DE19807693A1 - Schneidvorrichtung - Google Patents
SchneidvorrichtungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schneidvorrichtung nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Schneidvorrichtung ist
für hartes Material, wie Beton, Ziegelsteine und andere Bau
steine, geeignet.
Es sind spezielle Schneidvorrichtungen zum Schneiden solcher
Materialien entwickelt worden. In der US-Patentschrift 5 456 011
der Anmelderin ist ein Schneidwerkzeug mit zwei Schneid
organen beschrieben, die nebeneinander gelagert sind. Dieses
Schneidwerkzeug ist für die Verwendung beim Schneiden harter
Materialien anwendbar. Da die Schneidorgane jeweils zur
Ausführung von gleichzeitigen Schwingungsbewegungen in ent
gegengesetzten Richtungen angetrieben werden müssen, erfor
dert dies ein verhältnismäßig schwieriges Antriebssystem für
die Schneidorgane. Die Antriebsquelle zum Antreiben der
Schneidorgane muß auch verhältnismäßig groß sein, um die
Beschleunigungskräfte zu berücksichtigen, die durch die
Bewegung dieser Schneidorgane erzeugt werden. Da ferner zwei
Schneidorgane erforderlich sind, ist die Schnittbreite dieses
Schneidwerkzeugs verhältnismäßig groß.
Es wäre daher vorteilhaft, eine andere Art von Schneidvor
richtung zum Schneiden von harten Materialien zu schaffen,
die verhältnismäßig kompakte Bauweise besitzt und nur ein
einziges Schneidwerkzeug erfordert.
Zur Lösung dieser Aufgabe schafft die Erfindung eine Schneid
vorrichtung gemäß den Merkmalen des Anspruchs 1.
Das Schneidorgan bewegt sich daher in ähnlicher Weise wie ein
"Hula-Hoop"-Reifen um den Mittelbereich.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung unter Schutz gestellt.
Das Schneidorgan kann eine Schneidkante aufweisen, und jeder
Punkt an der Schneidkante kann längs einer konvex ausgebauch
ten oder gewellten Bahn (convex scalloped path) angetrieben
sein. Statt dessen kann jeder Punkt an der Schneidkante längs
einer kontinuierlich mit konkaven Einziehungen versehenen
oder gewellten Bahn (concave scalloped path) angetrieben
sein.
Die Lagereinrichtung kann einen Statorteil und einen Rotor
teil aufweisen, der den Statorteil zur Ausführung einer
rollenden Orbitalbewegung oder Umlaufbewegung um diesen
berührt. Das Schneidorgan kann am Rotorteil abgestützt sein.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schneidvorrichtung kann der Statorteil an einem Hauptteil der
Schneidvorrichtung befestigt sein, wobei der Statorteil eine
Außenwand aufweist. Der Rotorteil kann eine Innenwand be
sitzen. Die Außenwand des Statorteils und die Innenwand des
Rotorteils können wenigstens im wesentlichen zylindrisch
sein, wobei der Durchmesser der Innenwand des Rotorteils
größer ist als der Durchmesser der Außenwand des Statorteils.
Wenigstens ein Teil der Außenwand des Statorteils kann inner
halb der Begrenzungen der Innenwand des Rotorteils derart
angeordnet sein, daß eine Punktberührung zwischen der Innen-
und Außenwand während der dazwischen stattfindenden rollenden
Orbitalbewegung aufrechterhalten ist.
Der Rotorteil kann auf einem Achsbolzen drehbar gelagert
sein. Dieser Achsbolzen kann auf einem verschiebbaren Schlit
ten drehbar abgestützt sein. Der verschiebbare Schlitten kann
selbst auf einem drehbar gelagerten Gleitträger gleitend
abgestützt sein. Eine Antriebsquelle kann den Gleitträger zur
Ausführung einer Drehbewegung antreiben. Die Drehachse des
Gleitträgers kann bezüglich der Drehachse des Achsbolzens und
daher des Rotors seitlich versetzt sein, um dadurch eine
versetzte Antriebsanordnung zu schaffen.
Wenn der Gleitträger angetrieben wird, führt die versetzte
Antriebsanordnung zu einer Orbitalbewegung des auf dem ver
schiebbaren Schlitten abgestützten Achsbolzens um die Dreh
achse des Gleitträgers. Da der Rotorteil auf dem Achsbolzen
abgestützt ist, kann eine Zentrifugalkraft wirken, um die
zylindrische Außenwand des Statorteils gegen die zylindrische
Innenwand des Rotorteils zu drücken. Elastische Mittel können
ebenfalls vorgesehen sein, um das Zusammendrücken der zylin
drischen Innen- und Außenwand zu unterstützen. Die elasti
schen Mittel können beispielsweise die Form einer Schrauben
feder aufweisen, die zwischen einem Ende des verschiebbaren
Schlittens und dem Gleitträger angeordnet ist, um die zylin
drische Innenwand des Rotorteils gegen die zylindrische
Außenwand des Statorteils zu drücken. Diese Anordnung führt
zu einer Bewegung des auf dem Rotorteil abgestützten kreis
förmigen Schneidorgans in einer Rollbewegung um den fest
stehenden Statorteil.
Jeder Punkt an der Schneidkante des Schneidorgans kann sich
daher längs der kontinuierlichen gewellten oder ausgebauchten
Bahn bewegen, wobei jeder der ausgebauchten oder gewellten
Teile der Bahn konvexe Form besitzt.
Gemäß einer alternativen bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung kann der Statorteil an
einem Körper der Schneidvorrichtung befestigt sein, und der
Statorteil kann eine Innenwand besitzen, wobei der Rotorteil
eine Außenwand besitzt. Die Außenwand des Rotorteils und die
Innenwand der Statorteils können wenigstens im wesentlichen
zylindrisch sein, wobei der Durchmesser der Außenwand des
Rotorteils kleiner ist als der Durchmesser der Innenwand des
Statorteils. Der Rotorteil kann auf einem verschiebbaren
Schlitten abgestützt sein, der auf einem Gleitträger in
gleicher Weise wie bei der oben beschriebenen versetzten
Antriebsanordnung gleitend abgestützt sein kann. Der Hauptun
terschied besteht darin, daß wenigstens ein Teil der Außen
wand des Rotorteils innerhalb der Begrenzungen der Innenwand
des Statorteils angeordnet ist. Dies ermöglicht auch, daß
eine punktförmige Berührung zwischen der Innen- und Außenwand
während der dazwischen stattfindenden rollenden Orbitalbewe
gung aufrechterhalten bleibt.
Diese Ausführung führt zu einer etwas anderen Schneidbahn
gegenüber der ersten Ausführungsform. Insbesondere kann die
Schneidbahn jedes Punktes an der Schneidkante des Schneidor
gans durch eine Vielzahl von konkaven Einbauchungen oder
Einziehungen statt der konvexen Ausbauchungen wie im Fall der
ersten Ausführungsform definiert werden.
Gemäß noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung kann die Mittelachse des
Statorteils zur Ausführung einer Orbitalbahn um einen mittle
ren Drehpunkt und nicht fest wie bei den oben beschriebenen
Ausführungsformen angetrieben werden. Der Statorteil kann
sich daher in einer exzentrischen Bewegung um den zentralen
Drehpunkt bewegen. Der Rotorteil kann um den Statorteil
angeordnet sein. Die Bewegung des Rotorteils in einer rollen
den Orbitalbewegung um den Statorteil kann durch die exzen
trische Bewegung des Statorteils derart bewirkt werden, daß
der Rotorteil um den Statorteil in der gleichen Weise
"schwingen" kann, wie ein Hula-Hoop-Reifen um den Körper
eines Benutzers schwingt.
Der Statorteil kann ein Statorgehäuse mit einer um den Umfang
verlaufenden Ringnut aufweisen, und der Rotorteil kann einen
Kreisring mit einem in der Ringnut abgestützten, um den
Umfang verlaufenden inneren Teil aufweisen, wobei eine Punkt
berührung zwischen der Basis der Ringnut und dem inneren
Umfangsteil während der dazwischen stattfindenden rollenden
Orbitalbewegung aufrechterhalten bleibt. Der Statorteil kann
durch eine versetzte Antriebsanordnung angetrieben werden,
die eine Antriebswelle, einen auf der Antriebswelle abge
stützten Nocken und eine bezüglich der Drehachse der An
triebswelle seitlich versetzte Symmetrieachse aufweist, wobei
das Statorgehäuse auf dem Nocken zur Ausführung einer Bewe
gung mit demselben abgestützt ist.
Diese Anordnung schaltet das Erfordernis aus, daß die An
triebsanordnung der oben beschriebenen Anordnung den Achsbol
zen zum Abstützen des Rotors und des verschiebbaren Schlit
tens enthält. Der Rotor kann sich daher um den Stator in
einer Rollbewegung praktisch vollständig als Folge der Zen
trifugalkraft bewegen.
Die oben beschriebenen Ausführungsformen verwenden vorzugs
leise verhältnismäßig glatte zylindrische Wände für Rotorteil
und Statorteil. Es ist jedoch auch daran zu denken, daß ein
direkter Antrieb zwischen dem Stator und dem Rotor vorhanden
ist, indem beispielsweise zusammenwirkende Zahnradzähne
jeweils an den sich berührenden Wänden vorgesehen werden.
Ferner ist daran zu denken, daß der Stator und der Rotor
durch eine versetzte Gewichtsanordnung zusammengehalten
werden.
Die Bewegung des Schneidorgans hat eine Anzahl von Vorteilen:
- a) Die Bewegung des Schneidorgans führt zu einer seitli chen Schwingungsbewegung der Schneidkante des Schneidorgans. Dies ermöglicht ein gewisses Aufprallen des Schneidorgans auf das zu schneidende Material, was das Schneiden von hartem brüchigem Material, wie Beton, erleichtert.
- b) Die Verwendung dieser Schneidvorrichtung wird viel si cherer, da das Schneidorgan nicht leicht in irgendein elasti sches Material, wie menschliches Fleisch, einschneidet, weil die Drehzahl des Schneidorgangs verhältnismäßig niedrig sein kann.
- c) Da das Schneidorgan sich in einer Drehrichtung bewegt, wird es ermöglicht, daß das Schneidorgan Abfallmaterial kon tinuierlich aus dem Schnitt bei Betrieb auswirft, wodurch ein Festsetzen des Schneidorgans verhindert wird. Dies führt auch zu einer verhältnismäßig einfachen Antriebsanordnung für das Schneidorgan.
- d) Die Breite des von der Schneidvorrichtung erzeugten Schnittes ist kleiner als die Schnittbreite, welche von dem früheren Schneidwerkzeug der Anmelderin hervorgerufen wird, das in der oben erwähnten US-Patentschrift beschrieben ist.
- e) Im Vergleich zu dem oben beschriebenen früheren Schneidwerkzeug der Anmelderin kann die erfindungsgemäße Schneidvorrichtung eine verhältnismäßig kompakte Baugröße besitzen und kann in einer Hand gehalten werden. Dies beruht zum Teil darauf, daß das Schneidorgan nur in einer Richtung angetrieben werden muß, und die Antriebsquelle für die Schneidvorrichtung kann verhältnismäßig kleiner sein als bei dem früheren Schneidwerkzeug der Anmelderin. Ferner ist nur ein Schneidorgan erforderlich.
Anhand der Figuren werden bevorzugte Ausführungsbeispiele
der Erfindung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 einen seitlichen Schnitt der Lagereinrichtung ei
ner ersten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schneidvorrichtung;
Fig. 2 eine Explosionsansicht der Lagereinrichtung, des
kreisförmigen Schneidorgans und der Antriebseinrichtung der
in Fig. 1 dargestellten Schneidvorrichtung;
Fig. 3 ein Diagramm des Bewegungsweges eines Punktes an
der Schneidkante des von der Lagereinrichtung gemäß Fig. 1 ge
tragenen Schneidorgans;
Fig. 4 einen seitlichen Schnitt der Lagereinrichtung ei
ner zweiten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schneidvorrichtung; und
Fig. 5 einen seitlichen Schnitt der Lagereinrichtung ei
ner dritten bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Schneidvorrichtung.
In den Fig. 1 und 2 ist eine Schneidvorrichtung darge
stellt, welche ein allgemein kreisförmiges Schneidorgan 1
aufweist, das in einer Lagereinrichtung 2 gelagert ist. Die
Lagereinrichtung 2 umfaßt einen Rotor 3 mit einer inneren
zylindrischen Wand 4. Das Schneidorgan 1 kann am Rotor 3
durch an einem Flansch 6 des Rotors 3 angebrachte Befesti
gungsmittel 5 befestigt werden. Die Lagereinrichtung 2 weist
ferner einen Stator 7 auf, der an einem nicht gezeigten
Hauptteil der Schneidvorrichtung befestigt ist. Der Stator 7
umfaßt eine äußere zylindrische Wand 8 und einen inneren
Hohlraum 9. Eine ringförmige Rippe 10 ist an der äußeren
zylindrischen Wand 8 des Stators 7 vorgesehen. Der Flansch 6
des Rotors 3 kann mit einem Ringteil 11 zusammenwirken, das
einen ringförmigen Schulterteil 12 aufweist. Der Rotor 3 und
der Ring 11 können durch die Befestigungsmittel 5 aneinander
befestigt werden, so daß die ringförmige Schulter 12 eine
Rille 31 bildet, in welcher die ringförmige Rippe 10 des
Stators 7 aufgenommen werden kann.
Der Rotor 3 ist mittels eines Achsbolzens 13 drehbar gela
gert, welcher auf einem verschiebbaren Schlitten 14 gelagert
ist. Ein Lager 15 ist am verschiebbaren Schlitten 14 abge
stützt, um die Drehbewegung des Achsbolzens 13 zu ermögli
chen. Ein Keil 16 ist zwischen dem Achsbolzen 13 und dem
Rotor 3 vorgesehen, um zu gewährleisten, daß der Rotor 3 sich
zusammen mit dem Achsbolzen 13 bewegt.
Der verschiebbare Schlitten 14 ist in einem drehbar gelager
ten Gleitträger 19 gleitend abgestützt. Der verschiebbare
Schlitten 14 hat gegenüberliegende Seitenschienen 18 zum
Eingriff mit damit zusammenwirkenden Gleitnuten 17 im Gleit
träger 19. Eine Schraubenfeder 20 ist zwischen dem verschieb
baren Schlitten 14 und dem Gleitträger 19 vorgesehen. Die
Schraubenfeder 20 drückt den verschiebbaren Schlitten 14 aus
dem Gleitträger 19 heraus. Dadurch wird die innere zylindri
sche Wand 4 des Rotors 3 gegen die äußere zylindrische Wand 8
des Stators 7 gedrückt.
Die Antriebseinrichtung für die Schneidvorrichtung umfaßt
eine Antriebswelle 21, die mittels eines Keilriemenantriebs
mit einer angetriebenen Rolle 22, einem Keilriemen 23 und
einer Antriebsrolle 24 angetrieben wird. Die Antriebsrolle 24
wird mittels einer Kraftquelle 25, wie eines Elektromotors,
angetrieben.
Die Antriebswelle 21 treibt den Gleitträger 19 mit einer
Drehbewegung an. Der verschiebbare Schlitten 14 ist in einer
seitlichen Richtung bezüglich der Drehachse 27 der Antriebs
welle 21 verschiebbar. Ein Gegengewicht 28 ist durch Befesti
gungsmittel 29 am Gleitträger 19 befestigt. Die Drehachse 26
des den Rotor 3 tragenden Achsbolzens 13 ist bezüglich der
Drehachse 27 der Antriebswelle 21 versetzt. Dies ergibt eine
versetzte Antriebsanordnung, die dazu führt, daß der Rotor 3
wenigstens teilweise durch Zentrifugalkraft gegen den Stator
7 gedrückt wird. Das Gegengewicht 28 am Gleitträger 19
gleicht wenigstens im wesentlichen die Zentrifugalkraft
infolge der Orbitalbewegung des Rotors 3 in einer Rollbewe
gung um den Stator 7 aus.
Fig. 3 zeigt die Bahn eines Punktes an der Schneidkante 30
des Schneidorgans 1. Infolge der rollenden Orbitalbewegung
des Rotors 3, welcher das Schneidorgan 1 trägt, bewegt sich
die Schneidkante 30 längs einer "welligen" Bahn 32, wie
schematisch in Fig. 3 gezeigt.
Fig. 4 zeigt eine alternative Ausführungsform der Lagerein
richtung 2 der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung. Um ein
Verständnis dieser Ausführungsform zu erleichtern, sind die
Bestandteile dieser Ausführungsform, welche den Bestandteilen
der in den Fig. 1 uns 2 dargestellten Ausführungsform
entsprechen, mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
Die in Fig. 4 gezeigte Schneidvorrichtung arbeitet in ähnli
cher Weise wie die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Aus
führungsform. Das Schneidorgan 1 ist auf einem Rotor 3 gela
gert. Der Rotor 3 ist durch einen Achsbolzen 13 auf einem
verschiebbaren Schlitten 14 drehbar gelagert, der seinerseits
auf einem drehbaren Gleitträger 19 gleitend gelagert ist. Der
Gleitträger 19 ist durch eine Antriebswelle 21 angetrieben.
Die Drehachse 26 des Achsbolzens 13 ist bezüglich der Dreh
achse 27 der Antriebswelle 21 in der gleichen Weise versetzt
wie bei der Schneidvorrichtung gemäß Fig. 1.
Der Hauptunterschied besteht darin, daß der Rotor 3 eine
äußere zylindrische Wand 50 und der Stator 7 eine innere
zylindrische Wand 51 aufweist. Der Durchmesser der Rotor
außenwand 50 ist kleiner als der Durchmesser der Statorinnen
wand 51. Daher kann wenigstens ein Teil des Rotors 3 im
Hohlraum 9 des Stators 7 aufgenommen werden. Wenn der Rotor
in seiner rollenden Orbitalbewegung angetrieben wird, rollt
die Rotoraußenwand 50 an der Statorinnenwand 51 ab. Dies ist
entgegengesetzt wie bei der ersten Ausführungsform gemäß
Fig. 1 und 2 und führt dazu, daß die Schneidkante des
Schneidorgans 1 sich bei dieser Ausführungsform auf einer
etwas anderen Bahn bewegt. Jeder Punkt der Schneidkante
bewegt sich auf einer Bahn, die durch eine Vielzahl von
konvexen Bögen oder Einsenkungen gebildet wird.
Fig. 5 zeigt noch eine andere Ausführungsform der Lagerein
richtung 2 der erfindungsgemäßen Schneidvorrichtung. Der
Stator wird bei dieser Ausführungsform von einem Statorgehäu
se 65 gebildet, das sich rings um einen Nocken 64 erstreckt
und auf dem Nocken 64 mittels eines Lagers 67 abgestützt ist.
Der Nocken 60 ist auf einer Antriebswelle 61 mit einer mitti
gen Drehachse 62 angebracht. Der Nocken 60 hat eine wenig
stens im wesentlichen zylindrische äußere Lagerfläche 64, auf
der das Lager 67 angebracht ist. Die Symmetrieachse 63 des
Nockens 60 ist bezüglich der Drehachse 62 der Antriebswelle
derart seitlich versetzt, daß der Nocken 60 mit einer exzen
trischen Bewegung angetrieben wird. Eine Drehung des Nockens
60 führt daher zu einer exzentrischen Bewegung des Gehäuses
65.
Das Statorgehäuse 65 weist eine Ringnut 68 auf, die sich um
den Umfang des Gehäuses 65 erstreckt. Der Rotor der Lagerein
richtung 2 der in Fig. 5 gezeigten Schneideinrichtung besitzt
die Form eines Kreisringes 69 mit einem inneren Umfangsteil
70, der in der Ringnut 68 des Gehäuses 65 aufgenommen ist.
Fig. 5 zeigt den inneren Umfangsteil 70 des kreisförmigen
Rings 69, welcher sich bis zu einem inneren Umfangsrand 71
verjüngt. Die Form der Ringnut 68 entspricht allgemein der
Form des inneren Teils des kreisförmigen Rings 69, wobei die
Basis 73 der Nut 68 ebenfalls verjüngte Seiten aufweist.
Der Durchmesser des kreisförmigen Rings 69 ist, gemessen vom
inneren Umfangsrand 71 desselben aus, größer als der innerste
Durchmesser der Basis 72 der Ringnut 68, so daß ein Zwischen
raum 73 zwischen dem innersten Umfangsrand 71 und der Basis
72 der Ringnut 68 vorgesehen ist. Das Schneidorgan 1 ist auf
dem kreisförmigen Ring 69 abgestützt und ist mit diesem
beweglich. Die Symmetrieachse 66 des kreisförmigen Rings 69
ist ebenfalls bezüglich der Drehachse 62 der Antriebswelle
versetzt.
Eine Massenausgleichsplatte 80 ist am Ende der Antriebswelle
61 befestigt. Diese Platte 80 weist normalerweise ein Gegen
gewicht 81 und/oder Öffnungen 82 auf, die innerhalb der
Ausgleichsplatte 80 vorgesehen sind. Diese Platte 80 dreht
sich mit der Antriebswelle 61, um zum Gewichtsausgleich der
unausgeglichenen Kräfte infolge der exzentrischen Bewegung
des Nockens 60, des Gehäuses 65, der Ringplatte 69 und des
Schneidorgans 1 beizutragen. Da sich das Gehäuse 65 in einer
exzentrischen Bewegung um die Drehachse 62 der Antriebswelle
61 dreht, und infolge des Zwischenraums 72 zwischen dem
inneren Umfang am Teil 70 des kreisförmigen Rings und der
Basis 72 der Ringnut 68 des Gehäuses 65 ergibt sich ein
Schwingen des kreisförmigen Rings 69 und daher des Schneidor
gans 1 um das Gehäuse 65 in ähnlicher Weise wie bei einem
sich um die Taille einer Person bewegenden Hula-Hoop-Reifen.
Der kreisförmige Ring 69 wird daher um das Gehäuse 65 infolge
der Zentrifugalkraft des kreisförmigen Rings 69 und des
Schneidorgans 1 um das Gehäuse 65 in einer rollenden Orbital
bewegung geschwungen. Um einen direkten Antrieb des kreisför
migen Rings 69 um das Gehäuse 65 zu ermöglichen, kann eine
Vielzahl von Zähnen 83 am kreisförmigen Ring 69 zum Eingriff
an der Außenfläche des Gehäuses 65 vorgesehen werden. Dies
ergibt einen direkteren Antrieb des kreisförmigen Rings 69
und daher des Schneidorgans 1.
Die erfindungsgemäße Schneidvorrichtung ist verhältnismäßig
billig herzustellen, da die Teile der Lagereinrichtung für
das Schneidorgan einfach auf einer Drehbank gedreht werden
können. Keine kostspieligen Gußteile sind für die Schneidvor
richtung erforderlich.
Die Schneidvorrichtung kann auch als eine verhältnismäßig
kompakte Einheit hergestellt werden, die mit einer Hand
gehalten werden kann und die trotzdem in der Lage ist, das
Material, wie Beton, zu schneiden. Die Schneidvorrichtung ist
jedoch sicher zu verwenden, da das Schneidorgan nicht leicht
in elastisches Material, wie menschliches Gewebe, einschnei
det, was auf der verhältnismäßig geringen Drehzahl des
Schneidorgans beruht.
Es wird bemerkt, daß auch andere Ausbildungen für den Antrieb
des Schneidorgans in einer rollenden Umlaufbahn oder Orbital
bahn um einen Mittelbereich angewendet werden könnten. Bei
spielsweise könnte das Schneidorgan auch durch Induktion,
Luft oder Hydraulik sowie auch durch andere mechanische
Mittel angetrieben werden.
Claims (13)
1. Schneidvorrichtung mit einem allgemein kreisförmigen
Schneidorgan und einer Lagereinrichtung zum Lagern des
Schneidorgans für die Ausführung einer Bewegung um einen
Mittelbereich, dadurch gekennzeichnet, daß das Schneid
organ in einer rollenden Umlauf- oder Orbitalbewegung um
den Mittelbereich bei Betrieb der Schneidvorrichtung
angetrieben ist.
2. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Schneidorgan eine Schneidkante aufweist,
wobei jeder Punkt an der Schneidkante längs einer kon
tinuierlichen mit konvexen Ausbauchungen oder Wellungen
versehenen Bahn angetrieben ist.
3. Schneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Schneidorgan eine Schneidkante aufweist,
wobei jeder Punkt an der Schneidkante längs einer kon
tinuierlichen, mit konkaven Einziehungen oder Wellungen
versehenen Bahn angetrieben ist.
4. Schneidvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagereinrichtung
einen Rotorteil und einen Statorteil aufweist, wobei der
Rotorteil das Schneidorgan trägt und der Rotorteil
bezüglich des Statorteils in der rollenden Orbitalbewe
gung beweglich ist.
5. Schneidvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Rotorteil eine wenigstens im wesentlichen
zylindrische Innenwand und der Statorteil eine wenig
stens im wesentlichen zylindrische Außenwand aufweist,
wobei der Durchmesser der Innenwand größer ist als der
Durchmesser der Außenwand und wenigstens ein Abschnitt
der Außenwand des Statorteils innerhalb der Begrenzungen
der Innenwand des Rotorteils liegt, so daß eine punkt
förmige Berührung zwischen der Innen- und Außenwand
während der zwischen diesen stattfindenden rollenden
Orbitalbewegung aufrechterhalten ist.
6. Schneidvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Rotorteil eine wenigstens im wesentlichen
zylindrische Außenwand und der Statorteil eine wenig
stens im wesentlichen zylindrische Innenwand aufweist,
wobei der Durchmesser der Innenwand größer ist als der
Durchmesser der Außenwand und wenigstens ein Abschnitt
der Außenwand des Rotorteils innerhalb der Begrenzungen
der Innenwand des Statorteils angeordnet ist, so daß
eine punktförmige Berührung zwischen der Innen- und
Außenwand während der zwischen denselben stattfindenden
rollenden Orbitalbewegung aufrechterhalten ist.
7. Schneidvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Rotorteil für die Ausführung
einer Bewegung relativ zur Statorstellung durch eine
versetzte Antriebsanordnung angetrieben ist, so daß er
in der rollenden Orbitalbewegung bezüglich des Stator
teils ist.
8. Schneidvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich
net, daß die versetzte Antriebsanordnung eine Antriebs
welle, eine auf der Antriebswelle angeordnete und mit
dieser drehbare Lagereinrichtung, einen verschiebbaren
Schlitten, der auf der Lagereinrichtung gleitbar abge
stützt ist, und einen Rotorachsbolzen aufweist, der am
verschiebbaren Schlitten drehbar abgestützt ist, wobei
der Rotorteil auf dem Rotorachsbolzen abgestützt ist,
und wobei die Drehachse des Rotorachsbolzens bezüglich
der Drehachse der Antriebswelle seitlich versetzt ist.
9. Schneidvorrichtung nach Anspruch 8, gekennzeichnet durch
ein elastisches Mittel zwischen der Lagereinrichtung und
dem verschiebbaren Schlitten zum Drücken des Rotorteils
gegen den Statorteil.
10. Schneidvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der Statorteil für die Ausführung einer exzen
trischen Bewegung um einen mittleren Drehpunkt angetrie
ben ist, wobei der Rotorteil rings um den Statorteil
angeordnet und zur Ausführung der rollenden Orbitalbewe
gung um den Statorteil durch die exzentrische Bewegung
des Statorteils gedrückt ist.
11. Schneidvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Statorteil ein Statorgehäuse mit einer
um den Umfang verlaufenden Ringnut und der Rotorteil
einen kreisförmigen Ring mit einem inneren Umfangsteil
aufweist, der in der Ringnut abgestützt ist, wobei ein
Berührungspunkt zwischen der Basis der Ringnut und dem
inneren Umfangsteil während der zwischen denselben
stattfindenden rollenden Orbitalbewegung aufrechterhal
ten ist.
12. Schneidvorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Statorteil durch eine versetzte An
triebsanordnung mit einer Antriebswelle und einem Nocken
angetrieben ist, der auf der Antriebswelle gehalten ist
und eine Symmetrieachse aufweist, die bezüglich der
Drehachse der Antriebswelle seitlich versetzt ist, wobei
das Statorgehäuse am Nocken zur Ausführung einer Bewe
gung zwischen denselben abgestützt ist.
13. Schneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 12,
gekennzeichnet durch eine direkten Antriebseinrichtung
zwischen dem Statorteil und dem Rotorteil.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AUPO5302A AUPO530297A0 (en) | 1997-02-26 | 1997-02-26 | Cutting apparatus |
Publications (1)
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|---|---|
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