DE19804442C2 - Schaltungsanordnung - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Eine derartige Schaltungsanordnung ist aus der DE 44 41 070 C2 bekannt. Die
se Schaltungsanordnung dient zum Ein- und Ausschalten der Stromversorgung
eines Arbeitsgeräts. Sie weist zwei Auswertekanäle mit jeweils einer Rech
nereinheit und einem nachgeschalteten über zwei bidirektionale Zuleitungen
verbundenen Aktor mit einem Schaltelement auf. Die Rechnereinheiten sind
über zwei weitere bidirektionale Zuleitungen verbunden. Von jeder Rechner
einheit aus werden an den angeschlossenen Aktor zu dessen Funktionsüberprü
fung die Schaltzustände des Schaltelements so kurzzeitig geändert, dass sich
der Betriebszustand des Arbeitsmittels aufgrund seiner Trägheit nicht ändert.
Die dabei entstehenden Signale werden in die Rechnereinheit zurückgelesen
und dort ausgewertet. Zur weiteren Funktionskontrolle werden die von den
jeweiligen Aktoren stammenden Signale über die bidirektionale Zuleitung zwi
schen den Rechnereinheiten ausgetauscht und in den Rechnereinheiten mitein
ander verglichen. Diese Funktionsüberprüfung erfolgt zyklisch.
Damit können im Inneren der Schaltungsanordnung und insbesondere an den
Aktoren auftretende Fehlfunktionen sofort erkannt werden. Ist eine solche Fehl
funktion erkannt, wird aus Sicherheitsgründen das Arbeitsgerät sofort abge
schaltet.
Nachteilig hierbei ist, dass durch ein derartiges Abschalten des Arbeitsgerätes
während des Betriebes ein erheblicher Produktionsausfall entsteht.
Aus der DE 32 46 268 C3 ist ein Verfahren zur Steuerung eines Bearbeitungs
automaten mit mehreren Werkzeugen zur Bearbeitung von Werkstücken nach
einem Bearbeitungsprogramm bekannt. Gemäß diesem Verfahren ist jedem
Werkzeug ein Werkzeugauswahlbefehl zugeordnet, wobei in einer Verarbei
tungseinrichtung die für jedes Werkzeug aufsummierte tatsächliche Betriebs
zeit mit dessen zulässiger Betriebszeit verglichen und das Überschreiten dieser
zulässigen Betriebszeit signalisiert wird. Dabei sind mehrere Gruppen von je
weils unter sich austauschbaren Werkzeugen vorgesehen. Beim Ausführen ei
nes Werkzeugauswahlbefehls wird aus der jeweiligen Gruppe ein Werkzeug
mit einer zulässigen Restbetriebszeit ausgewählt.
Hierzu ist im Bearbeitungsprogramm neben jedem Werkzeugauswahlbefehl
jeweils ein Kennzeichen vorhanden, das anzeigt, ob das vom in der Reihenfol
ge nächsten Werkzeugauswahlbefehl ausgewählte Werkzeug ein Werkzeug
einer gleichen oder anderen Gruppe ist.
Bei Abarbeitung des Bearbeitungsprogramms wird mit dem als nächsten auszu
führenden Werkzeugauswahlbefehl beginnend entsprechend der Reihenfolge
der Werkzeugauswahlbefehle im Bearbeitungsprogramm nacheinander geprüft,
ob das durch den jeweiligen Werkzeugauswahlbefehl ausgewählte Werkzeug
noch über eine zulässige Restbetriebszeit verfügt. Es wird eine Signalisierungs
einrichtung eingeschaltet, wenn das zuletzt geprüfte Werkzeug keine zulässige
Restbetriebszeit aufweist und das Kennzeichen anzeigt, dass das vom nächsten
Werkzeugauswahlbefehl ausgewählte Werkzeug zu einer anderen Werkzeug
gruppe gehört.
Andernfalls wird bei Ermittlung eines Werkzeugs mit zulässiger Restbetriebs
zeit bei Abarbeitung des Bearbeitungsprogramms die Weiterschaltung auf die
diesem ermittelten Werkzeug entsprechend der Reihenfolge der Werkzeugaus
wahlbefehle folgenden Werkzeuge unterbunden, solange die folgenden Werk
zeuge zur gleichen Gruppe von Werkzeugen gehören.
Erst dann, wenn der als nächster auszuführende Werkzeugauswahlbefehl ein
Werkzeug einer anderen Gruppe auswählt, wird das Verfahren mit einem Prüfen
des neuen Werkzeugs der anderen Gruppe auf zulässige Restbetriebszeit
fortgesetzt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
der eingangs genannten Art so auszubilden, dass drohende Fehlfunktionen be
reits im Vorfeld erkannt werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des Anspruchs 1 vorgesehen.
Vorteilhafte Ausführungsformen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfin
dung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Erfindungsgemäß wird die Anzahl Nmax der Schaltvorgänge, die der Aktor
während seiner gesamten Lebensdauer durchführt, in einem Speicherelement
abgespeichert. Aus diesem Zahlenwert wird in einer an das Speicherelement
angeschlossenen Auswerteeinheit ein Zahlenwert N0 gewonnen, der unterhalb
von Nmax liegt. Zweckmäßigerweise liegt N0 nur geringfügig unterhalb von
Nmax.
In der Auswerteeinheit werden die während des Betriebs der Schaltungsanord
nung erfolgenden Schaltvorgänge gezählt. Sobald die Zahl N dieser Schaltvor
gänge dem Zahlenwert N0 entspricht, erfolgt ein Warnsignalabgabe.
Da der Zahlenwert N0 unterhalb des Zahlenwerts Nmax liegt, ist bei der Warn
signalabgabe die Lebensdauer des Aktors noch nicht abgelaufen, der Aktor also
noch voll funktionsfähig. Die Differenz zwischen N0 und Nmax ist zweckmäßig
so gewählt, daß dem Bedienpersonal bei Auftreten einer Warnsignalabgabe
noch genügend Zeit bleibt, das nächste Wartungsintervall oder das nächste
routinemäßige Stillsetzen des Arbeitsgeräts abzuwarten, um dann ohne den
Produktionsbetrieb des Arbeitsgerätes zu unterbrechen den alternden Aktor
durch einen neuen zu ersetzen.
Bei der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung ist der Aktor das verschleiß
anfälligste Bauteil. Bei Aktoren, die insbesondere als Relais ausgebildet sein
können, handelt es sich um elektromechanische Bauteile mit mechanisch be
wegten Teilen, die erhöhtem Verschleiß unterworfen sind. Zudem kann bei
spielsweise ein Relais durch Abbrand an seinen Schaltkontakten vorzeitig zer
stört werden. Die Auswerteeinheit und die angeschlossenen Sensoren, die typi
scherweise als optoelektronische Sensoren ausgebildet sind, arbeiten berüh
rungslos und weitestgehend verschleißfrei.
Somit stellt der Aktor das Bauelement mit der kürzesten Lebensdauer innerhalb
der gesamten Schaltungsanordnung dar. Da dieses Bauelement durch die erfin
dungsgemäße Vorwarneinrichtung überwacht wird, kann durch geeignetes
Reagieren auf die Warnsignalabgabe die Gefahr einer Fehlfunktion der Schal
tungsanordnung während des Betriebs des Arbeitsgeräts drastisch reduziert
werden. Dadurch kann die Produktivität des Arbeitsgerätes erheblich gesteigert
werden.
Die Erfindung wird im nachstehenden anhand der Zeichnungen erläutert. Es
zeigen:
Fig. 1: Schematische Darstellung eines mittels eines Sensors überwachten
und mittels einer Schaltungsanordnung in Betrieb setzbaren Arbeits
geräts.
Fig. 2: Blockschaltbild der Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1.
In Fig. 1 ist schematisch ein Arbeitsgerät 1 dargestellt, dessen Vorfeld mittels
eines Sensors 2 überwacht wird. Das Arbeitsgerät 1 kann von einer Werk
zeugmaschine, einer Abkantmaschine oder dergleichen gebildet sein. Tritt eine
Person während des Betriebs des Arbeitsgeräts 1 in dessen Vorfeld und greift
in den Arbeitsbereich so kann dies zu Verletzungen führen.
Daher ist als Zugangskontrolle der Sensor 2 vorgesehen, der zweckmäßiger
weise als optoelektronischer Sensor 2 ausgebildet ist. Im vorliegenden Beispiel
ist der optoelektronische Sensor 2 als Lichtschranke ausgebildet. Die Licht
schranke weist einen Sender 3 und einen Empfänger 4 auf. Bei freiem Strah
lengang treffen die vom Sender 3 emittierten Sendelichtstrahlen 5 ungehindert
auf den Empfänger 4, die Lichtschranke nimmt dann den Schaltzustand
"Lichtweg frei" an. Dieser Fall ist in Fig. 1 dargestellt.
Befindet sich eine Person oder ein Objekt im Strahlengang der Lichtschranke,
so gelangen die Sendelichtstrahlen 5 nicht mehr zum Empfänger 4, die Licht
schranke befindet sich im Schaltzustand "Lichtweg nicht frei".
Prinzipiell kann der optoelektronische Sensor 2 auch von einem Lichtgitter
oder einer Reflexionslichtschranke gebildet sein. Ebenso kann auch eine Mehr
fachanordnung von Sensoren 2 vorgesehen sein. In diesem Fall nimmt die Sen
soranordnung als Ganzes nur den Schaltzustand "Lichtweg frei" an, wenn die
Lichtwege aller einzelnen Sensoren 2 frei sind. In allen anderen Fällen befindet
sich die Sensoranordnung im Schaltzustand "Lichtweg nicht frei".
Der Sensor 2 ist an eine Schaltungsanordnung 6 angeschlossen, in welche die
Sensorsignale mit den jeweiligen Schaltzuständen eingelesen werden. Die
Schaltungsanordnung 6 weist wenigstens einen Aktor 7 auf, mit welchem das
Arbeitsgerät 1 in Abhängigkeit der Schaltsignale des Sensors 2 (Sensorschaltsignale) in Betrieb gesetzt wird.
Das Arbeitsgerät 1 befindet sich nur dann in Betrieb, wenn sich der Sensor 2 im
Schaltzustand "Lichtweg frei" befindet. Andernfalls bleibt das Arbeitsgerät 1
abgeschaltet.
Der Aufbau der Schaltungsanordnung 6 ist in Fig. 2 detaillierter dargestellt.
Die Schaltungsanordnung 6 weist eine Auswerteeinheit 8 auf, an welche der
Aktor 7 angeschlossen ist.
Zur Erhöhung der Funktionssicherheit ist die Auswerteeinheit 8 zweckmäßi
gerweise redundant aufgebaut. Sie kann beispielsweise von zwei identischen,
sich gegenseitig überwachenden Rechnereinheiten gebildet sein. Die Rech
nereinheiten können jeweils als Microcontroller ausgebildet sein. In der Aus
werteeinheit 8 werden die Sensorsignale sowie die Funktion des Aktors 7 zy
klisch überprüft. Zur weiteren Erhöhung der Funktionssicherheit können zwei
Aktoren 7 zum Anschluß an das Arbeitsgerät 1 vorgesehen sein, die unabhän
gig voneinander zyklisch überprüft werden.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist lediglich ein Aktor 7 vorgesehen, der
von einem Relais gebildet ist.
Die von der Auswerteeinheit 8 gesteuerten Überwachungsfunktionen sorgen
dafür, daß bei einem plötzlichen Funktionsausfall des Sensors 2, der Schal
tungsanordnung 6 und/oder des Aktors 7 das Arbeitsgerät 1 abgeschaltet wird
und damit in einen sicheren Zustand übergeht.
Dies führt im Fehlerfall zu einer plötzlichen Unterbrechung des Produktions
prozesses. Um einem derartigen Produktionsausfall zu verhindern weist die
Schaltungsanordnung 6 zusätzlich eine Vorwarneinrichtung auf.
Diese Vorwarneinrichtung überwacht die Funktionsfähigkeit des Relais, wel
ches aufgrund seiner Verschleißanfälligkeit das Bauteil mit der kürzesten Le
bensdauer innerhalb der Schaltungsanordnung 6 darstellt und daher mit der
größten Wahrscheinlichkeit zu einem Betriebsausfall des Arbeitsgeräts 1 führt.
Das Grundprinzip der Vorwarneinrichtung besteht darin, möglichst kurz vor
Ablauf der Lebensdauer über die Schaltungsanordnung 6 eine Warnsignalabga
be zu aktivieren. Diese Warnsignalabgabe signalisiert dem Bedienpersonal, daß
das Relais ausgetauscht werden muß, um einen Notstop des Arbeitsgeräts 1
aufgrund des Ausfalls des Relais zu verhindern.
Dabei soll die Warnsignalabgabe rechtzeitig genug erfolgen, damit innerhalb
eines routinemäßigen Stillstands des Arbeitsgeräts 1, beispielsweise zu Zwec
ken der Wartung, das Relais ausgetauscht werden kann.
Das Relais weist eine mechanische Lebensdauer aufgrund der Verschleißanfäl
ligkeit der bewegten Teile auf. Zudem weist das Relais eine elektrische Le
bensdauer auf, die üblicherweise kleiner als die mechanische Lebensdauer ist.
Innerhalb der elektrischen Lebensdauer führt ein Relais eine maximale Anzahl
von Nmax Schaltvorgängen durch.
Erfindungsgemäß ist der Zahlenwert Nmax in einem Speicherelement 9 der
Schaltungsanordnung 6 nichtflüchtig gespeichert. Das Speicherelement 9 ist
zweckmäßigerweise von einem EEPROM gebildet. Prinzipiell kann das Spei
cherelement 9 in der Auswerteeinheit 8 integriert sein. Im vorliegenden Aus
führungsbeispiel ist das Speicherelement 9 außerhalb der Auswerteeinheit 8
angeordnet und bildet mit dem Relais eine Baueinheit 10 in Form einer Relais
baugruppe.
In der Auswerteeinheit 8 wird aus der Anzahl Nmax ein Zahlenwert N0 mit N0 <
Nmax gewonnen. Zweckmäßigerweise liegt N0 geringfügig unterhalb von Nmax.
Aufgrund höherer Verfügbarkeitsanforderungen des Betreibers kann N0 auch
erheblich unter Nmax gewählt werden. Typischerweise liegt N0 im Bereich von
0,5 Nmax < N0 <= 0,99 Nmax und beträgt vorzugsweise etwa 0,9 Nmax.
Während des Betriebs der Schaltungsanordnung 6 werden in der Auswerteein
heit 8 fortlaufend die Schaltvorgänge des Relais registriert. Die Anzahl N der
insgesamt vom Relais durchgeführten Schaltvorgänge wird fortlaufend mit dem
Zahlenwert N0 verglichen. Sobald die Anzahl N der aktuellen Schaltvorgänge
dem Wert N0 entspricht erfolgt eine Warnsignalabgabe. Die Warnsignalabgabe
erfolgt über einen Meldeausgang 11, der an die Auswerteeinheit 8 angeschlos
sen ist. Der Meldeausgang 11 kann beispielsweise an eine übergeordnete Steue
rung angeschlossen sein, welche die Warnsignalabgabe in geeigneter Weise
visualisiert. Alternativ kann an den Meldeausgang 11 ein optischen oder ak
tustischer Warnsignalgeber angeschlossen sein.
Die elektrische Lebensdauer hängt von applikationsspezifischen Betriebsgrö
ßen ab. Diese Betriebsgrößen sind der Schaltstrom des Relais, die anliegende
Spannung sowie die Phasenverschiebung zwischen Schaltstrom und Spannung.
Entsprechend ist die im Speicherelement 9 abgespeicherte maximale Anzahl
von Schaltvorgängen Nmax ebenfalls applikationsspezifisch gewählt und insbe
sondere von den an das Relais angeschlossenen Bauteilen abhängig.
Zur Bestimmung von Nmax ist dem Relais ein elektromagnetischer Sensor 12
zugeordnet, dessen Ausgang auf die Auswerteeinheit 8 geführt ist. Der elek
tromagnetische Sensor 12 kann beispielsweise von einer Feldplatte oder der
gleichen gebildet sein.
Die Betriebsgrößen des Relais werden mit dem elektromagnetischen Sensor 12
rückwirkungsfrei erfaßt und in die Auswerteeinheit 8 eingelesen. In der Aus
werteeinheit 8 wird aus diesen Betriebsgrößen die maximale Anzahl Nmax der
Schaltvorgänge berechnet und in das Speicherelement 9 eingelesen.
An die Auswerteeinheit 8 ist die Eingabeeinheit 13 angeschlossen, die zweck
mäßigerweise von einem Dip-Schalter gebildet sein kann. Über diese Eingabe
einheit 13 kann beispielsweise das Verhältnis N0/Nmax eingegeben werden.
Aus dem abgespeicherten Wert Nmax und dem über die Eingabeeinheit 13 ein
gegebenen Verhältnis N0/Nmax wird der Wert von N0 berechnet.
In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform ist in der Schaltungsan
ordnung 6 kein elektromagnetischer Sensor 12 vorgesehen. Dann können über
die Eingabeeinheit 13 die Betriebsgrößen des Relais in die Auswerteeinheit 8
eingelesen werden, woraus dort der Wert von Nmax berechnet wird. Alternativ
kann der Wert von Nmax direkt über die Eingabeeinheit 13 in die Auswerteein
heit 8 eingelesen werden.
In diesem Fall werden die Betriebsgrößen des Relais oder der Wert von Nmax
bereits während des Fertigungsprozesses der Schaltungsanordnung 6 ermittelt,
beispielsweise im Rahmen der Prüfmessungen für die Schaltungsanordnung 6
und deren Bauteile.
Das Speicherelement 9 weist einen Ausgang 14 auf, über welchen der Inhalt
des Speicherelements 9 auslesbar ist. Das Auslesen kann beispielsweise mittels
eines Diagnosegeräts oder eines Rechners erfolgen. Das Auslesen des Speicher
elements 9 ist insbesondere zu Nachweiszwecken bei Fehlerfällen von Bedeu
tung. Zweckmäßigerweise ist im Speicherelement 9 nicht nur der Wert Nmax
abgelegt, sondern auch die Anzahl N der bisher aufgetretenen Schaltvorgänge.
Die aktuell aufgetretenen Schaltvorgänge N können fortlaufend von der Aus
werteeinheit 8 in das Speicherelement 9 eingelesen werden oder innerhalb vor
gegebener Zyklen.
Für den Fall, daß die Schaltungsanordnung 6 mehrere Aktoren 7 aufweist, wird
für jeden einzelnen Aktor 7 eine Vorausfall-Überprüfung durchgeführt. In der
Auswerteeinheit 8 der Schaltungsanordnung 6 werden dann für jeden Aktor 7
die durchgeführten Schaltvorgänge N gezählt und jeweils mit einem individuel
len Wert N0, der jeweils aus dem für den einzelnen Aktor 7 ermittelten Wert
Nmax erhalten wird, verglichen. Zur Meldung des Vorausfalls eines oder mehre
rer Aktoren 7 kann ein gemeinsamer Warnsignalgeber vorgesehen sein. Alter
nativ kann der Vorausfall einzelner Relais individuell angezeigt werden.
Claims (22)
1. Schaltungsanordnung zum Inbetriebsetzen eines Arbeitsgeräts mittels
wenigstens eines Aktors, dessen binäre Schaltzustände durch
Schaltsignale wenigstens eines Sensors vorgebbar sind, dadurch ge
kennzeichnet, dass in einem Speicherelement (9) eine die Lebensdauer
des Aktors (7) definierende Anzahl Nmax von Schaltvorgängen ab
speicherbar ist, dass in einer an das Speicherelement (9) und den Aktor (7)
angeschlossenen Auswerteeinheit (8) die Schaltvorgänge N des Aktors
(7) gezählt werden, und dass bei Erreichen einer vorgegebenen Anzahl
N0 von Schaltvorgängen, wobei N0 < Nmax, eine Warnsignalabgabe er
folgt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der
Wert der vorgegebenen Anzahl N0 im Bereich von 0,5 Nmax < N0 < 0,99 Nmax liegt.
3. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Speicherelement (9) und der Aktor (7) eine Bau
einheit (10) bilden.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Aktor (7) von einem Relais gebildet ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Speicherelement (9) von einem EEPROM gebildet ist.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die die Lebensdauer des Aktors (7) definierende Anzahl
Nmax von Schaltvorgängen applikationsspezifisch gewählt ist.
7. Schaltungsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Lebensdauer des Aktors (7) definierende Anzahl Nmax von Schaltvorgängen
aus den von dem Schaltstrom, der Spannung und der Phasenver
schiebung zwischen Schaltstrom und Spannung gebildeten Betriebsgrö
ßen des Aktors (7) berechnet wird.
8. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betriebsgrößen des Aktors (7) mittels eines elektromagnetischen Sensors
(12) erfaßbar sind.
9. Schaltungsanordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der
elektromagnetische Sensor (12) von einer Feldplatte gebildet ist.
10. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch ge
kennzeichnet, daß der elektromagnetische Sensor (12) zwischen die
Auswerteeinheit (8) und den Aktor (7) geschaltet ist.
11. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Betriebsgrößen über eine Eingabeeinheit (13) in die Auswerteeinheit (8)
eingebbar sind.
12. Schaltungsanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
die Lebensdauer des Aktors (7) definierende Anzahl Nmax von Schaltvor
gängen über eine Eingabeeinheit (13) in das Speicherelement (9) eingeb
bar ist.
13. Schaltungsanordnung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeich
net, daß die Eingabeeinheit (13) von einem Dip-Schalter gebildet ist.
14. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Speicherelement (9) einen Ausgang (14) aufweist, über
welchen der Inhalt des Speicherelements (9) auslesbar ist.
15. Schaltungsanordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß
die aktuelle Anzahl der Schaltvorgänge N des Aktors (7) im Speichere
lement (9) abspeicherbar ist.
16. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Warnsignalabgabe über einen an die Auswerteeinheit
(8) angeschlossenen Meldeausgang (11) erfolgt.
17. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schaltsignale des wenigstens einen Sensors von einem optoelektronischen Sen
sor (2) erzeugt werden.
18. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schaltsignale des wenigstens einen Sensors von einer Anordnung von optoelek
tronischen Sensoren (2) erzeugt werden.
19. Schaltungsanordnung nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeich
net, daß die optoelektronischen Sensoren (2) von Lichtschranken, Refle
xionslichtschranken und/oder Lichtgittern gebildet sind.
20. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Funktionsfähigkeit der Schaltungsanordnung (6) selbst und die der
angeschlossenen Sensoren (2) zyklisch überprüfbar ist.
21. Schaltungsanordnung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
die Auswerteeinheit (8) redundant aufgebaut ist.
22. Schaltungsanordnung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeich
net, daß zwei Aktoren (7) vorgesehen sind, deren Schaltzustände zyklisch
überprüfbar sind.
Priority Applications (1)
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| DE1998104442 DE19804442C2 (de) | 1998-02-05 | 1998-02-05 | Schaltungsanordnung |
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| DE1998104442 DE19804442C2 (de) | 1998-02-05 | 1998-02-05 | Schaltungsanordnung |
Publications (2)
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| DE (1) | DE19804442C2 (de) |
Cited By (1)
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| EP2239752B2 (de) † | 2009-04-08 | 2022-03-30 | Pilz GmbH & Co. KG | Sichere Schalteinrichtung und modulares fehlersicheres Steuerungssystem |
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- 1998-02-05 DE DE1998104442 patent/DE19804442C2/de not_active Expired - Fee Related
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| DE19804442A1 (de) | 1999-08-19 |
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| Date | Code | Title | Description |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee |