DE19810612A1 - Haftmagnetleiste - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung richtet sich auf eine Haftmagnetleiste mit plattenförmigen Dauermagneten und weichmagnetischen Zwischen- und/oder Außenlagen, deren vorzugsweise im Bereich einer Aufstandsfläche erhaben ausgebildeten Stirnseiten als Polschuhe dienen, wobei sämtliche abwechselnd aufeinandergeschichteten Dauermagnete und Zwischen- und/oder Außenlagen aneinander festgelegt sind; erfindungsgemäß sind die Dauermagneten und weichmagnetischen Zwischen- und/oder Außenlagen mit Ausnahme der als Polschuhe dienenden Stirnseiten der weichmagnetischen Lagen und/oder der gesamten Aufstandsfläche von einem nichtmagnetischen Werkstoff umgeben.
Description
Die Erfindung richtet sich auf eine Haftmagnetleiste mit plattenförmigen
Dauermagneten und weichmagnetischen Zwischen- und/oder Außenlagen, deren
vorzugsweise im Bereich einer Aufstandsfläche erhaben ausgebildete Stirnseiten als
Polschuhe dienen, wobei sämtliche abwechselnd aufeinandergeschichteten
Dauermagneten und Zwischen- und/oder Außenlagen aneinander festgelegt sind.
Der nachweislich bereits im vierten Jahrzehnt nach Christus im römischen Reich
verwendete Betonwerkstoff erfreut sich auch gegenwärtig noch größter Beliebtheit
bei der Erstellung von Bauwerken. Hierbei ist es üblich, in Betonwerken
plattenförmige Betonteile herzustellen, die sodann zu einer Baustelle transportiert
und dort verarbeitet werden. Die Herstellung von plattenförmigen Betonteilen erfolgt
durch Einfüllen des flüssigen Betons in Schalungen, welche auf Stahltischen
entsprechend den gewünschten Umrissen der herzustellenden Betonwand montiert
werden. Um die beim Einfüllen des Betons noch in demselben enthaltenen
Luftblasen möglichst vollständig zu entfernen und dadurch eine hohe Stabilität der
fertigen Betonwand zu erhalten, sind übliche Betoniertische mit einem Antrieb
versehen, der ihnen starke Rüttelbewegungen erteilt. Hierbei ist es wichtig, daß die
den Beton seitlich umschließenden Schalungsteile äußerst stabil an der Oberfläche
des Betoniertischs festgelegt sind, damit sie sich während derartiger Rüttelphasen
nicht verschieben können, da solchenfalls die gesamte Betonplatte als Ausschuß zu
behandeln wäre.
Zunächst wurden deshalb die Schalungsteile an der betreffenden Tischfläche
festgeschraubt, was jedoch den Nachteil hatte, daß die betreffenden Bohrungen bei
einer Veränderung der gewünschten Plattenabmessungen nicht mehr paßten und
daher dieses Verfahren äußerst unflexibel war.
Deshalb wurde bspw. in der europäischen Patentschrift 0 639 686 ein
Schalungssystem für Betonteile mit einer Grundplatte aus Stahl vorgeschlagen, auf
der Magnetkörper aufsetzbar sind, welche die Schalungsteile in ihrer jeweiligen
Position fixieren. Diese Magnetkörper sind im Querschnitt U-förmig ausgebildet und
werden mit ihren beiden Schenkeln auf der Grundplatte aufgelegt und dort sodann
durch Magnetkraft festgehalten. Ein ebenfalls U-förmiges Schalungsteil kann sodann
über derartige Magnetkörper gestülpt werden und wird sodann von diesen an Ort
und Stelle festgehalten. Die europäische Patentschrift 0 638 686 sieht weiterhin vor,
daß die beiden Schenkel des Magnetkörpers zu der Grundplatte hin konvergieren,
damit ein klauenartiges Abhebewerkzeug mit komplementär gestalteten Backen
über einen derartigen Magnetkörper geschoben und sodann zwecks dessen
Demontage mittels eines Hebels gekippt werden kann.
Diese aus der europäischen Patentschrift 0 639 686 bekannte Anordnung erlaubt
zwar eine flexiblere Anpassung der Schalung an veränderte Geometrien
herzustellender Betonplatten, jedoch benötigt die U-förmig gestaltete, mit ihren
Schenkeln zur Grundplatte hin konvergierende Magnetanordnung viel Platz, so daß
im Verhältnis zum Volumen eines derartigen Magnetkörpers dessen erreichbaren
Magnetkräfte zu gering sind, um den hohen Trägheitskräften während der
Rüttelphase standhalten zu können.
In der DE-OS 195 07 506 wird ein anderer Weg beschritten. Hier ist innerhalb eines
äußeren, haubenförmigen Gehäuses der eigentliche Magnetkörper angeordnet, der
aus aneinandergeschichteten, plattenförmigen Dauermagneten mit
zwischengelegten, weichmagnetischen Platten gebildet ist, welche durch in lotrecht
zu den Plattenflächen verlaufende Durchgangsbohrungen eingesetzte Schrauben
aneinander festgelegt sind. Hierbei stehen die weichmagnetischen Platten im
Bereich der Unterseite der Anordnung gegenüber den hartmagnetischen
Dauermagneten hervor und bilden auf diesem Weg Polschuhe, welche die
Magnetfeldlinien im Bereich des Übergangs zu der metallischen Tischplatte bündeln.
Diese Anordnung hat eine weitaus höhere Haftkraft, da hier eine Vielzahl von
Dauermagneten auf kleinstem Raum zusammengefaßt werden können, und ist
daher für den Einsatz auf Betonrütteltischen weitaus besser geeignet. Sie erlaubt
insbesondere das Vorsehen von Aussparungen innerhalb der herzustellenden
Betonfertigteile.
Schließlich gelang es dem Erfinder, mit der Anordnung gemäß dem deutschen
Gebrauchsmuster 94 11 585 das verbesserte Prinzip gebündelter Magnetplatten
auch für die Schalung im Umfangsbereich einer zu betonierenden Platte anwendbar
zu machen. Hierbei werden die Schrauben, welche die einzelnen Magnetplatten
samt Zwischen- und Außenlagen durchgreifen und aneinander festlegen, durch in
entsprechende Ausnehmungen eingesetzte Nietstifte ersetzt, welche vollständig in
die beiden äußeren Lagen versenkt sein können, so daß sich eine ideal
quaderförmige Gestalt ergibt, auf die nach deren Festlegung an einer metallischen
Grundplatte ein etwa U-förmiges Schalungsteil aufgesetzt und sodann unverrückbar
gehalten werden kann. Diese Anordnung entwickelt jedoch derart starke
Magnetkräfte, daß es bei metallischen Schalungsteilen Schwierigkeiten bereitet,
dieselben nach Fertigstellung einer Betonplatte von den Haftmagnetleisten zu lösen.
Die schwerwiegenden Nachteile des europäischen Patents 0 639 686 konnten durch
die Anordnung gemäß dem deutschen Gebrauchsmuster 94 11 585 zwar
weitgehend eliminiert werden, dennoch wirft dessen überragende Haftkraft die
zusätzliche Problematik auf, für ein leichtgängiges Abheben U-förmiger
Schalungsteile Sorge zu tragen.
Die Lösung dieses Problems gelingt erfindungsgemäß bei einer gattungsgemäßen
Haftmagnetleiste dadurch, daß die Dauermagneten und weichmagnetischen
Zwischen- und/oder Außenlagen mit Ausnahme der als Polschuhe dienenden
Stirnseiten der weichmagnetischen Lagen und/oder der gesamten Aufstandsfläche
von einem nichtmagnetischen Werkstoff umgeben sind. Diese Umhüllung ist für
Magnetfeldlinien weitgehend undurchdringlich und schafft daher eine magnetische
Isolation der erfindungsgemäßen Haftmagnetleiste gegenüber einer aufgestülpten
Schalung, so daß dieselbe keinerlei Magnetkräften unterliegt und demnach sowohl
leichtgängig aufgeschoben als auch wieder abgezogen werden kann. Die Schalung
wird demnach in horizontaler Richtung mit massivsten Kräften unverrückbar
festgelegt, ist jedoch in vertikaler Richtung relativ leichtgängig beweglich, so daß
eine maximale Stabilität mit einem optimalen Handhabungskomfort einhergeht.
Es hat sich als günstig erwiesen, daß als nichtmagnetischer Werkstoff ein Kunststoff
verwendet wird, der um die plattenförmigen Magnetelemente gegossen oder
gespritzt ist. Zur Herstellung werden demnach zunächst die einzelnen hart- und
weichmagnetischen Lagen aneinandergeschichtet, daraufhin mittels
Befestigungselementen einander festgelegt und sodann innerhalb einer Gieß- oder
Spritzform plaziert, um schließlich von dem Kunststoff umhüllt zu werden.
Dieses Verfahren ist weitaus einfacher und dadurch preisgünstiger als eine
gehäuseartige Umhüllung aus einem nichtmagnetischen Metallwerkstoff
herzustellen.
Die Erfindung bevorzugt, als nichtmagnetischen Werkstoff einen harten Kunststoff zu
verwenden, der eine gute Formstabilität aufweist und daher keinerlei
Horizontalbewegungen eines übergestülpten, U-förmigen Schalungselements zuläßt.
Andererseits empfiehlt die Erfindung, einen geringfügig elastischen Kunststoff zu
verwenden. Indem der Kunststoff eine zwar äußerst geringe, aber dennoch
wirksame Elastizität aufweist, können Verletzungen, wie sie ansonsten durch
versehentlich herunterfallende Haftmagnetleisten hervorgerufen werden könnten,
reduziert oder gar vermieden werden.
Weitere Vorteile lassen sich dadurch erzielen, daß die Aufstandsfläche mitsamt dem
erhärteten Kunststoff plangefräst oder -geschliffen ist. Diese Maßnahme
gewährleistet, daß die Aufstandsfläche exakt eben ist und somit vollflächig und ohne
jeglichen Luftspalt auf der Tischoberfläche aufliegt. Hierdurch haben die
weichmagnetischen Polschuhe direkten Kontakt zu der ebenfalls metallischen
Tischplatte, so daß sich die magnetischen Feldlinien vollständig innerhalb
magnetischer Werkstoffe ausbilden können, und ein Höchstmaß an magnetischer
Haltefähigkeit erzielbar ist.
Indem die Haftmagnetleiste erfindungsgemäß eine längliche, etwa quaderförmige
Gestalt aufweist, eignet sie sich im besonderem Umfang zur Führung eines
übergestülpten Schalungskörpers.
Es hat sich als günstig erwiesen, daß die Ecken und/oder Kanten der
erfindungsgemäßen Haftmagnetleiste abgerundet sind. Eine derartige Gestaltung
kann auf höchst einfachem Wege durch eine entsprechende Bemessung des Gieß- oder
Spritzformwerkzeugs erzielt werden, so daß sich ohne zusätzlichen
Arbeitsaufwand ein Gegenstand herstellen läßt, der bei unachtsamer Handhabung
keine Verletzungen verursachen kann.
Die erfindungsgemäße Haftmagnetleiste läßt sich dahingehend optimieren, daß eine
oder mehrere, vorzugsweise alle vier Seitenflächen von der Aufstandsfläche zur
Oberseite hin nach außen divergierend geneigt ist (sind). Diese Gestalt erlaubt es,
von einer der schmalen Stirnseiten her ein klauenartiges Abziehwerkzeug mit
komplementär geformten Backen aufzuschieben, das mit einem Hebel versehen ist,
um zum Ablösen der Haftmagnetleiste von dem betreffenden Metalltisch die
enormen Magnetkräfte desselben durch Kippen der Anordnung überwinden zu
können. Hierbei ist durch die aus zueinander konvergierenden Seitenflächen
gebildete Schwalbenschwanzform der Verbindung zwischen erfindungsgemäßer
Haftmagnetleiste und Abziehwerkzeug ein Formschluß geschaffen, der auch den
enormen Magnetkräften zu trotzen im Stande ist, welche durch die hohe Bündelung
der Magnetfeldlinien infolge der Aneinanderschichtung mehrerer Permanentmagnete
hervorgerufen werden. Um die Hebelwirkung eines derartigen Werkzeugs optimal
nutzen zu können, sind vorzugsweise die beiden Längsseiten einer langgestreckten
Haftmagnetleiste zueinander geneigt, während die Stirnseiten gegebenenfalls auch
zueinander parallel ausgebildet sein können.
Die Erfindung empfiehlt, den Neigungswinkel einer Längsseite gegenüber der
Vertikalen zwischen 1° und 20°, vorzugsweise zwischen 5° und 15° insbesondere
bei etwa 8° bis 12° zu wählen. Dieser Bereich stellt einen optimalen Kompromiß dar
zwischen einem hohen Formschluß beim Ablösen des betreffenden Werkzeugs von
einer Tischplatte einerseits und zwischen einer möglichst geringen
Volumenerhöhung infolge der oberseitigen Verbreiterung andererseits.
Bei einer vorzugsweise alternativen Ausführungsform der Erfindung sind an einer
oder mehreren Seitenflächen, bevorzugt an den beiden Längsseiten, zu der Kante
an der Aufstandsfläche parallele Vertiefungen, insbesondere Auskehlungen
vorgesehen. Auch diese Ausführungsform ermöglicht das Ansetzen eines
Ablösewerkzeugs von der Stirnseite her, hat jedoch den Vorteil, daß die
Seitenflächen im übrigen rechtwinklig verlaufen können, so daß eine besonders gute
Führung eines übergestülpten, U-förmigen Schalungsteils gewährleistet ist. Eine
derartige, rillen- oder kehlenförmige Aussparung kann bei Verwendung eines
Kunststoffs als magnetischem Isolator auf einfachstem Weg durch Modifizieren der
Spritz- oder Gießform hervorgerufen werden. Indem die entsprechende Vertiefung
als bodenseitige Auskehlung ausgebildet ist, bleibt es dem magnetischen Isolator
unbenommen, weiter oben, die angeordneten Befestigungsmittel zur gegenseitigen
Festlegung der Dauermagnete, insbesondere Schraubenköpfe od. dgl., zu umfließen
und dadurch zu fixieren, so daß dieselben sich nicht lösen können.
Schließlich entspricht es der Lehre der Erfindung, daß die nichtmagnetische Schicht
dicker ist als gegebenenfalls hervorstehende Teile von zur gegenseitigen Festlegung
der abwechselnd aufeinandergeschichteten Dauermagnete und Zwischen- und/oder
Außenlagen verwendeten Befestigungsteilen, insbesondere Schraubenköpfe od. dgl.
Durch eine vollständige Abdeckung derartiger Teile wird ein magnetischer
Nebenschluß vollständig ausgeschlossen, außerdem ist die Verletzungsgefahr auf
ein Minimum reduziert.
Weitere Merkmale, Einzelheiten, Vorteile und Wirkungen auf der Basis der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels der Erfindung sowie anhand der Zeichnung. Diese zeigt in:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Haftmagnetleiste in einer perspektivischen
Darstellung;
Fig. 2 einen Schnitt durch die Fig. 1 entlang der Linie II-II; sowie
Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Darstellung einer abgewandelten
Ausführungsform der Erfindung in aufrechter Position.
Die in Fig. 1 wiedergegebene Haftmagnetleiste 1 ist um 180° gestürzt, so daß die
völlig ebene Aufstandsfläche 2 zu erkennen ist. Dort sind bei der gezeichneten
Ausführungsform drei Polschuhe 3 aus weichmagnetischem Metallwerkstoff zu
erkennen, ansonsten besteht die restliche Oberfläche 4 der Haftmagnetleiste 1
ausschließlich aus nichtmagnetischem Kunststoff.
Fig. 2 zeigt das Innenleben der Haftmagnetleiste 1 in Form eines Querschnitts, der
über nahezu die gesamte Länge der langgestreckten Haftmagnetleiste 1 prinzipiell
etwa konstant ist. Man sieht, daß die Polschuhe 3 den Stirnseiten von
weichmagnetischen, langgestreckten Metallplatten 5 entsprechen, wovon die mittlere
Metallplatte 5 zwischen zwei halbmagnetischen Dauermagnetplatten 6
eingeschlossen ist. Diese entsprechen hinsichtlich ihrer Länge etwa den
weichmagnetischen Metallplatten 5, reichen jedoch nicht vollständig bis zu der
Aufstandsfläche 2 heran. Diese aneinandergeschichteten, dauer- bzw.
weichmagnetischen Metallplatten 5, 6 werden durch mehrere, bei dem gezeichneten
Ausführungsbeispiel insgesamt drei Schrauben 7 aneinander festgelegt. Hierbei
durchgreift die Schraube 7 miteinander fluchtende Bohrungen in den Metallplatten 5,
6 und wird in der ihrem Kopf 8 gegenüberliegenden Metallplatte 5 mittels eines
dortigen Innengewindes festgeschraubt.
Dieser Magnetkörper 5, 6 ist von der Kunststoffmasse 9 umhüllt, derart, daß die
Hohlräume zwischen den Polschuhen 3 vollständig ausgefüllt werden und ansonsten
sämtliche Elemente, insbesondere auch die Schraube 7 und deren Kopf 8,
vollständig von der Kunststoffmasse 9 eingehüllt werden.
Der Kunststoff 9 ist äußerst formstabil mit einer minimalen Elastizität, welche
ausschließlich bei schockartigen Krafteinwirkungen wie bspw. einem versehentlichen
Herabfallen merklich in Erscheinung tritt, während der Funktion und insbesondere
während einer Rüttelphase jedoch keine Relativbewegung eines aufgestülpten,
U-förmigen Schalungsteils gegenüber der betreffenden Tischplatte zuläßt.
Wie Fig. 1 erkennen läßt, sind die Ecken 10 und Kanten 11 stark abgerundet,
bspw. mit einem Krümmungsradius von 0,5 bis 2 cm, um Verletzungen zu
vermeiden. Insbesondere die beiden Längsseiten 12, bei der in der Zeichnung
wiedergegebenen Haftmagnetleiste 1 jedoch auch die beiden Stirnseiten 13, sind
von der Oberseite 14 zur Aufstandsfläche 2 hin zueinander konvergierend geneigt.
Der Neigungswinkel entspricht bei der dargestellten Ausführungsform etwa 8°, kann
jedoch in einem Bereich von etwa 10 bis 20° variieren. Diese Gestalt erlaubt einen
schwalbenschwanzförmigen Eingriff mit einem von einer Stirnseite 13 her
aufgeschobenen, klauenförmigen Ablösewerkzeug, das einen Hebel aufweist, mit
dem die Haftmagnetleiste 1 von der Tischplatte hochgekippt und sodann entfernt
werden kann.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Haftmagnetleiste 15 ist in
Fig. 3 im Querschnitt wiedergegeben, wobei hier der Schnitt nicht durch die
Symmetrieebene der Haftmagnetleiste 15 verläuft, so daß die zur Befestigung auch
hier vorgesehenen Schrauben nicht zu erkennen sind. Die Haftmagnetleiste 15 hat
ebenfalls eine langgestreckte Gestalt mit zwei Längs-Seitenflächen 16, einer
Aufstandsfläche 17 und einer Oberseite 18. Diese Ausführungsform unterscheidet
sich von der Haftmagnetleiste 1 gemäß den Fig. 1 und 2 ausschließlich durch die
Form, in welche der Kunststoff 19 gespritzt ist, während die magnetischen Elemente,
nämlich weich magnetische Polschuhe 5 und hartmagnetische Dauermagnetplatten 6
sowie deren Befestigungsschrauben 7 mit der zuvor beschriebenen
Ausführungsform völlig identisch sind.
Der Unterschied dieser beiden Ausführungsformen liegt in der Gestaltung der
Seitenflächen 16. Bei der Ausführungsform 15 verlaufen diese im oberen Bereich
zueinander parallel sowie rechtwinklig zu der Aufstandsfläche 17 und Oberseite 18.
Im Bereich der Unterkanten 20 zwischen den Seitenflächen 16 und der
Aufstandsfläche 17 sind jeweils Auskehlungen 21 vorhanden, in welche
komplementär geformte Verdickungen an klauenartigen Abziehwerkzeugen
eingreifen können, so daß sich ein stabiler Formschluß ergibt, der ein Wegkippen
des betreffenden Haftmagnetelements 15 von der Oberseite 22 eines Rütteltischs 23
ermöglicht.
In Fig. 3 ist zu erkennen, wie ein querschnittlich etwa U-förmiges
Schalungselement 24 über der Haftmagnetleiste 15 plaziert ist, so daß die beiden
Schenkel 25 des Schalungselements 24 auf der Oberseite 22 des Rütteltischs 23
aufsitzen. Infolge der zueinander parallelen sowie rechtwinklig zur Aufstandsfläche
17 verlaufenden Seitenflächen 16 liegen die Innenseiten 26 der beiden Schenkel 25
des Schalungselements 24 großflächig an der Haftmagnetleiste 15 an und können
von dieser optimal geführt werden. Infolge des magnetisch isolierenden Kunststoffs
19 kann das Schalungselement 24 unbedenklich auch aus magnetischem Material
wie bspw. Eisen hergestellt sein, und es kann darüber hinaus auch zwecks
Verbesserung der Klemmwirkung mit der Haftmagnetleiste 15 im Bereich seiner
beiden Schenkel 25 zu deren freien Enden hin leicht konvergierend ausgebildet sein,
so daß sich dieselben beim Aufschieben auf die Haftmagnetleiste 15 leicht
auseinanderspreizen und dadurch ein besonders hoher Anpreßdruck und daraus
folgend eine sehr hohe Reibungskraft zu dem Haftmagnetelement 15 ergibt, die
zusätzlich infolge eines speziell gewählten Kunststoffs 19 mit hohem
Reibungskoeffizient zu einer unverrückbaren Fixierung der Schalung 24 beiträgt.
Infolge der magnetisch isolierenden Eigenschaften des Kunststoffs 19 kann das
Schalungselement 24 jedoch leichtgängig nach oben wieder von der
Haftmagnetleiste 15 abgezogen werden, welche anschließend durch Aufschieben
eines in die Auskehlungen 21 eingreifenden Abziehwerkzeugs von der Tischplatte 22
abgekippt und entfernt werden kann.
Claims (11)
1. Haftmagnetleiste (1) mit plattenförmigen Dauermagneten (6) und
weichmagnetischen Zwischen- und/oder Außenlagen (5), deren vorzugsweise
im Bereich einer Aufstandsfläche (2) erhaben, ausgebildeten Stirnseiten (3)
als Polschuhe dienen, wobei sämtliche abwechselnd
aufeinandergeschichteten Dauermagnete (6) und Zwischen- und/oder
Außenlagen (5) aneinander festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Dauermagneten und weichmagnetischen Zwischen- und/oder Außenlagen
(5) mit Ausnahme der als Polschuhe dienenden Stirnseiten (3) der
weichmagnetischen Lager (5) der gesamten Aufstandsfläche (2) von einem
nichtmagnetischen Werkstoff (9) umgeben ist.
2. Haftmagnetleiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als
nichtmagnetischer Werkstoff (9) ein Kunststoff verwendet wird, der um die
plattenförmigen Magnetelemente (5, 6) gegossen oder gespritzt ist.
3. Haftmagnetleiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
harter Kunststoff verwendet wird.
4. Haftmagnetleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß ein geringfügig elastischer Kunststoff verwendet wird.
5. Haftmagnetleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Aufstandsfläche (2) mitsamt dem erhärteten
Kunststoff (9) plangefräst oder -geschliffen ist.
6. Haftmagnetleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Haftmagnetleiste (1) eine längliche, etwa
quaderförmige Gestalt aufweist.
7. Haftmagnetleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ecken (10) und/oder Kanten (11) abgerundet sind.
8. Haftmagnetleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine oder mehrere, vorzugsweise alle vier Seitenflächen
(12, 13) von der Aufstandsfläche (2) zur Oberseite (14) hin nach außen
divergierend geneigt ist (sind).
9. Haftmagnetleiste nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
Neigungswinkel zwischen 1° und 20°, vorzugsweise zwischen 5° und 15°,
insbesondere bei etwa 8° bis 12° liegt.
10. Haftmagnetleiste nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß an einer oder mehreren Seitenflächen, vorzugsweise an den beiden
Längsseiten (12), zu der Kante (11) an der Aufstandsfläche (2) parallele
Vertiefungen, insbesondere Auskehlungen (21) vorgesehen sind.
11. Haftmagnetleiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die nichtmagnetische Schicht (9) dicker ist als
gegebenenfalls hervorstehende Teile von zur gegenseitigen Festlegung der
abwechselnd aufeinandergeschichteten Dauermagnete (6) und Zwischen- und/oder
Außenlagen (5) verwendeter Befestigungsteile (7), insbesondere
Schraubenköpfe (8) od. dgl.
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