DE19812010C1 - Kraftstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Kraftstoffeinspritzventil für eine BrennkraftmaschineInfo
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Abstract
Es wird ein Kraftstoffeinspritzventil zur Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine beschrieben. Es verfügt über eine in einem Ventilgehäuse (1) zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung axial verschieblich gelagerte Düsennadel (2), welche in der Öffnungsstellung einen Einspritzquerschnitt zum Einspritzen von Kraftstoff freigibt, der über einen Kraftstoffkanal (19) unter Druck zugeführt wird. Ein die Düsennadel (2) mittels unter Druck stehenden Kraftstoff in Schließrichtung beaufschlagender Steuerraum (4, 7) ist durch ein Pilotventil (3) im Sinne einer Öffnungsbewegung der Düsennadel (1) druckentlastbar, wobei die Entlastungsgeschwindigkeit des Steuerraums (4, 7) durch mindestens eine erste den Abfluß des Kraftstoffs aus dem Steuerraum (4, 7) begrenzende Drosselstelle (23) bestimmt ist. Erfindungsgemäß ist ein mit dem Steuerraum (4, 7) in Verbindung stehender Steuerraumbypass (13) vorgesehen, welcher einen Strömungsweg zur Entlastung des Steuerraums (4, 7) unter Umgehung der ersten Drosselstelle (23) bildet. Der Durchgang durch den Steuerraumbypass (13) wird in Abhängigkeit von der Düsennadelstellung freigegeben oder gesperrt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Kraftstoffeinspritzventil zur Einspritzung von Kraftstoff in den
Brennraum einer Brennkraftmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruch 1.
Zur Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine, insbesondere
von Dieselmotoren finden zunehmend Kraftstoffeinspritzventile Verwendung, mit deren
Hilfe unter hohem Druck in einem gemeinsamen Vorspeicher (Common Rail)
vorgehaltener Kraftstoff eingespritzt wird, wobei Einspritzbeginn, Einspritzende und
eingespritzte Kraftstoffmenge jeweils an den Betriebszustand des Motors angepaßt sind.
Aus beispielsweise der DE 195 16 565 A1 ist ein Kraftstoffeinspritzventil zur Einspritzung
von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraftmaschine bekannt, das eine in einem
Ventilgehäuse zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung axial
verschieblich gelagerte Düsennadel aufweist, welche in der Öffnungsstellung einen
Einspritzquerschnitt zum Einspritzen von über einen Kraftstoffkanal unter Druck
zugeführtem Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine freigibt. Weiterhin ist in
dem Kraftstoffeinspritzventil ein mittels unter Druck stehendem Kraftstoff die Düsennadel
in Schließstellung beaufschlagender Steuerraum vorgesehen, welcher durch ein Pilotventil
im Sinne einer Öffnungsbewegung der Düsennadel druckentlastbar ist, wobei die
Entlastungsgeschwindigkeit des Steuerraums durch mindestens eine erste den Abfluß des
Kraftstoffs aus dem Steuerraum begrenzende Drosselstelle bestimmt ist.
Bei dem bekannten Kraftstoffeinspritzventil ist die den Abfluß des Kraftstoffs aus dem
Steuerraum begrenzende Drosselstelle gemäß einem Ausführungsbeispiel in einem
Zwischenventilkörper vorgesehen, welcher den Steuerraum in einen ersten
Steuerraumabschnitt und in einen zweiten Steuerraumabschnitt unterteilt; gemäß einem
anderen Ausführungsbeispiel ist die den Abfluß des Kraftstoffs aus dem Steuerraum
begrenzende Drosselstelle in einem Strömungsweg vorgesehen, welcher im Ventilgehäuse
des Kraftstoffeinspritzventils ausgebildet ist.
Zwar gelingt es mit Kraftstoffeinspritzsystemen, bei denen Kraftstoffeinspritzventile der
oben beschriebenen Art in Verbindung mit einem Hochdruckvorspeicher Verwendung
finden (Common-Rail-Systeme) gegenüber früheren Kraftstoffeinspritzsystemen eine
wesentliche Verbesserung bei den Emissions- und Verbrauchswerten zu erzielen, aufgrund
des statisch anliegenden Speicherdrucks des Kraftstoffvorspeichers ist die Freiheit bei der
Formung des Einspritzverlaufs jedoch begrenzt. Somit sind die Möglichkeiten beschränkt
durch Formung des Einspritzverlaufs den Arbeitsprozeß der Brennkraftmaschine im
Hinblick auf einen möglichst emissions- und verbrauchsarmen Betrieb weiter zu
verbessern.
Aus der DE 197 40 997 A1 geht ein Injektor für ein Speicher-Kraftstoffeinspritzsystem als
bekannt hervor, bei dem das als Kolben ausgebildete Ende einer Düsennadel in einem
Steuerraum liegt, der, um die Düsennadel in geschlossener Stellung zu halten,
druckbeaufschlagt ist, und der zum Öffnen der Ventilnadel mittels eines Ventils, das eine
Abflußöffnung freigibt, druckentlastet werden kann. Die Öffnungsgeschwindigkeit der
Düsennadel und damit die Einspritzrate hängt ab vom Verhältnis der Querschnitte von
Drosselstellen in den Zu- und Abflußkanälen. Um eine anfänglich niedrige
Öffnungsgeschwindigkeit und später höhere Öffnungsgeschwindigkeit zu erzielen, ist im
Steuerkolben ein Kanal vorgesehen, der nach einem vorgegebenen Hub der Düsennadel
eine zusätzliche Fluidverbindung zwischen dem Steuerraum und einem Ablaufkanal
herstellt. Die mit diesem Einspritzsystem herstellbare Einspritzverlaufsform ist hinsichtlich
Emission und Verbrauch ungünstig.
In der WO 96/25596 ist ein Injektor für eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung dargestellt,
deren Düsennadel ebenfalls mit einem Steuerkolben ausgebildet ist, der mit Kraftstoffdruck
beaufschlagbar ist. Zur Steuerung der Öffnungshubbewegungen zur Darstellung variabler
Einspritzquerschnitte dienen Wegeventile in Kraftstoffzu- und -ablauf. Weiterhin ist eine
mit einem Ablauf verbundene Drosselleitung vorgesehen, deren Mündung so in einem
Rückstellraum angeordnet ist, daß sie nach Durchfahren eines bestimmten
Öffnungshubwegs vom Steuerkolben zusteuerbar ist. In dieser Stellung der Düsennadel ist
eine untere Spritzlochreihe aufgesteuert.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kraftstoffeinspritzventil zu schaffen, welches
zusätzliche Möglichkeiten zur Formung des Einspritzverlaufs bietet.
Diese Aufgabe wird durch ein Kraftstoffeinspritzventil mit den im Anspruch 1
angegebenen Merkmalen gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Durch die Erfindung wird ein Kraftstoffeinspritzventil zur Einspritzung von Kraftstoff in
den Brennraum einer Brennkraftmaschine geschaffen. Das Kraftstoffeinspritzventil verfügt
über eine in einem Ventilgehäuse zwischen einer Schließstellung und einer
Öffnungsstellung axial verschieblich gelagerte Düsennadel, welche in der Öffnungsstellung
einen Einspritzquerschnitt zum Einspritzen von über einen Kraftstoffkanal unter Druck
zugeführtem Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine freigibt, sowie über
einen mittels unter Druck stehendem Kraftstoff die Düsennadel in Schließstellung
beaufschlagenden Steuerraum, welcher durch ein Pilotventil im Sinne einer
Öffnungsbewegung der Düsennadel druckentlastbar ist, wobei die
Entlastungsgeschwindigkeit des Steuerraums durch mindestens eine erste den Abfluß des
Kraftstoffs aus dem Steuerraum begrenzende Drosselstelle bestimmt ist. Erfindungsgemäß
ist ein mit dem Steuerraum in Verbindung stehender Steuerraumbypass vorgesehen,
welcher einen Strömungsweg zur Entlastung des Steuerraums unter Umgehung der oben
genannten Drosselstelle bildet, wobei der Durchgang durch den Steuerraumbypass in
Abhängigkeit von der Düsennadelstellung freigegeben oder gesperrt wird. Hierzu steht der
Steuerraumbypass über einen Überströmkanal mit dem Steuerraum in Verbindung, und es
ist eine in Abhängigkeit von der Düsennadelstellung verschiebbare Steuerkante an der
Düsennadel oder einem mit der Düsennadel gekoppelten Kolben vorgesehen, durch welche
der Überströmkanal nach einem vorgegebenen Öffnungsweg der Düsennadel verschlossen
wird.
Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils ist es, daß damit eine
Einspritzverlaufsformung möglich ist, welche minimale Emissions- und Verbrauchswerte
beim Betrieb der Brennkraftmaschine gewährleistet.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Kraftstoffeinspritzventils besteht darin, daß der Steuerraum durch einen ersten
Steuerraumabschnitt und einen zweiten Steuerraumabschnitt gebildet ist, wobei der zweite
Steuerraumabschnitt die Düsennadel in Schließrichtung beaufschlagt, der erste und der
zweite Steuerraumabschnitt über einen die erste Drosselstelle enthaltenden Strömungsweg
miteinander verbunden sind und der erste Steuerraumabschnitt über einen Zulaufkanal mit
unter Druck stehendem Kraftstoff versorgt und durch das Pilotventil druckentlastbar ist, so
daß der zweite Steuerraumabschnitt über die erste Drosselstelle und über den ersten
Steuerraumabschnitt durch das Pilotventil druckentlastbar ist, und daß der
Steuerraumbypass einen den zweiten Steuerraumabschnitt mit dem ersten
Steuerraumabschnitt verbindenden Strömungsweg bildet, über den der zweite
Steuerraumabschnitt unter Umgehung der ersten Drosselstelle über den ersten
Steuerraumabschnitt durch das Pilotventil bei freigegebenem Durchgang des
Steuerraumbypasses druckentlastbar ist.
Diese Ausführungsform ist vorteilhafterweise dadurch weitergebildet, daß an dem ersten
Steuerraumabschnitt eine zweite Drosselstelle vorgesehen ist, die der unter Druck stehende
Kraftstoff beim Verlassen des ersten Steuerraumabschnitts durch das Pilotventil passiert.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils
der beiden vorgenannten Ausführungsformen, bei dem der Steuerraum durch zwei
Steuerraumabschnitte gebildet ist, ist es vorgesehen, daß ein Zusatzströmungsweg zur
Zuführung von unter Druck stehendem Kraftstoff in den zweiten Steuerraumabschnitt im
Sinne einer Druckbeaufschlagung der Ventilnadel in Schließrichtung vorgesehen ist, und
daß ein Zwischenventilkörper zum Öffnen und Schließen des Zusatzströmungsweges
vorgesehen ist, welcher vom Druck des ersten Steuerraumabschnitts in Öffnungsrichtung
und vom Druck des zweiten Steuerraumabschnitts in Schließrichtung beaufschlagt wird, so
daß der Zwischenventilkörper bei einem durch Öffnen des Pilotventils in dem ersten
Steuerraumabschnitt erfolgenden Druckabfall den Zusatzströmungsweg schließt und bei
einem durch Schließen des Pilotventils in dem ersten Steuerraumabschnitt erfolgendem
Druckanstieg den Zusatzströmungsweg öffnet.
Gemäß einer Weiterbildung hiervon ist es vorgesehen, daß ein an der der Düsennadel
abgewandten Seite des zweiten Steuerraumabschnitts befindlicher Zwischenventilsitz für
den Zwischenventilkörper vorgesehen ist, wobei der Zusatzströmungsweg in dem
Zwischenventilsitz in Form von einem oder mehreren eine Verbindung mit einem unter
Druck stehenden Kraftstoff führenden Zulaufkanal herstellenden Zusatzströmungskanälen
ausgebildet ist und der Zwischenventilkörper bei einem bei geschlossenem Pilotventil in
dem ersten Steuerraumabschnitt erfolgenden Druckanstieg die Zusatzströmungskanäle in
Strömungsrichtung zu dem zweiten Steuerraumabschnitt freigibt. Diese Ausführungsform
gestattet einen schnellen Eintritt des unter Druck stehenden Kraftstoffs in den zweiten
Steuerraumabschnitt und damit eine schnelle Beaufschlagung der Düsennadel in
Schließrichtung, so daß das Kraftstoffeinspritzventil am Ende des Einspritzvorgangs
schnell geschlossen wird.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist bei Ausführungsformen der vorgenannten,
einen Zwischenventilkörper aufweisenden Art vorgesehen, daß der die erste Drosselstelle
enthaltende Strömungsweg in dem Zwischenventilkörper ausgebildet ist.
Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann es vorgesehen sein, daß der die erste
Drosselstelle enthaltende Strömungsweg in dem Ventilgehäuse ausgebildet ist.
Vorteilhafterweise ist es vorgesehen, daß der die erste Drosselstelle enthaltende
Strömungsweg ein Rückschlagventil enthält, welches den Strömungsweg nur in Richtung
von dem zweiten Steuerraumabschnitt zu dem ersten Steuerraumabschnitt freigibt.
Bei den Ausführungsformen, bei denen der die erste Drosselstelle enthaltende
Strömungsweg in dem Zwischenventilkörper ausgebildet ist, ist es vorteilhafterweise
vorgesehen, daß dieser in dem Zwischenventilkörper ausgebildete, die erste Drosselstelle
enthaltende Strömungsweg ein Rückschlagventil enthält, welches den Strömungsweg nur
in Richtung von dem zweiten Steuerraumabschnitt zu dem ersten Steuerraumabschnitt
freigibt. Dies gewährleistet eine präzise Öffnungsbewegung des Zwischenventilkörpers.
Die vorgenannte Ausführungsform kann dadurch ausgebildet sein, daß das
Rückschlagventil durch ein in dem Strömungsweg angeordnetes Kugelventil gebildet ist,
welches eine federbelastete Kugel und einen die Kugel aufnehmenden Ventilsitz umfaßt.
Vorteilhafterweise ist es bei dem erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventil vorgesehen,
daß der Durchgang durch den Steuerraumbypass in Abhängigkeit von der
Düsennadelstellung so freigegeben wird, daß zunächst bis zu einer vorgegebenen ersten
Düsennadelstellung ein schneller Abfluß des Kraftstoffs aus dem Steuerraum im Sinne
eines schnellen Öffnens der Düsennadel bis zu einer vorgegebenen teilweisen Freigabe des
Einspritzquerschnitts und dann bis zu einer Endstellung der Düsennadel ein langsamerer
Abfluß des Kraftstoffs aus dem Steuerraum im Sinne eines langsameren Öffnens der
Düsennadel bis zur vollständigen Freigabe des Einspritzquerschnitts erfolgt. Dies führt zu
einer besonders vorteilhaften Einspritzverlaufsformung in der Weise, daß zunächst
während der Zündverzugszeit im Sinne einer Senkung der primären Rußbildung und einer
Verringerung von NOX-Bildung der vorgemischten Flamme nur eine kleine
Kraftstoffmenge eingespritzt wird, wobei aber trotzdem der Einspritzdruck im
Einspritzquerschnitt auf ein notwendiges Mindestniveau ansteigt, so daß die
Tröpfchendurchmesser des anfänglich eingespritzten Kraftstoffs bei gleichzeitig
steigendem Strahlimpuls sinken. Hierdurch ist eine gute Gemischaufbereitung in der
Zündverzugsphase gewährleistet. Nach dem Erreichen der vorgegebenen teilweisen
Freigabe des Einspritzquerschnitts verlangsamt sich der Anstieg des Druckverlaufs und der
Einspritzrate im Sinne einer Reduktion der vor Verbrennungsbeginn eingebrachten
Kraftstoffmenge, was wiederum einer NOX-Verminderung dienlich ist. Gleichzeitig erfolgt
bis zu vollständigen Freigabe des Einspritzquerschnitts ein stetiger Spritzraten- und
Druckanstieg im Sinne einer räumlich besseren Kraftstoffverteilung und
Gemischaufbereitung.
Eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftstoffeinspritzventils sieht
hierfür vor, daß die in Abhängigkeit von der Düsennadelstellung verschiebbare Steuerkante
so in Bezug auf den Überströmkanal angeordnet ist, daß der Überströmkanal bis zum
Erreichen der vorgegebenen ersten Düsennadelstellung im wesentlichen offen ist und nach
dem Überschreiten der vorgegebenen ersten Düsennadelstellung bis zum Erreichen einer
zweiten Düsennadelstellung schließt.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung hiervon kann es vorgesehen sein, daß der
Überströmkanal mit einer vorgegebenen Ausdehnung in Axialrichtung des
Kraftstoffeinspritzventils ausgebildet ist, so daß der Überströmkanal zwischen der ersten
Düsennadelstellung und der zweiten Düsennadelstellung allmählich schließt. Dies gestattet
zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich des Maßes der Absenkung der
Öffnungsgeschwindigkeit der Düsennadel in Abhängigkeit von der Größe der
Düsennadelöffnung.
Dies kann dadurch weitergebildet werden, daß der Überströmkanal im Verlauf seiner
Ausdehnung in Axialrichtung in Querrichtung unterschiedlich breit ausgebildet ist.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
Die Figur zeigt in einer schematisierten Querschnittsansicht ein Kraftstoffeinspritzventil
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
In der Figur bedeutet Bezugszeichen 1 ein Ventilgehäuse des Kraftstoffeinspritzventils. In
diesem Ventilgehäuse 1 ist eine Düsennadel 2 in Axialrichtung verschieblich gelagert. Die
Düsennadel 2 verfügt an ihrem unteren Ende über eine Nadelspitze 18, welche mit einem
Ventilsitz 25 zusammenwirkt. Die Düsennadel 2 ist in dem Ventilgehäuse 1 zwischen einer
Schließstellung und einer Öffnungsstellung beweglich. In der Öffnungsstellung gibt die
Düsennadel 2 zwischen der Nadelspitze 18 und dem Ventilsitz 25 einen
Einspritzquerschnitt zum Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum einer
Brennkraftmaschine frei.
Der Kraftstoff wird in einem in der Figur nicht gezeigten Vorspeicher (Common Rail)
unter hohem Druck vorgehalten und über eine Kraftstoffdruckleitung 20 dem
Kraftstoffeinspritzventil zugeführt. Über einen Kraftstoffkanal 19 gelangt der Kraftstoff zu
einem die Nadelspitze 18 umgebenden Düsenringraum 16. Bei geöffnetem
Einspritzquerschnitt wird der Kraftstoff aus einem Sackloch 17 durch Einspritzöffnungen
28 in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt.
An dem der Nadelspitze 18 gegenüberliegendem Ende der Düsennadel 2 ist in dem
Ventilgehäuse 1 ein Steuerraum vorgesehen, welcher von unter Druck stehendem
Kraftstoff beaufschlagt wird und auf die Düsennadel 2 eine Zwangskraft in Schließrichtung
ausübt. Der Steuerraum besteht aus einem ersten Steuerraumabschnitt 4 und einem zweiten
Steuerraumabschnitt 7, welche durch einen Zwischenventilkörper 9 voneinander getrennt
sind.
In dem Zwischenventilkörper 9 ist ein Strömungsweg 24 ausgebildet, welcher den ersten
Steuerraumabschnitt 4 und den zweiten Steuerraumabschnitt 7 miteinander verbindet. In
diesem die beiden Steuerraumabschnitte 4, 7 verbindenden Strömungsweg 24 ist ein
Rückschlagventil 10 in Form eines Kugelventils vorgesehen. Der Zwischenventilkörper 9
ist in Axialrichtung des Kraftstoffeinspritzventils verschieblich gelagert. Zwischen dem
Zwischenventilkörper 9 und der Rückseite der Düsennadel 2 ist eine Ventilfeder 8
vorgesehen, welche den Zwischenventilkörper 9 gegen einen Zwischenventilsitz 26 drückt,
welcher an der der Düsennadel gegenüberliegenden Seite des zweiten
Steuerraumabschnitts 7 ausgebildet ist.
Von dem Kraftstoffkanal 19 zweigt ein Zulaufkanal 21 zur Zuführung von unter Druck
stehendem Kraftstoff zu dem ersten Steuerraumabschnitt 4 ab. Der Zulaufkanal 21 steht
mit dem ersten Steuerraumabschnitt 4 über eine Zulaufdrossel 6 in Verbindung. Weiterhin
mit dem Zulaufkanal 21 in Verbindung steht ein Steuerringraum 11, welcher den ersten
Steuerraumabschnitt 4 ringförmig umgibt und von welchem Zusatzströmungskanäle 12
durch den Zwischenventilsitz 26 zu dem zweiten Steuerraumabschnitt 7 verlaufen. Diese
Zusatzströmungskanäle 12 werden von dem Zwischenventilkörper 9 versperrt, wenn dieser
an dem Zwischenventilsitz 26 anliegt bzw. freigegeben, wenn der Zwischenventilkörper 9
von dem Zwischenventilsitz 26 abgehoben ist. In dem Zwischenventilsitz 26 ist ein mit
dem ersten Steuerraumabschnitt 4 in Verbindung stehendes Druckvolumen 29 ausgebildet,
welches der Vergrößerung der Druckfläche dient, über welche der in dem ersten
Steuerraumabschnitt 4 befindliche Kraftstoff bei geschlossenem Zwischenventil auf den
Zwischenventilkörper 9 Druck im Sinne eines Öffnens des Zwischenventils auszuüben
vermag.
An der Oberseite des ersten Steuerraumabschnitts 4 befindet sich ein Pilotventil, von dem
in der Figur eine Pilotnadel 3 dargestellt ist. Diese Pilotnadel 3 öffnet und verschließt, je
nach Stellung des Pilotventils, eine auch als zweite Drosselstelle bezeichnete Pilotdrossel
5, welche mit dem ersten Steuerraumabschnitt 4 in Verbindung steht.
Der erste Steuerraumabschnitt 4 und der zweite Steuerraumabschnitt 7 sind über einen
Steuerraumbypass 13 miteinander verbunden, welcher in einem Überströmkanal 14 in den
zweiten Steuerraumabschnitt 7 mündet. Dieser Steuerraumbypass 13 bildet eine Umgehung
zu dem durch den Zwischenventilkörper 9 verlaufenden, den ersten Steuerraumabschnitt 4
und den zweiten Steuerraumabschnitt 7 verbindenden Strömungsweg 24.
Das in dem Zwischenventilkörper 9 vorgesehene Rückschlagventil 10 sperrt den
Strömungsweg 24 in Richtung von dem ersten Steuerraumabschnitt 4 zu dem zweiten
Steuerraumabschnitt 7 und gibt den Strömungsweg 24 in umgekehrter Richtung frei. In
dem Strömungsweg 24 ist eine Zwischendrossel 23 vorgesehen, welche eine erste
Drosselstelle bildet.
An der Düsennadel 2 ist eine Steuerkante 15 ausgebildet, welche bezüglich des
Überströmkanals 14 so angeordnet ist, daß der Überströmkanal 14 bei in geschlossener
Stellung befindlicher Düsennadel 2 freigegeben ist, jedoch im Verlaufe einer
Öffnungsbewegung der Düsennadel 2 verschlossen wird.
Nun soll die Funktionsweise des in der Figur dargestellten Kraftstoffeinspritzventils
erläutert werden. Im geschlossenem Zustand des Kraftstoffeinspritzventils, d. h. wenn die
Nadelspitze 18 der Düsennadel 2 im Ventilsitz 25 anliegt und der Einspritzquerschnitt
verschlossen ist, liegt der im Kraftstoffkanal 19 vorgehaltene Systemdruck beidseitig an
der Düsennadel 2 an, nämlich einerseits über den Steuerraum 4, 7 an der Rückseite der
Düsennadel 2 und andererseits an der Vorderseite der Düsennadel 2, der Nadelspitze 18.
Beim Öffnen des Pilotventils zur Einleitung des Einspritzvorgangs öffnet die Pilotnadel 3,
gibt die Pilotdrossel 5 frei, so daß der Druck in beiden Abschnitten 4, 7 des Steuerraums
zusammenbricht. Die freiwerdende Kraftstoffmenge fließt vom Pilotventil als Steuermenge
über einen in der Figur nicht dargestellten Kanal des Kraftstoffeinspritzventils ab. Beim
Zusammenbrechen des Drucks im Steuerraum beginnt sich die Düsennadel 2 aufgrund des
weiterhin im Düsenringraum 16 anliegenden Kraftstoffdrucks mit der Nadelspitze 18 aus
dem Ventilsitz 25 zu heben, so daß der Einspritzquerschnitt freigegeben wird.
Der durch das Heben der Düsennadel 2 aus dem zweiten Steuerraum 7 verdrängt Kraftstoff
wird einerseits durch den in dem Zwischenventilkörper 9 ausgebildeten Strömungsweg 24
in den ersten Steuerraumabschnitt 4 gedrückt, von wo er über die Pilotdrossel 5 abfließt.
Der Abfluß über die Pilotdrossel 5 erfolgt mit größerer Geschwindigkeit als ein
Nachströmen von Kraftstoff aus dem Zulaufkanal 21 über die Zulaufdrossel 6, so daß ein
Nettostrom aus dem ersten Steuerraumabschnitt 4 erfolgt. Andererseits fließt der Kraftstoff
aus dem zweiten Steuerraumabschnitt 7 über den Steuerraumbypass 13 unter Umgehung
des in dem Zwischenventilkörper 9 ausgebildeten Strömungswegs 24 und damit der ersten
Drosselstelle, der Zwischendrossel 23 direkt in den ersten Steuerraumabschnitt 4.
Bis zum Erreichen einer ersten Düsennadelstellung, bei welcher die Steuerkante 15 beginnt
den Überströmkanal 14 zu überdecken, ist der Überströmkanal 14 vollständig frei. Bei der
weiteren Öffnungsbewegung der Düsennadel 2 beginnt die Steuerkante 15 den
Überströmkanal 14 zunehmend zu verdecken, bis der Überströmkanal 14 bei einer zweiten
Düsennadelstellung von der Steuerkante 15 vollständig verdeckt ist.
Nach der Überdeckung des Überströmkanals 14 durch die Steuerkante 15 steht dem im
zweiten Steuerraumabschnitt 7 vorhandenen Kraftstoff nur noch ein kleinerer Abflußweg
zu dem ersten Steuerraumabschnitt 4 zur Verfügung, welcher durch den Strömungsweg 24
gebildet ist.
Während bei offenem Überströmkanal 14 dem aus dem zweiten Steuerraumabschnitt 7
abfließenden Kraftstoff ein größerer Strömungsquerschnitt zur Verfügung steht, steht bei
überdecktem Überströmkanal 14 nun nur noch ein kleinerer Strömungsquerschnitt zur
Verfügung, so daß sich die Geschwindigkeit verlangsamt, mit der sich die Düsennadel 2
öffnet. Das bedeutet, daß bis zum Erreichen einer vorgegebenen Düsennadelstellung der
Einspritzquerschnitt schnell freigegeben wird, sich dagegen bis zum Erreichen der
vollständigen Öffnung der Düsennadel 2 dann langsamer vergrößert.
Zum Schließen des Kraftstoffeinspritzventils verschließt das Pilotventil mittels der
Pilotnadel 3 den Abfluß aus dem ersten Steuerraumabschnitt 4, so daß sich in diesem
wieder der über die Zulaufdrossel 6 aus dem Zulaufkanal 21 zugeführte Systemdruck
aufbaut. Hierdurch wird der Zwischenventilkörper 9 von seinem Zwischenventilsitz 26
abgehoben, so daß die Zusatzströmungskanäle 12 freigegeben werden, über welche von
dem Steuerringraum 11 schnell Kraftstoff in den zweiten Steuerraumabschnitt 7 einströmt.
Dieser beaufschlagt die Rückseite der Düsennadel 2 in Schließrichtung, wodurch der
Einspritzquerschnitt an der Nadelspitze 18 in kurzer Zeit geschlossen wird. Damit ist der
Einspritzvorgang beendet.
Durch die Verlangsamung der Öffnungsgeschwindigkeit der Düsennadel 2 beim
Überdecken des Überströmkanals 14 durch die Steuerkante 15 läßt sich ein "Einknicken"
im Einspritzverlauf realisieren. Dies bedeutet einen raschen Anstieg des Kraftstoffdrucks
im Sackloch 17 auf ein vorgegebenes Mindestdruckniveau. Damit sinkt der
Tröpfchendurchmesser der am Anfang des Einspritzvorgangs eingespritzten Kraftstoffs,
während gleichzeitig der Strahlimpuls wächst. Dies ermöglicht eine gute
Gemischaufbereitung in der Zündverzugsphase am Anfang des Einspritzvorgangs,
wodurch lokale Überfettungen und damit eine Rußbildung vermindert wird. Bei der mit der
weiteren Bewegung der Düsennadel 2 in Öffnungsrichtung verbundenen Verlangsamung
der Öffnungsgeschwindigkeit der Düsennadel ergibt sich eine Abflachung im Anstieg des
Druckverlaufs und der Einspritzrate, was zu einer Reduktion der vor Verbrennungsbeginn
eingebrachten Kraftstoffmenge und damit einer Senkung der vorgemischten Flamme und
zu einer NOX-Reduktion führt. Mit der weiteren Öffnungsbewegung der Düsennadel 2 ist
ein stetiger Spritzraten- und Druckanstieg im Sinne einer Erhöhung der Strahlinteraktion
und einer räumlich besseren Kraftstoffverteilung und Gemischaufbereitung verbunden.
Durch die schnelle Beaufschlagung der Düsennadel 2 beim Schließen des Pilotventils läßt
sich ein schlagartiges Ende des Einspritzvorgangs realisieren.
Bei dem in der Figur dargestellten Ausführungsbeispiel des Kraftstoffeinspritzventils ist
die Steuerkante 15 an der Rückseite der Düsennadel 2 ausgebildet, welche unmittelbar von
dem Steuerraum beaufschlagt wird. Abweichend hiervon kann der Rückseite der
Düsennadel 2 ein Steuerkolben vorgelagert sein, welcher von dem Steuerraum
druckbeaufschlagt wird und seinerseits die Düsennadel 2 beaufschlagt. Die Steuerkante 15
ist dann an diesem Steuerkolben ausgebildet.
Das vollständige Überdecken des Überströmkanals 14 durch die Steuerkante 15 kann mit
einem vollständigen Verschließen des Steuerraumbypasses 13 verbunden sein, so daß
durch diesen kein Abfluß von Kraftstoff aus dem zweiten Steuerraumabschnitt 7 mehr
erfolgt, oder es kann noch ein Restöffnungsquerschnitt freigegeben sein, so daß auch im
Falle einer vollständigen Überdeckung des Überströmkanals 14 durch die Steuerkante 15
noch ein definierter Reststrom über den Steuerraumbypass 13 parallel zu dem Strom durch
den die erste Drosselstelle 23 enthaltenden Strömungsweg 24 erfolgt.
In dem Steuerraumbypass 13 kann eine Bypassdrossel 22 vorgesehen sein, welche der
Kalibrierung des Stroms durch den Steuerraumbypass 13 dient.
Das Schließen des Rückschlagventils 10 kann, wie bei dem dargestellten
Ausführungsbeispiel allein durch die an der Ventilkugel anliegenden Strömungskräfte des
Kraftstoffs erfolgen, oder es kann zusätzlich eine Schließfeder zur Beaufschlagung der
Ventilkugel vorgesehen sein.
Claims (14)
1. Kraftstoffeinspritzventil zur Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum einer
Brennkraftmaschine, mit
einer in einem Ventilgehäuse (1) zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung axial verschieblich gelagerten Düsennadel (2), welche in der Öffnungsstellung einen Einspritzquerschnitt zum Einspritzen von über einen Kraftstoffkanal (19) unter Druck zugeführtem Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine freigibt, und
einem mittels unter Druck stehendem Kraftstoff die Düsennadel (2) in Schließstellung beaufschlagenden Steuerraum (4, 7), welcher durch ein Pilotventil (3) im Sinne einer Öffnungsbewegung der Düsennadel (2) druckentlastbar ist, wobei die Entlastungsgeschwindigkeit des Steuerraums (4, 7) durch mindestens eine erste zwischen Steuerraum (4, 7) und Pilotventil (3) angeordnete, den Abfluß des Kraftstoffs aus dem Steuerraum (4, 7) begrenzende Drosselstelle (23) bestimmt ist, wobei in Strömungsrichtung bei Druckentlastung gesehen ein stromabwärts und stromaufwärts der ersten Drosselstelle (23), aber stromaufwärts des Pilotventils (3) mit dem Steuerraum (4, 7) in Verbindung stehender Steuerraumbypass (13) vorgesehen ist, welcher einen Strömungsweg zur Entlastung des Steuerraums (4, 7) unter Umgehung der ersten Drosselstelle (23) bildet,
wobei der Steuerraumbypass (13) über einen Überströmkanal (14) mit dem Steuerraum (4, 7) in Verbindung steht, und eine in Abhängigkeit von der Düsennadelstellung verschiebbare Steuerkante (15) an der Düsennadel (2) oder einem mit der Düsennadel (2) gekoppelten Kolben vorgesehen ist, durch welche der Überströmkanal (14) freigegeben oder gesperrt wird,
so daß der Durchgang durch den Steuerraumbypass (13) in Abhängigkeit von der Düsennadelstellung freigegeben oder gesperrt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkante (15) den Überströmkanal (14) nach einem vorgegebenen Öffnungsweg der Düsennadel (2) verschließt.
einer in einem Ventilgehäuse (1) zwischen einer Schließstellung und einer Öffnungsstellung axial verschieblich gelagerten Düsennadel (2), welche in der Öffnungsstellung einen Einspritzquerschnitt zum Einspritzen von über einen Kraftstoffkanal (19) unter Druck zugeführtem Kraftstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine freigibt, und
einem mittels unter Druck stehendem Kraftstoff die Düsennadel (2) in Schließstellung beaufschlagenden Steuerraum (4, 7), welcher durch ein Pilotventil (3) im Sinne einer Öffnungsbewegung der Düsennadel (2) druckentlastbar ist, wobei die Entlastungsgeschwindigkeit des Steuerraums (4, 7) durch mindestens eine erste zwischen Steuerraum (4, 7) und Pilotventil (3) angeordnete, den Abfluß des Kraftstoffs aus dem Steuerraum (4, 7) begrenzende Drosselstelle (23) bestimmt ist, wobei in Strömungsrichtung bei Druckentlastung gesehen ein stromabwärts und stromaufwärts der ersten Drosselstelle (23), aber stromaufwärts des Pilotventils (3) mit dem Steuerraum (4, 7) in Verbindung stehender Steuerraumbypass (13) vorgesehen ist, welcher einen Strömungsweg zur Entlastung des Steuerraums (4, 7) unter Umgehung der ersten Drosselstelle (23) bildet,
wobei der Steuerraumbypass (13) über einen Überströmkanal (14) mit dem Steuerraum (4, 7) in Verbindung steht, und eine in Abhängigkeit von der Düsennadelstellung verschiebbare Steuerkante (15) an der Düsennadel (2) oder einem mit der Düsennadel (2) gekoppelten Kolben vorgesehen ist, durch welche der Überströmkanal (14) freigegeben oder gesperrt wird,
so daß der Durchgang durch den Steuerraumbypass (13) in Abhängigkeit von der Düsennadelstellung freigegeben oder gesperrt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkante (15) den Überströmkanal (14) nach einem vorgegebenen Öffnungsweg der Düsennadel (2) verschließt.
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Steuerraum (4, 7) durch einen ersten Steuerraumabschnitt (4) und einen zweiten Steuerraumabschnitt (7) gebildet ist, wobei der Druck im zweiten Steuerraumabschnitt (7) die Düsennadel (2) in Schließstellung beaufschlagt, der erste und der zweite Steuerraumabschnitt (4, 7) über einen die erste Drosselstelle (23) enthaltenden Strömungsweg (24) miteinander verbunden sind, und der erste Steuerraumabschnitt (4) über einen Zulaufkanal (21) und über eine Zulaufdrossel (6) mit unter Druck stehendem Kraftstoff versorgt und durch das Pilotventil (3) druckentlastbar ist, so daß der zweite Steuerraumabschnitt (7) über die erste Drosselstelle (23) und über den ersten Steuerraumabschnitt (4) durch das Pilotventil (3) druckentlastbar ist,
und daß der Steuerraumbypass (13) einen den zweiten Steuerraumabschnitt (7) mit dem ersten Steuerraumabschnitt (4) verbindenden Strömungsweg bildet, über den der zweite Steuerraumabschnitt (7) unter Umgehung der ersten Drosselstelle (23) über den ersten Steuerraumabschnitt (4) durch das Pilotventil (3) bei freigegebenem Durchgang des Steuerraumbypasses druckentlastbar ist.
daß der Steuerraum (4, 7) durch einen ersten Steuerraumabschnitt (4) und einen zweiten Steuerraumabschnitt (7) gebildet ist, wobei der Druck im zweiten Steuerraumabschnitt (7) die Düsennadel (2) in Schließstellung beaufschlagt, der erste und der zweite Steuerraumabschnitt (4, 7) über einen die erste Drosselstelle (23) enthaltenden Strömungsweg (24) miteinander verbunden sind, und der erste Steuerraumabschnitt (4) über einen Zulaufkanal (21) und über eine Zulaufdrossel (6) mit unter Druck stehendem Kraftstoff versorgt und durch das Pilotventil (3) druckentlastbar ist, so daß der zweite Steuerraumabschnitt (7) über die erste Drosselstelle (23) und über den ersten Steuerraumabschnitt (4) durch das Pilotventil (3) druckentlastbar ist,
und daß der Steuerraumbypass (13) einen den zweiten Steuerraumabschnitt (7) mit dem ersten Steuerraumabschnitt (4) verbindenden Strömungsweg bildet, über den der zweite Steuerraumabschnitt (7) unter Umgehung der ersten Drosselstelle (23) über den ersten Steuerraumabschnitt (4) durch das Pilotventil (3) bei freigegebenem Durchgang des Steuerraumbypasses druckentlastbar ist.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem
ersten Steuerraumabschnitt (4) eine zweite Drosselstelle (5) vorgesehen ist, die der unter
Druck stehende Kraftstoff beim Verlassen des ersten Steuerraumabschnitts (4) durch das
Pilotventil (3) passiert.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Zusatzströmungsweg (12) zur Zuführung von unter Druck stehendem Kraftstoff in den
zweiten Steuerraumabschnitt (7) im Sinne einer Druckbeaufschlagung der Ventilnadel (2)
in Schließrichtung vorgesehen ist, und daß ein Zwischenventilkörper (9) zum Öffnen und
Schließen des Zusatzströmungsweges (12) vorgesehen ist, welcher vom Druck des ersten
Steuerraumabschnitts (4) in Öffnungsrichtung und vom Druck des zweiten
Steuerraumabschnitts (7) in Schließrichtung beaufschlagt wird, so daß der
Zwischenventilkörper (9) bei einem durch Öffnen des Pilotventils (3) in dem ersten
Steuerraumabschnitt (4) erfolgenden Druckabfall den Zusatzströmungsweg (12) schließt
und bei einem durch Schließen des Pilotventils (3) in dem ersten Steuerraumabschnitt (4)
erfolgenden Druckanstieg den Zusatzströmungsweg (12) öffnet.
5. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein an der
der Düsennadel (2) abgewandten Seite des zweiten Steuerraumabschnitts befindlicher
Zwischenventilsitz (26) für den Zwischenventilkörper (9) vorgesehen ist, wobei der
Zusatzströmungsweg in dem Zwischenventilsitz (26) in Form von einem oder mehreren
eine Verbindung mit einem unter Druck stehenden Kraftstoff führenden Zulaufkanal (21)
herstellenden Zusatzströmungskanälen (12) ausgebildet ist und der Zwischenventilkörper
(9) bei einem bei geschlossenem Pilotventil (3) in dem ersten Steuerraumabschnitt (4)
erfolgenden Druckanstieg die Zusatzströmungskanäle (12) in Strömungsrichtung zu dem
zweiten Steuerraumabschnitt (7) freigibt.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
die erste Drosselstelle (23) enthaltende Strömungsweg (24) in dem Zwischenventilkörper
(9) ausgebildet ist.
7. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der die erste Drosselstelle (23) enthaltende Strömungsweg in dem
Ventilgehäuse ausgebildet ist.
8. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der die erste Drosselstelle (23) enthaltende Strömungsweg (24) ein
Rückschlagventil (10) enthält, welches den Strömungsweg (24) nur in Richtung von dem
zweiten Steuerraumabschnitt (7) zu dem ersten Steuerraumabschnitt (4) freigibt.
9. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der in dem
Zwischenventilkörper (9) ausgebildete, die erste Drosselstelle (23) enthaltende
Strömungsweg (24) ein Rückschlagventil (10) enthält, welches den Strömungsweg (24) nur
in Richtung von dem zweiten Steuerraumabschnitt (7) zu den ersten Steuerraumabschnitt
(4) freigibt.
10. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das
Rückschlagventil (10) durch ein in dem Strömungsweg (24) angeordnetes Kugelventil
gebildet ist, welches eine federbelastete Kugel (27) und einen die Kugel (27)
aufnehmenden Ventilsitz umfaßt.
11. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Durchgang durch den Steuerraumbypass (13) in Abhängigkeit von
der Düsennadelstellung so freigegeben wird, daß zunächst bis zu einer vorgegebenen ersten
Düsennadelstellung ein schneller Abfluß des Kraftstoffs aus dem Steuerraum (4, 7) im
Sinne eines schnellen Öffnens der Düsennadel (2) bis zu einer vorgegebenen teilweisen
Freigabe des Einspritzquerschnitts und dann bis zu einer Endstellung der Düsennadel (2)
ein langsamerer Abfluß des Kraftstoffs aus dem Steuerraum (4, 7) im Sinne eines
langsameren Öffnens der Düsennadel (2) bis zur vollständigen Freigabe des
Einspritzquerschnitts des Kraftstoffeinspritzventils erfolgt.
12. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die in
Abhängigkeit von der Düsennadelstellung verschiebbare Steuerkante (15) so in Bezug auf
den Überströmkanal (14) angeordnet ist, daß der Überströmkanal (14) bis zum Erreichen
der vorgegebenen ersten Düsennadelstellung im wesentlichen offen und nach dem
Überschreiten der vorgegebenen ersten Düsennadelstellung bis zum Erreichen einer
zweiten Düsennadelstellung schließt.
13. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der
Überströmkanal (14) mit einer vorgegebenen Ausdehnung in Axialrichtung des
Kraftstoffeinspritzventils ausgebildet ist, so daß der Überströmkanal (14) zwischen der
ersten Düsennadelstellung und der zweiten Düsennadelstellung allmählich schließt.
14. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der
Überströmkanal im Verlauf seiner Ausdehnung in Axialrichtung im Querschnitt
unterschiedlich breit ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998112010 DE19812010C1 (de) | 1998-03-19 | 1998-03-19 | Kraftstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998112010 DE19812010C1 (de) | 1998-03-19 | 1998-03-19 | Kraftstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19812010C1 true DE19812010C1 (de) | 1999-09-30 |
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ID=7861494
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998112010 Expired - Fee Related DE19812010C1 (de) | 1998-03-19 | 1998-03-19 | Kraftstoffeinspritzventil für eine Brennkraftmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19812010C1 (de) |
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