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DE19809237B4 - Handarbeitsmaschine zum Bearbeiten von Flächen und schwer zugänglichen Eckbereichen - Google Patents

Handarbeitsmaschine zum Bearbeiten von Flächen und schwer zugänglichen Eckbereichen Download PDF

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DE19809237B4
DE19809237B4 DE19809237A DE19809237A DE19809237B4 DE 19809237 B4 DE19809237 B4 DE 19809237B4 DE 19809237 A DE19809237 A DE 19809237A DE 19809237 A DE19809237 A DE 19809237A DE 19809237 B4 DE19809237 B4 DE 19809237B4
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HANS SAUER GmbH
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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Finish Polishing, Edge Sharpening, And Grinding By Specific Grinding Devices (AREA)

Abstract

Handarbeitsmaschine (100) zum Bearbeiten von Flächen und schwer zugänglichen Eckbereichen, bei welcher Handarbeitsmaschine (100) drei in der Bearbeitungsebene in einem Dreieck angeordnete, rotierende und einzeln angetriebene Werkzeuge (38, 39, 47) bzw. Werkzeugaufnahmen (15) nebeneinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Spitze des Dreiecks zur Spitze der Handarbeitsmaschine (100) hin orientiert ist, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) einen unterschiedlichen Aussendurchmesser aufweisen, wobei zwei der Werkzeuge (38, 47) einen gleichen ersten Aussendurchmesser aufweisen, und das dritte Werkzeug (39) einen zweiten Aussendurchmesser aufweist, welcher kleiner ist, als der erste Aussendurchmesser, und dass das dritte Werkzeug (39) in der zur Spitze der Handarbeitsmaschine (100) hin orientierten Spitze des Dreiecks angeordnet ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Handarbeitsmaschine zum Bearbeiten von Flächen und schwer zugänglichen Eckbereichen gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Eine solche Handarbeitsmaschine ist z.B. aus der Druckschrift DE 1 810 441 A bekannt.
  • Es ist seit längerem bekannt, Handarbeitsmaschinen, mit denen neben Flächen auch Eckbereiche bearbeitet, z.B. geschliffen, gefräst oder gebürstet werden sollen, in spezieller Weise auszubilden, um gerade auch das Arbeiten in schwer zugänglichen Eckbereichen zu erleichtern. Ein Beispiel für eine derartige Handarbeitsmaschine aus dem Stand der Technik ist ein Dreieckschleifer, bei welchem an einer in der Hand liegenden Antriebseinheit, welche vorne abgewinkelt ausgebildet ist, ein dreieckförmiges Schleifblatt angeordnet ist, welches durch einen exzentrischen Antrieb in Schwingungen parallel zur Schleifebene versetzt wird. Mit der vorderen Dreieckspitze des Schleifblattes lassen sich ohne grosse Schwierigkeiten Eckbereiche eines Werkstückes bearbeiten.
  • Ein solcher speziell ausgebildeter Schwingschleifer hat jedoch verschiedene Nachteile: Zum einen erschweren die Schwingungen die ruhige Führung der Handarbeitsmaschine, was bei anspruchsvollen Bearbeitungsvorgängen zu unzureichenden Arbeitsergebnissen führen kann. Zum anderen können auf diese Weise keine spanabhebenden Maschinen wie z.B. Fräsen realisiert werden.
  • Aus der DE 34 13 455 A1 ist eine Handschleifmaschine für Werkstücke aus Stein bekannt, bei der in einer Linie hintereinander eine Mehrzahl von einzeln angetriebenen Schleifwerkzeugen in einer Bearbeitungsebene angeordnet sind. Die Handschleifmaschine ist speziell zum Anfasen rechtwinkliger Kanten ausgelegt und kann weder zum Bearbeiten von Flächen noch von schwer zugänglichen Eckbereichen verwendet werden.
  • In der DE 36 29 333 A1 ist eine Handwerkzeugmaschine in Form eines Winkelschleifers, eines Poliergerätes oder dgl. offenbart, bei welcher zwei konzentrisch ineinander angeordnete, einzeln und gegenläufig angetriebene Werkzeuge in einer Bearbeitungsebene rotieren. Hinsichtlich der Bearbeitung von schwer zugänglichen Eckbereichen kann durch diese Anordnung kein Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Maschine erzielt werden, die nur ein Werkzeug mit gleichem Aussendurchmesser aufweist.
  • In der DE 88 07 656 U1 ist ein Polier- und Bürstenaufsatz für eine Handbohrmaschine beschrieben, bei dem in der Bearbeitungsebene nebeneinander zwei einzeln und gegenläufig angetriebene Werkzeuge gleichen Durchmessers angeordnet sind. Hierdurch soll das auftretende Drehmoment an der Maschine begrenzt bzw. aufgehoben werden. Ein Vorteil hinsichtlich der Bearbeitung von schwer zugänglichen Eckebereichen wird durch diese Anordnung nicht erreicht.
  • In der eingangs genannten DE 1 810 441 A schliesslich wird ein Poliergerät offenbart, bei welchem in der Bearbeitungsebene drei einzeln angetriebene, rotierende Polierwerkzeuge bzw. Werkzeugaufnahmen in einem gleichseitigen Dreieck angeordnet sind. Hierdurch soll eine ungleichmässige Polierwirkung, insbesondere bei gekrümmten Flächen, vermieden und die Gefahr des Verreissens der Maschine verringert werden. Die drei Werkzeuge haben dieselben Durchmesser. Eine spezielle Auslegung der Maschine für schwer zugängliche Eckbereiche ist nicht vorgesehen.
  • Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Handarbeitsmaschine zu schaffen, die für die Bearbeitung von Flächen und schwer zugänglichen Eckbereichen geeignet ist, flexibel für die unterschiedlichsten Bearbeitungsvorgänge einsetzbar ist und sich durch eine gute Handhabbarkeit und eine hohe Abtragsleistung auszeichnet.
  • Die Aufgabe wird bei einer Handarbeitsmaschine der eingangs genannten Art durch die Merkmale aus dem Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst. Kern der Erfindung sind die im Dreick angeordneten Werkzeuge unterschiedlichen Aussendurchmessers. Hierdurch wird mit den rotierenden Werkzeugen eine dreieckige Bearbeitungsfläche aufgespannt, die durch die unterschiedliche Wahl der Aussendurchmesser im Bereich der vorderen Spitze besonders spitz zulaufend ausgebildet und daher besonders gut für schwer zugängliche Eckbereiche ausgelegt ist. Noch gesteigert wird die Zugänglichkeit und Abtragsleistung in schwierigen Bereichen, wenn nur mit dem kleineren Werkzeug gearbeitet wird. Durch die mehreren einzeln angetriebenen Werkzeuge lässt sich eine Bearbeitungsfläche der Maschine aufspannen, die den jeweiligen Bedürfnissen gut angepasst werden kann. Die rotierende Arbeitsweise der Werkzeuge sorgt dabei für einen ruhigen Lauf und eine gute Führbarkeit der Maschine bei gleichzeitig hoher und gleichmässiger Bearbeitungsleistung.
  • Eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemässen Handarbeitsmaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge jeweils um eine feste, zur Bearbeitungsebene senkrecht stehende Drehachse drehbar sind, dass die Werkzeuge über eine gemeinsame Hauptwelle angetrieben werden, dass die Werkzeuge jeweils in drehbar gelagerten Werkzeugaufnahmen lösbar befestigt sind, und dass die Werkzeugaufnahmen von der gemeinsamen Hauptwelle angetrieben werden. Durch den Antrieb der einzelnen Werkzeuge über eine gemeinsame Hauptwelle wird der Antrieb insgesamt vereinfacht. Gleichzeitig lassen sich die Bewegungen der einzelnen Werkzeuge so leicht aufeinander abstimmen bzw. synchronisieren, wodurch das Arbeitsergebnis verbessert bzw. vergleichmässigt werden kann. Schliesslich erlauben es die Werkzeugaufnahmen, die Werkzeuge leicht auszuwechseln, um entweder Werkzeuge anderer Art und Wirkungsweise einzusetzen oder defekte Werkzeuge gegen neue auszutauschen. Insbesondere kann die Handarbeitsmaschine ohne große Aenderungen zum Schleifen und Fräsen eingesetzt werden.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, dass die Werkzeuge derart angetrieben werden, dass sie alle dieselbe Drehrichtung und im Wesentlichen die gleichen Umfangsgeschwindigkeiten aufweisen. Hierdurch wird ein besonders gleichmässiges Arbeitsergebnis erzielt. Ein solcher Antrieb der Werkzeuge wird vorzugsweise dadurch verwirklicht, dass die Hauptwelle senkrecht zur Bearbeitungsebene steht, dass die Werkzeugaufnahmen für die einzelnen Werkzeuge um die Hauptwelle herum angeordnet sind, und dass die Werkzeugaufnahmen von der Hauptwelle über Zahnräder in Form eines Planetengetriebes angetrieben werden.
  • Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Handarbeitsmaschine nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge in einem nach unten offenen Gehäuse angeordnet sind, dass die Werkzeuge aus dem Gehäuse teilweise nach unten herausstehen und von einem auf der Unterseite des Gehäuses befindlichen, den Arbeitsbereich eingrenzenden Rand umgeben sind, und dass der Rand im Bereich der einzelnen Werkzeuge unterbrochen ist, derart, dass das jeweilige Werkzeug noch näher in einen Eckbereich bzw. an einen Rand einer Bearbeitungsfläche herangeführt werden kann. Hierdurch wird ein zusätzlicher Schutz der Werkzeuge erreicht, ohne die Eckentauglichkeit der Handarbeitsmaschine in irgendeiner Weise einzuschränken.
  • Gemäss einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird eine optimale Kontrolle der bei dem Einsatz der Handarbeitsmaschine anfallenden Bearbeitungsrückstände wie Schleifstaub oder Späne dadurch erreicht, dass die Werkzeuge in einem nach unten offenen Gehäuse angeordnet sind, dass an einem Gehäuseunterteil des Gehäuses ein seitlich abgehender Rohrstutzen angeordnet ist, durch welchen ein bei der Bearbeitung anfallendes Material abgesaugt werden kann. Hierdurch kann schon eine weitgehende Absaugung aller Bearbeitungsrückstände erreicht werden. Das optimale Ergebnis wird erzielt, wenn vorgesehen wird, dass am Gehäuseunterteil ein über das Gehäuse nach unten hinausstehender, abnehmbarer Staubschutz angeordnet ist, welcher den Arbeitsbereich vollständig umschliesst, und dass der Staubschutz an der Unterkante eine umlaufende Streifenbürste aufweist, welche nach unten über die Werkzeuge hinaussteht.
  • Eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass Fixierungsmittel vorhanden sind, welche die Werkzeuge in der jeweiligen Werkzeugaufnahme in einer eindeutigen Winkelstellung relativ zur Werkzeugaufnahme fixieren. Hierdurch wird erreicht, dass auch beim Wechsel der Werkzeuge stets die gewünschte vorgegebene Stellung der Werkzeuge relativ zueinander gewährleistet werden kann.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Handarbeitsmaschine nach der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugaufnahmen jeweils eine Welle und einen am einen Ende der Welle angeordneten Aufnahmeteil für die Aufnahme des Werkzeugs umfassen, und dass die Fixierungsmittel innerhalb des Aufnahmeteils angeordnet sind. Dadurch lässt sich ein Werkzeugwechsel mit der dazugehörenden Justierung des Werkzeugs schnell und einfach durchführen.
  • Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
  • Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen
  • 1 im Längsschnitt den Aufbau des Vorderteils (ohne Antriebseinheit) eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Handarbeitsmaschine;
  • 2 in der Draufsicht von unten den Vorderteil der Handarbeitsmaschine gemäss 1 mit zusätzlichem seitlichen Griff;
  • 3 den Vorderteil der Handarbeitsmaschine gemäss 1 mit zusätzlichem übergestreiften Staubschutz;
  • 4a, b in der Draufsicht von unten (4a) und im Längsschnitt (4b) die Werkzeugaufnahme gemäss 1 mit den Fixierungsmitteln für das Werkzeug.
  • In 1 ist im Längsschnitt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel für eine Handarbeitsmaschine 100 nach der Erfindung wiedergegeben. Die Darstellung umfasst dabei allerdings nur den vorderen Winkelantriebsteil der Maschine. Die in der Hand zu haltende Antriebseinheit mit dem Elektromotor, der Regelelektronik (Drehzahlregelung und dgl.) und den Betätigungsorganen ist der Einfachheit halber weggelassen und setzt sich in bekannter Weise aus an sich bekannten Elementen zusammen.
  • Die Handarbeitsmaschine 100 hat ein Gehäuse 10, welches aus einem Gehäuseoberteil 11, einem Gehäusemittelteil 12 und einem Gehäuseunterteil 13 zusammengesetzt ist. Die Gehäuseteile 11, 12 und 13 sind mittels Schrauben 29, 40 miteinander verschraubt und gegeneinander durch Rundschnurringe 23, 34 abgedichtet. Am Gehäuseoberteil 11 ist seitlich ein Flansch angeformt, an welchen die (nicht dargestellte) Antriebseinheit angeflanscht wird. Zur Führung der Antriebseinheit beim Anflanschen dienen mehrere Stifte 30. Im Gehäuse 10 senkrecht stehend ist eine Hauptwelle 14 angeordnet, die am oberen Ende in einem Nadellager 21 und am unteren Ende in einem Kugellager 19 gelagert ist. Die Hauptwelle 14 ist im Durchmesser mehrfach abgestuft ausgebildet. Auf einer der oberen Stufen sitzt ein Tellerrad 31, welches zum Antreiben der Hauptwelle 14 mit einem (nicht dargestellten) Kegelrad in Eingriff kommt, welches am Ausgang der Antriebseinheit angeordnet ist, und beim Anflanschen der Antriebseinheit an das Gehäuseoberteil 11 in die dafür vorgesehene Ausnehmung ragt und auf der abgeschrägten Oberseite des Tellerrades 31 abrollt. Die Achse der Antriebseinheit und die Achse der Hauptwelle 14 bilden dabei einen rechten Winkel. Die Drehung des Tellerrades 31 kann mittels eines Blockierstiftes 33 blockiert werden, der von oben in das Gehäuseoberteil 11 hineinragt. Der Blockierstift 33 dient zur Blockierung des Getriebes, um die Werkzeuge besser zum Tausch lösen zu können. Die Fixierung der Hauptwelle 14 in Richtung der Wellenachse erfolgt über ein weiteres Kugellager 32, welches von oben in eine Ausnehmung im Gehäusemittelteil 12 eingesetzt und durch einen verschraubten (Schrauben 36) Deckel 35 gesichert ist.
  • Die Hauptwelle 14 trägt auf dem in das Gehäuseunterteil 13 hineinragenden Abschnitt ein Zahnrad 17, welches auf der Hauptwelle 14 mittels einer Scheibenfeder 27 fixiert ist. Um die Hauptwelle 14 herum sind im Gehäuseunterteil 13 drei Werkzeugaufnahmen angeordnet, von denen nur die eine Werkzeugaufnahme 15 im Schnitt zu sehen ist. Die Werkzeugaufnahme 15 ist – wie die anderen Werkzeugaufnahmen – um eine Achse drehbar, die parallel zur Hauptwelle 14 orientiert ist. Die Werkzeugaufnahme 15 ist mit dem oberen Ende in einem Nadellager 22 im Gehäusemittelteil 12 gelagert. Am unteren Ende ist sie mittels eines Kugellagers 20 im Gehäuseunterteil 13 drehbar gelagert. Das Kugellager 20 wird durch einen Sicherungsring 26 gesichert. Die Werkzeugaufnahme 15 trägt im Mittelabschnitt ein Zahnrad 16, welches mittels Sicherungsringen 24, 25 in Achsenrichtung gesichert und mittels einer Scheibenfeder drehgesichert ist. Das Zahnrad 16 steht – ebenso wie die entsprechenden Zahnräder der anderen Werkzeugaufnahmen, von denen in 1 noch das Zahnrad 18 zu sehen ist – in kämmendem Eingriff mit dem Zahnrad 17 auf der Hauptwelle 14 und bildet zusammen mit den anderen Zahnrädern 17, 18 ein Planetengetriebe, welches von der Hauptwelle 14 her die drei Werkzeugaufnahmen 15 gleichzeitig antreibt.
  • In jede der Werkzeugaufnahmen 15 ist von unten ein geeignetes Werkzeug 39 (bzw. 38 bzw. 47 in 2), im vorliegenden Beispiel ein Fräser, lösbar eingesetzt und mittels einer Schraube 41 mit der Werkzeugaufnahme 15 verschraubt. Die Werkzeuge 38, 39, 47 stehen teilweise nach unten aus dem Gehäuseunterteil 13 heraus, so dass sie ungehindert auf die angrenzende Fläche eines darunterliegenden Werkstücks einwirken können. Das bei der Bearbeitung anfallende Material vom Werkstück, z.B. Schleifstaub oder Späne, welches zwischen den Werkzeugen 38, 39, 47 hindurch in den Innenraum des Gehäuseunterteils 13 gelangt, kann über einen seitlich vom Gehäuseunterteil 13 abgehenden Rohrstutzen 37 abgesaugt werden.
  • Die Anordnung der drei Werkzeuge 38, 39 und 47 ist aus 2 ersichtlich, welche die Handarbeitsmaschine 100 in der Draufsicht von unten zeigt. Die drei Werkzeuge 38, 39, 47 sind in einem Dreieck angeordnet, dessen eine Spitze nach vorne gerichtet ist. Der Rohrstutzen 37 ist in entgegengesetzter Richtung nach hinten orientiert. Seitlich ragt ein am Gehäuse 10 befestigter Griff 42 heraus, mittels dessen die Handarbeitsmaschine 100 während des Bearbeitungsvorgangs (mit der anderen Hand, welche nicht die Antriebseinheit hält) sicher und ohne zusätzliche Hilfsmittel wie z.B. Abstandhalter über die zu bearbeitende Fläche geführt werden kann.
  • Das in der vorderen Spitze der Handarbeitsmaschine 100 angeordnete Werkzeug 39 hat einen kleineren Aussendurchmesser als die beiden anderen Werkzeuge 38, 47, deren Aussendurchmesser im übrigen gleich sind. Mit dem verkleinerten Aussendurchmesser des Werkzeugs 39 wird die Bearbeitung von engen Ecken massgeblich verbessert. Bewährt hat sich in der Praxis ein Verhältnis der Aussendurchmesser der Werkzeuge 38 und 47 zum Aussendurchmesser des Werkzeugs 39 von 9:7, wobei die absoluten Aussendurchmesser vorzugsweise etwa 45 mm und 35 mm betragen. Durch das aus den Zahnrädern 16, 17 und 18 gebildete Planetengetriebe wird erreicht, dass sich die Werkzeuge 38, 39 und 47 mit dem gleichen Drehsinn drehen. Damit trotz der unterschiedlichen Aussendurchmesser der Werkzeuge 38, 47 und 39 für alle Werkzeuge 38, 39, 47 dieselbe Umfangsgeschwindigkeit und damit eine gleichmässige Bearbeitung des Werkstücks (gleicher Abtrag) durch alle drei Werkzeuge 38, 39, 47 erreicht wird, sind die Zahnräder 16, 18 der Werkzeugaufnahmen 15 hinsichtlich der Anzahl der Zähne entsprechend abgestuft. Die Handarbeitsmaschine 100 hat im übrigen einen drehzahlgeregelten Antrieb, wobei die Drehzahl vom gewählten Werkzeug (Schleifmittel etc.) abhängt.
  • Die Werkzeuge 38, 39, 47 sind innerhalb des Gehäuseunterteils 13 von einem Rand 43 umgeben, der die Werkzeuge 38, 39, 47 schützt und zugleich ein unkontrolliertes Entweichen des bei der Bearbeitung entstehenden Abriebs (Schleifstaub) bzw. Abtrags (Späne) nach aussen verhindert. Der Rand 43 ist jedoch gegenüber der Bearbeitungsebene der Werkzeuge 38, 39, 47 zurückversetzt, da er zur Vermeidung von Reibung gegenüber der zu bearbeitenden Fläche eines Werkstückes immer einen entsprechenden Abstand haben muss. Insbesondere im Bereich der Ecken des dreieckförmigen Gehäuseunterteils 13 weist der Rand 43 Oeffnungen bzw. Unterbrechungen auf, damit das entsprechende Werkzeug 38, 39, 47 in seiner Ecke noch näher in den Eckbereich bzw. an einen Rand einer zu bearbeitenden Werkstückfläche geführt werden kann.
  • Damit trotz dieser Einschränkungen in der Werkzeugumrandung der Abrieb bzw. Abtrag im Bereich des Gehäuseunterteils 13 gehalten und weitgehend der Absaugung durch den Rohrstutzen 37 zugeführt werden können, kann gemäss 3 über das Gehäuseunterteil 13 ein dreieckförmiger Staubschutz 44 drübergeschoben und einrastend gehalten werden. Zum Einrasten sind mehrere am Umfang verteilt angeordnete Druckstücke 46 mit einer federbelasteten Kugel vorgesehen, die in entsprechende Ausnehmungen am Gehäuseunterteil 13 einrasten. Am unteren Rand des Staubschutzes 44 ist eine umlaufende Streifenbürste 45 befestigt, die flexibel nachgebend wie ein Vorhang den inneren Bereich der Werkzeuge 38, 39, 47 nach aussen hin abschirmt, ohne den Einsatzbereich der Werkzeuge 38, 39, 47 einzuschränken.
  • Eine einzelne Werkzeugaufnahme 15 (gemäss 1) ist in 4 in der Draufsicht von unten (4a) und im Längsschnitt (4b) wiedergege ben. Die Werkzeugaufnahme 15 umfasst eine Welle 440 die nach unten zu in einen Aufnahmeteil übergeht, welcher einen Aufnahmetopf 500 mit einer zentralen Aufnahmeöffnung 460 umfasst. Die Welle 440 trägt gemäss 1 das Zahnrad 16, über welches die Werkzeugaufnahme 15 durch die gemeinsame Hauptwelle 14 angetrieben wird. In die Aufnahmeöffnung 460 ist das Werkzeug mit einem entsprechenden Einsetzteller einsetzbar. Der Einsetzteller weist eine zentrale Durchbrechung auf, durch die eine Schraube (41 in 1) – vorzugsweise eine Innensechskantschraube – gesteckt und in eine Gewindebohrung 450 über der Aufnahmeöffnung 460 eingeschraubt werden kann. Dreht sich die Werkzeugaufnahme 15 im Betrieb rechts herum, werden für die Schraube 41 und die Gewindebohrung 450 vorzugsweise Linksgewinde vorgesehen, um ein Lösen der Verschraubung während des Betriebes zu verhindern.
  • Der Einsetzteller des Werkzeugs 38, 39, 47 weist mindestens eine, im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei, Nase(n) auf, die mit entsprechenden Einziehungen 480, 490 in der Aufnahmeöffnung 460 des Aufnahmetopfes 500 korrespondieren. Vorzugsweise liegen sich die beiden Einziehungen 480, 490 bzw. Nasen nicht direkt (180°) gegenüber, sondern weichen davon um einen endlichen Winkel α ab, der vorzugsweise etwa 20° beträgt. Hierdurch wird erreicht, dass das Werkzeug 38, 39, 47 nur in einer vorgewählten Anordnung auf- bzw. einsetzbar ist, wobei sich der Formschluss zwischen Werkzeugaufnahme 15 und Werkzeug 38, 39, 47 auf gegenüberliegende Seiten verteilt.
  • Diese Anordnung des Werkzeuges 38, 39, 47 in einer ganz bestimmten Stellung hat den Vorteil, dass bei den 3 Werkzeugen 38, 39, 47 alle Werkzeuge 38, 39, 47 zueinander eine ganz bestimmte Anordnung einnehmen. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, Werkzeuge 38, 39, 47, die in sich eine Unwucht aufweisen, so zueinander anzuordnen, dass die Massenkräfte und Massenmomente aufgrund der Unwuchten weitgehend ausgeglichen werden. Bei ineinandergreifenden Spezialwerkzeugen kommt noch hinzu, dass so eine Beschädigung der Werkzeuge 38, 39, 47 untereinander ausgeschlossen werden kann.
  • 100
    Handarbeitsmaschine
    10
    Gehäuse
    11
    Gehäuseoberteil
    12
    Gehäusemittelteil
    13
    Gehäuseunterteil
    14
    Hauptwelle
    15
    Werkzeugaufnahme
    16, 17, 18
    Zahnrad
    19, 20
    Kugellager
    21, 22
    Nadellager
    23
    Rundschnurring
    24, 25, 26
    Sicherungsring
    27, 28
    Scheibenfeder
    29, 36
    Schraube
    30
    Stift
    31
    Tellerrad
    32
    Kugellager
    33
    Blockierstift
    34
    Rundschnurring
    35
    Deckel
    37
    Rohrstutzen
    38, 39, 47
    Werkzeug
    40, 41
    Schraube
    42
    Griff
    43
    Rand
    44
    Staubschutz
    45
    Streifenbürste
    46
    Druckstück
    440
    Welle
    450
    Gewindebohrung
    460
    Aufnahmeöffnung
    480, 490
    Einziehung
    500
    Aufnahmetopf

Claims (16)

  1. Handarbeitsmaschine (100) zum Bearbeiten von Flächen und schwer zugänglichen Eckbereichen, bei welcher Handarbeitsmaschine (100) drei in der Bearbeitungsebene in einem Dreieck angeordnete, rotierende und einzeln angetriebene Werkzeuge (38, 39, 47) bzw. Werkzeugaufnahmen (15) nebeneinander angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Spitze des Dreiecks zur Spitze der Handarbeitsmaschine (100) hin orientiert ist, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) einen unterschiedlichen Aussendurchmesser aufweisen, wobei zwei der Werkzeuge (38, 47) einen gleichen ersten Aussendurchmesser aufweisen, und das dritte Werkzeug (39) einen zweiten Aussendurchmesser aufweist, welcher kleiner ist, als der erste Aussendurchmesser, und dass das dritte Werkzeug (39) in der zur Spitze der Handarbeitsmaschine (100) hin orientierten Spitze des Dreiecks angeordnet ist.
  2. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) jeweils um eine feste, zur Bearbeitungsebene senkrecht stehende Drehachse drehbar sind.
  3. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) über eine gemeinsame Hauptwelle (14) angetrieben werden.
  4. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) jeweils in drehbar gelagerten Werkzeugaufnahmen (15) lösbar befestigt sind, und dass die Werkzeugaufnahmen (15) von der gemeinsamen Hauptwelle (14) angetrieben werden.
  5. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptwelle (14) senkrecht zur Bearbeitungsebene steht, dass die Werkzeugaufnahmen (15) für die einzelnen Werkzeuge (38, 39, 47) um die Hauptwelle (14) herum angeordnet sind, und dass die Werkzeugaufnahmen (15) von der Hauptwelle (14) über Zahnräder (16, 17, 18) in Form eines Planetengetriebes angetrieben werden.
  6. Handarbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Aussendurchmesser und der zweite Aussendurchmesser ein Durchmesserverhältnis von etwa 9:7 aufweisen.
  7. Handarbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) derart angetrieben werden, dass sie alle dieselbe Drehrichtung und im Wesentlichen die gleichen Umfangsgeschwindigkeiten aufweisen.
  8. Handarbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) in einem nach unten offenen Gehäuse (10) angeordnet sind, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) aus dem Gehäuse (10) teilweise nach unten herausstehen und von einem auf der Unterseite des Gehäuses (10) befindlichen, den Arbeitsbereich eingrenzenden Rand (43) umgeben sind, und dass der Rand (43) im Bereich der einzelnen Werkzeuge (38, 39, 47) unterbrochen ist, derart, dass das jeweilige Werkzeug (38, 39, 47) noch näher in einen Eckbereich bzw. an einen Rand einer Bearbeitungsfläche herangeführt werden kann.
  9. Handarbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge (38, 39, 47) in einem nach unten offenen Gehäuse (10) angeordnet sind, und dass an einem Gehäuseunterteil (13) des Gehäuses (10) ein seitlich abgehender Rohrstutzen (37) angeordnet ist, durch welchen ein bei der Bearbeitung anfallendes Material abgesaugt werden kann.
  10. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuseunterteil (13) ein über das Gehäuse (10) nach unten hinausstehender, abnehmbarer Staubschutz (44) angeordnet ist, welcher den Arbeitsbereich vollständig umschliesst.
  11. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Staubschutz (44) an der Unterkante eine umlaufende Streifenbürste (45) aufweist, welche nach unten über die Werkzeuge (38, 39, 47) hinaussteht.
  12. Handarbeitsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Fixiermittel (480, 490) vorhanden sind, welche die Werkzeuge (38, 39, 47) in der jeweiligen Werkzeugaufnahme (15) in einer eindeutigen Winkelstellung relativ zur Werkzeugaufnahme (15) fixieren.
  13. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugaufnahmen (15) jeweils eine Welle (440) und einen am einen Ende der Welle (440) angeordneten Aufnahmeteil (460, 500) für die Aufnahme des Werkzeugs (38, 39, 47) umfassen, und dass die Fixierungsmittel (480, 490) innerhalb des Aufnahmeteils (460, 500) angeordnet sind.
  14. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmeteil (400, 500) einen Aufnahmetopf (500) mit einer zentralen Aufnahmeöffnung (460) aufweist, in welche das Werkzeug (38, 39, 47) mit einem Einsetzteller einsetzbar ist, und dass die Fixierungsmittel (480, 490) wenigstens eine Nase in der Aufnahmeöffnung (460) der Werkzeugaufnahme (15) bzw. am Einsetzteller des Werkzeugs (38, 39, 47) und eine korrespondierende Einziehung (480, 490) am Einsetzteller des Werkzeugs (38, 39, 47) bzw. in der Aufnahmeöffnung (460) der Werkzeugaufnahme (15) aufweisen.
  15. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierungsmittel (480, 490) zwei gegenüberliegende Einziehungen (480, 490) und zwei dazu korrespondierende Nasen umfassen, und dass die beiden Einziehungen (480, 490) bzw. Nasen bezogen auf die Drehachse miteinander einen Winkel einschliessen, welcher von 180° um einen endlichen Winkel (α) abweicht.
  16. Handarbeitsmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel (α) etwa 20° beträgt.
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