DE19815703A1 - Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoffhaltigen Gasen - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoffhaltigen GasenInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoffhaltigen Gasen hat eine erste Elektrode (2), eine zweite Elektrode (1), die in einem Abstand zur ersten Eleketrode (2) angeordnet ist, eine Dielektrikumsschicht (4), die zwischen der ersten (2) und der zweiten Elektrode (1) angeordnet ist und diese voneinander trennt, und einen Gasspalt (3), der zwischen der ersten (2) und der zweiten Elektrode (1) angeordnet und durch den hindurch das sauerstoffhaltige Gas leitbar ist. DOLLAR A Die Dielektrikumsschicht (4) ist aus einer in einem Brennvorgang bei hohen Temperaturen zu einer Keramikschicht umwandelbaren aluminiumhaltigen Stahllegierung hergestellt (Figur 1).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Erzeu
gung von Ozon aus sauerstoffhaltigen Gasen, mit einer ersten
Elektrode, einer zweiten Elektrode, die in einem Abstand zur
ersten Elektrode angeordnet ist, einer Dielektrikumsschicht,
die zwischen der ersten und der zweiten Elektrode angeordnet
ist und diese voneinander trennt, und einem Gasspalt, der
zwischen der ersten und der zweiten Elektrode angeordnet und
durch den hindurch das sauerstoffhaltige Gas leitbar ist.
Derartige Vorrichtungen zur Erzeugung von Ozon aus sauer
stoffhaltigen Gasen beruhen auf dem Prinzip der stillen
elektrischen Entladung. An die beiden Elektroden, die durch
die Dielektrikumsschicht und den Gasspalt voneinander ge
trennt sind, wird Hochspannungswechselstrom angelegt. Wird
dann gleichzeitig durch den Gasspalt das sauerstoffhaltige
Gas geleitet, so tritt eine elektrische Hochspannungsentla
dung ohne Funkenbildung und helle Lichterscheinung auf, die
zur Ozonbildung führt.
Als Dielektrikumsschicht kommen derzeit Keramikschichten zum
Einsatz; bei zylindrischen Vorrichtungen zur Erzeugung von
Ozon werden aus dem Keramikmaterial Keramikrohre gebildet,
deren beschränkte Flexibilität und Fertigungsbegrenzung hin
sichtlich der Länge zur Folge haben, daß auch die Weite des
Gasspaltes und damit des Entladungsraums aufgrund der Tole
ranzen der Radien der Elektroden, die als Elektrodenstab
oder -rohre ausgebildet sind, eingeschränkt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die eingangs ge
schilderte Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauer
stoffhaltigen Gasen derart weiterzubilden, daß im Betrieb
der Vorrichtung kleinere Gasspalte und höhere Feldstärken
möglich sind, um die Ozonausbeute, die Ozonkonzentration und
den elektrischen Wirkungsgrad zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Dielektrikumsschicht aus einer in einem Brennvorgang bei ho
hen Temperaturen zu einer Keramikschicht umwandelbaren alu
miniumhaltigen Stahllegierung hergestellt ist. Derartige
Dielektrikumsschichten weisen im Vergleich zum Stand der
Technik eine höhere Dielektrizitätskonstante und eine besse
re Wärmeleitfähigkeit auf. Darüber hinaus sind sie mit grö
ßerer Fertigungsgenauigkeit herstellbar und weisen im Ver
gleich zu den herkömmlichen Keramikschichten eine größere
Flexibilität auf. Die Dielektrikumsschicht entsteht durch
den in einem Ofen stattfindenden Brennvorgang, wobei auf ei
ner aluminiumenthaltenden Stahllegierung eine Keramikschicht
aus Aluminiumoxid entsteht. Diese gleichmäßig dünne Keramik
schicht aus Aluminiumoxid hat eine höhere elektrische Durch
schlagsfestigkeit als die im bisherigen Stand der Technik
eingesetzten Keramikschichten. Die Dielektrizitätskonstante
einer erfindungsgemäß hergestellten Keramikschicht aus Alu
miniumoxid ist darüber hinaus höher als die von Glas. Die
Wärmeleitfähigkeiten der erfindungsgemäßen Keramikschicht
aus Aluminiumoxid sind im Vergleich zum Stand der Technik
erheblich verbessert. Darüber hinaus kann die erfindungsge
mäße Dielektrikumsschicht sehr dünn und in jeder Länge und
Breite auf dem Metall bzw. der aluminiumhaltigen Legierung
erzeugt werden. Die Keramikschicht aus Aluminiumoxid und der
Grundmetallkörper, auf dem sie ausgebildet ist, haben eine
hohe Flexibilität und erlauben die Fertigung von Gasspalten
beliebiger Länge. Kleine Abstände zwischen den Elektroden
und der Dielektrikumsschicht und dünne Dielektrikumsschich
ten führen dazu, daß die elektrische Feldstärke erhöht wird
und ermöglichen so eine höhere Ozonausbeute in bezug auf den
angelegten elektrischen Strom.
Zweckmäßigerweise kann die erste Elektrode als Innenelektro
de und die zweite Elektrode als röhrenförmige Außenelektrode
ausgebildet sein, wobei die röhrenförmige Außenelektrode die
Innenelektrode konzentrisch umgibt.
Hierbei kann die Innenelektrode spannungsführend ausgebildet
werden.
Es ist möglich, die zwischen der Innen- und der Außenelek
trode angeordnete röhrenförmige Dielektrikumsschicht separat
anzuordnen. Alternativ kann die zwischen der Innen- und der
Außenelektrode angeordnete röhrenförmige Dielektrikums
schicht auf der Außenfläche der Innenelektrode oder auf der
Innenfläche der Außenelektrode angeordnet werden.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann
die röhrenförmige Dielektrikumsschicht aus einer Folie aus
aluminiumhaltiger Stahllegierung hergestellt werden. Diese
röhrenförmige Dielektrikumsschicht kann dann mit Abstand so
wohl zur Innenelektrode als auch zur Außenelektrode angeord
net werden, wobei dann ein geteilter Gasspalt bzw. zwei Gas-
spalte vorhanden sind.
Alternativ ist es möglich, die röhrenförmige Dielektrikums
schicht auf der Außenfläche der Innenelektrode oder auf der
Innenfläche der Außenelektrode aufzubringen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der er
findungsgemäßen Vorrichtung ist die röhrenförmige Dielektri
kumsschicht auf der Außenfläche der aus aluminiumhaltiger
Stahllegierung bestehenden Innenelektrode oder auf der In
nenfläche der aus aluminiumhaltiger Stahllegierung bestehen
den Außenelektrode durch Beaufschlagung der Innenelektrode
bzw. der Außenelektrode mit dem Brennvorgang gebildet. Hier
bei wird eine mit der jeweiligen Elektrode unmittelbar ver
bundene Dielektrikumsschicht geschaffen, die mechanisch ver
formbar ist und fest mit einem Körper verbunden ist, der im
Inneren elektrisch leitend ist und an seinen Oberflächen
aufgrund der dort nach dem Brennvorgang vorhandenen Dielek
trikumsschicht auch als Dielektrikum wirkt.
Vorteilhaft ist das Verhältnis von Innenradius der röhren
förmigen Außenelektrode und Außenradius der Innenelektrode
kleiner als 1,5.
Der Innenradius der röhrenförmigen Außenelektrode liegt
zweckmäßigerweise zwischen 5 und 50 mm, vorzugsweise bei et
wa 30 mm.
Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind die erste und die zweite Elektrode als ein
ander parallel gegenüberliegende Plattenelektroden ausgebil
det, von denen eine eine Innenelektrode und die andere eine
spannungsführende Gegenelektrode ist.
Die zwischen der Innen- und der Gegenelektrode angeordnete
plattenförmige Dielektrikumsschicht kann separat vorgesehen
sein, d. h., sie kann sowohl zur Innen- als auch zur Gegen
elektrode einen Abstand aufweisen, so daß sich ein zweige
teilter Gasspalt bzw. zwei Gasspalte ergibt bzw. ergeben.
Alternativ ist es möglich, die zwischen der Innen- und der
Gegenelektrode angeordnete plattenförmige Dielektrikums
schicht auf der Innenfläche der Innenelektrode oder der der
Innenfläche der Innenelektrode gegenüberliegenden Oberfläche
der Gegenelektrode anzuordnen.
Die plattenförmige Dielektrikumsschicht kann aus einer Folie
aus aluminiumhaltiger Stahllegierung hergestellt werden.
Sie kann auf der Innenfläche der Innenelektrode oder auf der
der Innenfläche der Innenelektrode gegenüberliegenden Außen
fläche der Gegenelektrode aufgebracht sein.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsge
mäßen Vorrichtung ist die plattenförmige Dielektrikums
schicht auf der Innenfläche der aus aluminiumhaltiger Stahl
legierung bestehenden Innenelektrode oder der Außenfläche
der aus aluminiumhaltiger Stahllegierung bestehenden Gegen
elektrode durch Beaufschlagung der Innenelektrode bzw. der
Gegenelektrode mit dem bereits geschilderten Brennvorgang
gebildet.
Der Abstand zwischen der Dielektrikumsschicht und der bzw.
den Elektroden kann 0,1 bis 1,0 mm, vorzugsweise etwa 0,5
mm, betragen.
Zur Ausgestaltung der Dielektrikumsschicht ist es besonders
vorteilhaft, wenn die aluminiumhaltige Stahllegierung einen
Aluminiumanteil von ca. 5 bis 10 Gew.-% aufweist.
Die röhrenförmige Dielektrikumsschicht kann gemäß einer vor
teilhaften Ausführungsform aus streifenförmigen, dünnen Me
tallfolien gebildet werden, die spiralförmig und überlappend
zu einer Röhre gewickelt und dann mit dem Brennvorgang be
aufschlagbar sind.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die
röhrenförmige Dielektrikumsschicht aus einer dünnen Metall
folie hergestellt werden, die nach ihrer Beaufschlagung mit
dem Brennvorgang so flexibel bleibt, daß sie auf eine Elek
trode aufwickel- und aufbrennbar ist.
Zur Verbesserung der Wärmeableitung kann es vorteilhaft
sein, zwischen der Dielektrikumsschicht und der gekühlten
Außenelektrode eine auf die Dielektrikumsschicht gewickelte
flexible Keramikschnur vorzusehen.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform kann die
Metallfolie spiralförmig und überlappend zu einem Rohr ge
wickelt und mit Nieten in der Rohrform stabilisiert sein.
Nach der Beaufschlagung mit dem Brennvorgang ist auf der in
neren und der äußeren Oberfläche des gewickelten Rohres die
Aluminiumoxid-Keramikschicht ausgebildet, so daß die Ober
fläche das Dielektrikum ist und das Innere der Folie, das
sich in seiner Struktur nicht verändert hat, die elektrisch
leitende Schicht der Innenelektrode ist, wenn an sie Strom
gelegt wird. Das Ozonerzeugerelement wird somit aus der in
neren Metallelektrode, dem darauf ausgebildeten Metalloxid-
Keramikdielektrikum, dem Gasspalt und der Gegen- bzw. Au
ßenelektrode gebildet. Die beiden Öffnungen am Anfang und am
Ende des die Innenelektrode und das Dielektrikum ausbilden
den gewickelten Rohres werden mit Stopfen aus ozonbeständi
gem Werkstoff geschlossen, so daß als Gasspalt für den
Durchfluß und für die Entladung des Gases nur der Raum zwi
schen dem äußeren Metalloxid-Keramikdielektrikum und der Ge
genelektrode verbleibt.
Bei einem Verfahren zur Herstellung einer Dielektrikums
schicht einer Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauer
stoffhaltigen Gasen wird die Dielektrikumsschicht aus einer
aluminiumhaltigen Stahllegierung hergestellt, die bei hohen
Temperaturen einem Brennvorgang unterzogen und zu einer Ke
ramikschicht umgewandelt wird.
Hierbei kann die Dielektrikumsschicht vorteilhaft aus einer
Folie aus aluminiumhaltiger Stahllegierung hergestellt wer
den.
Es ist möglich, die Dielektrikumsschicht auf die Außenfläche
einer Innenelektrode oder auf die Innenfläche einer Gegen- oder
Außenelektrode aufzubringen, wobei der Aufbringvorgang
vorteilhafterweise als Aufbrennvorgang ausgestaltet sein
kann.
Zweckmäßigerweise wird die Dielektrikumsschicht auf der Au
ßenfläche einer aus aluminiumhaltiger Stahllegierung beste
henden Innenelektrode oder auf der Innenfläche einer aus
aluminiumhaltiger Stahllegierung bestehenden Gegen- oder Au
ßenelektrode hergestellt, indem die Innenelektrode bzw. die
Gegen- oder Außenelektrode mit dem Brennvorgang beaufschlagt
werden.
Als aluminiumhaltige Stahllegierung ist eine solche mit ei
nem Aluminiumgehalt von ca. 5 bis 10 Gew.-% besonders vor
teilhaft.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Dielektrikumsschicht
ist es möglich, streifenförmige dünne Metallfolie spiralför
mig und überlappend zu einer Röhre zu wickeln und dann dem
Brennvorgang zu unterziehen.
Alternativ kann dünne Metallfolie mit dem Brennvorgang be
aufschlagt und dann auf eine Elektrode aufgewickelt und auf
gebrannt werden.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbei
spielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläu
tert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoff
haltigen Gasen;
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoff
haltigen Gasen;
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoff
haltigen Gasen;
Fig. 4 eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoff
haltigen Gasen; und
Fig. 5 eine fünfte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoff
haltigen Gasen.
Mit in den Fig. 1 bis 5 beispielhaft gezeigten Ausfüh
rungsformen von Vorrichtungen zur Erzeugung von Ozon aus
sauerstoffhaltigen Gasen wird Ozon nach der Methode der
stillen elektrischen Entladung erzeugt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform sind zwei
Plattenelektroden 1, 2 vorgesehen. Die Plattenelektrode 1
ist als Gegenelektrode ausgestaltet. Die Plattenelektrode 2
ist als Innenelektrode ausgestaltet. Die Gegenelektrode 1
und die Innenelektrode 2 sind parallel zueinander mit einem
konstanten Abstand angeordnet. Durch den Zwischenraum zwi
schen den beiden Plattenelektroden 1, 2 wird ein Gasspalt 3
gebildet, durch den ein sauerstoffhaltiges Gas geführt wird.
Auf der der Gegenelektrode 1 zugewandten Innenfläche der In
nenelektrode 2 ist eine Dielektrikumsschicht 4 angeordnet,
die, wie die Innenelektrode 2 und die Gegenelektrode 1,
plattenförmig ausgestaltet ist und hinsichtlich ihrer Breite
und Länge den Abmessungen der Innenelektrode 2 entspricht.
Mittels der Dielektrikumsschicht 4 werden die Innenelektrode
2 und die Gegenelektrode 1 elektrisch voneinander getrennt.
Die Dielektrikumsschicht 4 kann gebildet werden, indem eine
Metallplatte, die aus einer aluminiumhaltigen Stahllegierung
besteht, wobei der Aluminiumgehalt der Stahllegierung ca. 5
bis 10 Gew.-% betragen kann, einem Brennvorgang bei einer
vergleichsweise hohen Temperatur unterzogen wird. Hierdurch
bildet sich auf der Innenseite der Innenelektrode 2 die Di
elektrikumsschicht 4 in Form einer Keramikschicht aus Alumi
niumoxid aus, deren Stärke und Qualität in Abhängigkeit von
Temperatur und Dauer des Brennvorgangs abhängig ist.
Die Gegenelektrode 1 kann beispielsweise mittels Wasser ge
kühlt werden.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoff
haltigen Gasen unterscheidet sich von der vorstehend anhand
von Fig. 1 geschilderten Ausführungsform dadurch, daß beid
seitig der Innenelektrode 2 jeweils eine Gegenelektrode 1
bzw. 5 angeordnet ist. Somit sind bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 2 auch zwei Gasspalte 3 bzw. 6 vorgesehen.
Auf der der zweiten Gegenelektrode 5 zugewandten Oberfläche
der Innenelektrode 2 ist eine weitere Dielektrikumsschicht 7
ausgebildet, die ebenfalls durch den bereits erläuterten
Brennvorgang hergestellt werden kann.
Die zweite Gegenelektrode 5 kann, wie die erste Gegenelek
trode 1, ebenfalls mit Wasser gekühlt werden.
Die in Fig. 3 dargestellte Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoff
haltigen Gasen ist als Rohrozonerzeugerelement ausgebildet.
Zu diesem Rohrozonerzeugerelement gehört eine zylindrische
Innenelektrode 8, die als Innenelektrodenstab oder als In
nenelektrodenrohr ausgebildet sein kann.
Die Innenelektrode 8 ist konzentrisch von einer Außenelek
trode 9 umgeben, welche zweckmäßigerweise als Außenelektro
denrohr ausgebildet ist.
Zwischen der Außenmantelfläche der Innenelektrode 8 und der
Innenmantelfläche der Außenelektrode 9 ist ein Gasspalt 10
vorgesehen, durch den hindurch das sauerstoffhaltige Gas ge
leitet wird.
Die Außenelektrode 9 kann zweckmäßigerweise mit Wasser ge
kühlt werden.
Auf der Außenmantelfläche der Innenelektrode 8 ist eine röh
renförmige Dielektrikumsschicht 11 vorgesehen. Die Dielek
trikumsschicht 11 ist als Keramikschicht aus Aluminiumoxid
ausgebildet und wurde mit dem bereits im Zusammenhang mit
den Fig. 1 und 2 geschilderten Brennvorgang hergestellt.
Sie trennt die Innenelektrode 8 elektrisch von der Außen
elektrode 9.
Die in Fig. 4 dargestellte Ausführungsform der erfindungs
gemäßen Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoff
haltigen Gasen unterscheidet sich von der in Fig. 3 darge
stellten Ausführungsform dadurch, daß die Dielektrikums
schicht 11 sowohl einen Abstand zur Außenmantelfläche der
Innenelektrode 8 als auch einen Abstand zur Innenmantelflä
che der Außenelektrode 9 aufweist, so daß statt eines Gas
spalts 10 zwei Gasspalte 12, 13 vorhanden sind.
Die Dielektrikumsschicht 11 hat bei der in Fig. 4 darge
stellten Ausführungsform die Konfiguration eines Rohrele
ments, welches konzentrisch zur Innenelektrode 8 und damit
auch zur Außenelektrode 9 angeordnet ist.
Diese rohrförmige Dielektrikumsschicht 11 kann beispielswei
se durch eine Metallfolie gebildet werden, welche dem be
reits mehrfach erwähnten Brennvorgang unterzogen wird, wo
durch sich auf ihren Außenflächen die bereits mehrfach er
wähnte Keramikschicht aus Aluminiumoxid bildet.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform kann die
Innenelektrode 8 als Innenelektrodenstab oder als Innenelek
trodenrohr ausgebildet sein, wobei die Außenelektrode 9 als
Außenelektrodenrohr ausgebildet ist und mittels Wasser ge
kühlt wird.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauer
stoffhaltigen Gasen handelt es sich um eine spezielle Aus
führungsform der in Fig. 3 dargestellten Vorrichtung.
Die Innenelektrode 8 ist auf ihrer Außenseite mit der Di
elektrikumsschicht 11 versehen. Die Dielektrikumsschicht 11
wird durch streifenförmige Metallfolien gebildet, die einan
der überlappend um die Außenmantelfläche der Innenelektrode
8 gewickelt sind. Von diesen streifenförmigen Metallfolien
ist in Fig. 5 lediglich eine Metallfolie 14 dargestellt.
Die Metallfolien 14 können, bevor sie auf die Innenelektrode
8 aufgewickelt werden, dem bereits mehrfach erwähnten Brenn
vorgang unterzogen werden. Nachdem sie dann auf die Innen
elektrode 8 aufgewickelt sind, werden sie erneut einem Brenn
vorgang unterzogen, wobei sie an den einander überlagernden
Flächenabschnitten eine innige Verbindung eingehen.
Alternativ ist es möglich, die Metallfolien 14 auf die Au
ßenmantelfläche der Innenelektrode 8 zu wickeln und erst da
nach einem Brennvorgang zu unterziehen, wodurch dann auf der
Außenmantelfläche der Innenelektrode 8 die Dielektrikums
schicht 11 entsteht.
Wesentliches Element der erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
Erzeugung von Ozon aus sauerstoffhaltigen Gasen ist die Di
elektrikumsschicht, die zwischen der Innenelektrode und der
Außenelektrode bzw. der Gegenelektrode angeordnet ist und
die aus einer aluminiumhaltigen Stahllegierung, welche einem
Brennvorgang unterzogen wird, hergestellt wird.
Claims (30)
1. Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoffhalti
gen Gasen, mit einer ersten Elektrode (2; 8), einer zweiten
Elektrode (1; 9), die in einem Abstand zur ersten Elektrode
(2; 8) angeordnet ist, einer Dielektrikumsschicht (4; 11),
die zwischen der ersten (2; 8) und der zweiten Elektrode (1;
9) angeordnet ist und diese voneinander trennt, und einem
Gasspalt (3; 10), der zwischen der ersten (2; 8) und der
zweiten Elektrode (1; 9) angeordnet und durch den hindurch
das sauerstoffhaltige Gas leitbar ist, dadurch gekennzeich
net, daß die Dielektrikumsschicht (4; 11) aus einer in einem
Brennvorgang bei hohen Temperaturen zur einer Keramikschicht
umwandelbaren aluminiumhaltigen Stahllegierung hergestellt
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die erste Elektrode
als Innenelektrode (8) und die zweite Elektrode als röhren
förmige Außenelektrode (9) ausgebildet ist, wobei die röh
renförmige Außenelektrode (9) die Innenelektrode (8) konzen
trisch umgibt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der die Innenelektrode
(8) spannungsführend ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der die zwischen
der Innen- (8) und der Außenelektrode (9) angeordnete röh
renförmige Dielektrikumsschicht (11) separat angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der die zwischen
der Innen- (8) und der Außenelektrode (9) angeordnete röh
renförmige Dielektrikumsschicht (11) auf der Außenfläche der
Innenelektrode (8) oder auf der Innenfläche der Außenelek
trode (9) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, bei der die röhren
förmige Dielektrikumsschicht (11) aus eine Folie aus alumi
niumhaltiger Stahllegierung hergestellt ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, bei der die röhren
förmige Dielektrikumsschicht (11) auf der Außenfläche der
Innenelektrode (8) oder auf der Innenfläche der Außenelek
trode (9) aufgebracht ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, bei der
die röhrenförmige Dielektrikumsschicht (11) auf der Außen
fläche der aus aluminiumhaltiger Stahllegierung bestehenden
Innenelektrode (8) oder auf der Innenfläche der aus alumini
umhaltiger Stahllegierung bestehenden Außenelektrode (9)
durch Beaufschlagung der Innenelektrode (8) bzw. der Außen
elektrode (9) mit dem Brennvorgang gebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, bei der
das Verhältnis von Innenradius der röhrenförmigen Außenelek
trode (9) und Außenradius der Innenelektrode (8) kleiner als
1,5 ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, bei der
der Innenradius der röhrenförmigen Außenelektrode (9) zwi
schen 5 und 50 mm, vorzugsweise 30 mm, beträgt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der die erste und die
zweite Elektrode als einander parallel gegenüberliegende
Plattenelektroden (1, 2) ausgebildet sind, von denen eine
eine Innenelektrode (2) und die andere eine spannungsführen
de Gegenelektrode (1) ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der die zwischen der
Innen- (2) und der Gegenelektrode (1) angeordnete platten
förmige Dielektrikumsschicht (4) separat angeordnet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, bei der die zwischen der
Innen- (2) und der Gegenelektrode (1) angeordnete platten
förmige Dielektrikumsschicht (4) auf der Innenfläche der In
nenelektrode (2) oder auf der der Innenfläche der Innenelek
trode (2) gegenüberliegenden Oberfläche der Gegenelektrode
(1) angeordnet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12 oder 13, bei der die plat
tenförmige Dielektrikumsschicht (4) aus einer Folie aus alu
miniumhaltiger Stahllegierung hergestellt ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, bei der die plat
tenförmige Dielektrikumsschicht (4) auf der Innenfläche der
Innenelektrode (2) oder auf der der Innenfläche der Innen
elektrode (2) gegenüberliegenden Außenfläche der Gegenelek
trode (1) aufgebracht ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15, bei der
die plattenförmige Dielektrikumsschicht (4) auf der Innen
fläche der aus aluminiumhaltiger Stahllegierung bestehenden
Innenelektrode (2) oder auf der Außenfläche der aus alumini
umhaltiger Stahllegierung bestehenden Gegenelektrode (1)
durch Beaufschlagung der Innenelektrode (2) bzw. der Gegen
elektrode (1) mit dem Brennvorgang gebildet ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, bei der
der Abstand zwischen der Dielektrikumsschicht (4; 11) und
der bzw. den Elektroden (1, 2; 8, 9) ca. 0,1 bis 1,0 mm,
vorzugsweise 0,5 mm, beträgt.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei der
die zur Ausbildung der Dielektrikumsschicht (4; 11) vorgese
hene aluminiumhaltige Stahllegierung einen Aluminiumanteil
von ca. 5 bis 10 Gew.-% aufweist.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10 und 17
oder 18, bei der die röhrenförmige Dielektrikumsschicht (11)
aus streifenförmiger dünner Metallfolie (14) gebildet ist,
die spiralförmig und überlappend zu einer Röhre gewickelt
und dann mit dem Brennvorgang beaufschlagbar ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2, 3, 5 bis 7, 9,
10, 17 bis 19, bei der die röhrenförmige Dielektrikums
schicht (11) aus einer dünnen Metallfolie (14) hergestellt
ist, die nach ihrer Beaufschlagung mit dem Brennvorgang so
flexibel ist, daß sie auf eine Elektrode (8) aufwickel- und
aufbrennbar ist.
21. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 20, bei der
zwischen der Dielektrikumsschicht und der gekühlten Außen
elektrode eine auf die Dielektrikumsschicht gewickelte flexi
ble Keramikschnur angeordnet ist.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2, 3 oder 6, bei
der die Innenelektrode (8) aus spiralförmig und überlappend
zu einem Rohr gewickelter und in Rohrform, z. B. mittels Nie
ten, stabilisierter Metallfolie aus aluminiumhaltiger Stahl
legierung gebildet ist, wobei das gewickelte und stabili
sierte Rohr mit dem Brennvorgang beaufschlagbar ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, bei der das Rohr beidsei
tig mittels jeweils einem aus einem ozonbeständigen Werk
stoff bestehenden Stopfen geschlossen ist.
24. Verfahren zur Herstellung einer Dielektrikumsschicht
(4; 11) einer Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauer
stoffhaltigen Gasen, vorzugsweise nach einem der Ansprüche 1
bis 23, bei dem die Dielektrikumsschicht (4; 11) aus einer
aluminiumhaltigen Stahllegierung hergestellt wird, die bei
hohen Temperaturen einem Brennvorgang unterzogen und zu ei
ner Keramikschicht umgewandelt wird.
25. Verfahren nach Anspruch 24, bei dem die Dielektrikums
schicht (4; 11) aus einer Folie aus aluminiumhaltiger Stahl
legierung hergestellt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25, bei dem die Dielektrikums
schicht (4; 11) auf die Außenfläche einer Innenelektrode (2;
8) oder auf die Innenfläche einer Gegen- oder Außenelektrode
(1; 9) aufgebracht, insbesondere aufgebrannt, wird.
27. Verfahren nach Anspruch 24, bei dem die Dielektrikums
schicht (4; 11) auf der Außenfläche einer aus aluminiumhal
tiger Stahllegierung hergestellten Innenelektrode (2; 8)
oder auf der Innenfläche einer aus aluminiumhaltiger Stahl
legierung bestehenden Gegen- oder Außenelektrode (1; 9) her
gestellt wird, indem die Innenelektrode (2; 8) bzw. die Ge
gen- oder Außenelektrode (1; 9) mit dem Brennvorgang beauf
schlagt werden.
28. Verfahren nach einem der Ansprüche 24 bis 27, bei dem
als aluminiumhaltige Stahllegierung eine aluminiumhaltige
Stahllegierung mit einem Aluminiumgehalt von ca. 5 bis 10
Gew.-% eingesetzt wird.
29. Verfahren nach Anspruch 24, 25 oder 28, bei dem strei
fenförmige dünne Metallfolie (14) spiralförmig und überlap
pend zu einer Röhre gewickelt und dem Brennvorgang unterzo
gen wird.
30. Verfahren nach Anspruch 24, 25 oder 28, bei dem eine
dünne Metallfolie (14) mit dem Brennvorgang beaufschlagt und
dann auf eine Elektrode (8) aufgewickelt und aufgebrannt
wird.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998115703 DE19815703A1 (de) | 1998-04-08 | 1998-04-08 | Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoffhaltigen Gasen |
| PCT/EP1999/002420 WO1999052818A1 (de) | 1998-04-08 | 1999-04-08 | Vorrichtung zur erzeugung von ozon aus sauerstoffhaltigen gasen |
| AU36058/99A AU3605899A (en) | 1998-04-08 | 1999-04-08 | Device for producing ozone from oxygen-containing gases |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998115703 DE19815703A1 (de) | 1998-04-08 | 1998-04-08 | Vorrichtung zur Erzeugung von Ozon aus sauerstoffhaltigen Gasen |
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ID=7863957
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Also Published As
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