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DE19801259A1 - Verfahren zum kontinuierlichen Aufwickeln von indigogefärbtem Baumwollgarn auf Garnspulen sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum kontinuierlichen Aufwickeln von indigogefärbtem Baumwollgarn auf Garnspulen sowie eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens

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Publication number
DE19801259A1
DE19801259A1 DE1998101259 DE19801259A DE19801259A1 DE 19801259 A1 DE19801259 A1 DE 19801259A1 DE 1998101259 DE1998101259 DE 1998101259 DE 19801259 A DE19801259 A DE 19801259A DE 19801259 A1 DE19801259 A1 DE 19801259A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thread
yarn
speed
winding
feed
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1998101259
Other languages
English (en)
Inventor
Joachim Dr Eibel
Bernd Vollmer
Karl-Heinz Wuelfing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Hacoba Textilmaschinen GmbH and Co KG
Original Assignee
Hacoba Textilmaschinen GmbH and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hacoba Textilmaschinen GmbH and Co KG filed Critical Hacoba Textilmaschinen GmbH and Co KG
Priority to DE1998101259 priority Critical patent/DE19801259A1/de
Publication of DE19801259A1 publication Critical patent/DE19801259A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H54/00Winding, coiling, or depositing filamentary material
    • B65H54/02Winding and traversing material on to reels, bobbins, tubes, or like package cores or formers
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H55/00Wound packages of filamentary material
    • B65H55/04Wound packages of filamentary material characterised by method of winding
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H59/00Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators
    • B65H59/005Means compensating the yarn tension in relation with its moving due to traversing arrangements
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B65H59/38Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators by regulating speed of driving mechanism of unwinding, paying-out, forwarding, winding, or depositing devices, e.g. automatically in response to variations in tension
    • B65H59/384Adjusting or controlling tension in filamentary material, e.g. for preventing snarling; Applications of tension indicators by regulating speed of driving mechanism of unwinding, paying-out, forwarding, winding, or depositing devices, e.g. automatically in response to variations in tension using electronic means
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    • B65HHANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL, e.g. SHEETS, WEBS, CABLES
    • B65H2701/00Handled material; Storage means
    • B65H2701/30Handled filamentary material
    • B65H2701/31Textiles threads or artificial strands of filaments

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Warping, Beaming, Or Leasing (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum kontinuierli­ chen Aufwickeln von indigogefärbtem Baumwollgarn nach Oberbe­ griff des Anspruchs 1, eine Garnspule aus indigogefärbtem Baumwollgarn nach Anspruch 11 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 13.
Aus GB-PS 2 140 834 ist eine Vorrichtung zum kontinuier­ lichen Aufwickeln von indigogefärbtem Baumwollgarn bekannt, welches von einem frei drehbar gelagerten Kettbaum abgezogen und zu den einzelnen Spulstellen geführt wird.
Auch hier wird dem aufzuwickelnden Baumwollgarn durch die changierende Nut der drehend angetriebenen Nutenwalze die Changierbewegung aufgeprägt, welche sich als Ablagemuster auf der fertigen Garnspule wiederfindet. Bei diesem bekannten Verfahren hängt der Kettbaum in einem Ablaufdrehgestell. Die Abrollbewegung wird dem drehend aufgehängten Kettbaum über die Zugkraft in Abzugslinie aufgeprägt. Infolge des ständigen Umfangskontakts zwischen der Nutenwalze und dem Wickelkörper ergibt sich folglich eine Fadenspannung in der Abzugslinie, welche aus der Summe der einzelnen Abzugswiderstände resul­ tiert. Die einzelnen Abzugswiderstände sind z. B. die Rei­ bungswiderstände an den einzelnen Fadenleitorganen, der Rei­ bungswiderstand der Drehlagerung des Kettbaums und eventuel­ ler dort angreifender Bremsmomente etc.
Um bei diesen Verhältnissen eine konstante Zulaufge­ schwindigkeit zur Garnspule zu erhalten, müssen die zeitli­ chen Verläufe dieser Einzelwiderstände berücksichtigt werden. Dies soll dadurch erfolgen, daß die Drehzahl der Garnspule mit zunehmendem Durchmesser der Garnspule progressiv verrin­ gert wird.
Nachteilig an diesem Verfahren ist die Tatsache, daß im Aufbau des Wickelkörpers Ungleichmäßigkeiten zwischen den in­ neren und den äußeren Lagen entstehen, die das Ablaufverhal­ ten derartiger Garnspulen negativ beeinflussen.
Da ferner die Garnspannung in der Abzugslinie infolge der einzelnen Widerstände - wie oben aufgezeigt - auch dann hochgehalten wird, wenn der zulaufende Faden am Ende des je­ weiligen Changierhubs liegt, treten elastische Effekte hinzu, die auf die Fadenspannung in der Garnspule Einfluß nehmen.
Die durch diese elastischen Effekte auftretenden perio­ dischen oder nicht periodischen Änderungen der Garnspannung verursachen zusätzliche Inhomogenitäten im Aufbau des Wickel­ körpers, die von Fall zu Fall unterschiedlich und schwierig vorhersagbar sind.
Im Bereich der hier vorliegenden Problematik kommt dem Aspekt der indigogefärbtem Baumwollgarne besondere Aufmerk­ samkeit zu. Dies liegt daran, daß es sich hier um ein Verfah­ ren zur Einzelfadenfärbung handelt, so daß es insbesondere auf die einzelne Behandlung einzelner Baumwollfäden - allein oder aus einer Fadenschar kommend - ankommt. Jeder dieser Einzelfäden soll im Verhältnis zu anderen Einzelfäden unter identischen oder zumindest unter eng eingegrenzten ähnlichen Bedingungen auf eine einzelne Garnspule aufgewickelt werden.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das be­ kannte Verfahren so zu verbessern, daß es im Hinblick auf Einzelfäden aus indigogefärbtem Baumwollgarn zu einer Ver­ gleichmäßigung im Aufbau des Wickelkörpers der Garnspule führt und insbesondere für eine Vielzahl von Einzelfäden im Hinblick auf untereinander identische oder nahezu identische Aufwickelparameter geeignet ist.
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des An­ spruchs 1.
Aus den Merkmalen des Anspruchs 11 ergeben sich die Pa­ rameter einer durch die Erfindung hergestellten Garnspule.
Aus den Merkmalen des Anspruchs 13 ergibt sich eine Vor­ richtung, mit welcher das erfindungsgemäße Verfahren ausge­ führt werden kann.
Ausgehend von dem aus der GB-PS 2 140 834 bekannten Ver­ fahren besteht die Erfindung aus der zusätzlichen Anwendung zweier an sich voneinander unabhängiger Verfahrensschritte, die in den Gesamtprozeß integriert werden mit dem Ziel, einen Wickelkörper zu erhalten, dessen Fadenspannung auf niedrigem und im wesentlichen vorhersagbarem Niveau praktisch konstant ist.
Durch die Erfindung ergibt sich die Fadenspannung im Wickelkörper aus dem fadenspannungsgeregelten Verhältnis zwi­ schen Drehzahl der Nutenwalze und Drehzahl des Lieferwerks. Da die bewegten Massen der einzelnen Nutenwalzen im Verhält­ nis zu der bewegten Masse des Lieferwerks verschwindend ge­ ring ist, ergibt sich eine schnell reagierende und somit feinfühlige Regelung der Fadenspannung. Dabei wird die Faden­ spannung in der Linie zwischen dem Lieferwerk und der Auf­ spulstelle unter Berücksichtigung der vom Lieferwerk vorgege­ benen Zulaufgeschwindigkeit allein an der Aufspulstelle fein­ fühlig ausgeregelt.
Stromauf vor dem Lieferwerk liegende Einflußgrößen wer­ den durch das Lieferwerk abgekoppelt. Die vor dem Lieferwerk entstehenden Fadenspannungen bleiben unberücksichtigt. Sie haben keinen Einfluß auf die Fadenspannung, die sich im Wic­ kelkörper einstellt. Das Lieferwerk zieht im angestrebten Fall z. B. eine komplette Fadenschar von einem vorbereiteten Kettbaum oder z. B. eine Fadengruppe aus einer Indigofärbean­ lage ab. Zu dem Lieferwerk gehört eine Meßwalze, deren Ge­ schwindigkeit vorgegeben ist. Zusätzlich kann für sehr große Kettbäume vorgesehen sein, diese in Abwickelrichtung drehend anzutreiben. Da die Fadenspannungen vor dem Lieferwerk jedoch nicht in die Fadenlauflinie zwischen Lieferwerk und Aufspul­ stelle eingehen, kommt es im Hinblick auf den angestrebten gleichmäßigen Aufbau des Wickelkörpers nicht auf die Verhält­ nisse vor dem Lieferwerk an. Damit geht auch nicht mehr der sich kontinuierlich ändernde Durchmesser der Abwickelspule/des Ab­ wickelbaums in die Fadenspannung des aufgewickelten Wickelkörpers ein.
Das Lieferwerk "schiebt" die Einzelfäden praktisch in Richtung zu den Aufspulstellen, so daß sich die Garnspannung im Wickelkörper allein durch die Feinfühligkeit der Abtastung der Fadenspannung unmittelbar vor der Aufspulstelle ergibt.
Elastizitätsbedingte Schwankungen der Fadenspannung in der Abzugslinie werden daher ebenfalls ausgeschlossen. Insbe­ sondere bleibt die träge Masse der Abwickelspule/des Abwic­ kelbaums völlig ohne Einfluß auf die Fadenspannung im Wickel­ körper.
Dennoch ist über die gesamte Abzugslinie ein kontinuier­ licher Betrieb ohne ausgeprägte Verschlappungszonen gewähr­ leistet.
Im Sinne dieser Erfindung beginnt die Abzugslinie an der Indigofärbeanlage/der Abwickelspule/dem Abwickelbaum und geht über das vorgeschaltete Lieferwerk bis zur jeweils im Aufwic­ kelbetrieb befindlichen Garnspule. Der Faden wird praktisch über die gesamte Länge der Abzugslinie straff gehalten und nur diejenige Fadenspannung, welche am Ende der Fadenlauf­ strecke unmittelbar vor dem Fixpunkt der Changierung vor­ liegt, geht in die Fadenspannung des Wickelkörpers ein, wobei vorzugsweise periodische Änderungen der Fadenspannung unbe­ rücksichtigt bleiben sollen.
Derartige periodische Änderungen der Fadenspannung sind z. B. durch die Changierbewegung zu erwarten, weil mit der Fa­ denbewegung zu den Außenbereichen des Changierdreiecks nur noch ein durch die Winkelbeziehungen vorbestimmter Anteil der Zulaufgeschwindigkeit der abgelegten Fadenlänge zugute kommt, während der Komplementäranteil lediglich zu einer Erhöhung der Fadenspannung führt. Da allerdings dank der Erfindung dieser Einfluß auf die Fadenlauflänge im Changierdreieck be­ schränkt bleibt und sich nicht rückwärts in die Abzugslinie fortpflanzen kann, kann bei infinitesimal betrachteter gleichmäßiger Umfangsgeschwindigkeit der Nutenwalze dennoch ein sehr gleichmäßiger Spulenaufbau erzielt werden.
Durch die folglich geringe und folglich auch gleichmäßi­ ge Fadenspannung des Wickelkörpers entsteht eine Garnspule mit verbesserten Ablaufeigenschaften, die über die Fadenlänge des Wickelkörpers praktisch konstant sind. Die Härte des Wic­ kelkörpers ist über den gesamten Wickeldurchmesser gleich­ bleibend.
Die Unteransprüche betreffen vorteilhafte Weiterbildun­ gen der Erfindung.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungs­ beispielen näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 eine Prinzipskizze einer Vorrichtung zur Durch­ führung des Verfahrens,
Fig. 2 eine Detailansicht gemäß Fig. 1 zur Erläuterung des vorgeschalteten Lieferwerks und der Vorrichtung zur Erfassung der Fadenspannung,
Fig. 3 eine Weiterbildung der Erfindung mit einem zeit­ weilig betätigbaren Fadenspeicher,
Fig. 4 eine Detailansicht der Vorrichtung zur Erfassung der Fadenspannung,
Fig. 5 Detailansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 4 in An­ sicht von oben, und
Fig. 6 eine Weiterbildung der Erfindung zur Darstellung der seitlichen Abnahme einzelner Fäden.
Sofern im folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets für alle Figuren.
Die Figuren zeigen Vorrichtungen/Teilvorrichtungen für ein Verfahren zum kontinuierlichen Aufwickeln von indigoge­ färbtem Baumwollgarn, welches von einer Abwickelstelle 1 ab­ gezogen wird und einer Aufspulstelle 2 zugeführt wird. Die Abwickelstelle 1 hat die Funktion einer Fadenquelle. Es kann sich auch um eine Indigofärbeanlage handeln. An der Aufspul­ stelle 2 werden einzelne Fäden auf einzelne Garnspulen 9 auf­ gewickelt. Üblicherweise handelt es sich bei der Abwickel­ stelle 1 um einen Kettbaum, auf welchen eine Vielzahl einzel­ ner Fäden unchangiert aufgewickelt sind oder um eine Indigo­ färbeanlage, aus welcher eine Gruppe von Einzelfäden heraus­ gezogen/geliefert wird. Die dort abgelegten einzelnen Fäden sollen - zumindest teilweise - von dieser Fadenquelle kommend auf einzelne Garnspulen 9 aufgewickelt werden.
Zu diesem Zweck wird das Baumwollgarn vor dem Auflauf­ punkt auf seine zugeordnete Garnspule zuerst durch einen Fix­ punkt 5 der Changierung geführt und läuft von dort zu der changierenden Nut einer Nutenwalze 7, die über den Motor 8 drehend angetrieben ist. Die Nutenwalze 7 steht in Umfangs­ kontakt mit der Garnspule 9. Es entsteht daher zwischen Nu­ tenwalze 7 und Garnspule 9 eine reibschlüssige Antriebsver­ bindung, mittels welcher der Garnspule 9 die Umfangsgeschwin­ digkeit der Nutenwalze 7 aufgeprägt wird.
Dabei läuft das Baumwollgarn vom Fixpunkt 5 der Changie­ rung zur Umfangsnut der Nutenwalze 7, die helixartig auf der Nutenwalze 7 hin und her verläuft. Infolgedessen wird das zu­ gelieferte Baumwollgarn innerhalb des Changierdreiecks 6 kon­ tinuierlich hin und her verlegt, so daß auf der Garnspule 9 Fadenablagebilder entstehen, die zueinander einen konstanten Kreuzungswinkel aufweisen. Derartige Wicklungen sind als so­ genannte wilde Wicklungen bekannt. Die Nutenwalze 7 ist durch den Motor 8 drehend angetrieben und gibt somit die Umfangsge­ schwindigkeit der Garnspule 9 vor.
Folglich wird mit zunehmendem Durchmesser der Garnspule 9 deren Drehzahl verringert. Darüber hinaus soll die Zulauf­ geschwindigkeit des Baumwollgarns während der gesamten Spul­ reise konstant bleiben.
Wesentlich ist nun, daß die Zulaufgeschwindigkeit des Baumwollgarns über die Drehzahl eines vorgeschalteten Liefer­ werks 3 bestimmt wird, und daß Änderungen der Fadenspannung kurz vor dem Fixpunkt 5 der Changierung erfaßt und in ein Drehzahländerungssignal für den Antriebsmotor 8 der Nutenwal­ ze 7 umgesetzt werden.
Es kommt also auf die Kombination eines Lieferwerks 3 mit einer Vorrichtung zur Erfassung der Fadenspannung kurz vor dem Fixpunkt der Changierung an, wobei das Lieferwerk 3 die Funktion hat, dem zuzuliefernden Baumwollfaden eine im wesentlichen konstante Zulaufgeschwindigkeit aufzuprägen. Eventuelle Schwankungen zwischen der Zulaufgeschwindigkeit und der Aufspulgeschwindigkeit werden durch die Vorrichtung zur Erfassung der Fadenspannung in Verbindung mit einem zuge­ hörigen Regler 15 ausgeglichen (siehe Fig. 2).
Zu diesem Zweck umfaßt das Lieferwerk eine mit gemesse­ ner Umfangsgeschwindigkeit angetriebene Meßwalze 45. Die ge­ messene Umfangsgeschwindigkeit korreliert mit der Drehzahl des Liefermotors 10, der in den Regelkreis der Lieferwerk­ steuerung 11 eingebunden ist.
Im Falle der Fig. 1 treibt der Liefermotor 10 die Meßwal­ ze 45 unmittelbar an. Die Meßwalze dient daher zugleich als Abzugswalze. Im Falle der Fig. 2 treibt der Liefermotor 10 die Abwickelstelle 1 an, wobei die geregelte Drehzahl des Liefer­ motors 10 von der Meßwalze 45 vorgegeben und über den Regler 19 des Lieferwerks an den Liefermotor 10 übermittelt wird.
Hierzu dient im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 der Reg­ ler 19, der das entsprechend aufbereitete Signal der Meßwalze 45 mit dem von außen vorgegebenen Sollwert 17 vergleicht und die Abwickeldrehzahl des Motors 10 entsprechend so vorbe­ stimmt, daß die abgezogene Fadenschar 41 praktisch frei von Verschlappung in die Abzugslinie eingespeist wird.
Die Vorrichtung zur Erfassung der Fadenspannung besteht im wesentlichen aus einem Tänzer 4, an dessen Ende eine vom laufenden Baumwollgarn umschlungene Tänzerarmrolle 29 sitzt. Vor und hinter der mit dem Tänzerarm 4 beweglichen Tänzerarm­ rolle 29 sitzt eine jeweils ortsfeste Umlenkrolle, so daß der Tänzerarm 4 bei Änderung der Fadenspannung seine jeweilige Position gegen die Rückstellfeder 47 entsprechend verlagert. Koaxial mit der Drehachse des Tänzerarms 4 ist z. B. ein Po­ tentiometer gelagert, welches aus dem jeweiligen Drehwinkel des Tänzerarms 4 ein Potentiometersignal erzeugt. Das Poten­ tiometersignal wird über die Signalmeldeleitung 14 einem Drehzahlregler 15 aufgeprägt, der aus dem Vergleich zwischen Potentiometersignal und Sollwert 16 ein Drehzahländerungssig­ nal erzeugt, mit welchem der Motor 8 entsprechend beauf­ schlagt wird.
Zusätzlich ist hier erfüllt, daß die periodischen Ände­ rungen der Fadenspannung infolge der Changierbewegung aus dem Drehzahländerungssignal herausgehalten werden.
Zu diesem Zweck ist die Lageerfassung des Tänzerarms 4 als Grenzwerterfassung ausgeführt. Hierauf wird noch einge­ gangen.
In jedem Falle jedoch ist der Regelkreis 13 für die Re­ gelung des Aufspulmotors 8 unabhängig von einer 1 : 1-Erfassung der jeweiligen Tänzerposition. Wirksam ist eine Erfassung der Tänzerposition nur für den Fall, daß diese einen oberen bzw. unteren vorgegebenen Grenzwert übersteigt.
Wie ergänzend hierzu die Fig. 4 und 5 zeigen, wird der ankommende Faden 30 über die Tänzerarmrolle 29 geführt, bevor er dem Fixpunkt 5 der Changierung zuläuft.
Im Normalfall hält die Fadenspannung der ebenfalls am Tänzer 4 angreifenden Kraft der Rückstellfeder 47 das Gleich­ gewicht. Fest mit dem gelagerten Ende des Tänzers 4 ist die Tänzerachse 31 verbunden, die in einem Tänzerwellenlager 39 drehbar ist. Somit kann sich der Tänzer 4 gegenüber dem orts­ festen Gehäuse frei drehen. Jede seiner möglichen Positionen entspricht insofern einer Gleichgewichtsposition. Treibt man nun über die Tänzerachse 31 unmittelbar ein Regelpotentiome­ ter 38 an, so wird bei jeder auch noch so geringen Verlage­ rung des Tänzers 4 aus seiner jeweils aktuellen Position ein Drehzahländerungssignal auf den Motor 8 gegeben. Dies kann zu einem unerwünschten Regelverhalten führen.
Um dies zu vermeiden, soll das Drehzahländerungssignal ständig innerhalb eines Fensters unverändert bleiben, wobei das Fenster einen jeweils vorbestimmten oberen bzw. unteren Grenzwert der Fadenspannung repräsentiert, der jeweils außer­ halb periodisch wiederkehrender Änderungen der Fadenspannung liegt.
Es sollen also die Änderungen der Fadenspannung, wie sie durch das Changierdreieck 6 hervorgerufen werden, aus dem Re­ gelverhalten des Regelkreises 13 ausgeschlossen werden.
Zu diesem Zweck ist das Regelpoti 38 nicht unmittelbar mit der Tänzerachse 31 verbunden. Koaxial zur Tänzerachse 31 ist eine Mitnehmerhülse 36 am Maschinengehäuse drehbar gela­ gert, deren Hülsenachse 37 mit der Drehachse der Tänzerachse 31 zusammenfällt. Hierzu dient die Lagerung 40 der Mitneh­ merhülse 36, die sich ebenso wie die Lagerung 39 der Tänzer­ achse 31 am Maschinengehäuse abstützt. Die Mitnehmerhülse 36 ist innerhalb eines vorbestimmten Winkelbereichs, hier als sogenanntes Fenster 33 bezeichnet, unabhängig von der Tänzer­ achse 31 drehbar. Innerhalb dieses Fensters, welches jeweils einen Anschlag 34 bzw. 35 für einen mit der Tänzerachse 31 fest verbundenen Mitnehmerstift 32 bildet, ist der Mitnehmer­ stift 32 daher so lange frei beweglich, bis er auf einen der Anschläge 34 bzw. 35 des Fensters 33 trifft. Erst danach wird synchron mit der Drehung der Tänzerachse 31 auch die Mitneh­ merhülse 36 gedreht. Drehfest verbunden ist nun die Mitneh­ merhülse 36 mit dem Regelpoti 38, welches ein entsprechendes Signal dann über die Signalmeldeleitung 14 an den Regler 15 übermittelt, wenn das Regelpoti 38 verdreht wird.
Es ist auf diese Weise sichergestellt, daß Bewegungen des Tänzers 4 solange unberücksichtigt bleiben, wie der Mit­ nehmerstift 32 innerhalb des Fensters 33 bewegt wird. Erst danach wird der Regelkreis 13 zu einer veränderten Einstel­ lung der Motordrehzahl des Motors 8 reagieren.
Dies ist dann der Fall, wenn sich eine Änderung der Fa­ denspannung einstellt, die auf die Parameter der Aufspulstel­ le zurückzuführen ist, so daß der Mittelwert der Drehzahl des Motors 8 im Prinzip einer konstant bleibenden Zulaufgeschwin­ digkeit folgt, dies jedoch bei ständig gleichbleibender Dif­ ferenz zwischen oberem und unterem Grenzwert der Fadenspan­ nung unmittelbar vor dem Fixpunkt 5 der Changierung.
Um weitere Einflußgrößen auf die Fadenspannung im Wic­ kelkörper auszuschalten, soll die Drehzahl des vorgeschalte­ ten Lieferwerks - bestimmt über die Drehzahl des Liefermotors 10 - auf einen konstanten Wert 17 ausgeregelt werden.
Ergänzend hierzu zeigt Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel, in welchem das Baumwollgarn von einem Kettbaum 1 in einer Faden­ schar 41 vom Lieferwerk abgezogen wird und wobei hinter dem Lieferwerk eine Fadenvereinzelung erfolgt, nach welcher jeder einzelne Faden zu seiner einzelnen Spulstelle geführt wird. Die Zulaufgeschwindigkeit der gesamten Fadenschar ist über die Drehzahl des Liefermotors 10 vorgegeben. Danach wird je­ der einzelne Faden zu seiner Spulstelle geführt, wobei die Regelung der jeweiligen Fadenspannung durch die oben be­ schriebenen Maßnahmen erfolgt. Die Regelung erfolgt aller­ dings für jeden einzelnen Faden unabhängig von anderen Fäden.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel zeigt Fig. 6. Hier wer­ den aus der Fadenschar 41 seitliche Fadenscharen 42L bzw. 42R abgenommen und einzelne Fäden jeder seitlichen Fadenschar über jeweils einen Umlenkstift 43 geführt, von wo jeweils Einzelfäden 44 zu ihren Spulstellen gemäß der vorangegangenen beschriebenen Art laufen.
Die im Zentralbereich der Fadenschar verbleibenden Ein­ zelfäden laufen als Fadenschar weiter und werden auf einen kleineren Kettbaum 48 neu aufgewickelt.
Dieses Verfahren soll bevorzugt zur Erzeugung von Garn­ spulen für vorgelegte Schußfäden oder für Strickwaren dienen.
Ein ganz wesentlicher Vorteil des bis hierhin beschrie­ benen Verfahrens liegt darin, daß infolge der Elimination pe­ riodischer Spannungsänderungen bei der regelnden Ansteuerung des Aufwickelmotors 8 der Schlupf zwischen der Nutenwalze 7 und der Garnspule 9 infolge von plötzlichen Geschwindigkeits­ änderungen unterbleibt. Dies liegt daran, daß die plötzlichen Geschwindigkeitsänderungen durch die periodisch sehr kurzzei­ tig auftretenden Spannungsänderungen gar nicht erst erfaßt werden.
Ein weiteres Problem bei der Aufwicklung derartiger Garnspulen ist die Bildung sogenannter Spiegel. Ein Spiegel liegt dann vor, wenn sich zwei übereinander abgelegte Faden­ schichten praktisch identisch gleichen, so daß lokale Dick­ stellen entstehen, die das Ablaufverhalten der Garnspule er­ heblich stören.
Um dies zu vermeiden, sollen die zu den Spulstellen lau­ fenden Fäden kurzzeitigen Änderungen ihrer Zulaufgeschwindig­ keit ausgesetzt werden.
Diese Änderungen der Zulaufgeschwindigkeit sollen bevor­ zugt im Längsbereich der Fadenschar zwischen Lieferwerk und Fadenvereinzelung erfolgen. Hierzu wird bei konstanter Lie­ ferwerksdrehzahl ein Fadenspeicher in die Fadenschar einge­ bracht, der nach kurzer Zeit wieder herausgenommen wird.
Dies zeigt schematisch Fig. 3. Dort ist eine Baugruppe 20 mit Störfunktion 18 gezeigt. Die Fadenschar 41 läuft einer ortsfesten Umlenkwalze 27 zu und wird dort aus ihrer Lauf­ richtung umgelenkt zu einer quer zur Fadenschar beweglichen Umlenkwalze 25, von wo die Fadenschar erneut umgelenkt und in Richtung auf eine weitere ortsfeste Umlenkwalze 26 geführt wird. Von dort aus geht die Fadenschar dann in Richtung zu den Vereinzelungsstellen und von dort aus zu den einzelnen Aufspulstellen.
Die querbewegliche Umlenkwalze 25 wird beispielhaft von einer Kolbenzylindereinheit 24 beaufschlagt, die in einen pneumatischen Kreis 21 eingebunden ist. Das Schaltventil 22 beaufschlagt bedarfsweise die Kolbenzylindereinheit 24, so daß die querbewegliche Umlenkwalze 25 die Fadenschar zwischen den ortsfesten Umlenkwalzen 26, 27 auszieht, während zugleich die Aufspulstellen weiter laufen. Es kommt daher zu einer kurzzeitigen Störung des Ablagebildes an jeder Garnspule 9, die Zeitdauer der Störung entspricht dem jeweiligen Störweg 28, um den die Fadenschar ausgezogen wird.
Zu diesem Zweck wird das Schaltventil 22 über die Schaltleitung 23 entsprechend einer vorgegebenen Störfunktion 18 beaufschlagt, die nach Häufigkeit des Auftretens und Dauer des Auftretens nach Bedarf vorgegeben werden kann.
Die Paarung aus zwei ortsfesten Umlenkwalzen in Verbin­ dung mit einer quer dazu beweglichen Umlenkwalze 25 ist daher als Fadenspeicher für die Fadenschar 41 anzusehen, der vor­ übergehend aktiviert wird um eine Spiegelstörung an den Garn­ spulen 9 hervorzurufen.
Alternativ hierzu kann die Spiegelstörung auch durch Be­ aufschlagung des Liefermotors 10 mit der entsprechenden Stör­ funktion 18 erfolgen, wie anhand von Fig. 2 gezeigt ist. Die vorübergehende Störung der Zulaufgeschwindigkeit soll jedoch stets innerhalb der Bewegungsmöglichkeiten des Tänzers 4 bleiben. Hierdurch wird erreicht, daß die Garnspannung im ge­ samten Verlauf der Spulreise stets genau kontrolliert bleibt.
Es läßt sich folglich mit dem vorliegenden Verfahren ei­ ne Garnspule aus indigogefärbtem Baumwollgarn erzeugen, wel­ ches mit einer konstanten Garnspannung unter einem konstanten Kreuzungswinkel der einzelnen Fadenlagen als wilde Wicklung aufgewickelt ist und insbesondere für Ablaufspulen ein Wic­ kelpaket von konischer Kontur bildet und dennoch über die ge­ samte Fadenlänge praktisch gleichbleibende Garnspannung hat.
In jedem Falle läßt sich die Garnspannung des gesamten Wickelkörpers so einstellen, daß sie geringer ist als dieje­ nige Garnspannung, die sich für eine Garnspule ergeben würde, welche ohne Zuhilfenahme eines vorgeschalteten Lieferwerks aufgewickelt worden wäre.
Bezugszeichenliste
1
Abwickelstelle, Kettbaum
2
Aufspulstelle
3
Lieferwerk
4
Tänzer
5
Fixpunkt der Changierung
6
Changierdreieck
7
Nutenwalze
8
Motor
9
Garnspule
10
Liefermotor
11
Lieferwerkssteuerung
12
Grenzwerterfassung
13
Regelkreis für Motor
14
Signalmeldeleitung
15
Regler
16
Sollwert, Aufwicklung
17
Sollwert, Lieferwerk
18
Störfunktion
19
Regler, Lieferwerk
20
Baugruppe, Störfunktion
21
pneumatischer Kreis
22
Schaltventil
23
Schaltleitung
24
Kolbenzylindereinheit
25
querbewegliche Umlenkwalze
26
ortsfeste Umlenkwalze
27
ortsfeste Umlenkwalze
28
Störweg
29
Tänzerrolle
30
Faden
31
Tänzerachse
32
Mitnehmerstift
33
Fenster
34
Anschlag, erste Seite
35
Anschlag, zweite Seite
36
Mitnehmerhülse
37
Hülsenachse
38
Regelpoti
39
Tänzerwellenlager
40
Mitnehmerhülsenlagerung
41
Fadenschar
42
L Seitenschar links
42
R Seitenschar rechts
43
Umlenkstift
44
Einzelfaden
45
Meßwalze
47
Rückstellfeder
48
kleinerer Kettbaum

Claims (15)

1. Verfahren zum kontinuierlichen Aufwickeln von indigoge­ färbtem Baumwollgarn auf Garnspulen (9), wobei das Baum­ wollgarn vor dem Auflaufpunkt auf die Garnspule (9) zu­ erst durch einen Fixpunkt (5) der Changierung und von dort zu der changierenden Nut einer drehend angetriebe­ nen Nutenwalze (7) geführt wird, die im Umfangskontakt mit der Garnspule (9) steht und wobei die Drehzahl der Garnspule (9) mit zunehmendem Durchmesser verringert wird und wobei die Zulaufgeschwindigkeit des Baumwoll­ garns während der gesamten Spulreise konstant bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß
  • 1.0 die Zulaufgeschwindigkeit des Baumwollgarns über die Drehzahl eines vorgeschalteten Lieferwerks (10) bestimmt wird, und daß
  • 1.1 Änderungen der Fadenspannung kurz vor dem Fixpunkt (5) der Changierung erfaßt und in ein Drehzahländerungssig­ nal für den Antriebsmotor (8) der Nutenwalze (7) umge­ setzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die periodischen Änderungen der Fadenspannung infol­ ge der Changierbewegung aus dem Drehzahländerungssignal herausgehalten werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, daß das Drehzahländerungssignal ständig in­ nerhalb eines Fensters (33) unverändert bleibt, wobei das Fenster einen jeweils vorbestimmten oberen (34) bzw. unteren (35) Grenzwert der Fadenspannung repräsentiert, der jeweils außerhalb periodisch wiederkehrender Ände­ rungen der Fadenspannung liegt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei ständig gleichbleibender Differenz zwischen obe­ rem und unterem Grenzwert der Mittelwert aus oberem und unterem Grenzwert einer konstant bleibenden Zulaufge­ schwindigkeit folgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die Drehzahl des vorgeschalteten Lieferwerks (10) auf einen konstanten Wert ausgeregelt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge­ kennzeichnet, daß das Baumwollgarn von einem Kettbaum (1) in einer Fadenschar (41) vom Lieferwerk (10) abgezo­ gen wird und daß hinter dem Lieferwerk (10) eine Faden­ vereinzelung erfolgt, nach welcher jeder einzelne Faden mit der durch das Lieferwerk (10) bestimmten Zulaufge­ schwindigkeit zu seiner einzelnen Aufspulstelle (2) ge­ führt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß alle Fäden der Fadenschar (41) vereinzelt werden und daß jeder Faden für sich auf eine separate Garnspule (9) aufgewickelt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß einzelne seitliche Fäden (42L, 42R) aus der Faden­ schar herausgeführt und als vereinzelte Fäden (44) ihren Garnspulen zugeführt werden (= Fadenvereinzelung), wäh­ rend die im Zentralbereich der Fadenschar (41) laufenden Fäden auf einen kleineren Kettbaum (48) neu aufgewickelt werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch ge­ kennzeichnet, daß die zu den Aufspulstellen (2) lau­ fenden Einzelfäden kurzzeitigen Änderungen ihrer Zulauf­ geschwindigkeit ausgesetzt werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Änderungen der Zulaufgeschwindigkeit im Längsbe­ reich der Fadenschar (41) zwischen Lieferwerk (10) und Fadenvereinzelung bei konstanter Lieferwerksdrehzahl durch einen Fadenspeicher (25, 26, 27) erfolgen, der vor­ übergehend in den Längsbereich der Fadenschar einge­ bracht und dann wieder herausgenommen wird.
11. Garnspule aus indigogefärbtem Baumwollgarn mit einem un­ ter Garnspannung aufgewickeltem Wickelkörper mit kon­ stantem Kreuzungswinkel der einzelnen Fadenlagen, wobei der Wickelkörper von konischer Kontur ist und wobei das aufgewickelte Baumwollgarn über die gesamte Fadenlänge praktisch gleichbleibende Garnspannung hat.
12. Garnspule nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Garnspannung des gesamten Wickelkörpers geringer als diejenige Garnspannung ist, die sich für eine Garn­ spule ergeben würde, welche unter Ausschluß eines vorge­ schalteten Lieferwerks (10) nach einem der vorangegange­ nen Ansprüche 1 bis 10 aufgewickelt wäre.
13. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 10, mit einem drehbar gelagerten Kettbaum, einem geschwindigkeitsgeregelten Lieferwerk, auf welches eine Vorrichtung zur Erfassung der aktuellen Fadenspannung folgt und einer darauf folgenden Aufspul­ einrichtung mit einer Nutenwalze (7), die im Umfangskon­ takt mit der aktuell belieferten Garnspule (9) steht, wobei die aktuell erfaßte Fadenspannung einem Wandler (38) zur Erzeugung eines elektrischen Signals aufgegeben wird, der über einen Regler (15) die Drehzahl des An­ triebsmotors (8) der Nutenwalze (7) auf die vom Liefer­ werk (10) vorgegebene Zulaufgeschwindigkeit ausregelt.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Filter (33, 34, 35) vorgesehen ist, der die pe­ riodischen Schwankungen der Fadenspannung infolge der Changierbewegung unberücksichtigt läßt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekenn­ zeichnet, daß im Längsbereich zwischen Lieferwerk (10) und der Vorrichtung zur Erfassung der aktuellen Faden­ spannung ein zeitweilig betätigter Fadenspeicher (25, 26, 27) vorgesehen ist.
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