DE19802007C1 - Sicherheitsanordnung für die Bedienungselemente einer handgeführten Bodenverdichtungswalze - Google Patents
Sicherheitsanordnung für die Bedienungselemente einer handgeführten BodenverdichtungswalzeInfo
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Abstract
Bei einer Sicherheitsanordnung für eine handgeführte Bodenverdichtungswalze besteht eine formschlüssige Kupplung (6) zwischen dem Fahrhebel (3) und einem mit einer Betätigung (9) für den Antrieb der Walze gekoppelten Stellelement (7). In einer Gefahrensituation fährt ein Sicherheits-Stellteil (12, 13) zwischen das Stellelement (7) und den Fahrhebel (3) und trennt die formschlüssige Kupplung (6), woraufhin das Stellelement (7) in Nullstellung verschwenkt und die Maschine in Stillstand versetzt. Bei Vorwärtsverschwenken des Fahrhebels (3) kann über eine zweite formschlüssige Kupplung (17, 18) ein entsprechender Steuerbefehl zum Vorwärtsfahren an den Antrieb der Walze übermittelt werden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsanordnung für eine handgeführte Boden
verdichtungswalze.
Bei derartigen Bodenverdichtungswalzen, insbesondere Walzen für den Mitgän
gerbetrieb, läuft der Bediener hinter der Walze her und steuert sie über einen an
einer Deichsel befestigten Handgriff, der einen Fahrhebel für die Einstellung der
Fahrgeschwindigkeit und -richtung trägt. Die Walze wird üblicherweise über
eine Hydraulikeinheit in Vorwärts- und Rückwärtsrichtung, das heißt auf den
Bediener zu, bewegt.
Eine Sicherheitsanordnung, häufig auch als Totmannschaltung bezeichnet,
dient bei derartigen Bodenverdichtungswalzen dazu, den Vortrieb der Walze ab
zuschalten, wenn sich die Walze rückwärts, d. h., in Richtung des die Walze füh
renden Bedieners bewegt und dieser sich selbst nicht mehr rückwärts bewegen
bzw. der Walze nicht ausweichen kann. Dieses Problem kann beispielsweise auf
treten, wenn der Bediener mit der Walze rückwärts gegen ein Hindernis läuft, in
Panik gerät und dadurch vergißt, die Walze abzustoppen bzw. in entgegengesetz
te Richtung zu bewegen.
Bei bekannten Sicherheitsanordnungen ist daher ein Stellteil vorgesehen, über
das registriert werden kann, daß die Walze gegen ein Hindernis, beispielsweise
den Bedienungsmann, fährt. Die Sicherheitsanordnungen weisen dazu ein Stell
teil auf, das zwischen einer Betriebsstellung und einer Gefahrstellung verschieb
lich und bei Berührung durch den Bedienungsmann aus der Betriebs- in die Ge
fahrstellung verschiebbar ist und dadurch die Walze zum Stillstand bringt.
Dazu wird in Normen gefordert, daß nach dem Ansprechen der Sicherheitsein
richtung der Anhalteweg der Walze kleiner sein muß als der verbleibende Schalt
weg des Stellteils nach dem Abschalten der Walze, um ein Einquetschen des Be
dienungsmannes zu vermeiden.
Aus der OS-DE 41 29 915 A1 ist eine Sicherheitsanordnung bekannt, bei der die
Fahrgeschwindigkeit und -richtung über einen Fahrhebel einstellbar ist. Die
Führung der Walze wird über einen zusätzlichen, hebelartig vertikal schwenkba
ren Handgriff bewirkt, der aus einer hochgeschwenkten Grundstellung in eine
Arbeitsstellung herabschwenkbar ist, in der sich sein freies Ende noch deutlich
oberhalb der durch seine Schwenkachse gelegten Horizontalen befindet. Durch
Herabschwenken des Handgriffs wird der ansonsten durch Federbeaufschlagung
in Nullstellung gehaltene Fahrhebel in der gewünschten ausgelenkten Stellung
formschlüssig fixiert. Bei Hochschwenken des Handgriffs, was beispielsweise bei
Berührung eines Hindernisses durch den Handgriff automatisch erfolgt, wird die
formschlüssige Verbindung aufgehoben, wodurch der Fahrhebel federbeauf
schlagt in Nullstellung gelangt und die Walze zum Stillstand bringt. Ein Bewe
gen der Walze in entgegengesetzter Richtung ist durch weitere Betätigung des
Fahrhebels möglich.
Bei derartigen Lösungen ist das Erreichen der Nullstellung bzw. das Einstellen
der Vorwärtsrichtung stets durch Betätigen des Fahrhebels möglich. Man ging
dabei davon aus, daß der Bedienungsmann bei Berührung eines rückwärtigen
Hindernisses den Fahrhebel freigibt bzw. daß die Haltekraft des Bedieners gerin
ger ist als die durch das Sicherheits-Stellteil ausgelöste Rückstellkraft auf den
Fahrhebel. Es wurde jedoch festgestellt, daß die Haltekraft der Hand, insbeson
dere in einer Paniksituation, enorm groß werden kann, so daß der Bediener den
Fahrhebel nicht losläßt und durch Weiterfahren der Walze eine erlaubte maxi
male Kraft durch das den Körper des Bedienungsmanns berührende Sicherheits-
Stellteil von 230 Newton überschritten werden kann. Eine höhere Belastung als
die zulässige maximale Kraft kann jedoch bereits zu erheblichen Verletzungen
des Bedieners führen.
Um dieses Problem zu beheben, wurden Lösungen vorgeschlagen, bei denen un
geachtet der Kraft, mit der der Bediener den Fahrhebel festhält, durch das das
Hindernis erkennende Sicherheits-Stellteil eine formschlüssige Verbindung zwi
schen Fahrhebel und der zu dem Antrieb führenden Steuerleitung entriegelt
wird. Die federbeaufschlagte Steuerleitung springt dadurch in Stoppstellung.
Ein Nachteil dieses Prinzips ist es jedoch, daß die formschlüssige Verbindung
zwischen Fahrhebel und Steuerleitung erst dann wiederhergestellt werden kann,
wenn das durch das Hindernis verschobene Sicherheits-Stellteil wieder seine
Ausgangs- bzw. Betriebsstellung erreicht hat, so daß eine erneute Kopplung zwi
schen Fahrhebel und Steuerleitung möglich wird. Erst dann ist ein Bewegen der
Walze in entgegengesetzter Richtung möglich. Dazu muß sich jedoch der Bedie
nungsmann vorher aus seiner eingeklemmten Lage befreit haben, da andernfalls
das Sicherheits-Stellteil nicht in die Betriebsstellung zurückführbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Sicherheitsanordnung für eine
handgeführte Bodenverdichtungswalze anzugeben, die ein zuverlässiges Abstop
pen der Walze auch dann ermöglicht, wenn der Bediener den Fahrhebel krampf
haft festhält, und die andererseits auch dann ein Vorwärtsfahren der Walze weg
von dem Bediener ermöglicht, wenn die Sicherheitsanordnung durch Fahren der
Walze gegen den Bediener ausgelöst worden ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Sicherheitsanordnung mit den
Merkmalen von Patentanspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterentwicklungen der
Erfindung sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen.
Bei der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung ist außer der an sich bekann
ten, häufig als Klauenkupplung ausgeführten ersten Kopplung zwischen einem
Fahrhebel und einem mit einer Steuerleitung verbundenen Stellelement eine
zweite Kopplung vorgesehen. Die erste Kopplung ist durch Verlagern eines Si
cherheits-Stellteils aus einer Betriebs- in eine Gefahrstellung lösbar. Die zweite
Kopplung bleibt jedoch auch dann bestehen, kann aber nur Kräfte des Fahrhe
bels auf das Stellelement übertragen, wenn der Fahrhebel in Vorwärtsrichtung
bewegt wird. Dies hat den Vorteil, daß bei Fahren der Walze gegen ein Hindernis
und Betätigen des Sicherheits-Stellteils durch das Hindernis, z. B. den Körper
des Bedieners, die erste Kopplung aufgehoben wird, wodurch das Stellelement
federbeaufschlagt in Nullstellung gelangt und die Walze zum Stillstand bringt.
Damit sich der Bediener aus seiner Notsituation befreien kann, kann er den zu
nächst noch in Rückwärtsfahrstellung stehenden Fahrhebel in Vorwärtsstellung
bringen. Die Bewegung des Fahrhebels in Vorwärtsrichtung wird über die zweite
Kopplung auf das Stellelement und damit über die Steuerleitung auf den Antrieb
der Walze übertragen, so daß sich diese in Vorwärtsrichtung, weg von dem Be
diener bewegt und diesen freigibt.
Die zweite Kopplung weist vorzugsweise ebenfalls eine formschlüssige Kupplung
auf, bei der das Stellelement einen Mitnehmer trägt, gegen den ein an dem Fahr
hebel vorgesehener Anschlag anschlagbar ist. Dadurch wird gewährleistet, daß
nur Kräfte in einer Richtung, nämlich der Vorwärtsrichtung der Walze übertrag
bar sind.
Diese und weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend un
ter Zuhilfenahme der begleitenden Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht eines Handgriffs für eine Bodenverdichtungswal
ze mit der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung in Betriebsstellung;
Fig. 2 den Handgriff aus Fig. 1 mit der Sicherheitsanordnung in Gefahrstel
lung;
Fig. 3 eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen Sicherheitsanordnung ent
sprechend der Stellung von Fig. 1;
Fig. 4 eine Vorderansicht der Sicherheitsanordnung gemäß der Stellung von
Fig. 2;
Fig. 5 eine Seitenansicht des Handgriffs mit der erfindungsgemäßen Sicher
heitsanordnung und einem Fahrhebel in Vorwärtsstellung;
Fig. 6 eine Seitenansicht von Fig. 1 mit dem Fahrhebel in Rückwärtsstel
lung;
Fig. 7 eine Seitenansicht von Fig. 2, mit Fahrhebel in Rückwärtsstellung und
Sicherheits-Stellteil in Gefahrstellung;
Fig. 8 eine Seitenansicht des Handgriffs mit Fahrhebel in Vorwärtsstellung
und Sicherheits-Stellteil in Gefahrstellung.
Die Figuren zeigen im wesentlichen die gleiche Anordnung, jedoch mit unter
schiedlicher Stellung der Elemente. Daher wird der Aufbau der erfindungsgemä
ßen Sicherheitsanordnung zunächst anhand der Fig. 1 und 3 beschrieben.
Danach folgt anhand der weiteren Figuren eine Beschreibung der Funktionswei
se.
An einer an einer nicht dargestellten Deichsel einer Bodenverdichtungswalze be
festigten Halteplatte 1 ist ein Handbügel 2 befestigt, über den die Bodenverdich
tungswalze in herkömmlicher Weise führbar ist. In der Wölbung des Handbügels
2 ist ein Fahrhebel 3 auf einer Drehachse 4 schwenkbar angeordnet. Aus ergo
nomischen Gründen trägt der Fahrhebel 3 einen Fortsatz 5, der so gestaltet ist,
daß er von dem Bediener gleichzeitig umfaßt werden kann, wenn der Bediener
den Handbügel 2 festhält. Der Fahrhebel 3 ist in Vorwärts- bzw. Rückwärtsrich
tung verschwenkbar, was durch Pfeile V und R gekennzeichnet ist.
Über eine insbesondere in Fig. 3 erkennbare, als erste Kopplung dienende
Klauenkupplung 6 ist die Bewegung des Fahrhebels 3 auf ein Stellelement 7
übertragbar. Das Stellelement 7 ist ebenfalls auf der Drehachse 4 verschwenk
bar angeordnet und an einem Hebelende 8 mit dem Ende einer als Steuerleitung
dienenden Betätigung 9 verschwenkbar gekoppelt. Über die z. B. als Bowdenzug
ausgeführte Betätigung 9 ist ein nicht dargestellter Antrieb für die Walze an
steuerbar. Bei dem Antrieb handelt es sich üblicherweise um eine Hydraulik
pumpe, deren Pumpleistung mittels der Betätigung 9 verstellbar ist. Anstelle ei
nes Bowdenzugs kann für die Betätigung 9 beispielsweise auch ein Steuerge
stänge verwendet werden.
Das Stellelement 7 ist auf einer Seite mit der Klauenkupplung 6 versehen und
wird auf der anderen Seite durch eine Feder 10 beaufschlagt, die sich gegen ei
nen Absatz 11 an der Drehachse 4 abstützt.
Dadurch wird die Klauenkupplung 6 federbeaufschlagt geschlossen gehalten
und die auf den Fahrhebel 3 wirkende Handkraft des Bedieners formschlüssig
auf das Stellelement 7 und die Betätigung 9 übertragen.
An der Halteplatte 1 ist weiterhin ein Sicherheits-Stellteil angeordnet, das im
wesentlichen aus einem Pralltopf 12, einem Stößel 13 und einer Führung 14 be
steht. Der Pralltopf 12 ist mit dem Stößel 13 fest verbunden und wird durch
eine gegen die Führung 14 abgestützte Feder 15 in einer Betriebsstellung ge
halten, in der die Steuerung durch das Sicherheits-Stellteil nicht beeinflußt
wird. Der Stößel 13 ist jedoch in der Führung 14 axial beweglich aufgenommen,
so daß der Stößel 13 mit dem Pralltopf 12 aus der Betriebsstellung gegen die
Wirkung der Feder 15 in eine Gefahrstellung verlagerbar ist, wenn der Pralltopf
12 z. B. gegen den Körper des Bedieners oder ein anderes Hindernis fährt.
Die Gefahrstellung wird in Fig. 2 gezeigt. Dabei ist erkennbar, daß der Prall
topf 12 mit dem Stößel 13 in Vorwärtsrichtung V der Walze, d. h. in Richtung
der Klauenkupplung 6 verlagert worden ist. Durch das Eindringen einer am Stö
ßel 13 ausgebildeten konischen Spitze 16 zwischen die beiden Hälften der Klau
enkupplung 6, d. h. zwischen das Stellelement 7 und den Fahrhebel 3 wird das
Stellelement 7 gegen die Wirkung der Feder 10 axial verlagert, woraufhin die
Klauenkupplung 6 außer Eingriff gelangt. Dadurch wird der Kraftfluß zwischen
dem Fahrhebel 3 und dem Stellelement 7 aufgehoben. Das Stellelement 7 ist
durch eine nicht dargestellte Federeinrichtung derart beaufschlagt, daß es bei
Nichtbelastung durch den Fahrhebel 3 selbsttätig in Nullstellung verschwenkt,
die einem Stillstand der Walze entspricht. Wenn daher die Klauenkupplung 6
geöffnet wird, verschwenkt das Stellelement 7 automatisch in seine Nullstellung
und stoppt über die Betätigung 9 die Fahrt der Walze. Die geöffnete Klauen
kupplung 6 ist auch in Fig. 4 gezeigt, woraus auch deutlich erkennbar ist, daß
der Stößel 13 das Stellelement 7 von dem Fahrhebel 3 abhebt.
Mit dem Stillstand der Walze ist jedoch noch nicht das Problem gelöst, daß der
Bediener möglicherweise bereits zwischen dem Pralltopf 12 und einem Hindernis
eingeklemmt ist. Um sich zu befreien, kann der Bediener daher erfindungsge
mäß den Fahrhebel 3 in Vorwärtsrichtung V verschwenken. Bei Erreichen der
Nullstellung des Stellelements 7 gelangt eine als zweite Kopplung dienende
formschlüssige Kupplung in Eingriff, die durch einen an dem Fahrhebel 3 befe
stigten Zapfen 17 und einen am Stellelement 7 ausgebildeten Mitnehmer 18 ge
bildet wird. Der sich in Axialrichtung der Drehachse 4 erstreckende Zapfen 17
ist so lang, daß er den Mitnehmer 18 auch dann erreichen kann, wenn das Stel
lelement 7 durch den Stößel 13 ausgerückt ist.
Bei Vorwärtsbewegen des Fahrhebels 3 drückt daher der Zapfen 17 gegen die
Fläche des Mitnehmers 18 und verschwenkt das Stellelement 7 in Vorwärtsrich
tung. Die Bewegung des Stellelements 7 wird entsprechend über die Betätigung
9 an den Antrieb der Walze weitergeleitet, wodurch sich die Walze in Vorwärts
richtung von dem eingeklemmten Bediener wegbewegt.
Statt der in Fig. 1 gezeigten Anordnung der zweiten Kopplung ist es selbstver
ständlich auch möglich, daß das Stellelement 7 einen Zapfen trägt, gegen den
der Fahrhebel 3 bei Vorwärtsbewegung anschlägt. Im Normalbetrieb ist es dar
überhinaus zweckmäßig, daß bei eingerasteter Klauenkupplung 6 keine Berüh
rung zwischen dem Zapfen 17 und dem Mitnehmer 18 erfolgt. Statt eines wie in
den Fig. 3 und 4 gezeigten, in den Fahrhebel 3 eingesetzten Zapfens 17
kann selbstverständlich auch ein anderer Anschlag am Fahrhebel 3 ausgebildet
sein.
Zum besseren Verständnis wird die oben beschriebene Funktionsweise der Si
cherheitsanordnung nachfolgend unter Bezugnahme auf die in den Fig. 5
bis 8 dargestellten Seitenansichten erläutert.
Fig. 5 zeigt den Fahrhebel 3 in Vorwärtsstellung und das Sicherheits-Stellteil
mit dem Pralltopf 12 in Betriebsstellung. Entsprechend zeigt Fig. 6 den Fahr
hebel 3 in Rückwärtsstellung. Die Stellung des Fahrhebels 3 wird über die je
weils geschlossene Klauenkupplung 6 auf das Stellelement 7 und die Betätigung
9 übertragen, so daß eine zuverlässige Steuerung des Walzenantriebs möglich
ist.
Fig. 7 zeigt einen Zustand, bei dem die Walze durch den in Rückwärtsstellung
befindlichen Fahrhebel 3 zunächst in Rückwärtsfahrt war und dann über den
Pralltopf 12 ein Hindernis festgestellt worden ist. Der Stößel 13 ist gegen die
Klauenkupplung 6 geschoben worden und hat diese gelöst. Dementsprechend
hat sich das federvorgespannte Stellelement 7 in Nullstellung verschwenkt und
über die Betätigung 9 den Antrieb stillgesetzt. Die Maschine befindet sich in
dem in Fig. 7 gezeigten Zustand im Stillstand.
Bei dem in Fig. 8 gezeigten Zustand hat der Bediener den Fahrhebel 3 in Vor
wärtsrichtung V verschwenkt, so daß der Zapfen 17 gegen den Mitnehmer 18
des Stellelements 7 anschlagen konnte. Durch Weiterbewegen des Fahrhebels 3
in Vorwärtsrichtung wird der entsprechende Steuerbefehl über die Betätigung 9
an den Antrieb der Walze weitergeleitet und diese in Vorwärtsrichtung angetrie
ben. Durch Wegfahren der Walze vom Körper des Bedieners kann der Pralltopf
12 wieder in seine ursprüngliche Betriebsstellung gelangen, woraufhin der Stö
ßel 13 aus der Klauenkupplung 6 verschoben wird und sich die Klauenkupplung
6 wieder schließen kann. Damit ist der ursprüngliche Betriebszustand wieder
hergestellt.
Die Sicherheitsanordnung kann selbstverständlich außer bei Walzen auch bei
anderen Maschinen eingesetzt werden, die im Mitgängerbetrieb gefahren wer
den.
Claims (7)
1. Sicherheitsanordnung für eine handgeführte Bodenverdichtungswalze, mit
- 1. einem die Fahrtrichtung und -geschwindigkeit bestimmenden, in Fahrt richtung der Walze gesehen vorwärts (V) und rückwärts (R) beweglichen Fahr hebel (3);
- 2. einem über eine erste Kopplung (6) mit dem Fahrhebel (3) gekoppelten Stellelement (7) zur Übertragung der Fahrhebelposition auf eine Betätigung (9), wobei das Stellelement (7) bei Nichtbeaufschlagung durch den Fahrhebel (3) in eine der Fahrgeschwindigkeit Null entsprechende Mittelstellung vorgespannt ist;
- 3. einem zwischen einer Betriebs- und einer Gefahrstellung beweglich ange ordneten und in Betriebsstellung vorgespannten Sicherheits-Stellteil (12, 13), durch das in Gefahrstellung die erste Kopplung (6) trennbar ist; und mit
- 4. einer zweiten Kopplung (17, 18) von Fahrhebel (3) und Stellelement (7), durch die bei getrennter erster Kopplung (6) nur bei Vorwärtsbewegung des Fahrhebels (3) Kräfte übertragbar sind.
2. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste und/oder die zweite Kopplung eine formschlüssige Kupplung aufweist.
3. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die erste Kopplung eine Klauenkupplung (6) aufweist.
4. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellelement (7) auf einer Drehachse (4) des Fahrhebels (3) gegen die Wir
kung einer Feder (10) axial verschiebbar ist.
5. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Stellelement (7) durch das Sicherheits-Stellteil (12, 13) derart axial ver
schieblich ist, daß die Klauenkupplung (6) öffnet, wenn das Sicherheits-Stellteil
(12, 13) seine Gefahrstellung erreicht.
6. Sicherheitsanordnung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die zweite Kopplung einen Mitnehmer (18) an dem Stell
element (7) aufweist, gegen den ein an dem Fahrhebel (3) vorgesehener Anschlag
(17) anschlagbar ist.
7. Sicherheitsanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
der Anschlag ein an dem Fahrhebel (3) befestigter Zapfen (17) ist, der sich pa
rallel zu der Drehachse (4) des Fahrhebels (3) erstreckt.
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