DE19807734A1 - Führung mit geklemmten Führungsschienen - Google Patents
Führung mit geklemmten FührungsschienenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Führung mit den Merkma
len des Oberbegriffs des Patentanspruchs 1.
Bspw. zur linearen Lagerung von Maschinenelementen
oder für deren Antrieb entlang eines geraden Wegs exi
stieren sogenannte Linearführungen, die einen gerade
ausgebildeten langgestreckten Grundkörper aufweisen, an
dem ein Schlitten verfahrbar gelagert ist. In der Regel
ist der Grundkörper aus einem leichten aber stabilen
Grundmaterial wie bspw. Aluminium ausgebildet. Der
Grundkörper kann ein Aluminium-Strangpreßprofil sein,
das bedarfsweise auf die gewünschte Länge abgelängt wird,
um die geforderte Linearführung zu schaffen.
Um den Grundkörper an dem Schlitten lagern zu kön
nen, sind an dem Grundkörper entsprechende Laufbahnen,
bspw. für Gleitstücke oder Wälzkörper, Rollen oder dgl.
auszubilden. Die Laufbahnen unterliegen einer relativ
starken punktuellen Belastung. Sie werden deshalb meist
aus einem vergleichsweise härteren Material wie bspw. aus
Stahl ausgebildet. Nach längerem Gebrauch können sie
dennoch Laufspuren aufweisen. Werden diese zu stark,
können sich die Lauf- und Führungseigenschaften ver
schlechtern, bis sie ganz verschlissen sind. Es ist dann
ein Wechsel der Linearführung erforderlich.
Aus der EP 0 327 705 B1 ist eine solche Linearführung
mit einem Aluminium-Strangpreßprofil als Grundkörper
bekannt. Zur Lagerung des Schlittens sind in das Strang
preßprofil zwei Führungsschienen eingelassen, die einen
im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Zur
Ausbildung einer Führungsbahn für Wälzkörper, die zur
reibungsarmen Lagerung des Schlittens vorgesehen sind,
sind die Führungsschienen jeweils mit einer Längsrille
versehen.
Führungsschienen aus Stahl müssen in der Regel
nachträglich in das Strangpreßprofil eingebracht und an
diesem befestigt werden. Insbesondere bei Anwendungen,
bei denen es auf Positioniergenauigkeit ankommt, genügt
es nicht, wenn die Führungsschienen an dem Grundköper
schlechthin gehalten sind, sondern die Verbindung muß
belastbar, stabil und auf Dauer genau sein. Insbesondere
darf sich die Führungsschiene nicht im Laufe der Zeit
lockern oder verschieben. Dies gilt auch, wenn die
Linearführung mehrfach größeren Temperaturänderungen und
stoßartigen Belastungen ausgesetzt ist.
Obwohl sowohl hinsichtlich der Langzeitstabilität
als auch hinsichtlich der Präzision der Verbindung häufig
relativ hohe Anforderungen gestellt werden, ist es doch
zu wünschen, daß die Führungsschienen auf einfache Weise
an dem Grundkörper montierbar sind. Außerdem ist es zu
wünschen, daß die Linearführung über lange Zeit be
triebsfähig bleibt oder gehalten werden kann. Vor diesem
Hintergrund ergibt sich die der Erfindung zugrundeliegen
de Aufgabe, eine Führung zu schaffen, die eine präzise
Schlittenlagerung ermöglicht, eine hohe Lebensdauer
aufweist und bedarfsweise leicht zu Warten ist.
Diese Aufgabe wird von einer Führung gelöst, die die
Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist.
Die Führungsschiene ist an dem Grundkörper mittels
wenigstens eines Klemmelements gehalten. Dieses spannt
die Führungsschiene gegen die Anlagefläche der Längs
ausnehmung zur Aufnahme der Führungsschiene. Die Füh
rungsschiene ist dadurch spielfrei an dem Führungskörper
gehalten. Unterschiedliche Temperaturdehnungen infolge
der Materialunterschiede zwischen dem Grundkörper und der
Führungsschiene werden von dem Klemmelement ohne weiteres
ausgeglichen, ohne daß es zu Lockerungen kommen könnte.
Das Klemmelement ist vorzugsweise als Federelement ausge
bildet, das einen Federhub von mehr als einem Millimeter
ermöglicht. Die Klemmkraft ist deshalb weitgehend kon
stant und von Mikrodeformationen oder Dimensionsänderun
gen infolge von Temperaturschwankungen unbeeinflußt.
Das Klemmelement ist von dem Führungskörper getrennt
ausgebildet, so daß es hinsichtlich seiner Materialwahl
auf seinen Einsatzzweck abgestimmt werden kann. Vorzugs
weise ist das Klemmelement aus Gummi oder einem gummiela
stischen Material ausgebildet, das im Idealfall nicht nur
federt, sondern auch eine innere Dämpfung aufweist. Dies
dient der Laufruhe der Führungsschiene.
Prinzipiell ist es möglich, das Klemmelement als
Metallfeder, als Kunststoffschlauch oder als sonstiges
Federelement auszubilden, das die Federwirkungen infolge
einer flexiblen Verbiegung erbringt. Vorzugsweise ist es
jedoch als volumendeformierbares Element, wie bspw. eine
Gummischnur ausgebildet, die in entspanntem Zustand bspw.
einen kreisförmigen Querschnitt aufweist. Dies ergibt
besonders übersichtliche geometrische Verhältnisse und
eine einfache Handhabung beim Zusammenbau und auch beim
bedarfsweisen Auseinanderbau. Jedoch sind andere Quer
schnittsformen möglich. Längs durchgehende Klemmelemente,
bspw. aus Gummi, können zugleich als Dichtungselemente
dienen, die den Sitz der Führungsschienen im Anschluß an
die Laufbahnen abdichten.
Die Führungsschiene ist vorzugsweise eine zylin
drische Stange, d. h. sie weist einen kreisförmigen, über
ihre ganze Länge unveränderten Querschnitt auf. Der
Vorteil liegt hier darin, daß die Führungsschiene ohne
spezielle Ausrichtung in die Längsausnehmung des Füh
rungskörpers eingelegt werden kann. Die Mantelfläche der
Führungsschiene dient abschnittsweise als Anlage- oder
Lagerfläche, mit der die Führungsschiene an entsprechen
den Anlageflächen der Längsausnehmung anliegt. Andere
Längsbereiche der Mantelfläche der Führungsschiene dienen
als Lauffläche für geeignete Wälzkörper, Laufrollen oder
dgl. Sind an der zylindrischen Führungsschiene Laufspuren
entstanden, können die Führungsschienen gelöst, einige
Grad gedreht und wieder befestigt werden, um unver
schlissene Bereiche als Laufbahnen zu nutzen. Jedoch ist
es bedarfsweise auch möglich, Führungsschienen mit ab
weichendem Querschnitt zu verwenden. Bspw. kann die
Führungsschiene eine abgeflachte Lauffläche, rillenförmi
ge Laufflächen oder andere Laufflächen aufweisen.
Eine besonders präzise Lagerung und Halterung der
Führungsschiene an dem Grundkörper ergibt sich, wenn die
Aufnahme, d. h. die Längsausnehmung als Prisma ausgebildet
ist. Die Längsausnehmung weist dann zwei Anlageflächen
auf, die plan oder auch gewölbt ausgebildet sein können.
Plane Anlageflächen ergeben eine linienhafte Berührung
zwischen der Führungsschiene und der Anlagefläche. Ist
die Anlagefläche bspw. mit einem Radius gewölbt der
lediglich etwas größer ist als der Radius der als zylin
drische Stange ausgebildeten Führungsschiene, ergeben
sich in der Praxis streifenförmige Anlagebereiche, die
eine steife Lagerung der Führungsschiene bei zugleich
hoher erzielbarer Positioniergenauigkeit ermöglichen.
Das Klemmelement ist vorzugsweise in einer Ausneh
mung angeordnet, die der Längsausnehmung für die Füh
rungsschiene benachbart ist und vorzugsweise unmittelbar
an diese anschließt. Das Klemmelement, das unabhängig
davon eine Befestigung der Führungsschienen an dem Grund
körper ohne jegliche Deformation des Grundkörpers gestat
tet, kann sich hier an dem Grundkörper in unmittelbarer
Nachbarschaft zu der Führungsschiene abstützen, was
insgesamt eine sehr feste Halterung der Führungsschiene
ergibt.
Dies gilt insbesondere, wenn sich das Klemmelement
über die gesamte Länge der Führungsschiene erstreckt.
Selbst Kräfte, die in die Führungsschiene eingeleitet
werden und der Klemmkraft des Klemmelements entgegen
gerichtet sind, wie es bspw. bei starken erforderlichen
Seitenführungskräften der Fall sein kann, werden auf die
gesamte Länge der Führungsschiene verteilt auf das Klemm
element übertragen, das der Belastung auf diese Weise
ohne Probleme standhält. Obwohl es prinzipiell auch
möglich ist, Führungsschienen mit einem einzigen Klemm
element bspw. einer einzigen Gummischnur an dem Führungs
körper zu befestigen, ergibt sich bei einer symmetrischen
Ausführung mit jeweils einem Klemmelement an jeder Seite
(Flanke) der Führungsschiene ein einfach zu montierender
Aufbau. Die beiden Klemmelemente (Gummischnüre) sind bei
Verwendung einer zylindrischen Führungsschiene oberhalb
einer Längsmittelebene der Führungsschiene angeordnet.
Die Berührungsflächen zwischen den Klemmelementen und der
Führungsschiene schließen einen vorzugsweise spitzen
Winkel miteinander ein, der sich auf die Anlagefläche der
Längsausnehmung hin öffnet. Diese Bedingung stellt si
cher, daß ein relativ großer Teil der Mantelfläche der
zylindrischen Führungsschiene als Lauffläche zur Ver
fügung steht. Dennoch wird eine sichere Lagerung der
Führungsschienen erreicht.
Im Gegensatz zu Schraubverbindungen, die jeweils
punktuell an der Führungsschiene angreifen, wird durch
das längs durchgehende Klemmelement eine homogene Unter
stützung, Lagerung und Befestigung der Führungsschiene
erreicht. Dies dient der Laufruhe und der Präzision der
Führung. Insbesondere gilt dies, wenn die Anlageflächen
der Längsausnehmung unterbrechungsfrei ausgebildet sind.
Wenn es erforderlich ist, kann die Anlagefläche jedoch
auch unterbrochen sein, wobei die entsprechenden ent
stehenden Lücken von der Führungsschiene überbrückt
werden. Außerdem ist es bedarfsweise möglich anstelle
eines einzigen längsdurchgehenden Klemmelements an einer
oder an beiden Seiten der Führungsschiene mehrere axial
aneinander anschließende Klemmelemente zu verwenden.
Der Führungskörper ist vorzugsweise mit mehreren
Führungsschienen versehen, die jeweils durch ein oder
mehrere Klemmelemente an dem Führungskörper gehalten
sind. An den Führungsschienen ist ein Schlitten mit
Führungsrollen im Umlauf befindlichen Wälzkörpern oder
anderweitigen Lagermitteln wie bspw. Gleitlagern gela
gert. Der Schlitten kann sowohl antriebslos als auch
angetrieben sein, wobei es möglich ist, den Antrieb je
nach Bedarf an dem Schlitten oder an bzw. in dem Füh
rungskörper vorzusehen.
Vorteilhafte Einzelheiten von Ausführungsformen der
Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, der zugehörigen
Beschreibung sowie aus Unteransprüchen. In der Zeichnung
sind Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Linearführung mit einem
Schlitten, der einen Antrieb trägt, in perspektivischer
Darstellung,
Fig. 2 die Linearführung nach Fig. 1, ohne Antrieb
als reine Lageranordnung, in einer ausschnittsweisen
perspektivischen Darstellung,
Fig. 3 die Linearführung nach Fig. 2, in einer
ausschnittsweisen Schnittdarstellung,
Fig. 4 eine abgewandelte Ausführungsform der Line
arführung nach Fig. 1, in einer ausschnittsweisen
Schnittdarstellung, und
Fig. 5 eine Linearführung mit einer an ihrem Grund
körper gehaltenen Antriebseinrichtung, in perspektivi
scher Darstellung.
In Fig. 1 ist eine Linearführung 1 veranschaulicht,
an deren durch ein Aluminiumstrangpreßprofil gebilden
Führungsköper 2 ein Schlitten 3 in einer durch einen
Pfeil 4 bezeichneten Längsrichtung verfahrbar gelagert
ist. Die Bewegungen des Schlittens 3 sind von einer bspw.
auf dem Schlitten 3 befestigten Antriebseinrichtung 5
gezielt steuer- und hervorrufbar. Der Antrieb kann bspw.
durch einen Schrittmotor gebildet sein, der den Schlitten
über ein Ritzel antreibt, das bspw. mit einer an dem
Führungskörper 2 befestigten, nicht weiter veranschau
lichten Zahnstange kämmt. Alternativ kann der Führungs
körper 2 über seine gesamte Länge einen Schlitz aufwei
sen, um seinen aus Fig. 2 ersichtlichen Innenraum 6 für
den Schlitten 3 zugänglich zu machen. Der Antrieb kann
dann durch eine in dem Innenraum 6 des Führungskörpers 2
gelagerte Gewindespindel einen Zahnriementrieb oder einen
pneumatisch oder durch anderweitige Druckmittel betätig
ten Kolben erfolgen. Der Führungskörper 2 der Linearfüh
rung 1 ist an seinen stirnseitigen Ende mit Abschluß
kappen 7, 8 versehen, die zugleich Endanschläge für den
Schlitten 3 bilden und somit dessen Bewegungshub begren
zen.
Aus Fig. 2 ersichtlich, weist der Führungskörper 2
an seinen beiden Flanken 11, 12 sich in Längsrichtung
(Pfeil 4) erstreckende Ausnehmungen 14, 15 auf, die von
seitlichen Schenkeln 16, 17 des in Vorderansicht U-förmi
gen Schlittens 3 übergriffen sind. In den Längsausnehmun
gen sind Führungsschienen 21, 22, 23, 24 gehalten, die
Laufbahnen für Rollen 25, 26 bilden, die mit Schrauben
27, 28 an den Schenkeln 16, 17 gehalten sind.
Die Lagerung und Befestigung der Führungsschienen
21, 22 stimmt mit der Lagerung und Befestigung der Füh
rungsschienen 23, 24 überein. Zur Veranschaulichung ist
der Führungskörper 2 im Bereich seiner Ausnehmung 14
vergrößert dargestellt. Die Längsausnehmung 14 weist eine
Tiefe auf, die größer ist als die Dicke der Rollen 25,
26. Die Höhe der im Querschnitt etwa rechteckigen Längs
ausnehmung 14 übersteigt den Durchmesser der Rollen 25,
26 deutlich. Die Rollen 25, 26 sind Zylinderrollen, die
jeweils eine umlaufenden rillenförmige Ringnut 31, 32
aufweisen. Die Rollen 25, 26 laufen mit ihren Ringnuten
31, 32 auf den Führungsschienen 21, 22 die in entspre
chenden Längsausnehmungen 34, 35 ortsfest gelagert sind.
Die längsverlaufende Ausnehmung 14 ist dazu an ihren
ansonsten etwa plan ausgebildeten Flanken 36, 37 mit den
Längsausnehmungen 34, 35 versehen, die jeweils eine
Anlagefläche 38, 39 für die als zylindrische Stange
ausgebildete Führungsschiene 21, 22 aufweisen. Die An
lagefläche 38, 39 ist jeweils in zwei Flächenbereiche 41,
42 unterteilt die gekrümmt oder gewölbt ausgebildet sind,
wobei der Krümmungsradius etwas größer ist als der Radius
der Führungsschiene 21, 22. Es ergibt sich dadurch eine
lediglich bereichsweise Anlage zwischen der zylindrischen
Mantelfläche der Führungsschiene 21 und den Flächenberei
chen 41, 42. Diese wirken hinsichtlich der Positionierung
der Führungsschiene 21 etwa wie ein Prisma, wobei jedoch
aufgrund der nur geringen Radiusabweichung zwischen dem
Anlageflächenbereich 41, 42 und der Mantelfläche der
Führungsschiene 21 bei Belastung ein streifenförmiger
Anlagebereich entsteht.
Zur Halterung der Führungsschiene 21 in der Längs
ausnehmung 34, sind elastische Klemmelemente vorgesehen,
die durch in entspanntem Zustand zylindrische Gummischnü
re 43, 44 gebildet sind. Zur Aufnahme der Klemmelemente
43, 44 sind an beiden Rändern der Längsausnehmung 34
randoffene Nuten 45, 46 (Rundnuten) ausgebildet, die
sowohl zu der Führungsschiene 21 als auch zu den Rollen
25, 26 hin offen sind. Die Nuten 45, 46 weisen dabei eine
zylindrisch gekrümmte Wandung auf, die aus Sicht der
Rollen eine Hinterschneidung bildet. Damit ragt der
Führungskörper 2 bei seiner Planfläche 36 so weit auf die
Führungsschiene 21 hin vor, daß das Klemmelement 43, 44
fest zwischen der Wandung seiner Nut 45, 46 und der
Führungsschiene 21 klemmt. Jedoch bleibt zwischen dem den
Rand der Nut 45, 46 bildenden Abschnitt des Führungs
körpers 2 und der Führungsschiene 21 ein Spalt, der das
Eindrücken und Herausziehen des jeweiligen Klemmelements
43, 44 gestattet, der aber enger ist, als der Durchmesser
des Klemmelements 43, 44. Der Krümmungsmittelpunkt der
Nut 45, 46 ist dabei so nahe an die Führungsschiene 21
herangelegt, daß ein von der Wandung der Nut 45, 46
definierter Kreisbogen den Querschnitt der zylindrischen
Führungsschiene 21 schneidet. Dadurch ist das in der Nut
45, 46 gehaltene Klemmelement deformiert, (zusammenge
drückt) so daß der Querschnitt deutlich von der Kreis
form abweicht. Es berührt die Mantelfläche der Führungs
schiene 21 nur in einem streifenförmigen Anlagebereich 47
und ist selbst im Querschnitt zu einer Nieren- oder
Bohnenform deformiert. Die steifenförmigen Anlagebereiche
47 zweier einander gegenüberliegend angeordneter Klemm
elemente 43, 44 schließen miteinander einen spitzen
Winkel ein, der sich in die Längsausnehmung 34 hinein
öffnet, d. h. dessen Scheitel außerhalb der Längsausneh
mung 34 liegt. Dies wird erreicht, indem die Klemmelemen
te 43, 44 unmittelbar an dem Rand der Längsausnehmung 34
angeordnet werden und indem die Längsausnehmung 34 so
tief ausgebildet ist, daß eine Längsmittelebene 49 der
Führungsschiene 21 außermittig durch die Klemmelemente
43, 44 geht. Dadurch wirkt die durch elastische Deforma
tion der Klemmelemente 43, 44 entstandene Klemmkraft in
einer Richtung auf die Führungsschiene 21 ein, die eine
in die Längsausnehmung 34 hineingerichtete Komponente
aufweist. Anders ausgedrückt, legen die Mittelpunkte der
Klemmelemente 43, 44 und der Führungsschiene 21 ein
stumpfwinkliges Dreieck fest, dessen stumpfe Spitze zu
der Anlagefläche 38 weist.
Die als Gummischnüre 43, 44 ausgebildeten Klemm
elemente wirken zugleich als Abdichtung und verhindern
wirksam, daß Staub, Späne oder sonstige Verschmutzungen
in den Bereich der Anlageflächenbereiche 41, 42 gelangt.
Dies dient der Positioniergenauigkeit. Außerdem sind die
Gummischnüre einfach von Hand lösbar und bedarfsweise
auch wieder einsetzbar. Die Montage und Wartung der
Linearführung ist dadurch besonders einfach. Durch die
zylindrische Bauform der Führungsschienen 21, 22 wird
außerdem ein einfacher Austausch der Führungsschienen
möglich. Die Winkelposition der Führungsschienen 21, 22
bezüglich einer Drehung um deren Längsachse spielt keine
Rolle. Bedarfsweise kann die Führungsschiene 21, wenn sie
linienhafte Verschleißspuren aufweist auch gedreht wer
den, um unverschlissene Mantelflächenbereiche in einen
Kontaktbereich 51 zu bringen, bei dem die Führungsschiene
21 mit der Rolle 25 in Berührung steht und der als Lauf
bahn dient.
Die insoweit beschriebene Linearführung wird be
darfsweise folgendermaßen zusammengebaut bzw. mit neuen
Führungsschienen 21, 22, 23, 24 bestückt:
Zum Zusammenbau wird bspw. zunächst die Führungs schiene 21 in die Längsausnehmung 34 eingelegt, wonach die Gummischnur 43 von einem Ende her auf einem kurzen Stück in die randoffene Nut 45 eingerückt wird. Auch auf der anderen Seite der Führungsschiene 2, wird die Gummi schnur 44 auf einem kurzen Stück mit einem Ende beginnend in die Nut 46 eingedrückt. Von dieser Stelle ausgehend wird die jeweilige Gummischnur 43, 44 fortschreitend in die Nut 45 bzw. 46 eingedrückt, womit die Führungsschiene 21 festgeklemmt ist. Umgekehrt kann jede Gummischnur 43, 44 zum Wechsel der Führungsschiene 21 an einem Ende beginnend aus der jeweiligen Nut 45, 46 herausgezogen werden. Dies ermöglicht einen einfachen Austausch der Führungsschienen 21 bis 24 wenn diese bspw. nach längerem Gebrauch Laufspuren aufweisen. Die Montage kann praktisch ohne Spezialwerkzeuge durchgeführt werden. Ohne zusätzli che Justagemaßnahmen ist sofort eine präzise Lagerung der Führungsschienen 21 bis 24 sichergestellt.
Zum Zusammenbau wird bspw. zunächst die Führungs schiene 21 in die Längsausnehmung 34 eingelegt, wonach die Gummischnur 43 von einem Ende her auf einem kurzen Stück in die randoffene Nut 45 eingerückt wird. Auch auf der anderen Seite der Führungsschiene 2, wird die Gummi schnur 44 auf einem kurzen Stück mit einem Ende beginnend in die Nut 46 eingedrückt. Von dieser Stelle ausgehend wird die jeweilige Gummischnur 43, 44 fortschreitend in die Nut 45 bzw. 46 eingedrückt, womit die Führungsschiene 21 festgeklemmt ist. Umgekehrt kann jede Gummischnur 43, 44 zum Wechsel der Führungsschiene 21 an einem Ende beginnend aus der jeweiligen Nut 45, 46 herausgezogen werden. Dies ermöglicht einen einfachen Austausch der Führungsschienen 21 bis 24 wenn diese bspw. nach längerem Gebrauch Laufspuren aufweisen. Die Montage kann praktisch ohne Spezialwerkzeuge durchgeführt werden. Ohne zusätzli che Justagemaßnahmen ist sofort eine präzise Lagerung der Führungsschienen 21 bis 24 sichergestellt.
Um die Montage von Hand besonders einfach zu machen,
können die Gummischnüre 43, 44 länger als die Führungs
schienen sein. Die Enden der Gummischnüre 43, 44 können
dann von entsprechenden Ausnehmungen in den Endkappen 7,
8 aufgenommen sein, so daß sie nach Abnahme der jeweili
gen Endkappe 7, 8 zugänglich sind, ergriffen werden
können und aus der jeweiligen Nut 45, 46 herausgezogen
werden können.
Bei einer abgewandelten Ausführungsform, wie sie in
Fig. 4 veranschaulicht ist, ist die Führungsschiene 21
und die Führungsschiene 22 jeweils nur durch eine einzige
Gummischnur 44 geklemmt. Die zugehörige Nut 46 stimmt mit
der vorbeschriebenen Nut 46 der Linearführung nach den
Fig. 1 bis 3 überein. An der gegenüberliegenden Flanke
der Längsausnehmung 34 ist jedoch kein Klemmelement
angeordnet. Vielmehr weist der Führungskörper 2 hier an
dem Rand der Längsausnehmung 34 einen als Längsrippe 53
ausgebildeten Vorsprung auf, der die Führungsschiene 21
unter Hintergreifung ihrer Längsmittelebene 49 berührt.
Die Längsrippe 53 bildet somit ein Widerlager für das
Klemmelement 44. Diese Lösung kann Vorteile hinsichtlich
der Steifigkeit der Lagerung der Führungsschiene 21, 22
hinsichtlich Kräften bieten, die an dem Schlitten 3 in
Seitenrichtung und somit bezüglich der Rollen 25, 26 in
Axialrichtung angreifen. Hinsichtlich der Geräuschdämp
fung und der Abdichtung der Längsausnehmung 34, in der
die Führungsschiene 21 sitzt, nach außen können sich
unter Umständen etwas ungüstigere Verhältnisse ergeben.
Eine hinsichtlich ihres Antriebs modifizierte Füh
rungseinrichtung 1 ist aus Fig. 5 ersichtlich. Der
Führungskörper 2 trägt an seinen Enden Abschlußkappen 7,
8, die mit Riemenscheiben für einen Zahnriemen versehen
sind. Dieser erstreckt sich durch den Innenraum und ist
an einer Stelle mit dem Schlitten 5 verbunden. Zum An
trieb dient eine aus der Endkappe 7 herausragende Welle
51, die drehfest mit der der Endkappe 7 zugeordneten
Riemenscheibe verbunden ist.
Zur lösbaren Befestigung von Führungsschienen an
Führungskörpern von Linearführungen, sind zwischen dem
Führungskörper und der Führungsschiene wirkende Klemm
elemente vorgesehen, die die Führungsschiene in ein
entsprechendes Bett 34, 38 drücken und darin halten.
Claims (24)
1. Führungseinrichtung (1),
mit einem Führungskörper (2), der einer Längsausneh mung (34) versehen ist, die zur Aufnahme einer Führungs schiene (21) wenigstens eine Anlagefläche (38) aufweist,
mit einer Führungsschiene (21), die an dem Führungs körper (2) wenigstens abschnittsweise von der Längsaus nehmung (34) aufgenommen gehalten ist,
mit einem Schlitten (3), der an der Führungsschiene (21) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsschiene (21) mit wenigstens einem Klemmelement (44) in der Längsausnehmung (34) gehalten ist.
mit einem Führungskörper (2), der einer Längsausneh mung (34) versehen ist, die zur Aufnahme einer Führungs schiene (21) wenigstens eine Anlagefläche (38) aufweist,
mit einer Führungsschiene (21), die an dem Führungs körper (2) wenigstens abschnittsweise von der Längsaus nehmung (34) aufgenommen gehalten ist,
mit einem Schlitten (3), der an der Führungsschiene (21) gelagert ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Führungsschiene (21) mit wenigstens einem Klemmelement (44) in der Längsausnehmung (34) gehalten ist.
2. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (21) als zylin
drische Stange ausgebildet ist.
3. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (21) als Stange mit
polygonalem Querschnitt ausgebildet ist.
4. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (21) als Stange mit
sternförmigem Querschnitt ausgebildet ist.
5. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (38) gewölbt ausge
bildet ist.
6. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (38) in Flächenbe
reiche (41, 42) unterteilt ist, deren Krümmung von der
Krümmung entsprechender, anliegender Flächen der Füh
rungsschiene (21) abweicht.
7. Führungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Flächenbereiche (41, 42) mit der
Führungsschiene (21) in linien- oder flächenhafter Anlage
stehen.
8. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Klemmelement (44) entlang eines
Randes der Längsausnehmung (34) angeordnet ist.
9. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Klemmelement (44) ein elastisch
volumendeformierbarer Körper ist.
10. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Klemmelement (44) eine innere
Dämpfung aufweist.
11. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Klemmelement (44) eine Gummi
schnur ist.
12. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Klemmelement (44) derart an
geordnet ist, daß es eine Kraft auf die Führungsschiene
(21) ausübt, die eine auf die Anlagefläche hin gerichtete
Komponente enthält.
13. Führungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Klemmelement (44) in einer
Position angeordnet ist in der es von der Anlagefläche
aus gesehen an einer Stelle oberhalb der Mittellinie der
Führungsschiene (21), an dieser anliegt.
14. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Klemmelement (44) sich über die
gesamte Länge der Führungsschiene (21) erstreckt.
15. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß das Klemmelement in einer sich an
die Ausnehmung anschließenden randoffenen Nut formschlüs
sig gehalten ist.
16. Führungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Längsausnehmung (34)
bezüglich einer Längsmittelebene der Führungsschiene (21)
symmetrisch ausgebildet ist.
17. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß zur Halterung der Führungsschiene
(21) an dem Führungskörper (2) zwei untereinander vor
zugsweise gleich ausgebildete Klemmelemente (44) vor
gesehen sind.
18. Führungseinrichtung nach Anspruch 17, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klemmelemente (44) mit der
Führungsschiene (21) an zwei einander gegenüberliegenden
streifenförmigen Anlagebereichen (51) in Anlage stehen,
die miteinander einen spitzen, sich zu der Ausnehmung
(34) hin öffnenden Winkel einschließen.
19. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Längsausnehmung (34) und ihre
Anlagefläche (41, 42) entlang ihrer gesamten Längser
streckung unterbrechungsfrei ausgebildet ist.
20. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an dem Führungskörper (2) mehrere
Längsausnehmungen (34) zur Lagerung jeweils einer Füh
rungsschiene (21, 22, 23, 24) ausgebildet ist.
21. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (1) mit
einer auf den Schlitten wirkenden Antriebseinrichtung (5)
versehen ist.
22. Führungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 20,
dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (3) mit Füh
rungsrollen (25, 26) an dem Führungskörper (2) gelagert
ist, die auf der oder den Führungsschiene(n) gelagert
sind.
23. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Führungskörper (2) und die
Führungsschiene (21) gerade und gestreckt ausgebildet
sind und daß die so erhaltene Führungsbahn gerade ist.
24. Führungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Führungskörper (2) und die
Führungsschiene (21) bogenförmig ausgebildet sind und
daß die so erhaltene Führungseinrichtung eine Bogenfüh
rung ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19807734A DE19807734A1 (de) | 1998-02-24 | 1998-02-24 | Führung mit geklemmten Führungsschienen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19807734A DE19807734A1 (de) | 1998-02-24 | 1998-02-24 | Führung mit geklemmten Führungsschienen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19807734A1 true DE19807734A1 (de) | 1999-04-01 |
Family
ID=7858753
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19807734A Ceased DE19807734A1 (de) | 1998-02-24 | 1998-02-24 | Führung mit geklemmten Führungsschienen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19807734A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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- 1998-02-24 DE DE19807734A patent/DE19807734A1/de not_active Ceased
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