DE19805980C1 - Einrichtung zur Türraumüberwachung von Fahrgasttüren bei öffentlichen Verkehrsfahrzeugen - Google Patents
Einrichtung zur Türraumüberwachung von Fahrgasttüren bei öffentlichen VerkehrsfahrzeugenInfo
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- E05F15/00—Power-operated mechanisms for wings
- E05F15/70—Power-operated mechanisms for wings with automatic actuation
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- G—PHYSICS
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- E05F2015/765—Power-operated mechanisms for wings with automatic actuation responsive to movement or presence of persons or objects using optical sensors
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Türraumüberwa
chung entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Bei öffentlichen Verkehrsfahrzeugen, schienen- oder straßen
gebundener Art, gilt es, eine Vielzahl von Sicherheitsvor
schriften und Empfehlungen einzuhalten, die verhindern sol
len, daß Personen beim Betreten oder Verlassen der Fahrzeuge
von den in der Regel automatisch schließenden Türen einge
klemmt werden. Um diesem Rechnung zu tragen, sind die Fahr
zeuge mit einer Türraumüberwachung zu versehen.
In verschiedenen Literaturstellen (VDV-Schriften) wird vorge
schlagen, bei automatischen Türen innen eine horizontal wir
kende Lichtschranke vorzusehen, die bei Unterbrechung des
Lichtstrahles bewirkt, daß die Fahrgasttür offengehalten oder
reversiert wird. Weiterhin wird empfohlen, in den untersten
Trittstufen der Türen elektrische Schaltkontakte anzuordnen.
Als Einklemmschutz wird vorgeschlagen, bei jedem Türflügel
der Fahrgasttür eine Schutzleiste vorzusehen, die bei Berüh
rung bewirkt, daß die Fahrgasttür sofort wieder reversiert.
Die Forderungen nach Einklemmschutz gelten nach den einschlä
gigen Vorschriften dann als erfüllt, wenn die Schließkanten
so gestaltet sind, daß sich die Fahrgäste selbst befreien
können. Die Hauptschließkanten müssen hierzu ausreichend
nachgiebig gestaltet sein und dürfen keine größeren Einklemm
kräfte auf die eingeklemmte Person ausüben.
Die bisher zur Türraumüberwachung eingesetzten Lichtschranken
weisen dabei Leuchtmittel auf, die eine relativ geringe Le
bensdauer haben und so auch vergleichsweise hohe Betriebsko
sten verursachen. Vor allem aber sind sie durch ihre Anfäl
ligkeit gegen Vanda
lismus weitgehend ungeschützt. Wird eine Lichtschranke bei
spielsweise mutwillig abgeklebt (Kaugummi od. dgl.), muß der
Fahrer oder eine im Fahrzeug befindliche Kontrollperson die
nicht mehr funktionierende Tür aufsuchen, sie elektrisch außer
Betrieb nehmen, dann mechanisch verriegeln und als defekt
kennzeichnen. Durch solche Verzögerungen kann der Fahrplan
häufig nicht mehr eingehalten werden, wodurch weitere Kosten
entstehen. Das Fahrzeug muß nicht selten sogar zur Instand
setzung ins Servicedepot gefahren werden. Wie die Praxis ins
besondere bei schienengebundenen Straßenbahnen zeigt, geht
eine große Zahl solcher Fahrgasttürstörungen auf Verunreini
gungen der Lichtschranken zurück. Solche "Störungen" werden
als Fahrzeugstörungen ausgelegt und gehen zu Lasten der Fahr
zeugzuverlässigkeit, was unter Umständen Gewährleistungsko
sten verursachen kann.
Die DE 31 11 711 A1 beschreibt eine Einklemmsicherungsein
richtung für automatisch betätigbare Türen oder Fenster, ins
besondere an Fahrzeugen. Beim Erreichen vorgegebener Positio
nen der Tür gibt der Signalgeber ein elektrisches Positions
signal ab. Diese Positionssignale werden Speichergliedern zu
geführt, in welchen sie mit vorgegebenen Zeitintervallen ver
glichen werden. Wird die Türbewegung durch Einklemmen eines
Gegenstandes verzögert, so verlängert sich das Zeitintervall
zwischen zwei Positionssignalen im Vergleich zu dem vorgege
benen Zeitintervall. Als vorgegebenes Zeitintervall gilt das
jenige Zeitintervall, das bei einer vorangegangenen entspre
chenden Türbewegung zwischen gleichen Positionen gemessen
wurde. Die Einrichtung paßt sich dadurch selbsttätig an sich
ändernde Umwelteinflüsse an.
Durch die US 5 227 764 A ist eine Einrichtung mit einem elek
tromagnetischen Annäherungssensor bekannt, wie er beispiels
weise bei automatischen Türöffnern eingesetzt oder in Sicher
heitssystemen von Automobilen verwendet wird. Die Sensorein
richtung dient insbesondere dazu, dem Autobenutzer bei Annä
herung an das Fahrzeug die Tür zu öffnen oder ein optisches
Signal auszulösen. Die Sensoreinrichtung arbeitet mit einer
Frequenz von 125 Hz. Um diese Ansprechempfindlichkeit des
Sensors variieren zu können, ist eine Eingabetastatur vorge
sehen, mit deren Hilfe die Empfindlichkeit in mehreren Stufen
eingestellt werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Einrichtung entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruches
1 zu schaffen, die eine zuverlässige, wartungsarme Türüberwa
chung unter Einhaltung der einschlägigen Vorschriften und
Empfehlungen sicherstellt. Die Einrichtung soll unempfindlich
gegenüber Umwelteinflüssen (starke Sonneneinstrahlung,
schnelle Temperaturwechsel, Feuchtigkeit etc.) sein; sie darf
auch nicht durch die Bewegung der Türblätter störend beein
flußt werden. Weiterhin ist ein ungewolltes Auslösen zu ver
meiden.
Die gestellte Aufgabe wird mit den im Anspruch 1 wiedergege
benen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Er
findung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die besonderen Vorteile der Erfindung liegen darin, daß im
Gegensatz zu Lichtschrankensensoren die Mikrowellensensoren
hinter geeigneten Abdeckungen, die die elektromagnetischen
Wellen hindurchlassen, montiert werden können, so daß deren
Anordnung von außen nicht mehr sichtbar ist, sie also kein
Ziel mehr für Vandalismus bieten. Ein weiterer Vorteil ist
darin zu sehen, daß solche Sensoren preiswerter herzustellen
und von der Baugröße kleiner zu halten sind als optische
Überwachungselemente. Weitere Vorteile liegen in der höheren
Lebensdauer.
Wie nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele erläu
tert, sind mindestens zwei unterschiedliche Varianten denk
bar. Die eine arbeitet nach dem direkten Sender/Empfänger-
Prinzip; d. h. der Sender sendet Mikrowellensignale aus, die
auf dem diametral gegenüber angeordneten Empfänger auftref
fen. Werden die Signale durch eine Person oder einen Gegen
stand beim Passieren der Fahrgasttür gedämpft, erkennt dies
eine entsprechend ausgelegte Auswertelogik. Ein hieraus abge
leitetes Stellsignal wirkt dann auf den Türbetätigungsantrieb
(elektronisch oder hydraulisch), der den Schließvorgang zu
mindest unterbricht ggf. die betreffende Tür wieder öffnet.
Vorteilhaft kann es sein, einem Sender mehrere Empfänger ge
genüberzustellen, um so einen breiteren Erfassungsbereich zu
schaffen. Sender und Empfänger sind zweckmäßigerweise einan
der gegenüberliegend in der Türsäule, also im nichtbe
weglichen Teil der Fahrgasttür angeordnet, wobei die Anord
nung an geeigneter Stelle (Türhöhe) vorgesehen sein kann.
Die zweite Variante arbeitet nach dem Reflex- oder Doppler-
Prinzip. Der Sensor sendet Mikrowellensignale aus, die Si
gnale werden an einer Reflexfläche reflektiert, von einem.
Empfänger erfaßt und anschließend ausgewertet. Das hieraus
abgeleitete Stellsignal wirkt wiederum auf den Türbetäti
gungsantrieb, der den den Schließvorgang unterbricht bzw. die
betreffende Tür wieder öffnet. Die Reflexfläche kann sowohl
von einer im Erfassungsbereich befindlichen Person gebildet
sein als auch durch eine ortsfeste Fläche, z. B. einer reflek
tierenden Wandung im Türraumbereich.
Die Auswertung der Signale kann aufgrund einer Frequenzver
schiebung erfolgen, die eintritt, wenn ein Objekt den Türraum
passiert. Anstelle einer Frequenzverschiebung kann auch eine
Amplitudenänderung der reflektierten Signale ausgewertet wer
den. Auch bei dieser Variante ist eine Vielzahl unterschied
licher Anordnungen möglich, d. h. der nach dem Reflexions
prinzip arbeitende Sender/Empfänger kann alternativ in den
Türsäulen, im sog. Obergurt oder auch im Fußboden des Fahr
zeuges montiert sein.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Zeich
nung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 bis 4 Varianten nach dem Sender/Empfänger-Prinzip
Fig. 5 und 6 Varianten nach dem Reflexprinzip.
Die Fig. 1 zeigt in einer stark schematisierten Darstellung
den Einstieg in ein allgemein mit (VF) bezeichnetes Verkehrs
fahrzeug, z. B. eine Straßenbahn. Der über Trittstufen (TR) zu
begehende Türraum (T) wird beidseitig begrenzt durch zwei
Türsäulen (TS) und schließt oben mit einem sog. Obergurt (O)
ab. Der Türraum (T) wird in der Regel durch ein oder mehr
flüglige, hier nicht eingezeichnete Türelemente ausgefüllt,
die beim Ein- und Aussteigen in der Regel durch eine Schwenk
schiebebewegung nach außen bewegt werden. Die Verstellung der
Fahrgasttüren erfolgt in der Regel elektromechanisch oder
auch elektropneumatisch. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1
sind Sender (S) und Empfänger (E) im Innern der Türsäulen
(TS) montiert und durch eine durchgehende Verkleidung abge
deckt. Durch diese verdeckte Montage der Sensoranordnung ist
diese vom Fahrgastraum aus nicht mehr erkennbar. Bei Verwen
dung eines Mikrowellensenders und entsprechenden Empfängers
bieten sich Kunststoffabdeckungen besonders gut an.
Die Fig. 2 zeigt eine Variante, bei der diametral des Sen
ders (S) in dessen Empfangsbereich zwei Empfänger (E, E') an
geordnet sind. Der Erfassungsbereich wird dadurch größer.
Die Fig. 3 zeigt eine Variante, bei der der Sender (S) im
Obergurt und der Empfänger (E) im Fußbodenbereich plaziert
sind.
Fig. 4 zeigt die umgekehrte Variante mit Sender (S) im Fuß
boden und Empfänger (E) im Obergurt.
Die Fig. 5 zeigt die Variante, die nach dem Doppler- oder
Reflexionsprinzip arbeitet; der Sender (S) sendet ein Mikro
wellensignal in Richtung Fußboden; dieses wird dort reflek
tiert und vom Empfänger (E) als Reflexionssignal erfaßt.
Durch Auswertung von Frequenzverschiebungen kann auf ein be
wegtes Objekt geschlossen werden, wodurch ein auf den vor
gesehenen Türbetätigungsantrieb wirkendes Stellsignal gegeben
wird, welches zumindest den Schließvorgang unterbricht, gege
benenfalls die Wiederöffnung der Tür veranlaßt.
Die Fig. 6 zeigt eine Variante, bei der einem Sender (S)
mehrere Empfänger (E, E') zugeordnet sind, von denen der eine
(E) diametral zum Sender (S) und der andere (E') benachbart
dem Sender angeordnet ist. Auch bei dieser Variante wird ein
relativ breiter Erfassungsbereich erzielt.
Claims (6)
1. Einrichtung zur Türraumüberwachung bei öffentlichen Ver
kehrsfahrzeugen, deren Fahrgasttüren mittels eines Antriebs
bewegt werden, unter Verwendung von mindestens einer im nicht
beweglichen Teil der Fahrgasttür angeordneten Sensoranordnung
(S, E), mit mindestens einem Sender (S) und mindestens einem
diesem zugeordneten Empfänger (E), wobei die Sensoranordnung
so ausgeführt und angeordnet ist, daß beim Passieren einer
Person oder eines Gegenstandes durch die Fahrgasttür das vom
Sender ausgehende Signal beeinflußt und ein auf den Türbetä
tigungsantrieb wirkendes, zumindest den Schließvorgang un
terbrechendes Stellsignal abgegeben wird, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Sensoranordnung
vorgesehen ist, die im Bereich hochfrequenter elektromagneti
scher Wellen oberhalb 10 kHz arbeitet.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine Sensoranordnung vor
gesehen ist, die im Mikrowellenbereich zwischen 1 GHz und 10
GHz arbeitet.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Sensoranordnung nach
dem Reflex-Prinzip angeordnet ist, wobei die von einem Sender
(S) abgestrahlten und an einer Fläche (TS, F) reflektierten
Signale durch Frequenzverschiebung oder Amplitudenänderung
ausgewertet werden.
4. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß Sender (S) und Empfänger
(E) einander gegenüber angeordnet sind.
5. Einrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß einem Sender (S) mehrere
Empfänger (E, E') zugeordnet sind, die im Empfangsbereich der
Signale an verschiedenen Stellen verteilt angeordnet sind.
6. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß einer der Empfänger (E)
gegenüber dem Sender (S) und ein weiterer Empfänger (E') im
Reflexionsbereich der Signale angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19805980A DE19805980C1 (de) | 1998-02-13 | 1998-02-13 | Einrichtung zur Türraumüberwachung von Fahrgasttüren bei öffentlichen Verkehrsfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19805980A DE19805980C1 (de) | 1998-02-13 | 1998-02-13 | Einrichtung zur Türraumüberwachung von Fahrgasttüren bei öffentlichen Verkehrsfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19805980C1 true DE19805980C1 (de) | 1999-07-22 |
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ID=7857660
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19805980A Expired - Fee Related DE19805980C1 (de) | 1998-02-13 | 1998-02-13 | Einrichtung zur Türraumüberwachung von Fahrgasttüren bei öffentlichen Verkehrsfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19805980C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102010026140A1 (de) * | 2010-07-05 | 2012-01-05 | Cedes Ag | Überwachungsvorrichtung zur Absicherung eines angetriebenen Elements |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3111711A1 (de) * | 1981-03-25 | 1982-10-14 | Gebr. Bode & Co, 3500 Kassel | Einklemmsicherungseinrichtung fuer automatisch betaetigbare tueren oder fenster, insbesondere an fahrzeugen |
| US5227764A (en) * | 1990-11-06 | 1993-07-13 | Alpine Electronics, Inc. | Electromagnetic proximity sensor |
-
1998
- 1998-02-13 DE DE19805980A patent/DE19805980C1/de not_active Expired - Fee Related
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| US8833524B2 (en) | 2010-07-05 | 2014-09-16 | Cedes Ag | Monitoring device for safeguarding a driven element |
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Legal Events
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