 in der vorher beschriebenen Weise erfolgen.
Bei "in Reihe" geschalteten Adapterarmaturen (Fig. 2) wird vor der Spülung der Zuführleitung E8 das Ventil E38 am Seitenanschluß E31 geschlossen und das Verbindungsstück E40 vom Seitenanschluß E31 getrennt. Diese Trennung erfolgt zum einen, um in den Gebäuden A, B, C und D einen gleichbleibenden Wasserdruck aufrechtzuerhalten, zum anderen erfüllt eine solche Trennung die Erfordernisse der Vorschrift DIN-1988, wonach eine trinkwasserführende Leitung physikalisch von einer mit Nicht-Trinkwasser, etwa einer Spülflüssigkeit, gefüllten Leitung getrennt sein muß. Nach einer derartigen Unterbrechung der Strömungsverbindung zwischen den Adapter armaturen D1 und E1 kann die Spülung des Anschlusses E8 in der vorher beschriebenen Weise erfolgen.
Nachfolgend werden entsprechende Maßnahmen in den Wasseranschlüssen
der Gebäude D, C, B und A - in dieser Reihenfolge - vorgenommen.
In im Prinzip gleicher Weise wie bei "in Reihe" miteinander geschalteten
Wasseranschlüssen können auch "parallel" gestaltete Wasseranschlüsse
gespült werden. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß gleichzeitig die Ventile
31, B31, C31 geschlossen und die entsprechenden Verbindungsstücke 40,
B40, C40 von den Seitenanschlüssen 31, B31, C31 gelöst werden. Die
Spülung der Zuströmleitungen 8, B8, C8 erfolgt simultan, in dem die
Hauptsperrventile 55, B55, C55 geöffnet und das zuströmende Wasser
durch die Seitenanschlüsse 30, B30, C30 abgeführt wird.
Claims (10)
1. In einen Hauptwasseranschluß eines Gebäudes integrierbare Adapterar
matur (1), insbesondere für die Einrichtung einer Wassernotversorgung,
mit einem rohrförmigen Anschlußelement (2), das an seinen beiden Stir
nenden mit Verbindungsmitteln, etwa Normgewinden (3, 4), zum Verbin
den mit einer an ein Wasserversorgungsnetz (7) angeschlossenen Zu
flußleitung (8) sowie einer mit einem Hausversorgungsnetz (10) strö
mungsverbundenen Abströmleitung (9) des Hauptwasseranschlusses ver
sehen und mittels einer Trennwand (12) in eine zuströmseitige Kammer
(14) sowie eine abströmseitige Kammer (15) unterteilt ist, wobei von der
zuströmseitigen Kammer (14) eine mit der abströmseitigen Kammer (15)
strömungsverbundene Hauszugangsleitung (19) sowie wenigstens zwei
Seitenanschlüsse (30, 31) abzweigen.
2. Adapterarmatur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das Anschlußelement (2) derart bemessen ist, daß die Adapterarmatur
(1) in einem für die Befestigung eines Wasserzählers bestimmten Befe
stigungsbügel einsetzbar ist.
3. Adapterarmatur nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß in der Hauszugangsleitung (19) ein Wasserzähler (24) integriert ist.
4. Adapterarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Hauszugangsleitung (19) ein Absperror
gan, etwa ein Ventil (28) oder ein Schieber, integriert ist.
5. Adapterarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Seitenanschlüsse (30, 31) fest mit dem An
schlußelement (2), etwa durch Verschweißen oder Verlöten, verbundene
Anschlußstutzen aufweisen, die jeweils an ihren - in Strömungsrichtung
gesehen - vom Anschlußelement (2) entfernten Enden mit Verbindungs
mitteln, etwa Normgewinden (30, 41) versehen sind.
6. Adapterarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zum Verhindern unbeabsichtigten Abströmens
von Wasser aus der Adapterarmatur (1) der zuströmseitigen Kammer (14)
und/oder wenigstens einem der Seitenanschlüsse (30, 31) ein Rücklauf
verhinderer (17) vorgeschaltet ist.
7. Adapterarmatur nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
wenigstens die beiden Seitenanschlüsse (30, 31) mit jeweils in unter
schiedliche Richtungen wirkenden Rücklaufverhinderern (34, 35) ausgerü
stet sind.
8. Adapterarmatur nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß wenigstens ein Seitenanschluß (30, 31) mit ei
nem Absperrorgan (37, 38) versehen ist.
9. Adapterarmatur nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
das Absperrorgan (37, 38) des Seitenanschlusses (30, 31) mit diesem
trennbar verbunden ist.
10. Wassernotversorgung mehrerer mit jeweils an ein Versorgungsnetz (7)
angeschlossenen Hauptwasseranschlüssen versehene Gebäude
(A:B:C;D;E), gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
- - Die Hauptwasseranschlüsse sind mit Adapterarmaturen (1, B1, C1, D1, E1) versehen, welche Adapterarmaturen (1, B1, C1, D1, E1) jeweils ein rohrförmiges, an Stelle einer Zähluhr in den jeweiligen das mittels einer Trennwand (12) in eine zuströmseitige Kammer (14) und eine abströmseitige Kammer (15) unterteilt und an seinen beiden Stirnenden mit Verbindungsmitteln, wie Normgewinden (3, 4), ausge stattet ist, wobei von der zuströmseitigen Kammer (14) eine mit der abströmseitigen Kammer (15) strömungsverbundene Hauszugangs leitung (19) sowie wenigstens zwei Seitenanschlüsse (30, 31; B30, B31; C30, C31; D30, D31; E30, E31) abzweigen,
- - ein erster Seitenanschluß (30) der Adapterarmatur (1) eines ersten Gebäudes (A) ist mit einem ersten Seitenanschluß (B31) der Adapter armatur (B1) eines zweiten Gebäudes (B) und/oder dem Hauptwas seranschluß (B8) des zweiten Gebäudes (B) strömungsverbunden,
- - ein zweiter Seitenanschluß (31) der Adapterarmatur (1) des ersten Gebäudes und/oder ein zweiter Seitenanschluß (B30) der Adapterar matur (B1) des zweiten Gebäudes (B) ist/sind mit einem Seitenan schluß (C31) der Adapterarmatur (C1) eines dritten Gebäudes (C) ver bunden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998115255 DE19815255A1 (de) | 1998-04-04 | 1998-04-04 | Adapterarmatur |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998115255 DE19815255A1 (de) | 1998-04-04 | 1998-04-04 | Adapterarmatur |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19815255A1 true DE19815255A1 (de) | 1999-10-07 |
Family
ID=7863677
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998115255 Withdrawn DE19815255A1 (de) | 1998-04-04 | 1998-04-04 | Adapterarmatur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19815255A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2844534A1 (fr) * | 2002-09-16 | 2004-03-19 | Comptage Immobilier Services | Dispositif de montage d'un appareil sur une canalisation d'alimentation |
-
1998
- 1998-04-04 DE DE1998115255 patent/DE19815255A1/de not_active Withdrawn
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2844534A1 (fr) * | 2002-09-16 | 2004-03-19 | Comptage Immobilier Services | Dispositif de montage d'un appareil sur une canalisation d'alimentation |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8141 | Disposal/no request for examination |