DE19801166C2 - Kraftfahrzeug-Lenkwelle mit zwei Wellenabschnitten - Google Patents
Kraftfahrzeug-Lenkwelle mit zwei WellenabschnittenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Kraftfahrzeug-Lenkwelle mit zwei te
leskopartig ineinander geführten Wellenabschnitten mit korre
spondierenden Profilquerschnitten, zwischen denen wenigstens ei
ne jeweils in axialer Richtung angeordnete Wälzelementreihe un
ter Schaffung eines Drehschlusses zwischen den Profilquerschnit
ten eingepaßt ist.
Aus der DE 35 13 340 C2 ist eine Mitnehmerverbindung wischen
einer Nabe und einem darin geführten Wellenabschnitt bekannt,
von denen beide mehrere jeweils paarweise korrespondierende
Längsnuten aufweisen, in deren Kugelsätze angeordnet sind. Dabei
besteht ein Kugelsatz aus einer Reihe in axialer Richtung ange
ordneter Kugeln, die zwischen die Nabe und den Wellenabschnitt
eingepreßt sind, wobei zwei korrespondierende Längsnuten einen
in axialer Richtung offenen Lagersitz für den betreffenden Ku
gelsatz bilden. Der Einpreßvorgang erfolgt unter plastischer
Verformung mindestens eines der Bauteile und stellt eine Verbin
dung her, die einerseits eine Drehmomentübertragung und anderer
seits eine axiale Verstellbarkeit gewährleisten. Ein Herausfal
len der Kugeln soll vermieden werden.
Aus der EP 0 629 540 B1 ist eine Verbindung zwischen zwei Wel
lenabschnitten einer Kraftfahrzeuglenksäule bekannt, bei der ei
ne Fixierung der Wellenabschnitte gegeneinander mit Hilfe mehre
rer formschlüssig vergossener Harzpackungen und einem in Dreh
richtung formschlüssig geführten Vierkantabschnitt vorgesehen
ist. Eine bei der Fertigung unter plastischer Verformung ein es
Wellenabschnittes eingepaßte Kugel ist zur Sicherstellung des
elektrischen Kontakts zwischen den Wellenabschnitten angeordnet
und erfüllt im Crash-Fall bei einer axialen Verschiebung der
Wellenabschnitte gegeneinander auch Energieabsorptionsaufgaben
durch weitere plastische Verformung eines Wellenabschnittes.
Die DE 39 41 049 A1 beschreibt eine Kraftfahrzeug-Lenkwelle,
bei der Wälzelementreihen zum Zwecke der Energieabsorption ein
gesetzt werde. Hierzu ist neben der Lenkwelle auch das Mantel
rohr teleskopartig ausgebildet, wobei dort zwischen dem inneren
und äußeren Mantelrohrteil sogenannte Roll- oder Walzverformer
angeordnet sind. Bei einem Aufprall des Fahrers auf das Lenkrad
verschieben sich inneres und äußeres Mantelrohrteil gegeneinan
der, wobei die Wälzelemente in das Material Spuren einwalzen
und damit Aufprallenergie absorbieren.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Kraftfahrzeug-Lenkwelle der
eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, bei der neben
einer Drehmomentübertragung zwischen den Wellenabschnitten mit
besonders einfachen Mitteln eine hohe Insassensicherheit bei
einem Fahrzeugaufprall erzielt wird.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß den endseitigen
Wälzelementen der Wälzelementreihe jeweils ein Axialanschlag
zugeordnet ist, die an gegenüberliegenden Wellenabschnitten
positioniert sind, wobei wenigstens ein Axialanschlag plastisch
deformierbar ist. Dadurch ergibt sich eine formschlüssige
Fixierung der Wälzelementreihe in axialer Richtung und in
Umfangsrichtung, wobei durch eine Verformung des wenigstens
einen plastisch deformierbaren Anschlages im Fall einer crash
bedingten Axialverschiebung Bewegungsenergie vernichtet wird.
Durch die Anordnung einer geeigneten Anzahl von
Wälzelementreihen kann die Verbindung an mögliche
Belastungsfälle angepaßt werden. Ferner kann durch die
spezielle Ausgestaltung eines einzelnen Anschlages,
insbesondere durch die Dimensionierung der - auf eine Drehachse
der Lenkwelle bezogen - radialen Erstreckung, das
Energieabsorptionsvermögen beeinflußt werden.
In Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens ein Axialanschlag
als Übergang von einem kreisrunden in einen unrunden
Profilquerschnitt des betreffenden Wellenabschnitts ausgeführt.
Ein derartiger Anschlag ist auf besonders einfache Weise
herstellbar.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist wenigstens ein
Axialanschlag mehrere in axialer Richtung aufeinanderfolgende
Stufen mit unterschiedlicher Erstreckung in radialer Richtung
auf. Dadurch kann eine abgestufte Verformung sowohl des den
Anschlag aufweisenden als auch des gegenüberliegenden
Wellenabschnittes erreicht werden, denn beim Überrollen des
Anschlages
durch die zugehörigen Kugeln wird eine von der Höhe der radialen
Ausdehnung des Anschlages abhängige Verformungsarbeit geleistet.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen zwei Kugeln
einer Wälzelementreihe ein in Axialrichtung der Wellenabschnitte
ausgerichteter, als separates Bauelement ausgeführter Abtands
halter angeordnet. Der Abstandshalter muß nicht für eine Drehmo
mentübertragung zwischen den Wellenabschnitten vorgesehen wer
den, wenn die verbleibenden Kugeln für die Momentenübertragung
ausreichen. Er dient insbesondere zur Gewichtsreduzierung unter
Gewährleistung einer ausreichenden axialen Führung der Wellenab
schnitte gegeneinander durch die verbleibenden Kugeln, die einen
ausreichenden axialen Abstand zueinander aufweisen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist der Abstandshalter
als Zylinder mit einem Durchmesser ausgeführt, der höchstens dem
Durchmesser der Kugeln entspricht. Ein derartiger zylindrischer
Abstandshalter kann auch zur Drehmomentübertragung herangezogen
werden. Der Zylinder kann mehrere Kugeln vollwertig ersetzen.
Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen.
In der nachfolgenden Beschreibung sind bevorzugte Ausführungs
beispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Kraftfahrzeug-
Lenkwelle,
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen ersten Wellenabschnitt ent
lang der Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch beide Wellenabschnitte der Kraft
fahrzeug-Lenkwelle entlang der Schnittlinie III-III in
Fig. 1,
Fig. 4 in einer Detaildarstellung einen Längsschnitt durch die
Kraftfahrzeug-Lenkwelle gemäß Fig. 1 im Bereich der Ku
gelreihen,
Fig. 5 einen zur Fig. 4 analogen Längsschnitt durch ein erstes
modifiziertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeug-Lenkwelle,
Fig. 6 einen zur Fig. 4 analogen Längsschnitt durch ein zweites
modifiziertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeug-Lenkwelle,
Fig. 7 einen zur Fig. 4 analogen Längsschnitt durch ein drittes
modifiziertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeug-Lenkwelle,
Fig. 8 einen zur Fig. 4 analogen Längsschnitt durch ein viertes
modifiziertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Kraftfahrzeug-Lenkwelle,
Eine in den Fig. 1 bis 4 dargestellte Lenkwelle für ein
Kraftfahrzeug weist einen ersten Wellenabschnitt 1 auf, der im
wesentlichen rohrförmig ausgestaltet ist und unterschiedlich
profilierte Bereiche 1a bis 1e aufweist. Über eine nachfolgend
beschriebene Mitnehmeranordnung 1c, 2c, 4 ist ein zweiter Wel
lenabschnitt 2 teleskopartig und drehschlüssig in dem ersten
Wellenabschnitt 1 geführt. Mittels eines mit dem zweiten Wellen
abschnitt 2 fest verbundenen Lenkrades 6 läßt sich ein mit dem
ersten Wellenabschnitt 1 in Wirkverbindung stehendes, nicht dar
gestelltes Lenkgetriebe betätigen. Dazu ist der erste Wellen
abschnitt 1 über mehrere Kugellager 3 um seine Achse rotierbar
gelagert.
Der erste Wellenabschnitt weist einen ersten Bereich 1a mit im
wesentlichen kreisringförmigem Profilquerschnitt auf, der in
Fig. 2 dargestellt ist. An einen Übergang 1b anschießend ist
ein zweiter Bereich 1c des ersten Wellenabschnitts 1 vorgesehen,
der, wie in Fig. 3 dargestellt, einen unrunden Profilquerschnitt
aufweist und über einen weiteren Übergang 1d in einen dritten
Bereich 1e mit ringförmigem Profilquerschnitt übergeht.
Der zweite Wellenabschnitt 2 weist wie der erste Wellenabschnitt
1 zwei Bereiche 2a und 2e mit kreisringförmigem Profilquer
schnitt auf, zwischen denen ein sich über Übergänge 2b und 3d
anschließender Bereich 2c mit quadratischem Profilquerschnitt
angeordnet ist, wie aus den Fig. 3 und 4 entnehmbar. Im Über
deckungsbereich der beiden Wellenabschnitte ist das größte Au
ßenabmaß des zweiten Wellenabschnittes 2 kleiner als der lichte
Innendurchmesser des ersten Wellenabschnitts. Wie ferner aus den
Fig. 3 und 4 hervorgeht, sind insbesondere die Außendurchmes
ser der Bereiche 2a und 2e geringfügig kleiner ausgeführt als
die Innendurchmesser der korrespondierenden Bereiche 1e und 1e.
Außerdem weisen die Bereiche 1c und 2c näherungsweise die glei
che - auf eine Drehachse der Lenkwelle bezogen - axiale Ausdeh
nung auf, so daß sich zwischen ihnen infolge einer unterschied
lichen radialen Ausdehnung und einer entsprechenden, gegeneinan
der ausgerichteten Anordnung der beiden Wellenabschnitte käfig
artige, in axialer Richtung längliche Volumina ergeben, in die
mehrere Wälzelementreihen in Form von Kugelreihen 4 spielfrei
einsetzbar sind.
Die Übergänge 2b und 2d, die den Kugelreihen 4 seitens des zwei
ten Wellenabschnitts 2 zugeordnet sind, begrenzen die käfig
artigen Volumina in axialer Richtung und bilden somit Axialan
schläge für die Kugelreihen 4. In entsprechender Weise bilden
die Übergänge 1b und 1d seitens des ersten Wellenabschnitts 1
ebenfalls entsprechende Axialanschläge, so daß, wenn die Kugel
reihen 4 in die zugehörigen Volumina eingesetzt sind, eine Re
lativbewegung zwischen den Wellenabschnitten blockiert ist.
Die Kugelreihen 4 dienen somit als in Drehrichtung der Lenkwelle
wirkende Mitnehmerelemente und fixieren darüber hinaus die in
einander geführten Wellenabschnitte auch in Axialrichtung. Auf
grund der allseitig weitgehend geschlossenen Ausgestaltung der
Volumina für die Kugelreihen 4, die ein formschlüssiges Einset
zen ermöglicht, erfordert eine sichere Lagerung lediglich ein
spielfreies Einsetzen und kein Einpressen der Kugeln 4.
Im erläuterten Ausführungsbeispiel ist der Bereich 2c als massi
ves Vierkantstück ausgeführt, dessen Diagonalen kürzer sind als
die Kantenlängen des inneren Querschnitts des Bereiches 1c des
ersten Wellenabschnitts 1. Ferner entspricht die Länge der ge
nannten Diagonalen dem jeweiligen Außendurchmesser der Bereiche
2a und 2e. Ebenso entspricht die genannte Kantenlänge des Berei
ches 1c dem jeweiligen Innendurchmesser der Bereiche 1a und 1e.
Auf diese Weise ergeben sich unmittelbar aus den Übergängen zwi
schen den unrunden und den runden Profilquerschnitten in Axial
richtung wirkende Anschläge 1b, 1d, 2b, 2d, deren Berührungsflä
chen mit den jeweils benachbarten endseitigen Kugeln der Kugel
reihen entsprechend abgerundet ausgeführt sein können.
Es versteht sich, daß eine derartige Mitnehmeranordnung mit na
hezu jedem beliebigen unrunden Profilquerschnitt ausgeführt wer
den kann, wobei die Zahl der erforderlichen Kugelreihen entspre
chend variabel ist. Es besteht ferner die Möglichkeit, einen
oder zwei sich diagonal gegenüberliegende Anschläge, beispiels
weise die Anschläge in den Bereichen 2b und 1d entfallen zu las
sen, wobei in diesem Fall eine nur noch einseitige axiale Fixie
rung der Wellenabschnitte gewährleistet und gegebenenfalls ein
Einpressen einer oder mehrerer Kugeln erforderlich wäre.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, die Axialanschläge 1b und 2d
zielt plastisch deformierbar auszugestalten, so daß bei einer
gewaltsamen Axialverschiebung des zweiten Wellenabschnitts 2 ge
genüber dem ersten Wellenabschnitt 1 diese von den Kugelreihen 4
überrollt werden können, wobei die genannten Anschläge verformt
werden. Der dabei erforderliche Energieaufwand soll größer di
mensioniert sein als eine normale Betriebsbelastung der Lenk
welle, vielmehr soll er einer im Crashfall des Fahrzeuges auf
die Lenkwelle einwirkenden Aufprallenergie des Fahrzeuginsassen
entsprechen. Als Parameter zur Einstellung der erforderlichen
Umformenergie läßt sich unter anderem die Zahl der verwendeten
Kugelreihen 4 variieren.
Wie anhand eines modifizierten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 5
dargestellt, bei dem im übrigen für gleichartige Bauteile die
selben Bezugszeichen wie im ersten Ausführungsbeispiel verwendet
werden, kann jedoch auch durch die Ausgestaltung der plastisch
deformierbaren Axialanschläge das Verhalten der Mitnehmerverbin
dung im Fall einer Krafteinwirkung auf die Lenkwelle bestimmt
werden. Dabei ist vorgesehen, in dem Bereich 2c des zweiten Wel
lenabschnitts 2 jeder Kugelreihe 4 eine Kuppe 2f zuzuordnen, die
eis plastisch deformierbarer Axialanschlag dient. In geringem
axialem Abstand daran anschließend ist der ebenfalls als An
schlag dienende Übergang 2d vorgesehen, dem in diesem Ausfüh
rungsbeispiel eine Stufe 2g vorangestellt ist. Dadurch ergibt
sich bei einer Relativbewegung der Wellenabschnitte gegeneinan
der zunächst ein Widerstand seitens der Verbindungsanordnung,
der größer ist als die normale Betriebsbelastung und nur durch
eine aufprallbedingte Belastung überwunden werden kann. In die
sem Fall rollen die Kugeln auf den Wellenabschnitten ab und de
formieren die Kuppe 2f, wobei nach deren Deformation bei weite
rer Verschiebung der Wellenabschnitte gegeneinander der Wider
stand seitens der Verbindungsanordnung absinkt. Es ist vorgese
hen, diese Widerstandsreduzierung in Korrelation mit einer auf
tretenden Verformung anderer Bauteile, beispielsweise der Lenk
säulenverkleidung zu bringen, so daß sich der summierte Wider
stand der gesamten Lenksäulenanordnung in dieser Phase der Ver
schiebung nicht stark ändert. Schließlich stoßen die Kugeln 4
bei weiterer Verschiebung der Wellenabschnitte gegen die Stufe
2g, wodurch sich bei deren Deformation eine Widerstandserhöhung
ergibt, die auf eine Aufprallbelastung durch einen durchschnitt
lich schweren Insassen ("50%-Dummy") abgestimmt sein soll. Er
reichen die Kugeln 4 schließlich den axialen Anschlag 2d, so
kann der Widerstand, den die Verbindung einer weiteren Relativ
bewegung entgegenbringt, auf eine Aufprallbelastung durch einen
sehr schweren Insassen ("95%-Dummy") ausgelegt sein und damit
ihr Maximum erreichen.
Ferner weist das in Fig. 5 dargestellte Ausführungsbeispiel eine
gegenüber dem in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
zusätzliche Modifikation in Form mehrerer, zwischen die
Wellenabschnitte 1 und 2 eingesetzter Zylinder auf. Die Zylinder
besitzen einen geringfügig kleineren Durchmesser als die Ku
geln 4 und sind, mit ihren Zylinderachsen parallel zur Drehachse
der Lenkwelle ausgerichtet, zwischen der ersten und der letzten
Kugel einer jeden Kugelreihe angeordnet. Derartige Zylinder sind
einfach herstellbar und erfüllen im wesentlichen die gleiche
Drehmomentübertragungsfunktion wie die Kugeln, die sie ersetzen.
Dies ergibt sich daraus, daß eine Verformung der plastisch de
formierbaren Anschläge durch die zwischen den beiden Wellenab
schnitten abrollenden ersten und letzten Kugeln jeder Kugelreihe
erfolgt. Die Zylinder 5 können im Fall einer gewaltsamen Rela
tivbewegung zwischen den Wellenabschnitten 1 und 2 zwischen den
Wellenabschnitten gleiten.
Das in Fig. 6 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt gegenüber
den obigen Ausführungsbeispielen Modifikationen in Form mehre
rer, zwischen die Wellenabschnitte 1 und 2 eingesetzter quader
förmiger Abstandshalter 11 und einer gestuften Ausführung des
äußeren, ersten Wellenabschnittes 1. Die Abstandshalter 11 las
sen sich zwischen zwei beliebige Kugeln 4 einer Kugelreihe ein
setzen, wodurch eine oder mehrere Kugeln entfallen können. Wenn
die Verbleibenden Kugeln für eine Übertragung des Betriebsmomen
tes zwischen den Wellenabschnitten ausreichen, brauchen die Ab
standshalter nicht für eine Momentenübertragung vorgesehen zu
werden. Sie können daher aus einem leichten Material hergestellt
werden und ermöglichen eine Gewichtsreduzierung der Mitnehmer
verbindung. Die gestufte Ausgestaltung des ersten Wellenab
schnittes 1 weist, jeweils einer Kugelreihe zugeordnet, eine
Kuppe 1f und eine Stufe 1g auf, die zwischen dem Übergang 1b und
dem Bereich 1c mit dem unrunden Profilquerschnitt angeordnet
sind. Sie stellt das Pendant zu dem in Fig. 5 dargestellten ge
stuften Bereich 2f, 2g des zweiten Wellenabschnittes 2 dar und
kann die diesbezüglich erläuterte Funktion erfüllen.
In Fig. 7 ist ein weiteres modifiziertes Ausführungsbeispiel
dargestellt, bei dem wiederum für gleichartige Bauteile dieselben
Bezugszeichen wie in den übrigen Ausführungsbeispielen ver
wendet werden. In diesem Ausführungsbeispiel sind die als sepa
rate Bauelemente ausgeführten Abstandshalter 5, 11 durch ein
stückig mit den Wellenabschnitten 1 und 2 hergestellte Abstands
halteabschnitte 7 und 8 ersetzt. Da diese Abstandshalteabschnit
te nicht mit den Kugeln axial verschiebbar sind, sind sie vor
zugsweise deformierbar ausgeführt, so daß sie von den Kugeln
überrollt werden können. Sie dienen auch nicht zur Momentenüber
tragung zwischen den Wellenabschnitten 1, 2 und gleichen somit
im wesentlichen den Bereichen 1a und 1e sowie 2a und 2e, weshalb
sie ebenfalls mit einem runden Profilquerschnitt gestaltbar
sind.
In Fig. 8 ist ein weiteres modifiziertes Ausführungsbeispiel
dargestellt, das eine Kombination mehrerer Merkmale der vorheri
gen Ausführungsbeispiele beinhaltet. So weisen sowohl der erste
als auch der zweite Wellenabschnitt jeweils einer gestuften Be
reich 1f, 1g bzw. 2f, 2g auf, die in ihren Abmessungen korre
spondieren und die zum zweiten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5
beschriebene Funktion haben. Darüber hinaus sind als weitere Al
ternative deformierbare Abstandshalteabschnitte 9 und 10 vorge
sehen, die in gleicher Weise abgestuft ausgeführt sind wie die
Wellenabschnitte 1 und 2, wodurch die beschriebene Funktion wer
ter verstärkt wird.
Claims (6)
1. Kraftfahrzeug-Lenkwelle mit zwei teleskopartig ineinander
geführten Wellenabschnitten mit korrespondierenden Profilquer
schnitten, zwischen deren wenigstens eine jeweils in axialer
Richtung angeordnete Wälzelementreihe unter Schaffung eines
Drehschlusses zwischen den Profilquerschnitten eingepaßt ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß den endseitigen Wälzelementen der Wälzelementreihe (4) je
weils wenigstens ein Axialanschlag (1b, 2d und/oder 1d, 2b) zu
geordnet ist, die an gegenüberliegenden Wellenabschnitten posi
tioniert sind, wobei wenigstens ein Axialanschlag (1b, 1d, 2b,
2d) plastisch deformierbar ist.
2. Kraftfahrzeug-Lenkwelle nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Axialanschlag (1b, 1d, 2b, 2d) als Übergang
von einem kreisrunden in einen unrunden Profilquerschnitt des
betreffenden Wellenabschnitts (1, 2) ausgeführt ist.
3. Kraftfahrzeug-Lenkwelle nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens ein Axialanschlag (2d) mehrere in axialer Rich
tung aufeinanderfolgende Stufen (2f, 2g, 2d) mit unterschiedli
cher Erstreckung in radialer Richtung aufweist.
4. Kraftfahrzeug-Lenkwelle nach einem der Ansprüche 1 bis
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen zwei Kugeln einer Wälzelementreihe (4) ein in
Axialrichtung der Wellenabschnitte (1, 2) ausgerichteter, als
separates Bauelement ausgeführter Abstandshalter (5, 11) ange
ordnet ist.
5. Kraftfahrzeug-Lenkwelle nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstandshalter als Zylinder (5) mit einem Durchmesser
ausgeführt ist, der höchstens dem Durchmesser der Kugeln ent
spricht.
6. Kraftfahrzeug-Lenkwelle nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen zwei Kugeln einer Wälzelementreihe (4) wenigstens
ein in Axialrichtung der Wellenabschnitte (1, 2) ausgerichteter
deformierbarer Abstandshalter (7 bis 10) angeordnet ist, der je
weils einstückig mit einem Wellenabschnitt ausgeführt ist.
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