DE19809460C1 - Medizinisches Zielgerät zur atemadaptierten Punktion - Google Patents
Medizinisches Zielgerät zur atemadaptierten PunktionInfo
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Abstract
Ein medizinisches Zielgerät (10) zur atemadaptierten Punktion eines nicht mit Ultraschall darstellbaren Ziels umfaßt eine Punktionseinrichtung (12), die mit einem Ultraschallapplikator (14) verbunden ist. Die Punktionseinrichtung (12) und der Ultraschallapplikator (14) sind mit einem in Längsrichtung einer Patientenliege (4) verschiebbaren Schlitten (16) verbunden. Mit der Punktionseinrichtung (12) sind Mittel zum Einstellen (40, 50) eines Abstands (DELTAx, DELTAy, DELTAz) zwischen der Punktionseinrichtung (12) und dem Ultraschallapplikator (14) verbunden. Der Abstand (DELTAx, DELTAy, DELTAz) entspricht einem Lageunterschied des mit Ultraschall nicht darstellbaren Ziels (L) und eines mit Ultraschall darstellbaren und durch Atmung synchron mit dem Ziel bewegten Gewebereferenzpunktes (V).
Description
Die Erfindung betrifft ein medizinisches Zielgerät zur atem
adaptierten Punktion eines nicht mit Ultraschall darstellba
ren Ziels mit einer Punktionseinrichtung, die mit einem
Ultraschallapplikator verbunden ist.
Ein medizinisches Zielgerät der eingangs genannten Art ist
aus der US-PS 5,647,373 bekannt. Das Zielgerät erlaubt die
Punktion von im Ultraschallbild sichtbaren Herden oder Läsio
nen. An einer verfahrbaren senkrechten Stütze sind ein Ultra
schallapplikator und eine Punktionseinrichtung über jeweils
ein Gestänge frei beweglich befestigt. Das Gestänge umfaßt
über Gelenke beweglich miteinander verbundene Arme. Posi
tionssensoren erfassen die Position des Ultraschallapplika
tors und der Punktionsvorrichtung. Der Ultraschallapplikator
gibt Signale bezüglich des Punktionszielgebietes an einen
Steuerungsrechner aus, worauf der Steuerungsrechner die Rich
tung eines Punktionsweges zum Zielgebiet einstellt. In der
Anwendung plaziert der Arzt sowohl den Applikator auf dem
Patienten zur bildlichen Darstellung des Zielgebietes wie
auch die Spitze der Punktionsnadel auf die Hautoberfläche in
der Nähe des Zielgebietes. Dann wird die Richtung der Nadel
von dem Zielgerät automatisch eingestellt. Damit ist eine
Punktion über gleichzeitig erstellte Ultraschallschnittbilder
in realtime kontrollierbar. Es können mit diesem Zielgerät
nur Läsionen punktiert werden, die sonographisch darstellbar
sind. Für Läsionen, die nur mittels Magnetresonanztomographie
oder Computertomographie sichtbar gemacht werden können, ist
dieses Zielgerät ungeeignet.
Ein weiteres Zielgerät ist aus der DE-OS 29 36 259 bekannt.
Dort ist ein Ultraschallapplikator beschrieben, woran seit
lich eine Führungshilfe für eine Punktionseinrichtung befe
stigt ist. Die Führungshilfe ist so ausgerichtet, daß der
Punktionsweg durch ein zu untersuchendes Körperteil im Sicht
feld des Ultraschallapplikators liegt.
Punktionshilfen für CT-gesteuerte Punktionen werden z. B. von
der Firma Partner-Diagnostica auf dem Markt angeboten. Diese
Punktionshilfen bestehen in der Regel aus einer Halterung,
einer Fahrschiene mit Zentimetereinteilung und einem darauf
befindlichen Schlitten mit Arretierungsmöglichkeit. Der
Schlitten verfügt über eine Winkelskala mit Halterung und
Schwenkmechanismus, an dem ein Diodenlaser mit Kreuzoptik
angebracht ist. Mit Hilfe der Halterung ist eine feste Mon
tage bei gebräuchlichen Computertomographen möglich. Nach
Bestimmung der Punktionsstelle und des Punktionswinkels wird
der entsprechende Winkel auf der Winkelskala eingestellt und
der Schlitten so weit verschoben, bis das Laserkreuz zur De
ckung kommt. Diese Punktionshilfe erlaubt es, die Punktions
nadel entsprechend der CT-Gantry-Kippung zu angulieren. In
nerhalb der Schnittebene kann nochmals anguliert werden. Mit
einer derartigen Punktionshilfe läßt sich eine CT-gesteuerte
Punktion an nicht bewegten Organen durchführen. Das System
kann aber nicht eingesetzt werden, wenn sich das Untersu
chungsgebiet durch Atmung verlagert.
Eine Punktionshilfe für CT-gesteuerte Punktionen ist auch in
der US-PS 5,053,042 beschrieben. Dort wird ein ebenes Füh
rungs- und Meßgerät Verwendet, um eine Punktions- oder Biop
sienadel zu einem vorher bestimmten Zielgebiet zu führen, das
durch Winkel- und Radiuskoordinaten in Schnittbildern be
schrieben ist, die mit Hilfe von CT-Aufnahmen des Patienten
erstellt wurden. Das Gerät ist so ausgebildet, daß es den
Körper eines auf einer Patientenliege gelagerten Patienten
umschließen kann. Das Führungsgerät selbst gleitet auf Schie
nen, die an den Längsseiten der Patientenliege angebracht
sind, so daß es an jeder beliebigen Stelle in Längsrichtung
des Patienten positioniert werden kann.
Muß man nun einen nur in einem Magnetresonanztomogramm
(MRT)oder Computertomogramm (CT) sichtbaren Herd oder sicht
bare Läsion punktieren, so ergeben sich durch die Atemver
schiebung des Organs folgende Probleme: Die Interventions
planung und die Intervention sind nicht in derselben Atemlage
möglich; die Atemlage ist auch bei der Interventionsplanung
und der Intervention in der Regel vom Patienten nicht repro
duzierbar; externe Hautmarker sind bei atemverschieblichen
Organen nicht anwendbar. Diese Problematik tritt insbesondere
bei nur im Magnetresonanztomogramm sichtbaren Leberherden
auf, jedoch ist das Problem auch aus der Computertomographie
bekannt und betrifft auch dort Leberherde, die aus diesem
Grund - wann immer möglich - sonographisch gesteuert punk
tiert werden. Des weiteren tritt diese Problem auch bei der
Computertomographie der Lunge auf, wo aufgrund der starken
Atemverschieblichkeit der kaudalen Lungenabschnitte Lungen
herde, besonders wenn sie kleiner als 1 cm sind, bekannter
weise schwierig punktierbar sind. Im Vergleich zur Computer
tomographie ergibt sich bei der Magnetresonanztomographie bei
geschlossenen Magnetresonanztomographiegeräten noch als
besonderes Problem, daß Punktionen prinzipiell nur außerhalb
des Magnetresonanzgerätes stattfinden können. Viele Punk
tionsgeräte sind zudem nicht kompatibel zu Magnetresonanz
geräten und können daher nicht in das Abbildungsvolumen des
Magnetresonanzgerätes eingebracht werden.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, ein medizini
sches Zielgerät anzugeben, das mit Hilfe einer Ultraschall
schnittbildgebung eine atemadaptive Punktion eines im Ultra
schallschnittbild nicht sichtbaren Herdes ermöglicht.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Punktionseinrichtung
und der Ultraschallapplikator mit einem in Längsrichtung
einer Patientenliege verschiebbaren Schlitten verbunden sind
und daß mit der Punktionseinrichtung Mittel zum Einstellen
eines Abstands zwischen der Punktionseinrichtung und dem
Ultraschallapplikator verbunden sind, welcher Abstand einem
Lageunterschied des mit Ultraschall nicht darstellbaren Ziels
und eines mit Ultraschall darstellbaren und durch Atmung syn
chron mit dem Ziel bewegten Gewebereferenzpunktes entspricht.
Zur Punktion selbst wird ein körperinterner Standard oder
eine körperinterne Marke, die sowohl im Ultraschallschnitt
bild wie auch im Magnetresonanztomogramm oder Computertomo
gramm sichtbar ist, benutzt. Es wird eine körperinterne Marke
benutzt, deren Lage sich durch die Atemverschiebung genau so
ändert wie die Lage des zu punktierenden Herdes. Aus der Lage
der Schnittbilder zueinander, die die interne Marke und den
zu punktierenden Herd abbilden, wird die Lage des Herdes re
lativ zur internen Marke bestimmt. Nachdem die entsprechenden
Koordinaten an der Punktionseinrichtung eingestellt worden
sind, kann mit Hilfe des verschiebbaren Schlittens der Ultra
schallapplikator so verschoben werden, daß die durch die At
mung bewegte interne Marke im Ultraschallschnittbild sichtbar
ist. Durch die feste Zuordnung der Punktionseinrichtung mit
dem Ultraschallapplikator ist dann eine genaue Punktion des
Herdes möglich.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an
hand von vier Figuren erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einer perspektivischen Prinzipdarstellung ein me
dizinisches Zielgerät zur atemadaptierten Punktion,
Fig. 2 zwei Magnetresonanztomogramme, woraus die relative
Lage eines Herdes bezüglich einer körperinternen
Marke bestimmt werden kann,
Fig. 3 eine Darstellung eines Schnittbildes mit dem zu
punktierenden Herd, um einen Einstichwinkel und eine
Einstichtiefe zur Punktion zu bestimmen und
Fig. 4 im Detail die Punktionseinrichtung mit dem Ultra
schallapplikator nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist im Ausschnitt ein Magnetresonanztomographiege
rät 2, im folgenden als MRT-Gerät bezeichnet, mit einer Pati
entenliege 4 dargestellt, worauf ein zu untersuchender Pati
ent 6 gelagert ist. Mit Hilfe der Patientenliege 4 ist der
Patient 6 in einen zylinderförmigen Untersuchungsraum oder
eine Untersuchungsröhre 7 des MRT-Geräts 2 verfahrbar, um Ma
gnetresonanztomogramme eines Untersuchungsgebiets 8, hier der
Leber, zu erstellen, worin ein Herd oder eine Läsion L vermu
tet wird. Parallel zur Körperachse ist auf dem Patienten 6
ein mit einem Kontrastmittel gefülltes Röhrchen 9 z. B. mit
tels Pflasterstreifen befestigt. Das Kontrastmittel erzeugt
in allen vom Untersuchungsgebiet erstellten Magnetresonanzto
mogrammen sichtbare Marken, die zur Einstellung und Ausrich
tung eines Zielgerätes 10 benutzt werden, wie weiter unten
noch beschrieben ist.
Das Zielgerät 10 ist in Längsrichtung auf der Patientenliege
4 verschiebbar angeordnet. Das Zielgerät 10 umfaßt eine Punk
tionseinrichtung 12 und einen Ultraschallapplikator 14, die
mit einem Schlitten 16 verbunden sind. Der Schlitten 16 ist
U-förmig mit einem Basisabschnitt 18 und sich daran seitlich
anschließendem Schenkel 20 ausgebildet. An den Enden beider
Schenkel 20 ist ein Rollensystem 22 mit drehbar gelagerten
Rollen 24 angeordnet. Die Rollen 24 laufen in Nuten oder Ril
len 26, die an beiden Längsseiten der Patientenliege 4 in
Längsrichtung eingebracht sind. Die Nuten 26 sind so lang
ausgebildet, daß das Zielgerät 10 entsprechend einer maximal
möglichen Atemverschiebung der zu untersuchenden Organe ver
schiebbar ist. Das gesamte Zielgerät 10 ist leicht auf die
Patientenliege aufsetzbar und auch wieder abnehmbar. Alterna
tiv zum Rollensystem 22 können auch andere Verschiebemecha
nismen, wie z. B. in Nuten geführte Gleitschienen, verwendet
werden. Gleitschienen haben den Vorteil, daß keine bewegli
chen Teile zum Einsatz kommen.
Fig. 2 zeigt ein erstes Schnittbild 30 aus einer Volumenab
tastung mittels Magnetresonanz des Untersuchungsgebiets,
worin eine körperinterne Marke oder ein interner Standard V
sichtbar ist. Stellt das Untersuchungsgebiet 8 die Leber dar,
kann als interne Marke V z. B. der Venenstern herangezogen
werden, jedoch ist als frei wählbarer Bezugspunkt auch der
Leberober- oder -unterrand möglich. Weiterhin zeigt Fig. 2
ein zweites Schnittbild 32 aus der Volumenabtastung, worin
ein zu punktierender Herd oder eine zu punktierende Lasion L
sichtbar ist. Das Röhrchen 9 ist wie vorstehend erwähnt auf
der Hautoberfläche in Richtung der Körperlängsachse (z. B.
Richtung eines xyz-Koordinatensystems), die parallel zur
Achse der Untersuchungsröhre 7 verläuft, ausgerichtet. Die
Lage quer zur Körperlängsachse, also in Richtung der x-Achse
des xyz-Koordinatensystems, wird mit Hilfe einer ersten ori
entierenden Ultraschalluntersuchung so gewählt, daß es direkt
über dem internen Bezugspunkt V auf der Hautoberfläche ange
ordnet ist. Aus beiden Schnittbildern 30 und 32 können nun
die Koordinaten der Läsion L bezüglich des internen Standards
V bestimmt werden. Aus dem Abstand der beiden Schnittbilder
30 und 32 zueinander ergibt sich ein Koordinatenwert Δz. Aus
Abbildungen R des Röhrchens 9 in den beiden Schnittbildern 30
und 32 wird im Läsionsschnittbild 32 der Koordinatenwert Δx
ermittelt. Im Läsionsschnittbild 32 läßt sich schließlich der
Koordinatenwert Δy bestimmen.
Wie bei jeder CT- oder MRT-unterstützten Planung können aus
den Koordinaten der Läsion L und einem nach anatomischen Ge
sichtspunkten frei wählbaren Einstichwinkel α eine Transver
salverschiebung D und eine Einstichtiefe T in der Läsions
schicht 32 ausgemessen werden. Dies ist z. B. mit einer übli
chen Magnetresonanz-Gerätesoftware in der Läsionsschicht 32
möglich, wobei eine exakte spätere Position des Ultra
schallapplikators 14 durch das parallel zur Körperachse ver
laufende Röhrchen 9 auf der Haut gekennzeichnet ist.
Anhand von Fig. 4 sollen nun die Einstellmöglichkeiten der
Punktionseinrichtung 12 erläutert werden. Über ein erstes Ge
stänge 40 ist der Ultraschallapplikator 14 verschiebbar mit
dem Schlitten verbunden. Die Verschiebbarkeit ist durch einen
Doppelpfeil 42 symbolisiert und definiert die y-Koordinate
eines xyz-Koordinatensystems. Dazu umfaßt das erste Gestänge
40 ein erstes Verbindungselement 44, das verschiebbar
(Doppelpfeil 46) und feststellbar mit dem Basisabschnitt 18
verbunden ist. Die Verschiebbarkeit auf dem Basisabschnitt 18
definiert auch die x-Koordinate des xyz-Koordinatensystems.
In dem ersten Verbindungselement 44 ist ein erstes stangen
förmiges Element 48 verschiebbar und feststellbar angeordnet,
woran der Ultraschallapplikator 14 befestigt ist. Aus Gründen
der Übersichtlichkeit sind die Mittel zum Feststellen, z. B.
in Form von Feststellschrauben oder -schiebern, nicht
dargestellt.
Die Punktionseinrichtung 12 ist über ein zweites Gestänge 50
bezüglich des Ultraschallapplikators 14 verschiebbar und
feststellbar verbunden. Die Verschiebbarkeit ist durch einen
Doppelpfeil 52 symbolisiert, der gleichzeitig die z-Richtung
des xyz-Koordinatensystems definiert. Dazu umfaßt das zweite
Gestänge 50 ein zweites stangenförmiges Element 54, das in
einem zweiten Verbindungselement 56 verschiebbar und fest
stellbar angeordnet ist. An dem zweiten stangenförmigen Ele
ment 54 ist parallel zur x-Koordinatenrichtung ein drittes
stangenförmiges Element 58 befestigt, woran verschiebbar,
schwenkbar und feststellbar die Punktionseinrichtung 12 be
festigt ist. Ebenfalls wie beim ersten Gestänge 40 sind auch
beim zweiten Gestänge 50 die vorstehend erwähnten Feststell
elemente aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellt. Die
Punktionseinrichtung 12 kann mit einer Halterung 60 für eine
Nadel 62 oder für eine Biopsiepistole oder ähnliches ausgerü
stet sein. Sie könnte aber auch lediglich einen Laserpointer
beinhalten, der eine freie Nadelführung erlaubt. Eine Licht
marke zeigt dann die Einstichstelle auf der Hautoberfläche.
Die korrekte Ausrichtung der Nadel 62 ist dann angezeigt,
wenn der Laserstrahl das Hinterende der Nadel 62 mittig
trifft.
Zur Vorbereitung der Punktion werden zunächst die Relativko
ordinaten Δz, D und der Winkel α der Läsion L bezogen auf
den Bezugspunkt V fest eingestellt. Schon während dieser Ein
stellungen kann der Patient bei sonst unveränderter Lage aus
dem Magnetresonanztomographiegerät oder dem Computertomogra
phiegerät heraus unter das Zielgerät 10 gefahren werden. Nun
muß der Patient erneut den Atem anhalten. Während des Ateman
haltens wird das gesamte Zielgerät so verschoben, bis der Ul
traschallkopf exakt über dem Bezugspunkt V steht und der Be
zugspunkt im Ultraschallbild in realtime abgebildet wird.
Nun kann die Punktion erfolgen, indem die über die Gestänge
40 und 50 bereits korrekt positionierte Nadel um die Ein
stichtiefe T verschoben wird.
Claims (11)
1. Medizinisches Zielgerät (10) zur atemadaptierten Punktion
eines nicht mit Ultraschall darstellbaren Ziels mit einer
Punktionseinrichtung (12), die mit einem Ultraschallapplika
tor (14) verbunden ist, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Punktionseinrichtung (12) und
der Ultraschallapplikator (14) mit einem in Längsrichtung ei
ner Patientenliege (4) verschiebbaren Schlitten (16) verbun
den sind und daß mit der Punktionseinrichtung (12) Mittel zum
Einstellen (40, 50) eines Abstands (Δx, Δy, Δz) zwischen der
Punktionseinrichtung (12) und dem Ultraschallapplikator (14)
verbunden sind, welcher Abstand (Δx, Δy, Δz) einem Lageun
terschied des mit Ultraschall nicht darstellbaren Ziels (L)
und eines mit Ultraschall darstellbaren und durch Atmung syn
chron mit dem Ziel bewegten Gewebereferenzpunktes (V) ent
spricht.
2. Medizinisches Zielgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schlitten (16) ein
Rollensystem (22) umfaßt, dessen Rollen (24) an Rillen (26)
angepaßt sind, die an beiden Längsseiten der Patientenliege
(4) angeordnet sind.
3. Medizinisches Zielgerät nach Anspruch 1 oder 2, da
durch gekennzeichnet, daß der
Schlitten U-förmig mit einem Basisabschnitt (18) und sich
daran seitlichen anschließenden Schenkeln (20) ausgebildet
ist und daß das Rollensystem (22) an Enden der Schenkel (20)
angeordnet ist.
4. Medizinisches Zielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Ultraschallapplikator (14) über ein erstes Gestänge (40) ver
schiebbar mit dem Schlitten (16) verbunden ist.
5. Medizinisches Zielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Ultraschallapplikator (14) über das erste Gestänge (40) fest
stellbar mit dem Schlitten (16) verbunden ist.
6. Medizinisches Zielgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Punktionseinrichtung (12) über ein zweites Gestänge (40) be
züglich des Ultraschallapplikators (14) verschiebbar und
feststellbar verbunden ist.
7. Medizinisches Zielgerät nach Anspruch 4 oder 5, da
durch gekennzeichnet, daß das erste
Gestänge (40) ein erstes Verbindungselement (44) umfaßt, das
verschiebbar und feststellbar mit dem Basisabschnitt (18)
verbunden ist, und daß in dem ersten Verbindungselement (44)
ein erstes stangenförmiges Element (48) verschiebbar und
feststellbar angeordnet ist, woran der Ultraschallapplikator
(14) befestigt ist.
8. Medizinisches Zielgerät nach Anspruch 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Gestänge (50)
ein zweites Verbindungselement (56) umfaßt, worüber das
zweite Gestänge (50) verschiebbar und feststellbar an dem
ersten stangenförmigen Element (48) befestigt ist.
9. Medizinisches Zielgerät nach Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das zweite Gestänge (50)
ein zweites stangenförmiges Element (54) umfaßt, das im
zweiten Verbindungselement (56) verschiebbar und feststellbar
angeordnet ist.
10. Medizinisches Zielgerät nach Anspruch 9, da
durch gekennzeichnet, daß das zweite
Gestänge (50) ein drittes stangenförmiges Element (58)
umfaßt, das senkrecht zum zweiten stangenförmigen Element
(54) angeordnet ist.
11. Medizinisches Zielgerät nach Anspruch 10, da
durch gekennzeichnet, daß die
Punktionseinrichtung (12) eine Nadelführung umfaßt, die an
dem dritten stangenförmigen Element (58) verschwenkbar und
feststellbar angeordnet ist.
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