DE19805604C1 - Biofilter - Google Patents
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- E03F5/04—Gullies inlets, road sinks, floor drains with or without odour seals or sediment traps
- E03F5/0401—Gullies for use in roads or pavements
- E03F5/0404—Gullies for use in roads or pavements with a permanent or temporary filtering device; Filtering devices specially adapted therefor
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Description
Die Erfindung betrifft einen Biofilter zum Einbau in einen
Schacht eines Abflusssystems mit einem Auffangtrichter für
abzuführendes Wasser und einem anschliessenden
Filtergehäuse.
Aus der DE 296 18 969 U1 und der DE 297 14 167 U1 ist
beispielsweise ein Biofilter für Kanalschächte bekannt, bei
dem ein Auffangtrichter für das abzuführende Wasser direkt
mit einem Filtergehäuse verbunden ist. An dem Filtergehäuse
ist ein Flanschring vorgesehen, der über eine
Aufhängevorrichtung direkt mit einem Schmutzfangkorb
verbunden ist, wobei das Filtergehäuse gegenüber dem
Schmutzfangkorb frei dreht. Der Schmutzfangkorb ist dann in
einen Schacht eingehängt.
Ein Filter der o. g. Art ist bspw. aus der EP 0 745 731 A1
bekannt. Nachteilig bei diesem Filter ist, dass er
insgesamt als Einheit hergestellt ist, der in einen
Kanalschacht eingesetzt wird. Sofern die Kanalschächte
unterschiedliche Durchmesser oder Ausgestaltungen
aufweisen, muss zumindest das Einsatzteil dieses Filters
dem Schacht angepasst werden.
Ferner ist zum Austausch des Filtermaterials bzw. zum
Reinigen des Filters notwendig, den gesamten Filter aus dem
Schacht zu nehmen. Dieser ist schwer und schwierig zu
handhaben. Ausserdem werden häufig die notwendigen
Abdichtungen verletzt.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Biofilter der o. g. Art zu entwickeln, der in
unterschiedlichste Schächte passt und leicht zu handhaben
ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe führt, dass in einen im Schacht
verbleibenden Montagering eine entfernbare Einheit,
bestehend aus Filteroberteil und Filtergehäuses
unmittelbar eingesetzt ist.
Der wesentliche Kern der vorliegenden Erfindung liegt
darin, dass der Montagering immer im Schacht verbleibt,
während nur das Filtergehäuse herausgenommen und
ausgetauscht bzw. gereinigt wird. In einem normalen Schacht
stützt sich der Montagering, wie bereits bekannt, über
einen Rundgummi gegen die Schachtwand ab. Da der
Montagering beim Austausch der Filterpatrone bzw. Reinigen
des Einsatzes nicht aus dem Schacht genommen wird, ist der
Rundgummi auch keinem Verschleiss ausgesetzt. Weist der
Schacht eine andere Abmessung auf, ist es möglich, den
Montagering in den Schacht einzuschäumen, so dass eine sehr
gute Dichtung und auch Halterung des Montagerings
stattfindet. Damit kann ein derartiger Montagering und mit
ihm auch der erfindungsgemässe Biofilter für alle
bestehenden Schächte verwendet werden.
Sollten die Schächte einen unterschiedlichen Durchmesser
oder einen unterschiedlichen Querschnitt aufweisen, so
braucht lediglich der Montagering diesem Unterschied
angepasst zu werden oder aber der Montagering wird dann in
einen Adapter eingepasst, der dem jeweiligen Schacht
angepasst ist. Hierdurch ist es auch möglich, bspw. mehrere
Biofilter in einem grossen Schacht nebeneinander
anzuordnen, die zum Austauschen oder Reinigen aus dem
Adapter bzw. dem entsprechend angepassten Montagering
gezogen werden.
Mit dieser Ausgestaltung ist auch der Sandfang nicht mehr
Halter für den gesamten Filter, so dass er ebenfalls aus
Kunststoff hergestellt werden kann. Damit wird er
wesentlich leichter und kann separat entfernt werden.
Bevorzugt ist das Filtergehäuse mit einem Filteroberteil
verbunden, welches einer Innendichtung und diese wiederum
einem Innenflansch an dem Montagering aufliegt. Somit sind
Filteroberteil und Filtergehäuse, ggfs. zusammen mit einem
noch zu erwähnenden Deckel zu einem Einsatz verbunden, der
zum Austausch des Filtermaterials oder zum Reinigen
insgesamt aus dem Montagering herausgezogen werden kann.
Dieser Einsatz ist wesentlich leichter, da er insgesamt
bzw. seine Einzelteile aus Kunststoff hergestellt werden
können.
Die Innendichtung, die bevorzugt einseitig auf dem
Innenflansch klebend ausgebildet ist, verbleibt bei
Herausnahme des Einsatzes auf dem Innenflansch und wird
nicht verletzt, so dass ihre Funktion nicht beeinträchtigt
wird.
Der gesamte Biofilter soll in einem wesentlich einfacheren
Herstellungsverfahren aus Kunststoff geformt werden.
Erfindungsgemäss sind dabei nur zwei Formen notwendig,
wobei eine Form für das Filtergehäuse und zumindest eine
Zwischenplatte bestimmt ist, während in der anderen Form
der Montagering, der Deckel und das Filteroberteil geformt
wird. Durch entsprechende Schnittlinien werden dann die
einzelnen Teile voneinander getrennt. Durch zumindest eine
Schnittlinie wird eine mit Schlitzen versehene
Zwischenplatte aus dem Boden des Filtergehäuses
herausgeschnitten. Wird der Boden in entsprechend längeren
Wellen ausgestaltet, so können sogar zwei Zwischenplatten
herausgeschnitten werden.
Der Deckel und das Filteroberteil werden jeweils von einer
Seite des Montageringes abgeschnitten.
Beim Zusammenbau wird der Deckel in das Filteroberteil
eingesetzt und dort verschweisst. Der Deckel dient im
wesentlichen der Auflage des Sandfangs. Er bildet aber auch
eine Ablauföffnung aus, durch die Wasser in einen Ablauf im
Filteroberteil fallen kann. Dieser Ablauf im Filteroberteil
ist bevorzugt durch eine selbstschliessende Klappe
verschlossen, wobei diese Klappe bzw. der entsprechende
Klappenmechanismus ebenfalls an das Filteroberteil
angeschweisst wird.
Die Zeichnung
zeigt in
Fig. 1 einen Querschnitt durch einen erfindungsgemässen
Biofilter;
Fig. 2 einen Querschnitt durch Vorformlinge zum Herstellen
des Biofilters gemäss Fig. 1.
Ein Biofilter gemäss Fig. 1 weist einen Montagering 1 auf,
welcher bspw. in einen Schacht einen Abflusssystems
eingesetzt wird. Hierzu besitzt der Montagering 1
Stütznocken 2, wobei bevorzugt vier Stütznocken sich
gegenüberliegend am Montagering vorgesehen sind.
Der Montagering 1 bildet nach oben eine Öffnung 3 aus,
durch die abzuführendes Wasser eintreten kann. Nach unten
begrenzt ein Innenflansch 4 eine weitere Öffnung 5, in die
ein Einsatz 6 entfernbar eingesetzt ist. Hierzu stützt sich
ein Filteroberteil 7 auf einer Innendichtung 8 ab, die dem
Innenflansch 4 aufliegt. Diese Innendichtung 8 ist
bevorzugt einseitig klebend ausgebildet, so dass sie auf
dem Innenflansch 4 haftet.
In das Filteroberteil 7 ist ein Deckel 9 eingesetzt, auf
dem bspw. ein Sandfang aufsitzen kann. In dem Deckel 9 ist
eine Ablauföffnung 10 eingeformt, welche über einem Ablauf
11 angeordnet ist, der wiederum von dem Filteroberteil 7
gebildet wird. Diesem Ablauf 11 ist bevorzugt eine nicht
näher gezeigte Verschlussklappe zugeordnet. Eine derartige
Verschlussklappe ist bspw. in der EP 0 745 731 A1 zu
erkennen.
Neben dem Ablauf 11 bildet das Filteroberteil 7 eine
Abzugsöffnung 12 aus, an die ein Filtergehäuse 13
anschliesst. Hierzu kragt von dem Filtergehäuse 13 ein
umlaufender Flansch 14 ab, der über nur angedeutete
Befestigungselemente 15 mit dem Filteroberteil 7 verbunden
ist.
In dem Filtergehäuse 13 werden durch Zwischenplatten 16 und
17 Kammern 18 und 19 ausgebildet, in denen sich
Biofiltermaterial befindet. Insbesondere die Zwischenplatte
16 ist dabei in das Filtergehäuse 13 eingeklipst, wobei
Ringnuten 20 und 21 in das Filtergehäuse 13 eingeformt
sind, die einen nach innen weisenden Ringwulst ausbilden,
auf dem jeweils die Zwischenplatten 16 und 17 aufliegen.
Ferner sind oberhalb der Zwischenplatte 16 in das
Filtergehäuse 13 noch Rastnocken 22 eingeformt, so dass die
Zwischenplatte 16 zwischen den Rastnocken 22 und dem durch
die Ringnut 20 gebildete Ringwulst eingeklipst ist.
In einen Boden 23 sind ferner Schlitze 24 eingeformt, durch
die Abluft in das Filtergehäuse 13 eindringen kann. Die
Abluft durchströmt das Filtermaterial in den Kammern 19 und
18 und auch die Zwischenplatten 17 und 16, die
entsprechende Öffnungen aufweisen. Danach strömt die
gereinigte Abluft durch die Abzugsöffnung 12 und kann durch
die Ablauföffnung 10 bzw. die Öffnung 3 des Montagerings 1
ins Freie austreten.
Der erfindungsgemässe Biofilter wird wie folgt hergestellt:
Für die Herstellung werden zwei Formen benötigt. In einer
Form geschieht die Herstellung des Filtergehäuses 13,
während in der anderen Form die gesamten anderen Teile
hergestellt werden. Dies ist in Fig. 2 angedeutet.
Zur Herstellung der Schlitze 24 werden Wellen 25, die den
Boden 23 ausbilden, durchgeschnitten. Die entsprechende
Schnittlinie ist mit 26 gekennzeichnet.
Der Montagering 1, das Filteroberteil 7 und der Deckel 9
werden in einer Form hergestellt und anschliessend
geschnitten. Dabei trennen die Schnittlinien 27 und 28 den
Deckel 9 von dem Montagering 1, während durch die
Schnittlinie 29 und 30 das Filteroberteil 7 von dem
Montagering 1 abgetrennt wird. Die Ablauföffnung 10, der
Ablauf 11 und die Abzugsöffnung 12 werden durch die
Schnittlinien 31 bis 33 hergestellt.
Nach diesem Herstellungsvorgang der einzelnen Elemente aus
Kunststoff in entsprechenden Formen werden die
Zwischenplatten 16 und 17 in das Filtergehäuse 13
eingeklipst, wobei das entsprechende Filtermaterial in die
Kammern 18 und 19 eingelegt ist. Danach wird das
Filtergehäuse 13 über die Befestigungselemente 15 mit dem
Filteroberteil 7 verbunden. In das Filteroberteil 7 wird
der Deckel 9 umgedreht eingelegt, so dass die Öffnung 10
sich über dem Ablauf 11 befindet. Dieser Deckel 9 wird
bevorzugt mittels einer Schweissnaht 34 mit dem
Filteroberteil 7 verbunden. Danach erfolgt die Anbringung
der Schliessklappe zum Verschliessen des Ablaufes 11.
Zum Austauschen des Filtermaterials bzw. auch zum Reinigen
des Biofilters braucht lediglich ein nicht näher gezeigter
Gitterrost von dem Montagering 1 abgenommen zu werden.
Danach kann die gesamte Einheit aus Deckel 9,
Filteroberteil 7 und Filtergehäuse 13 aus dem Montagering 1
herausgezogen und durch einen neuen, gereinigten Einsatz 6
ersetzt werden.
1
Montagering
2
Stütznocken
3
Öffnung
4
Innenflansch
5
Öffnung
6
Einsatz
7
Filteroberteil
8
Innendichtung
9
Deckel
10
Ablauföffnung
11
Ablauf
12
Ablauföffnung
13
Ablauf
14
Flansch
15
Befestigungs
element
16
Zwischenplatte
17
Zwischenplatte
18
Kammer
19
Kammer
20
Ringnut
21
Ringnut
22
Rastnocken
23
Boden
24
Schlitz
25
Welle
26
Schnittlinie
27
Schnittlinie
28
Schnittlinie
29
Schnittlinie
30
Schnittlinie
31
Schnittlinie
32
Schnittlinie
33
Schnittlinie
34
Schweissnaht
Claims (10)
1. Biofilter zum Einbau in einen Schacht eines
Abflusssystems mit einem Auffangtrichter für abzuführendes
Wasser und einem anschliessenden Filtergehäuse (13),
dadurch gekennzeichnet,
dass in einen im Schacht verbleibenden Montagering (1) eine
entfernbare Einheit, bestehend aus Filteroberteil (7) und
Filtergehäuse (13) unmittelbar eingesetzt ist.
2. Biofilter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Montagering (1) Stütznocken (2) zum Aufliegen auf einer
Schachtschulter aufweist.
3. Biofilter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass der Montagering (1) einen Innenflansch
(4) aufweist, auf dem eine Innendichtung (8) aufliegt.
4. Biofilter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
auf der Innendichtung (8) das Filteroberteil (7) aufliegt,
welches mit dem Filtergehäuse (13) verbunden ist.
5. Biofilter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
in dem Filteroberteil (7) ein Deckel (9) angeordnet ist,
welcher einen Ablauf (10) aufweist, der mit einer
Ablauföffnung (11) im Filteroberteil (7) übereinstimmt.
6. Biofilter nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass in das Filtergehäuse (13)
Ringnuten (20, 21) eingeformt sind, auf denen
Zwischenplatten (16, 17) für das Biofiltermaterial
aufliegen.
7. Biofilter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
sich die Zwischenplatten (16, 17) zwischen der Ringnut (20,
21) und Rastnocken (22) befindet.
8. Verfahren zum Herstellen eines Biofilters nach
wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass das Filtergehäuse (13), Filteroberteil
(7), Deckel (9) und Montagering (1) aus Kunststoff in einer
Form gegossen werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
ein Boden (23) des Filtergehäuses (13) in Wellen (25)
gegossen und diese Wellen (25) zur Herstellung von
Schlitzen (24) durchgeschnitten werden und das
abgeschnittene Gitter als Zwischenplatte verwendet wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
der Deckel (9) zusammen mit dem Montagering (1) hergestellt
und von diesem abgeschnitten wird.
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