DE19805402A1 - Verfahren zum stoffschlüssigen Verbinden von Bauteilen mittels einer aus Verbindungsmaterial gebildeten Naht - Google Patents
Verfahren zum stoffschlüssigen Verbinden von Bauteilen mittels einer aus Verbindungsmaterial gebildeten NahtInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum stoffschlüssigen
Verbinden von Bauteilen mittels einer aus Verbindungsmaterial
gebildeten Naht. Verfahren dieser Art werden der Hauptgruppe
"Fügen" der Fertigungsverfahren zugeordnet. Unter Fügen wird das
auf Dauer angelegte Verbinden von zwei oder mehreren Werkstücken
geometrisch bestimmter oder unbestimmter Form verstanden.
Ein Verfahren der eingangs beschriebenen Art ist als Gasschmelz
schweißen (Gasschweißen) oder Autogen-Schweißen bekannt. Hierbei
bringt eine Brenngas-Sauerstoff- bzw. Brenngas-Luft-Flamme die
Schweißstelle auf Schmelztemperatur. In der Schweißfuge fehlen
der Werkstoff wird durch einen Zusatzdraht zugegeben, so daß
Wärme und Schweißzusatz getrennt zugeführt werden. Der Werkstoff
der Bauteile wird hierbei örtlich aufgeschmolzen und auf eine
Temperatur gebracht, die typischerweise über 2000°C liegt. Beim
Abkühlen der Schweißstelle kommt es zu einer Verbindung des
Verbindungsmaterials mit den Materialien der Bauteile. Durch die
beim Aufschmelzen vorliegenden hohen Temperaturen kommt es zu
Grobkornbildung, während kurze Erwärmungszeiten und große
Abkühlungsgeschwindigkeiten eine unvollständige Gefügeumwandlung
und das Zurückbleiben von Eigenspannungen im Material der Bau
teile zur Folge haben. Ein weiteres Problem ist die Tendenz der
Bauteile, sich unter Einfluß hoher Temperaturen zu verziehen.
Die Möglichkeit des Verbindens von Materialien unterschiedlicher
Werkstoffe ist nur eingeschränkt vorhanden. So treten insbeson
dere Schwierigkeiten bei der Verbindung von Aluminiumbauteilen
auf, da durch die Erwärmung die Kaltverfestigung der Aluminium
bauteile aufgehoben wird.
Ein weiteres Verfahren der eingangs beschriebenen Art ist als
Löten bekannt. Unter Löten versteht man das Verbinden erwärmter,
in festem Zustand verbleibender Metalle durch ein schmelzendes
metallisches Verbindungsmaterial. Dabei müssen die Bauteile an
der Lötstelle mindestens die Arbeitstemperatur erreicht haben.
Diese liegt stets höher als der untere Schmelzpunkt des Lotes
und kann knapp unterhalb des oberen Schmelzpunktes liegen. Damit
flüssige Lote benetzen und fließen können, müssen die Ober
flächen der Bauteile metallisch rein sein. Hierfür ist es
erforderlich, Oxidschichten zu entfernen und ggf. durch Fluß
mittel zu lösen oder zu reduzieren. Die Festigkeit von Lötver
bindungen beruht auf Oberflächenbindung zwischen dem Werkstoff
des Bauteils und dem Lot und auf Diffusion einer oder mehrerer
Komponenten des Lotes in den Werkstoff des Bauteils und umge
kehrt. Es wird zwischen Weichlöten und Hartlöten unterschieden,
wobei Weichlöten bei einer Arbeitstemperatur unterhalb von 450°C
und Hartlöten bei einer Arbeitstemperatur oberhalb von 450°C
durchgeführt wird. Die Festigkeit von Lötverbindungen ist gerin
ger als die von Schweißverbindungen und nimmt mit der Dauer der
Belastung ab, da die Lote unter Last kriechen. Zusätzlich sinkt
die Festigkeit von Lötverbindungen bei steigender Temperatur.
Die Möglichkeit der Materialpaarung zu verbindender Bauteile ist
ebenfalls begrenzt.
Aus der US 5,302,414 und der EP 0 484 533 A1 sind ein Verfahren
und eine Vorrichtung zum Beschichten bekannt. Bei diesem Ver
fahren zum Beschichten von Bauteilen werden Partikel aus Metall,
Legierungen oder Nichtleitern mit einer Korngröße zwischen 1 bis
50 µm in eine Gasströmung eingeführt. Die Gasströmung weist
Überschallgeschwindigkeit auf, nimmt die Partikel des Verbin
dungsmaterials mit und beschleunigt sie. Die Gas-Parti
kel-Mischung ist auf die Oberfläche des Bauteils gerichtet. Die
Partikel des Verbindungsmaterials in der Gas-Partikel-Mischung
weisen eine Geschwindigkeit von 300 bis 1200 m/s auf. Aufgrund
der kinetischen Energie der Partikel kommt es zu einer Verbin
dung der Partikel mit der Oberfläche des Bauteils. Dieses
Verfahren dient zum Beschichten der Oberfläche von Bauteilen
insbesondere zum Verschleißschutz, Korrosionsschutz und zur
elektrischen Isolation bzw. Leitung. Ein Einsatz des Verfahrens
zum Verbinden von Bauteilen ist nicht vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der
eingangs beschriebenen Art bereitzustellen, mit dem das Verbin
den von nahezu beliebigen Materialien ermöglicht und dem
Entstehen von Eigenspannungen in den zu verbindenden Bauteilen
entgegengewirkt wird.
Erfindungsgemäß wird dies bei einem Verfahren der eingangs
beschriebenen Art dadurch erreicht, daß schnelle Partikel des
Verbindungsmaterials auf die Oberflächen der miteinander zu
verbindenden Teile bzw. des bereits auf getragenen Verbindungs
materials gerichtet werden, so daß sie sich aufgrund ihrer
kinetischen Energie mit den Bauteilen bzw. dem bereits aufge
tragenen Verbindungsmaterial verbinden.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, Bauteile nicht durch
Erwärmen und Aufschmelzen im Kontaktbereich und nachfolgendes
Abkühlen zu verbinden, sondern die Verbindung der Bauteile durch
Beschuß mit schnellen Partikeln eines Verbindungsmaterials
herzustellen. Speziell in der Luftfahrttechnik besteht der
Wunsch, Bauteile von Flugzeugen nicht durch Vernietungen o. dgl.
sondern durch stoffschlüssige Verbindungen herzustellen, da die
Anforderungen an Haltbarkeit und Dichtigkeit der Verbindungen
besonders hoch sind. Hierbei ist es von großer Bedeutung,
Formänderungen der Bauteile, beispielsweise Verziehen der zu
verbindenden Bauteile, zu vermeiden. Des weiteren finden in der
Luftfahrttechnik verstärkt Leichtmetalle Anwendung, die nicht
oder nur mit hohem Aufwand durch mit Aufschmelzen arbeitenden
Verfahren verbindbar sind. Beim Verfahren der vorliegenden
Erfindung beruht die Haftung des Verbindungsmaterials auf den
Oberflächen der Bauteile auf Mechanismen, die von mechanischer
Verklammerung bis hin zur metallischen Bindung reichen und nicht
zu einem Verziehen der Bauteile führen. Des weiteren weisen mit
dem Verfahren hergestellte Nähte eine hervorragende Variabilität
von Form und Dicke auf, die leicht an die strukturmechanischen
Anforderungen der jeweiligen Verbindung angepaßt werden kann.
Die Anpassung erfolgt dabei durch Steuerung der Verweilzeit des
Strahls auf den zu verbindenden Bauteilen und durch Einstellung
der Menge der Partikel des Verbindungsmaterials. Die Temperatur
der Partikel des Verbindungsmaterials liegt bei dem neuen
Verfahren typischerweise unterhalb der Schmelztemperatur des
Verbindungsmaterials und des Materials der zu verbindenden
Bauteile. Etwaige Erwärmungen der zu verbindenden Bauteile sind
auf die unmittelbare Umgebung der auf die Bauteile auftreffenden
Partikel beschränkt, woraus keine Formänderungs- oder
Verzugsgefahr der zu verbindenden Bauteile resultiert.
Die Partikel des Verbindungsmaterials können in einem Freistrahl
beschleunigt werden. Hierdurch ist es möglich, die zur Verbin
dung des Verbindungsmaterials mit den Materialien der Bauteile
notwendige Geschwindigkeit der Partikel des Verbindungsmaterials
von den Gasmolekülen des Freistrahls auf die Partikel des Ver
bindungsmaterials zu übertragen.
Der Freistrahl kann ein Überschallfreistrahl sein. Insbesondere,
wenn die Geschwindigkeit des Freistrahls oberhalb von 600 m/s
liegt, bleiben die Partikel des Verbindungsmaterials auf den
Bauteilen haften. Die für die Haftung kritische Geschwindigkeit
der Partikel des Verbindungsmaterials ist abhängig von der
verwendeten Kombination Verbindungsmaterial/Bauteilmaterial.
Der Freistrahl kann durch Beschleunigung eines Gases hohen
Druckes durch eine konvergent-divergente Düse erzeugt werden.
Bei dieser Düse kann es sich beispielsweise um eine Lavaldüse
handeln, die das Erreichen einer hohen Strahlgeschwindigkeit
ermöglicht. Die Geschwindigkeit des Freistrahls am Düsenende ist
hierbei eine obere Schranke für die Geschwindigkeit der Partikel
des Verbindungsmaterials.
Das den Freistrahl bildende Trägergas kann ein Leichtgas sein.
Dadurch läßt sich die maximale Strahlgeschwindigkeit zusätzlich
erhöhen. Mit reinem Helium als Trägergas kann beispielsweise
eine Strahlgeschwindigkeit von 1000 bis 1200 m/s erreicht
werden.
Die Partikel des Verbindungsmaterials können eine Korngröße
zwischen 1 bis 50 µm aufweisen. Korngrößen in diesem Bereich
gestatten das Beschleunigen der Partikel des Verbindungs
materials durch das Trägergas hoher kinetischer Energie und
gleichzeitig ein effektives Aufbringen der Partikel des Verbin
dungsmaterials auf den Oberflächen der Bauteile bzw. auf dem
bereits aufgetragenen Verbindungsmaterial. Es handelt sich bei
den Partikeln des Verbindungsmaterials folglich nicht um
einzelne Atome oder kleinere Moleküle sondern um eine größere
Anzahl von Elementarteilchen. Hierdurch ist sowohl die Zusammen
setzung als auch die grundsätzliche Struktur des Verbindungs
materials von vornherein festlegbar. Weiterhin ist der Impuls
der Partikel des Verbindungsmaterials so groß, daß sie von dem
Staudruck vor den zu verbindenden Bauteilen nicht wie das sie
zunächst führende Trägergas seitlich abgelenkt werden, sondern
tatsächlich mit hoher kinetischer Energie auf die zu verbinden
den Bauteile auftreffen.
Das Material der zu verbindenden Bauteile und das Verbindungs
material können metallisch sein. Hierdurch wird das Eingehen von
metallischen Bindungen zwischen Teilchen des Verbindungs
materials und Teilchen des Materials der Bauteile ermöglicht. Es
kann eine nahezu unbegrenzte Anzahl von Materialpaarungen
miteinander verbunden werden. So können Bauteile gleichen oder
unterschiedlichen Materials mit Partikeln eines gleichen oder
unterschiedlichen Verbindungsmaterials verbunden werden. Es
können auch mehrere unterschiedliche Verbindungsmaterialien
verwendet werden, beispielsweise bei Unterteilung der Naht in
Haftgrundschichten auf den Bauteilen und ein oder mehreren
Mittelschichten zwischen den Haftgrundschichten der Bauteile.
Hierdurch kann die Festigkeit der Verbindung erhöht werden, und
es sind noch mehr Materialien kombinierbar, zwischen denen keine
unmittelbare Verbindung möglich wäre. Somit ist es mit dem neuen
Verfahren im Gegensatz zu Schweiß- oder Lötverfahren möglich,
beispielsweise ein Bauteil aus Aluminium mit einem anderen
Bauteil aus Silber unter Verwendung von Kupfer als Verbindungs
material zu verbinden.
Die Erfindung wird anhand von Ausführungsbeispielen einer Vor
richtung zum stoffschlüssigen Verbinden von Bauteilen mittels
einer aus Verbindungsmaterial gebildeten Naht weiter erläutert
und beschrieben. Das Prinzip dieser Vorrichtung ist aus der US
5,302,414 und der EP 0 484 533 A1 bekannt. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines Teils der Vorrichtung zum
stoffschlüssigen Verbinden von Bauteilen,
Fig. 2 eine Schnittansicht eines Teils der Vorrichtung zum
schlüssigen Verbinden von Bauteilen mit einer
zusätzlichen Absaugeinrichtung und
Fig. 3 die vollständige Vorrichtung zum stoffschlüssigen
Verbinden von Bauteilen.
In Fig. 1 ist eine Vorrichtung 1 mit einer einen konvergent
divergenten Querschnitt aufweisenden Lavaldüse 2 dargestellt. An
ihrem einen Ende wird der Lavaldüse 2 ein sich in Richtung des
Pfeils 3 bewegendes Trägergas 4 durch einen Kanal 5 zugeführt.
Senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung des Kanals 5 tritt eine
weitere Düse 6 in die Lavaldüse 2 ein. Durch die Düse 6 gelangen
Partikel 7 eines Verbindungsmaterials gemäß Pfeil 8 in die
Lavaldüse 2. Die Partikel 7 werden vom Trägergas 4 mitgenommen
und bewegen sich gemäß Pfeil 9 fort. Dabei bildet sich ein Kern
partikelstrahl 10 aus, der mittig zwischen den Wandungen 11
entlang der horizontalen Symmetrieachse der Lavaldüse 2 ver
läuft. Die Partikel 7 im Kernpartikelstrahl 10 verlassen die
Lavaldüse 2 an ihrem offenen Ende und treffen auf die Ober
flächen der zu verbindenden Bauteile 12, 13 unter Ausbildung
einer die Bauteile 12, 13 verbindenden Naht 14, während das
Trägergas entlang der Pfeile 34 abströmt. Die Bauteile 12, 13
werden an ihrer der Lavaldüse 2 abgewandten Seite durch eine
Abstützung 35 unterstützt, womit eine Zerstörung der Bauteile
12, 13 durch die Strömung des Trägergases 4 verhindert wird.
In Fig. 2 ist eine koaxial zur Lavaldüse 2 angeordnete Absaug
düse 15 dargestellt. Die Absaugdüse 15 nimmt die Lavaldüse 2
vollständig auf und weist Öffnungen 16, 17 zur Aufnahme des
Kanals 5 bzw. der Düse 6 der Lavaldüse 2 auf. Die Absaugdüse 15
ist an ihrem den zu verbindenden Bauteilen 12, 13 zugewandten
Ende offen ausgebildet. Dieses offene Ende der Absaugdüse 15
befindet sich in direkter Nähe zu den zu verbindenden Bauteilen
12, 13, so daß die sich nicht an den Bauteilen 12, 13 anlagern
den Partikel 7 des Verbindungsmaterials und das Trägergas 4
nicht in die Umgebung gelangen, sondern sich entlang der Pfeile
18 und im weiteren Verlauf entgegen der Hauptbewegungsrichtung
gemäß Pfeil 9 des Kernpartikelstrahls 10 in Richtung der Pfeile
19 fortbewegen. Die Partikel 7 und das Trägergas 4 durchströmen
dabei die von der zylindrischen äußeren Oberfläche 20 der
Lavaldüse 2 und der ebenfalls zylindrischen inneren Oberfläche
21 der Ansaugdüse 15 begrenzte Ringfläche in Richtung der Pfeile
19 und gelangen in eine Mischkammer 22. Aus der Mischkammer 22
werden die abgesaugten Partikel 7 des Verbindungsmaterials
wieder der Düse 6 zugeführt und treten gemäß Pfeil 8 wieder in
die Lavaldüse 2 ein, um erneut in Richtung der zu verbindenden
Bauteile 12, 13 beschleunigt zu werden.
In Fig. 3 ist ein Kompressor 23 über eine Leitung 24 und einen
Regler 25 mit einem Druckkessel 26 und über einen Regler 27 mit
der Mischkammer 22 verbunden. Die Mischkammer 22 steht über
einen Regler 28 mit einer Vorratskammer 29 für Partikel 7 des
Verbindungsmaterials in Kontakt. Die Mischkammer 22 ist über
einen Regler 30 und eine Leitung 31 mit der hier nicht darge
stellten Düse 6 der Lavaldüse 2 verbunden. Der Druckkessel 26
ist über einen Regler 32 und eine Leitung 33 mit dem hier nicht
dargestellten Kanal 5 der Lavaldüse 2 verbunden.
Im Betrieb der Vorrichtung 1 zum stoffschlüssigen Verbinden von
Bauteilen ergeben sich somit folgende Verhältnisse:
Das unter Druck stehende Trägergas 4 im Kompressor 23 gelangt über die Leitung 24 und den Regler 25 in den Druckkessel 26 und über den Regler 27 in die Mischkammer 22. Aus der Vorratskammer 29 gelangen Partikel 7 beispielsweise aus Kupfer mit einer Korngröße von etwa 25 µm über den Regler 28 in die Mischkammer 22. In der Mischkammer 22 werden die Partikel 7 mit dem Träger gas 4, beispielsweise Helium, in einem einstellbaren Verhältnis durchmischt und verlassen die Mischkammer 22 durch den Regler 30. Das im Druckkessel mit Druck beaufschlagte Trägergas 4 gelangt über den Regler 32 in die Leitung 33 und tritt mit hoher Geschwindigkeit entlang des Kanals 5 in die Lavaldüse 2 ein. Das Trägergas-Partikel-Gemisch strömt durch die Leitung 31 und tritt gemäß Pfeil 8 in die Düse 6 und in die Lavaldüse 2 ein. Die Partikel 7 des Verbindungsmaterials werden durch das Trägergas 4 hoher kinetischer Energie in Richtung des Pfeils 9 beschleu nigt und bilden dabei den Kernpartikelstrahl 10 entlang der horizontalen Symmetrieachse der Lavaldüse 2 aus. Am offenen Ende der Lavaldüse 2 treffen die Partikel 7 mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberflächen der zu verbindenden Bauteile 12 und 13, beispielsweise aus Silber und Aluminium bzw. auf das bereits aufgetragene Verbindungsmaterial auf. Dabei bilden die Partikel 7 auf den Oberflächen der zu verbindenden Bauteile 12, 13 die Naht 14 aus, die fest mit den Oberflächen der Bauteile 12, 13 verbunden ist und somit eine unlösbare Verbindung der Bauteile 12, 13 herstellt. Die Verbindungsmechanismen reichen dabei von mechanischer Verklammerung bis hin zu metallischer Bindung. Bei der Auswahl der Geometrie der Naht 14 ist zu berücksichtigen, daß das Erreichen der Nahtstelle 14 durch die Partikel 7 ungehindert möglich sein muß.
Das unter Druck stehende Trägergas 4 im Kompressor 23 gelangt über die Leitung 24 und den Regler 25 in den Druckkessel 26 und über den Regler 27 in die Mischkammer 22. Aus der Vorratskammer 29 gelangen Partikel 7 beispielsweise aus Kupfer mit einer Korngröße von etwa 25 µm über den Regler 28 in die Mischkammer 22. In der Mischkammer 22 werden die Partikel 7 mit dem Träger gas 4, beispielsweise Helium, in einem einstellbaren Verhältnis durchmischt und verlassen die Mischkammer 22 durch den Regler 30. Das im Druckkessel mit Druck beaufschlagte Trägergas 4 gelangt über den Regler 32 in die Leitung 33 und tritt mit hoher Geschwindigkeit entlang des Kanals 5 in die Lavaldüse 2 ein. Das Trägergas-Partikel-Gemisch strömt durch die Leitung 31 und tritt gemäß Pfeil 8 in die Düse 6 und in die Lavaldüse 2 ein. Die Partikel 7 des Verbindungsmaterials werden durch das Trägergas 4 hoher kinetischer Energie in Richtung des Pfeils 9 beschleu nigt und bilden dabei den Kernpartikelstrahl 10 entlang der horizontalen Symmetrieachse der Lavaldüse 2 aus. Am offenen Ende der Lavaldüse 2 treffen die Partikel 7 mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberflächen der zu verbindenden Bauteile 12 und 13, beispielsweise aus Silber und Aluminium bzw. auf das bereits aufgetragene Verbindungsmaterial auf. Dabei bilden die Partikel 7 auf den Oberflächen der zu verbindenden Bauteile 12, 13 die Naht 14 aus, die fest mit den Oberflächen der Bauteile 12, 13 verbunden ist und somit eine unlösbare Verbindung der Bauteile 12, 13 herstellt. Die Verbindungsmechanismen reichen dabei von mechanischer Verklammerung bis hin zu metallischer Bindung. Bei der Auswahl der Geometrie der Naht 14 ist zu berücksichtigen, daß das Erreichen der Nahtstelle 14 durch die Partikel 7 ungehindert möglich sein muß.
1
Vorrichtung
2
Lavaldüse
3
Pfeil
4
Trägergas
5
Kanal
6
Düse
7
Partikel
8
Pfeil
9
Pfeil
10
Kernpartikelstrahl
11
Wandung
12
Bauteil
13
Bauteil
14
Naht
15
Absaugdüse
16
Öffnung
17
Öffnung
18
Pfeil
19
Pfeil
20
Oberfläche
21
Oberfläche
22
Mischkammer
23
Kompressor
24
Leitung
25
Regler
26
Druckkessel
27
Regler
28
Regler
29
Vorratskammer
30
Regler
31
Leitung
32
Regler
33
Leitung
34
Pfeil
35
Abstützung
Claims (10)
1. Verfahren (1) zum stoffschlüssigen Verbinden von Bauteilen
(12, 13) mittels einer aus Verbindungsmaterial gebildeten Naht
(14), dadurch gekennzeichnet, daß schnelle Partikel (7) des
Verbindungsmaterials auf die Oberflächen der miteinander zu
verbindenden Bauteile (12, 13) bzw. des bereits aufgetragenen
Verbindungsmaterials gerichtet werden, so daß sie sich aufgrund
ihrer kinetischen Energie mit den Bauteilen (12, 13) bzw. dem
bereits aufgetragenen Verbindungsmaterial verbinden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperatur der Partikel (7) des Verbindungsmaterials unterhalb
der Schmelztemperatur des Verbindungsmaterials und des Materials
der zu verbindenden Bauteile (12, 13) liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Partikel (7) des Verbindungsmaterials in einem Freistrahl
beschleunigt werden
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
Freistrahl ein Überschallfreistrahl ist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Geschwindigkeit des Freistrahls oberhalb von 500 m/s und insbe
sondere oberhalb von 600 m/s liegt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Freistrahl durch Beschleunigung eines
Trägergases (4) hohen Druckes durch eine konvergent-divergente
Düse (2) erzeugt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß das den Freistrahl bildende Trägergas (4) ein
Leichtgas ist.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Partikel (7) des Verbindungsmaterials eine Korngröße zwischen 1
bis 50 µm aufweisen.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Material der zu verbindenden Bauteile (12, 13) und das
Verbindungsmaterial metallisch sind.
10. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Material des einen Bauteils (12) Aluminium, des anderen Bauteils
(13) Silber, ist und als Verbindungsmaterial Kupfer verwendet
wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19805402A DE19805402C2 (de) | 1998-02-11 | 1998-02-11 | Verfahren zum stoffschlüssigen Verbinden von Bauteilen mittels einer aus Verbindungsmaterial gebildeten Naht |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19805402A DE19805402C2 (de) | 1998-02-11 | 1998-02-11 | Verfahren zum stoffschlüssigen Verbinden von Bauteilen mittels einer aus Verbindungsmaterial gebildeten Naht |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19805402A1 true DE19805402A1 (de) | 1999-08-12 |
| DE19805402C2 DE19805402C2 (de) | 2002-09-19 |
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ID=7857282
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19805402A Expired - Fee Related DE19805402C2 (de) | 1998-02-11 | 1998-02-11 | Verfahren zum stoffschlüssigen Verbinden von Bauteilen mittels einer aus Verbindungsmaterial gebildeten Naht |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19805402C2 (de) |
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Also Published As
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| DE19805402C2 (de) | 2002-09-19 |
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