DE19802315A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Faserlängenmessung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur FaserlängenmessungInfo
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Description
Zur Messung der Länge von Fasern sind verschiedene Verfahren und
Vorrichtungen bekannt. Diese teilen sich hauptsächlich in zwei Kategorien
auf, von denen die eine eine Einzelfasermessung ist und die andere eine
Bündelmessung. Bei der Einzelfasermessung werden die als, insbeson
dere Faserband, vorliegenden Fasern, zum Beispiel das Faserband einer
Karde, wieder vereinzelt. Dies geschieht durch ein Streckwerk oder eine
Auflösewalze, kann aber auch pneumatisch oder auch manuell erfolgen.
Die einzelnen Fasern werden anschließend entweder mit einem Maßstab
manuell gemessen oder z. B. auch auf elektronischem Wege. Dabei pas
sieren sie eine Lichtschranke mit deren Hilfe Signale erfaßt werden kön
nen, die zum Messen der Faserlänge dienen.
Bei der Bündelmessung werden ganze Faserbündel mechanisch einge
spannt, wobei die Fasern nebeneinander zu liegen kommen. Die Fasern
werden dann einem Liniensensor zugeführt. Der Liniensensor kann me
chanisch, optisch oder zum Beispiel kapazitiv sein und es wird mit dessen
Hilfe ein sogenanntes Stapeldiagramm erarbeitet, das als Maßstab für die
Faserlänge herangezogen wird.
Diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß während der Messung
die Fasern nicht vollkommen ausgestreckt sind oder nicht exakt parallel
zueinander liegen oder im ungünstigsten Falle beides. Dies führt zu Meßun
genauigkeiten, weil dies von den bisher eingesetzten Verfahren zur
Messung der Faserlänge nicht kompensiert wird. Außerdem besitzen die
bekannten Vorrichtungen den Nachteil, daß sie teilweise nur schwer au
tomatisiert werden können.
Aufgabe der vorliegenden Anmeldung ist es, ein Verfahren und eine Vor
richtung zum Messen der Länge von Fasern vorzuschlagen, wobei die
Nachteile des Standes der Technik überwunden werden und eine einfa
che und zumindest teilweise automatisierte und genaue Messung der
Länge einzelner Fasern möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Verfahren des Patentan
spruchs 1 gelöst, sowie durch die Vorrichtung zur Durchführung dieses
Verfahrens gemäß Anspruch 18.
Durch das optische Erfassen der Faser in zwei Projektionsebenen wird
vorteilhaft erreicht, daß, gleichgültig in welcher Lage die Faser oder ob
die Faser in gestrecktem Zustand vorliegt, ihre Länge optisch erfaßt und
gemessen werden kann. Durch die zwei Projektionsebenen kann letztlich
die wahre Länge der Faser dargestellt werden. Besonders vorteilhaft ist
es, wenn die beiden Projektionsebenen im wesentlichen aufeinander
senkrecht stehen. Dadurch wird erreicht, daß eine perfekte, projizierte
Darstellung der Faser möglich wird, so daß die exakte Länge der Faser
letztlich ermittelt werden kann, gleichgültig, wie sehr die Faser in ihrer
Orientierung von einer idealen Geraden abweicht. Ein besonders einfa
ches Verfahren kann dadurch gestaltet werden, daß wenigstens eine Ka
mera zum Erfassen wenigstens der einen Projektion eine Zeilenkamera
ist, die linienförmige Bilder liefert. Mehrere, in kurzer zeitlicher Abfolge
gemachte Bilder bzw. Bildausschnitte der Projektionsebene, ergeben
dann unter Berücksichtigung der Geschwindigkeit der Faser, die Projekti
on der Faser in der Ebene parallel zur Zeilenkamera.
Wird die Faser in ihrer Gesamtheit nur über einen kurzen Zeitraum op
tisch erfaßt, d. h. in beiden Projektionsebenen wird die exakte, momentane
projizierte Länge der Faser abgebildet, kann vorteilhaft erreicht werden,
daß Einflüsse, die durch die Geschwindigkeit der Faser entstehen prak
tisch vollständig eliminiert werden. Es wird dadurch erreicht, daß eine ex
akte optisch scharfe Abbildung der Faser stattfindet. Dazu wird vorteilhaft
die Faser während eines zeitlich kurzen Zeitraumes beleuchtet, wobei
dies vorteilhaft durch einen Lichtblitz erfolgt, der z. B. durch ein Stro
boskop erzeugt wird.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, den Lichtblitz dadurch zu steuern, daß
die Faser von einem Sensor erfaßt wird und dieser Sensor den Lichtblitz
steuert. Der Lichtblitz wird dann erzeugt, wenn sich die Faser in einer op
timalen Position im Verhältnis zum Meßsystem befindet. Dazu ist der
Sensor über eine Steuerleitung mit dem Lichtblitz verbunden. Der Licht
blitz kann dabei die Fasern in Blickrichtung des optischen Meßsystems
beleuchten oder in umgekehrter Richtung, d. h. mit Gegenlicht.
Vorteilhaft ist es, die beiden Projektionsebenen, auf denen die Faser ab
gebildet oder erfaßt wird, räumlich so einzurichten, daß ihre Schnittlinie
im wesentlichen parallel zur Transportrichtung der Faser verläuft. Da
durch wird erreicht, daß die Faser in beiden Projektionsebenen in einem
günstigen, im wesentlichen gestreckten Zustand abgebildet wird. Durch
den Transport der Faser mittels der Transportluft richtet sich die Faser
vorteilhaft in Transportrichtung aus und ist wenigstens überwiegend ge
streckt und wird auch so auf den Projektionsebenen darstellt. Zum Mes
sen der Länge der Faser wird vorteilhaft die Projektion in einzelne Bild
punkte zerlegt und die beiden Projektionsebenen mit einem zweidimen
sionalen Koordinatensystem beschrieben, so daß die Abbildung der Pro
jektion der Faser mittels des zweidimensionalen Koordinatensystems, das
sich ebenfalls in der Projektionsebene befindet, die exakte Länge der
Projektion der Faser, bzw. den Abstand der einzelnen Bildpunkte zuein
ander, dargestellt werden kann. Besonders vorteilhaft ist es dabei, die
Projektion der Faser in möglichst viele Punkte zu zerlegen, wodurch eine
besonders exakte Messung der Länge möglich ist. Vorteilhaft wird die
Zerlegung in Bildpunkte für jede der beiden Projektionen der Faser
durchgeführt. Besonders günstig ist es dabei, für beide Projektionen die
gleiche Anzahl von Bildpunkten vorzusehen. Beispielsweise wird dies
mittels zweier Zeilenkameras dadurch erreicht, daß beide jeweils zur sel
ben Zeit die Faser optisch erfassen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Bildpunkte der Projektionen exakt
den Punkten der wirklichen Faser zugeordnet werden, weil dadurch be
zweckt wird, daß eine exakte Längenbestimmung der Faser erreicht wird.
Durch eine gemeinsame Koordinatenachse beider Koordinatensysteme
der Projektionen wird dies vorteilhaft einfach ermöglicht. Zum Bestimmen
der wahren Länge der Faser werden den Koordinaten der projizierten
Bildpunkte Zahlenwerte zugeordnet, die dann rechentechnisch verarbeitet
werden können, um die Länge der Faser zu ermitteln. Dazu wird die in
Anspruch 17 beschriebene Rechenvorschrift zur Verarbeitung der Zah
lenwerte der Koordinaten der projizierten Bild-Punkte vorteilhaft verwen
det.
Durch die Verwendung eines Meßsystems mit wenigstens einer Kamera,
einer Vorrichtung zum Vereinzeln der Fasern, sowie mit einer Rech
nereinheit wird vorteilhaft erreicht, daß das erfindungsgemäße Verfahren
auf einfache Weise durchgeführt werden kann. Besonders vorteilhaft ist
es dabei zum Vereinzeln der Fasern eine drehbare, mit Nadeln oder Zäh
nen besetzte Walze vorzusehen, weil diese besonders sicher und scho
nend die Fasern vereinzeln kann. Vorteilhaft wird ein Kanal zum Trans
portieren der Fasern hin zur Kamera eingesetzt, weil dadurch ein exaktes
Positionieren einer vereinzelten Faser im Verhältnis zur Kamera bzw. dem
optischen Meßsystem gewährleistet ist. Vorteilhaft besitzt das Meßsystem
einen Sensor, der die Faser überwacht und z. B. im Bereich der Kamera
zum Steuern der Vorrichtung eingesetzt werden kann. Um ein sicheres
optisches Erfassen der Fasern zu ermöglichen, besitzt das Meßsystem
eine Lampe zum Beleuchten der Fasern. Vorteilhafterweise ist sie als
Blitzlicht oder Stroboskop ausgebildet. Günstigerweise ist dabei der Sen
sor über eine Steuerleitung mit dem Blitzlicht verbunden, um im richtigen
Moment die Faser zu beleuchten. In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung
der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung besitzt das Meßsy
stem einen Spiegel, der ein Abbild der zu vermessenden Faser in Rich
tung zur Kamera wirft, weil dadurch es vorteilhaft möglich ist, mit nur einer
einzigen Kamera die beiden Projektionen der Faser zu erfassen.
Besonders vorteilhaft ist ein Sensor zum Erfassen der Geschwindigkeit
der Faser, weil dadurch vorteilhaft Zeilenkameras zum Erstellen der Pro
jektion der Faser verwendet werden können. Die Recheneinheit kann da
durch zusammen mit den Meßwerten der Zeilenkameras vorteilhaft die
Projektion der Fasern ermitteln und in einem Koordinatensystem darstel
len.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von zeichnerischen Darstellun
gen beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Faser sowie zwei auf
einander senkrecht stehende Projektionsebenen und die von
der Faser durch eine senkrechte Projektion auf die beiden
Ebenen jeweils erzeugte Linie;
Fig. 2 eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Auflösewalze
sowie einem optischen Meßsystem;
Fig. 2a das optische Meßsystem von Fig. 2;
Fig. 3 ein in die Ebene geklappte Darstellung der beiden Projektio
nen auf die beiden in Fig. 2 dargestellten Ebenen
Fig. 4 Eine Vorrichtung zum Messen der Länge von Fasern, bei der
die eine Projektion der Faser über einen Spiegel der Kamera
dargestellt wird.
Fig. 1 zeigt eine perspektivische Darstellung einer vereinzelten Faser
50, sowie ihre Projektionen auf zwei senkrecht zueinander stehende Pro
jektionsebenen. Die eine ist gekennzeichnet durch die Koordinatenachsen
xy, die zweite Projektionsebene durch die Koordinaten xz. Die beiden
Projektionsebenen xz und xy stehen aufeinander senkrecht und haben die
Achse x gemeinsam. Durch die beiden Projektionen ist die Faser geome
trisch in zwei ebenen Kurven darstellbar, mit deren Hilfe eine exakte Län
genbestimmung der Faser erfolgt.
Fig. 2 zeigt eine Prinzipdarstellung einer erfindungsgemäßen Vorrich
tung zur Durchführung des Verfahrens der vorliegenden Erfindung. Die
Vorrichtung 20 zum Messen der Länge von vereinzelten Fasern 50 besitzt
zwei Kameras 2 (vgl. Fig. 2a), die zueinander senkrecht angeordnet
sind. Die beiden Kameras 2 erfassen die Projektionsebenen xz und xy
(vgl. Fig. 1). Die Vorrichtung 20 besitzt eine Einrichtung 5 zum Auflösen
von Fasermaterial in Einzelfasern 50. Die Einrichtung 5 zum Vereinzeln
des Fasermaterials besteht aus einer bekannten Auflösewalze, die mit
Zähnen besetzt ist und aus dem Fasermaterial Einzelfasern auskämmt.
Diese gelangen dann über einen Kanal 51 in den Bereich der Kameras 2,
wo das optische Erfassen der Projektionen der Faser 50 erfolgt. Im Kanal
51 ist ein Sensor 1 angeordnet, der eine einzelne Faser bei ihrem Vorbeif
lug erkennt und die Vorrichtung 20 steuert, bzw. ein Steuersignal an eine
nicht gezeigte Steuerung liefert. Das Steuern kann beispielsweise auch
durch die Rechnereinheit 6 erfolgen. Sobald der Sensor 1 eine vereinzel
te Faser 50 erkannt hat, wird zeitlich abgestimmt vom Blitzlicht 3 ein
Lichtblitz erzeugt, so daß dieser die Faser 50 genau dann beleuchtet,
wenn diese sich genau vor den Kameras 2 befindet. Die kurzzeitige Be
leuchtung der Faser bewirkt, daß von den Kameras 2 ein scharfes Bild
der Faser erkannt wird. Nach dem Vorbeiflug der Faser 50 an den Kame
ras 2 gelangt die Faser 50 in den Bereich eines Filters 4, wo sich die Fa
ser niederschlägt. Für den Transport der Faser 50 durch den Kanal 51
sorgt eine nicht gezeigte Unterdruckvorrichtung, die die Luft im Kanal 51
in Richtung zum Filter 4 in Bewegung setzt. Die Kameras 2 sind elektroni
sche Kameras, die Bilder liefern, die aus einzelnen Bildpunkten bestehen.
Die von diesen Kameras 2 erzeugten Bilder können digitalisiert werden
und dadurch rechentechnisch erfaßt und weiterverarbeitet werden. Da
durch ist es besonders einfach möglich, die von den Kameras 2 erkannten
Projektionen in einzelne Meßpunkte zu zerlegen und diesen Koordinaten
der jeweiligen Projektionsebene zuzuordnen. Diese Koordinaten können
dann in der Rechnereinheit 6 weiterverarbeitet werden. Die Rechnerein
heit 6 besitzt auch einen Steuerteil, der die Signale des Sensors 1 erfaßt
und Steuersignale für das Blitzlicht 3 erzeugt.
Bei einem anderen Meßverfahren ist es auch denkbar, daß die Rech
nereinheit 6 nur sehr kurzzeitig die Kameras 2 einschaltet, während die
Faser 50 ständig beleuchtet ist. Auch dadurch ist es möglich, eine scharfe
Abbildung der Faser 50 auf ihren Projektionsebenen zu erzielen.
Wird eine Zeilenkamera (nicht dargestellt) zum Erfassen der Projektion
der Faser eingesetzt, wird die Geschwindigkeit der Faser ermittelt. Die
Meßvorrichtung 20 besitzt dann einen Geschwindigkeitssensor 11 zum
Erfassen der Geschwindigkeit der zu vermessenden Faser. Diese Ge
schwindigkeitsmessung kann vorteilhaft durch Messen der Geschwindig
keit der Transportluft erfolgen.
Bei Verwendung von Zeilenkameras erstellt die Rechnereinheit 6 direkt
die Meßpunkte xy und xz (siehe unten), die dann direkt weiterverarbeitet
werden können (vgl. Beschreibung Fig. 3).
Fig. 3 erläutert graphisch das Verfahren zum Bestimmen der Länge der
Faser. Die von der ersten Kamera erfaßte Projektion K1 der Faser ist
oben dargestellt und durch das Koordinatensystem xy beschrieben. Die
zweite Kamera erfaßt die Projektion K2 in der Ebene xz. Die Projektion
der wirklichen Faser stellt sich als eine Linie dar, die für die Berechnung
der Länge der Faser in einzelne Punkte (xiyi in der einen Projektion und
xizi in der anderen Projektion) zerlegt werden. Die Anzahl der Einzelpunk
te ist davon abhängig, wie genau die Messung sein soll, denn je mehr
Einzelpunkte der Projektionen vermessen werden, desto exakter ist die
Länge der Faser bestimmbar. Die Menge der Einzelpunkte hängt von den
technischen Möglichkeiten der Kameras und der Rechnereinheit ab. Der
Meßpunkt 1y (vgl. Fig. 3) zeigt den Anfang der Faser und besitzt in der
Koordinatenachse x in beiden Projektionen denselben Wert, da die
x-Achse eine gemeinsame Koordinatenachse beider Projektionen ist. Nach
dem die Projektionen in eine endliche Anzahl von Einzelpunkten zerlegt
worden ist (n-Punkte) wird diesen Punkten in der Rechnereinheit die Po
sition im Koordinatensystem zugewiesen und das ganze nach folgender
Rechenvorschrift weiterverarbeitet, so daß die exakte Länge der Faser
ermittelt werden kann. Dazu wird folgende Formel benutzt, wobei L die
Länge der wirklichen Faser ist:
Fig. 4 zeigt eine Prinzipdarstellung der Vorrichtung zum Messen der
Länge von vereinzelten Fasern, bei der beide Projektionen durch eine
Kamera 21 erfaßt werden. Dies erfolgt dadurch, daß die eine Projektion
von einem Spiegel 200 erfaßt und reflektiert wird und das Bild in Richtung
Kamera 21 geworfen wird. Das Blitzlicht 31 beleuchtet die Faser 50 von
unten und wirft das Bild in Richtung Kamera, während das Blitzlicht 32 die
Faser 50 im Gegenlicht zur Kamera 2 beleuchtet. Rechts von der Kamera
2 sind die beiden Projektionen, so wie sie die Kamera erfaßt, dargestellt.
In der Rechnereinheit wird das von der Kamera 2 erfaßte Bild in zwei un
abhängige Bilder zerlegt und wie oben beschrieben die Länge der Faser
bestimmt. Der Kanal 51 ist ein geschlossener Kanal, der im Bereich der
Kamera 2 durchsichtig, z. B. aus Glas, ausgebildet ist.
Claims (28)
1. Verfahren zum Messen der Länge von Fasern, wobei die Fasern als
vereinzelte Fasern an einem optischen Meßsystem vorbeigeführt
werden, dadurch gekennzeichnet, daß die vereinzelte Faser in zwei
Projektionsebenen optisch erfaßt wird und in jeder Projektionsebene
die Projektion der Faser erfaßt wird und daraus ihre wahre Länge
ermittelt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die bei
den Projektionsebenen im wesentlichen aufeinander senkrecht ste
hen.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das optische Meßsystem die Projektion der Faser gleichzeitig in bei
den Projektionsebenen erfaßt.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, daß die Faser an einer linienförmige Bilder
erfassenden Kamera vorbeigeführt wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3 da
durch gekennzeichnet, daß die Faser nur über einen kurzen Zeit
raum optisch erfaßt wird, so daß die Bewegung der Faser keine we
sentliche Veränderung der Lage der Faser in ihrer Projektion wäh
rend des optischen Erfassens bewirkt.
6. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Faser während der Messung durch
einen zeitlich kurzen Lichtblitz beleuchtet wird.
7. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß die Faser beim Eintritt in das Meßsystem
von einem Sensor erfaßt wird und mit Hilfe von dessen Signal das
Meßsystem gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, daß das Erfassen der Faser während eines
kurzen Zeitraumes erfolgt, wobei dazu das optische Meßsystem nur
kurzzeitig aktiviert ist.
9. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 8, da
durch gekennzeichnet, daß der Sensor den Lichtblitz steuert.
10. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 7 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß der Sensor den Beginn der kurzzeitigen
Aktivierung des optischen Meßsystems steuert.
11. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, da
durch gekennzeichnet, daß die Schnittlinie der beiden Projektion
sebenen im wesentlichen parallel zur Transportrichtung der Faser
verläuft.
12. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, da
durch gekennzeichnet, daß die Projektion der Faser in einzelne
Bildpunkte zerlegt wird, der Projektion ein zweidimensionales Koor
dinatensystem zugeordnet wird, zum Erfassen der Länge der Ab
stände der einzelnen Bildpunkte.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die
Zerlegung in Bildpunkte für jede der beiden Projektionen der Faser
durchgeführt wird.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß
einem wirklichen Punkt der Faser je ein Bildpunkt in jeder Projektion
entspricht und einem ersten wirklichen Punkt der Faser zwei proji
zierte Bild-Punkte zugeordnet sind und einem zweiten wirklichen
Punkt zwei entsprechende projizierte Bild-Punkte und für die proji
zierten Bild-Punkte die Koordinaten des zweidimensionalen Koordi
natensystem ihrer jeweiligen Projektionsebene erfaßt werden.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß beiden
Koordinatensystemen eine Koordinatenachse gemeinsam ist.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß den er
faßten Koordinaten Zahlenwerte zugeordnet werden, mit deren Hilfe
der Abstand zweier wirklicher Punkte der Faser ausgedrückt wird,
mit Hilfe der Differenzen der Zahlenwerte der Koordinaten der bei
den Projektionen und somit die wirkliche Länge der Faser ermittelt
wird.
17. Verfahren nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß dazu
folgende Rechenvorschrift zugrundegelegt wird:
18. Vorrichtung zum Messen der Länge von vereinzelten Fasern aus
einem Faserverband mit einem optischen Meßsystem zur Durchfüh
rung des Verfahrens nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis
17, dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem wenigstens eine
Kamera (2) besitzt, dem Meßsystem eine Einrichtung (5) zum Ver
einzeln von Fasern (50) sowie eine Einrichtung (51) zum Transport
der Fasern (50) zugeordnet ist, das von der Kamera (2) erfaßte Bild
einer Faser von einer Rechnereinheit (6) in Zahlenwerte umgesetzt
wird und damit die Länge der Faser (50) errechnet wird.
19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtung (50) zum Vereinzeln der Fasern eine drehbare mit Na
deln oder Zähnen besetzte Walze (5) ist.
20. Vorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet,
daß das Meßsystem einen Kanal (51) zum Transportieren der Fa
sern (50), an der Kamera (2) vorbei, besitzt.
21. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 20,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem einen Sensor (1) zum
Erfassen einer Faser (50) besitzt.
22. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 21,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem eine Lampe (3, 31,
32) zum Beleuchten der Faser besitzt.
23. Vorrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die
Lampe ein Blitzlicht ist.
24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß der
Sensor (1) mit einer Steuerleitung mit dem Blitzlicht (3, 31, 32) ver
bunden ist.
25. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem einen Spiegel (200)
besitzt, der das Bild der Faser (50) zur Kamera (2) projiziert.
26. Vorrichtung nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß mittels
des Spiegels (200) die eine den beiden Projektionen dargestellt
wird, wobei diese der Kamera (2) neben der anderen Projektion dar
geboten wird, so daß beide in einem Bild nebeneinander dargestellt
werden.
27. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 23 bis 26,
dadurch gekennzeichnet, daß zwei Blitzlichter vorgesehen sind, die
die Faser von verschiedenen Seiten beleuchten.
28. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 18 bis 27,
dadurch gekennzeichnet, daß das Meßsystem einen Geschwindig
keitssensor zum Erfassen der Geschwindigkeit der Faser besitzt.
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Family
ID=7855346
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998102315 Withdrawn DE19802315A1 (de) | 1998-01-22 | 1998-01-22 | Verfahren und Vorrichtung zur Faserlängenmessung |
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