DE19810621A1 - Rotor für eine Kommutatormaschine - Google Patents
Rotor für eine KommutatormaschineInfo
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Abstract
Bei einem Rotor für eine Kommutatormaschine mit einer Rotorwelle (10), einem eine Rotorwicklung (14) aufnehmenden Rotorkörper (11) und mit einem Kommutator (12), der einen drehfest auf der Rotorwelle (10) sitzenden Isolierstoffkörper (16) und eine Vielzahl von auf dem Isolierstoffkörper (16) angeordneten Kommutatorlamellen (17) mit davon abgebogenen Anschlußfahnen (18) zum Anschließen von Anschlußdrähten (15) der Rotorwicklung (14) aufweist, ist zwecks Einführung des vorteilhaften Ultraschall-Torsionsschweißverfahrens zur mechanischen und elektrischen Verbindung von Anschlußfahnen (18) und Anschlußdrähten (15) ohne Änderung der Rotorgeometrie der Isolierstoffkörper (16) an der im zugeordneten Stirnseite des Rotorkörpers (11) axial abgestützt (Fig. 1).
Description
Die Erfindung geht aus von einem Rotor für eine
Kommutatormaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1
definierten Gattung.
Bei einem bekannten Rotor dieser Art (WO 90/04864) sind die
Anschlußfahnen an den Kollektor- oder Kommutatorlamellen als
unter einem spitzen Winkel zu den Lamellen hin zurückgebogene
Haken ausgeführt, in deren Hakengrund jeweils ein
Wicklungsdraht umläuft. Die elektrische und mechanische
Verbindung zwischen den Wicklungsdrähten und den
Anschlußfahnen erfolgt durch Umbiegen der Haken und durch
Ultraschallverschweißen der Hakenenden auf den
Kollektorlamellen, wozu eine Sonotrode einer Ultraschall-
Torsionsschweißvorrichtung zugleich als Biegewerkzeug
verwendet wird.
Bei einer bekannten Ultraschschall-Torsionsweißvorrichtung zum
Befestigen der Wicklungsdrähte an den Anschlußfahnen der
Kommutatorlamellen (DE 89 02 562 U1) mit einer hochfrequente,
mechanische Schwingungen erzeugenden Sonotrode, die sich mit
Axialkraft auf die um die Anschlußfahnen gelegten
Drahtwindungen der Wicklungsdrähte aufpreßt, und mit einem die
Anschlußfahnen während des Schweißprozesses abstützenden Amboß
ist der Amboß und das freie Ende jeder Anschlußfahne mit den
Sonotrodenandruck und die Sonotrodenschwingungen quer zur
Andruckrichtung aufnehmenden Stützflächen versehen, welche vor
Beginn des Schweißprozesses durch eine Relativbewegung des
Ambosses und der Anschlußfahnen aneinander anlegbar sind. Die
an dem radial zur Sonotrodenachse zuführbaren Amboß
ausgebildete Stützfläche hintergreift dabei die Anschlußfahnen
der Kommutatorlamellen auf deren von der Sonotrode abgekehrten
Rückseite und nimmt somit den Axialdruck der Sonotrode
weitgehend auf. Die Sonotrode besitzt eine ebene, ringförmige
Schweißfläche, die auf die Wicklungsdrähte aufgepeßt wird.
In beiden Fällen erfordert der Einsatz des Ultraschall-
Torsionsschweißverfahrens eine besondere geometrische
Gestaltung der die Wicklungsdrähte aufnehmenden Anschlußfahnen
und diese wiederum eine besondere Wickeltechnik der
Rotorwicklung. Darüber hinaus ist ein gewisser Mindestabstand
zwischen dem Rotorkörper und dem Kommutator erforderlich, um
die Abstützflächen des Ambosses radial hinter die
Anschlußfahnen führen zu können.
Der erfindungsgemäße Rotor mit den Merkmalen des Anspruchs 1
oder des Anspruchs 7 oder des Anspruchs 9 hat den Vorteil, daß
das Ultraschall-Torsionsschweißen mit seinen
fertigungstechnischen Vorteilen auch bei herkömmlichen Rotoren
einsetzbar ist, und zwar nur mit geringen oder keinen
Änderungen der Rotorgeometrie.
Durch die erfindungsgemäße Abstützung des kompletten
Kommutators am Rotorkörper gemäß Anspruch 1 wird der
Kommutator gegen Verschieben auf der Rotorwelle beim Schweißen
gesichert, so daß kein gesonderter Amboß zur Aufnahme der
großen Axialkräfte der Sonotrode erforderlich ist. Zum evtl.
aber nicht unbedingt erforderlichen Abfangen der noch
verbleibenden, auf die Anschlußfahnen wirkenden, geringen
Axialkräfte ist es ausreichend, entsprechend kleinvolumige
Abstützflächen des Ambosses radial zur Rotorwelle zuzuführen,
für deren Zuführung auch bei herkömmlichen Rotoren noch
genügend Platz zwischen den Wickelköpfen der Rotorwicklung am
Rotorkörper und den Anschlußfahnen am Kommutator bzw. durch
Ausnehmungen im Rotorkörper vorhanden ist.
Alternativ und abhängig von der Geometrie der Anschlußfahnen
können gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
auch die Anschlußfahnen zumindest in ihrem Abbiegebereich von
den Kommutatorlamellen an dem Isolierstoffkörper abgestützt
werden.
Durch das gemäß Anspruch 7 alternative oder zusätzliche
Abbiegen der Anschlußfahnen um ca. 90° nach außen und die
hakenartige Abwinklung des Endes der Anschlußfahnen zu einem
Sicherungshaken gegen das Weggleiten der um die Anschlußfahnen
herumgeschlungenen Anschlußdrähte beim Schweißprozeß kann eine
automatisch durchführbare Anhaketechnik realisiert werden, die
recht ähnlich der Technik an bestehenden Erzeugnissen ist.
Eine zusätzliche Drahtsicherung für den Wickelvorgang gemäß
einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird durch
die T-förmige Ausbildung des freien Endes der Anschlußfahnen
erzielt.
Wenn gemäß der alternativen oder verbesserten Ausführungsform
der Erfindung gemäß Anspruch 9 und 10 Drahtfangnasen auf den
den Kommutatorlamellen zugekehrten Innenflächen der um ca.
135° nach außen umgebogenen Anschlußfahnen vorgesehen werden,
kann bei herkömmlichen Rotoren die bisherige Anhaketechnik
beibehalten werden, wobei die Drahtfangnasen verhindern, daß
beim Schweißvorgang die Anschlußdrähte in den Winkel- oder
Hakengrund hineinrutschen.
Eine auf die erfindungsgemäße Gestaltung des Rotors
abgestellte Vorrichtung zum Ultraschall-Torsionsschweißen ist
in Anspruch 11 angegeben.
Will man Änderungen an den Anschlußfahnen zum Abfangen des
Abrutschens der Anschlußdrahtwindungen beim Schweißprozeß
vermeiden, so können gemäß einer alternativen Ausführungsform
der Vorrichtung gemäß Anspruch 9 und 13 die Drahtfangnasen von
den Anschlußfahnen auf die Abstützflächen eines beim
Schweißvorgang die Anschlußfahnen abstützenden Ambosses
verlagert werden. Hierzu sind gemäß der in Anspruch 13
angegebenen Vorrichtung zum Ultraschall-Torsionsschweißen die
mit 45° zur Sonotrodenachse verlaufenden Abstützflächen des
Ambosses mit Drahtklemmsegmenten versehen, die nach Anlegen
der Abstützflächen an die von den Kommutatorlamellen
wegweisenden Außenflächen der Anschlußfahnen an mindestens
einer Seite jeder Anschlußfahne im Bereich des mit den
Kommutatorlamellen eingeschlossenen Winkel- oder Hakengrunds
über die Innenfläche der Anschlußfahnen vorstehen.
Durch die in den weiteren Ansprüchen aufgeführten Maßnahmen
sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen des im
Anspruch 1, 7 oder 9 und 10 angegebenen Rotors möglich.
Die Erfindung ist anhand von in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispielen in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert. Es zeigen in jeweils schematischer Darstellung:
Fig. 1 einen Längsschnitt eines Rotors für eine
Kommutatormaschine,
Fig. 2 ausschnittweise eine Stirnansicht des Rotors ohne
Rotorwicklung in Richtung Pfeil II in Fig. 1,
Fig. 3 ausschnittweise einen Längsschnitt eines Rotors
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel,
Fig. 4 ausschnittweise eine Stirnansicht eines Kommutators
des Rotors in Fig. 3 in Richtung Pfeil IV in
Fig. 3,
Fig. 5 einen Längsschnitt eines abgewandelten Kommutators
für einen Rotor gemäß einem dritten
Ausführungsbeispiel,
Fig. 6 ausschnittweise eine Stirnansicht des Kommutators
in Richtung Pfeil VI in Fig. 5,
Fig. 7 eine gleiche Darstellung wie in Fig. 6 eines
modifizierten Kommutators,
Fig. 8 einen Längsschnitt eines modifizierten
Kommutators des Rotors in Fig. 1 in Verbindung
mit einem ausschnittweisen Längsschnitt einer
Ultraschall-Torsionsschweißvorrichtung,
Fig. 9 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts IX
in Fig. 8,
Fig. 10 eine gleiche Darstellung wie in Fig. 9 mit
modifizierten Anschlußfahnen der Kommutator
lamellen des Kommutators in Fig. 8.
Der in Fig. 1 im Längsschnitt schematisiert dargestellte Rotor
oder Anker für eine Kommutator- oder Kollektormaschine besitzt
eine Rotorwelle 10 zur Drehlagerung in einem Maschinengehäuse,
die einen als lamelliertes Blechpaket ausgeführten Rotorkörper
11 und einen Kommutator 12 trägt. Der Rotorkörper 11 ist mit
über den Umfang gleichmäßig verteilt angeordneten Axialnuten
13 (Fig. 2) versehen, in denen eine Anker- oder Rotorwicklung
14 aufgenommen ist. Die Rotorwicklung 14 ist mit mehreren
Wicklungsspulen ausgeführt, die über Anschlußdrähte 15 mit dem
Kommutator 12 elektrisch verbunden ist. Der Kommutator 12
besitzt einen drehfest auf der Rotorwelle 10 sitzenden
Isolierstoffkörper 16 und eine Vielzahl von auf dem
Isolierstoffkörper 16 angeordneten, in dessen Umfangsrichtung
mit Isolierspalt nebeneinanderliegenden, sich achsparallel
erstreckenden Kollektor- oder Kommutatorlamellen 17. Von den
dem Rotorkörper 11 zugekehrten Enden der Kommutatorlamellen 17
sind jeweils Anschlußfahnen 18 einstückig radial nach außen
wegstehend abgebogen, die mit den Anschlußdrähten 15 belegt
sind. Dabei ist jeweils eine Kommutatorlamelle 17 des
Kommutators 12 über einen Anschlußdraht 15 mit einer
Wicklungsspule der Rotorwicklung 14 verbunden. Die
Anschlußdrähte 15 werden bei der automatischen Bewicklung des
Rotors um die Anschlußfahnen 18, z. B. in α-Anhaketechnik,
herumgeschlungen, wie dies für eine Anschlußfahne 18 in Fig. 2
dargestellt ist. An den freien Enden der Anschlußfahnen 18
ausgebildete Querstege 181 verhindern dabei ein Abrutschen der
Anschlußdrähte 15 von den Anschlußfahnen 18.
Die mechanische Verbindung der Anschlußdrähte 15 der
Rotorwicklung 14 mit den Anschlußfahnen 18 der
Kommutatorlamellen 17 erfolgt mittels eines an sich bekannten
Ultraschall-Torsionsschweißprozesses, bei dem eine in Fig. 1
strichliniert angedeutete, hohlzylindrische Sonotrode 20 mit
Spiel über den Außenumfang des Kommutators 12 geschoben und
mit einer an ihrer Stirnseite vorhandenen ebenen, ringförmigen
Schweißfläche 21 auf die Anschlußdrähte 15 auf der Oberseite
der Anschlußfahnen 18 aufgedrückt wird. Beim Schweißvorgang
führt die Sonotrode 20 hochfrequente Torsionsschwingungen mit
sehr kleine Amplituden aus, wobei ihre Schweißfläche 21 mit
einer Axialkraft von beispielsweise ca. 100 N auf die
Anschlußdrähte 15 aufgedrückt wird. Damit der Kommutator 12
die Axialkräfte der Sonotrode 20 beim Schweißprozeß ohne
Beschädigung oder ohne Verlagerung auf der Rotorwelle 10
aufnehmen kann, ist der Isolierstoffkörper 16 an der ihm
zugekehrten Stirnseite 111 des drehfest auf der Rotorwelle 10
sitzenden Rotorkörpers 11 axial abgestützt. Im
Ausführungsbeispiel der Fig. 1 erfolgt die Abstützung des
Isolierstoffkörpers 16 mittels eines an der Stirnseite des
Isolierstoffkörpers 16 vorstehenden, einstückig angeformten
Bundes 161, dessen Außendurchmesser gegenüber dem des
Isolierstoffkörpers 16 reduziert ist. Zusätzlich ist an dem
Isolierstoffkörper 16 noch ein Radialflansch 162 ausgebildet,
der zur Abstützung der Anschlußfahnen 18 in deren
Umbiegungsbereich nahe den Kommutatorlamellen 17 dient.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 ist der Bund 161' mit einem
gegenüber dem Außendurchmesser des Isolierstoffkörpers 16
größerem Außendurchmesser ausgeführt, so daß sich am Übergang
der Abschnitte des Isolierstoffkörpers 16 mit
unterschiedlichen Außendurchmessern eine Radialschulter 163
ergibt, die in gleicher Weise zur Abstützung der
Anschlußfahnen 18 im Abbiegebereich genutzt wird.
Im Ausführungsbeispiel der Fig. 5 erfolgt die Abstützung des
Kommutators 12 bzw. des Isolierstoffkörpers 16 an der
Stirnseite 111 des Rotorkörpers 11 mittels einer zwischen
einander zugekehrten Stirnflächen von Isolierstoffkörper 16
und Rotorkörper 11 angeordneten, auf die Rotorwelle 10
aufgeschobenen Stützhülse 19 aus Metall, Kunststoff, Papier
oder ähnlichem. Auch in diesem Ausführungsbeispiel ist der
Isolierstoffkörper 16 mit einem Radialflansch 162 zur
Abstützung der Anschlußfahnen 18 in deren Umbiegungsbereich
nahe den Kommutatorlamellen 17 versehen. Alternativ kann die
Abstützung des Isolierstoffkörpers 16 am Rotorkörper 11 auch
mittels einer an den Isolierstoffkörper 16 oder an den
Rotorkörper 11 angelierten Pulverschicht, vorzugsweise aus
Epoxydharz, vorgenommen werden.
Wie in Fig. 1 noch strichliniert angedeutet ist, können beim
Schweißvorgang die Anschlußfahnen 18 in dem über den
Radialflansch 162 hinaus überstehenden Endbereich noch
zusätzlich durch Abstützflächen 22 eines Ambosses 23 axial
abgestützt werden. Die Abstützflächen 22 werden dabei radial
zugeführt, wozu der Amboß 23 in zwei Hälften mit je einer
halbringartigen Abstützfläche 22, die sich radial zur
Sonotrodenachse erstreckt, unterteilt ist. Diese
Abstützflächen 22 sind aber nur bei langen radial abstehenden
Anschlußfahnen 18 erforderlich, die relativ weit über den
Radialflansch 162 überstehen, und müssen nur noch geringe
Axialkräfte der Sonotrode 20 aufnehmen.
Bei dem Ausführungsbeispiel des Rotors gemäß Fig. 3 können die
Anschlußfahnen 18 in ihrem Überstehbereich über den
Außenumfang des Isolierstoffkörpers 16 auch durch axial
zugeführte Stützflächen eines Ambosses während des
Schweißvorgangs abgestützt werden. Diese Abstützflächen 22
werden von den Stirnflächen von Auflagebolzen 24 gebildet, die
parallel zur Rotorwelle 10 durch Ausnehmungen 112 im
Rotorkörper 11 hindurchgeführt und an die dem Rotorkörper 11
zugekehrte Rückseite der Anschlußfahnen 18 angelegt werden.
Bei den in Fig. 1-7 dargestellten Kommutatoren 12 sind die
Anschlußfahnen 18 rechtwinklig von den Kommutatorlamellen 17
abgebogen. Am freien Ende der Anschlußfahnen 18 sind
Sicherungsmaßnahmen getroffen, um beim automatischen Wickeln
der Rotorwicklung 14 bei gleichzeitigem Anhaken der
Anschlußdrähte 15 an die Anschlußfahnen 18 ein Abrutschen der
Anschlußdrähte 15 von den radial nach außen gerichteten
Anschlußfahnen 18 zu verhindern. Bei den beiden in Fig. 1 und
2 sowie 3 und 4 dargestellten Kommutatoren 12 sind diese
Sicherungsmaßnahmen durch die Querteile 181 am freien Ende der
Anschußfahnen 18 realisiert. Um bei diesem in herkömmlicher
Weise bewickelten Rotor das Ultraschall-
Torsionsschweißverfahren einsetzen zu können, ist es
erforderlich, beim Schweißprozeß das Verrutschen der um die
Anschlußfahnen 18 herumgelegten Anschußdrähte 18 zu
verhindern. Hierzu sind bei dem Kommutator gemäß Fig. 5 die
Endabschnitte 182 am freien Ende der Anschlußfahnen 18
hakenartig abgewinkelt, und zwar so, daß die Haken vom
Rotorkörper 11 wegweisen. Um eine zusätzliche Drahtsicherung
beim Anhaken der Anschlußdrähte 15 zu erreichen, können die
hakenartigen Endabschnitte 182 noch T-förmig ausgebildet sein,
wie dies in Fig. 7 dargestellt ist. Beim Aufdrücken der
Sonotrode 20 auf die Anschlußdrähte 15 stützen die
Anschlußdrähte 15 sich an den Endabschnitten 182 der
Anschlußfahnen 18 ab und können somit nicht unter den
Schweißflächen 21 der Sonotrode 20 weggleiten.
Bei dem in Fig. 8 dargestellten Kommutator 12 sind die
Anschlußfahnen 18 von den Kommutatorlamellen 17 aus über einen
Umbiegungswinkel von ca. 135° gebogen, so daß die
Anschlußfahnen 18 mit den Kommutatorlamellen 17 einen spitzen
Winkel von ca. 45° einschließen. Um bei Rotoren mit
solchermaßen ausgebildeten Kommutatoren 12 das Ultraschweiß-
Torsionsverfahren einführen zu können, ist die Sonotrode 20
der Schweißvorrichtung dahingehend modifiziert, daß ihre
ringartige Schweißfläche 21' so abgeschrägt ist, daß sie mit
der Sonotrodenachse einen Winkel von etwa 135° einschließt und
damit etwa parallel zu den zu den Kommutatorlamellen 17
weisenden Innenflächen 183 der Anschlußfahnen 18 verläuft.
Damit kann die Sonotrode 20 mit ihrer Schweißfläche 121' in
den V-förmigen Winkel- oder Hakengrund zwischen den
Anschlußfahnen 18 und den Kommutatorlamellen 17 eintauchen und
verschweißt die Anschlußdrähte 18 nach außen an der
Innenfläche 183 der Anschlußfahnen 18.
Die beim Schweißvorgang auf die Anschlußfahnen 18 wirkenden
Axialkräfte der Sonotrode 20 werden - soweit sie nicht von dem
über den Bund 161 sich am Rotorkörper 11 abstützenden
Isolierstoffkörper 16 abgefangen werden - hier durch den Amboß
23 aufgenommen, der in zwei Hälften unterteilt ist und radial
zur Sonotrodenachse zuführbar ist. Der Amboß 23 weist zwei
halbringartig sich an die Außenfläche der Anschlußfahnen 18
anlegende Abstützflächen 22' auf, die mit der Sonotrodenachse
einen Winkel von 45° einschließen und damit parallel zu der
abgeschrägten ringförmigen Schweißfläche 21' der Sonotrode 20
verläuft.
Um während des Schweißprozesses ein Abrutschen der um die
Anschlußfahnen 18, z. B. in α-Anhaketechnik, herumgeschlungenen
Anschlußdrähte 15 in den Hakengrund zu verhindern, sind zwei
alternative Maßnahmen getroffen, die in Fig. 9 und 10
dargestellt sind. In Fig. 9 sind die Abstützflächen 22' des
Ambosses 23 mit einer Vielzahl von Drahtklemmsegmenten 25
versehen, die beim Anlegen der Abstützflächen 22' an die
Außenflächen 184 der Kommutatorlamellen 18 an mindestens einer
Seite jeder Anschlußfahne 18 im Bereich des Hakengrunds über
die Innenfläche 183 der Anschlußfahnen 18 vorstehen, somit die
Freispalte zwischen Innenfläche 183 der Anschlußfahnen 18 und
der Schweißfläche 21' der Sonotrode 20 zum Hakengrund hin
verengen und dadurch ein Hineinrutschen der Anschlußdrähte 15
in den Hakengrund verhindern.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 10 sind an der Innenfläche
183 aller Kommutatorlamellen 18 jeweils eine Drahtfangnase 26
ausgebildet, die im Bereich des zwischen Anschlußfahne 18 und
Kommutatorlamelle 17 gebildeten Hakengrunds rechtwinklig über
die Innenfläche 183 der Anschlußfahne 18 vorsteht und einen
Anschlag für die Anschlußdrähte 15 bildet. Damit wird ebenfalls
ein Abrutschen der Anschlußdrähte 15 in Richtung Hakengrund
verhindert.
Claims (14)
1. Rotor für eine Kommutatormaschine mit einer Rotorwelle
(10), mit einer Rotorwicklung (14), die in einem drehfest
auf der Rotorwelle (10) sitzenden Rotorkörper (11)
aufgenommen ist, und mit einem Kommutator (12), der einen
drehfest auf der Rotorwelle (10) sitzenden
Isolierstoffkörper (16) und eine Vielzahl von auf dem
Isolierstoffkörper (16) angeordneten, in dessen
Umfangsrichtung mit Isolierspalt nebeneinanderliegenden,
sich achsparallel erstreckenden Kommutatorlamellen (17)
aufweist, von deren dem Rotorkörper (11) zugekehrten
Enden jeweils eine Anschlußfahne (18) zum Anschließen von
Anschlußdrähten (18) der Rotorwicklung (12) in
Radialrichtung abgebogen sind, dadurch gekennzeichnet,
daß der Isolierstoffkörper (16) an der ihm zugekehrten
Stirnseite (111) des Rotorkörpers (11) axial abgestützt
ist.
2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Anschlußfahnen (18) zumindest in ihrem Abbiegebereich von
den Kommutatorlamellen (17) am Isolierstoffkörper (16)
axial abgestützt sind.
3. Rotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die axiale Abstützung des Isolierstoffkörpers (16) am
Rotorkörper (11) mittels eines an der Stirnseite des
Isolierstoffkörpers (16) vorstehenden, vorzugsweise
einstückig angeformten Bund (161, 161') vorgenommen ist.
4. Rotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die axiale Abstützung des Isolierstoffkörpers (16) an dem
Rotorkörper (11) mittels einer zwischen den einander
zugekehrten Stirnflächen von Isolierstoffkörper (16) und
Rotorkörper (11) angeordneten Stützhülse (19) vorgenommen
ist.
5. Rotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stützhülse (19) aus Metall, Kunststoff oder Papier
besteht.
6. Rotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die axiale Abstützung des Isolierstoffkörpers (16) am
Rotorkörper (11) mittels einer an den Isolierstoffkörper
(15) oder an den Rotorkörper (11) angelierten
Pulverschicht, vorzugsweise Epoxydharz, vorgenommen ist.
7. Rotor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, inbesondere
nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußfahnen (18) mit den Kommutatorlamellen
(17) einen Winkel von etwa 90° einschließen und daß an
jeder Anschlußfahne (18) deren freier Endabschnitt (182)
von dem Rotorkörper (11) wegweisend hakenartig
abgewinkelt ist.
8. Rotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der
hakenartig abgewinkelte Endabschnitt (182) T-förmig
ausgebildet ist.
9. Rotor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere
nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußfahnen (18) mit den Kommutatorlamellen
(17) einen Winkel von etwa 45° einschließen.
10. Rotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der
zu den Kommutatorlamellen (17) weisenden, geneigten
Innenfläche (183) der Anschlußfahnen (18) jeweils eine
von der Innenfläche (183) weggerichtete Drahtfangnase
(26) angeordnet ist.
11. Vorrichtung zum Ultraschall-Torsionsschweißen der um die
Anschlußfahnen (18) geschlungenen Wicklungsdrähte (15)
eines Rotors nach Anspruch 9 und 10, mit einer
hochfrequente, mechanische Drehschwingungen erzeugenden,
zur Rotorwelle (10) koaxialen Sonotrode (20), die sich
mit einer an ihrer Stirnseite konzentrisch zur
Kommutatorachse ausgebildeten, ringartigen Schweißfläche
(21') auf die Wicklungsdrähte (15) aufpreßt, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schweißfläche (21') so
abgeschrägt ist, daß sie mit der Sonotrodenachse einen
Winkel von etwa 135° einschließt und damit etwa parallel
zu der den Kommutatorlamellen (17) zugekehrten
Innenfläche (183) der Anschlußfahnen (18) verläuft.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch einen
radial zur Sonotrodenachse zuführbaren Amboß (23), der
unter einem Winkel von ca. 45° zur Sonotrodenachse
verlaufende Abstützflächen (22') zum Anlegen an die von
den Kommutatorlamellen (17) wegweisenden Außenfläche
(184) der Anschlußfahnen (18) aufweist.
13. Vorrichtung zum Ultraschall-Torsionsschweißen der um die
Anschlußfahnen (18) geschlungenen Wicklungsdrähte (15)
eines Rotors (10) nach Anspruch 9, mit einer
hochfrequente, mechanische Drehschwingungen erzeugenden,
zur Rotorwelle (10) koaxialen Sonotrode (20), die sich
mit einer an ihrer Stirnseite konzentrisch zur
Kommutatorachse ausgebildeten, ringartigen Schweißfläche
(21') auf die Wicklungsdrähte (15) aufpreßt, und mit
einem Amboß (23) zur Abstützung der Anschlußfahnen (18)
während des Schweißvorgangs, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schweißfläche (21') der Sonotrode (20) so abgeschrägt
ist, daß sie mit der Sonotrodenachse einen Winkel von
etwa 135° einschließt und damit etwa parallel zu der den
Kommutatorlamellen (17) zugekehrten Innenfläche (183) der
Anschlußfahnen (18) verläuft, daß der Amboß (23) mit
unter einem Winkel von ca. 45° zur Sonotrodenachse
verlaufenden, ringartigen Abstützflächen (22') versehen
ist, die an den von den Kommutatorlamellen (17)
wegweisenden Außenflächen (184) der Anschlußfahnen (18)
anliegen, und daß auf den Abstützflächen (22') eine
Vielzahl von Drahtklemmsegmenten (25) vorgesehen ist, die
nach Anlegen der Abstützflächen (22') an die Außenflächen
der Anschlußfahnen (18) an mindestens einer Seite jeder
Anschlußfahne (18) im Bereich des mit den
Kommutatorlamellen (17) eingeschlossenen Winkel- oder
Hakengrunds über die Innenfläche (183) der Anschlußfahnen
(18) vorstehen.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abstützfläche (22') des Ambosses (23) radial zur
Sonotrodenachse an die Anschlußfahnen (18) geführt und
dort angelegt ist.
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