DE19814455A1 - Frisörmanschette zum Haarschneiden - Google Patents
Frisörmanschette zum HaarschneidenInfo
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Abstract
Frisörmanschette aus Papier oder Kunststoff, die mindestens auf der Außenseite großflächig mit einem Haftklebstoff beschichtet ist.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Frisörmanschetten, die zum Haarschneiden um
den Hals eines Frisörkunden gelegt werden.
Beim Haarschneiden werden dem Kunden in der Regel ein glatter Umhang und
eine am Hals anliegende Manschette umgelegt um die abgeschnittenen Haare
von Kleidung und Körper fernzuhalten. Als Manschette dient dabei bisher ein etwa
10 cm breites, gekrepptes Papier mit einer Länge von etwa 50 cm. Dieses ist zur
Befestigung im allgemeinen mindestens an einem Ende mit einem Klebestreifen
versehen.
Die Entfernung dieses Schutzes bereitet jedoch Probleme. Die feinen, kurzen
Haarabschnitte haften, zum Teil durch elektrostatische Aufladung, an der Haut
und der Manschette. Vor dem Abnehmen der Manschette wird meist durch Pinsel
oder weiche Bürsten versucht, diese Haarabschnitte zu entfernen, was aber nur
sehr unvollständig gelingt. Dies führt dazu, daß die Haarabschnitte beim Abneh
men von Umhang und Manschette teilweise doch in die Kleidung des Kunden
oder zwischen diese und die Haut geraten und dort unangenehmen Juckreiz ver
ursachen.
Die vorliegende Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Frisör
manschette für die vorliegenden Zwecke zu schaffen, mit deren Hilfe ein Eindrin
gen der Haarabschnitte in und unter die Kleidung des Kunden zuverlässig verhin
dert wird.
Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe durch eine Manschette gelöst wird,
die auf der Außenfläche mit einem Haftklebstoff beschichtet ist.
Auf dieser Klebstoffschicht werden selbst feinste Härchen sicher fixiert und kön
nen so auch beim Abnehmen nicht mehr in die Kleidung des Kunden geraten,
gleichzeitig dient der Klebstoff auch zur Fixierung der freien Enden der Manschet
te aneinander. Die Manschette besteht dabei aus einem entsprechend beschich
teten Papier oder Kunststoff.
Das Trägermaterial der Manschette ist vorzugsweise elastisch, so daß es sich gut
an den Hals des jeweiligen Kunden anpaßt und sehr dicht an liegt. Dies kann in
einfacher Weise durch die Verwendung von gekrepptem Papier oder vorzugswei
se Vliesstoff erreicht werden. Da die Manschetten üblicherweise Wegwerf-Artikel
sind, ist diese preiswerte Lösung bevorzugt.
Das Trägermaterial wird erfindungsgemäß in geeigneter Form zugeschnitten und
ist mindestens auf der Außenseite mit einem Haftklebstoff beschichtet. Eine ge
eignete Form ist z. B. ein Streifen mit einer Breite von 10 cm und einer Länge von
50 bis 60 cm, insbesondere 47 bis 48 cm. Besonders bevorzugt ist eine Vergröße
rung der Fläche im mittleren Bereich durch ein z. B. trapezförmiges Ansatzstück.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist auch die Innenseite am oberen Rand
mit einem z. B. 0,5 bis 2 cm, vorzugsweise ca. 1 cm breiten Klebstoffstreifen ver
sehen, so daß die Manschette einfach zu befestigen ist. Das Vorsehen eines
Klebstoffstreifens auf der Innenseite bewirkt weiterhin, daß die Manschette mit der
Haut des Kunden leicht verklebt, so daß keine Härchen unter der Manschette
durchkriechen können.
Der Haftklebstoff kann nach dem Aufbringen auf das Trägermaterial in an sich
bekannter Weise mit einer leicht abziehbaren Schutzfolie abgedeckt werden. Übli
cherweise handelt es sich dabei um silikonisiertes Papier (Releasepapier), das
direkt vor dem Einsatz abgezogen wird. Auch eine Abdeckung aus Kunststoff ist
brauchbar.
In einer wegen der einfachen Herstellbarkeit besonders bevorzugten Ausführungs
form ist die Manschette beidseitig ganzflächig mit Haftklebstoff beschichtet und
die Schutzfolie in einem Abstand von etwa 0,5 bis 2 cm, vorzugsweise ca. 1 cm
vom oberen Rand mit einer Perforation versehen. Auf der Außenseite wird die
gesamte Schutzfolie abgezogen, auf der Innenseite nur der obere Streifen bis zu
der Perforation. Die Perforation kann dabei entweder nur in dem Releasepapier
oder in der gesamten Manschette angebracht sein. Letztere Form ist in der Her
stellung einfacher, da die Perforation zugleich mit dem Ausstanzen der Manschet
te erfolgen kann.
Als Klebstoff kommen die üblichen auf Acrylat- oder Kautschukbasis formulierten
physikalisch abbindenden Haftklebstoffe in Frage. Da diese Substanzen mit der
Haut in Berührung stehen, dürfen sie diese nicht reizen und sollten möglichst we
nige Substanzen enthalten, um Allergien weitgehend auszuschließen. Unter die
sem Gesichtspunkt sind die herkömmlicherweise für hypoallergene Pflaster ver
wendeten Haftklebstoffe, gegebenenfalls mit verringerter Haftung ("Tack"), geeig
nete Haftklebstoffe im Sinne der Erfindung. Beispielsweise eignen sich Reinacry
late, wie teilweise vernetzte Acrylatcopolymere, die auch mit Abietinsäurederiva
ten modifiziert sein können. Die Haftung muß so eingestellt werden, daß sich die
Manschette leicht wieder abziehen läßt. Da die mechanische Beanspruchung re
lativ gering ist, braucht auch die Haftung nicht sehr stark zu sein, kann also gerin
ger als bei Pflasterklebstoffen ausfallen. Die Auswahl der speziellen Haftklebstoffe
kann der Fachmann anhand der geforderten Haftung und Hautverträglichkeit
leicht vornehmen.
Die erfindungsgemäßen Frisörmanschetten können vorteilhaft durch gegebenen
falls beidseitiges Beschichten des Trägermaterials mit dem Haftklebstoff, ge
wünschtenfalls Abdecken der Klebstoffschicht z. B. mit Releasepapier und Aus
stanzen der Form hergestellt werden. Natürlich kann auch das in fertiger Form
vorliegende Trägermaterial beschichtet werden. Ferner kann der Anwender auch
selbst die Form durch Zuschneiden, z. B. mit einer Schere, weiter anpassen.
Eine bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Frisörmanschette ist
schematisch in der beiliegenden Figur gezeigt. Die Manschette weist einen ver
größerten mittleren Teil 1 auf, um die Kapazität der Haaraufnahme zu erhöhen.
Dieser Teil deckt den Nacken des Kunden ab. Er ist vorteilhaft trapezförmig ge
staltet und hat beispielsweise eine Höhe von etwa 10 cm und eine Breite von
10-15 cm unten und 15-20 cm oben. Die daran anschließenden Teile 2, 3 haben
vorzugsweise eine Länge von 15 bis 20 cm und eine Breite von 3-8 cm. Beson
ders vorteilhaft sind sie unter einem Winkel von 20 bis 30° nach oben geknickt,
um das Umlegen zu erleichtern. Als Trägermaterial wird beispielsweise Cuturon
(Marke für Vliesstoff der Firma Sihl Zürcher Papierfabrik an der Sihl AG) verwen
det. Der Haftklebstoff ist beidseitig aufgetragen und eine durch die gestrichelte
Linie 4 in der Figur angedeutete Perforation erlaubt es, das Releasepapier auf der
Innenseite nur an einem oberen Rand von etwa 1 cm Breite abzuziehen. Auf die
se Weise liegt die Manschette dicht an der Haut des Kunden an und kann gleich
zeitig auch durch Übereinanderlegen und Andrücken einfach befestigt werden. Da
die Manschette gleichzeitig auch mit dem Umhang verklebt, wird das Eindringen
von Haarabschnitten hierbei sowohl zwischen Haut und Manschette, als auch
zwischen Manschette und Umhang zuverlässig verhindert. Selbstverständlich
kann die Perforation zum Abreißen des Abdeckstreifens auch beidseitig auf der
Manschette angeordnet sein, insbesondere kann die Perforation wegen der einfa
cheren Herstellbarkeit auch das Trägermaterial durchdringen, da es von der ge
genüberliegenden Seite verstärkt ist.
Claims (7)
1. Frisörmanschette aus Papier oder Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, daß
sie mindestens auf der Außenseite großflächig mit einem Haftklebstoff be
schichtet ist.
2. Frisörmanschette gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als
Trägermaterial gekrepptes Papier oder Vliesstoff verwendet wird.
3. Frisörmanschette gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
sie auf der Innenseite am oberen Rand einen Klebstoffstreifen aufweist.
4. Frisörmanschette gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Klebstoffschicht bzw. die Klebstoffschichten mit einem
leicht abziehbaren Releasepapier abgedeckt ist.
5. Frisörmanschette gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Frisörmanschette beidseitig ganzflächig mit Haftklebstoff
beschichtet ist und das Releasepapier auf der Innenseite der Manschette ei
nen Abreißrand mit einer Perforation (4) aufweist.
6. Frisörmanschette gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß im mittleren Bereich die Fläche durch ein vorzugsweise tra
pezförmiges Ansatzstück (1) vergrößert ist.
7. Frisörmanschette gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß als Haftklebstoff ein physikalisch abbindender, hautverträgli
cher Klebstoff auf Acrylatbasis verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998114455 DE19814455A1 (de) | 1998-04-01 | 1998-04-01 | Frisörmanschette zum Haarschneiden |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1998114455 DE19814455A1 (de) | 1998-04-01 | 1998-04-01 | Frisörmanschette zum Haarschneiden |
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|---|---|
| DE19814455A1 true DE19814455A1 (de) | 1999-10-07 |
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ID=7863149
Family Applications (1)
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| DE1998114455 Withdrawn DE19814455A1 (de) | 1998-04-01 | 1998-04-01 | Frisörmanschette zum Haarschneiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19814455A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001021031A1 (de) * | 1999-09-20 | 2001-03-29 | Meyer, Wolfgang | Frisörmanschette zum haarschneiden |
| DE102013203696A1 (de) * | 2013-03-05 | 2014-09-11 | Michael Gartner | Dichtvorrichtung |
-
1998
- 1998-04-01 DE DE1998114455 patent/DE19814455A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2001021031A1 (de) * | 1999-09-20 | 2001-03-29 | Meyer, Wolfgang | Frisörmanschette zum haarschneiden |
| DE102013203696A1 (de) * | 2013-03-05 | 2014-09-11 | Michael Gartner | Dichtvorrichtung |
| DE102013203696B4 (de) * | 2013-03-05 | 2016-12-29 | Michael Gartner | Halsabdichtsystem |
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