DE19801114A1 - Einbauten zur Selbstreinigung mit Mischwasser in durchflossenen Abwasserstauräumen - Google Patents
Einbauten zur Selbstreinigung mit Mischwasser in durchflossenen AbwasserstauräumenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein in der Abwassertechnik häufig vorkommendes
Sonderbauwerk zur Pufferung von Mischwasser in Mischwasserkanalnetzen
oder als Pufferung vor Kläranlagen.
Um Mischwasserkanäle und Kläranlagen von größeren Zuflüssen als
dem zulässigen kritischen Mischwasserabfluß zu entlasten, wird der
darübergehende kritische Mischwasserabfluß gespeichert. Dies erfolgt in
sogenannten Regenwasser-Rückhaltebecken.
Die Bemessung erfolgt nach der in der ATV-Bemessungsregel A 128
vorgegebenen, herkömmlichen Weise.
In der bis zu mehreren Stunden dauernden Speicherzeit setzen sich
Sinkstoffe im Becken ab.
Zweck der Erfindung ist es, diese Sinkstoffe ohne zusätzlichen Aufwand
in den Zulauf der Kläranlage zu führen. Zusätzliches Spülwasser zu
vermeiden und den Wartungsaufwand zu minimieren.
Die herkömmlichen Anlagen zur Mischwasserspeicherung bestehen im
wesentlichen aus einem Stauraum beliebigen Querschnitts, welcher mit
Rinnen mit anschließenden Gleitflächen in einer Neigung von ca. 1 : 1,5
ausgestattet sind. Diese haben zusätzliche Spülkammern, welche mit
Klarwasser gespeist werden. Die Einbauten erfordern erheblichen
umbauten Raum, welcher erfindungsgemäß bei den beschriebenen
Einbauten nicht mehr benötigt wird.
Das aus dem Entlastungsbauwerk RÜ dem Speicher zuzuleitende
Mischwasser soll durch den Stauraum so geführt werden, daß keine
Ablagerungen im Stauraum verbleiben.
Hierzu muß die Geometrie des Zulaufs so sein, daß der Zufluß nicht auf
den gesamten Boden des Speichers verteilt wird. Hierzu dient die
exzentrische Anordnung des Zulaufrohrs etwa im Drittelpunkt des Durchmessers.
Ein kurz nach der Einmündung angesetztes Absturzrohr mit
Einlauftrichter mündet mit einem Bogen oberhalb des Stauraumbodens.
Das weiter zum Auslauf gerichtete Zulaufrohr hat mehrere, mindestens
jedoch sechs nach unten gerichtete Ausläufe. Der Auslauf ist auf einen
Prallteller gerichtet, welcher das Abwasser kaskadenförmig über den
Boden verteilt.
Der Boden hat eine Neigung von ca. 10° zur Waagerechten und liegt auf
der Bauwerkswand und der Mittelrinne auf. Mit einem Abstand von ca.
0,5 m sind auf dem Boden L-förmige Stege (Spoiler) angebracht,
welche zudem mit Versatz zur Gegenseite montiert werden. Die Stege
teilen den Boden in relativ kleine Abschnitte auf, welche schon bei
geringer Wassermenge Ablagerungen abspülen. Es wird dadurch die
Bankbildung auf großer Fläche vermieden. Die Sinkstoffe können nach
der Entleerung abtropfen und werden dann beim nächsten Regenereignis
abgespült.
Der durch den Stauraum geführte Trockenwetterabfluß fließt über die an
der Sohle montierte Abflußrinne ab. Die Rinne wird für den zweifachen
Trockenwetterabfluß ausgelegt. Der Zulauf zur Rinne ist als Spalt < 5 cm
ausgebildet, um Grobstoffe, welche nachgeschaltete Abwasserbehandlungssysteme
gefährden könnten, zu sichern.
Diese Stoffe werden dann von Zeit zu Zeit bei der Wartung entfernt.
Der Erfindung liegt folgende Aufgabe zugrunde:
- 1. Die Reinhaltung des Abwassersystems zu verbessern.
- 2. Die Abmessungen der Stauräume zu verringern.
- 3. Den Stauraum bei jedem Regenereignis freizuspülen.
- 4. Den Trockenwetterabfluß ohne Ablagerung durch den Stauraum zu leiten
- 5. Kosten zu sparen
Die Aufgaben werden erfindungsgemäß wie folgt gelöst:
Zu 1.
Durch die ausmittige Anordnung des Zulaufs wird das Abwasser nur auf die Hälfte des Stauraums verteilt. Der Trockenwetterzufluß wird über das Absturzrohr in die Abflußrinne geführt, so werden Ablagerungen vermieden. Der Einlaufspalt der Rinne ist so gestaltbar, daß Grobverunreinigungen nicht weitergeleitet werden.
Durch die ausmittige Anordnung des Zulaufs wird das Abwasser nur auf die Hälfte des Stauraums verteilt. Der Trockenwetterzufluß wird über das Absturzrohr in die Abflußrinne geführt, so werden Ablagerungen vermieden. Der Einlaufspalt der Rinne ist so gestaltbar, daß Grobverunreinigungen nicht weitergeleitet werden.
Zu 2.
Durch die flachen Böden ist der Stauraum nur gering eingeengt, das ermöglicht kleinere Abmessungen.
Durch die flachen Böden ist der Stauraum nur gering eingeengt, das ermöglicht kleinere Abmessungen.
Zu 3.
Der mit Rippen schräg zur Fließrichtung gestaltete Boden mit den aufgesetzten Rippen führt zur Freispülung bei jedem Regenereignis.
Der mit Rippen schräg zur Fließrichtung gestaltete Boden mit den aufgesetzten Rippen führt zur Freispülung bei jedem Regenereignis.
Zu 4.
Die an der Sohle des Bauwerks angeordnete Rinne in Verbindung mit dem Absturzrohr sichert einen optimalen Abfluß bei Trockenwetter ohne Ablagerungen im gesamten Stauraumbereich.
Die an der Sohle des Bauwerks angeordnete Rinne in Verbindung mit dem Absturzrohr sichert einen optimalen Abfluß bei Trockenwetter ohne Ablagerungen im gesamten Stauraumbereich.
Zu 5.
Die geringeren Abmessungen und die Metallbauweise machen es möglich, in größerem Umfang die Vorfertigung von Mischwasserspeichern als Fertigbauteil anzuwenden.
Die geringeren Abmessungen und die Metallbauweise machen es möglich, in größerem Umfang die Vorfertigung von Mischwasserspeichern als Fertigbauteil anzuwenden.
Die Einbaukosten vor Ort für Wasserhaltung, Verkehrsbeschränkung,
Erdarbeiten zu minimieren. Da nur montiert werden muß, die Gesamtbauzeit
zu verringern. Die montierten Teile sind sofort gebrauchsfähig.
Bei Sanierung bestehender Anlagen kann über die Rinne der Trockenwetterabfluß
ohne Wasserhaltung geleitet werden.
Dies bringt Einbau- und Nebenkostenersparnisse.
Durch die Spülung mit Mischwasser aus dem Zufluß werden Betriebskosten
reduziert, die Kläranlage braucht kein zusätzliches Spülwasser
zu reinigen.
Die erfindungsgemäßen Bauteile führen zu verbesserter Reinhaltung der
nachgeschalteten Abwasseranlagen.
Sie verringern den Bauaufwand wegen der geringeren Bauwerksabmessung
und Einbaukosten.
Die Teile sind durch die Vorfertigung in der Qualität besser zu überwachen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der beiliegenden Einbauzeichnung,
Regenrückhaltebecken, dargestellt.
Zu einer Kläranlage soll der kritische Mischwasserablauf abgeleitet
werden.
Es wird ein Regenrückhaltebecken als Stauraumkanal ausgebildet
eingesetzt werden. Das Bauwerk wird als Fertigteil errichtet.
Die erfindungsgemäße Lösung wird wie folgt beschrieben:
Aus dem Mischwasserkanalnetz eines Ortsteils fließt das Abwasser dem
Regenüberfall zu. Die Kläranlage kann aber nur den kritischen Mischwasserabfluß
reinigen, deshalb ist nach dem Regenüberfallbauwerk ein
Regenrückhaltebecken nachgeschaltet.
Die Zeichnung, Anlage Fig. 1, läßt alle Funktionen erkennen, in der
Anlage 2 sind die Einbauten ohne Bauwerk dargestellt.
Das Mischwasser fließt aus dem Regenüberfallbauwerk über eine
ausmittig einmündende Zuleitung dem Regenwasserrückhaltebecken
aus Großrohren zu.
Am Einlauf ist ein mit einem Einlauftrichter versehenes Absturzrohr
angeordnet, nachgeschaltet sind 6 Zuläufe mit Prallteller, welche das
Abwasser auf den Boden leiten oder verspritzen. Das Rohr hat für die
Restentleerung einen freien Auslauf.
Der Boden besteht aus zwei geneigten Ebenen, welche mit Ablaufrippen
versehen sind. Diese schräg zur Ablaufrichtung verlaufenden Rippen
teilen die Ebenen in kleine Segmente. Durch die versetzte Anordnung
spült bei voller Rinne Wasser von links nach rechts. Bei Vollfüllung
entsteht eine rechtsdrehende Wasserwalze, welche Schwebestoffe in
schwimmend hält.
Die abgeteilten Abflußböden verhindern "bankbildende Ablagerungen",
da der Boden mit einer Neigung von ca. 10° Wasser in die Rinne bei der
Entleerung ablaufen läßt, die entwässerten Ablagerungen werden beim
nächsten Regenereignis abgespült.
In die Mittelrinne gelangt das Abwasser durch den Spalt gleichmäßig
verteilt zum Ablauf.
Der Ablauf führt zur Kläranlage.
Die Merkmale der Erfindung sind in den Anlagen mit den Fig. 1 mit
3 dargestellt. In den Fig. 1 mit 3 ist der Einbau in einen runden
Baukörper gezeichnet, die Fig. 4 stellt den zugehörigen
Zusammenhang im Bauwerk dar.
Das Abwasser fließt über das Zulaufrohr 1 an das Einlaufrohr 2. Bei
Trockenwetteraublauf in den Einlauftrichter 3 und dann in das Absturzrohr
4.
Bei Regenwetter fließt der überschießende Teil an die nachfolgenden
Ablaufrohre 5, auf die Prallteller 6.
Der in schräge Ebenen aufgeteilte Beckenboden 7 ist mit Rippen 8
unterteilt. Die Rippen sind zwischen den Ebenen versetzt angeordnet. Die
Rippen bewirken eine Unterteilung des Abflusses und bewirken ein
gegenseitiges Freispülen des gegenüberliegenden Ablaufs. Der spaltenartig
ausgebildete, auf ganze Beckenlänge verlaufende Spalt bedingt
gleichmäßige Wasserverteilung und bildet durch die Spaltweite
bestimmt ein Hindernis zur Abschwemmung grober Stoffe.
Die Rinne 9, als Spitzrinne zur optimalen Ausbildung eines
hydraulischen Radius ausgebildet, nimmt mindestens den 2fachen Trockenwetterablauf
auf.
Der Ablauf 10 kann sowohl an ein nachgeschaltetes Drosselbauwerk
als auch ungedrosselt an die Kläranlage abgeleitet werden.
Einbauten aus Metall oder Kunststoff in durchflossenen Stauräumen
von Mischwasserkanalisationen zur Selbstreinigung bestehend aus:
- 1. Einem Zulaufsystem ausmittig zum Stauraum angeordnet mit mehreren Ausläufen. Den ersten Auslauf mit Einlauftrichter und Absturzkanal, nachfolgend mindestens 1-6 nach unten gerichteten Auslaufrohren mit Prallteller zur Wasserverteilung aus einem großdimensionierten Zulaufrohr im ersten Beckendrittel.
- 2. Einem zur Waagerechten geneigten Metall-Hohlboden, mit
einer Neigung < 10°, welcher auf einer verstellbaren Ablaufrinne
mit Schlitzeinlaß aufliegt.
Am Boden sind hälftig versetzt Metallwinkel schräg zur Fließrichtung angebracht, welche die Bodenhälften unterteilen. Die kleineren Flächenteile lassen das gebundene Wasser abtropfen und reinigen sich dadurch mit geringer Wassermenge beim nächsten Niederschlagsereignis.
Claims (3)
- Kennzeichnender Teil:
- 1) Dadurch gekennzeichnet, daß in Metallbauweise vorgefertigte
Bauteile exzentrisch zur Bauwerksachse für:
Das Zulaufrohr mit Abläufen, den Boden und das Gerinne, in die Stauräume eingebaut werden.
- 1) Dadurch gekennzeichnet, daß in Metallbauweise vorgefertigte
Bauteile exzentrisch zur Bauwerksachse für:
- Oberbegriff des Unteranspruchs:
Einbauten zur Selbstreinigung mit Mischwasser in durchflossenen Abwasserstauräumen - 2. Kennzeichnender Teil des Unteranspruchs:
dadurch gekennzeichnet, daß die Einbauten aus Metall die üblichen massiven Gestaltungen für Einläufe, Bodengestaltung und die Vorrichtung zur Stauraumspülung über Spülkammern oder Kipprinnen ersetzen. Als Spülmedium wird das aus dem Kanal zufließende Mischwasser verwandt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19801114A DE19801114A1 (de) | 1998-01-15 | 1998-01-15 | Einbauten zur Selbstreinigung mit Mischwasser in durchflossenen Abwasserstauräumen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19801114A DE19801114A1 (de) | 1998-01-15 | 1998-01-15 | Einbauten zur Selbstreinigung mit Mischwasser in durchflossenen Abwasserstauräumen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19801114A1 true DE19801114A1 (de) | 1998-10-22 |
Family
ID=7854568
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19801114A Ceased DE19801114A1 (de) | 1998-01-15 | 1998-01-15 | Einbauten zur Selbstreinigung mit Mischwasser in durchflossenen Abwasserstauräumen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19801114A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN111851699A (zh) * | 2020-08-18 | 2020-10-30 | 中冶赛迪工程技术股份有限公司 | 一种脉冲式水力自清洗雨水管廊及其水力自清洗装置 |
-
1998
- 1998-01-15 DE DE19801114A patent/DE19801114A1/de not_active Ceased
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| CN111851699A (zh) * | 2020-08-18 | 2020-10-30 | 中冶赛迪工程技术股份有限公司 | 一种脉冲式水力自清洗雨水管廊及其水力自清洗装置 |
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