DE19804594A1 - Transportvorrichtung - Google Patents
TransportvorrichtungInfo
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- H05K13/00—Apparatus or processes specially adapted for manufacturing or adjusting assemblages of electric components
- H05K13/0084—Containers and magazines for components, e.g. tube-like magazines
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Description
Die Erfindung liegt auf dem Gebiet des Transports, insbeson
dere bei der Fertigung und Prüfung, von sensiblen Bauteilen,
vor allem in der Halbleiterfertigung.
Dazu werden z. B. auch als Trays bezeichnete tablettförmige
Transportvorrichtungen mit einzelnen Nestern oder Aufnahmen
verwendet, die zur individuellen, geschützten und definierten
Aufnahme der zu transportierenden Bauteile dienen. Um die je
weilige Transportvorrichtung und damit die einzelnen Bautei
le, zum Beispiel während des Fertigungsprozesses, verfolgen,
identifizieren und somit logistisch zuordnen zu können, ist
die Verwendung von mitgeführten Datenspeichern bzw. Datensen
dern vorteilhaft.
Derartige Datensender/Datenspeicher werden auch als Transpon
der bezeichnet. Üblicherweise werden in den Speicherbereich
eines derartigen Transponders auslesbare Daten eingeschrie
ben, die bedarfsweise von einem mit dem Transponder korre
spondierenden Sende-/Empfangsgerät ausgelesen werden können.
Die dazu transponderseitig notwendige Energie kann von dem
Sende-/Empfangsgerät in Form elektromagnetischer Strahlung an
den Transponder übertragen werden. Der Transponder sendet
daraufhin seinen Speicherinhalt zurück.
Aus der älteren Patentanmeldung mit dem amtlichen Aktenzei
chen 197 45 228.0 ist eine Transportvorrichtung der einlei
tend beschriebenen Art bekannt, bei der der Transponder fest
in die Transportvorrichtung integriert ist, beispielsweise
indem der Transponder in dem Tray-Rahmen durch Einkleben,
Vergießen oder Kleben fixiert ist. Dadurch verteuert sich je
doch der Gesamtaufwand für eine derartige Transportvorrich
tung.
Dies erscheint unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten
nicht immer befriedigend, weil diese vergleichsweise kosten
intensive Transportvorrichtung auch in den Phasen eines
Transport- oder Lagerprozesses verwendet werden muß, in denen
es auf die Leistungsmerkmale des Transponders überhaupt nicht
ankommt. Im übrigen erfordert die bekannte Transportvorrich
tung, daß vor der Lieferung der Bauteile beispielsweise an
Kunden diese in eine nicht mit einem Transponder bestückte
Transportvorrichtung umgelagert werden müssen, um die trans
ponderbestückte Transportvorrichtung für einen erneuten
Transportprozeß in der Fertigungs- oder Prüflinie verwenden zu
können.
Die Aufgabe der Erfindung besteht daher in der Schaffung ei
ner Transportvorrichtung mit mehreren Aufnahmen für elektro
nische Bauteile und mit einem Transponder, die bei reduzier
ten Kosten ein größeres Maß an Flexibilität ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Trans
portvorrichtung mit mehreren Aufnahmen für einzelne elektro
nische Bauelemente mit einem Transponder, der auslesbare Da
ten zur Identifizierung der Transportvorrichtung und/oder de
ren Inhalts enthält, wobei der Transponder in eine der Auf
nahmen eingebracht ist und bedarfsweise aus dieser zerstö
rungsfrei wieder entnehmbar ist.
Ein wesentlicher Aspekt der erfindungsgemäßen Transportvor
richtung besteht darin, daß der jeweilige Transponder nicht
unlösbar der jeweiligen Vorrichtung (z. B. dem Tray) zugeord
net ist, sondern bedarfsweise äußerst einfach von der Trans
portvorrichtung getrennt und anderweitig verwendet werden
kann. Der Transponder ermöglicht somit bei erheblich erhöhter
produktiver Auslastung eine logistische Zuordnung der Vor
richtung bzw. der transportierten Bauteile. Durch die in den
Transponder eingespeicherten und aus diesem bedarfsweise aus
lesbaren Daten können nicht nur die Bauteile bzw. die jewei
lige Transportvorrichtung zuverlässig identifiziert werden,
sondern auch eine übergeordnete Zuordnung beispielsweise zu
verschiedenen Fertigungslosen sichergestellt werden.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemäßen Transportvor
richtung besteht somit darin, daß der jeweilige Transponder
jederzeit für andere Trays, Lose oder Prozeßbereiche einge
setzt oder ausgetauscht werden kann. Ein weiterer ganz erheb
licher Vorteil besteht darin, daß für die Produktion/Prüfung
einerseits und für die anschließende Lagerung oder Ausliefe
rung zum Kunden andererseits dieselbe Transportvorrichtung
verwendet werden kann, wobei der Transponder zu gegebener
Zeit zuvor entfernt wird. Die Notwendigkeit, zwei unter
schiedliche Transportvorrichtungen (Trays) für die Produktion
einerseits und die Lagerhaltung bzw. Lieferung andererseits
vorzuhalten, entfällt daher. Daraus resultieren auch Kosten
einsparungen, indem die Qualifikation, Betreuung von Änderun
gen usw. nur noch für eine einzige Transportvorrichtungsart
erforderlich ist. Ein weiterer wirtschaftlicher Vorteil bei
Verwendung erfindungsgemäßer Transportvorrichtungen ergibt
sich dadurch, daß insgesamt weniger Transponder erforderlich
sind. Es müssen nämlich nur jeweils die Transportvorrichtun
gen mit einem Transponder versehen sein, die tatsächlich in
der jeweiligen Fertigungs- oder Prüflinie produktiv sind.
Sind z. B. Trays im Lager oder zur Inspektion, wird der je
weilige Transponder entnommen und für andere derzeit produk
tive Trays verwendet.
Eine hinsichtlich der Handhabung und der gegebenenfalls auto
matischen Bestückung der jeweiligen Aufnahme mit dem Trans
ponder vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
daß der Transponder in einem Gehäuse untergebracht ist, das
dem standardisierten Gehäuse der Bauteile entspricht. Dies
hat außerdem den Vorteil, daß der Transponder gegebenenfalls
durch auf die Bauteilgehäuse abgestimmte Halteelemente sicher
und zuverlässig in seiner Aufnahme gehalten werden kann.
Ebenfalls hinsichtlich einer automatisierten Bestückung der
Aufnahmen ist es vorteilhaft, wenn der Transponder in eine
Aufnahme eingesetzt ist, die sich an einer vorbestimmten Po
sition der Aufnahmevorrichtung befindet.
Nach einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vor
gesehen, daß in dem Transponder frei programmierbare Daten
gespeichert sind. Dies erhöht die Flexibilität der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung dadurch weiter, daß zu jedem Ferti
gungszeitpunkt Daten gelesen, geändert oder ergänzt werden
können. Dadurch kann zum Beispiel die Transportvorrichtung
über eine im Transponder gespeicherte Identnummer in einem
neuen Los mit aufgenommen werden, wobei die Identnummer neben
produktspezifischen Angaben (beispielsweise Speicherkapazität
der Bausteine) auch einen Standortschlüssel und weitere pro
duktbezogene Informationen enthalten kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines figürlich darge
stellten Ausführungsbeispiels weiter erläutert.
Die Figur zeigt eine erfindungsgemäße Transportvorrichtung,
die tablettförmig ausgestaltet ist (Tray) und mehrere Aufnah
men aufweist. In jede Aufnahme 1 ist ein einzelnes elektroni
sches Bauteil einsetzbar. Aus Gründen der Übersichtlichkeit
ist die in der Figur gezeigte Transportvorrichtung nur mit
wenigen Bauteilen 2 bestückt gezeigt. An einer bestimmten Po
sition der Transportvorrichtung - nämlich in die Aufnahme 5 -
ist (wie schematisch und stark vergrößert dargestellt) ein
Gehäuse 6 eingebracht. Das Gehäuse enthält einen Transponder
7. Der Transponder 7 ist in an sich bekannter, z. B. eingangs
und in der DE 197 45 228.0 beschriebener Weise aufgebaut und
enthält eine schematisch angedeutete Sende- und Empfangsspule 8.
Die Spule 8 dient einerseits zur Aufnahme von Energie, die
von einem externen, nicht dargestellten Sende-/Empfangsgerät
abgestrahlt wird. Die so empfangene Energie wird im Transpon
der umgesetzt und zum Auslesen und Senden von in dem Trans
ponder gespeicherten Daten D verwendet. Das Transponderprin
zip ist an sich bekannt und muß daher nicht weiter erläutert
werden.
Die in dem Transponder gespeicherten Daten D dienen zur Iden
tifizierung der Transportvorrichtung und zur Spezifizierung
der in den Aufnahmen 1 enthaltenen Bauteile 2. Dies erfolgt
üblicherweise mit einer den Bauteilen zugeordneten Identnum
mer, die beispielsweise die Produktart, Varianten oder Prüf
bedingungen repräsentieren kann. Mit Hilfe des Transponders
läßt sich der Bauteilfluß beispielsweise in der Halbleiter
fertigung verfolgen und eine logistische Zuordnung der Bau
teile beispielsweise zu bestimmten Losen realisieren.
Der Transponder 7 ist in einem standardisierten Gehäuse SOJ
untergebracht, das den SOJ-Gehäusen der Bauteile 2 ent
spricht.
In einer alternativen Ausgestaltung kann der Transponder 7'
mit seiner Spule 8' auch in einem Gehäuse 6' angeordnet sein,
das beispielsweise die Form eines standardisierten TSOP-(Thin
Small Outline Package)-Gehäuses hat, wenn vorzugsweise auch
die Bauteile 2 ein entsprechendes TSOP-Gehäuse aufweisen.
Dieser Transponder 7' kann anstelle des Transponders 7 in der
definierten Position der Aufnahme 5 eingebracht sein und/oder
auch in einer anderen definierten Aufnahme 10 abgelegt sein.
Vorzugsweise sind die Datenspeicher der Transponder 7, 7'
frei mit Codes beschreibbar, so daß während des Transportpro
zesses bedarfsweise der Speicherinhalt geändert werden kann.
Selbstverständlich können auch andere Gehäusetypen
(beispielsweise QFP [Quad Flad Package] oder SO) vorgesehen
werden. Sofern das Transpondergehäuse den Gehäusen der Bau
teile entspricht, kann der Transponder in gleicher Weise wie
die Bauteile in der jeweiligen Aufnahme 5, 10 festgelegt und
gesichert werden.
Der Transponder 7 wird wie ein Bauteil 2 in die Aufnahme 5
eingelegt und kann jederzeit aus dieser auch wieder entnommen
werden, um beispielsweise Verwendung in anderen Transportvor
richtungen (Trays), Losen oder Prozeßbereichen zu finden. Die
Verwendung von Transpondern mit frei programmierbaren Codes
erhöht die Flexibilität der Transportvorrichtung erheblich.
Nachdem die Bauteile die Fertigungs- oder Prüfphasen durch
laufen haben, bei denen ein Transponder notwendig oder vor
teilhaft ist, können die Bauteile 2 in dem Tray verbleiben,
während der Transponder leicht entfernt werden kann. Die Not
wendigkeit unterschiedliche Trays für die Produktion und Prü
fung einerseits und anschließenden Transport oder Lagerung
andererseits entfällt. Auch bei Funktionsstörungen des Trans
ponders oder bei Beschädigungen der übrigen Transportvorrich
tung ist ein jeweiliger Austausch der defekten Komponente
problemlos unter Weiterverwendung der funktionstüchtigen Kom
ponenten möglich. Insgesamt vermindert sich die Anzahl be
reitzuhaltender Transponder erheblich, weil die Transportvor
richtung nur so lange mit einem Transponder bestückt sein
kann, wie die Leistungsmerkmale des Transponders benötigt
werden, das heißt, so lange der Transponder tatsächlich pro
duktiv ist.
Selbstverständlich kann der Aufnahmebereich der Transportvor
richtung in Abweichung von dem dargestellten Beispiel auch
anders gestaltet oder geformt sein, z. B. zur sequentiellen
Aufnahme der Bauteile.
Claims (4)
1. Transportvorrichtung mit mehreren Aufnahmen (1) für ein
zelne elektronische Bauteile (2)
mit einem Transponder (6), der auslesbare Daten (D) zur Iden tifizierung der Transportvorrichtung und/oder deren Inhalts enthält,
wobei der Transponder (6) in eine der Aufnahmen (5) einge bracht ist und bedarfsweise aus dieser zerstörungsfrei wieder entnehmbar ist.
mit einem Transponder (6), der auslesbare Daten (D) zur Iden tifizierung der Transportvorrichtung und/oder deren Inhalts enthält,
wobei der Transponder (6) in eine der Aufnahmen (5) einge bracht ist und bedarfsweise aus dieser zerstörungsfrei wieder entnehmbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Transponder (6) in einem Gehäuse (8) untergebracht ist,
das dem standardisierten Gehäuse (SOJ) der Bauteile (2) ent
spricht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet daß
der Transponder (6) in eine Aufnahme (5) eingesetzt ist, die
sich an einer vorbestimmten Position der Aufnahmevorrichtung
befindet.
4. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
in dem Transponder (6) frei programmierbare Daten (D) gespei
chert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998104594 DE19804594A1 (de) | 1998-02-05 | 1998-02-05 | Transportvorrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998104594 DE19804594A1 (de) | 1998-02-05 | 1998-02-05 | Transportvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19804594A1 true DE19804594A1 (de) | 1999-08-19 |
Family
ID=7856756
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998104594 Ceased DE19804594A1 (de) | 1998-02-05 | 1998-02-05 | Transportvorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19804594A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2002087302A1 (de) * | 2001-04-19 | 2002-10-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Einrichtung zum kennzeichnen von bauelementenmagazinen und verfahren zur verwendung der einrichtung |
| DE102023105047A1 (de) * | 2023-03-01 | 2024-09-05 | Tdk Electronics Ag | System mit zumindest einem Warenträger und zumindest einem Datenmedium, Verfahren zur Bereitstellung eines Systems und Verfahren zur Ermittlung eines auf einem Datenmedium eines Systems niedergelegten Kenndatensatzes |
Citations (2)
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| DE4415763A1 (de) * | 1994-04-29 | 1995-11-02 | Siemens Ag | Fertigungsverfahren für ein modular aufgebautes Montagesystem |
| DE4446203A1 (de) * | 1994-12-23 | 1996-06-27 | Hartmut Keuper | Verfahren zur digitalen Erfassung des Umlaufs von Bierfässern |
-
1998
- 1998-02-05 DE DE1998104594 patent/DE19804594A1/de not_active Ceased
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| US6901311B2 (en) | 2001-04-19 | 2005-05-31 | Siemens Aktiengesellschaft | Device for characterizing component stores and method for using said device |
| DE102023105047A1 (de) * | 2023-03-01 | 2024-09-05 | Tdk Electronics Ag | System mit zumindest einem Warenträger und zumindest einem Datenmedium, Verfahren zur Bereitstellung eines Systems und Verfahren zur Ermittlung eines auf einem Datenmedium eines Systems niedergelegten Kenndatensatzes |
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Legal Events
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