DE19810148A1 - Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und Vorrichtung zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen
Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und eine
Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.
Zur Erzielung einer ausreichenden Oberflächenqualität ist es bei rauhen Span- oder
Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen erforderlich, eine mehrfach
aufeinanderfolgende, spanende Bearbeitung vorzunehmen. Dabei wird die Rauhigkeit
der Oberfläche schrittweise verbessert, bis sie letztlich einen Wert erreicht hat, der die
unmittelbare Beschichtung oder Lackierung der Platten ermöglicht. Dieser erhebliche
Aufwand bei Verfahren nach dem Stand der Technik erhöht sich noch in erheblichem
Maße, wenn in die Oberfläche der Platte eine profilierte Struktur eingearbeitet werden
soll.
Die Schleifarbeiten erfolgen zumeist auf technisch aufwendigen Schleifanlagen, die
zudem häufig eine gegenüber dem Fräsen niedrigere Bearbeitungsgeschwindigkeit
aufweisen, so daß ein kontinuierlicher Bearbeitungszyklus kaum erreichbar ist.
Darüber hinaus ist eine Schleifbearbeitung bei den genannten Platten nachteilig, weil
dabei zum Teil eine gesundheitsschädliche Staubentwicklung zu verzeichnen ist, die
erhebliche Aufwendungen zur Absaugung erfordert, und ferner die sich bewegenden
Teile der Werkzeugmaschinen einem erhöhten Verschleiß unterliegen.
Bisher ist es zudem nicht bekannt, mit nur einem Werkzeug sowohl die Außenkontur
der Platte, als auch eine in die Platte grob eingearbeitete Innenkontur zu bearbeiten.
Der Erfindung liegt die technische Problemstellung zugrunde, ein Verfahren zu
entwickeln, das es ermöglicht, die Oberfläche, das heißt, die Innen- und/oder
Außenkontur von grob vorbearbeiteten Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten
oder ähnlichen Bauteilen zeit- und kostensparend in möglichst wenigen Arbeitsgängen
zu verfeinern. Darüber hinaus soll eine Vorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens geschaffen werden.
Die Erfindung löst diese technische Problemstellung mit den Merkmalen der
Patentansprüche 1 und 5.
Danach wird vorgeschlagen, eine rauhe, nur grob vorbearbeitete Span- oder
Faserplatte, Kunststoffplatte oder ein ähnliches Bauteil mit einer darin eingearbeiteten
Struktur mittels eines erhitzten Profilwerkzeuges unter voreingestelltem, permanent
geregeltem Druck sowie voreingestellter, permanent geregelter Temperatur und
Vorschubgeschwindigkeit thermisch zu bearbeiten. Dabei wird das Profilwerkzeug
entlang der zu glättenden, vorbearbeiteten Bereiche der Platte geführt.
Durch das Profilwerkzeug erfolgt eine Erwärmung des oberflächennahen Bereiches
der Plattenkontur bis zur lokalen Schmelztemperatur des Bindewerkstoffes (Binders).
Die Temperaturwerte am Profilwerkzeug, die Kühlmitteltemperatur, der Druck sowie
die Geschwindigkeit der Vorschubeinheit werden permanent erfaßt und einer
zentralen Verarbeitungseinheit zugeführt, die diese Werte mit vorgegebenen
Sollwerten vergleicht und bei Abweichungen zwischen Soll- und Istwerten über eine
Regelungselektronik auf den Prozeß einwirkt.
Beispielsweise bei mitteldichten Faserplatten (md-Faserplatten) treten auch nach dem
Beschleifen einzelne Faserpartikel aus der Oberfläche heraus und erzeugen somit eine
nahezu unüberwindbare Rauheit derselben. Durch das vorgestellte Verfahren wird der
oberflächennähe Bindewerkstoff der md-Faserplatte aufgeschmolzen. Durch die
Druckwirkung des Profilwerkzeuges werden die Faserpartikel in den leicht
verflüssigten Binder eingedrückt. Der Binder geht nach seiner kurzzeitigen,
bereichsweisen Verflüssigung unmittelbar wieder in den festen Zustand über, wobei
die Faserpartikel vollständig eingeschlossen bleiben.
Durch ein erfindungsgemäßes Verfahren ist es erstmals möglich, beispielsweise die
Oberfläche einer grob gefrästen, mitteldichten md-Faserplatte in einem Arbeitsgang
derart zu verfeinern, daß diese nachfolgend unmittelbar mit Folien beschichtet oder
lackiert werden kann, ohne daß weitere zeit- und kostenintensive Schleifbearbeitungen
erforderlich werden.
Eine Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten zur Durchführung des zuvor beschriebenen Verfahrens weist dabei
erfindungsgemäß mindestens ein Profilwerkzeug auf, in das wenigstens ein
Heizelement eingesetzt ist. Dieses kann sowohl elektrische Energie als auch
chemische oder andere Energieformen in Wärmeenergie umwandeln.
Das Heizelement beziehungsweise die Heizelemente sollten dabei möglichst in dem
oberflächennahen Bereich des Profilwerkzeuges positioniert werden. Dadurch kann
bei verringerter Heizleistung eine schnelle Erwärmung des Profilwerkzeuges erreicht
werden, was insbesondere bei der Serienfertigung unterschiedlicher Platten von
Bedeutung ist, da hierbei auch ein- oder mehrfache Wechsel des Profilwerkzeuges
notwendig sein können, um beispielsweise verschiedene Konturen zu bearbeiten.
Das Profilwerkzeug sollte deshalb eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Hierzu
wären Messingwerkstoffe, wie beispielsweise MS 58, besonders geeignet.
Selbstverständlich können für das Profilwerkzeug auch andere Werkstoffe verwendet
werden.
Erfindungsgemäß ist mindestens eine das Profilwerkzeug unmittelbar oder mittelbar
beweglich führende Vorschubeinheit entlang und um mehrere Achsen eines gedachten
Koordinatenachskreuzes im Raum bewegbar. Diese Vorschubeinheit ermöglicht somit
die Bewegbarkeit des Profilwerkzeuges in allen erforderlichen Richtungen.
Sie besteht insgesamt aus einer in einem Gehäuse aufgenommenen Aufnahmehülse, in
der das Profilwerkzeug lösbar festgesetzt ist, einer die Aufnahmehülse umgebenden
Kühlkammer, sowie einer Vortriebseinrichtung. Die Kühlkammer ist Bestandteil eines
Kühlsystems.
Die Vorschubeinheit bildet somit eine kompakte Baueinheit zur Aufnahme und
Bewegung des Profilwerkzeuges und zur Erzeugung des zur Bearbeitung
notwendigen Prozeßdruckes.
Das Profilwerkzeug weist erfindungsgemäß eine zu der Form der zu bearbeitenden
Kontur komplementäre Geometrie auf. Es ist selbstverständlich auch möglich,
mehrere unterschiedliche Konturen mit einem einzigen Profilwerkzeug zu bearbeiten.
So kann beispielsweise mit der Spitze eines Profilwerkzeuges eine Innenkontur und
mit seinen Flankenbereichen eine Außenkontur bearbeitet werden. Dadurch ist die
Vorrichtung insgesamt sehr effektiv nutzbar, wodurch das Verfahren kostengünstig
realisiert werden kann.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sehen darüber hinaus vor, daß beispielsweise
die Kühlkammer ein mehrwandiges, mit Kühlmittel befülltes Kammersystem ist, das
einen Kühlmittelzufluß und einen Kühlmittelabfluß aufweist.
Ferner kann die Aufnahmehülse aus Isolationsmaterial, wie Glaspolyamid, bestehen.
Darüber hinaus ist es möglich, die Vortriebseinrichtung zum Beispiel als eine doppelt
wirkende Kolben-Zylindereinheit oder eine doppelt wirkende, federunterstützte
Mechanik auszuführen, wobei auch andere Vortriebsmechanismen den Bereich der
Erfindung nicht verlassen. Als nur ein weiteres Beispiel sei hier eine
elektromagnetische Vortriebseinrichtung erwähnt.
Durch ihren einfachen und kompakten Aufbau ist es selbstverständlich in einfacher
Weise möglich, eine erfindungsgemäße Vorrichtung in eine automatisierte Anlage zu
integrieren. Eine derartige Anlage kann ein numerisch gesteuerter Roboter oder eine
NC- beziehungsweise CNC-Anlage sein.
Um die Taktzeiten zu verringern ist es insbesondere vorteilhaft, das Profilwerkzeug über ein
Schnellspannsystem in der Aufnahmehülse festzusetzen. Dieses kann sowohl eine
hydraulische, pneumatische oder andere Spannvorrichtung sein. Denkbar ist es ebenso, eine
Feder-Kugel-Raste als Schnellspannsystem vorzusehen. Die Vorrichtung kann dabei
insgesamt mit einem halb- oder vollautomatischen Werkzeugwechsler zusammenwirken.
Bei der Verwendung der Vorrichtung in einer CNC-Anlage kann eine zusätzliche
Vorschubeinrichtung notwendig werden, die dann unmittelbar oder mittelbar mit dem
Gehäuse der Vorrichtung entlang und um mehrere Achsen eines gedachten
Koordinatenachskreuzes im Raum zusammenwirkt, um weitere spezielle
Bewegungsmöglichkeiten der Vorrichtung zu erreichen.
Dabei sollte die Vorschubeinrichtung eine Vortriebseinrichtung sowie ein mit dem
Gehäuse verbundenes Führungsglied aufweisen, wobei das Führungsglied innerhalb
einer von dem Gehäuse durchsetzten Führung begrenzt beweglich ist. Unter
begrenzter Beweglichkeit ist dabei zu verstehen, daß beispielsweise Endanschläge den
Verfahrweg der Vorrichtung in sinnfälliger Weise einschränken. Natürlich kann an
Stelle einer Führung in dem Gehäuse auch eine andersartige Wegbegrenzung
eingesetzt werden. Beispielhaft seien hier sensorische Erfassungen der Bewegung der
Vorrichtung oder eine Licht- beziehungsweise Laserschranke erwähnt.
Selbstverständlich können die vorstehend genannten und die nachfolgend noch zu
erläuternden Merkmale der Erfindung nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination,
sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendet werden, ohne
dabei den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Teilschnitt,
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung für den Einsatz in
einer CNC-Anlage im Teilschnitt
und
Fig. 3 eine weitere mögliche Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
im Teilschnitt.
In den Figuren sind beispielhaft erfindungsgemäße Vorrichtungen zur finalen
Oberflächenbearbeitung von md-Faserplatten zur Durchführung eines
erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt.
Die in den Fig. 1 und gezeigte Vorrichtung weist ein Profilwerkzeug (1) auf
Dieses verfügt über einen zylindrischen Bereich (1.1), der in einen spitz zulaufenden,
annähernd konischen Bereich (1.2) übergeht. Den Abschluß bildet schließlich ein
flacher Bereich (1.3). Die Bereiche (1.2) und (1.3) bilden eine komplementär zu der
auszuformenden Kontur der Platte gestaltete Geometrie. Diese Bereiche können somit
unterschiedlich ausgeführt werden. Das Profilwerkzeug (1) ist über einen Zapfen (1.4)
in eine Aufnahmehülse (3.1) eingesetzt. Zur Festlegung des Profilwerkzeuges (1)
dient vorliegend ein zweigeteilter Ring (7), dessen Montage über eine
Klemmschraubverbindung (7.1) erfolgt.
In das Profilwerkzeug (1) ist vorliegend ein Heizelement (2) eingesetzt. Das
Heizelement ist dabei so weit wie möglich an den oberflächennahen Bereich des
Profilwerkzeuges herangeführt, um eine schnellstmögliche Erwärmung zu
gewährleisten.
Eine Vorschubeinheit (3) ermöglicht die Bewegungen des Profilwerkzeuges entlang
und um mehrere Achsen eines gedachten Koordinatenachskreuzes im Raum. Die
Vorschubeinheit (3) besteht insgesamt aus der zuvor bereits beschriebenen, in einem
Gehäuse (4) aufgenommenen Aufnahmehülse (3.1), in der das Profilwerkzeug (1)
lösbar festgesetzt ist, einer die Aufnahmehülse umgebenden Kühlkammer (3.2) sowie
einer Vortriebseinrichtung (3.3). Die Kühlkammer (3.2) ist ein mehrwandiges, mit
Kühlmittel befülltes Kammersystem, das einen Kühlmittelzufluß (3.2.1) und einen in
den Figuren nicht dargestellten Kühlmittelabfluß aufweist. Eine Kühlung des
beschriebenen Systems ist erforderlich, um eine unzulässige Erwärmung der
umliegenden Bauteile zu vermeiden, denn durch die Erwärmung könnten sich
beispielsweise in Folge der Ausdehnung der Maschinenelemente Maßabweichungen
ergeben, die zu unerwünschten Toleranzen bei der Plattenbearbeitung führen würden.
Aus diesem Grund wird auch die Aufnahmehülse (3.1) aus Isolationsmaterial, wie
zum Beispiel Glaspolyamid, hergestellt.
Als Vortriebseinrichtung (3.3) ist bei der gezeigten Ausführung eine doppelt wirkende
Kolben-Zylindereinheit verwendet worden, die hydraulisch den notwendigen
Anpressdruck des Profilwerkzeuges an die Plattenoberfläche erzeugt.
Die in der Fig. 1 dargestellte Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur
finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder Faserplatten könnte
beispielsweise Bestandteil einer numerisch gesteuerten Roboter-Anlage sein.
Bei der Darstellung in der Fig. 2 ist auch eine Verwendung der Vorrichtung in einer
CNC-Anlage möglich, wobei hierfür eine weitere Vorschubeinrichtung (5) eingesetzt
wird, die mittelbar mit dem Gehäuse (4) zusammenwirkt.
Diese Vorschubeinrichtung (5) weist eine Vortriebseinrichtung (5.1) sowie ein mit
dem Gehäuse (4) verbundenes Führungsglied (5.2) auf, wobei das Führungsglied
innerhalb einer von dem Gehäuse (4) durchsetzten Führung (6) begrenzt beweglich
ist.
Die in der Fig. 3 gezeigte Ausführung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
unterscheidet sich zu der in den Fig. 1 und 2 beschriebenen zunächst durch die
abeichende Gestaltung des Profilwerkzeuges (1). An dem flachen Bereich (1.3) ist
hier zusätzlich eine Kugelkontur (1.6) angeformt. Diese kann für einen speziellen
Anwendungsfall genutzt werden, bei dem in die zu bearbeitende Platte eine
komplementäre Geometrie eingearbeitet werden soll. Ein wesentlicher und
vorteilhafter Unterschied zu den zuvor beschriebenen Ausführungen besteht jedoch in
einer Feder-Kugel-Raste (8), die in die Aufnahmehülse (3.1) eingesetzt ist und die mit
der Kugel in eine Ausnehmung in dem Zapfen (1.4) des Profilwerkzeuges eingreift
und dieses somit schnell lösbar festsetzt.
Selbstverständlich können mehrere Feder-Kugel-Rasten (8) um den Umfang der
Aufnahmehülse (3.1) verteilt angeordnet werden. Mit einer derartigen Ausführung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, das Werkzeug durch einen halb- oder
vollautomatischen Werkzeugwechsler innerhalb kürzester Taktzeiten auszutauschen.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen
Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen wird mit einer
Vorrichtung entsprechend den Darstellungen der Fig. 1 und 2 wie folgt
ausgeführt:
Das Profilwerkzeug (1) wird zunächst erhitzt.
Das Profilwerkzeug (1) wird zunächst erhitzt.
Anschließend wird die mit einer grob eingearbeiteten, beispielsweise gefrästen,
Struktur versehene Platte durch das erhitzte Profilwerkzeug, das eine zu der
herzustellenden Kontur der Platte komplementär geformte Geometrie aufweist,
nachbearbeitet.
Das Profilwerkzeug (1) fährt dabei die Kontur der Platte mit einem voreingestellten
Druck sowie voreingestellter Temperatur und Vorschubgeschwindigkeit entlang.
Druck, Temperatur und Vorschubgeschwindigkeit werden über Meßwertaufnehmer
permanent erfaßt und an eine zentrale Verarbeitungseinheit (CPU) übergeben. Die
CPU führt laufende Soll-Istwertvergleiche durch und greift bei unzulässigen
Wertabweichungen regelnd in die Strecke ein, so daß beispielsweise die
Vorschubgeschwindigkeit oder die Temperatur angepaßt werden.
Zur Temperaturmessung ist an dem Profilwerkzeug (1) eine
Temperatursensoraufnahme (1.5) vorhanden.
Die Erwärmung des oberflächennahen Bereiches der Plattenkontur erfolgt durch das
Profilwerkzeug (1) bis zur lokalen Schmelztemperatur des Binders der Platte.
Vorzugsweise werden Temperaturen des Profilwerkzeuges von circa 250 bis 350°C,
Vorschubbewegungsgeschwindigkeiten zwischen 50 und 150 mm/s sowie Drücke
von 30 bis 100 bar eingestellt und verwendet. Die Kühlkammer ist ein mehrwandiges,
mit Kühlmittel befülltes Kammersystem ist, das einen Kühlmittelzufluß und einen in
den Figuren nicht dargestellten Kühlmittelabfluß aufweist, wobei die Kühlleistung des
Kühlsystems im Bereich von 1 bis 1,2 kW liegen kann.
1
Profilwerkzeug
1.1
zylindrischer Bereich
1.2
verjüngter Bereich
1.3
flacher Bereich
1.4
Zapfen
1.5
Temperatursensoraufnahme
1.6
Kugelkontur
2
Heizelement
3
Vorschubeinheit
3.1
Aufnahmehülse
3.2
Kühlkammer
3.2.1
Kühlmittelzufluß
3.3
Vortriebseinrichtung
4
Gehäuse
5
Vorschubeinheit
5.1
Vortriebseinrichtung
5.2
Führungsglied
6
Führung
7
Ring
7.1
Schraubverbindung
8
Feder-Kugel-Raste
Claims (20)
1. Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten,
Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen mit einer darin eingearbeiteten Struktur,
bei dem ein erhitztes Profilwerkzeug (1) unter voreingestelltem, permanent
geregeltem Druck sowie voreingestellter, permanent geregelter Temperatur und
Vorschubgeschwindigkeit entlang der zu glättenden, vorbearbeiteten Bereiche der
Platte geführt wird.
2. Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten,
Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Erwärmung des oberflächennahen Bereiches der Plattenkontur bis zur lokalen
Schmelztemperatur des Werkstoffes erfolgt.
3. Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten,
Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Temperaturwerte am Profilwerkzeug, die Kühlmitteltemperatur, der Druck sowie
die Geschwindigkeit der Vorschubeinheit permanent erfaßt und einer zentralen
Verarbeitungseinheit zugeführt werden, die diese Werte mit vorgegebenen Sollwerten
vergleicht und bei Abweichungen zwischen Soll- und Istwerten über eine
Regelungselektronik auf den Prozeß einwirkt.
4. Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten,
Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Temperatur am Profilwerkzeug vorzugsweise 250 bis 350°C, die
Bewegungsgeschwindigkeit des Profilwerkzeuges vorzugsweise zwischen 50 und
150 mm/s, der Druck auf das Profilwerkzeug vorzugsweise 3 bis 10 bar beträgt.
5. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden
Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung mindestens ein Profilwerkzeug (1) aufweist, in das wenigstens ein
Heizelement (2) eingesetzt ist und mindestens eine das Profilwerkzeug unmittelbar
oder mittelbar beweglich führende Vorschubeinheit (3) entlang und um mehrere
Achsen eines gedachten Koordinatenachskreuzes im Raum bewegbar ist.
6. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Profilwerkzeug (1) eine zu der Form der zu bearbeitenden Kontur komplementäre
Geometrie aufweist.
7. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorschubeinheit (3) insgesamt aus einer in einem Gehäuse (4) aufgenommenen
Aufnahmehülse (3.1), in der das Profilwerkzeug (1) lösbar festgesetzt ist, einer die
Aufnahmehülse umgebenden Kühlkammer (3.2), die Bestandteil eines Kühlsystems
ist, sowie einer Vortriebseinrichtung (3.3) besteht.
8. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kühlkammer (3.2) ein mehrwandiges, mit Kühlmittel befülltes Kammersystem ist,
das einen Kühlmittelzufluß (3.2.1) und einen Kühlmittelabfluß aufweist.
9. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufnahmehülse (3.1) aus Isolationsmaterial besteht.
10. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Aufnahmehülse (3.1) aus Glaspolyamid besteht.
11. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vortriebseinrichtung (3.3) eine doppelt wirkende Kolben-Zylindereinheit ist.
12. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vortriebseinrichtung (3.3) eine doppeltwirkende, federunterstützte Mechanik ist.
13. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Kühlleistung des Kühlsystems im Bereich zwischen 1 und 1,2 kW liegt.
14. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach einem der Ansprüche 5 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Profilwerkzeug (1) über ein Schnellspannsystem in der Aufnahmehülse (3.1) festsetzbar
ist.
15. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung mit einem halb- oder vollautomatischen Werkzeugwechsler
zusammenwirkt.
16. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach einem der Ansprüche 5 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung Bestandteil einer numerisch gesteuerten
Roboter-Anlage ist.
17. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach einem der Ansprüche 5 bis 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorrichtung in einer CNC-Anlage verwendet wird, wobei eine weitere
Vorschubeinrichtung (5) unmittelbar oder mittelbar mit dem Gehäuse (4) entlang und
um mehrere Achsen eines gedachten Koordinatenachskreuzes im Raum
zusammenwirkt.
18. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vorschubeinrichtung (5) eine Vortriebseinrichtung (5.1) sowie ein mit dem
Gehäuse (4) verbundenes Führungsglied (5.2) aufweist, wobei das Führungsglied
innerhalb einer von dem Gehäuse (4) durchsetzten Führung (6) begrenzt beweglich
ist.
19. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vortriebseinrichtung (5.1) eine doppelt wirkende Kolben-Zylindereinheit ist.
20. Vorrichtung zur finalen Oberflächenbearbeitung von Kunststoff-, Span- oder
Faserplatten nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Vortriebseinrichtung (5.1) eine doppeltwirkende, federunterstützte Mechanik ist.
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| DE1998110148 DE19810148C2 (de) | 1998-03-10 | 1998-03-10 | Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
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| DE1998110148 DE19810148C2 (de) | 1998-03-10 | 1998-03-10 | Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
Publications (2)
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| DE19810148C2 DE19810148C2 (de) | 1999-06-24 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE1998110148 Expired - Fee Related DE19810148C2 (de) | 1998-03-10 | 1998-03-10 | Verfahren zur finalen Oberflächenbearbeitung von rauhen Span- oder Faserplatten, Kunststoffplatten oder ähnlichen Bauteilen und Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens |
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