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DE19807712A1 - Verfahren zur Herstellung einer Oberflächenpanzerung auf einer Walze und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Oberflächenpanzerung auf einer Walze und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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DE19807712A1
DE19807712A1 DE1998107712 DE19807712A DE19807712A1 DE 19807712 A1 DE19807712 A1 DE 19807712A1 DE 1998107712 DE1998107712 DE 1998107712 DE 19807712 A DE19807712 A DE 19807712A DE 19807712 A1 DE19807712 A1 DE 19807712A1
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roller
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DE1998107712
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Carl Freudenberg KG
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Oberflächenpanzerung (1) auf einer Walze (2), wobei die Oberfläche (3) der Walze (2) in einem ersten Verfahrensschritt vorgewärmt wird, wobei auf die vorgewärmte Oberfläche (3) in einem zweiten Verfahrensschritt ein Epoxidharz (4) aufgebracht wird, und wobei in einem dritten Verfahrensschritt die vorgewärmte mit dem Epoxidharz (4) versehene Oberfläche (3) mit einer Vliesbahn (5) umwickelt wird. DOLLAR A Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, umfassend eine Aufnahmevorrichtung (8) für die zu umwickelnde Walze (2), eine Heizeinrichtung (9) zur Erwärmung der zu umwickelnden Oberfläche (3) der Walze (2) und einen Epoxidharzspender (10), wobei der Epoxidharzspender (10) der Heizeinrichtung (9) in Wickelrichtung (11) der Walze (2) nachgeschaltet ist, eine Vorratsrolle (12) für die Vliesbahn (5) und eine Spannvorrichtung (13) dafür, die in Förderrichtung (14) der Vliesbahn (5) zwischen der Vorratsrolle (12) der Aufnahmevorrichtung (8) angeordnet ist.

Description

Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Oberflächenpanzerung auf einer Walze sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Stand der Technik
Eine solche Walze ist aus der DE 296 13 795 U1 bekannt. Die Aufgabe, die der vorbekannten Walze zugrunde liegt, wird darin gesehen, das Biegeverhalten der Walze zu optimieren, wobei insbesondere die Durchbiegung der Walze in der Walzenmitte unterdrückt werden soll. Dazu ist es vorgesehen, daß die Walze aus einem äußeren Walzenrohr und einer innerhalb des Walzenrohrs angeordneten Stützwelle besteht, wobei die Stützwelle im Längsmittelbereich einen Abschnitt größeren Durchmessers aufweist, der die Innenfläche des Walzenrohrs anliegend berührt. Die Funktion des mittleren Abschnitts größeren Durchmessers entspricht der Funktion von zwei axial nach innen versetzten Lagern, durch die das äußere Walzenrohr auf der Stützwelle abgestützt ist. Die Lagerung durch den mittleren Abschnitt größeren Durchmessers ist im Vergleich zu nach innen versetzten Lagern jedoch vereinfacht. Nachteilig an der vorbekannten Walze ist, daß der Außenumfang des Walzenrohrs im Bereich der axialen Enden des mittleren Abschnitts größeren Durchmessers einem erhöhten abrasiven Verschleiß ausgesetzt ist, da die Oberfläche des Walzenrohrs während der bestimmungsgemäßen Verwendung durch den mittleren Abschnitt größeren Durchmessers im wesentlichen trapezförmig verformt ist.
Darstellung der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Oberflächen­ panzerung von Walzen zu zeigen, das weitgehend unabhängig vom Werkstoff und Aufbau der Walzen einfach und kostengünstig durchführbar ist, wobei die Oberflächenpanzerung eine hochverschleißfeste, glatte und porenfreie Oberfläche aufweist. Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens soll einen möglichst einfachen und wartungsarmen Aufbau aufweisen.
Zur Lösung der Aufgabe ist ein Verfahren zur Herstellung einer Oberflächenpanzerung auf einer Walze vorgesehen, wobei die Oberfläche der Walze in einem ersten Verfahrensschritt vorgewärmt wird, wobei auf die vorgewärmte Walze in einem zweiten Verfahrensschritt eine Epoxidharz aufgebracht wird und wobei in einem dritten Verfahrensschritt die vorgewärmte und mit dem Epoxidharz versehene Oberfläche mit einer Vliesbahn umwickelt wird. Die Oberfläche der Walze wird erwärmt, um die Viskosität des Epoxidharzes weiter zu reduzieren, so daß im Anschluß an das Aufgießen des Epoxidharzes ein gleichmäßig dünner Epoxidharz-Film entsteht, wobei die Vliesbahn unter Zugspannung über den Epoxidharz-Film gewickelt wird. Der Vliesstoff wird dadurch mit dem Epoxidharz getränkt, und es entsteht im Anschluß an die Aushärtung des Epoxidharzes eine hochverschleißfeste, sehr glatte und porenfreie Oberfläche. Als Vlies gelangt bevorzugt ein reines Glasfaservlies aus endlosen Fäden zur Anwendung, es kann aber auch ein Kohle-, Arasmid- oder artverwandtes Vlies verwendet werden. Das Vlies kann gegebenenfalls durch eine Gewebe oder Gewirke ersetzt sein.
Als besonders vorteilhaft hat es sich bewährt, wenn die Oberfläche der Walze im ersten Verfahrensschritt auf zumindest 60°C vorgewärmt wird, wobei das Epoxidharz im zweiten Verfahrensschritt auf zumindest 45°C vorgewärmt wird und im Anschluß an das Aufbringen auf die Oberfläche zu einem gleichmäßig dünnen Epoxidharz-Film verläuft. Entscheidend für die Gleichmäßigkeit des Epoxidharz-Films ist, daß die Oberfläche auf eine Temperatur oberhalb der Temperatur des Epoxidharzes erwärmt wird, so daß die Viskosität des vorgewärmten Epoxidharzes beim Auftreffen auf die vorgewärmte Oberfläche der Walze weiter reduziert wird. Die gleichmäßige Tränkung der Vliesbahn mit dem Epoxidharz wird dadurch begünstigt.
Um eine Faltenbildung beim Umwickeln der Walze mit der Vliesbahn zu vermeiden und eine absolut glatte Oberfläche zu erhalten, wird die Vliesbahn unter einer Zugvorspannung um die Oberfläche gewickelt. Die Größe der Zugvorspannung ist abhängig von dem verwendeten Vliesmaterial, der Tränkung mit dem flüssigen Epoxidharz und dessen Viskosität sowie der Temperatur. In jedem Fall ist es vorteilhaft, wenn die Zugspannung auf die Vliesbahn möglichst groß ist und auf einen Wert geregelt wird, der knapp unter der Reißgrenze der Vliesbahn liegt. Die Zugspannung, mit der die Vliesbahn um die Oberfläche gewickelt wird, sollte stets so bemessen sein, daß sich eine gleichmäßige Tränkung der Vliesbahn mit dem Epoxidharz entlang der gesamten axialen Erstreckung der Walze ergibt. Hinsichtlich einer möglichst homogenen Oberflächengüte ist es zweckmäßig, daß die Umwicklung der Oberfläche mit der Vliesbahn schraubengangförmig erfolgt. Außerdem ist dadurch von Vorteil, daß die gesamte Oberfläche einer Walze in einem Arbeitsgang mit einer Oberflächenpanzerung versehen wird. Ein solches Verfahren ist dadurch einfach und kostengünstig durchführbar.
Dem Epoxidharz können vor dessen Aufbringung auf die Oberfläche 0,1 bis 50 Gew.-% verschleißfeste Partikel, bevorzugt Metall-, Keramik, Kreide-, Gesteinsmehl- Glas- und/oder Oxidpartikel beigemischt werden, bevorzugt 0,1 bis 20 Gew.-%. Dabei ist es erforderlich, daß die Partikelgröße unter 1 µm liegt, um eine gleichmäßige Verteilung der Partikel im Gesamtquerschnitt des Vlieses sicherzustellen. Außerdem ist eine derart feine Dimensionierung der Partikel erforderlich, um beim Anschleifen eine Oberflächengüte von Rz<1 zu erhalten. Durch eine Oberflächenpanzerung, bei der die Vliesbahn mit einem Epoxidharz getränkt ist, dem Metallpartikel beigemischt sind, wird außerdem eine gute Ableitung elektrostatischer Ladungen erreicht. Derartige Gebrauchseigenschaften sind bei Verwendungen der erfindungsgemäßen Walze in der Papierindustrie von Vorteil. Die Walze hat bevorzugt einen elektrischen Widerstand von zumindest 108 Ω, so daß die Gefahr der elektrostatischen Entladung bei Verwendung der Walze zum Transport von Papier auf ein Minimum begrenzt ist. Die Metallpartikel können beispielsweise aus Baustahl bestehen.
Generell besteht die Möglichkeit, daß die Walze z. B. aus Stahl, Aluminium einem kohlefaserverstärkten Kunststoff oder einem Sinterwerkstoff, wie beispielsweise Siliziumcarbid besteht. Bevorzugt besteht die Walze aus einem kohlefaserverstärkten Kunststoff. Das Eigengewicht der Walze wird dadurch reduziert. Hierbei ist von Vorteil, daß einerseits eine unerwünschte Durchbiegung der Walze weitgehend vermieden werden kann. Andererseits vermag die Walze mit ihrer geringen Trägheitsmasse Drehzahländerungen rasch zu folgen, wodurch ein Reißen und/oder eine Faltenbildung von darüber geleiteten, flexiblen Bahnenmaterialien vermieden wird.
Außerdem betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung des zuvor beschriebenen Verfahrens, umfassend eine Aufnahmevorrichtung für die zu umwickelnde Walze, eine Heizeinrichtung zur Erwärmung der zu umwickelnden Oberfläche der Walze und einen Epoxidharzspender, wobei der Epoxidharzspender der Heizeinrichtung in Wickelrichtung der Walze nachgeschaltet ist, eine Vorratsrolle für die Vliesbahn und eine Spannvorrichtung dafür, die in Förderrichtung der Vliesbahn zwischen der Vorratsrolle und der Aufnahmevorrichtung angeordnet ist. Eine derartige Vorrichtung besteht aus einer geringen Anzahl von Einzelteilen, was in wirtschaftlicher Hinsicht von hervorzuhebendem Vorteil ist. Dem Epoxidharzspender kann für den Fall, daß dem Epoxidharz Metallpartikel beigemischt werden sollen, ein Metallpartikel -speicher benachbart zugeordnet sein, wobei die Metallpartikel dem Epoxidharz bevorzugt kontinuierlich gleichmäßig beigemischt werden.
Die Spannvorrichtung kann durch zumindest drei im wesentlichen V-förmig angeordnete Spannrollen gebildet sein, wobei die Vliesbahn durch die Spannvorrichtung hindurchführbar ist. Um ein Reißen der Vliesbahn weitgehend auszuschließen, können die Spannrollen jeweils elastisch nachgiebig gelagert sein. Es hat sich als vorteilhaft bewährt, wenn die in Förderrichtung der Vliesbahn erste und letzte Spannrolle jeweils durch ein Lager gehalten sind, wobei jedes dieser Lager jeweils auf zumindest einem Gummipuffer abgestützt ist. Drehzahlschwankungen der Walze während ihrer Umwicklung mit der Vliesbahn werden durch die elastische Anordnung der Spannrolle gepuffert, um eine möglichst gleichmäßige Oberflächengüte der Oberflächenpanzerung zu erzielen und ein Reißen der Vliesbahn zu verhindern.
Die mittlere Spannrolle ist bevorzugt an einer Feder mit vergleichsweise wesentlich größerem Federweg angelenkt, wobei der Federweg bevorzugt zumindest so groß ist, daß die Vliesbahn in vollkommen gestrecktem Zustand über die in Förderrichtung erste und letzte Spannrolle bewegbar ist. Ein solch vorteilhaftes Betriebsverhalten ist für den Fall wichtig, daß sich die Walze kurzzeitig schneller dreht als die Vorratsrolle, auf der die Vliesbahn aufgewickelt ist. Bei allmählicher Angleichung der Drehzahl von Walze und Vorratsrolle aneinander, nehmen die Spannrollen der Spannvorrichtung allmählich wieder ihre V-förmige Zuordnung zueinander an, ohne daß es zu einem Reißen der Vliesbahn kommt.
Die Vorratsrolle kann eine in Abhängigkeit von der Zugspannung der Vliesbahn geregelte Wirbelstrombremse aufweisen. Durch die Wirbelstrombremse läßt sich die Drehzahl der Vorratsrolle und somit die Spannung, unter der die Vliesbahn auf die Oberfläche der Walze gewickelt wird, besonders feinfühlig und genau regeln. Außerdem ist bei Verwendung einer Wirbelstrombremse von Vorteil, da diese völlig verschleißfrei arbeitet.
Das Verfahren und die Vorrichtung zur Herstellung einer Oberflächenpanzerung auf einer Walze wird nachfolgend anhand der schematischen Zeichnung weiter erläutert.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Herstellung einer Oberflächenpanzerung auf einer Walze gezeigt. In dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel ist auf der Vorratsrolle 12 ein bahnförmiges Glasfaservlies aufgewickelt, das aus endlosen Fäden besteht. Mit der Vorratsrolle 12 ist eine Wirbelstrombremse 23 verbunden, die die Drehung der Vorratsrolle 12 in Abhängigkeit von der Zugspannung der Vliesbahn 5 regelt.
Die von der Vorratsrolle 12 abgewickelte Vliesbahn 5 wird in diesem Ausführungsbeispiel über drei in Förderrichtung 14 der Vliesbahn 5 hintereinander liegende Spannrollen 15, 16, 17 geführt, die die Spannvorrichtung 13 bilden. Die in Förderrichtung 14 erste und letzte Spannrolle 15, 17 sind durch Lager 18, 20 gehalten, wobei die Lager 18, 20 jeweils auf elastisch nachgiebigen Gummipuffern 21, 22 abgestützt sind. Durch die Gummipuffer 21, 22 werden Ungleichförmigkeiten beim Abrollen der Vliesbahn 5 zumindest teilweise ausgeglichen, so daß ein Reißen der unter starkem Zug stehenden Vliesbahn 5 praktisch ausgeschlossen ist. Die in Förderrichtung 14 zwischen der ersten und letzten Spannrolle 15, 17 angeordnete mittlere Spannrolle 16 berührt die Vliesbahn 5 unter elastischer Vorspannung, wobei die mittlere Spannrolle 16 durch eine Feder 24 mit vergleichsweise großem Federweg auf die Oberfläche der Vliesbahn 5 gedrückt ist.
Der letzten Spannrolle 17 schließt sich in Förderrichtung 14 die Aufnahmevorrichtung 8 für die zu umwickelnde Walze 2 an, wobei die Walze in diesem Ausführungsbeispiel aus einem mit Kohlefasern verstärkten Verbundwerkstoff besteht. Walzen aus davon abweichenden Materialien, wie beispielsweise Walzen aus metallischen Werkstoffen, können ebenfalls mit einer Oberflächenpanzerung 1 versehen werden.
Zum Umwickeln der Walze 2 wird diese auf der Aufnahmevorrichtung 8 beispielsweise senkrecht zur Zeichnungsebene bewegt, so daß die Vliesbahn 5 schraubengangförmig auf die Oberfläche 3 der Walze 2 aufgewickelt wird. Um eine gute Verbindung der Oberflächenpanzerung 1 mit der Oberfläche 3 der Walze 2 zu erreichen, wird die Oberfläche 3 zunächst durch die Heizeinrichtung 9 zumindest in dem Bereich erwärmt, auf den anschließend die Vliesbahn 5 aufgewickelt wird. Die Oberfläche 3 wird in diesem Beispiel auf etwa 70°C erwärmt. Auf die erwärmte Oberfläche 3 wird anschließend flüssiges, auf etwa 45°C erwärmtes Epoxidharz 4 aufgebracht. Durch die Erwärmung der Oberfläche 3 auf eine Temperatur, die über der Temperatur des vorgewärmten Epoxidharzes 4 liegt, wird die Viskosität des Epoxidharzes 4 verringert und ein gleichmäßig dünner Auftrag auf die Oberfläche 3 bewirkt. Auf den Epoxidharz-Film 6 wird die Vliesbahn 5 gewickelt, die dann vom Epoxidharz gleichmäßig durchdrungen wird und die im Anschluß an die Erkaltung und Aushärtung des Epoxidharzes 4 die Oberflächenpanzerung 1 bildet. Die Oberflächenpanzerung 1 ist hochverschleißfest, glatt und porenfrei.
Gelangt die mit der Oberflächenpanzerung 1 versehene Walze 2 beispielsweise in der Papierindustrie zur Anwendung, ist die Verwendung von Epoxidharz 4 von Vorteil, dem 0,1 bis 20 Gew.-% Metallpartikel 7 mit einem Durchmesser von weniger als 1 µm beigemischt sind. Unerwünschte elektrostatische Aufladungen werden dadurch vermieden. Bevorzugt werden die Metallpartikel mit dem Epoxidharz im Epoxidharzspender 10 vermischt.
In diesem Ausführungsbeispiel entspricht die Wickelrichtung 11 der Aufnahmevorrichtung 8 der Drehrichtung der Vorratsrolle 12.

Claims (11)

1. Verfahren zur Herstellung einer Oberflächenpanzerung (1) auf einer Walze (2) wobei die Oberfläche (3) der Walze (2) in einem ersten Verfahrens- schritt vorgewärmt wird, wobei auf die vorgewärmte Oberfläche in einem zweiten Verfahrensschritt ein Epoxidharz (4) aufgebracht wird und wobei in einem dritten Verfahrensschritt die vorgewärmte und mit dem Epoxidharz (4) versehene Oberfläche (3) mit einer Vliesbahn (5) umwickelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberfläche (3) der Walze (2) im ersten Verfahrensschritt auf zumindest 60°C vorgewärmt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Epoxidharz (4) im zweiten Verfahrensschritt auf zumindest 45°C vorgewärmt wird, um ein gleichmäßiges Verlaufen des Epoxidharzes (4) im Anschluß an das Aufbringen auf die Oberfläche (3) zu einem gleichmäßig dünnen Epoxidharzfilm (6) zu bewirken.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vliesbahn (5) unter einer Zugvorspannung um die Oberfläche (3) gewickelt wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Umwicklung der Oberfläche (3) mit der Vliesbahn (5) schraubengangförmig erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß dem Epoxidharz (4) vor dessen Aufbringung auf die Oberfläche (3) 0,1 bis 20 Gew.-% Metallpartikel (7) beigemischt werden.
7. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend eine Aufnahmevorrichtung (8) für die zu umwickelnde Walze (2), eine Heizeinrichtung (9) zur Erwärmung der zu umwickelnden Oberfläche (3) der Walze (2) und einen Epoxidharzspender (10), wobei der Epoxidharzspender (10) der Heizeinrichtung (9) in Wickelrichtung (11) der Walze (2) nachgeschaltet ist, eine Vorratsrolle (12) für die Vliesbahn (5) und eine Spannvorrichtung (13) dafür, die in Förderrichtung (14) der Vliesbahn (5) zwischen der Vorratsrolle (12) und der Aufnahmevorrichtung (8) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannvorrichtung (13) durch zumindest drei, im wesentlichen V-förmig angeordnete Spannrollen (15, 16, 17) gebildet ist und daß die Vliesbahn (5) durch die Spannvorrichtung (13) hindurchführbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Spannrollen (15, 16, 17) jeweils elastisch nachgiebig gelagert sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die in Förderrichtung (14) der Vliesbahn (5) erste (15) und letzte Spannrolle (17) jeweils durch ein Lager (18, 20) gehalten ist und daß jedes der Lager (18, 20) jeweils auf zumindest einem Gummipuffer (21, 22) abgestützt ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorratsrolle (12) eine in Abhängigkeit von der Zugspannung der Vliesbahn (5) geregelte Wirbelstrombremse (23) aufweist.
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