DE19804705A1 - Weiche für ein Hängefördersystem - Google Patents
Weiche für ein HängefördersystemInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Weiche der im Oberbe
griff von Anspruch 1 erläuterten Art.
Eine derartige Weiche ist aus der DE 30 48 384 bekannt. Diese
Weiche weist zwei Weichenschenkel auf. Dabei ist der eine dem
geraden Streckenverlauf und der andere dem gebogenen Strecken
verlauf zugeordnet. In den beiden Weichenpositionen führt der be
treffende Weichenschenkel den Schienenverlauf über eine Schienen
unterbrechung für den ihm zugeordneten Streckenverlauf fort.
Die beiden Weichenschenkel sind als Fahrschiene ausgebildet und
so miteinander gekoppelt, daß sich jeweils der eine Weichenschenkel
in der ersten und der andere in der zweiten Position und umgekehrt
befindet. Eine Zugfeder, die auf einen der beiden Weichenschenkel
wirkt, bringt diese automatisch in eine bevorzugte Stellung. Das heißt,
die Weiche schaltet, je nachdem, an welchem Schenkel die Feder an
greift, entweder den geraden oder den gekrümmten Weichenschenkel
in Durchfahrtposition.
Befährt nun ein Betriebsmittel die Weiche aus einer nicht zur Durch
fahrt geschalteten Richtung, so bewegt dieses Betriebsmittel aufgrund
seines Eigengewichtes den Weichenschenkel entlang seiner Führungs
bahn bis in dessen Endstellung und schaltet somit die Weiche in die
betreffende Durchfahrtstellung.
Bei dieser Weiche wird die Führung des gesamten Weichenschenkels
von zwei koaxial angeordneten Kugellagern am Ende des Weichen
schenkels übernommen. Durch das ungünstige Verhältnis zwischen
dem Abstand der Kugellager einerseits und der Länge des Weichen
schenkels andererseits kommt es zu einer hohen Belastung der Lagerung
beim Befahren der Weiche mit einem schweren Betriebsmittel. Als Folge
daraus weisen die Kugellager oft vorzeitige Verschleißerscheinungen auf
und die Zuordnung der beiden Weichenschenkel zu den betreffenden
Schienenenden ist nicht mehr gewährleistet. Letzteres ist auch im Zu
sammenhang mit der hohen Toleranzempfindlichkeit aufgrund des
ungünstigen Hebelverhältnisses zu sehen.
Bei verschlissener Lagerung beziehungsweise deformierter Weichen
geometrie kommt es zu einer Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit und
somit zu stabilen Zwischenstellungen der beiden Weichenschenkel.
Das heißt die Weichenschenkel können aufgrund der zu hohen Lagerkräfte
von der Zugfeder nicht mehr in die Endstellung gebracht werden.
In einer solchen Zwischenstellung können die Weichenschenkel in einer be
liebigen Position auf ihrer Führungsbahn stehen bleiben. Schlimmsten
falls sind die Weichenschenkel auf gleicher Höhe, so daß der Abstand
zwischen dem festen Laufschienenstück und den beiden Weichenschenkeln
so groß ist, daß die Laufräder des Betriebsmittels dazwischen passen.
Dies kann dann zum Absturz eines Betriebsmittels führen und birgt daher
ein nicht unbeträchtliches Unfallrisiko.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt somit in einer robusten
und einfachen Weichenschaltmechanik unter der bestmöglichen Ver
meidung von Unfallrisiken.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung ist es möglich, die
Weichenschenkel im vorderen Bereich zu führen und somit die auf
tretenden Kräfte dort abzuleiten, wo sie auftreten. Dabei sorgen die
beiden Winkelhebel für eine präzise Führung der Weichenschenkel
auf einer Kreisbahn. Die genaue Ausgestaltung dieser Kreisbahn
läßt sich über den Abstand der ortsfesten Drehachsen zum be
treffenden Weichenschenkel beeinflussen. Darüber hinaus kann
über die vertikale Anordnung der ortsfesten Drehachse die Tangente,
unter der sich der Weichenschenkel aus seiner horizontalen Stellung
nach oben bewegt, verändert werden.
Die bevorzugte Ausgestaltungsform liegt in einem möglichst geringen
Winkel der Bewegungsrichtung des Weichenschenkels zur Vertikalen.
Dies bedeutet, daß sich der Weichenschenkel aus seiner horizon
talen Stellung steil nach oben bewegt.
Je steiler die Bewegungsbahn eines Weichenschenkels ist, desto
sicherer sitzt dieser in seiner horizontalen Position. Eine seitliche Kraft,
wie die eines beladenen Betriebsmittels, das auf dem gebogenen
Schenkel die Weiche durchfährt, kann so abgefangen werden.
Bei verschiedenen Hängefördersystemen lassen sich die Betriebs
mittel miteinander koppeln und so Züge bilden. Zieht man nun einen
solchen Zug durch eine Weiche auf dem gebogenen Weichenschenkel,
so entstehen seitliche Kräfte, die zur Kurvenmitte hin wirken. Bei
einer zu flachen Schaltbewegung der Weichenschenkel, insbesondere
des gebogenen Weichenschenkels, würde dies ein unkontrolliertes
Schalten der Weiche nach sich ziehen. Dies würde ohne weitere
Sicherheitsvorkehrungen zum Entgleisen des betreffenden Betriebs
mittels führen.
Fährt ein Betriebsmittel auf einen nach oben geschalteten Weichen
schenkel, so wird dieser aufgrund der Schwerkraft des Betriebs
mittels auf der Führungsbahn, die der Winkelhebel dem Weichen
schenkel vorgibt, in die horizontale Durchfahrtstellung gedrückt.
Dadurch dreht sich der Winkelhebel um die ihm zugeordnete orts
feste Achse und leitet über die Distanzstange eine Drehbewegung
beim zweiten Winkelhebel ein. Aufgrund dieser Drehbewegung
hebt der zweite Winkelhebel den zweiten Weichenschenkel aus
seiner horizontalen Durchfahrtstellung.
Der Schaltvorgang ist dann abgeschlossen, wenn sich der zweite
Weichenschenkel in der horizontalen Durchfahrtstellung befindet
und der erste Weichenschenkel nach oben geschaltet ist.
Diese Weichenstellung wird nun solange beibehalten, bis ein
Betriebsmittel aus der Richtung des nicht zur Durchfahrt ge
schalteten Weichenschenkels die Weiche passiert. Dann läuft der Schalt
vorgang in umgekehrter Reihenfolge ab.
Durch die Länge der Schubstange wird gewährleistet, daß ein
ausreichender Abstand zwischen den Weichenschenkeln be
steht, damit die Laufrollen des Betriebsmittels genügend Platz
auf dem zur Durchfahrt geschalteten Weichenschenkel zur
Verfügung haben.
Dieses Weichenschaltprinzip basiert auf der Übertragung und
Einleitung von Drehbewegungen bei einem optimierten Hebel
verhältnis und führt dadurch zu einer sehr guten Leichtgängigkeit
des Schaltvorganges die auch bei schwierigen Umweltbedin
gungen gewährleistet ist.
Aufgrund der reduzierten Belastung der Bauelemente, einer
präzisen Führung der Weichenschenkel und des Einsatzes von
einer zusätzlichen Absturzsicherung kann durch das vorliegende
Weichenkonzept ein erhöhtes Maß an Betriebssicherheit erreicht
werden.
Die Ansprüche 2 und 3 beschreiben den möglichen Ort des
Schaltgestänges in axialer Richtung zum Weichenschenkel.
Anspruch 3 erläutert als eine mögliche Position des Schalt
gestänges den Raum vor den Weichenschenkeln. Dies wäre
ein Optimum hinsichtlich des Hebelverhältnisses innerhalb
des Schaltgestänges.
Bei der Verwendung eines Vorschalthebels, das bedeutet
einer Vorabfrage der Anwesenheit des Betriebsmittels, wäre
jedoch bei dieser Position des Schaltgestänges eine große
Distanz zur Übertragung des Schaltsignals von der Vor
schaltung bis zu dem eigentlichen Schaltgestänge notwendig.
Als bevorzugte Ausführungsform gilt daher, entsprechend An
spruch 2, der Raum entlang des Weichenschenkels speziell
zwischen der Schenkelmitte und der dem räumlichen Gelenk
abgewandten Seite.
Der Anspruch 4 beschreibt eine besonders kostengünstige
Alternative zu den auf dem Markt bekannten Varianten von
Weichenschaltgestängen. Dabei werden die seitlichen Führungs
kräfte über Abflachungen, die sich an den jeweiligen Enden der
Schaltstangen befinden, aufgenommen.
Der horizontale Abstand zwischen ortsfester Lagerstelle und
räumlich gelagertem Laufschienenabschnitt, wie in Anspruch 5
erläutert, sorgt dafür, daß der nach oben geschaltete Weichen
schenkel aufgrund der Hebelwirkung auf den Winkelhebel eine
Kraft in Richtung der jeweils anderen Schaltstellung ausübt.
Diese Kraft kompensiert zu einem großen Teil die Gewichtskraft
des Weichenschenkels, der sich in horizontaler Position befindet,
was eine Verringerung der nötigen Schaltkraft bedeutet.
Die in Anspruch 6 beschriebene Position des ortsfesten Gelenkes
verhindert unfallträchtige Störkanten unterhalb der Unterkante des
Laufprofiles und erleichtert die Handhabung der Weiche im nicht
eingebauten Zustand.
Das im Anspruch 7 erläuterte Schaltgestänge ist als Variante zu
dem in Anspruch 1 zu sehen, wobei mit der Schubstange zwischen
den Weichenschenkeln aufgrund der verschiedenen Richtungen von
übertragener Kraft und resultierende Bewegung die Schaltkraft er
höht und somit der Schaltkomfort reduziert wird.
Versuchen zwei Betriebsmittel die Weiche gleichzeitig aus den
beiden Fahrstreckenrichtungen zu befahren, so kann es zu einer
Zwischenstellung der Weichenschenkel kommen. Damit nicht zur
selben Zeit ein weiteres Betriebsmittel aus der Gegenrichtung
kommend durch die Schienenöffnungen zwischen Weichenschenkel
und festem Schienenstück fallen kann, sieht Anspruch 8 jeweils ein
Flacheisen vor, das dies verhindert. Die Weichenschenkel können
aufgrund der Zwangsführung nicht nach oben ausweichen und
blockieren die Laufrollen des Betriebsmittels.
Anspruch 9 zeigt eine Möglichkeit auf, wie mit diesem Weichen
schaltprinzip auch eine Weiche mit drei Abzweigungen betätigt
werden kann. Das hier verwendete Schaltgestänge weist zwei
zusätzliche Distanzstangen auf, die dafür sorgen, daß sich je
weils nur ein einziger Weichenschenkel in Durchfahrtstellung
befinden kann. Dabei sind die beiden Distanzstangen so ange
ordnet, daß beim Absenken von einem der beiden Weichen
schenkel, die sich in der oberen Position befinden, der
Weichenschenkel in Durchfahrtstellung nach oben ge
schwenkt wird.
Dieses Schaltprinzip eines dritten Weichenschenkels ist
unabhängig von dem Schaltprinzip für zwei Weichen
schenkel aus den vorangegangenen Ansprüchen zu sehen
und könnte deshalb auch als eigenständiger Schutzan
spruch gelten.
Es funktioniert analog auch bei anderen Weichen mit drei Ab
zweigungen und vergleichbarer Bewegung der Weichen
schenkel, da die Kopplung der beiden Distanzstangen
ausschließlich über die Weichenschenkel, und nicht über
das Schaltgestänge erfolgt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend an
hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Vorderansicht der erfindungsge
mäßen Weiche mit angedeutetem Betriebsmittel,
Fig. 2 eine schematische Vorderansicht der erfindungsge
mäßen Weiche mit angedeutetem Betriebsmittel,
Fig. 3 eine räumliche Darstellung der erfindungsge
mäßen Weiche mit angedeutetem Betriebsmittel,
Fig. 4 eine Gesamtdraufsicht der erfindungsgemäßen
Weiche.
Fig. 5 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Weiche
mit 3 Abzweigungen, in der Mitte zur Durchfahrt geschaltet.
Fig. 6 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Weiche
mit 3 Abzweigungen, rechter Weichenschenkel zur Durch
fahrt geschaltet.
Fig. 7 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Weiche
mit 3 Abzweigungen, linker Weichenschenkel zur Durch
fahrt geschaltet.
Das angedeutete Betriebsmittel in Fig. 1 befindet sich auf
dem gebogenen Weichenschenkel 1.2, der sich in seiner
horizontalen Durchfahrtstellung befindet. Der gerade Weichen
schenkel 2.2 ist nach oben geschaltet und gibt so den Weg für
das Betriebsmittel frei. Der Haltesteg 1.7 ist starr mit dem
Tragrahmen 6 verbunden und weist an dem freien Ende eine
Lagerstelle 1.4 auf, über das sie gelenkig mit einem Ende des
Winkelhebels 1.3 verbunden ist.
Das andere Ende des Winkelhebels 1.3 ist mit dem Weichen
schenkel 1.2 in dem Gelenk 1.6 verbunden, das oberhalb
des Weichenschenkels angeordnet ist. Haltesteg 2.7 und
Winkelhebel 2.3 sind auf der gegenüberliegenden Weichen
seite analog dazu angeordnet.
Die Schubstange 3 verbindet die beiden Winkelhebel 1.3, 2.3
miteinander und hält so die beiden Weichenschenkel auf Abstand.
Damit wird ein synchrones Erreichen der Endpositionen durch die
Weichenschenkel gewährleistet.
Beim Passieren des nicht auf Durchfahrt geschalteten Weichen
schenkels 2.2 drückt das Betriebsmittel diesen nach unten.
Dabei dreht sich der Winkelhebel 2.3 um die ortsfeste Achse
2.4 und bewegt aufgrund dessen die Schubstange 3 nach
links. Der Winkelhebel 1.3 wird dadurch um seine ortsfeste
Achse 1.4 gedreht und hebt so den Weichenschenkel 1.2
an, bis dieser seine obere Endposition erreicht hat.
Darüberhinaus sind in Fig. 1 die Flacheisen 1.9 und 2.9
zu sehen, die in einer Zwischenstellung der Weichenschenkel
verhindern, daß die Laufrollen des Betriebsmittels entgleisen
können. Die Enden der Weichenschenkel stehen dabei auf
gleicher Höhe, so daß genügend Platz zwischen dem Anschluß
stück des Laufprofils und den beiden Weichenschenkeln ent
steht, daß die Laufrollen dazwischen passen. Dies verhindern
die Flacheisen 1.9, 2.9.
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Weichen
gestänges nach Anspruch 7. Hier verbindet die Schubstange 3'
die beiden Weichenschenkel 1.2, 2.2 direkt miteinander. Diese
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Weiche bietet zwar den
Vorteil einer verkürzten Schubstange 3', jedoch ist hier eine
erheblich höhere Kraft zum Schalten der Weichenschenkel von
der einen Endposition zur anderen nötig. Diese erhöhte Kraft
entsteht dadurch, daß die Richtung der Kraft, die die Schub
stange 3' auf den Weichenschenkel ausübt und die Richtung
der Bewegung, die der Weichenschenkel aufgrund dieser Kraft
durchführt, sehr stark voneinander abweichen.
In Fig. 3 ist das räumliche Gelenk 7 dargestellt, das dafür
sorgt, daß der Übergang zwischen dem Anschlußabschnitt des
Laufprofils und dem betreffenden Weichenschenkel in jeder
Phase der Schaltbewegung zueinander fluchtet. Das heißt die
Laufrollen des Betriebsmittels müssen beim Überfahren dieser
Stelle der Weiche keinen Höhenunterschied überwinden.
Im Gegensatz zu den vorangegangenen Ansichten ist hier
der gerade Weichenschenkel 2.2 in seiner horizontalen,
zur Durchfahrt des Betriebsmittels geschalten, Position dar
gestellt.
Die Fig. 4 zeigt die zum Teil in Fig. 3 gezeigte Vorderansicht
komplett und zusätzlich deren Draufsicht. Die dargestellte,
erfindungsgemäße Weiche weist einen 90°-Abzweig auf.
Dabei wird die Biegung des gebogenen Weichenschenkels
im weiteren Schienenverlauf fortgeführt. Von dem Trag
rahmen sind die Enden der Anschlußabschnitte des Lauf
profils über einen Steg abgehängt. Das Schaltgestänge wurde
hier in Längsrichtung etwa auf der Mitte des Weichenschenkels
dargestellt.
Fig. 5 zeigt eine bevorzugte Ausgestaltung der erfindungs
gemäßen Weiche mit drei Abzweigungen. Dabei wurde das
Schaltgestänge aus den Ansprüchen 1 bis 8 als bevorzugte
Ausführungsform zum Schalten der beiden äußeren Weichen
schenkel 1.2 und 2.2 gewählt. Die Distanzstangen 3.3
und 3.4 steuern dabei die Position des mittleren Weichen
schenkels 3.2. Diese Darstellung zeigt den um die horizon
tale Achse 2.8 schwenkbaren, mittleren Weichenschenkel
3.2 in horizontaler Durchfahrtstellung, während die beiden
äußeren Weichenschenkel 1.2, 2.2 sich in ihrer oberen End
position befinden. Dabei nehmen die Distanzstangen 3.3, 3.4
eine dachförmige Position ein, wobei der höchste Punkt in dem
Gelenk 3.5 erreicht wird. Durch diesen Anstellwinkel der
Distanzstangen zur Horizontalen wird der mittlere Weichen
schenkel 3.2 beim Absenken von einem der beiden anderen
Weichenschenkel nach oben gedrückt.
Fig. 6 zeigt die gleiche Weiche mit abgesenktem Weichen
schenkel 2.2. Die beiden anderen Weichenschenkel 1.2, 2.2
befinden sich dabei in ihrer oberen Endposition. Wird nun
der linke Weichenschenkel 1.2 nach unten bewegt, so be
wirkt dies in bereits beschriebener Weise das Anheben des
rechten Weichenschenkels 2.2 aufgrund der Verbindung über
die Distanzstange 3.
Wird der mittlere Weichenschenkel 3.2 nach unten gedrückt,
so bewegt sich aufgrund der Verbindung über die Distanz
stange 3.4 der Weichenschenkel 2.2 nach oben. Dies ist
deshalb möglich, da die Kraftwirklinie der Distanzstange 3.4
in jeder Position oberhalb des Gelenks 2.4 verläuft. Es wird
dadurch ein Drehmoment in den Winkelhebel 2.3 ein
geleitet, der deshalb den Weichenschenkel aus seiner
unteren Endposition anhebt.
Fig. 7 zeigt den linken Weichenschenkel 1.2 in seiner
Durchfahrtstellung. Die beiden anderen Weichenschenkel
2.2, 3.2 sind nach oben geschaltet. Der Bewegungsab
lauf und die daraus resultierenden Positionen der Weichen
schenkel sind analog zu denjenigen in Fig. 6 zu sehen.
Claims (9)
1. Weiche mit mindestens zwei Abzweigungen für ein
Hängefördersystem mit über Abstandshalter an einem
Tragrahmen abgehängten, dachförmig ausgebildeten
Laufschienenstücken, die als Anschlußabschnitte ange
ordnet sind und jeweils an einem Ende räumlich gelager
ten Laufschienenabschnitten, dadurch gekenn
zeichnet, daß die räumlich gelagerten Laufschienen
abschnitte (1.2, 2.2) jeweils eine weitere, in vertikaler
Richtung über dem beweglichen Laufschienenabschnitt
befindliche Lagerstelle (1.6, 2.6) aufweisen, daß diese
Lagerstelle (1.6, 2.6) jeweils über einen Winkelhebel (1.3, 2.3)
mit einer ortsfesten Lagerung (1.4, 2.4) verbunden ist, daß
die ortsfeste Lagerung (1.4, 2.4) mit dem Tragrahmen (6)
der Weiche über einen Haltesteg (1.7, 2.7) starr verbunden ist
und daß die beiden Winkelhebel (1.3, 2.3) über eine Distanz
stange (3) miteinander verbunden sind.
2. Weiche nach dem Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich das Gestänge (1.2, 1.3, 1.4, 1.5, 1.7,
2.2, 2.3, 2.4, 2.5, 2.7) in Längsrichtung im Bereich der be
weglichen Laufschienenabschnitte (1.2, 2.2) befindet.
3. Weiche nach dem Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich das Gestänge (1.2, 1.3, 1.4, 1.5, 1.7,
2.2, 2.3, 2.4, 2.5, 2.7) in Längsrichtung vor den beweglichen
Laufschienenabschnitten (1.2, 2.2) auf der dem räumlichen Ge
lenk (7) abgewandten Seite befindet.
4. Weiche nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Schaltgestänge (1.2, 1.3, 1.4,
1.5, 1.7, 2.2, 2.3, 2.4, 2.5, 2.7) aus Rohren besteht, die in den
Lagerbereichen (1.4.1, 1.6.1, 2.4.1, 2.6.1) Abflachungen (8)
aufweisen.
5. Weiche nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die ortsfeste Lagerstelle
(1.4, 2.4) des Winkelhebels (1.3, 2.3) in einem solchen Ab
stand zu dem räumlich gelagerten Laufschienenabschnitt
(1.2, 2.2) angeordnet ist, daß sich dieser in seiner nach
oben geschalteten Position (4, 5) zwischen der ortsfesten
Lagerstelle (1.4, 2.4) und dem jeweils anderen räumlich
gelagerten Laufschienenabschnitt (2.2, 1.2) befindet.
6. Weiche nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich die ortsfeste Lagerstelle
(1.4, 2.4) oberhalb der Unterkante (9) der starren Laufschienen
stücke befindet, die als Anschlußabschnitte angeordnet sind.
7. Weiche mit mindestens zwei Abzweigungen für ein
Hängefördersystem mit über Abstandshalter an einem
Tragrahmen abgehängten, dachförmig ausgebildeten
Laufschienenstücken, die als Anschlußabschnitte ange
ordnet sind und jeweils an einem Ende räumlich gelagerten
Laufschienenabschnitten, dadurch gekennzeich
net, daß die räumlich gelagerten Laufschienen
abschnitte (1.2, 2.2) jeweils eine weitere, in vertikaler
Richtung über dem beweglichen Laufschienenabschnitt
befindliche Lagerstelle (1.6, 2.6) aufweisen, daß diese
Lagerstellen (1.6, 2.6) jeweils über einen Winkelhebel (1.3, 2.3)
mit einer ortsfesten Lagerung (1.4, 2.4) verbunden ist, daß
die ortsfeste Lagerung (1.4, 2.4) mit dem Tragrahmen (6)
der Weiche über einen Haltesteg (1.7, 2.7) starr verbunden ist,
und daß die beiden beweglichen Laufschienenabschnitte
(1.2, 2.2) über die Gelenkpunkte (1.6, 2.6) durch eine Distanz
stange (3') miteinander verbunden sind.
8. Weiche nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch ge
kennzeichnet, daß sich an der Unterseite des be
weglichen Laufschienenabschnittes (1.2, 2.2) auf der dem -
räumlichen Lager (7) abgewandten Seite ein Flacheisen
(1 .9, 2.9) befindet, das mit den Seitenflanken des dach
förmigen Laufprofils zusammen ein Dreieck bildet.
9. Weiche nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß ein dritter, um eine horizontal
und senkrecht zu dessen Längsrichtung verlaufende Achse,
(2.8) einseitig drehbarer Laufschienenabschnitt (3.2) über jeweils
eine Distanzstange (3.3, 3.4) mit den anderen beweglichen
Laufschienenabschnitten (1.2, 2.2) in den Gelenken 3. miteinander
verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998104705 DE19804705B4 (de) | 1998-02-06 | 1998-02-06 | Weiche für ein Hängefördersystem |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998104705 DE19804705B4 (de) | 1998-02-06 | 1998-02-06 | Weiche für ein Hängefördersystem |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19804705A1 true DE19804705A1 (de) | 1999-08-19 |
| DE19804705B4 DE19804705B4 (de) | 2006-05-24 |
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ID=7856830
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998104705 Expired - Fee Related DE19804705B4 (de) | 1998-02-06 | 1998-02-06 | Weiche für ein Hängefördersystem |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19804705B4 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004014443A1 (de) * | 2004-03-24 | 2005-10-13 | Wf Logistik Gmbh | Fördereinrichtung mit einer Weiche |
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| WO1987006549A1 (en) * | 1986-04-22 | 1987-11-05 | Öhrnell Conveyorsystem Aktiebolag | Switch in a conveyor system with overhead carriages |
| DE9314100U1 (de) * | 1993-09-17 | 1994-02-17 | Golz, Friedrich, 97799 Zeitlofs | Weiche für eine Hängeförderanlage |
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- 1998-02-06 DE DE1998104705 patent/DE19804705B4/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004014443A1 (de) * | 2004-03-24 | 2005-10-13 | Wf Logistik Gmbh | Fördereinrichtung mit einer Weiche |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19804705B4 (de) | 2006-05-24 |
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