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DE19802315A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Faserlängenmessung - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Faserlängenmessung

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Publication number
DE19802315A1
DE19802315A1 DE1998102315 DE19802315A DE19802315A1 DE 19802315 A1 DE19802315 A1 DE 19802315A1 DE 1998102315 DE1998102315 DE 1998102315 DE 19802315 A DE19802315 A DE 19802315A DE 19802315 A1 DE19802315 A1 DE 19802315A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fiber
projection
measuring system
camera
fibers
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1998102315
Other languages
English (en)
Inventor
Christoph Kuratle
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Maschinenfabrik Rieter AG
Original Assignee
Maschinenfabrik Rieter AG
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Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Rieter AG filed Critical Maschinenfabrik Rieter AG
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Priority to DE59912805T priority patent/DE59912805D1/de
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Priority to AU28286/99A priority patent/AU2828699A/en
Publication of DE19802315A1 publication Critical patent/DE19802315A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B11/00Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques
    • G01B11/02Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring length, width or thickness
    • G01B11/04Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring length, width or thickness specially adapted for measuring length or width of objects while moving
    • G01B11/043Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring length, width or thickness specially adapted for measuring length or width of objects while moving for measuring length
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B11/00Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques
    • G01B11/02Measuring arrangements characterised by the use of optical techniques for measuring length, width or thickness
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Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

Zur Messung der Länge von Fasern sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen bekannt. Diese teilen sich hauptsächlich in zwei Kategorien auf, von denen die eine eine Einzelfasermessung ist und die andere eine Bündelmessung. Bei der Einzelfasermessung werden die als, insbeson­ dere Faserband, vorliegenden Fasern, zum Beispiel das Faserband einer Karde, wieder vereinzelt. Dies geschieht durch ein Streckwerk oder eine Auflösewalze, kann aber auch pneumatisch oder auch manuell erfolgen. Die einzelnen Fasern werden anschließend entweder mit einem Maßstab manuell gemessen oder z. B. auch auf elektronischem Wege. Dabei pas­ sieren sie eine Lichtschranke mit deren Hilfe Signale erfaßt werden kön­ nen, die zum Messen der Faserlänge dienen.
Bei der Bündelmessung werden ganze Faserbündel mechanisch einge­ spannt, wobei die Fasern nebeneinander zu liegen kommen. Die Fasern werden dann einem Liniensensor zugeführt. Der Liniensensor kann me­ chanisch, optisch oder zum Beispiel kapazitiv sein und es wird mit dessen Hilfe ein sogenanntes Stapeldiagramm erarbeitet, das als Maßstab für die Faserlänge herangezogen wird.
Diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß während der Messung die Fasern nicht vollkommen ausgestreckt sind oder nicht exakt parallel zueinander liegen oder im ungünstigsten Falle beides. Dies führt zu Meßun­ genauigkeiten, weil dies von den bisher eingesetzten Verfahren zur Messung der Faserlänge nicht kompensiert wird. Außerdem besitzen die bekannten Vorrichtungen den Nachteil, daß sie teilweise nur schwer au­ tomatisiert werden können.
Aufgabe der vorliegenden Anmeldung ist es, ein Verfahren und eine Vor­ richtung zum Messen der Länge von Fasern vorzuschlagen, wobei die Nachteile des Standes der Technik überwunden werden und eine einfa­ che und zumindest teilweise automatisierte und genaue Messung der Länge einzelner Fasern möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Verfahren des Patentan­ spruchs 1 gelöst, sowie durch die Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens gemäß Anspruch 18.
Durch das optische Erfassen der Faser in zwei Projektionsebenen wird vorteilhaft erreicht, daß, gleichgültig in welcher Lage die Faser oder ob die Faser in gestrecktem Zustand vorliegt, ihre Länge optisch erfaßt und gemessen werden kann. Durch die zwei Projektionsebenen kann letztlich die wahre Länge der Faser dargestellt werden. Besonders vorteilhaft ist es, wenn die beiden Projektionsebenen im wesentlichen aufeinander senkrecht stehen. Dadurch wird erreicht, daß eine perfekte, projizierte Darstellung der Faser möglich wird, so daß die exakte Länge der Faser letztlich ermittelt werden kann, gleichgültig, wie sehr die Faser in ihrer Orientierung von einer idealen Geraden abweicht. Ein besonders einfa­ ches Verfahren kann dadurch gestaltet werden, daß wenigstens eine Ka­ mera zum Erfassen wenigstens der einen Projektion eine Zeilenkamera ist, die linienförmige Bilder liefert. Mehrere, in kurzer zeitlicher Abfolge gemachte Bilder bzw. Bildausschnitte der Projektionsebene, ergeben dann unter Berücksichtigung der Geschwindigkeit der Faser, die Projekti­ on der Faser in der Ebene parallel zur Zeilenkamera.
Wird die Faser in ihrer Gesamtheit nur über einen kurzen Zeitraum op­ tisch erfaßt, d. h. in beiden Projektionsebenen wird die exakte, momentane projizierte Länge der Faser abgebildet, kann vorteilhaft erreicht werden, daß Einflüsse, die durch die Geschwindigkeit der Faser entstehen prak­ tisch vollständig eliminiert werden. Es wird dadurch erreicht, daß eine ex­ akte optisch scharfe Abbildung der Faser stattfindet. Dazu wird vorteilhaft die Faser während eines zeitlich kurzen Zeitraumes beleuchtet, wobei dies vorteilhaft durch einen Lichtblitz erfolgt, der z. B. durch ein Stro­ boskop erzeugt wird.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, den Lichtblitz dadurch zu steuern, daß die Faser von einem Sensor erfaßt wird und dieser Sensor den Lichtblitz steuert. Der Lichtblitz wird dann erzeugt, wenn sich die Faser in einer op­ timalen Position im Verhältnis zum Meßsystem befindet. Dazu ist der Sensor über eine Steuerleitung mit dem Lichtblitz verbunden. Der Licht­ blitz kann dabei die Fasern in Blickrichtung des optischen Meßsystems beleuchten oder in umgekehrter Richtung, d. h. mit Gegenlicht.
Vorteilhaft ist es, die beiden Projektionsebenen, auf denen die Faser ab­ gebildet oder erfaßt wird, räumlich so einzurichten, daß ihre Schnittlinie im wesentlichen parallel zur Transportrichtung der Faser verläuft. Da­ durch wird erreicht, daß die Faser in beiden Projektionsebenen in einem günstigen, im wesentlichen gestreckten Zustand abgebildet wird. Durch den Transport der Faser mittels der Transportluft richtet sich die Faser vorteilhaft in Transportrichtung aus und ist wenigstens überwiegend ge­ streckt und wird auch so auf den Projektionsebenen darstellt. Zum Mes­ sen der Länge der Faser wird vorteilhaft die Projektion in einzelne Bild­ punkte zerlegt und die beiden Projektionsebenen mit einem zweidimen­ sionalen Koordinatensystem beschrieben, so daß die Abbildung der Pro­ jektion der Faser mittels des zweidimensionalen Koordinatensystems, das sich ebenfalls in der Projektionsebene befindet, die exakte Länge der Projektion der Faser, bzw. den Abstand der einzelnen Bildpunkte zuein­ ander, dargestellt werden kann. Besonders vorteilhaft ist es dabei, die Projektion der Faser in möglichst viele Punkte zu zerlegen, wodurch eine besonders exakte Messung der Länge möglich ist. Vorteilhaft wird die Zerlegung in Bildpunkte für jede der beiden Projektionen der Faser durchgeführt. Besonders günstig ist es dabei, für beide Projektionen die gleiche Anzahl von Bildpunkten vorzusehen. Beispielsweise wird dies mittels zweier Zeilenkameras dadurch erreicht, daß beide jeweils zur sel­ ben Zeit die Faser optisch erfassen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Bildpunkte der Projektionen exakt den Punkten der wirklichen Faser zugeordnet werden, weil dadurch be­ zweckt wird, daß eine exakte Längenbestimmung der Faser erreicht wird. Durch eine gemeinsame Koordinatenachse beider Koordinatensysteme der Projektionen wird dies vorteilhaft einfach ermöglicht. Zum Bestimmen der wahren Länge der Faser werden den Koordinaten der projizierten Bildpunkte Zahlenwerte zugeordnet, die dann rechentechnisch verarbeitet werden können, um die Länge der Faser zu ermitteln. Dazu wird die in Anspruch 17 beschriebene Rechenvorschrift zur Verarbeitung der Zah­ lenwerte der Koordinaten der projizierten Bild-Punkte vorteilhaft verwen­ det.
Durch die Verwendung eines Meßsystems mit wenigstens einer Kamera, einer Vorrichtung zum Vereinzeln der Fasern, sowie mit einer Rech­ nereinheit wird vorteilhaft erreicht, daß das erfindungsgemäße Verfahren auf einfache Weise durchgeführt werden kann. Besonders vorteilhaft ist es dabei zum Vereinzeln der Fasern eine drehbare, mit Nadeln oder Zäh­ nen besetzte Walze vorzusehen, weil diese besonders sicher und scho­ nend die Fasern vereinzeln kann. Vorteilhaft wird ein Kanal zum Trans­ portieren der Fasern hin zur Kamera eingesetzt, weil dadurch ein exaktes Positionieren einer vereinzelten Faser im Verhältnis zur Kamera bzw. dem optischen Meßsystem gewährleistet ist. Vorteilhaft besitzt das Meßsystem einen Sensor, der die Faser überwacht und z. B. im Bereich der Kamera zum Steuern der Vorrichtung eingesetzt werden kann. Um ein sicheres optisches Erfassen der Fasern zu ermöglichen, besitzt das Meßsystem eine Lampe zum Beleuchten der Fasern. Vorteilhafterweise ist sie als Blitzlicht oder Stroboskop ausgebildet. Günstigerweise ist dabei der Sen­ sor über eine Steuerleitung mit dem Blitzlicht verbunden, um im richtigen Moment die Faser zu beleuchten. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung besitzt das Meßsy­ stem einen Spiegel, der ein Abbild der zu vermessenden Faser in Rich­ tung zur Kamera wirft, weil dadurch es vorteilhaft möglich ist, mit nur einer einzigen Kamera die beiden Projektionen der Faser zu erfassen.
Besonders vorteilhaft ist ein Sensor zum Erfassen der Geschwindigkeit der Faser, weil dadurch vorteilhaft Zeilenkameras zum Erstellen der Pro­ jektion der Faser verwendet werden können. Die Recheneinheit kann da­ durch zusammen mit den Meßwerten der Zeilenkameras vorteilhaft die Projektion der Fasern ermitteln und in einem Koordinatensystem darstel­ len.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von zeichnerischen Darstellun­ gen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Faser sowie zwei auf­ einander senkrecht stehende Projektionsebenen und die von der Faser durch eine senkrechte Projektion auf die beiden Ebenen jeweils erzeugte Linie;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Auflösewalze sowie einem optischen Meßsystem;
Fig. 2a das optische Meßsystem von Fig. 2;
Fig. 3 ein in die Ebene geklappte Darstellung der beiden Projektio­ nen auf die beiden in Fig. 2 dargestellten Ebenen
Fig. 4 Eine Vorrichtung zum Messen der Länge von Fasern, bei der die eine Projektion der Faser über einen Spiegel der Kamera dargestellt wird.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer vereinzelten Faser 50, sowie ihre Projektionen auf zwei senkrecht zueinander stehende Pro­ jektionsebenen. Die eine ist gekennzeichnet durch die Koordinatenachsen xy, die zweite Projektionsebene durch die Koordinaten xz. Die beiden Projektionsebenen xz und xy stehen aufeinander senkrecht und haben die Achse x gemeinsam. Durch die beiden Projektionen ist die Faser geome­ trisch in zwei ebenen Kurven darstellbar, mit deren Hilfe eine exakte Län­ genbestimmung der Faser erfolgt.
Fig. 2 zeigt eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrich­ tung zur Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung. Die Vorrichtung 20 zum Messen der Länge von vereinzelten Fasern 50 besitzt zwei Kameras 2 (vgl. Fig. 2a), die zueinander senkrecht angeordnet sind. Die beiden Kameras 2 erfassen die Projektionsebenen xz und xy (vgl. Fig. 1). Die Vorrichtung 20 besitzt eine Einrichtung 5 zum Auflösen von Fasermaterial in Einzelfasern 50. Die Einrichtung 5 zum Vereinzeln des Fasermaterials besteht aus einer bekannten Auflösewalze, die mit Zähnen besetzt ist und aus dem Fasermaterial Einzelfasern auskämmt. Diese gelangen dann über einen Kanal 51 in den Bereich der Kameras 2, wo das optische Erfassen der Projektionen der Faser 50 erfolgt. Im Kanal 51 ist ein Sensor 1 angeordnet, der eine einzelne Faser bei ihrem Vorbeif­ lug erkennt und die Vorrichtung 20 steuert, bzw. ein Steuersignal an eine nicht gezeigte Steuerung liefert. Das Steuern kann beispielsweise auch durch die Rechnereinheit 6 erfolgen. Sobald der Sensor 1 eine vereinzel­ te Faser 50 erkannt hat, wird zeitlich abgestimmt vom Blitzlicht 3 ein Lichtblitz erzeugt, so daß dieser die Faser 50 genau dann beleuchtet, wenn diese sich genau vor den Kameras 2 befindet. Die kurzzeitige Be­ leuchtung der Faser bewirkt, daß von den Kameras 2 ein scharfes Bild der Faser erkannt wird. Nach dem Vorbeiflug der Faser 50 an den Kame­ ras 2 gelangt die Faser 50 in den Bereich eines Filters 4, wo sich die Fa­ ser niederschlägt. Für den Transport der Faser 50 durch den Kanal 51 sorgt eine nicht gezeigte Unterdruckvorrichtung, die die Luft im Kanal 51 in Richtung zum Filter 4 in Bewegung setzt. Die Kameras 2 sind elektroni­ sche Kameras, die Bilder liefern, die aus einzelnen Bildpunkten bestehen. Die von diesen Kameras 2 erzeugten Bilder können digitalisiert werden und dadurch rechentechnisch erfaßt und weiterverarbeitet werden. Da­ durch ist es besonders einfach möglich, die von den Kameras 2 erkannten Projektionen in einzelne Meßpunkte zu zerlegen und diesen Koordinaten der jeweiligen Projektionsebene zuzuordnen. Diese Koordinaten können dann in der Rechnereinheit 6 weiterverarbeitet werden. Die Rechnerein­ heit 6 besitzt auch einen Steuerteil, der die Signale des Sensors 1 erfaßt und Steuersignale für das Blitzlicht 3 erzeugt.
Bei einem anderen Meßverfahren ist es auch denkbar, daß die Rech­ nereinheit 6 nur sehr kurzzeitig die Kameras 2 einschaltet, während die Faser 50 ständig beleuchtet ist. Auch dadurch ist es möglich, eine scharfe Abbildung der Faser 50 auf ihren Projektionsebenen zu erzielen.
Wird eine Zeilenkamera (nicht dargestellt) zum Erfassen der Projektion der Faser eingesetzt, wird die Geschwindigkeit der Faser ermittelt. Die Meßvorrichtung 20 besitzt dann einen Geschwindigkeitssensor 11 zum Erfassen der Geschwindigkeit der zu vermessenden Faser. Diese Ge­ schwindigkeitsmessung kann vorteilhaft durch Messen der Geschwindig­ keit der Transportluft erfolgen.
Bei Verwendung von Zeilenkameras erstellt die Rechnereinheit 6 direkt die Meßpunkte xy und xz (siehe unten), die dann direkt weiterverarbeitet werden können (vgl. Beschreibung Fig. 3).
Fig. 3 erläutert graphisch das Verfahren zum Bestimmen der Länge der Faser. Die von der ersten Kamera erfaßte Projektion K1 der Faser ist oben dargestellt und durch das Koordinatensystem xy beschrieben. Die zweite Kamera erfaßt die Projektion K2 in der Ebene xz. Die Projektion der wirklichen Faser stellt sich als eine Linie dar, die für die Berechnung der Länge der Faser in einzelne Punkte (xiyi in der einen Projektion und xizi in der anderen Projektion) zerlegt werden. Die Anzahl der Einzelpunk­ te ist davon abhängig, wie genau die Messung sein soll, denn je mehr Einzelpunkte der Projektionen vermessen werden, desto exakter ist die Länge der Faser bestimmbar. Die Menge der Einzelpunkte hängt von den technischen Möglichkeiten der Kameras und der Rechnereinheit ab. Der Meßpunkt 1y (vgl. Fig. 3) zeigt den Anfang der Faser und besitzt in der Koordinatenachse x in beiden Projektionen denselben Wert, da die x-Achse eine gemeinsame Koordinatenachse beider Projektionen ist. Nach­ dem die Projektionen in eine endliche Anzahl von Einzelpunkten zerlegt worden ist (n-Punkte) wird diesen Punkten in der Rechnereinheit die Po­ sition im Koordinatensystem zugewiesen und das ganze nach folgender Rechenvorschrift weiterverarbeitet, so daß die exakte Länge der Faser ermittelt werden kann. Dazu wird folgende Formel benutzt, wobei L die Länge der wirklichen Faser ist:
Fig. 4 zeigt eine Prinzipdarstellung der Vorrichtung zum Messen der Länge von vereinzelten Fasern, bei der beide Projektionen durch eine Kamera 21 erfaßt werden. Dies erfolgt dadurch, daß die eine Projektion von einem Spiegel 200 erfaßt und reflektiert wird und das Bild in Richtung Kamera 21 geworfen wird. Das Blitzlicht 31 beleuchtet die Faser 50 von unten und wirft das Bild in Richtung Kamera, während das Blitzlicht 32 die Faser 50 im Gegenlicht zur Kamera 2 beleuchtet. Rechts von der Kamera 2 sind die beiden Projektionen, so wie sie die Kamera erfaßt, dargestellt. In der Rechnereinheit wird das von der Kamera 2 erfaßte Bild in zwei un­ abhängige Bilder zerlegt und wie oben beschrieben die Länge der Faser bestimmt. Der Kanal 51 ist ein geschlossener Kanal, der im Bereich der Kamera 2 durchsichtig, z. B. aus Glas, ausgebildet ist.

Claims (28)

1. Verfahren zum Messen der Länge von Fasern, wobei die Fasern als vereinzelte Fasern an einem optischen Meßsystem vorbeigeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die vereinzelte Faser in zwei Projektionsebenen optisch erfaßt wird und in jeder Projektionsebene die Projektion der Faser erfaßt wird und daraus ihre wahre Länge ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bei­ den Projektionsebenen im wesentlichen aufeinander senkrecht ste­ hen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das optische Meßsystem die Projektion der Faser gleichzeitig in bei­ den Projektionsebenen erfaßt.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, daß die Faser an einer linienförmige Bilder erfassenden Kamera vorbeigeführt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 da­ durch gekennzeichnet, daß die Faser nur über einen kurzen Zeit­ raum optisch erfaßt wird, so daß die Bewegung der Faser keine we­ sentliche Veränderung der Lage der Faser in ihrer Projektion wäh­ rend des optischen Erfassens bewirkt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, daß die Faser während der Messung durch einen zeitlich kurzen Lichtblitz beleuchtet wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, da­ durch gekennzeichnet, daß die Faser beim Eintritt in das Meßsystem von einem Sensor erfaßt wird und mit Hilfe von dessen Signal das Meßsystem gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, daß das Erfassen der Faser während eines kurzen Zeitraumes erfolgt, wobei dazu das optische Meßsystem nur kurzzeitig aktiviert ist.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, da­ durch gekennzeichnet, daß der Sensor den Lichtblitz steuert.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, da­ durch gekennzeichnet, daß der Sensor den Beginn der kurzzeitigen Aktivierung des optischen Meßsystems steuert.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, da­ durch gekennzeichnet, daß die Schnittlinie der beiden Projektion­ sebenen im wesentlichen parallel zur Transportrichtung der Faser verläuft.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, da durch gekennzeichnet, daß die Projektion der Faser in einzelne Bildpunkte zerlegt wird, der Projektion ein zweidimensionales Koor­ dinatensystem zugeordnet wird, zum Erfassen der Länge der Ab­ stände der einzelnen Bildpunkte.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zerlegung in Bildpunkte für jede der beiden Projektionen der Faser durchgeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß einem wirklichen Punkt der Faser je ein Bildpunkt in jeder Projektion entspricht und einem ersten wirklichen Punkt der Faser zwei proji­ zierte Bild-Punkte zugeordnet sind und einem zweiten wirklichen Punkt zwei entsprechende projizierte Bild-Punkte und für die proji­ zierten Bild-Punkte die Koordinaten des zweidimensionalen Koordi­ natensystem ihrer jeweiligen Projektionsebene erfaßt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß beiden Koordinatensystemen eine Koordinatenachse gemeinsam ist.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß den er­ faßten Koordinaten Zahlenwerte zugeordnet werden, mit deren Hilfe der Abstand zweier wirklicher Punkte der Faser ausgedrückt wird, mit Hilfe der Differenzen der Zahlenwerte der Koordinaten der bei­ den Projektionen und somit die wirkliche Länge der Faser ermittelt wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß dazu folgende Rechenvorschrift zugrundegelegt wird:
18. Vorrichtung zum Messen der Länge von vereinzelten Fasern aus einem Faserverband mit einem optischen Meßsystem zur Durchfüh­ rung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem wenigstens eine Kamera (2) besitzt, dem Meßsystem eine Einrichtung (5) zum Ver­ einzeln von Fasern (50) sowie eine Einrichtung (51) zum Transport der Fasern (50) zugeordnet ist, das von der Kamera (2) erfaßte Bild einer Faser von einer Rechnereinheit (6) in Zahlenwerte umgesetzt wird und damit die Länge der Faser (50) errechnet wird.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (50) zum Vereinzeln der Fasern eine drehbare mit Na­ deln oder Zähnen besetzte Walze (5) ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem einen Kanal (51) zum Transportieren der Fa­ sern (50), an der Kamera (2) vorbei, besitzt.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem einen Sensor (1) zum Erfassen einer Faser (50) besitzt.
22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem eine Lampe (3, 31, 32) zum Beleuchten der Faser besitzt.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Lampe ein Blitzlicht ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (1) mit einer Steuerleitung mit dem Blitzlicht (3, 31, 32) ver­ bunden ist.
25. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem einen Spiegel (200) besitzt, der das Bild der Faser (50) zur Kamera (2) projiziert.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß mittels des Spiegels (200) die eine den beiden Projektionen dargestellt wird, wobei diese der Kamera (2) neben der anderen Projektion dar­ geboten wird, so daß beide in einem Bild nebeneinander dargestellt werden.
27. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 23 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Blitzlichter vorgesehen sind, die die Faser von verschiedenen Seiten beleuchten.
28. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem einen Geschwindig­ keitssensor zum Erfassen der Geschwindigkeit der Faser besitzt.
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