DE19807894B4 - Spinnmaschine mit Verdichtungseinrichtung - Google Patents
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Abstract
Spinnmaschine
mit einer grösseren Anzahl
nebeneinanderliegender Spinnstellen (12), welche jeweils ein Streckwerk
(20), eine Verdichtungseinrichtung (22) und eine Drehungserteilungseinrichtung
(24) aufweisen, welche in einer Laufrichtung eines Faserverbandes (11)
hintereinander angeordnet sind, wobei die Verdichtungseinrichtung
(22) an eine Absaugeinrichtung (32) angeschlossen ist, und mit einer
Steuerung (1), welche eine Schalteinrichtung (2) für verschiedene
Schaltungszustände der
Spinnmaschine (10) enthält,
dadurch gekennzeichnet, dass mit der Schalteinrichtung (2) Mittel
(32b, 3, 32a) verbunden sind, mit welchen die Absaugeinrichtung
(32) unabhängig
vom jeweiligen Schaltungszustand der Spinnmaschine (10) aktivierbar
und/oder deaktivierbar ist, und dass die Schalteinrichtung so ausgebildet
ist, dass die Absaugeinrichtung (32) unabhängig von anderen Maschinenfunktionen
ein- oder ausschaltbar ist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Spinnmaschine mit einer Verdichtungseinrichtung nach dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs.
- Spinnmaschinen mit Verdichtungseinrichtungen dienen dazu, hochqualitatives Garn herzustellen, wobei die Qualitätssteigerung gegenüber herkömmlichen Spinnverfahren in erster Linie durch eine Verdichtung der Fasern innerhalb eines Faserverbandes bewirkt wird. Eine derartige Maschine ist in der
DE 44 26 249 A1 beschrieben. Die Verdichtungseinrichtung ist neben bzw. am Streckwerk der Spinnmaschine angeordnet und besteht im wesentlichen aus einer an eine Unterdruckquelle angeschlossenen, über welche der verzogene, aber noch nicht verdrehte Faserstrang läuft. Die Verdichtungseinrichtung ist an einen Absaugkanal angeschlossen, der sich über die ganze Länge der Spinnmaschine erstreckt. Die Spinnstellen der Spinnmaschine befinden sich nebeneinander, in Längsrichtung der Spinnmaschine angeordnet. - Es hat sich gezeigt, dass während eines kurzzeitigen Stillstandes der Spinnmaschine, wenn beispielsweise das Streckwerk und die Drehungserteilungseinrichtung für den Faserverband ausgeschaltet sind und somit die Faserverbände in der Spinnmaschine stillstehen, sich auf der Verdichtungseinrichtung Faserflug ansammeln kann, der sich dann beim Wiederinbetriebsetzen der Spinnmaschine an den Faserverband bzw. die Faserverbände anlegen kann und so zu Diskontinuitäten im Garn führen kann, da der Faserflug mit dem sich eindrehenden Faserverband zu einer Dickstelle im Garn führen kann.
- Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Spinnmaschine so zu gestalten, dass derartige Qualitätseinbussen vermieden werden.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss nach Anspruch 1 dadurch gelöst, dass die Schalteinrichtung so ausgebildet ist, dass die Absaugeinrichtung
32 unabhängig von anderen Maschinenfunktionen ein- oder ausschaltbar ist. Die abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildungen. - Die Erfindung wird nachfolgend anhand der schematischen Figur im Detail beschrieben. In einer Spinnmaschine
10 sind zahlreiche Spinnstellen12 nebeneinander angeordnet, wobei jeder Spinnstelle ein Streckwerk20 , eine Verdichtungseinrichtung22 und eine Drehungserteilungseinrichtung24 zugeordnet ist. In jeder Spinnstelle durchläuft ein Faserverband11 das Streckwerk20 , und nachfolgend die Verdichtungseinrichtung22 , bevor der Faserverband11 in der Drehungserteilungseinrichtung24 zu einem Garn eingedreht wird. Die Verdichtungseinrichtung22 ist an eine Absaugeinrichtung32 angeschlossen, wobei beim gezeigten Ausführungsbeispiel in der Absaugeinrichtung32 eine Sperreinrichtung32a und ein Luftförderer32b angeordnet sind. Die Absaugeinrichtung32 kann ebenso wie eine weitere Absaugeinrichtung30 an eine zentrale Absaugeinrichtung33 innerhalb der Spinnerei angeschlossen sein. Die nicht bezeichneten Pfeile in der Figur stellen die Strömungsrichtungen der abgeführten Luft dar. Eine Steuerung1 weist eine Schalteinrichtung2 auf, mit welcher sämtliche Funktionen der Spinnmaschine10 kontrolliert werden können. In der Figur ist eine Betätigungseinrichtung3 für die Sperreinrichtung32a mit der Schalteinrichtung2 verbunden dargestellt, weiter mit dem Luftförderer32b . Die Betätigungseinrichtung3 , die Sperreinrichtung32a und der Luftförderer32b können summarisch als Mittel zum Aktivieren oder Deaktivieren der Absaugeinrichtung32 bezeichnet werden. Die Schalteinrichtung2 ist erfindungsgemäss so ausgeführt, dass diese Mittel zum Aktivieren und Deaktivieren der Absaugeinrichtung32 wahlweise und unabhängig vom Schaltungszustand der übrigen Funktionsorgane der Spinnmaschine betätigt werden können. - Beim kurzzeitigen Stillstand der Spinnmaschine, wenn beispielsweise ein Bedienungseingriff durch das Personal nötig ist, läuft beispielsweise die Absaugeinrichtung
30 weiter, um die Umgebung der Spinnstellen von Faserflug sauber zu halten. Ebenso kann die Steuerung1 mit der Schalteinrichtung2 auch während des Maschinenstillstandes noch in Betrieb oder wenigstens in Betriebsbereitschaft bleiben, womit die Betätigung einzelner Funktionsorgane der Spinnmaschine auch während des Stillstands ermöglicht ist. Würde die Absaugeinrichtung32 während des Maschinenstillstands weiter in Betrieb bleiben, könnten sich an der an die Absaugeinrichtung32 angeschlossenen Verdichtungseinrichtung22 Faserflug ansetzen, da eine stete Luftströmung der Umgebungsluft in Richtung auf die Verdichtungseinrichtung besteht, solange die Absaugeinrichtung in Betrieb ist. - Wenn unabhängig vom Schaltungszustand der Schalteinrichtung
2 und der Steuerung1 die Mittel zum Aktivieren bzw. Deaktivieren der Absaugeinrichtung32 betätigbar sind, also die Sperreinrichtung32a in die Funktionsstellung gebracht werden kann und/oder wahlweise gleichzeitig der Luftförderer32b abgeschaltet werden kann, besteht kein Unterdruck mehr in der Absaugeinrichtung32 , so dass die Verdichtungseinrichtung22 nicht mehr mit einer Luftströmung beaufschlagt wird. Somit kann sich während des Stillstandes der Spinnmaschine10 in diesem Fall kaum mehr Faserflug an der Verdichtungseinrichtung ansetzen, weshalb auch die Qualität des Faserverbandes11 bzw. des auf der Spinnmaschine10 hergestellten Garnes weniger beeinträchtigt wird. - Die Sperreinrichtung
32a , bevorzugt als Klappe ausgeführt, kann über Signale von der Steuerung1 bzw. der Schalteinrichtung2 oder durch Handbetätigung, beispielsweise mit einem Betätigungsgerät, das unabhängig von der Steuerung1 oder Schalteinrichtung funktioniert, oder über eine Feder bewegt werden. Die Sperreinrichtung kann beispielsweise als Klappe32d zwischen einer zentralen Absauganlage25 und der Absaugeinrichtung32 der Spinnmaschine angeordnet sein, wobei zu deren Betätigung eine Feder genügt. Falls der Luftförderer32b abgeschaltet ist, bleibt die Klappe32d unter der Wirkung einer entsprechend ausgewirkten Feder gegen den Widerstand, hervorgerufen durch den Unterdruck in der zentralen Absaugung25 , geschlossen. Sobald der Luftförderer32b eingeschaltet ist, öffnet sich die Klappe32d automatisch. Gegen über der Position der Sperreinrichtung32d ist jedoch die Anordnung wie mit32a bezeichnet vorzuziehen. - Der Kanal der Absaugeinrichtung
32 kann, wie mit einer Wand26 in der Figur angedeutet, unterteilt sein, so dass ein weiterer Luftförderer32c nötig wird. In diesem Fall wird es notwendig sein, auch eine weitere Sperreinrichtung32e in dem rechten Abschnitt des Kanals bei32c anzuordnen.
Claims (7)
- Spinnmaschine mit einer grösseren Anzahl nebeneinanderliegender Spinnstellen (
12 ), welche jeweils ein Streckwerk (20 ), eine Verdichtungseinrichtung (22 ) und eine Drehungserteilungseinrichtung (24 ) aufweisen, welche in einer Laufrichtung eines Faserverbandes (11 ) hintereinander angeordnet sind, wobei die Verdichtungseinrichtung (22 ) an eine Absaugeinrichtung (32 ) angeschlossen ist, und mit einer Steuerung (1 ), welche eine Schalteinrichtung (2 ) für verschiedene Schaltungszustände der Spinnmaschine (10 ) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Schalteinrichtung (2 ) Mittel (32b ,3 ,32a ) verbunden sind, mit welchen die Absaugeinrichtung (32 ) unabhängig vom jeweiligen Schaltungszustand der Spinnmaschine (10 ) aktivierbar und/oder deaktivierbar ist, und dass die Schalteinrichtung so ausgebildet ist, dass die Absaugeinrichtung (32 ) unabhängig von anderen Maschinenfunktionen ein- oder ausschaltbar ist. - Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel durch einen Luftförderer (
32b ), insbesondere Ventilator, gebildet sind. - Spinnmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel durch eine Betätigungseinrichtung (
3 ) und eine mit ihr in Verbindung stehende Sperreinrichtung (32a ) vorzugsweise in der Absaugeinrichtung (32 ) gebildet werden. - Spinnmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass neben der ersten Absaugeinrichtung (
32 ) eine zweite Absaugeinrichtung (30 ) über die Längserstreckung der Spinnmaschine (10 ) angeordnet ist. - Spinnmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Absaugeinrichtung (
30 ,32 ) an eine zentrale Absaugeinrichtung (33 ) innerhalb einer Spinnerei angeschlossen ist. - Spinnmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel durch eine Sperreinrichtung (
32d ) in einem Verbindungskanal zwischen der Absaugeinrichtung (32 ) und einer zentralen Absaugung (25 ) gebildet sind. - Spinnmaschine nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Absaugeinrichtung (
32 ) unterteilt ist, vorzugsweise durch eine Wand (26 ), und dass ein weiterer Luftförderer (32c ) und vorzugsweise eine weitere Sperreinrichtung (32e ) vorhanden sind.
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Applications Claiming Priority (1)
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