DE19811720A1 - Vorrichtung zum Erstellen einer digitalen Signatur - Google Patents
Vorrichtung zum Erstellen einer digitalen SignaturInfo
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- H04L9/00—Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols
- H04L9/32—Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols including means for verifying the identity or authority of a user of the system or for message authentication, e.g. authorization, entity authentication, data integrity or data verification, non-repudiation, key authentication or verification of credentials
- H04L9/3247—Cryptographic mechanisms or cryptographic arrangements for secret or secure communications; Network security protocols including means for verifying the identity or authority of a user of the system or for message authentication, e.g. authorization, entity authentication, data integrity or data verification, non-repudiation, key authentication or verification of credentials involving digital signatures
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Abstract
Eine Vorrichtung zum Erstellen einer digitalen Signatur enthält einen Computer (4) und ein externes Ausgabegerät (6). Die Vorrichtung soll dahingehend weitergebildet werden, daß ein Benutzer sicher sein kann, nur das von ihm gewünschte Dokument zu signieren und nichts anderes. Es wird vorgeschlagen, zwischen dem Computer (4), insbesondere dessen Zentraleinheit, und dem externen Ausgabegerät (6) ein sicheres Modul (2) zur Berechnung der digitalen Signatur mit Hilfe eines Secret Key anzuordnen.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erstellen einer digitalen Signatur
gemäß den im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
In zunehmendem Maße möchten EDV-Anwender heute elektronische Dokumente über
unsichere Netze (Telefonnetz, Internet) versenden. Es stellt aus technischer Sicht kein
Problem dar, ein im Klartext vorliegendes (d. h. insbesondere unverschlüsseltes) elektro
nisches Dokument auf seinem Weg vom Absender zum Empfänger zu verfälschen oder
gar den Absender zu fälschen. Dennoch soll der Empfänger absolut verläßlich prüfen
können, ob ein erhaltenes elektronisches Dokument tatsächlich vom angegebenen
Absender stammt und auf dem Weg zum Empfänger nicht verändert wurde. Darüber
hinaus möchte der Empfänger im Streitfalle Dritten gegenüber beweisen können, daß er
ein bestimmtes Dokument von einer bestimmten Person/Institution erhalten hat. Dies
erfordert sozusagen ein elektronisches Analogon zu der konventionellen handschriftli
chen Unterschrift. Die Kryptographie bietet hier eine Lösung: sogenannte digitale
Signaturverfahren. Mittels digitaler Signatur soll dem Empfänger eines Dokuments ein
rechtsverbindlicher Beweis dafür geliefert werden, daß das Dokument auch tatsächlich
vom ausgewiesenen Sender stammt und auf dem Übertragungswege nicht verfälscht
wurde. Umgekehrt hat der Sender ein Interesse an einem solchen Beweis dahingehend,
daß der richtige Empfänger das Dokument auch unverfälscht erhalten hat. Zur Gewähr
leistung der Sicherheit, d. h. der Unverfälschbarkeit einer digitalen Signatur müssen
insbesondere folgende Bedingungen erfüllt sein:
- 1. Der Secret Key des Benutzers, der die mathematische Funktion zum Signieren eines elektronischen Dokumentes parametrisiert, muß absolut geheim bleiben.
- 2. Der Algorithmus zum Signieren eines Dokumentes darf nicht manipulierbar sein. Er wird in einer sicheren physikalischen Umgebung (z. B. durch eine Chipkarte) ausge führt.
- 3. Der Benutzer muß sich sicher sein, daß er genau das von ihm gewünschte Doku ment signiert und nichts anderes.
Wegen der Bedingungen 1 und 2 stimmen Experten darin überein, daß der Secret Key
des Benutzers im von außen nicht zugänglichen Bereich einer Chipkarte gespeichert
werden sollte, welche über die Fähigkeit verfügt, mit Hilfe dieses Keys die digitale
Signatur zu einem vorgegebenen Dokument zu berechnen. Ein Lösungsvorschlag, der
zudem noch Bedingung 3 erfüllt, ist derzeit noch nicht bekanntgeworden.
Das typische derzeit für die Praxis favorisierte System zum Signieren elektronischer
Dokumente zeigt ein Dokument auf einem Monitor oder Display an, worauf der Benutzer
(menügesteuert) den Befehl gibt, dieses Dokument durch seine Chipkarte signieren zu
lassen. Ob dann tatsächlich das zuvor angezeigte Dokument signiert wird, ist allerdings
nicht gewährleistet, denn der benutzte Computer könnte so manipuliert sein, daß der an
den Computer angeschlossene Chipkartenleser zum Signieren ein Dokument erhält,
welches sich von dem zuvor am Monitor oder Display angezeigten - vielleicht nur
geringfügig - unterscheidet.
Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Vorrichtung der
genannten Art dahingehend weiterzubilden, daß der Benutzer sicher sein kann, daß er
genau das von ihm gewünschte Dokument signiert und nichts anderes. Die Vorrichtung
soll mit geringem Aufwand das bislang ungelöste Teilproblem, welches auch als Dar
stellungsproblem bezeichnet wird, beim fälschungssicheren Signieren elektronischer
Dokumente mit einem geringen Aufwand lösen. Ferner soll die Vorrichtung für den
Anwender in einfacher Weise durchschaubar sein und eine einfache Anordnung der zum
Einsatz gelangenden peripheren Hardwarekomponenten ermöglichen.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt gemäß den im Patentanspruch 1 angegebenen
Merkmalen.
Die vorgeschlagene Vorrichtung zeichnet sich durch einen einfachen und funktions
gerechten Aufbau aus und löst in zweckmäßiger Weise das Darstellungsproblem bei der
Erzeugung digitaler Signaturen. Durch die Durchschaubarkeit der einfachen Steuer
anordnung und der verwendeten peripheren Hardwarekomponenten ist es für den
Computeranwender ohne weiteres ersichtlich, daß das sichere signierende Modul, wie
insbesondere die Chipkarte und das Chipkartenterminal, genau die gleichen Daten oder
Signale als Eingabe erhält wie das genannte externe Ausgabegerät. Das sichere Modul,
welches den zum Signieren notwendigen Secret Key dauerhaft speichert und welches
mit Hilfe dieses Secret Keys die digitale Signatur eines vorgegebenen elektronischen
Dokuments oder einer vorgegebenen Datei berechnet und diesem definiert zuordnet,
wird in zweckmäßiger Weise zwischen den Computer, und zwar insbesondere dessen
Zentraleinheit, und das externe Ausgabegerät geschaltet. Darüber hinaus ist das zwi
schengeschaltete sichere Modul derart ausgebildet, daß erfindungsgemäß die Korrekt
heit einer vorgegebenen digitalen Signatur für ein vorgegebenes elektronisches Doku
ment überprüfbar ist. Das Ausgabegerät kann als Monitor bzw. Display oder als Drucker
bzw. Plotter ausgebildet sein. Das sichere Modul und das Ausgabegerät sind über
bevorzugt frei verlegte sichtbare Datenkabel und eine Kopplungskomponente derart
miteinander verbunden, daß das sichere Modul und das externe Ausgabegerät stets die
gleichen Daten empfangen. Die Kopplungskomponente, welche in zweckmäßiger Weise
als ein T-Stück zur Verbindung der Datenkabel ausgebildet sein kann, besitzt keine
weiteren Fähigkeiten, als das Weiterleiten der vom Computer erhaltenen Daten an die
beiden Ausgänge, die auf das sichere Modul und ferner auf das externe Ausgabegerät
geführt sind.
In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist ein Druckertreiber für Post
scriptdrucker derart vorgesehen, daß mit der Ausgabe eines Druckbefehls, insbesondere
einer Postscriptdatei, in dem sicheren Modul die Durchführung der Signatur der zu
geordneten Datei erfolgt, welche vom Drucker ausgegeben wird.
Besondere Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen sowie der weiteren Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels
angegeben.
Fig. 1 zeigt schematisch ein Blockschaltbild der Vorrichtung mit einem sicheren Modul
2, welches den zum Signieren eines Dokuments notwendigen Secret Key dauerhaft
speichert. Das sichere Modul ermöglicht ferner mittels des genannten Secret Keys die
digitale Signatur für ein elektronisches Dokument oder eine vorgegebene Datei. Das
genannte Dokument bzw. die Datei wird mittels eines Computers 4, insbesondere
dessen Zentraleinheit, bereitgestellt und zu einem externen Ausgabegerät über eine
bevorzugt frei verlegte und/oder sichtbare Datenleitung 8 geleitet. Das Ausgabegerät
6 dient zur Ausgabe der Daten in sichtbarer Form und ist als Monitor bzw. Display oder
Drucker bzw. Plotter ausgebildet. Das sichere Modul 2 ist zwischen dem Computer 4
und dem Ausgabegerät 6 installiert und enthält parallel zu diesem exakt die gleichen
Daten oder Dateien wie das externe Ausgabegerät 6. In zweckmäßiger Weise ist die
Datenleitung 8 für einen Benutzer sichtbar als Kabel verlegt, und zwar vorzugsweise als
konventionelles Druckerkabel oder Monitorkabel. Für den Anwender ist somit unmittelbar
aufgrund der einfachen Verbindung der externen Komponenten erkennbar, daß in das
externe Ausgabegerät die gleichen Daten gelangen wie in das sichere Modul, welches
zwischen der Zentraleinheit des Computers und dem externen Ausgabegerät 6 installiert
ist. Das zwischengeschaltete sichere Modul 2 ist in besonders zweckmäßiger Weise zur
Überprüfung einer vorgegebenen digitalen Signatur für ein vorgegebenes elektronisches
Dokument ausgebildet.
In bevorzugter Weise enthält das sichere signierende Modul 2 einerseits eine Prozess
orchipkarte, in welcher insbesondere der Secret Key gespeichert ist, und andererseits
ein Chipkartenterminal 12 zum Ansteuern der Chipkarte 10. Das Modul 2 ermöglicht
erfindungsgemäß ferner, in der beschriebenen Anordnung die Korrektheit einer vor
gegebenen digitalen Signatur für ein vorgegebenes elektronisches Dokument zu über
prüfen.
In besonders zweckmäßiger Weise erfolgt die Verbindung des Computers 4 bzw. dessen
zentralen Einheit mit dem sicheren Modul 2 sowie dem externen Ausgabegerät 6 über
eine Kopplungskomponente 14. Es handelt sich hierbei um eine passive Kopplungs
komponente, vorzugsweise in Form eines T-Stücks, welches einerseits an die mit dem
Computer 2 verbundenen Datenleitung 8 angeschlossen ist und dessen Ausgänge 16,
18 andererseits über Datenleitungen 20, 22 mit dem externen Ausgabegerät 6 bzw. dem
Modul 2 verbunden sind. Die Kopplungskomponente 14 besitzt keine weiteren Fähig
keiten als das Weiterleiten der vom Computer 4 eingehenden Daten an die beiden
Ausgänge 16, 18 und über die Kabel 20, 22 zum externen Ausgabegerät 6 sowie zum
Modul 2 bzw. Chipkartenterminal 12. Für einen Anwender ist somit aufgrund der Ein
fachheit der Kopplungskomponente, welche keine weitere oder andere Funktionalität als
das Weiterleiten der vom Computer 4 erhaltenen Daten an das Ausgabegerät 6 sowie an
das das sichere Modul 2 aufweist, unmittelbar erkennbar, daß die gleichen Daten des
Computers 4 sowohl an das Modul 2 als auch an das Ausgabegerät 6 gelangen.
In einer besonderen Weiterbildung ist dem Computer 4 ein Druckertreiber 24 zugeord
net, welcher einen üblichen Druckertreiber ersetzt. Der erfindungsgemäße Druckertreiber
24 ist derart ausgebildet, daß mit Ausgabe eines Druckbefehls, insbesondere für eine
Postscript-Datei, in dem sicheren Modul 2 die Durchführung der Signatur der nachfol
genden Datei initiiert wird, welche auf dem externen Ausgabegerät bzw. Drucker 6 über
den Ausgang 16 und die Datenleitung 20 ausgegeben wird.
2
sicheres Modul
4
Computer
6
Ausgabegerät
8
Datenleitung
10
Prozessorchipkarte
12
Chipkartenterminal
14
Kopplungskomponente
16
,
18
Ausgang
20
,
22
Datenleitung/Kabel
24
Druckertreiber
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Erstellen einer digitalen Signatur, enthaltend einen Computer
(4) und ein externes Ausgabegerät (6),
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Computer (4), insbesondere dessen
Zentraleinheit, und dem externen Ausgabegerät (6) ein sicheres Modul (2) angeordnet
ist, zur Berechnung der digitalen Signatur mit Hilfe eines Secret Key.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das sichere Modul
(2) ein Chipkartenterminal (12) sowie eine Prozessorchipkarte (10) zum dauerhaften
Speichern des Secret Key enthält.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem
Computer (4) eine Kopplungskomponente (14) verbunden ist, deren Ausgänge (16, 18)
zum einen auf das externe Ausgabegerät (6) und zum anderen auf das sichere Modul
(2), insbesondere über Datenleitungen oder Kabel (20, 22) geführt sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
bevorzugt über die Kopplungskomponente (14) das Ausgabegerät (6) und das sichere
Modul (2) derart miteinander verbunden sind, daß das Ausgabegerät (6) und das sichere
Modul (2) immer die gleichen Daten vom Computer (4) empfangen.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der
Computer (4) einen derart ausgebildeten Druckertreiber enthält, daß mit der Ausgabe
eines Druckbefehls im sicheren Modul (2) insbesondere im Chipkartenterminal (12) die
Durchführung der Signatur der vom Computer (4) mit dem Druckbefehl ausgegebenen
Datei initiiert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19811720A DE19811720C2 (de) | 1998-03-18 | 1998-03-18 | Vorrichtung zum Erstellen einer digitalen Signatur |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19811720A DE19811720C2 (de) | 1998-03-18 | 1998-03-18 | Vorrichtung zum Erstellen einer digitalen Signatur |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19811720A1 true DE19811720A1 (de) | 1999-09-30 |
| DE19811720C2 DE19811720C2 (de) | 2003-02-13 |
Family
ID=7861297
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19811720A Expired - Fee Related DE19811720C2 (de) | 1998-03-18 | 1998-03-18 | Vorrichtung zum Erstellen einer digitalen Signatur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19811720C2 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002001793A1 (es) * | 2000-06-23 | 2002-01-03 | Esignus, S.L. | Dispositivo firmador externo para pc, con entrada óptica de datos a través del monitor |
| EP1306820A3 (de) * | 2001-10-24 | 2004-04-14 | Giesecke & Devrient GmbH | Signatur eines Dokuments |
| US8874910B2 (en) | 2005-06-30 | 2014-10-28 | Legend Holdings Ltd. | Method for implementing encryption and device thereof |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP2001513596A (ja) * | 1997-08-06 | 2001-09-04 | インフィネオン テクノロジース アクチエンゲゼルシャフト | 電子署名を安全に作成するための装置 |
-
1998
- 1998-03-18 DE DE19811720A patent/DE19811720C2/de not_active Expired - Fee Related
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| ES2167245A1 (es) * | 2000-06-23 | 2002-05-01 | Univ Las Palmas Gran Canaria | Firmador externo para pc. |
| EP1306820A3 (de) * | 2001-10-24 | 2004-04-14 | Giesecke & Devrient GmbH | Signatur eines Dokuments |
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| DE112005003623B4 (de) * | 2005-06-30 | 2024-08-14 | Legend Holdings Ltd. | Verfahren zum Implementieren einer Verschlüsselung und Vorrichtung desselben |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19811720C2 (de) | 2003-02-13 |
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