DE19809058A1 - Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen - Google Patents
Verfahren zum Detektieren von FahrzeugenInfo
- Publication number
- DE19809058A1 DE19809058A1 DE19809058A DE19809058A DE19809058A1 DE 19809058 A1 DE19809058 A1 DE 19809058A1 DE 19809058 A DE19809058 A DE 19809058A DE 19809058 A DE19809058 A DE 19809058A DE 19809058 A1 DE19809058 A1 DE 19809058A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- signal
- wake
- confidence
- output
- signals
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Ceased
Links
- 238000001514 detection method Methods 0.000 title claims description 32
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 26
- 238000004458 analytical method Methods 0.000 claims description 9
- 238000001914 filtration Methods 0.000 claims description 4
- 238000001228 spectrum Methods 0.000 claims description 4
- 230000010354 integration Effects 0.000 claims description 3
- 238000012544 monitoring process Methods 0.000 claims description 3
- 238000005516 engineering process Methods 0.000 claims description 2
- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 claims description 2
- 230000036962 time dependent Effects 0.000 claims description 2
- 240000008025 Alternanthera ficoidea Species 0.000 claims 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 claims 1
- 238000012545 processing Methods 0.000 description 19
- 238000011156 evaluation Methods 0.000 description 11
- 230000008569 process Effects 0.000 description 5
- 238000005265 energy consumption Methods 0.000 description 4
- 230000008901 benefit Effects 0.000 description 3
- 238000010586 diagram Methods 0.000 description 2
- 230000009471 action Effects 0.000 description 1
- 230000004913 activation Effects 0.000 description 1
- 238000004364 calculation method Methods 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
- 238000011161 development Methods 0.000 description 1
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 230000006872 improvement Effects 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- 230000011664 signaling Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G08—SIGNALLING
- G08G—TRAFFIC CONTROL SYSTEMS
- G08G1/00—Traffic control systems for road vehicles
- G08G1/01—Detecting movement of traffic to be counted or controlled
- G08G1/04—Detecting movement of traffic to be counted or controlled using optical or ultrasonic detectors
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)
- Radar Systems Or Details Thereof (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Detektieren von sich
einem Überwachungsbereich nähernden Fahrzeugen der im
Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
Ein solches Verfahren wird vorzugsweise in Weckvorrichtungen
eingesetzt, die dazu dienen, autonome Systeme zur Überwachung
von Geländebereichen auf und/oder zur Sicherung von
Geländebereichen gegen das Eindringen von Objekten, hier
Fahrzeugen, erst dann zu aktivieren (wecken), wenn
einigermaßen sicher feststeht, daß solche Objekte im
Überwachungsbereich auftauchen und/oder daß es sich bei den
auftauchenden Objekten auch um die überwachungsspezifischen
Objekte und nicht um andere handelt. Dabei muß das Wecken mit
möglichst geringer Falschalarmrate so rechtzeitig erfolgen,
daß das Objekt sich noch innerhalb des Aktionsradius des
Systems befindet.
Bei einem bekannten Verfahren zur Detektion von Fußgängern,
die einen Überwachungsort passieren (DE 195 42 871 C1) werden
als Sensoren ein Geophon und ein Mikrofon verwendet und deren
Ausgangssignale signaltechnisch geeignet vorverarbeitet. In
den vorverarbeiteten Ausgangssignalen des Mikrofons werden
fortlaufend für vorgegebene Zeitstücke Signalspitzen oder
-impulse detektiert, und in den gleichermaßen vorverarbeiteten
Ausgangssignalen des Geophons werden Signalspitzen oder
-impulse an denjenigen Stellen eliminiert, an denen in
gleichen Zeitstücken des Mikrofonausgangssignals Signalspitzen
oder -impulse auftreten. In den durch diese Impulselimination
bereinigten Zeitstücken des Geophonausgangssignals wird eine
vorgegebene maximale Zahl der größten Signalspitzen oder
-impulse extrahiert und mittels der extrahierten Signalspitzen
oder -impulsen die Wahrscheinlichkeit einer Fußgängerdetektion
bewertet.
Bei diesem Verfahren werden durch Eliminieren von Signaturen
im Geophonausgangssignal, die auch im Mikrofonausgangssignal
auftreten, solche Schallereignisse, z. B. entfernte Luftknalle,
bei der Detektion ausgeschossen, die im Medium ruft
Schallimpulse erzeugen, die ihrerseits in den Erdboden
einkoppeln und im Geophonausgangssignal eine ähnliche Signatur
hervorrufen wie die Schritte des Fußgängers. Die
Detektionssicherheit wird dadurch angehoben, daß das
Detektionsergebnis nicht mehr mit einer ja/nein-Entscheidung
angezeigt, sondern hinsichtlich seiner Wahrscheinlichkeit
bewertet wird, so daß der Operateur aufgrund des
Wahrscheinlichkeitsgrades oder Konfidenzmaßes der Detektion
nochmals die Zuverlässigkeit des Detektionsergebnisses ins
eigene Kalkül einbeziehen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur
Detektion von Fahrzeugen der eingangs genannten Art mit hoher
Detektionswahrscheinlichkeit und geringer Falschalarmrate zu
schaffen, das ohne Interpretation oder Bewertung durch einen
Operateur auskommt, also vollautonom ist, und nur eine relativ
einfache Signalverarbeitung erfordert, so daß es in
unbeaufsichtigten Weckvorrichtungen, die einen Massenartikel
darstellen, eingesetzt werden kann.
Die Aufgabe ist bei einem Verfahren der im Oberbegriff des
Anspruchs 1 angegebenen Gattung erfindungsgemäß durch die
Merkmale im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 gelöst.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß durch die
Unabhängigkeit der Weckstufen sich jede Weckstufe einfach
bezüglich des benötigten Zeit- und Frequenzbereichs, der
Methode und des Umfangs für die Signalverarbeitung realisieren
läßt. Die Ausnutzung unterschiedlicher physikalicher Merkmale
in den Sensorsignalen zur Detektion in den verschiedenen
Weckstufen führt zu einer deutlichen Verbesserung des
Detektionsverfahrens bezüglich seiner Zuverlässigkeit der
Fahrzeugerkennung und Robustheit gegenüber Störungen und zu
einer hohen Funktionssicherheit einer mit einem solchen
Verfahren betriebenen Weckvorrichtung. Die in den einzelnen
Weckstufen verarbeiteten Signale können von einem einzigen
oder von mehreren Sensoren abgenommen werden. Der Austausch
der Sensoren ist problemlos, so daß sich das Verfahren leicht
an Besonderheiten des Einsatzgebietes anpassen läßt. Die
Verknüpfung der in jeder Weckstufe erzeugten Slave-Wecksignale
zu dem eigentlichen Detektions- oder Wecksignal, dem sog.
Master-Wecksignal, erfolgt nach einfachen heuristischen
Regeln, die leicht geändert und an die Besonderheiten des
Einsatzgebietes angepaßt werden können und darüber hinaus
leicht zu implementieren sind. Entsprechend den Anforderungen
bezüglich der Falschalarmrate und der
Detektionswahrscheinlichkeit bezogen auf den vertretbaren
Aufwand kann die Zahl der vorhandenen Weckstufen frei gewählt
und verschiedene Weckstufen unterschiedlich kombiniert werden.
Damit kann eine nach dem Verfahren arbeitende Weckvorrichtung
problemlos auf die gestellten Anforderungen in einem
spezifischen Einsatzgebiet sowohl technisch als auch preislich
zugeschnitten werden.
Die Verknüpfung der Slave-Wecksignale zu dem Master-Wecksignal
kann z. B. durch Hintereinanderschaltung der Weckstufen
erfolgen, so daß jedes Slave-Wecksignal einer Weckstufe die
nachfolgende Weckstufe aktiviert und die in der Reihenfolge
letzte Weckstufe das Master-Wecksignal erzeugt. Dies hat den
Vorteil, daß zunächst nur die Stufen mit geringem
Energieverbrauch eingeschaltet werden und die qualitativ
höherwertigen Weckstufen mit entsprechend größerem
Energieverbrauch erst nach Treffen einer auf Fahrzeuge
hinweisenden Vorentscheidung aktiviert werden.
Die einzelnen Weckstufen können auch parallel betrieben
werden, also gleichzeitig eingeschaltet werden, und deren
Slave-Wecksignale verknüpft werden, wobei die Verknüpfung
gewichtet entsprechend den Konfidenzmaßen der einzelnen
Slave-Wecksignale erfolgt. Dies hat den Vorteil, daß trotz geringer
Signal-/Stör- Verhältnisse große Detektionsreichweiten möglich
sind und die Falschalarmrate gering gehalten wird. Zusätzlich
ist ein frühzeitiges Wecken möglich.
Zweckmäßige Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens
mit vorteilhaften Weiterbildungen und Ausgestaltungen der
Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist anhand einer in der
Zeichnung dargestellten Vorrichtung zum Durchführen des
Verfahrens im folgenden näher beschrieben. Dabei zeigt die
Zeichnung ein Blockschaltbild einer nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren arbeitenden, auf Fahrzeuggeräusche ansprechenden
Weckvorrichtung.
Die in der Zeichnung im Blockschaltbild dargestellte
Weckvorrichtung dient zum Aktivieren oder Wecken autonomer
Systeme zur Überwachung von Geländebereichen bezüglich des
Eindringens von oder des Überfahrens durch Fahrzeuge alle Art,
wobei das autonome System ein Aufklärungssystem zur Erfassung
von Truppenbewegungen oder ein Bekämpfungssystem, z. B. ein
Minensystem, zur Zerstörung aller oder selektierter Fahrzeuge
sein kann.
Die zusammen mit dem autonomen System im Gelände ausgebrachte
Weckvorrichtung weist eine aktustische Antenne 10 auf, die
drei um 120° gegeneinander sternförmig versetzt angeordnete
Antennenarme 11, 12 und 13 besitzt. Auf jedem Antennenarm 11
bis 13 sind drei Mikrofone 14 im konstanten Abstand
voneinander angeordnet. Im Sternpunkt der drei Antennenarme 11
bis 13 ist ein weiteres Mikrofon 14 vorhanden.
Eine Signalverarbeitung zur Aufbereitung und Auswertung der
Ausgangssignale der Mikrofone 14 und zum Erzeugen eines
Wecksignals, dem sog. Master-Wecksignal, wenn mit ausreichend
hohem Sicherheitsgrad ein Fahrzeug im Überwachungsbereich
detektiert wird, ist in drei einzelne Weckstufen 15, 16 und 17
aufgeteilt, die unabhängig voneinander arbeiten und qualitativ
unterschiedliche Merkmale, die signifikant für das
Vorhandensein von Fahrzeuggeräuschen sind, in den ihnen
zugeführten Signalen extrahieren und bewerten und bei
ausreichender Konfidenz der extrahierten Merkmale jeweils ein
Wecksignal, das sog. Slave-Wecksignal erzeugen. Die
Slave-Wecksignale werden einer die Weckstufen 15 bis 17 funktionell
verbindenden Verknüpfungseinheit 18 zugeführt, die ihrerseits
das Master-Wecksignal generiert.
Die Verknüpfung der Slave-Wecksignale kann in
unterschiedlicher Weise erfolgen. Im einfachsten Fall werden
die Weckstufen 15 bis 17 durch die Verknüpfungseinheit 18
hintereinander geschaltet, d. h. das Slave-Wecksignal der
Weckstufe 15 wird zum Aktivieren der Weckstufe 16 und das
Slave-Wecksignal der Weckstufe 16 zum Aktivieren der Weckstufe
17 verwendet. Das Slave-Wecksignal der letzten Weckstufe 17
ist dann das Master-Wecksignal. Die Reihenfolge der
Aktivierung der Weckstufen 15 bis 17 kann dabei getauscht
werden. Vorteilhaft wird dabei die Weckstufe mit dem
geringsten Energieverbrauch (hier die Weckstufe 15) zuerst
eingeschaltet und die nachfolgenden Stufen mit qualitativ
höherwertiger Signalverarbeitung und damit wesentlich größerem
Energieverbrauch erst dann eingeschaltet, wenn jeweils in der
vorhergehenden Weckstufe eine weitere Vorentscheidung in
Richtung auf die Wahrscheinlichkeit einer Fahrzeugdetektion
getroffen worden ist.
Durch die Verknüpfungseinheit 18 können die Weckstufen 15 bis
17 auch parallel geschaltet werden, d. h. die Slave-Wecksignale
der gleichzeitig arbeitenden Weckstufen 15 bis 17
werden in der Verknüpfungseinheit 18 unter Gewichtung ihrer
Konfidenz nach vorgegebenen Regeln miteinander verknüpft und
das Master-Wecksignal wird aus der konfidenzgewichteten
Verknüpfung generiert.
Die Weckstufe 15 ist mit einem einzigen Mikrofon 14 der
akustischen Antenne 10 verbunden, die Weckstufe 16 ist
mindestens an die auf einem Antennenarm 11, 12, 13
angeordneten Mikrofone 14 angeschlossen, im
Ausführungsbeispiel an alle drei Antennenarme 11 bis 13, und
die Weckstufe 17 ist mit allen Mikrofonen 14 der akustischen
Antenne 10 verbunden.
Im einzelnen werden in der Weckstufe 15 in zwei getrennten
Signalverarbeitungskanälen 21, 22 zwei zeitabhängige
Pegelsignale erzeugt, indem in beiden
Signalverarbeitungskanälen 21, 22 das verstärkte
Mikrofonausgangssignal gefiltert, gleichgerichtet und
integriert wird, wobei im ersten Signalverarbeitungskanal 21
eine auf das Fahrzeuggeräusch abgestimmte breitbandige
Filterung in einem Bandpaß 23 mit einer Bandbreite, die dem
Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen bei einem guten
Nutz-/Störverhältnis (Signal Noise Ratio SNR) entspricht (im
folgenden kurz Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen
genannt), und die Integration nach Gleichrichtung mit einer
großen Zeitkonstante im Block 24 erfolgt, während das
verstärkte Mikrofonausgangssignal im zweiten
Signalverarbeitungskanal 22 breitbandig gefiltert wird
(Bandpaß 25 mit einer großen Bandbreite, in der typischerweise
von prädiktiven Ereignissen im Überwachungsgebiet, z. B. Knall,
Windboen u. dgl., hervorgerufene schmale Peaks liegen), und im
Block 26 nach Gleichrichtung mit einer kleinen Zeitkonstante,
integriert wird. Die große Zeitkonstante entspricht der
Zeitbewertung FAST (F) und die kleine Zeitkonstante entspricht
der Zeitbewertung IMPULS (I) oder kürzer gemäß DIN IEC 651.
Die beiden Pegelsignale werden einer Analyse- und
Bewertungseinheit 27 zugeführt. Hier wird das zweite
Pegelsignal aus dem Signalverarbeitungskanal 22 auf
Signalspitzen (Peaks) analysiert und die Konfidenz der
Peakerkennung bewertet. In dem ersten Pegelsignal aus dem
Signalverarbeitungskanal 21 wird sowohl der Hintergrundpegel
als auch die Anteile von Fahrzeuggeräuschen geschätzt und die
Konfidenz der Fahrzeuggeräusch-Erkennung bewertet. Das
Verhalten der zur Schätzung benutzten Schätzfilter wird dabei
bezüglich ihrer Funktionsweise, ihrer einzustellende
Funktionsparameter sowie ihre Entscheidungsschwellen durch die
Konfidenzen von Peakerkennung und Fahrzeuggeräusch-Erkennung
beeinflußt. Von der Analyse- und Bewertungseinheit 27 wird
schließlich bei ausreichender Konfidenz der Fahrzeugerkennung
das Slave-Wecksignal an die Verknüpfungseinheit 18 ausgegeben.
Die beiden Signalverarbeitungskanäle 21, 22 können alternativ
auch jeweils getrennt an je einem Mikrofon 14 der akustischen
Antenne 10 angeschlossen sein.
Die zweite Weckstufe 16 weist drei parallele
Signalverarbeitungskanäle 31, 32, 33 auf, die in einer
Analyse-und Bewertungseinheit 34 zusammengeführt sind. Jeder
Signalverarbeitungskanal 31 bzw. 32 bzw. 33 ist an die
Mikrofone 14 eines Antennenarms 12 bzw. 13 bzw. 14 der
akustischen Antenne 10 angeschlossen. In jedem
Signalverarbeitungskanal 31 bzw. 32 bzw. 33 werden die
verstärkten Ausgangssignale der Mikrofone 14 mittels eines
Addierers 35 aufaddiert und mittels eines Bandpasses 38 bzw.
39 bzw. 40 im Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen
gefiltert. In der Analyse- und Bewertungseinheit 34 werden die
Spektren der digitalisierten Summensignale gebildet und darin
schmalbandige Signalanteile, sog. Linien, detektiert und die
Konfidenz der Linienerkennung ermittelt. Bei ausreichender
Konfidenz generiert die Analyse- und Bewertungseinheit 34 das
Slave-Wecksignal. Ein hierfür geeignetes Verfahren zur Bildung
normalisierter Spektren und Extraktion von Linien ist in der
DE 30 35 757 C2 beschrieben. Ein Verfahren zur Ermittlung des
Konfidenzmaßes zeigt die DE 195 42 871 C2. In einer
vereinfachten Ausführungsform der zweiten Weckstufe 16 können
ein oder zwei der parallelen Signalverarbeitungskanäle 31 bis
33 entfallen, so daß sich der Aufwand für die
Signalverarbeitung reduziert.
Für den Fall, daß die Mikrofone 14 der akustischen Antenne 10
nicht auf drei sternförmig ausgerichteten, linienförmigen
Antennenarmen 11, 12, 13 angeordnet, sondern räumlich beliebig
in einem Array plaziert sind und jeder
Signalverarbeitungskanal 131, 132, 133 an einer Gruppe von
Mikrofonen 14 angeschlossen ist, die beispielsweise jeweils
ein Drittel der Gesamtzahl der Mikrofone 14 umfaßt, so erfolgt
eine Aufaddierung der kohärenten Ausgangssignale der der
Gruppe zugehörigen Mikrofone 14, wozu jeder Addierer 35 bzw.
36 bzw. 37 durch einen sog. Beamformer ersetzt wird, in dem
die Mikrofonausgangssignale geeignet phasenverschoben und
anschließend aufaddiert werden.
Alternativ kann jeder oder aber auch nur ein
Signalverarbeitungskanal 31-33 der Weckstufe 16 an nur
einem Mikrofon 14 angeschlossen sein, wobei dann lediglich die
Addierer 35-37 entfallen.
In der dritten Weckstufe 17 werden die Ausgangssignale aller
Mikrofone 14 der akustischen Antenne 10 in dem Frequenzbereich
von Fahrzeugen gefiltert, wozu ein Bandpaß 41 mit einer
schmalen Bandbreite im Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen
vorgesehen ist. Die so gefilterten Ausgangssignale werden
digitalisiert und einem sog. Beamformer 42 zugeführt, der
durch entsprechende Zeitverzögerung und Addition der
zeitverzögerten, digitalisierten Signale Empfangsrichtungen
größter Empfindlichkeit, sog. preformed beams, bildet. In der
Analyse- und Auswerteeinheit 43 wird das Maximum des
Empfangspegels in den verschiedenen preformed beams ermittelt,
und durch die Richtung des preformed beams mit dem maximalen
Empfangspegel ist die Einfallsrichtung eines Fahrzeuggeräusches
und damit der Peilwinkel zum Fahrzeug festgelegt. In der
Analyse- und Auswerteeinheit 43 wird nunmehr eine
Peilverfolgung durchgeführt und deren Konfidenz bewertet. Bei
ausreichender Konfidenz wird das Slave-Wecksignal ausgegeben.
Die von den drei Analyse- und Bewertungseinheiten 27, 34 und
43 ausgegebenen Slave-Wecksignale werden in der
Verknüpfungseinheit 18 in der vorstehend beschriebenen Weise
miteinander verknüpft, und am Ausgang der Verknüpfungseinheit
18 ist das sog. Master-Wecksignal abnehmbar, das zur
Aktivierung eines autonomen Überwachungs- oder
Bekämpfungssystem benutzt werden kann.
Claims (9)
1. Verfahren zum Detektieren von sich einem
Überwachungsbereich nähernden Fahrzeugen, bei dem die
Ausgangssignale mindestens eines zum Empfang der
Fahrzeuggeräusche im Überwachungsbereich ausgelegten
Sensors signaltechnisch aufbereitet und bezüglich
fahrzeuggeräuschspezifischer Merkmale analysiert werden
und bei Auffinden solcher Merkmale ein eine
Fahrzeugdetektion anzeigendes elektrisches Detektions-
oder Wecksignal ausgegeben wird, dadurch gekennzeichnet,
daß die Signalanalyse in mehreren, voneinander
unabhängigen Weckstufen (15, 16, 17) nach qualitativ
unterschiedlichen Merkmalen durchgeführt und in jeder
Weckstufe (15, 16, 17) nach Extrahieren eines solchen
Merkmals mit ausreichender Konfidenz ein Slave-Wecksignal
generiert wird und daß die Slave-Wecksignale zu einem das
Detektions- oder Wecksignal darstellenden Master-Wecksignal
verknüpft werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verknüpfung derart erfolgt, daß das Slave-Wecksignal
einer Weckstufe (15 bzw. 16) jeweils die nachfolgende
Weckstufe (16 bzw. 17) aktiviert und das Slave-Wecksignal
der in der Reihenfolge letzten Weckstufe (17) das
Master-Wecksignal darstellt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verknüpfung derart erfolgt, daß die Slave-Wecksignale
der Weckstufen (15, 16, 17) durch eine
konfidenzgewichtete Verknüpfung das Master-Wecksignal
generieren.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß als Sensor eine akustische Antenne
(10) mit einer Vielzahl von Mikrophonen (14) verwendet
wird und die Weckstufen (15, 16, 17) an den
Mikrophonausgang eines Mikrophons (14) und/oder an die
Mikrophonausgänge mindestens einer Mikrophongruppe (11
bzw. 12 bzw. 13) angeschlossen werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
aus dem Ausgangssignal eines Mikrofons (14) zwei
zeitabhängige Pegelsignale erzeugt werden, von denen das
erste Pegelsignal durch eine breitbandige Filterung,
Gleichrichtung und Integration mit einer an
Fahrzeuggeräuschen angepaßten langen Zeitkonstante und
das zweite Pegelsignal durch eine schmalbandige
Filterung, Gleichrichtung und Integration mit einer an
ein prädiktives Ereignis im Überwachungsbereich, z. B.
Knall oder Windböen, angepaßten langen Zeitkonstanten
gewonnen wird, daß das zweite Pegelsignal auf
Signalspitzen (Peaks) analysiert und die Konfidenz der
Peakerkennung bewertet wird, daß in dem ersten
Pegelsignal der Hintergrundpegel und die Anteile von
Fahrzeuggeräuschen geschätzt und die Konfidenz der
Fahrzeuggeräusch-Erkennung bewertet wird, wobei die
Schätzung durch die Konfidenzen von Peakerkennung und
Fahrzeuggeräuscherkennung beeinflußt wird, und daß das
Slave-Wecksignal bei ausreichender Konfidenz der
Fahrzeuggeräuscherkennung ausgegeben wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß mehrere oder alle Ausgangssignale der Mikrofone (14)
mindestens einer Mikrofongruppe (11 bzw. 12 bzw. 13) der
akustischen Antenne (10) kohärent aufaddiert und die
Summensignale im Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen
gefiltert werden, daß im Spektrum der digitalisierten
Summensignale schmalbandige Signalanteile, sog. Linien,
detektiert werden und daß die Konfidenz der
Linienerkennung ermittelt und bei ausreichender Konfidenz
das Slave-Wecksignal ausgegeben wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die Mikrofone (14) auf drei sternförmig angeordneten, um
gleiche Drehwinkel zueinander versetzten, stabförmigen
Antennenarmen (11, 12, 13) mit Abstand voneinander
nebeneinander aufgereit werden und daß jeweils die auf
einem Antennenarm (11 bzw. 12 bzw. 13) plazierten
Mikrofone (14) zu einer Mikrofongruppe zusammengefaßt
werden.
8. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, d. h. daß das
Ausgangssignal mindestens eines Mikrofons (14) im
Frequenzbereich von Fahrzeuggeräuschen gefiltert wird,
daß im Spektrum des digitalisierten Ausgangssignals
schmalbandige Signalanteile, sog. Linien, detektiert
werden und daß die Konfidenz der Linienerkennung
ermittelt und bei ausreichender Konfidenz das
Slave-Wecksignal ausgegeben wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Ausgangssignale aller Mikrofone
(14) der akustischen Antenne (10) in dem Frequenzbereich
von Fahrzeuggeräuschen gefiltert und durch Addition der
entsprechend zeitverzögerten, digitalisierten Signale
Richtungen größter Empfangsempfindlichkeit, sog.
preformed beams, gebildet werden, daß die
Einfallsrichtung von Fahrzeuggeräuschen bestimmt
(gepeilt) wird und daß eine Peilverfolgung durchgeführt
und deren Konfidenz bewertet und bei ausreichender
Konfidenz das Slave-Wecksignal ausgegeben wird.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19809058A DE19809058A1 (de) | 1998-03-04 | 1998-03-04 | Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen |
| EP99103249A EP0940792B1 (de) | 1998-03-04 | 1999-02-19 | Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen |
| DK99103249T DK0940792T3 (da) | 1998-03-04 | 1999-02-19 | Fremgangsmåde til detektering af köretöjer |
| DE59910034T DE59910034D1 (de) | 1998-03-04 | 1999-02-19 | Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19809058A DE19809058A1 (de) | 1998-03-04 | 1998-03-04 | Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19809058A1 true DE19809058A1 (de) | 1999-09-09 |
Family
ID=7859572
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19809058A Ceased DE19809058A1 (de) | 1998-03-04 | 1998-03-04 | Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen |
| DE59910034T Expired - Lifetime DE59910034D1 (de) | 1998-03-04 | 1999-02-19 | Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE59910034T Expired - Lifetime DE59910034D1 (de) | 1998-03-04 | 1999-02-19 | Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP0940792B1 (de) |
| DE (2) | DE19809058A1 (de) |
| DK (1) | DK0940792T3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9797998B2 (en) | 2012-09-01 | 2017-10-24 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Method for determining a position of a receiver and positioning system for a receiver |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10345948B4 (de) * | 2003-10-02 | 2018-08-23 | Robert Bosch Gmbh | Verfahren zur Bewertung und zeitlichen Stabilisierung von Klassifizierungsergebnissen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3035757C2 (de) * | 1980-09-22 | 1992-07-16 | Fried. Krupp Gmbh, 4300 Essen, De | |
| DE19542871C1 (de) * | 1995-11-17 | 1996-11-28 | Stn Atlas Elektronik Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Detektion von Fußgängern |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4237721B4 (de) * | 1992-11-09 | 2005-09-01 | Rheinmetall Defence Electronics Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Identifizierung von Verkehrsteilnehmern |
| US5619616A (en) * | 1994-04-25 | 1997-04-08 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Vehicle classification system using a passive audio input to a neural network |
-
1998
- 1998-03-04 DE DE19809058A patent/DE19809058A1/de not_active Ceased
-
1999
- 1999-02-19 EP EP99103249A patent/EP0940792B1/de not_active Expired - Lifetime
- 1999-02-19 DK DK99103249T patent/DK0940792T3/da active
- 1999-02-19 DE DE59910034T patent/DE59910034D1/de not_active Expired - Lifetime
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3035757C2 (de) * | 1980-09-22 | 1992-07-16 | Fried. Krupp Gmbh, 4300 Essen, De | |
| DE19542871C1 (de) * | 1995-11-17 | 1996-11-28 | Stn Atlas Elektronik Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Detektion von Fußgängern |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US9797998B2 (en) | 2012-09-01 | 2017-10-24 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Method for determining a position of a receiver and positioning system for a receiver |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP0940792A3 (de) | 2000-09-06 |
| DE59910034D1 (de) | 2004-09-02 |
| DK0940792T3 (da) | 2004-10-04 |
| EP0940792A2 (de) | 1999-09-08 |
| EP0940792B1 (de) | 2004-07-28 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19524781C2 (de) | Verfahren zur Innenraumüberwachung in einem Kraftfahrzeug | |
| EP3175256B1 (de) | Verfahren zum klassifizieren eines objektes in einem umgebungsbereich eines kraftfahrzeugs, fahrerassistenzsystem und kraftfahrzeug | |
| DE60125181T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur radarzielerkennung | |
| DE102016210773B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Detektion einer Beschädigung eines Fahrzeugs | |
| EP0860712A2 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur umgebungsadaptiven Klassifikation von Objekten | |
| DE102017113752A1 (de) | Fahrzeug mit der ereignisaufzeichnung | |
| WO2012052229A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur objekterfassung | |
| DE102019009245B4 (de) | Verfahren zum Betreiben eines Ultraschallsensors mit Erkennung einer Folge von Signalgrundprototypen und eines dieser Folge zugeordneten Signalobjekts | |
| DE102019216017A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verarbeitung einer Doppler-Range-Matrix und Radarsystem | |
| DE102019200141A1 (de) | Verfahren zum Erfassen von Teilbereichen eines Objekts | |
| DE102018201605A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Lokalisieren und Verfolgen akustischer aktiver Quellen | |
| WO2018202552A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum klassifizieren von objekten im umfeld eines kraftfahrzeuges | |
| DE102015122413B4 (de) | Verfahren zum Betreiben eines Ultraschallsensors eines Kraftfahrzeugs, Ultraschallsensorvorrichtung, Fahrerassistenzsystem sowie Kraftfahrzeug | |
| EP1562053A2 (de) | Einrichtung und Verfahren für die Überwachung der Umgebung eines Kraftfahrzeugs | |
| DE10325709A1 (de) | Vorrichtung und Verfahren zum Erkennen des Konturverlaufes eines Hindernisses | |
| EP0940792B1 (de) | Verfahren zum Detektieren von Fahrzeugen | |
| DE10344299B4 (de) | Klassifizierung der in einer Umgebung eines Kraftfahrzeugs befindlichen Objekte | |
| DE102021124796A1 (de) | Verfahren zur Detektion von Störeinflüssen bei einem durch Interferenzen gestörten Radarsignal | |
| EP0861447B1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur detektion von fussgängern | |
| EP3019890B1 (de) | Baugruppe für ein fahrassistenzsystem und verfahren zum betrieb eines fahrassistenzsystems | |
| DE69906640T2 (de) | Verfahren zur Wiederherstellung der Radarempfindlichkeit bei gepulster elektromagnetischer Störung | |
| DE102018221449A1 (de) | Sensorsystem zur Objekterkennung | |
| WO2023046441A1 (de) | Verfahren zur rekonstruktion eines spektrums aus einem durch interferenzen gestörten radarsignal | |
| DE19809059C2 (de) | Weckvorrichtung | |
| DE102017208382A1 (de) | Verfahren zur Verbesserung von vorübergehend beeinträchtigter Spracherkennung in einem Fahrzeug |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: RHEINMETALL DEFENCE ELECTRONICS GMBH, 28309 BREMEN |
|
| 8131 | Rejection |