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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Durchführung dreidimensionaler geometrischer
Messungen in situ einer Oberflächenschicht
mit einer Struktur aus dünnen
Schichten in einer Vakuumbehandlungskammer zur Messung der Entwicklung
der Struktur während
eines Ätz-
oder Ablagerungsverfahrens entsprechend den Oberbegriffen des Anspruches
1 bzw. des Anspruches 8.
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Anwendungsfälle der
Erfindung sind die Steuerung in situ und in Echtzeit der Herstellung
von Halbleiterschichten mit tiefer Ätzung in Silicium z. B. zur
Herstellung von elektrischen Mikrosystemen oder zum Verdünnen von
Mikromembranen, die zur Herstellung von Mikrosensoren bestimmt sind.
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Aus
der
FR 2 680 414 A1 (SOFIE,
vgl. auch
US 5 355 217
A ) ist bereits eine kompakte Anordnung für Beobachtungen
und gleichzeitige interferometrische Messungen durch Laser bekannt,
um interferometrische Messungen in situ auf einer Ansammlung von
dünnen
Schichten durchführen
zu können,
die in einer Vakuumkammer angeordnet sind. Die Anordnung umfaßt eine
Beobachtungskamera, deren Objektive einerseits von einem Beleuchtungsstrahl
und andererseits von einem oder zwei Laserstrahlen für interferometrische
Messungen durchlaufen werden.
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Aufgrund
dieser Technik kann man insbesondere den Laserstrahl auf die zu
untersuchende Schicht positionieren und die Geschwindigkeit des Anwachsens
oder Abnehmens der Dicke der Oberflächenschicht der Struktur aus
dünnen
Schichten messen. Jedoch haben der monochromatische Beleuchtungsstrahl
und der Lasermeßstrahl
nicht exakt die gleiche Wellenlänge,
was ein Achromatismusproblem hervorruft, das die gleichzeitige Scharfeinstellung
der beiden Lichtstrahlen nur dann ermöglicht, wenn die Objektive
achromatisch sind. Außerdem
ermöglicht
diese Technik keine absolute Messung der Dicke der Oberflächenschicht
in der beobachteten Zone, da sie auf einer interferometrischen differentiellen
Messung beruht, die sich mit einer Periode von etwa λ/2n wiederholt,
wobei λ die
Beobachtungslänge
und n der Brechungsindex der Oberflächenschicht ist.
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Aus
der
FR 2 718 231 A1 (SOFIE)
ist auch ein Verfahren zu Überwachung
der Dicke einer örtlich begrenzten
Zone der Oberflächenschicht
einer Struktur aus dünnen
Schichten bekannt, das in der Lage ist, die absolute Dicke der Oberflächenschicht
in einer spezielle Analysezone zu messen, indem man eine Spektralanalyse
mittels eines Spektrographen eines Lichtstrahls durchführt, der
von einem Strahl weißen
Lichts stammt, der von der Ansammlung von dünnen Schichten reflektiert
wird. Diese Technik ist wirksam, ermöglicht es jedoch nur, die Dicke
der Schicht und ihre Änderungsgeschwindigkeit
in einer örtlich
begrenzten Zone für
Tiefen von max. einigen Dutzend Micron zu erfassen.
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Die
US 5 392 116 A beschreibt
eine Phasenmeßmethode
und ein Gerät
zur Bestimmung der Phasendifferenz zwischen zwei polarisierten Lichtstrahlen
zur Messung von Höhendifferenzen
entlang einer Oberfläche.
Das System umfasst eine Laserquelle und ein Wollaston-Prisma zum
Auftrennen des Laserstrahls in zwei schmale Strahlen mit orthogonaler
Polarisation, die auf die Oberfläche
einer Probe gerichtet sind. Nach der Reflektion werden die schmalen
reflektierten Lichtstrahlen durch das Wollaston-Prisma rekombiniert
und auf ein Phasenverschiebungselement und einen bei 45° ausgerichteten Polarisator
gerichtet. Das System der
US
5 392 116 A offenbart jedoch keine Kamera zur Visualisierung der
schmalen Lichtstrahlen auf der Probe.
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Die
US 5 420 711 A ein
Differentialinterferenzmikroskop vom Reflektionstyp, das eine breite Lichtquelle,
eine optische Vorrichtung zum Aufspalten des Strahls der Lichtquelle
in zwei Einzelstrahlen und einen Polarisator enthält (
13). Mit dieser Vorrichtung ist eine Beobachtung
einer Probe, jedoch keine Messung von Höhendifferenzen oder des Schichtwachstums
möglich.
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Die
DE 21 12 229 B2 offenbart
ein System zur interferometrischen Messung eines Strahls großen Durchmessers
aus einer monochromatischen Lichtquelle, z. B. einer Quecksilberlampe.
Das Interferometer umfasst zwei Prismen in Tandemanordnung, um zwei
Strahlen orthogonaler Polarisation, die räumlich um Δ verschoben sind, bereitzustellen. Ein
Polarisator, der bei 45° von
den polarisierten Strahlen angeordnet ist, rekombiniert die reflektierten Strahlen
vor dem Detektor.
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Die
DE 1 447 254 A offenbart
ein polarisierendes Interferometer, das ein Mikroskop umfasst, das
zwei doppelbrechende Prismen, einen Analysator und einen Polarisator
enthält.
Ein Prisma ist um die Achse des Mikroskopobjektivs drehbar befestigt. Das
andere Prisma ist innerhalb des Mikroskoptubus befestigt und kann
parallel und senkrecht in Bezug auf die Achse des Objektivs verschoben
werden. Der Polarisator und der Analysator sind bei 45° von der Kante
des Prismas fixiert.
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Bei
den vier letztgenannten Schriften ist entweder die mikroskopische
Beobachtung einer Probe oder die Messung von Höhendifferenzen auf der Probe
möglich.
Keine der Vorrichtungen ermöglicht
beides.
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Das
der Erfindung zugrundeliegende technische Problem besteht deshalb
darin, eine Vorrichtung bereitzustellen, mit der die Höhendifferenz
zwischen zwei spezifischen Zonen auf einer Oberfläche einer
Probe gemessen werden kann, und mit der ein reflektierter polarisierter
Lichtstrahl aus einem der beiden spezifischen Bereiche gemessen
werden kann, während
die Bereiche beobachtet werden.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt dabei die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Technik zu schaffen, um die bisherigen Messungen, aber auch Messungen
von Mustern großer
Dicke bzw. Tiefe für mikromechanische
Anwendungsfälle
durchführen
zu können.
Wenn die Schichten dick bzw. die Muster tief sind, wird die Intensität des Lichts
zum Messen sehr gering und die üblichen
Techniken sind nicht mehr geeignet.
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Der
Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung und
ein Verfahren zu schaffen, die eine momentane Messung der Differenz
des Niveaus zwischen einer als Ursprung gewählten Oberfläche und
dem geätzten
bzw. abgelagerten Muster zu schaffen.
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Die
schmalen Lichtstrahlen sollen einfach auf der Oberfläche der
Probe positionierbar sein. Bei der Ausrichtung soll es jedoch ermöglicht werden,
die eingestellte Polarisation zu erhalten.
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Desweiteren
wird angestrebt, die Zahl der verwendeten Lichtquellen zu reduzieren.
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Gelöst wird
diese Aufgabe gem. der Erfindung durch die im Anspruch 1 bzw. 8
angegebenen Merkmale. Zweckmäßige Ausgestaltungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Die
Ausführungsform
nach Anspruch 2 eignet sich besonders für die Messung sehr tiefer Muster.
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Bei
der Ausführungsform
nach Anspruch 4 dient die Blende somit als Raumfilter zur Reduzierung
des Lichts, das sich außerhalb
der Bahn des reflektierten schmalen Lichtstrahls befindet.
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Bei
der Ausführungsform
nach Anspruch 6 wird vorteilhafterweise bei Verwendung eines Laserstrahls
eine Frequenzfilterung bewirkt.
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Das
Wollaston-Prisma gehört
zur Kategorie von Polarisationszustandsseparatoren. Die austretenden
Strahlen sind beidseitig zur mittleren Richtung des auftreffenden
Strahls abgelenkt, diese Ablenkungen sind jedoch nicht exakt symmetrisch.
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Wenn
man z. B. ein Wollaston-Prisma mit einer Winkelseparation α = 30 Winkelminuten
wählt,
erhält
man bei einem Abstand von 20 cm von der Struktur spezielle Zonen,
die um etwa 450 Micron versetzt sind. Die Verschiebung des Wollaston-Prismas
in der Kamera ermöglicht
es, diesen Abstand einzustellen. Die Drehung des Wollaston-Prismas
ermöglicht
es, die beiden speziellen Zonen zu verschieben. Man kann so leicht
eine spezielle Zone auf einem Abschnitt der Oberflächenschicht
wählen,
die durch eine Maske abgedeckt und somit von der Behandlung ausgespart
ist, und die andere spezielle Zone in einem Abschnitt, der gerade
geätzt
wird. Man kann selbstverständlich
mehrere Messungen an verschiedenen Abschnitten der Stelle durchführen, die
gerade geätzt
wird. Die Stelle kann mittels des Tisches mit horizontaler Verstellung
geändert
werden.
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Wenn
man die spezielle Zone am Rand zwischen einem Abschnitt, der gerade
geätzt
wird, und einem von der Maske abgedeckten Abschnitt anordnet, ergibt
sich ein Brechungseffekt, den man an der Überwachungskamera beobachten
kann, was es leicht ermöglicht,
die spezielle Zone zu verschieben, um diesen Effekt zu vermeiden.
Die Maske, die einen Abschnitt der Struktur aus dünnen Schichten
abdeckt, ist für
die verwendeten Wellenlängen
mit einer Selektivität
bzgl. der Struktur selbst in der Größenordnung von 50 transparent.
Wenn die Selektivität zwischen
dem geätzten Material
und der Maske größer als
10 ist, beeinflußt
die Ätzung
der Maske die Genauigkeit der Messung nicht. Die Kamera dient gleichzeitig
zur Wiedererkennung der Position der Strahlen und zur Durchführung geometrischer
Messungen aufgrund der Digitalisierung, die sie durchführt. Außerdem kann
das Ätzverfahren
die Tendenz haben, die durch die Maske nicht abgedeckten Teile durch
Abtragen deren Ränder
oder Aushöhlen
eines Teils der Maske am Rand eines Abschnittes, der gerade geätzt wird,
durch Abtragen unterhalb der Maske zu verbreitern. Diese Entwicklungen
werden in Echtzeit mittels der Abbildungsverarbeitung und der Interferometrie
beobachtet, da sie sich als Änderung der
Kontraste mit dem Zeitablauf auswirken. Zwei aufeinanderfolgende
Abbildungen der Probe können verglichen
werden, um diese mögliche
Kontraständerung
festzustellen. Die Stabilität
der Maske wird in Echtzeit in einer horizontalen Ebene längs der
Achse X, Y und in der Tiefe geprüft.
Man erhält
damit dreidimensionale Informationen über die Entwicklung der Muster
der Probe.
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Nach
der Reflexion an der Probe zeichnen sich die beiden, am Ausgang
des Wollaston-Prismas verfügbaren
Strahlen aus durch:
- – lineare und untereinander
orthogonale Polarisationszustände,
- – unterschiedliche
Amplituden ex und ey,
- – eine
Phasenverschiebung Δ.
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Die
unterschiedlichen Amplituden stammen nicht nur von Reflexionen unterschiedlicher
Art an der Probe, sondern sind auch auf die Wirkung von Montageelementen,
insbesondere der Kamera zurückzuführen, die
von der Polarisation des Strahls abhängt.
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Die
Phasenverschiebung Δ hängt insbesondere
ab von:
- – der
Differenz des Niveaus zwischen den Zonen der Oberflächenschicht,
auf denen die schmalen Strahlen reflektiert werden,
- – den
Reflexionen unterschiedlicher Art an der Probe,
- – den
Montageelementen.
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Um
eine ausreichende Genauigkeit zu erhalten, trennt man die drei Anteile
durch ein geeignetes Eichverfahren.
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Die
Phasenverschiebung Δ ist
eine Phasenverschiebung zwischen den Amplituden der beiden Strahlen
an zwei unterschiedlichen Punkten der Probe.
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Im
Falle der drehbaren Lambda-Viertel-Platte kann man zwei Messungen
der Phasenverschiebung durchführen,
die erste, bei der die beiden Strahlen in derselben Ebene mit einem
Wert Δ1 reflektiert werden, und die zweite, bei
der die beiden Strahlen in unterschiedlichen Ebenen mit einem Wert Δ2 reflektiert
werden. Der Unterschied des Niveaus zwischen den Ebenen steht mit
diesen Phasenverschiebungswerten in Beziehung: Δ2 – Δ1 =
(2 Π/λ) 2e, wobei λ die Wellenlänge der
Strahlen und e der vertikale Abstand zwischen den Ebenen ist. Man
kann so den Einfluß der
Ursprungsphasenverschiebung unterdrücken. Die Vorrichtung eignet
sich zur Messung von Mustern geringer Dicke an der Probe, was ihr
einen sehr großen
Meßbereich
verleiht.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand der 1–5 beispielsweise
erläutert.
Es zeigt:
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1 eine
schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung, die für das erfindungsgemäße Verfahren
verwendet wird;
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2 eine
schematische Darstellung zur Erläuterung
der Vorrichtung der Erfindung;
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3 einen
Schnitt der Struktur aus dünnen Schichten,
die gem. der Technik der Erfindung überwacht wird,
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4 eine
Aufsicht entsprechend 3; und
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5 eine
Abwandlung der 2.
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Durch
die Erfindung wird eine sehr kompakte Anordnung für gleichzeitige
inferometrische Beobachtungen und Messungen mit Laser insbesondere an
Strukturen aus dünnen
Schichten geschaffen, eine Technik wie sie im einzelnen in den
FR 2 680 414 A1 und
FR 2 718 231 A1 erläutert ist,
aus denen der Aufbau und die Arbeitsweise der Vorrichtung grundsätzlich hervorgehen.
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Wie 1 zeigt,
umgibt eine Vakuumbehandlungskammer eine zu behandelnde Probe 2,
z. B. eine Siliciumplatte beim Ätzen
mit Plasma, um eine Membran zu erhalten, und hat an ihrer oberen Wand
ein Fenster 3 aus Siliciumdioxyd. Eine Überwachungseinheit 4 ist
oberhalb der Behandlungskammer 1 auf einem in X-Y-Richtung horizontal
verschiebbaren Tisch 5 angeordnet. Die Überwachungseinheit 4 ist
mit einem Glasfaserkabel 6 und einem elektrischen Kabel 7 mit
einer Auswerte- und
Steuereinheit 8 verbunden, der ein Steuerpult 9 und
ein Display 10 zugeordnet sind. Die Einheit 8 ist
an zwei Schrittelektromotoren (nicht gezeigt) angeschlossen, um
die horizontale Verschiebung der Überwachungseinheit 4 auf
dem Tisch 5 zu steuern.
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Wie
im einzelnen 2 zeigt, hat die Überwachungseinheit 4 ein
Gehäuse 11,
das eine Videokamera 12 enthält, deren einstellbares Objektiv 13 autofokussiertend
sein kann, eine Beleuchtungsquelle 14 mit breitem Lichtstrahl
und eine bestimmte Anzahl optischer Platten um die Führung von
Lichtstrahlen auf vorbestimmten optischen Wegen sicherzustellen.
Die Videokamera 12 hat einen Sensor 15, der vorzugsweise
aus mehreren Ladungsübertragungszellen
(CCD) besteht, die in einer Matrix angeordnet sind. Der Sensor 15 ist
in nichtgezeigter Weise mit einem elektrischen Anschluß 16 für das elektrische
Kabel 7 verbunden, um der Auswerte- und Steuereinheit 8 ein
numerisches Videosignal zu liefern, das auf dem Display 10 dargestellt
wird, wobei der elektrische Anschluß 16 am Gehäuse 11 befestigt
ist.
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Das
Gehäuse 11 hat
eine innere Kammer 11a, in der sich die Beleuchtungsquelle 14 befindet, die
in einem Spektrum emittiert, das sich vorzugsweise wenigstens teilweise
mit dem Spektrum des sichtbaren Lichts überdeckt. Um die folgende Beschreibung
zu vereinfachen, wird nur von weißem Licht gesprochen, das von
der Lichtquelle 14 emittiert wird. Die innere Kammer 11a hat
ein Fenster, das mit einer optischen Linse 17 versehen
ist, die den Beleuchtungslichtstrahl auf eine semitransparente Platte 18 leitet,
die zwischen dem Objektiv 13 und dem Sensor 15 der
Kamera 12 vorgesehen ist, so daß der Beleuchtungslichtstrahl
dem optischen Weg der Kamera, d. h. der optischen Achse 13a des
Objektivs 13 folgt. Eine erste Lichtfalle 19 in
Form einer Platte ist hinter der semitransparenten Platte angeordnet,
um den Teil des Beleuchtungslichtstrahls zu absorbieren, der die
semitransparente Platte 18 durchlaufen hat, und so optische
Störungen
in der Überwachungseinheit 4 zu
reduzieren.
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Die
Laserstrahlquelle 20 hat eine Laserdiode und emittiert
einen schmalen Strahl, der mittels einer semitransparenten Platte 21 auf
eine weitere semitransparente zweite Platte projiziert wird, die
in die optische Bahn zwischen dem Objektiv 13 und dem Sensor 15 der
Kamera 12 eingesetzt ist, so daß der Laserstrahl ebenfalls
dem optischen Weg der Kamera 12 folgt, der mit der optischen
Achse 13a des Objektivs 13 zusammenfällt. Eine
weitere Lichtfalle 13 in Form einer Platte ist hinter der
semitransparenten Platte 22 angeordnet.
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In
Abwandlung kann die Laserquelle 22 durch eine Quelle weißen Lichts
mittels eines Xenon-Lichtbogens ersetzt werden, die außerhalb
des Gehäuses 11 angeordnet
und an dieses mittels eines nichtgezeigten Glasfaserkabels angeschlossen
ist.
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Auf
der Bahn des von der Quelle 20 emittierten Laserstrahls
ist zwischen der semitransparenten Platte 21 und der semitransparenten
Platte 22 ein erstes Wollaston-Prisma 24 angeordnet, das dem von
der Laserquelle 20 abgegebenen Strahl in zwei schmale Strahlen 25 und 26 teilt,
die einen Winkelabstand von 30 Winkelminuten haben und deren Polarisationszustände linear
und orthogonal zueinander sind. Man verfügt somit über zwei kohärente Laserstrahlen
Zum besseren Verständnis
ist der Winkelabstand der Strahlen 25 und 26 in 2 absichtlich
vergrößtert. Die
Linearpolarisationen werden auf der Bahn beibehalten, unter der
Bedingung, daß die Richtungen
der Linearpolarisation am Ausgang des Wollaston-Prismas parallel
und senkrecht zur Einfallsebene auf der Platte 22 sind,
da die Lichtstrahlen sonst eine elliptische Polarisation haben.
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Somit
umgibt das kompakte Gehäuse 11 der Überwachungseinheit 4 die
Videokamera 12 mit der Beleuchtungsquelle 14 und
der Laserstrahlquelle 20, um einen Lichtstrahl, der sich
aus dem Beleuchtungslichtstrahl, der von der Beleuchtungsquelle 14 emittiert
wird, und schmalen Laserstrahlen 25 und 26 zusammensetzt,
die von der Laserstrahlquelle 20 emittiert und vom Wollaston-Prisma 24 geteilt
werden, auf einem optischen Weg zu emittieren, der durch das Objektiv 13 der
Kamera 12 verläuft.
Der kombinierte Lichtstrahl wird von der Überwachungseinheit 4 durch
das Objektiv 13 und das Fenster 3 der Behandlungskammer 1 geleitet
und gelangt auf die Probe 2 mit einer Struktur aus dünnen Schichten. (1)
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Der
von der Probe 2 reflektierte Lichtstrahl durchlauft das
Objektiv 13 und gelangt in das Innere des Gehäuses 11 der Überwachungseinheit 4.
Die semitransparenten Platte 22 teilt den reflektierten Lichtstrahl
in zwei Teile. Der eine übertragene
Teil, der, nachdem er die semitransparenten Platten 22 und 18 durchlaufen
hat, gelangt zum Sensor 15 der Kamera 12. Der
von der Platte 22 reflektierte Teil durchläuft das
Wollaston-Prisma 24, was die Kombination zweier reflektierter
schmaler Laserstrahlen zu einem einzigen bewirkt. Der einzige reflektierte
Laserstrahl am Ausgang des Wollaston-Prismas 24 durchläuft einen
Polarisator 24 und gelangt zu einer Detektionszelle 28,
die über
ein Glasfaserkabel 6 mit der Auswerteeinheit 8 verbunden
ist.
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Der
auf den Sensor 15 der Kamera 12 gerichtete reflektierte
Strahl entspricht dem Spektrum des Beleuchtungslichtstrahls mit
zwei reflektrierten Laserstrahlen hoher Intensität. Um eine Blendwirkung bzw. Überlastung
des Sensors 15 und damit der Videokamera 12 durch
die Wirkung der reflektierten Laserstrahlen zu vermeiden, ist ein
Filter 29 in der optischen Bahn der Kamera 12 unmittelbar
vor dem Sensor 15 angeordnet.
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Das
optische Filter 29 ist für eine charakteristische Wellenlänge transparent
und für
andere Wellenlängen
undurchlässig,
um nur gewissermaßen monochromatisches
Licht zum Sensor 15 der Kamera 12 durchzulassen.
So verhält
sich jede CCD-Zelle des Sensors 15 einzeln wie ein Interferometer,
das ein Pixel der Bildebene der Kamera 12 darstellt. Die Videokamera 12 verhält sich
wie mehrere Interferometer, die in Matrixform angeordnet sind, und
liefert somit ein Videosignal, das man am Display 10 betrachtet
und das einer monochromatischen Kartographie entspricht, die die
Oberfläche
der bleuchteten Stelle der Probe 2 wiedergibt. Vorzugsweise
wählt man
eine charakteristische Wellenlänge
des optischen Filters 29 ausreichend nahe an der Wellenlänge der
reflektierten Laserstrahlen, um auf dem Display 10 auch
die beiden Laserpunkte innerhalb der beleuchteten begrenzten Zone
darzustellen, ohne daß letztere
die Videokamera 12 überlasten.
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Die
Interferenz der Strahlen ist aufgrund des Polarisators möglich, auf
dessen Übertragungsachse die
elektrischen Feldvektoren der beiden Strahlen projiziert werden.
Man erhält
somit am Ausgang kolineare und phasenverschobene Schwingungen, die interferieren
können,
im Gegensatz zu den elektrischen Feldern vor dem Polarisator, die
orthogonal und damit nicht in der Loge sind, zu interferieren, selbst
wenn die entsprechenden Strahlen exakt zusammenfallen.
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Der
Polarisator 27 hat die Form eines Films, der dichroitische
Partikel enthält,
die das Licht entsprechend einer ersten Richtung des elektromagnetischen
Feldes absorbieren und es in einer zweiten Richtung orthogonal zur
ersten durchlassen. Da die Polarisationen der reflektierten Laserstrahlen
durch ihren Durchgang im Wollaston-Prisma 24 nicht geändert werden,
ermöglicht
es die Drehung des Polarisators 27 in einer ersten Winkelposition,
einen der reflektierten Laserstrahlen auszuwählen, in einer zweiten, um
90° zur
ersten versetzten Position, den zweiten reflektierten Laserstrahl
auszuwählen,
und in einer dritten, etwa 45° zur
ersten versetzten Position, die beiden reflektierten Laserstrahlen
und insbesondere ihre Interferenzen zu analysieren. Die Detektionszelle 28 kann
von unterschiedlicher Art und insbesondere ein Spektograph sein.
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Vor
dem Polarisator 27 kann eine Blende 30 angeordnet
sein, deren Loch einen Durchmesser entsprechend dem der reflektierten
Laserstrahlen hat, um die Detektion durch die Detektionszelle 28 des
von der Quelle 14 kommenden Lichts zu begrenzen.
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Man
kann auch ein nichtgezeigtes Interferenzfilter vorsehen, das zwischen
dem Polarisator 27 und der Detektionszelle 28 angeordnet
ist, um eine Einwirkung des Filters auf die Polarisation zu vermeiden,
und dessen Bandbreite der Wellenlänge der Quelle 20 entspricht,
um Licht anderer Farben zu reduzieren, das ebenfalls auftreffend
oder reflektiert von der Quelle 14 kommt. Man verbessert
somit das Störsignalverhältnis der
Detektionszelle 28, insbesondere wenn man einen Xenon-Lichtbogen verwendet,
der reich an Licht im blauen Lichtbereich ist, während die Quelle 14 reich
an Licht im roten Lichtbereich ist, und wenn man eine Analyse in
letzterem Bereich durchführt.
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Die 3 und 4 zeigen
schematisch charakteristischen Darstellungen des Verfahrens der Erfindung.
Die zu behandelnde Probe 2 ist eine Struktur aus dünnen Schichten,
die zur Herstellung von Membranen durch Ätzungen dient. Die Probe 2 besteht
aus einem Siliciumsubstrat 31, bei dem bestimmte Abschnitte
durch eine Maske 32 abgedeckt sind. Die Zone 31a des
von der Maske 32 nicht abgedeckten Substrats 31 wird
durch ein an sich bekanntes Plasmaverfahren bis auf eine bestimmte
Dicke abgetragen. Der von der Überwachungseinheit 4 emittierte
auftreffende Lichtstrahl beleuchtet eine Stelle 2a der
Oberfläche
der Probe 2. Die Stelle 2a wird von dem Beleuchtungslichtstrahl 33 aus
weißem Licht
begrenzt. Der Laserlichtstrahl 25 erreicht die Probe 2 in
einer durch die Maske 32 abgedeckten Zone. Da die Maske 32 für Licht
transparent ist, wird der Laserstrahl 25 auf der Oberfläche des
Substrats 31 reflektiert, das unter der Maske 32 angeordnet
ist. Der zweite Laserlichtstrahl 26 wird in der Zone 31a des
Substrats 31 reflektiert, die geätzt wird. Auf dem Display der Überwachungseinheit 4 wird
die Position der Laserstrahlen 25 und 26 dargestellt,
und man kann sie so verschieben, damit der eine in der durch die
Maske 32 abgedeckten Zone und der andere in einem Abschnitt
des Substrats 31, der geätzt wird, reflektiert wird.
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Die
Verschiebung der Laserstrahlen 25 und 26 bzgl.
der Probe 2 erfolgt einerseits durch Verschiebung des Tisches 5 in
einer horizontalen Ebene und andererseits durch die Bewegung des
Wollaston-Prismas 24. Das Wollaston-Prisma 24 ist
translatorisch längs
seiner optischen Achse verstellbar, was es ermöglicht, den Abstand der Laserstrahlen 25 und 26 auf
der Probe 2 einzustellen. Das Wollaston-Prisma 24 ist
an einem nichtgezeigten Drehgehäuse
befestigt, was es ermöglicht,
die Laserstrahlen 25 und 26 durch Drehung um ihre
Ursprungsachse 34 zu verstellen. Der Polarisator 27 ist
ebenfalls an dem Drehgehäuse
des Wollaston-Prismas 24 befestigt. Die Drehung des Wollaston-Prismas 24 bewirkt
die Drehung des Polarisators 27, so daß eine Verstellung der Laserstrahlen 25 und 26 die
Einstellung des Polarisators 27 nicht ändert. Der Polarisator 27 ist
an einer nichtgezeigten Halterung befestigt, die bzgl. des Gehäuses des
Wollaston-Prismas 24 drehbar ist. Man bewirkt so die Einstellung
des Polarisators 27 unabhängig vom Wollaston-Prisma 24.
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Aufgrund
der Differenz der Längern
der Bahnen, die die beiden reflektierten Laserstrahlen durchlaufen
haben, infolge der Tiefe der Ätzung
beaufschlagten Zone 31a des Substrats 31 der Probe 2 ist die
Intensität
der beiden reflektierten Laserstrahlen nach dem Durchgang durch
das Wollaston-Prisma 24 nicht vollkommen gleich, was den
Kontrast der Interferenzstreifen verringert. Wenn man die Interferenzen
zwischen den beiden reflektierten Laserstrahlen untersuchen will,
stellt man daher den Polarisator 27 auf einen Winkel ein,
der etwas von 45° verschieden sein
kann, um die Intensität
der Komponenten, die jeweils von den beiden reflektierten Laserstrahlen kommen,
auszugleichen. Die Intensitätsdifferenz
der reflektierten Laser strahlen kann z. T. auf die Reflexion an
der Platte 22 zurückzuführen sein,
während
der der Polarisation parallel zur Auftreffebene auf der Platte 22 begünstigt wird.
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Die
Phasenverschiebung zwischen den Strahlen stammt einerseits von der
Reflexion auf der Probe 2, der nutzbaren Phasenverschiebung,
die es ermöglicht,
die Dicke der Schicht bzw. der Tiefe der Ätzung zu messen, jedoch andererseits
von der Reflexion und der Übertragung
durch die Platten 21 und 22 und das Wollaston-Prisma 24,
insbesondere, wenn letzteres nicht genau zentriert ist. Bei monochromatischem
Licht (Laser) kann man eine Eichung durchführen, indem man die beiden
Strahlen auf eine einzige Fläche
der Probe 2 richtet.
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Ein
Polarisationskubus oder ein zweites Wollaston-Prisma kann auf dem
optischen Weg des reflektierten Strahls nach seinem Durchgang zurück durch
das Wollaston-Prisma 24 angeordnet
werden, um die Strahlen entsprechend ihrer Polarisation räumlich zu
trennen, die Amplituden Rx und Ry getrennt zu messen und ihr Verhältnis zu
berechnen. Ein Polarisationskubus ermöglicht eine räumliche Trennung
mit einem Winkel von 90°.
Ein Wollaston-Prisma aus Calcit ermöglicht eine räumliche Trennung
mit einem Winkel von mehreren Graden.
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Wie 5 zeigt,
hat die Kamera 12 eine Halterung 35, die den Polarisatior 27 trägt, und
eine Lambda-Viertel-Platte 36, die von einem Elektromotor 37 um
ihre Mitte gedreht wird, um eine Modulation der Polarisation des
Lichtes zu erreichen.
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Man
erhält
so Informationen bzgl. der Modifikationszustände der Oberfläche der
Probe.
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Aufgrund
der Erfindung kann man Vorgänge tiefer Ätzung von
Halbleiterschichten mit zwei kohärenten
Laserstrahlen aufgrund ihrer Herkunft von einer einzigen Quelle überwachen.
Man erreicht so eine genaue Messung der Ätztiefe. Vor dem Beginn der Ätzung kann
man mehrere Proben Muster untersuchen, indem man eine Positionierung
aufeinanderfolgend auf jedem von ihnen durchführt, um eine interessierende
Formgebung für
ein industrieelles Großserien-Ätzverfahren
abzuleiten.