DE19806886A1 - Mehrschichtige Außenwand insbesondere für vorgefertigte Niedrigenergiehäuser - Google Patents
Mehrschichtige Außenwand insbesondere für vorgefertigte NiedrigenergiehäuserInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine mehrschichtige Außenwand
insbesondere für vorgefertigte Niedrigenergiehäuser mit
mindestens einer tragenden Schicht, einer Außen- und
Innenbekleidung sowie einer Dämmeinlage samt einer
Dampfsperre. Der Begriff "Haus" oder "Häuser" wird
nachstehend in allgemeiner Bedeutung gebraucht, d. h. er
soll jede Art von Gebäude, einschließlich raumbildender
Ausbauten, bezeichnen. Der Begriff "Niedrigenergie" soll
zum Ausdruck bringen, daß es sich bei der hier zu
behandelnden Außenwand um ein Element von hohem
Qualitätsstandard handelt. Der Begriff "Sperre"
(Dampfsperre etc.) schließlich wird im Sinne von Widerstand
gebraucht und könnte auch durch das in diesem Zusammenhang
gebräuchliche Wort "Bremse" ersetzt werden.
Zur Abkürzung der Montagezeit und Senkung der Baukosten
wird beim Hausbau ein möglichst weitgehender Grad an
Vorfertigung angestrebt. So sind insbesondere
Außenwandelemente bekannt, welche großflächig in tragender
Rahmen- oder Tafelbauweise erstellt werden. Dabei bilden
jeweils Fußschwelle, Pfosten und Rähm aus Holz einen
umlaufenden Rahmen, welcher mittels der Außen- und/oder
Innenbeplankung aus einem Holzwerkstoff oder einem
ähnlichen Baustoff auszusteifen ist. Der dazwischenliegende
Hohlraum kann zur Dämmung mittels einer Dämmeinlage genutzt
werden. Es ist technischer Standard, dabei auf der
Innenseite, und zwar unmittelbar vor der Dämmeinlage eine
Dampfsperre, meist in Form einer Kunststoff-Folie mit
ausreichender Überlappung anzuordnen.
Um die Dampfsperre nicht durch notwendige
Leitungsinstallationen im Wandbereich zu stören und in
ihrer Wirksamkeit in Frage zu stellen, ist es ferner
üblich, eine eigene Installationsebene zur Innenseite hin
durch Anbringen einer Lattung unmittelbar auf der Folie zu
schaffen, wobei die Latten in horizontalem Abstand an den
Pfosten angenagelt oder -geschraubt werden und in dem Falle
später die Innenbekleidung tragen. Der nicht von Leitungen
beanspruchte Hohlraum in der Installationsebene kann dazu
genutzt werden, zusätzliches Dämmaterial mit einzubringen.
Da der tragende Rahmen nach statischen Erfordernissen
ausgelegt wird, erreicht er meist nur Holzstärken zwischen
6/12 und 6/16 cm und läßt deshalb nur mäßige Isolierstärken
zu.
Es ist deshalb auch bereits bekannt, außenseitig noch eine
weitere Schicht, und zwar allein zu Isolierzwecken
anzubringen, wozu wiederum eine ähnliche Konterlattung an
den Pfosten vorzusehen ist. Damit ist zwar eine
Verbesserung der Isolierwirkung möglich, allerdings hält
auch diese sich wegen der verhältnismäßig geringen Stärke
der Latten, welche zur Verarbeitung kommen können, in
bescheidenen Grenzen.
Für jede Art der Aufbesserung gilt, daß sie quasi
individuell vor Ort ausgeführt werden muß und damit recht
aufwendig ist. Isolierwerte, wie sie für
Niedrigenergiehäuser verlangt werden, sind wirtschaftlich
kaum erreichbar, für Passivhäuser selbst praktisch nicht
erreichbar. Bei allen Ausführungsformen ist die Dampfsperre
innenseitig am tragenden Rahmen vorgesehen. Kommt es zu
einer Verbindung/Durchdringung mit anderen Bauteilen, so
sollen jene die Dampfsperre nicht unterbrechen, vielmehr
soll die Dampfsperre dann soweit über Anschlußstellen
hinweg bzw. um Anschlußteile herumgeführt werden, bis ein
Anschluß an eine weiterführende Dampfsperre oder eine
dampfundurchlässige Fläche möglich ist. Alternativ sollen
Fugen mit vorkomprimierten dauerelastischen
Dichtungsbändern geschlossen werden.
Gerade jene Forderung erweist sich in der Praxis aber als
kaum ausführbar. Ist es schon schwierig, weitere Bauteile,
insbesondere Fenster, Decken- und Dachelemente, welche
meist schwergewichtig sind, genau zu positionieren und zu
verankern (was im übrigen auch für benachbarte Wandelemente
gilt), so wird es vollends umständlich, wenn zusätzlich
auch noch mit großer Vorsicht für das überdecken bzw.
Umhüllen mit einer verletzlichen Folie gesorgt werden soll.
So bleiben denn die tatsächlich erzielbaren Ergebnisse
vielfach fraglich, d. h. von der Geschicklichkeit, der
Geduld und dem guten Willen der ausführenden Bauhandwerker
oder Monteure abhängig. Mit anderen Worten, da die
Anbringung der Folie nur auf der Baustelle allein mit
handwerklichen Methoden möglich ist, läßt sich dieser
Vorgang nur schlecht optimieren bzw. kaum fehlerfrei
ausführen.
Zwar sind die Folgen einer unzureichenden Dampfsperre
anfänglich kaum zu bemerken, sie können aber nicht
unterschätzt werden. So sorgt eine Dampfsperre gleichzeitig
auch für Luftdichtheit, d. h. sie verhindert auch einen
Feuchtetransport per Konvektion. Jener ist in der Regel
hundert- bis tausendmal größer als per Diffusion. Eine
unwirksame Dampfsperre macht also den Weg frei für
ernstzunehmende Schäden, wie auch beachtliche
Lüftungswärmeverluste. Beachtlich deshalb, weil die
Isoliertechnik bereits einen hohen Stand erreicht hat und
insbesondere massive Bauteile immer perfekter zu isolieren
sind, so daß den Lüftungswärmeverlusten immer größere
Bedeutung im Verhältnis zu den Transmissionswärmeverlusten
zukommt.
Man hat deshalb auch schon versucht, Lüftungswärmeverluste
von außen einzudämmen, nämlich durch eine sogenannte
Winddichtung oder Windbremse in Form einer Pappeschicht
unmittelbar hinter der Außenbekleidung. Eine solche
Maßnahme kann jedoch nur im groben wirksam sein.
Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gestellt, eine
mehrschichtige Außenwand der angegebenen Art dahingehend
weiterzubilden, daß sie hochwärmedämmend, windfest,
weitgehend vorzufertigen, robust und montagefreundlich ist.
Gelöst wird diese komplexe Aufgabe mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1. Zweckmäßige Weiterbildungen sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Wie ersichtlich, soll eine erfindungsgemäße Außenwand drei
Schichten mit teils spezifischen, aber auch
übereinstimmenden Funktionen umfassen, nämlich eine
Innenschicht, eine Zwischenschicht sowie eine Außenschicht.
Gemeinsam ist allen Schichten, daß sie zur Dämmung
beitragen. Die Innenschicht sowie gelegentlich die
Außenschicht übernehmen zusätzlich auch tragende
Funktionen. In jedem Falle sind sie mindestens insoweit
statisch wirksam als sie auch Windlasten aufnehmen sollen
bzw. müssen. Die Dampfsperre, welche zugleich auch
Luftsperre ist, wird im Grenzbereich von Innen- und
Zwischenschicht angeordnet und befindet sich damit - im
Gegensatz zum bekannten Stand der Technik - nicht vor,
sondern hinter der ersten Dämmeinlage, vom Innenraum aus
gesehen.
Dieses wird ermöglicht durch die hochwirksame nachfolgende
Dämmung der Zwischen- sowie Außenschicht, wodurch sich der
Taupunkt für Wasserdampf hinter diese Luft- und Dampfsperre
verlagert und die erste Dämmeinlage somit trocken bleibt.
Sie braucht deshalb nicht verhüllt zu werden, ja kann jetzt
sogar ohne Nachteile Leitungen und Installationskörper wie
eine Installationsebene mit aufnehmen, weshalb die
Innenschicht nicht nur statisch und thermisch, sondern auch
haustechnisch in besonderem Maße bedeutsam wird.
Die Luft- und Dampfsperre ist jetzt kein nachträglich auf
der Baustelle zu montierendes Zusatzteil mehr, sondern ein
notwendiges konstruktives Element der Innenschicht, welches
stabil und robust ist und primär der Aussteifung dient, als
Platte gleichzeitig aber auch hochwirksam eine Fläche gegen
Feuchtetransporte absperren kann. Eine bauseitige
Abdichtung beschränkt sich dabei auf Stoßstellen (Fugen),
welche üblicherweise im Bereich von Auflager- oder
Anschlußhölzern, -profilen oder dgl. liegen und somit
leicht mittels selbstklebender oder anzuheftender
Folienstreifen bzw. vorkomprimierter dauerelastischer
Dichtungsbänder zu überbrücken bzw. zu schließen sind.
Eine Überbrückung kommt bei benachbarten gleichartigen
Bauteilen in Betracht, ein Schließen bei Einbauteilen, wie
Fenstern und Türen gegenüber den Einbau- oder
Montageöffnungen der jeweiligen Innenschicht. Allerdings
kann der Einbau auch in der Weise vorgesehen werden, daß
die Beplankung der Innenschicht etwas in die Einbauöffnung
vorsteht und gewissermaßen zu einem Falz führt, gegen den
sich der Blendrahmen eines Fensters oder einer Tür von
innen bereits mit guter Dichtwirkung anlegen kann.
Wichtig und von großem Vorteil ist dabei die Tatsache, daß
die jetzige Luft- und Dampfsperre außerhalb des
Eingriffsbereichs weiterer konstruktiver Bauteile, sowie
notwendiger Verbindungs- und Verankerungsmittel etc. liegt
und somit ungestört bleiben kann. Die jeweilige Abdichtung
beschränkt sich auf einfache und kurze Streckenabschnitte
(Ebenen) und braucht mangels Umschlingung etc. nicht
dreidimensional zu erfolgen. Damit verringern sich die auf
der Baustelle noch notwendigen Abdichtungsmaßnahmen
drastisch. Sie werden zudem nicht nur wesentlich einfacher,
sondern überschau- und kontrollierbar und im Ergebnis auch
abdichtbar.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Zwischenschicht, welche in
ihrer Dicke stufenlos variierbar ist, dient hauptsächlich
der Erzielung bestimmter gewünschter Isolierwerte, stellt
gleichzeitig aber auch einen mechanischen Schutz für die
zuvor beschriebenen Abdichtungsstellen bzw. -mittel dar und
unterstützt oder sichert damit auch die Sperrfunktion der
Innenschicht. Außerdem unterbindet die Zwischenschicht
Wärmebrücken.
Die Außenschicht schließlich kann als standardisiertes
Komplementärteil möglichst großflächig vorgesehen und
weitgehend vorgefertigt werden. Bei einer Ausführung als
nichttragendes Abschlußteil kann es einfach sozusagen vor
die Innenschicht und Zwischenschicht vorgehängt werden. Es
kann auch gleich mit der Zwischenschicht als einheitliches
Bauteil konzipiert werden, was die Montage vor Ort
vereinfacht. Schließlich können bei dem hier
vorgeschlagenen Aufbau einer Außenwand die Montagemittel
auch so gewählt werden, daß eine spätere Demontage und
Weiterverwendung an anderer Stelle problemlos möglich ist.
Zu den möglichen Bauweisen wie auch einzusetzenden
Baustoffen läßt sich kurz folgendes sagen. Die Rahmen- oder
Tafelbauweise ermöglicht in besonderem Maße eine
Vorfertigung und großflächige Montage. Dabei wird die
Aussteifung des jeweiligen Elementes von einer Beplankung
übernommen, was hier - wie dargestellt - gleichzeitig als
Luft- und Dampfsperre genutzt werden kann. Tragende
Schichten lassen sich zunächst aber auch in Form von
Fachwerkwänden realisieren, bei denen Streben für eine
Aussteifung sorgen. Zusätzlich ist dann noch eine
Beplankung erforderlich, um die Aufgabe als Innenschicht
mit Luft- und Dampfsperre bzw. Außenschicht mit
Außenbekleidung zu erfüllen.
Was die Werkstoffwahl anbelangt, so spricht vieles für Holz
und Holzwerkstoffe, insbesondere als natürliche und
nachwachsende Baustoffe mit langer Bautradition. Möglich
sind jedoch auch andere Baustoffe sowohl für die tragenden
als auch für die aussteifenden Elemente, einschließlich
Stahlprofile, Betonfertigteile, Bleche etc., insbesondere
auch in Kombination mit Holz und Holzwerkstoffen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sollen
nachfolgend für einige bevorzugte Ausführungsbeispiele
anhand der Zeichnung beschrieben werden. Darin zeigen:
Fig. 1 eine lasttragende Außenwand im Längsschnitt,
Fig. 2 die Kombination mehrerer über Eck gestellter
Außenwände im Querschnitt,
Fig. 3 eine Außenwand mit integriertem Fenster im
Längsschnitt und
Fig. 4 den Gegenstand von Fig. 3 im Querschnitt.
Nach Fig. 1 baut sich eine erfindungsgemäße Außenwand aus
insgesamt drei Schichten auf, nämlich A, B, C. Dabei ist A
die dem Rauminnern zugewandte Innenschicht, welche tragende
Funktion hat. Sie ist hier in Rahmen- oder Tafelbauweise
ausgeführt, d. h. auf einer Fußschwelle 1 stehen Pfosten 2,
welche ein Joch oder Rähm 3 tragen. Diese Konfiguration ist
mittels einer Platte 4 auf der dem Rauminnern abgewandten
Seite beplankt und ausgesteift.
Fußschwelle 1, Pfosten 2 und Rähm 3 bestehen hier aus
Vollholz, die Platte 4 aus einem gepreßten Holzwerkstoff.
Vorgenannte Teile bilden ein Gefach, in das eine erste
Dämmeinlage 5 eingesetzt werden kann, wie mit Pfeil 6
verdeutlicht. Das Gefach ist zum Rauminnern hin mit einer
frei wählbaren Innenbekleidung 7, beispielsweise in Form
von Gipskartonplatten zu verschließen, wie mit den
strichlinierten Konturen angedeutet.
Auf das Rähm 3 kann eine Last aufgelegt (und dort
gesichert) werden, beispielsweise in Form einer Geschoß- oder
Zwischendecke bzw. des Daches, wie mit dem
rechteckigen Auflageelement 8 versinnbildlicht. Darüber
kann eine weitere Innenschicht A angeordnet (und gesichert)
werden, wiederum beginnend mit einer Fußschwelle 1 usw.
Erfindungsgemäß übernimmt die Platte 4 außer einer
Aussteifung auch die Funktion einer Wind- und Dampfbremse.
Als fester Baustoff verfügt sie in der Fläche über eine
ausreichende Dichtigkeit. Lediglich am Stoß benachbarter
Platten 4 ist eine zusätzliche Abdichtung erforderlich,
welche hier mittels eines aufgeklebten Folienstreifens g
ausgeführt ist.
Auf die bisher beschriebene Konstruktion folgt nach außen
hin die Schicht B als Zwischenschicht und schließlich die
Schicht C als Außenschicht. Die Zwischenschicht B ist eine
reine, durchlaufende Dämmschicht, welche in ihrer Stärke so
zu variieren ist, daß in Verbindung mit den übrigen
Schichten die gewünschten Isolierwerte erreicht werden.
Die Abschlußschicht C ist insgesamt in Rahmen- oder
Tafelbauweise ausgeführt und versteift. Die dafür
maßgeblichen Elemente sind hier wiederum eine Fußschwelle
1', Pfosten 2', ein Rähm 3' sowie eine Beplankung in Form
einer Außenbekleidung 10. Es kann sich dabei auch um einen
mehrlagigen Aufbau und insbesondere den Träger der
eigentlichen Außenhaut handeln. In den davon gebildeten
Gefachen sind zusätzliche Dämmeinlagen 11 angeordnet. Die
Außenschicht C ist mit üblichen, hier nicht näher
dargestellten Befestigungsmitteln an der Innenschicht A
fixiert. Im übrigen sind auch benachbarte Außenschichten c
entlang ihrer Berührungsflächen (Fußschwelle 1'/Rähm 3'
bzw. Pfosten 2'/Pfosten 2') untereinander verbunden bzw.
verbindbar.
Die Außenschicht C kann bei Bedarf auch so bemessen werden,
daß sie tragende Funktion - ähnlich der Innenschicht A - über
nehmen kann. Das kommt für außenliegende Bauteile, wie
Balkone, Vordächer, Sonnenschutzelemente u. a. in Betracht.
In Fig. 2 finden sich die vorgenannten Elemente wieder.
Hier sind Außenwände über Eck gestellt und miteinander
verbunden. Abzudichtende Stöße (Fugen) entstehen hierbei
auch über Eck. Auch sie können mühelos und sicher mittels
Folienstreifen 9 verschlossen werden.
Die Fig. 3 und 4 schließlich lassen die leichte Einbau- und
Anschlußmöglichkeit beispielsweise eines Fensters mit
Blendrahmen 12 und Flügel 13 erkennen. Dazu steht die
Platte 4 allseits etwas in eine Einbauöffnung 14 vor und
führt zu einem Anschlag bzw. Falz, gegen den der
Blendrahmen 12 leicht anzusetzen und einfach abzudichten
ist. Die Einbauöffnung 14 ist nach unten durch einen Riegel
15 begrenzt, welcher zwischen zwei Pfosten 2 eingesetzt
ist. Zwischen Flügel 13 und Blendrahmen 12 ist die
fenstereigene Dichtung wirksam. Somit erweist sich der hier
vorgeschlagene Aufbau einer Außenwand in den
unterschiedlichsten Bedarfssituationen als problemlos und
effizient.
A (Innen-) Schicht
B (Zwischen-) Schicht, Dämmschicht
C (Außen-) Schicht
B (Zwischen-) Schicht, Dämmschicht
C (Außen-) Schicht
1
Fußschwelle
1
' Fußschwelle
2
Pfosten
2
' Pfosten
3
Rähm
3
' Rähm
4
Platte, Beplankung
5
Dämmeinlage
6
Pfeil
7
Innenbekleidung
8
Auflageelement
9
Folienstreifen, Abdichtmittel
10
Außenbekleidung
11
Dämmeinlage
12
Blendrahmen
13
Flügel
14
Einbauöffnung
15
Riegel
Claims (7)
1. Mehrschichtige Außenwand insbesondere für
vorgefertigte Niedrigenergiehäuser mit mindestens
einer tragenden Schicht, einer Außen- und
Innenbekleidung sowie einer Dämmeinlage samt einer
Dampfsperre, dadurch gekennzeichnet, daß
- a) die tragende Schicht als Innenschicht (A) vorgesehen und ggfs. mit weiteren tragenden Bauteilen, vorzugsweise an ihrer Innenseite, verbindbar ist,
- b) die tragende Schicht an ihrer dem Rauminnern abgewandten Seite eine plattenförmige Beplankung (4) als Luft- und Dampfsperre, ggfs. mit zusätzlichen Abdichtmitteln (9) im Stoßbereich, aufweist,
- c) die tragende Schicht zum Gebäudeinnern hin mit einer ersten Dämmeinlage (5) sowie der Innenbekleidung (7) versehen ist,
- d) auf die Beplankung (Luft- und Dampfsperre) (4) der tragenden Schicht nach außen hin eine durchlaufende Dämmschicht als Zwischenschicht (B) folgt und
- e) als weitere Schicht eine versteifte Außenschicht (C) mit der Außenbekleidung (10) sowie einer zusätzlichen Dämmeinlage (11) vorgesehen ist.
2. Außenwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Innenschicht (A) in Rahmenbauweise (Tafelbauweise)
oder als Fachwerkwand ausgeführt ist.
3. Außenwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenschicht (C) als nichttragende Vorhangfassade
ausgeführt ist.
4. Außenwand nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Außenschicht (C) mit der
Innenschicht (A) punktuell verbunden, insbesondere
vernagelt, verschraubt und/oder verbolzt ist.
5. Außenwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Außenschicht (C) als tragendes Bauteil für die
Lastaufnahme von Außenbauteilen, wie Balkonen,
Vordächern, Sonnenschutzelementen oder dgl. in
Rahmenbauweise (Tafelbauweise) oder als Fachwerkwand
ausgeführt ist.
6. Außenwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen Außenschicht (C) und
Innenschicht (A) (ggfs. variierbare) Abstandhalter
vorgesehen sind.
7. Außenwand nach einem der Ansprüche 1, 3, 4, 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die Außenschicht (C) mit
der Zwischenschicht (B) ein einheitlich vorgefertigtes
Bauteil bildet.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998106886 DE19806886A1 (de) | 1998-02-19 | 1998-02-19 | Mehrschichtige Außenwand insbesondere für vorgefertigte Niedrigenergiehäuser |
| DE29805049U DE29805049U1 (de) | 1998-02-19 | 1998-02-19 | Mehrschichtige Außenwand insbesondere für vorgefertigte Niedrigenergiehäuser |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998106886 DE19806886A1 (de) | 1998-02-19 | 1998-02-19 | Mehrschichtige Außenwand insbesondere für vorgefertigte Niedrigenergiehäuser |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19806886A1 true DE19806886A1 (de) | 1999-08-26 |
Family
ID=7858239
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998106886 Withdrawn DE19806886A1 (de) | 1998-02-19 | 1998-02-19 | Mehrschichtige Außenwand insbesondere für vorgefertigte Niedrigenergiehäuser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19806886A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2009040376A1 (en) * | 2007-09-25 | 2009-04-02 | Saint-Gobain Isover | Building structure with water vapour barrier |
| FR2950372A1 (fr) * | 2009-09-18 | 2011-03-25 | Chamois Constructeur Didier Demercastel & Associes | Maison a ossature bois a inertie |
| AT526216A1 (de) * | 2022-06-07 | 2023-12-15 | Wood Pro Ibs Gmbh | Holzbauelement |
-
1998
- 1998-02-19 DE DE1998106886 patent/DE19806886A1/de not_active Withdrawn
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2009040376A1 (en) * | 2007-09-25 | 2009-04-02 | Saint-Gobain Isover | Building structure with water vapour barrier |
| FR2950372A1 (fr) * | 2009-09-18 | 2011-03-25 | Chamois Constructeur Didier Demercastel & Associes | Maison a ossature bois a inertie |
| AT526216A1 (de) * | 2022-06-07 | 2023-12-15 | Wood Pro Ibs Gmbh | Holzbauelement |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |