DE19801638A1 - Elektrochrome Polymersysteme - Google Patents
Elektrochrome PolymersystemeInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft elektrochrome Systeme, elektrochrome Monomere
und Polymere, Verfahren zu deren Herstellung und die Verwendung der elektrochro
mell Systeme in Vorrichtungen zur veränderlichen Durchlässigkeit elektromagneti
scher Strahlung.
Es gibt redox-aktive Materialien, die in ihren verschiedenen Oxydationszuständen
unterschiedlich gefärbt sind. Diese Erscheinung nennt man Elektrochromie und die zu
gehörigen Stoffe haben elektrochrome Eigenschaften. Diese Eigenschaft läßt sich zur
Modulation elektromagnetischer Strahlung ausnutzen, wenn wenigstens ein Oxida
tionszustand farblos und wenigstens ein anderer gefärbt ist. Vorrichtungen, in denen
diese Eigenschaften ausgenützt werden sind bspw. Displays, selbstabblendende Rück
spiegel in Fahrzeugen oder Trennscheiben mit variabler Durchsichtigkeit. Sie sind
prinzipiell elektrochemische Zellen.
Es sind derzeit 3 verschiedene Möglichkeiten bekannt, um derartige Vorrichtungen zu
realisieren:
- a) Im Lösungstyp wird im Elektrolyten ein löslicher Farbstoff durch eine elektro chemische Redoxreaktion erzeugt. Die an der einen Elektrode gebildeten Farb stoffmoleküle wandern im Feld an die Gegenelektrode, um dort entladen zu werden. Ein solches Medium wird immer niedrig viskos sein, um den Stoff transport nicht zu beeinträchtigen.
- b) Wählt man die Redox-Komponenten derart, daß sie in der einen Form in Lösung, in der anderen aber unlöslich sind, so erzeugt man elektrochemisch auf einer Elektrode einen Niederschlag, der sich bei Umkehrung der Strom richtung wieder auflöst.
- c) Schließlich kann man einen Elektrodenüberzug gleich vorgeben und diese feste Schicht durch die elektrochemische Reaktion reversibel anfärben.
Die Möglichkeit a) ist heute technisch in einer besonderen Variante verbreitet. Hierbei
wird ein System elektrolysiert, das aus den Stoffen RED1 und OX2 in einem Lösungs
mittel gelöst besteht. Das Substanzpaar sollte im stromlosen Zustand der Zelle farblos
sein. Fließt ein Strom, dann geht es in die möglichst tief gefärbte Form OX1/RED2
über. Die beiden Stoffe werden also so gewählt, daß sowohl die Oxydations- als auch
die Reduktionsreaktion komplementär zu einander farbig oder farblos werden. Damit
wird die eine Spezies immer zur Gegenelektrode der anderen, so daß die Lebens
dauern der Radikalionen sehr kurz werden. Beim Abschalten des Stroms wird also die
Zelle schnell wieder hell. Für dieses Verfahren mit einer komplementären Gegen
elektrode wurde von Shelepin et al. ein geeignetes Substanzpaar (Elektrokhimiya, 13,
32-37 (1977); 13, 404-408 (1977); 14, 319-322 (1978)) beschrieben, wobei dessen
technische Anwendung zur Modulation elektromagnetischer Strahlung in Auto
rückspiegeln in den Patentschriften US-A 4 902 108 (Gentex) und US-A 5 140 455
(Donnelly) offenbart ist.
Die Möglichkeit b) verwendet die große Assoziationsneigung der Radikalionen der
Viologene, die jedoch keinerlei Gruppen besitzen, mit denen sie auf Oberflächen ver
ankert werden können. Sie lassen sich allein durch ihre Schwerlöslichkeit auf den
Elektroden niederschlagen. Diese Überzüge haben indessen eine sehr geringe Cyclen
festigkeit.
Die Möglichkeit c) ist weniger technisch genutzt als vielfältig beschrieben worden. Als
besondere Schwierigkeit erwies sich hier die Erzeugung einer ausreichenden Cyclen
festigkeit. Unter Cyclenfestigkeit versteht man die Häufigkeit, mit der die Reihenfolge
der Schaltung der Zelle farblos/farbig durchgeführt werden kann, ohne daß sich eine
Änderung in den Absorptionsspektren oder des Zeitverhaltens ergibt. Aber auch in
diesem Falle ist es durch die Kombination verschiedener Substanzpaare gelungen, er
hebliche Verbesserungen zu erzielen. (WO-A 94/23333, Igen Inc.)
Vorrichtungen, die nach dem Prinzip der löslichen Farbstoffe arbeiten, werden in
großem Umfang als Rückspiegel für Automobile verwendet (Methode a). Hierbei ist
nun von Bedeutung, daß die Lösungen aus technischen Gründen möglichst dünnflüs
sig, aus Sicherheitserwägungen aber möglichst viskos und zäh sein sollten. Denn im
Falle eines Glasbruchs sollten sowohl die Splitter als auch die Zellenfüllung festge
halten werden. Dieser Forderung wird Rechnung getragen durch das Verdicken der
Lösungen durch Zugabe geeigneter, die Viskosität der Lösungen erhöhender Poly
merer, wie es z. B. in der US-Patentschrift Nr. 4 902 108 beschrieben ist. Weiterhin ist
die hohe Viskosität erwünscht, weil die Zellen, die in der Regel so betrieben werden,
daß die Spiegelfläche parallel zum Schwerefeld der Erde steht, aufgrund von Konvek
tion zu einer "Farbentmischung" neigen. Dies begünstigt insbesondere bei großen Ab
messungen (LKW-Spiegel) die Ausbildung von Konvektionen, die zur Entmischung
der kathodischen und anodischen Reaktionsprodukte führen können.
Hierbei tritt aber in der Praxis ein erhebliches Problem auf, weil die viskosen Lösun
gen sich nur unter großen Schwierigkeiten in die Zellen einfüllen lassen. Dies ist allein
vom Zeitaufwand her unerwünscht und bedeutet immer einen Kompromiß zwischen
der Füllbarkeit und der angestrebten möglichst hohen Viskosität in der Zelle. Es ist
deswegen wiederholt vorgeschlagen worden, z. B. in EP-A 0 612 826 (Donnelly)
oder WO-A 96/03475 (Gentex), die Zellen mit Monomeren zu füllen und die Poly
merisation erst in der Zelle durchzuführen.
Die vorliegende Erfindung betrifft Systeme, die wählbar nach den Prinzipien a) oder
c) betrieben werden können und die dadurch gekennzeichnet sind, daß wenigstens
einer der Substituenten RED1 oder OX2 Bestandteil eines löslichen, elektrochromen
Polymeren ist.
Polymere, die OX2 enthalten, sind als polymere Viologene bekannt (P.M.S Monk,
R.J. Mortimer, D.R. Rosseinsky "Elektrochromism", VCH, 1995)
Polymere auf der Basis der acylierten 5,10-Dihydrophenazinen (RED1) wurden in der
DE-A 43 25 591 beschrieben.
Diese Stoffe sind aber schwerlöslich und für den vorgesehenen Zweck nicht ein
setzbar. Überraschenderweise sind die erfindungsgemäßen Polymere in organischen
Solventien gut löslich und fallen auch bei einer Änderung des Ladungszustandes nicht
aus.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein elektrochromes System, enthaltend
- - mindestens einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten RED1, der durch Elektronenabgabe an einer Anode in OX1 übergeht, und
- - mindestens einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten OX2,
der durch Elektronenaufnahme an einer Kathode in RED2 übergeht,
wobei mit mindestens einer Elektronenabgabe bzw. Elektronenannahme eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form nach Ladungsausgleich jeweils die farblose, bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Substituenten RED1 oder OX2 in einem löslichen Polymer kovalent gebunden ist.
Vorzugsweise betrifft die vorliegende Erfindung ein elektrochromes System, enthaltend
- - mindestens einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten RED1, der durch Elektronenabgabe an einer Anode unter Zunahme der Extinktion im sicht baren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form OX1 übergeht, und
- - mindestens einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten OX2, der
durch Elektronenaufnahme an einer Kathode unter Zunahme der Extinktion im
sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten
Form in eine gefärbte Form RED2 übergeht,
wobei nach Ladungsausgleich jeweils die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Substituenten RED1 oder OX2 in einem löslichen Polymer kovalent gebunden ist.
Vorzugsweise genügt das lösliche Polymer der Formel I
E-[. . . (B1-Z-)a . . . (B2-Y-)b . . .]c-B-E (I)
worin
die Einheiten -B1-Z- und -B2-Y- alternierend, statistisch oder blockweise miteinander ver knüpft sind,
Y und Z unabhängig voneinander ein Substituent RED1 oder OX2 ist, wobei
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenaufnahme an einer Kathode in RED2 übergeht, wobei mit der Elektronenaufnahme eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungsausgleich die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird,
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenabgabe an einer Anode in OX1 übergeht, wobei mit der Elektronenabgabe eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungsausgleich die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
B für B1 oder B2 steht,
B1 und B2 gleiche oder unterschiedliche Brückenglieder sind,
E eine Endgruppe der Polymerkette ist,
a und b für die Molenbrüche der Monomereinheiten -B1-Z- und -B2-Y- stehen, die beliebige Werte zwischen 0 und 1 aufweisen, wobei a = 1-b ist,
c für einen zahlenmittleren Polymerisationsgrad cn steht und 3 bis 200 000 be trägt, wobei das Verhältnis zwischen cn und dem gewichtsmittleren Polymeri sationsgrad cw (Polymolaritätsindex) Q = cw/cn zwischen 1,1 und 100, vorzugsweise zwischen 1,2 und 20 liegt.
die Einheiten -B1-Z- und -B2-Y- alternierend, statistisch oder blockweise miteinander ver knüpft sind,
Y und Z unabhängig voneinander ein Substituent RED1 oder OX2 ist, wobei
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenaufnahme an einer Kathode in RED2 übergeht, wobei mit der Elektronenaufnahme eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungsausgleich die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird,
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenabgabe an einer Anode in OX1 übergeht, wobei mit der Elektronenabgabe eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungsausgleich die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
B für B1 oder B2 steht,
B1 und B2 gleiche oder unterschiedliche Brückenglieder sind,
E eine Endgruppe der Polymerkette ist,
a und b für die Molenbrüche der Monomereinheiten -B1-Z- und -B2-Y- stehen, die beliebige Werte zwischen 0 und 1 aufweisen, wobei a = 1-b ist,
c für einen zahlenmittleren Polymerisationsgrad cn steht und 3 bis 200 000 be trägt, wobei das Verhältnis zwischen cn und dem gewichtsmittleren Polymeri sationsgrad cw (Polymolaritätsindex) Q = cw/cn zwischen 1,1 und 100, vorzugsweise zwischen 1,2 und 20 liegt.
Gegenstand der Erfindung ist auch das lösliche Polymer der Formel I mit der oben
angegebenen Bedeutung der Variablen.
In einer bevorzugten Ausführungsform des elektrochromen Systems und des löslichen
Polymers ist nur einer der Substituenten RED1 oder OX2 in einer Polymerkette kovalent
entsprechend den allgemeinen Formeln (II) oder (III) gebunden:
E-(-B1-Z-)c-B1-E (II)
E-(-B2-Y-)c-B2-E (III)
und die andere Komponente monomolekular oder niedrig oligomer enthalten, wobei die
Variablen wie vorstehend definiert sind.
Weiterhin bevorzugt ist ein elektrochromes System sowie ein löslicher Polymer, in dem
beide Substituenten RED1 und OX2 in einer Polymerkette blockweise kovalent gebunden
sind und der allgemeinen Formel (IV)
genügen, wobei die Variablen wie vorstehend definiert sind und c1 und c2 einen mittleren
Polymerisationsgrad darstellen, wobei (c1 + c2) ≦ c ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des elektrochromen Systems sowie des
löslichen Polymers sind beide Substituenten RED1 und OX2 in einer Polymerkette aus
zwei kovalent verbundenen Blöcken enthalten. Das lösliche Polymer weist dabei die
allgemeine Formel (V)
auf, wobei die Variablen wie vorstehend definiert sind und c1 + c2 = c ist.
Weiterhin bevorzugt ist ein elektrochromes System sowie ein lösliches Polymer, in dem
beide Substituenten RED1 und OX2 in einer Polymerkette alternierend gebunden sind und
der allgemeinen Formel (VI)
E-(-B-Z-B-Y-)c-B-E (VI),
genügen, wobei die Variablen wie vorstehend definiert sind.
Schließlich ist ein elektrochromes System sowie ein löslicher Polymer bevorzugt, in dem
beide Substituenten RED1 und OX2 in einer Polymerkette verbunden sind, wobei die
Blöcke der Substituenten mit einzelnen Einheiten der anderen Substituenten überbrückt
werden, d. h. die elektrochromen Polymere den allgemeinen Formeln VII bzw. VIII
genügen, wobei die Variablen wie vorstehend definiert sind.
In den Formeln (I) bis (VIII) ist B1 und B2 unabhängig voneinander O, -CH2-, (CH2)n-
oder -[Ys 1-(CH2)m-Y2-(CH2)c-Y3]o-(CH2)p-Y4 q-, wobei
Y1 bis Y4 unabhängig voneinander O, S, NR19, COO, OCO, CONH, OCONH, NHCONH, C(=O), OC(=O)O, -CH=CH- (trans- und cis), -CH2-CH=CH-, -C∼C- -CH2-C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl, (C6-C12)-Arylen oder (C7-C14)- Arylalkylen, insbesondere p- und m Dimethylenphenylen oder ein hetero cyclischer Rest der Struktur
Y1 bis Y4 unabhängig voneinander O, S, NR19, COO, OCO, CONH, OCONH, NHCONH, C(=O), OC(=O)O, -CH=CH- (trans- und cis), -CH2-CH=CH-, -C∼C- -CH2-C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl, (C6-C12)-Arylen oder (C7-C14)- Arylalkylen, insbesondere p- und m Dimethylenphenylen oder ein hetero cyclischer Rest der Struktur
n eine ganze Zahl von 1 bis 16 ist,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 12 sind,
o eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und
q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 sind.
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 12 sind,
o eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und
q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 sind.
Bevorzugt steht in den Formeln I-VIII OX2 für einen Rest der Formeln
worin
R1 bis R4 unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R5 und R6 oder R7 und R8 Wasserstoff oder gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3- Brücke sind,
R9 und R10 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke sind,
R11, R12, R17 und R18 unabhängig voneinander Wasserstoff (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl sind,
R13 und R14 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-(C6-C10)-Aryl- sind,
R15 und R16 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke ist,
E1 ein O- oder S-Atom ist,
Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH)=CH-, -CCl=CH-, -CH∼CH-, -CH=N-N=CH-, -C(CH3)=N- N=C(CH3)- oder -CCl=N-N=CCl- ist,
Z2 (CH2)r-, p oder m- CH2-C6H4-CH2- ist,
r eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist und
G⁻ ein unter den Bedingungen redox-inertes, farbloses Anion ist.
R1 bis R4 unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R5 und R6 oder R7 und R8 Wasserstoff oder gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3- Brücke sind,
R9 und R10 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke sind,
R11, R12, R17 und R18 unabhängig voneinander Wasserstoff (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl sind,
R13 und R14 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-(C6-C10)-Aryl- sind,
R15 und R16 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke ist,
E1 ein O- oder S-Atom ist,
Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH)=CH-, -CCl=CH-, -CH∼CH-, -CH=N-N=CH-, -C(CH3)=N- N=C(CH3)- oder -CCl=N-N=CCl- ist,
Z2 (CH2)r-, p oder m- CH2-C6H4-CH2- ist,
r eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist und
G⁻ ein unter den Bedingungen redox-inertes, farbloses Anion ist.
In den Formeln (I) bis (VIII) steht für die Gruppe RED1 bevorzugt ein Rest der For
meln
worin
R21 und R22 (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R23 bis R28i unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, und
R26 zusätzlich NR37R37 bedeuten,
R29 bis R35 unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, Cyano, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, oder
R29, R30 und R34, R35 unabhängig voneinander gemeinsam eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke sind,
E2 ein O- oder S-Atom oder die Gruppen N-B4, C(CH3)2, C=O oder SO2 ist,
E3 und E4 ein O- oder S-Atom oder die Gruppe NR36 sind,
R36 und R37 unabhängig voneinander (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)- Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl bedeuten und R36 zusätzlich Wasserstoff bedeutet oder
R36 und R37 in der Bedeutung von NR36R37 gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen fünf oder sechsgliedrigen, gesättigten Ring bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann, und
R36 (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl ist,
v eine ganze Zahl von 1 bis 20 ist,
falls B3 gleich B4 ist, B3 und B4 gleich B1 oder B2 sind,
falls B3 ungleich B4 ist oder B4 fehlt, B3 -[Ys 1-(CH2)m-Y2-(CH2)e-Y3]o-Y4 ist, wobei
Y1 O, NR19, COO, OCO, CONH, OCONH, NHCONH, C(=O), OC(=O)O, -CH2-CH=CH- (trans- und cis-), -CH2-C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl, (C6-C12)-Arylen oder (C7-C14)-Arylalkylen ist,
Y2 O, NR19, COO, OCO, CONH, -CH=CH- (trans- und cis-), -C∼C-, (C4-C7)- Cycloalkandiyl oder (C6-C12)-Arylen ist,
Y3 O, NR19, COO, OCO, CONH oder (C6-C12)-Arylen ist und
Y4
R21 und R22 (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R23 bis R28i unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, und
R26 zusätzlich NR37R37 bedeuten,
R29 bis R35 unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, Cyano, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, oder
R29, R30 und R34, R35 unabhängig voneinander gemeinsam eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke sind,
E2 ein O- oder S-Atom oder die Gruppen N-B4, C(CH3)2, C=O oder SO2 ist,
E3 und E4 ein O- oder S-Atom oder die Gruppe NR36 sind,
R36 und R37 unabhängig voneinander (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)- Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl bedeuten und R36 zusätzlich Wasserstoff bedeutet oder
R36 und R37 in der Bedeutung von NR36R37 gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen fünf oder sechsgliedrigen, gesättigten Ring bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann, und
R36 (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl ist,
v eine ganze Zahl von 1 bis 20 ist,
falls B3 gleich B4 ist, B3 und B4 gleich B1 oder B2 sind,
falls B3 ungleich B4 ist oder B4 fehlt, B3 -[Ys 1-(CH2)m-Y2-(CH2)e-Y3]o-Y4 ist, wobei
Y1 O, NR19, COO, OCO, CONH, OCONH, NHCONH, C(=O), OC(=O)O, -CH2-CH=CH- (trans- und cis-), -CH2-C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl, (C6-C12)-Arylen oder (C7-C14)-Arylalkylen ist,
Y2 O, NR19, COO, OCO, CONH, -CH=CH- (trans- und cis-), -C∼C-, (C4-C7)- Cycloalkandiyl oder (C6-C12)-Arylen ist,
Y3 O, NR19, COO, OCO, CONH oder (C6-C12)-Arylen ist und
Y4
ist,
wobei
B5 B1 oder B2 ist und
R20 Wasserstoff, (C1-C18)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C6-C10)-Aryl, Halogen oder Cyano ist,
B4 fehlt oder Wasserstoff, (C1-C18)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C1-C4)-Alkoxy, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)- Aryl, Halogen, Cyano oder Nitro ist und
B1 und B2 die bei den Formeln I bis VIII angegebene Bedeutung haben.
wobei
B5 B1 oder B2 ist und
R20 Wasserstoff, (C1-C18)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C6-C10)-Aryl, Halogen oder Cyano ist,
B4 fehlt oder Wasserstoff, (C1-C18)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C1-C4)-Alkoxy, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)- Aryl, Halogen, Cyano oder Nitro ist und
B1 und B2 die bei den Formeln I bis VIII angegebene Bedeutung haben.
E steht in den Formeln I-VIII für die Endgruppen der Polymerkette. Diese
Gruppen werden von dem Herstellungsverfahren des Polymers bestimmt und
können unabhängig voneinander Wasserstoff, -CR3 36, =C2 36, (C3-C7)-Cyclo
alkyl, Phenyl, (C1-C15)-Alkoxy und Arolkoxy, Benzoyloxy, -OH, Halogen,
-COOH, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, -N=C=O, -N-C(=O)O-, (C1-C4)-Alkyl, 2-
oder 4-Pyridyl, NR3 36 sein.
In den oben genannten Substituentenbedeutungen sind Alkylreste, auch abgewandelte,
z. B. Alkoxy- oder Aralkylreste, vorzugsweise solche mit 1 bis 12 C-Atomen, insbe
sondere mit 1 bis 8 C-Atomen, sofern nichts anderes angegeben ist. Sie können gerad
kettig oder verzweigt sein und gegebenenfalls weitere Substituenten tragen, z. B.
(C1-C4)-Alkoxy, Fluor, Chlor, Hydroxy, Cyano, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder
COOH.
Unter Cycloalkylresten werden vorzugsweise solche mit 3 bis 7 C-Atomen, insbe
sondere 5 oder 6 C-Atomen verstanden.
Alkenylreste sind vorzugsweise solche mit 2 bis 8 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4
C-Atomen.
Arylreste, auch solche in Aralkylresten, sind vorzugsweise Phenyl- oder Naphtyhlreste,
insbesondere Phenylreste. Sie können durch 1 bis 3 der folgenden Reste substi
tuiert sein: (C1-C6)-Alkyl, (C1-C6)-Alkoxy, Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Hydroxy,
(C1-C6)-Alkoxycarbonyl oder Nitro. Zwei benachbarte Reste können auch einen Ring
bilden.
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung der löslichen
Polymere der Formel I, in dem ein oder mehrere RED1 und/oder OX2 enthaltende
Monomere der Formel XXVI-XXVIII
X1-B6-OX2-B7-X2 (XXVI),
X1-B6-RED1-B7-X2 (XXVII),
X1-B6-OX2-B8-RED1-B7-X2 (XXVIII),
worin
OX2 für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redoxsystem steht, und
RED1 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystem steht,
B6, B7, B8 die Brückenglieder sind
X1 und X2 jeweils für mindestens eine zur Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition befähigte Gruppe steht,
einer Polymerisations-, Polykondensations- oder Polyadditionsreaktion unterworfen werden.
OX2 für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redoxsystem steht, und
RED1 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystem steht,
B6, B7, B8 die Brückenglieder sind
X1 und X2 jeweils für mindestens eine zur Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition befähigte Gruppe steht,
einer Polymerisations-, Polykondensations- oder Polyadditionsreaktion unterworfen werden.
Bei der Herstellung der Polymeren der Formeln (I) bis (VIII) handelt es sich um die
Polymerisations-, Polykondensations- und Polyadditionsreaktionen der RED1
und/oder OX2 enthaltenden Monomeren. Es ist auch möglich, daß mindestens eine
elektrochrome Komponente (RED1 und/oder OX2) unmittelbar bei dem Aufbau der
Polymerkette entsteht.
Bevorzugtes Verfahren ist die Kettenpolymerisation, insbesondere bevorzugt ist die
radikalische Polymerisation, der RED1 und/oder OX2 enthaltenden Monomeren, die in
ihrer Struktur mindestens eine polymerisationsfähige C=C-Doppelbindung haben. Die
Polymerisation der Monomere läuft in geeigneten Lösungsmitteln, z. B. aromatischen
Kohlenwasserstoffen wie Toluol oder Xylol, aromatischen Halogenkohlenwasser
stoffen wie Chlorbenzol, Ethern wie Tetrahydrofuran und Dioxan, Ketonen wie
Aceton und Cyclohexanon, Alkoholen wie Methanol und Ethanol, und/oder Dimethyl
formamid, N-Methyl-2-Pyrrolidon, 1,2-Propylencarbonat in Gegenwart Polymerisa
tionsinitiatoren, insbesonders radikalliefernder Polymerisationsinitiatoren, z. B. Azodi
isobutyronitril oder Benzoylperoxid, bei erhöhten Temperaturen, in der Regel bei 30
bis 130°C, vorzugsweise bei 40 bis 70°C, möglichst unter Wasser- und Luftausschluß.
Die Isolierung kann durch Ausfällen mit geeigneten Mitteln, z. B. Wasser, Methanol,
Cyclohexan oder Dioxan erfolgen. Die Produkte können durch Umfällen gereinigt
werden.
Ein ebenfalls bevorzugtes Verfahren ist die Polykondensation zu Polyamiden,
Polyimiden, Polyaminen, Polyestern, Polyethern, Polycarbonaten aus den RED1
und/oder OX2 enthaltenden Monomeren, die in ihrer Struktur mindestens zwei ent
sprechende reaktionsfähige Gruppen haben, wie Halogen, -OH, -O⁻, -COOH, -COO-
(C1-C4)-Alkyl,-O-C(=O)-(C1-C4)-Alkyl, -COO⁻, -NH2-, -NH-(C1-C4)-Alkyl.
Besonders bevorzugt ist die Polyesterherstellung aus den oben genannten elektro
chromen Monomeren, die zwei OH-Gruppen haben. Die Reaktion zwischen diesen
Monomeren und beliebigen Dicarbonsäuredichloriden, z. B. Adipinsäuredichlorid, läuft
in der Lösung bei der Entfernung des Wasserstoffchlorides mit dem entsprechenden
Bindemittel, z. B. Triethylamin oder Pyridin, in dem Temperaturbereich zwischen 20°
und 120°C, vorzugsweise bei 30 bis 70°C. Als Lösungsmittel benutzt man in der
Regel aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol oder Xylol, Ethern wie Dioxan,
Halogenkohlenwasserstoffe wie Chloroform und 1,2-Dichlorethan und/oder Di
methylformamid, N-Methyl-2-Pyrrolidon, 1,2-Propylencarbonat. Die Isolierung kann
durch Ausfällen mit geeigneten Mitteln, z. B. Wasser, Methanol, Cyclohexan oder
Dioxan erfolgen.
Ein anderes besonders bevorzugtes Verfahren ist die Polyester- und Polyetherher
stellung aus den elektrochromen Monomeren, die zwei primäre Halogen-Gruppen
haben. Die Reaktion zwischen diesen Monomeren und beliebigen Dicarbonsäure
Metallsalze, z. B. Adipinsäure Natriumsalz, oder beliebigen Metallsalzen der Bis
phenole, z. B. 4,4'-Isopropylidenediphenol Dikaliumsalz, läuft in aprotischen wasser
freien Lösemitteln, wie Dimethylformamid, Dimethylsulfoxid, N-Methyl-2-Pyrrolidon,
Hexamethylphosphorsäuretriamid, 1,3-Dimethyltetrahydro-2(1H)-pyrimidinon, bei er
höhten Temperaturen, in der Regel bei 30 bis 130°C, vorzugsweise bei 40 bis 80°C,
und unter Luft- und Wasserausschluß. Die Isolierung kann durch Ausfällen mit ge
eigneten Mitteln, z. B. Wasser, Methanol oder Dioxan erfolgen.
Ein weiteres bevorzugtes Verfahren ist die Polyaddition zu Polyurethanen, Poly
harnstoffen, Polyammonium-Verbindungen aus den RED1 und/oder OX2 enthaltenden
Monomeren, die in ihrer Struktur auch mindestens zwei entsprechende reaktions
fähige Gruppen haben, wie Halogen, -OH, -N=C=O, -NH2, oder das tertiäre Stick
stoffatom, das drei gleiche oder verschiedene (C1-C12)-Alkyl-, (C7-C15)-Aralkyl-,
(C6-C10)-Aryl-Substituenten trägt oder ein Glied des 4- bis 7-atomaren Ringes ist, der
auch weitere Heteroatome enthalten darf.
Besonders bevorzugtes Verfahren ist die Polyurethanherstellung aus den elektro
chromen Monomeren, die zwei primäre oder sekundäre OH-Gruppen haben. Die
Reaktion zwischen diesen Monomeren und beliebigen aliphatischen oder aromatischen
Diisocyanaten, z. B. Hexamethylendiisocyanat oder 4,4'-Methylen-bis(phenyiso
cyanat), läuft ohne zusätzliches Lösungsmittel oder in geeigneten Lösungsmitteln,
z. B. aromatische Kohlenwasserstoffe wie Toluol oder Xylol, Ethern wie Tetrahydro
füran und Dioxan, Ketonen wie Aceton und Cyclohexanon, und/oder Dimethyl
formamid, N-Methyl-2-Pyrrolidon, 1,2-Propylencarbonat ohne den Katalysator oder
in Gegenwart eines Katalysators, z. B. Zinn(II)octoat (®Desmorapid 10) oder Dibutyl
zinndilaurat (®Desmorapid 7), bei erhöhten Temperaturen, in der Regel bei 30 bis
150°C, vorzugsweise bei 60 bis 130°C, unter Wasser- und Luftausschluß.
Ein anderes besonders bevorzugtes Verfahren ist die Herstellung von Polyammonium-
Verbindungen aus den elektrochromen Monomeren, die zwei primäre Halogen-
Gruppen haben. Die Reaktion zwischen diesen Monomeren und beliebigen alipha
tischen oder aromatischen Verbindungen, die zwei tertiären Stickstoffatome haben,
die drei gleiche oder verschiedene (C1-C12)-Alkyl-, (C7-C15)-Aralkyl-, (C6-C10)-Aryl-
Substituenten tragen oder die Glieder der 4- bis 7-atomaren Ringe sind, die auch
weitere Heteroatome enthalten dürfen, z. B. N,N,N',N'-Tetramethylethylendiamin oder
4,4'-Bipyridil, läuft in geeigneten Lösungsmitteln, wie z. B. Aceton, Cyclohexanon,
Dimethylformamid, N-Methyl-2-Pyrrolydon, Acetonitril, Propionitril, 3-Methoxy
propionitril, Hydroxypropionitril, Glutaronitril, Nitromethan, 1,2-Ethandiol, Di
ethylenglykol, bei erhöhten Temperaturen, in der Regel bei 50 bis 190°C, vor
zugsweise bei 70 bis 150°C, unter Wasser- und Luftausschluß.
Bei der Herstellung der Polymeren der Formeln (I) bis (VIII) kann man auch die
Kombination der oben genannten Verfahren benutzen, z. B. die Synthese des Poly
esterprepolymers, das OH-Endgruppen trägt, mit der nachfolgenden Kettenver
längerung mit Diisocyanate.
Unter dem Begriff "Monomere" sind solche Substanzen gemeint, die durch oben
genannte Polymerisationsverfahren in ein lösliches Polymer überführt werden können
und den Formeln XXVI-XXVIII entsprechen:
X1-B6-OX2-B7-X2 (XXVI),
X1-B6-RED1-B7-X2 (XXVII),
X1-B6-OX2-B8-RED1-B7-X2 (XXVIII),
worin
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, und
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht,
B6, B7, B8 die Brückenglieder sind,
X1 und X2 jeweils für eine zur Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition befähigte Gruppen stehen.
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, und
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht,
B6, B7, B8 die Brückenglieder sind,
X1 und X2 jeweils für eine zur Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition befähigte Gruppen stehen.
Bevorzugt sind die Monomere, die den Formeln XXVI-XXVIII entsprechen,
worin
OX2 für einen Rest der Formeln IX-XVIII und
RED1 für einen Rest der Formeln XIX-XXV steht,
wobei
auf den Plätzen von B3 und B4 die Brückenglieder B6, B7 und B8 stehen,
X1 und X2 für Halogen, -OH, -O⁻, -COOH, -COO-(C1-C4)-Alkyl,-O-C(=O)-(C1-C4)- Alkyl, -COO⁻, -NH2, -NH-(C1-C4)-Alkyl, -N=C=O, oder das tertiäre Stick stoffatom, das drei gleiche oder verschiedene (C1-C12)-Alkyl-, (C7-C15)- Aralkyl-, (C6-C10)-Aryl-Substituenten trägt oder ein Glied des 4- bis 7- atomaren Ringes ist, der auch weitere Heteroatome enthalten darf oder
X1 oder X2 für eine C=C-Doppelbindung, eine -O-C(=O)-CH=CH2 oder -O-C(=O)-C(CH3)=CH2-Gruppe stehen.
worin
OX2 für einen Rest der Formeln IX-XVIII und
RED1 für einen Rest der Formeln XIX-XXV steht,
wobei
auf den Plätzen von B3 und B4 die Brückenglieder B6, B7 und B8 stehen,
X1 und X2 für Halogen, -OH, -O⁻, -COOH, -COO-(C1-C4)-Alkyl,-O-C(=O)-(C1-C4)- Alkyl, -COO⁻, -NH2, -NH-(C1-C4)-Alkyl, -N=C=O, oder das tertiäre Stick stoffatom, das drei gleiche oder verschiedene (C1-C12)-Alkyl-, (C7-C15)- Aralkyl-, (C6-C10)-Aryl-Substituenten trägt oder ein Glied des 4- bis 7- atomaren Ringes ist, der auch weitere Heteroatome enthalten darf oder
X1 oder X2 für eine C=C-Doppelbindung, eine -O-C(=O)-CH=CH2 oder -O-C(=O)-C(CH3)=CH2-Gruppe stehen.
Besonders bevorzugt sind die Monomere, die der Formel XXIX entsprechen
in der
B6 = B7 = -(CH2)n-,
X1 = X2= -OH,
n = 2-11,
G⁻ Halogenid, Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Per chlorat, Dodecylsulfonat, Hexadecylsulfonat, Toluolsulfonat, Butylbenzol sulfonat, Dodecylbenzolsulfonat, Hexafluorophosphat, 7,8- oder 7,9-Dicarba nido-undecaborat (1-) ist.
B6 = B7 = -(CH2)n-,
X1 = X2= -OH,
n = 2-11,
G⁻ Halogenid, Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Per chlorat, Dodecylsulfonat, Hexadecylsulfonat, Toluolsulfonat, Butylbenzol sulfonat, Dodecylbenzolsulfonat, Hexafluorophosphat, 7,8- oder 7,9-Dicarba nido-undecaborat (1-) ist.
Diese Monomere stellt man bei der direkten Quarternierung des 4,4'-Bipyridins mit
ω-Halogen-1-alkanol, bevorzugt mit ω-Brom-1-alkanol, in einem aprotischen Lösungs
mittel, bevorzugt sind N,N-Dimethylformamid, N,N-Dimethylacetamid, N-Methyl-2-
Pyrrolidon, bei erhöhten Temperaturen, in der Regel bei 120 bis 200°C, vorzugsweise
bei 150 bis 180°C, mit dem nachträglichen Ionenaustausch her, der durch Ausfallen in
Alkohol oder durch Extraktion aus Wasser mit einem organischen Lösungsmittel, wie
Toluol oder Methylenchlorid, erfolgt.
Besonders bevorzugt sind auch die Monomere, die der Formel XXIX entsprechen,
in der
B6 = B1= o, m oder p-CH2-C6H4-CH2-,
X1 = X2 = Halogen, vorzugsweise -Cl,
G⁻ Halogenid, Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Per chlorat, Hexafluorophosphat, 7,8- oder 7,9-Dicarba-nido-undecaborat (1-) ist.
in der
B6 = B1= o, m oder p-CH2-C6H4-CH2-,
X1 = X2 = Halogen, vorzugsweise -Cl,
G⁻ Halogenid, Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Per chlorat, Hexafluorophosphat, 7,8- oder 7,9-Dicarba-nido-undecaborat (1-) ist.
Diese Monomere stellt man bei der direkten Quarternierung des 4,4'-Bipyridins mit
dem Überschuß α,α'-Halogen-o,m oder p-Xylol, bevorzugt mit α,α'-Chlor-m oder
p-Xylol, in einem aprotischen Lösungsmittel, bevorzugt sind Acetonitril, N,N-Di
methylformamid, N,N-Dimethylacetamid, N-Methyl-2-Pyrrolidon, besonders bevor
zugt ist Acetonitril, bei erhöhten Temperaturen, in der Regel bei 40 bis 150°C, vor
zugsweise bei 70 bis 100°C, mit dem nachträglichen Ionenaustausch her, der durch
Ausfallen in Alkohol, vorzugsweise in Methanol, Ethanol oder Propanol erfolgt.
Besonders bevorzugt sind auch die Monomere, die der Formel XXIX entsprechen,
in der
B6 = o, m, p- C6H4-CH2- oder ein Gemisch der Isomeren,
X1 = -CH=CH2,
in der
B6 = o, m, p- C6H4-CH2- oder ein Gemisch der Isomeren,
X1 = -CH=CH2,
X2 fehlt
und
B8 = -(CH2)n-,
n = 2-18 oder
B8 = o, m oder p-CH2-C6H4-CH2-,
G⁻ Halogenid, Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Per chlorat, Hexafluorophosphat, 7,8- oder 7,9-Dicarba-nido-undecaborat (1-) ist.
und
B8 = -(CH2)n-,
n = 2-18 oder
B8 = o, m oder p-CH2-C6H4-CH2-,
G⁻ Halogenid, Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Per chlorat, Hexafluorophosphat, 7,8- oder 7,9-Dicarba-nido-undecaborat (1-) ist.
Die Herstellung dieser Monomere erfolgt auf folgende Weise. Durch die Umsetzung
des Phenazins mit Phenyllithium und nachträglich mit α,ω-Dihalogenalkan oder mit
α,α'-Halogen-Xylol bekommt man (ω-Halogenalkyl) oder (α-Halogen
xylyl)-10-Phenyl-5,10-dihydrophenazin. Die Reaktion läuft in wasserfreien Ethern,
wie Diethylether, THF, 1,2-Dimeth- und 1,2-Diethoxyethan, bevorzugt in THF, bei
den Temperaturen zwischen -10° und 40°C, vorzugsweise bei 0° bis 30°C unter
Argonatmosphäre. Die Quarternierung des 4,4'-Bipyridins mit diesen Produkten in
Acetonitril bei 70°C bringt 1-[ω-(10-Phenyl-5,10-dihydro-5-phenazyl)-alkyl]-4-(4'-
pyridyl)-pyridiniun halogenid oder 1-[α'-(10-Phenyl-5,10-dihydro-5-phenazyl)-α
xylyl]-4-(4'-pyridyl)-pyridinium halogenid. Diese Substanzen setzt man letztendlich in
N,N-Dimethylformamid, N,N-Dimethylacetamid, N-Methyl-2-Pyrrolydon, besonders
bevorzugt in N-Methyl-2-Pyrrolydon, bei 50 bis 120°C vorzugsweise bei 60° bis 80°C
unter Argonatmosphäre mit Vinylbenzylhalogenid, bevorzugt mit Vinylbenzylchlorid
und Vinylbenzylbromid um.
Besonders bevorzugt sind die Monomere, die der Formel XXX entsprechen
in der
B6= B7 = -(CH2)n-,
n = 2-18,
B6 = B7 = -(CH2)2-O-(CH2)2-,
o, m oder p-CH2-C6H4-CH2-,
X1 = X2 = Halogen, vorzugsweise -Cl und -Br ist.
B6= B7 = -(CH2)n-,
n = 2-18,
B6 = B7 = -(CH2)2-O-(CH2)2-,
o, m oder p-CH2-C6H4-CH2-,
X1 = X2 = Halogen, vorzugsweise -Cl und -Br ist.
Die Herstellung erfolgt durch die Reaktion des Phenazins mit Natrium in den wasser
freien Ethern, wie 1,2-Dimeth- und 1,2-Diethoxyethan, Diethylenglikoldimethylether,
bei den Temperaturen zwischen 40° und 140°C, vorzugsweise bei 70° bis 130°C unter
Argonatmosphäre und der nachfolgenden Umsetzung mit einem 2 bis 5-maligen Über
schuß eines entsprechenden Dihalogenides bei den Temperaturen zwischen 10° und
100°C, vorzugsweise bei 20° bis 70°C.
Besonders bevorzugt sind auch die Monomere, die der Formel XXX entsprechen,
in der
B6 = B7 = -(CH2)n-,
n =2-18,
B6 = B7 = -(CH2)2-O-(CH2)2-,
o, m oder p-CH2-C6H4-CH2-;
X1 = X2 = -O-C(=O)-(C1-C4)-Alkyl, -O-C(=O)-CH=CH2, oder -O-C(=O)-C(CH3)=CH2 ist.
in der
B6 = B7 = -(CH2)n-,
n =2-18,
B6 = B7 = -(CH2)2-O-(CH2)2-,
o, m oder p-CH2-C6H4-CH2-;
X1 = X2 = -O-C(=O)-(C1-C4)-Alkyl, -O-C(=O)-CH=CH2, oder -O-C(=O)-C(CH3)=CH2 ist.
Die Herstellung erfolgt durch die Umsetzung der oben genannten Monomeren-
Dihalogeniden mit den Natrium- oder Kaliumsalzen der entsprechenden Säuren in
einem wasserfreien aprotischen Lösungsmittel, wie N,N-Dimethylformamid, N,N-
Dimethylacetamid, Dimethylsulfoxid, N-Methyl-2-pyrrolidon, 1,3-Dimethyltetra
hydro-2(1H)-pyrimidinon, bei erhöhten Temperaturen, in der Regel bei 30 bis 130°C,
vorzugsweise bei 40 bis 80°C, und unter Luft- und Wasserausschluß.
Besonders bevorzugt sind auch die Monomere, die der Formel XXX entsprechen,
in der
B6 = (CH2)n-,
n = 2-18,
B1 = -Ph,
X1 = -O-C(=O)-CH=CH2, -O-C(=O)-C(CH3)=CH2 ist und
X2 fehlt.
in der
B6 = (CH2)n-,
n = 2-18,
B1 = -Ph,
X1 = -O-C(=O)-CH=CH2, -O-C(=O)-C(CH3)=CH2 ist und
X2 fehlt.
Diese Monomere stellt man durch die Reaktion zwischen den oben genannten (ω-
Halogenalkyl)-10-Phenyl-5,10 dihydrophenazin und den Natrium- oder Kaliumsalzen
der entsprechenden Säuren in einem wasserfreien aprotischen Lösungsmittel, wie
N,N-Dimethylformamid, N,N-Diniethylacetamid, Dimethylsulfoxid, N-Methyl-2-
Pyrrolidon, 1,3-Dimethyltetrahydro-2(1H)-pyrimidinon, bei erhöhten Temperaturen,
in der Regel bei 30 bis 130°C, vorzugsweise bei 40 bis 80°C, und unter Luft- und
Wasserausschluß her.
Besonders bevorzugt sind auch die Monomere, die der Formel XXX entsprechen,
in der
B6 = B7 = -(CH2)n-,
n = 3-11,
X1 = X2 = -OH ist.
in der
B6 = B7 = -(CH2)n-,
n = 3-11,
X1 = X2 = -OH ist.
Diese Monomere wurden auf folgende Weise synthetisiert. Durch die Reaktion des
Phenazins mit Natrium in den wasserfreien Ethern, wie 1,2-Dimeth- und 1,2-Di
ethoxyethan, Diethylenglikoldimethylether, bei den Temperaturen zwischen 40° und
140°C, vorzugsweise bei 70° bis 130°C unter Argonatmosphäre und der nachfolgen
den Umsetzung mit 1-Bromo-ω-Tetrahydropyranyloxyalkanen bei den Temperaturen
zwischen 10° und 100°C, vorzugsweise bei 20° bis 70°C stellt man 5,10-Bis(ω-
Tetrahydropyranyloxy-n-alkyl)-5,10-dihydrophenazine her. Die Abspaltung der Tetra
hydropyranylgruppe erfolgt durch die Bearbeitung mit Salzsäure, Benzol- und Toluol
schwefelsäure in einem Lösungsmittel, wie Methanol, THF, Dioxan, und in den
Mischungen dieser Lösungsmitteln mit Wasser bei 10° bis 30°C unter Argon
atmosphäre. Den Homolog mit n = 3 stellt man auch her, wenn man anstatt des 5,10-
Bis(ω-Tetrahydropyranyloxy-n-alkyl)-5,10-dihydrophenazins direkt Trimethylenoxid
einsetzt.
Analog - durch direkte Umsetzung Dinatriumdihydrophenazins mit α-Oxiranen - stellt
man die anderen besonders bevorzugten Monomere her, die der Formel XXX ent
sprechen,
in der
B6 = B7 = -CH2-CH(CnH2n+1)-,
n = 1-18,
X1 = X2 = -OH ist.
in der
B6 = B7 = -CH2-CH(CnH2n+1)-,
n = 1-18,
X1 = X2 = -OH ist.
Das erfindungsgemäße elektrochrome System kann ein Lösungsmittel enthalten, vor
zugsweise ein dipolar aprotisches Lösemittel.
Geeignete Lösungsmittel sind alle unter den gewählten Spannungen redox-inerten
Lösungsmittel, die keine Elektrophile oder Nukleophile abspalten können oder selber
als ausreichend starke Elektrophile oder Nukeophile reagieren und so mit den farbigen
Radikalionen reagieren könnten. Beispiele sind Propylencarbonat, γ-Butyrolacton,
Acetonitril, Propionitril, Glutaronitril, Methylglutarnitril, 3,3'-Oxydiproptionitril, Hy
droxypropionitril, Dimethylformamid, N-Methylpyrrolidon, Sulfolan, 3-Methylsulfo
lan oder Mischungen davon. Bevorzugt sind Propylencarbonat und Mischungen da
von mit Glutaronitril oder 3-Methylsulfolan.
Vorzugsweise sind die erfindungsgemäßen Polymeren in mindestens einem dipolar
aprotischen Lösemittel löslich, insbesondere bei Raumtemperatur löslich
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die erfindungsgemäßen Poly meren in dem im elektrochromen System enthaltenen Lösemittel gelöst.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die erfindungsgemäßen Poly meren in dem im elektrochromen System enthaltenen Lösemittel gelöst.
Das erfindungsgemäße elektrochrome System kann mindestens ein inertes Leitsalz
enthalten.
Als inerte Leitsalze sind Lithium-, Natrium- und Tetraalkylammoniumsalze geeignet,
insbesondere letztere. Die Alkylgruppen können 1 bis 18 C-Atome aufweisen und
gleich oder verschieden sein. Bevorzugt sind Tetrabutylammoniumsalze. Als Anionen
zu diesen Salzen, aber auch als Anionen G in den Formeln (IX)-(XV) kommen alle
redox-inerten, farblosen Anionen in Frage.
Beispiele sind Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Tetra
methoxyborat, Tetraphenoxyborat, Perchlorat, Chlorid, Nitrat, Sulfat, Phosphat,
Methansulfonat, Ethansulfonat, Tetradecansulfonat, Pentadecansulfonat, Trifluor
methansulfonat, Peffluorbutansulfonat, Perfluoroctansulfonat, Benzo[sulfonat, Chlor
benzolsulfonat, Toluolsulfonat, Butylbenzolsulfonat, tert.Butylbenzolsulfonat,
Dodecylbenzolsulfonat, Naphthalinsulfonat, Biphenylsulfonat, Benzoldisulfonat,
Naphthalindisullonat, Biphenyldisulfonat, Nitrobenzolsulfonat, Dichlorbenzolsulfonat,
Trifluormethylbenzolsulfonat, Hexafluorophosphat, Hexafluoroarsenat, Hexafluoro
sllicat, 7,8-or 7,9-Dicarba-nido-undecaborat(1-) or (2-), die gegebenenfalls an den B-
und/oder C-Atomen durch eine oder zwei Methyl-, Ethyl- Butyl- or Phenyl-Gruppen
substituiert sind, Dodecahydro-dicarbadodecoborat(2-) oder B-Methyl-C-phenyl-do
decahydrodicarbadodecarborat(1-). Bei mehrwertigen Anionen steht G⁻ für ein
Äquivalent dieses Anions, z. B. für 1/2 SiF6.
Bevorzugte Anionen sind Tetrafluoroborat, Pentadecansulfonat, Dodecylbenzol
sulfonat, Cyanotriphenylborat, 7,8-Dicarba-nido-undecaborat(1-).
Die Leitsalze werden vorzugsweise im Bereich 0 bis 1 molar eingesetzt.
Als weitere Zusätze kann das elektrochrome System Verdicker enthalten zur Steue
rung der Viskosität. Das kann Bedeutung haben zur Vermeidung von Segregation,
d. h. der Bildung von streifiger oder fleckiger Farbbildung bei längerem Betrieb einer
das erfindungsgemäße elektrochrome System enthaltenden elektrochromen Vorrich
tung im eingeschalteten Zustand und zur Steuerung der Ausbleichgeschwindigkeit
nach Abschalten des Stroms.
Als Verdicker eignen sich alle für diese Zwecke üblichen Verbindungen, z. B. Poly
acrylat, Polymethacrylat (Luctite L®), Polycarbonat und Polyurethan.
Als weitere Zusätze für das elektrochrome System kommen uV-Absorber zur Ver
besserung der Lichtechtheit in Frage. Beispiele sind Uvinul® 3000 (2,4-Dihydroxy
benzophenon, BASF), SANDUVOR® 3035 (2-Hydroxy-4-n-octyloxybenzophenon,
Clariant), Tinuvin® 571 (2-(2H-Benzotriazol-2-yl)-6-dodecyl-4-methylphenol, Ciba),
Cyasorb 24® (2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon, American Cyanamid Com
pany), UVINUL® 3035 (Ethyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat, BASF), Uvinul® 3039 (2-
Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat, BASF), UVINUL® 3088 (2-Ethylhexyl-2-
cyano-3,3-diphenylacrylat, BASF), UVINUL® 3088 (2-Ethylhexyl-p-methoxy
cinnamat, BASF), CHIMASSORBORB® 90 (2-Hydroxy-2-methoxybenzophenon, Ciba).
Die UV-Absorber werden im Bereich 0,01 bis 2 mol/l, vorzugsweise 0,04 bis 1 mol/l
eingesetzt. Sie können auch als Mischungen eingesetzt werden, beispielsweise
UVINUL®3939 und CHIMASSORBORB® 90.
Das erfindungsgemäße elektrochrome System enthält die Substanzen der Formel (I),
insbesondere der Formeln (II)-(VIII) jeweils in einer Konzentration von mindestens
10-4 mol/l, vorzugsweise 0,001 mol/l. Es können auch Mischungen mehrerer elektro
chromer Substanzen der Formel (I) eingesetzt werden.
Das erfindungsgemäße elektrochrome System ist bestens als Bestandteil einer elektro
chromen Vorrichtung geeignet. Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung
sind demnach elektrochrome Vorrichtungen, enthaltend das erfindungsgemäße
elektrochrome System. Der Aufbau einer elektrochromen Vorrichtung, die z. B. als
Fensterscheibe, Autosonnendach, Automobil-Rückspiegel oder Display ausgebildet
sein kann, ist im Prinzip bekannt. Die erfindungsgemäße elektrochrome Vorrichtung
besteht aus zwei einander zugewandten, lichtdurchlässigen Glas- oder Kunststoff
scheiben, von denen gegebenenfalls eine verspiegelt ist und deren einander zuge
wandten Seiten elektrisch leitfähig beschichtet sind, z. B. mit Indium-Zinn-Oxid
(ITO), zwischen denen sich das erfindungsgemäße elektrochrome System befindet.
Als leitfähige Materialien sind auch geeignet: Antimon-dotiertes Zinnoxid, Fluor
dotiertes Zinnoxid, Antimon-dotiertes Zinkoxid, Aluminium-dotiertes Zinkoxid,
Zinnoxid; auch leitfähige organische Polymere wie gegebenenfalls substituierte Poly
thienyle, Polypyrrole, Polyaniline, Polyacetylen. Im Falle daß eine der Scheiben ver
spiegelt ist, kann auch diese als leitfähige Schicht genutzt werden.
Die erfindungsgemäße elektrochrome Vorrichtung wird beispielsweise folgender
maßen gebaut. Dabei ist zwischen drei Grundtypen zu unterscheiden:
Typ 1: vollflächige elektrochrome Vorrichtung, beispielsweise für Fensterscheiben,
Typ 2: elektrisch abblendbare verspiegelte Vorrichtungen, beispielsweise Autospiegel,
Typ 3: elektrochrome Anzeigenvorrichtungen, beispielsweise Segment- oder Matrix anzeigen.
Typ 1: vollflächige elektrochrome Vorrichtung, beispielsweise für Fensterscheiben,
Typ 2: elektrisch abblendbare verspiegelte Vorrichtungen, beispielsweise Autospiegel,
Typ 3: elektrochrome Anzeigenvorrichtungen, beispielsweise Segment- oder Matrix anzeigen.
Bei Typ 2 werden Glas- oder Kunststoffscheiben verwendet, die auf einer Seite voll
flächig mit einer transparenten leitfähigen Schicht beschichtet sind.
Bei Typ 2 werden Scheiben wie bei Typ 1 verwendet. Zusätzlich ist eine der beiden
Scheiben verspiegelt. Diese Verspiegelung kann auf der zweiten, nicht leitfähig be
schichteten Seite einer der beiden Platten aufgebracht sein. Sie kann jedoch auch statt
der erwähnten leitfähigen Beschichtungen auf eine der beiden Platten aufgebracht sein
und somit die Funktion der leitfähigen Schicht und der Verspiegelung gleichzeitig er
füllen. Zur Verspiegelung können Silbeer, Chrom, Aluminium, Palladium oder
Rhodium oder auch Palladium auf Chrom oder Rhodium auf Chrom oder andere be
kannte Materialien verwendet werden. Man erhält so eine reflektierende elektro
chrome Vorrichtung.
Bei Typ 3 kann die Bauweise wie bei Typ 1 oder 2 gewählt werden. Man erhält so
eine transmissive oder eine reflektierende elektrochrome Anzeigevorrichtung. In
jedem Fall ist jedoch mindestens eine der beiden leitfähigen Schichten in elektrisch
voneinander getrennte Segmente aufgeteilt, die einzeln kontaktiert sind. Es kann aber
auch nur eine der beiden Platten leitfähig beschichtet und in Segmente aufgeteilt sein.
Die Trennung der Segmente kann beispielsweise erfolgen durch mechanisches Ent
fernen der leitfähigen Schicht beispielsweise durch Ritzen, Kratzen, Schaben oder
Fräsen oder auf chemischem Wege beispielsweise durch ätzen mittels beispielsweise
einer salzsauren Lösung von FeCl2 und SnCl2. Diese Entfernung der leitfähigen
Schicht kann über Masken, z. B. solchen aus Photolack, örtlich gesteuert werden. Es
können aber auch die elektrisch getrennten Segmente durch gezieltes, z. B. mittels
Masken, Aufbringen, z. B. Sputtern oder Drucken, der leitfähigen Schicht hergestellt
werden. Die Kontaktierung der Segmente erfolgt beispielsweise mittels feiner Streifen
aus leitfähigem Material, womit das Segment mit einem Kontakt am Rande der
elektrochromen Vorrichtung elektrisch leitend verbunden ist. Diese feinen Kontakt
streifen können entweder aus dem gleichen Material bestehen wie die leitfähige
Schicht selbst und beispielsweise bei deren Aufteilung in Segmente wie oben be
schrieben mit hergestellt werden. Sie können aber auch z. B. zur Verbesserung der
Leitfähigkeit aus anderem Material wie feinen metallischen Leitern, beispielsweise aus
Kupfer oder Silber, bestehen. Auch eine Kombination aus metallischem Material und
dem Material der leitfähigen Beschichtung ist möglich. Diese metallischen Leiter
können beispielsweise entweder in feiner Drahtform aufgebracht, z. B. aufgeklebt,
werden oder aber aufgedruckt werden. Alle diese eben beschriebenen Techniken sind
im allgemeinen aus der Herstellung von Flüssigkristalldisplays (LCD) bekannt.
Die Anzeigen können im Durchlicht oder auch reflektiv über eine Verspiegelung be
trachtet werden.
Die beiden Platten werden mit den einander zugewandten leitfähig beschichteten und
in Segmente aufgeteilten Seiten, getrennt durch beispielsweise einen Dichtungsring
aufeinandergelegt und am Rand miteinander verklebt. Der Dichtungsring kann bei
spielsweise aus Kunststoff oder Dünnglas oder einem anderen gegenüber der elektro
chromen Flüssigkeit inerten Material bestehen. Der Abstand zwischen den Platten
kann aber auch hergestellt werden mittels anderer Abstandshalter, beispielsweise
kleiner Kunststoff- oder Glaskügelchen oder bestimmter Sandfraktionen, wobei dann
diese Abstandshalter zusammen mit einem Kleber aufgetragen werden und dann ge
meinsam den Dichtungsring bilden. Der Dichtungsring enthält eine oder zwei Aus
sparungen, die zum Befüllen der elektrochromen Vorrichtung dienen. Der Abstand
zwischen den beiden Platten liegt zwischen 0,005 und 2 mm, vorzugsweise 0,01 bis
0,5 mm. Bei großflächigen Anzeigevorrichtungen, insbesondere solchen aus Kunst
stoff kann es vorteilhaft sein, mittels Abstandshaltern, beispielsweise Kunststoff
kügelchen gleichen Durchmessers, die über die Fläche der Anzeigenvorrichtung ver
teilt sind, den Abstand der Platten konstant zu halten.
Diese Anzeigevorrichtung wird mit dem elektrochromen System befüllt über die
Öffnung im Dichtungsring, wobei stets unter Feuchtigkeits- und Sauerstoffausschluß
gearbeitet werden muß. Das Befüllen kann beispielsweise mittels feiner Kanülen oder
aber über die Vakuumbefülltechnik erfolgen, bei der die Vorrichtung und die Flüssig
keit, eingefüllt in eine flache Schale, in einen evakuierbaren Behälter eingebracht
werden. Dieser wird evakuieit. Dann wird die Anzeigevorrichtung, die nur eine
Befüllöffnung enthält, mit dieser Öffnung in die Flüssigkeit getaucht. Beim Entfernen
des Vakuums wird nun die Flüssigkeit in die Anzeigevorrichtung gedrückt.
Anschließend werden die Befüllöffnungen dicht verschlossen und verklebt.
Man kann jedoch auch so vorgehen, daß das elektrochrome System beispielsweise als
Lösung oder Schmelze auf die leitfähig beschichtete eine Platte aufgetragen wird,
beispielsweise mit einer Rakel oder durch Spincoaten. Dann wird gegebenenfalls das
Lösungsmittel teilweise oder ganz entfernt. Nun wird die zweite Platte oder Folie mit
ihrer leitfähigen Seite auf das elektrochrome System aufgepreßt und der Stand in
geeigneter Weise verklebt. Es kann aber auch auf das elektrochrome System eine leit
fähige, beispielsweise metallische Beschichtung aufgedampft, aufgesputtert oder
mittels beispielsweise einer Dispersion aufgetragen werden. Beispiele sind Aluminium
oder leitfähige Polymere, beispielsweise auf Basis Polythiophen.
Gegebenenfalls muß auch hier der Rand beispielsweise mit einem Kleber oder einem
Harz versiegelt werden.
Alle diese Arbeitsgänge müssen unter Inertgas, z. B. N2 oder Ar, sowie unter
Ausschluß von Feuchtigkeit durchgeführt werden.
Spezielle Ausführungsformen der obengenannten Typen 1 bis 3 können beispielsweise
die folgenden sein, die ebenfalls Gegenstand der Erfindung sind:
Typ 1: aus dem Bereich Lichtschutz/Lichtfilter: Fensterscheiben für z. B. Gebäude, Straßenfahrzeuge, Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Dachverglasungen, Autosonnen dächer, Verglasung von Gewächshäusern und Wintergärten, Lichtfilter beliebiger Art.
Typ 1: aus dem Bereich Lichtschutz/Lichtfilter: Fensterscheiben für z. B. Gebäude, Straßenfahrzeuge, Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Dachverglasungen, Autosonnen dächer, Verglasung von Gewächshäusern und Wintergärten, Lichtfilter beliebiger Art.
Aus dem Bereich Sicherheit/Geheimhaltung: Trennscheiben für z. B. Raumteiler in
z. B. Büros, Straßenfahrzeugen, Flugzeugen, Eisenbahnen, Sichtschutzscheiben an
z. B. Bankschaltern, Türverglasungen, Scheiben für z. B. Motorrad- und Pilotenhelme.
Aus dem Bereich Design: Verglasung von Backöfen, Mikrowellengeräten, anderen
Haushaltsgeräten, Möbeln.
Typ 2: Spiegel jeglicher Art, z. B. für Straßenfahrzeuge, Eisenbahnen, insbesondere
plane, sphärische, asphärische Spiegel und Kombinationen daraus, z. B. sphärisch/-
asphärisch, Spiegelverglasung in Möbeln.
Typ 3: Anzeigevorrichtungen jeglicher Art, z. B. Segment- oder Matrixanzeigen, z. B.
für Uhren, Computer, Elektrogeräte, Elektronikgeräte wie Radios, Verstärker, Fern
seher, CD-Player etc., Zielanzeige in Bussen und Zügen, Abfahrts- oder Abflugan
zeigen in Bahnhöfen und Flughäfen, Flachbildschirme, alle Anwendungen, die unter
Typ 1 und 2 genannt sind, die mindestens eine schaltbare, statische oder variable An
zeigevorrichtung enthalten, z. B. Trennscheiben, die Anzeigen wie z. B. "Bitte nicht
stören", "Schalter nicht besetzt" enthalten, z. B. Auto-Spiegel, die Anzeigen beliebiger
Art enthalten, z. B. Anzeige der Temperatur, Störungen im Fahrzeug (z. B. Öl
temperatur, offene Türen), Zeit, Himmelsrichtung.
Die erfindungsgemäße selbstlöschende einzellige elektrochrome Vorrichtung kann
zusätzlich zu den oben beschriebenen elektrochromen Polymeren der Formeln (I),
insbesondere den Formeln (II)-(VIII) auch andere enthalten, wie sie beispielsweise in
US-A-4 902 108, Topics in Current Chemistry, Vol. 92, S. 1-44 (1980) und Angew.
Chem. 90, 927 (1978) beschrieben sind. Andere geeignete elektrochrome Misch
komponenten sind beispielsweise Tetrazoliumsalze oder Komplexe oder Salze von
Metallionen, z. B. [Fe(C5H5)2]0/1+. Eine Zumischung solcher Redoxsysteme kann
beispielsweise vorteilhaft sein, um bei der Erfindungsgemäßen elektrochromen Vor
richtung den Farbton, z. B. des Displays, im eingeschalteten Zustand zu korrigieren
oder zu intensivieren.
Mit den erfindungsgemäßen Polymeren lassen sich Lösungen hoher Farbdichte her
stellen, die zur Erzeugung dünner Displayschichten von Vorteil sind. Diese Lösungen
ermöglichen weiterhin den Bau von elektrochromen Systemen, die auslaufsicher sind
und sich dennoch problemlos füllen lassen.
Die Systeme der vorliegenden Erfindung entmischen sich auch bei großen Ab
messungen der Vorrichtungen bei andauerndem Betrieb im Schwerefeld (z. B. Kon
vektion) nicht. Weiterhin haben die erfindungsgemäßen elektrochromen Polymere den
Vorteil, daß sie sich einfach herstellen lassen.
Die Erfindung der vorliegenden Anmeldung wird anhand der nachfolgenden Beispiele
näher erläutert.
1.1. 5,10-Bis(5-Brom-n-pentyl)-5,10 dihydrophenazin
20 g (0,11 mol) Phenazin werden in 400 ml wasserfreiem 1,2-Diethoxyethan
bei 80°C unter Argonatmosphäre gelöst. 7,4 g Natrium werden zugegeben.
Die Reaktionsmischung wird bei 120°C mit Rückfluß 24 h intensiv gerührt
und auf Raumtemperatur abgekühlt. Zu der gebildeten 5,10-Dinatrium-5,10-
dihydrophenazin-Suspension wird schnell eine Lösung von 69 g (0,3 mol) 60
in 100 ml 1,2-Diethoxyethan gegossen. Nach 30 min Rühren wird die
Reaktionsmischung von dem Niederschlag durch Filtration befreit.
Wasserfreies 1,2-Diethoxyethan wird vollständig mit einem Rotationsver
dampfer abdestilliert und für die weiteren Synthese benutzt. Das Produkt wird
chromatographisch gereinigt (Kieselgel-Säule; Cyclohexan/Dioxan = 9/1) und
aus 50 ml n-Butanol umkristallisiert. Die Ausbeute der leichtgelben Kristallen
beträgt 11,7 g.
Elementaranalyse: C22H28Br2N2 (480,3)
Berechnet:
C 55,02; H 5,88; Br 33,27; N 5,83.
Gefunden:
C 55,10; H 5,85; Br 32,70; N 5,80.
Elementaranalyse: C22H28Br2N2 (480,3)
Berechnet:
C 55,02; H 5,88; Br 33,27; N 5,83.
Gefunden:
C 55,10; H 5,85; Br 32,70; N 5,80.
1.1a. Als Nebenprodukt dieser Reaktion entsteht 1,5-Di[5-(5-brompentyl)-5,10-
dihydro-10-phenazyl]-pentan
das chromatographisch von dem Hauptprodukt abgetrennt wird. Die Ausbeute
beträgt 3,5 g.
Elementaranalyse: C39H46Br2N4 (730,64)
Berechnet:
C 64,11; H 6,35; Br 21,87; N 7,67.
Gefunden:
C 64,60; H 6,40; Br 21,20; N 7,70.
Elementaranalyse: C39H46Br2N4 (730,64)
Berechnet:
C 64,11; H 6,35; Br 21,87; N 7,67.
Gefunden:
C 64,60; H 6,40; Br 21,20; N 7,70.
Analog werden hergestellt:
1.2. 5,10-Bis[2(2-Chlorethoxy)-ethyl]-5,10 dihydrophenazin
F.p. = 105°C
Elementaranalyse: C20H24Cl2N2O2 (395,33)
Berechnet:
C 60,76; H 6,12; Cl 17,94; N 7,09;
Gefunden:
C 60,70; H 6,20; Cl 18,00; N 7,10;
F.p. = 105°C
Elementaranalyse: C20H24Cl2N2O2 (395,33)
Berechnet:
C 60,76; H 6,12; Cl 17,94; N 7,09;
Gefunden:
C 60,70; H 6,20; Cl 18,00; N 7,10;
1.3. 5,10[Bis[p(Chlormethyl)-henzyl]-5,10 dihydrophenazin
F.p. = 180°C (mit Zersetzung)
Elementaranalyse: C28H24Cl2N2 (459,42)
Berechnet:
C 73,20; H 5,27; Cl 15,43; N 6,10;
Gefunden:
C 72,90; H 5,60; Cl 15,40; N 5,90;
F.p. = 180°C (mit Zersetzung)
Elementaranalyse: C28H24Cl2N2 (459,42)
Berechnet:
C 73,20; H 5,27; Cl 15,43; N 6,10;
Gefunden:
C 72,90; H 5,60; Cl 15,40; N 5,90;
1.4. 5,10-Bis[m(Chlormethyl)-benzyl]-5,10 dihydrophenazin
F.p. = 148-149°C
Elementaranalyse: C28H24Cl2N2 (459,42)
Berechnet:
C 73,20; H 5,27; Cl 15,43; N 6,10;
Gefunden:
C 73,70; H 5,40; Cl 14,10; N 6,20.
F.p. = 148-149°C
Elementaranalyse: C28H24Cl2N2 (459,42)
Berechnet:
C 73,20; H 5,27; Cl 15,43; N 6,10;
Gefunden:
C 73,70; H 5,40; Cl 14,10; N 6,20.
1.5. 5,10-Bis-[5(Methacryloyloxy)-pentyl]-5,10-dihydrophenazin
7,41 g (0,0182 mol) Monomer 1.1 und 4,52 g (0,0364 mol) Kaliummeth
acrylat werden in 40 ml DMPU 2h bei 100°C in der Argonatmosphäre gerührt,
in einen Scheidetrichter übertragen, mit Ether versetzt, mit Wasser mehrmals
gewaschen und mit Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des
Lösungsmittels wird Produkt chromatographisch gereinigt (Kieselgel-Säule;
Cyclohexan/Dioxan = 9/1). Die Ausbeute der leichtgrünen Flüssigkeit beträgt
4,2 g.
Elementaranalyse: C30H38N2O4 (490,65)
Berechnet:
C 73,44; H 7,81; N 5,71;
Gefunden:
C 73,80; H 8,00; N 5,30;
Elementaranalyse: C30H38N2O4 (490,65)
Berechnet:
C 73,44; H 7,81; N 5,71;
Gefunden:
C 73,80; H 8,00; N 5,30;
1.6. 5-(4-Methacryloyloxybutyl)-10-Phenyl-5,10 dihydrophenazin
- a) 29,9 g Phenazin werden unter Argonatmosphäre in 195 ml wasser
freiem THF suspendiert. 100 ml 20 gew.-%ige Phenyllithium-Lösung
in Cyclohexan/Diethylether (7 : 3) werden in ca. 90 min zugetropft, wo
bei die Temperatur bei max. 35°C gehalten wird. Die Reaktions
mischung wird 30 min bei Raumtemperatur nachgerührt. Bei 15°C
werden in einer Portion 98,2 ml 1,4-Dibrombutan zugegeben. Nach 6 h
bei Raumtemperatur wird die Mischung mit 600 ml Wasser versetzt
und bis pH 7,0 angesäuert. Die organische Phase wird abgetrennt, mit
Wasser gewaschen und in Vakuum eingeengt. Schließlich wird über
schüssiges 1,4-Dibrombutan bei einem Druck von 17 mbar abdestilliert.
Der Rückstand wird chromatographisch gereinigt (Kieselgel-Säule;
Cyclohexan/ Dioxan = 9/1). Die Ausbeute der gelbgrünen Kristallen
5-(4-Brombutyl)-10-Phenyl-5,10 dihydrophenazin beträgt 23,6 g.
F.p. = 115°C
Elementaranalyse: C22H21BrN2 (393,33)
Berechnet:
C 67,18; H 5,38; N 7,12;
Gefunden:
C 67,10; H 5,70; N 6,70; - b) 12,0 g (0,0305 mol) von diesem Produkt und 7,57 g (0,0610 mol)
Kaliummethacrylat werden in 40 ml DMPU 2 h bei 100°C in der
Argon-Atmosphäre gerührt und weiter analog 1.5 bearbeitet. Man er
hält 6,4 g gelbgrüner Kristallen.
F.p. = 73°C
Elementaranalyse: C26H26N2O2 (398,51)
Berechnet:
C 78,36; H 6,58; N 7,03;
Gefunden:
C 78,70; H 16,60; N 7,00;
1.7. 5, 10-Bis(2-Hydroxypropyl)-5,10 dihydrophenazin
40 g (0,22 mol) Phenazin werden in 500 ml wasserfreies 1,2-Diethoxyethan
bei 80°C unter Argon-Atmosphäre gelöst. 14 g Natrium werden zugegeben.
Die Reaktionsmischung wird bei 120°C mit Rückfluß 24 h intensiv gerührt
und bis Raumtemperatur abgekühlt. Zu der ausgebildeten 5,10-Dinatrium-
5,10-dihydrophenazin-Suspension wird eine Lösung von 39 g (0,66 mol) 1,2-
Propylenoxid in 50 ml 1,2-Diethoxyethan gegossen. Nach 1h Rühren bei
Raumtemperatur und 2h bei 50°C wird die Reaktionsmischung von dem Nie
derschlag durch Filtration befreit. Wasserfreies 1,2-Diethoxyethan wird voll
ständig mit einem Rotationsverdampfer abdestilliert und für die weitere
Synthese benutzt. Der feste Rest wird zusammen mit abfiltriertem Nieder
schlag mit 500 ml Methanol versetzt und 30 min gerührt. Die Lösung wird
danach am Rotationsverdampfer eingeengt, in einen Scheidetrichter über
tragen, mit Chloroform versetzt, mit Wasser mehrmals gewaschen und mit
Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels
wird das Produkt chromatographisch gereinigt (Kieselgel-Säule; Cyclohexan/Dioxan
= 1/1) und aus 150 ml einer Mischung Aceton/Wasser (2/1) umkristal
lisiert. Die Ausbeute der leichtgrünen Kristallen beträgt 22,5 g.
Fp. = 156°C
Elementaranalyse: C18H22N2O2 (298,39)
Berechnet:
C 72,46; H 7,43; N 9,39.
Gefunden:
C 72,50; H 7,30; N 9,20.
Fp. = 156°C
Elementaranalyse: C18H22N2O2 (298,39)
Berechnet:
C 72,46; H 7,43; N 9,39.
Gefunden:
C 72,50; H 7,30; N 9,20.
Analog werden hergestellt:
1.8 5,10-Bis(2-Hydroxyethyl)-5,10 dihydrophenazin
Fp. = 179°C
Elementaranalyse: C16H18N2O2 (270,33)
Berechnet:
C 71,09; H 6,71; N 10,36.
Gefunden:
C 71,00; H 6,50; N 10,10.
Fp. = 179°C
Elementaranalyse: C16H18N2O2 (270,33)
Berechnet:
C 71,09; H 6,71; N 10,36.
Gefunden:
C 71,00; H 6,50; N 10,10.
1.9. 5,10-Bis( 3-Hydroxypropyl)-5,10 dihydrophenazin *
* enthält nach Angaben der Massenspektroskopie und Elementaranalyse ca. 30% von 5-(3-Hydroxypropyl)-10-[3-(3-Hydroxypropyloxy)-propyl]-5,10 dihydrophenazin
Fp. = 158°C
* enthält nach Angaben der Massenspektroskopie und Elementaranalyse ca. 30% von 5-(3-Hydroxypropyl)-10-[3-(3-Hydroxypropyloxy)-propyl]-5,10 dihydrophenazin
Fp. = 158°C
1.9a. 5,10-Bis(3-Hydroxypropyl)-5,10 dihydrophenazin
Dinatriumdihydrophenazin, das man analog 1.7 aus 20 g Phenazin und 7 g
Natrium herstellt, wird mit 53 g 1-Brom-3-tetrahydropyranyloxypropan
umgesetzt. Die weitere Verarbeitung erfolgt analog 1.1. Man erhält 16,8 g
farblose Kristalle von 5,10-Bis(3-Tetrahydropyranyloxy-n-propyl)-5,10-
dihydrophenazin
Fp. = 80°C
Elementaranalyse: C28H38N2O4 (466,63)
Berechnet:
C 72,07; H 8,21; N 6,00.
Gefunden:
C 72,20; H 8,20; N 5,90.
Fp. = 80°C
Elementaranalyse: C28H38N2O4 (466,63)
Berechnet:
C 72,07; H 8,21; N 6,00.
Gefunden:
C 72,20; H 8,20; N 5,90.
5 g von diesem Produkt werden in 36 ml einer Mischung aus 2N HCl und
THF (1 : 10) bei Raumtemperatur 24 h gerührt. Die Reaktionsmischung wird
mit NaHCO3 neutralisiert, mit Chloroform versetzt, mit Wasser zweimal
ausgewaschen und mit Magnesiumsulfat getrocknet. Die weitere Verarbeitung
erfolgt analog 1.7. Die Ausbeute der leichtgrünen Kristalle beträgt 0,7 g.
Fp. = 154°C.
Fp. = 154°C.
1.10. 1,1'-Di[p(Chlormethyl)-benzyl]-4,4'-bipyridinium difluoroborat
- a) 34,3 g (0,22 mol) 4,4'-Dipyridyl und 106 g (0,66 mol) α,α'-Dichloro- p-xylol werden in 500 ml Acetonitril 4h bei 90°C unter Argon- Atmosphäre gerührt. Nach dem Abkühlen wird der Niederschlag ab filtriert und mit Acetonitril ausreichend gewaschen. Nach dem Trocknen erhält man 88, 1 g 1,1'-Di[p(Chlormethyl)-benzyl]-4,4'-bipyridinium dichlorid
- b) 50,6 g von diesem Substanz werden in 200 ml Methanol gelöst. Eine
konzentrierte Lösung von 131 g (0,4 mol) Tetrabutylammonium
tetrafluoroborat in Methanol wird zugegeben. Nach eine Stunde wird
weißer Niederschlag abfiltriert, mit Methanol gewaschen und ge
trocknet. Die Ausbeute an Monomer 1.10 beträgt 40 g.
Elementaranalyse: C26H24B2Cl2F8N2 (609,01)
Berechnet:
C 51,28; H 3,97; N 4,60;
Gefunden:
C 50,40; H 4,20; N 4,70.
1.11. 1,1'-Di(11-Hydroxyundecyl)-4,4'-bipyridinium dibromid
wird analog 1.10a unter Verwendung von DMF anstelle von Acetonitril und
bei 160°C in der 2h Reaktionszeit hergestellt,
Elementaranalyse: C32H54Br2N2O2 (658,61)
Berechnet:
C 58,36; H 8,26; Br 24,26; N 4,25.
Gefunden:
C 58,20; H 8,20; Br 24,10; N 4,25.
Elementaranalyse: C32H54Br2N2O2 (658,61)
Berechnet:
C 58,36; H 8,26; Br 24,26; N 4,25.
Gefunden:
C 58,20; H 8,20; Br 24,10; N 4,25.
Auf Basis des Produktes von 1.11 werden analog 1.10b die folgenden Monomere
hergestellt:
1.12. 1,1'-Di(11-Hydroxyundecyl)-4,4'-bipyridinium difluoroborate
Elementaranalyse: C32H54B2F8N2O2 (672,4)
Berechnet:
C 57,16; H 8,09; N 4,17.
Gefunden:
C 58,20; H 8,50; N 4,20.
Elementaranalyse: C32H54B2F8N2O2 (672,4)
Berechnet:
C 57,16; H 8,09; N 4,17.
Gefunden:
C 58,20; H 8,50; N 4,20.
1.13. 1,1'-Di(11-Hydroxyundecyl)-4,4'-bipyridinium dizetraphenylborat
Elementaranalyse: C80H94B2N2O2 (1137,28)
Berechnet:
C 84,49; H 8,33; N 2,46.
Gefunden:
C 84,50; H 8,50; N 2,50.
Elementaranalyse: C80H94B2N2O2 (1137,28)
Berechnet:
C 84,49; H 8,33; N 2,46.
Gefunden:
C 84,50; H 8,50; N 2,50.
1.14. 1,1'-Di(11-Hydroxyundecyl)-4,4'-bipyridinium di(cyanotriphenylborat)
Elementaranalyse: C70H84B2N4O2 (1035,1)
Berechnet:
C 81,23; H 8,18; N 5,41.
Gefunden:
C 80,70; H 8,20; N 5,20.
Elementaranalyse: C70H84B2N4O2 (1035,1)
Berechnet:
C 81,23; H 8,18; N 5,41.
Gefunden:
C 80,70; H 8,20; N 5,20.
1.15. 1,1'-Di(11-Hydroxyundecyl)-4,4'-bipyridinium didodecylsulfonat
20 g (0,03 mol) des Monomers 1.9 und 19,8 g (0,072 mol) Natriumdodecyl sulfonat werden beim Rühren unter Rückfluß in 150 ml einer Mischung aus Methanol/Wasser (1 : 2) gelöst. Diese Lösung wird zu einem Zweiphasen system aus 600 ml Methylenchlorid und 200 ml Wasser zugegeben und 2 h mit Rückfluß intensiv gerührt. Nach dem Abkühlen wird die organische Schicht abgetrennt und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Den Rückstand wäscht man mit Aceton, trocknet im Vakuum bei Raumtemperatur und im Hoch vakuum (10-3 mbar) 5 h bei 150°C. Die Ausbeute beträgt 20,6 g.
Elementaranalyse: C56H104N2O8S2 (997,6)
Berechnet:
C 67,42; H 10,51; N 2,81.
Gefunden:
C 65,80; H 10,50; N 2,50.
20 g (0,03 mol) des Monomers 1.9 und 19,8 g (0,072 mol) Natriumdodecyl sulfonat werden beim Rühren unter Rückfluß in 150 ml einer Mischung aus Methanol/Wasser (1 : 2) gelöst. Diese Lösung wird zu einem Zweiphasen system aus 600 ml Methylenchlorid und 200 ml Wasser zugegeben und 2 h mit Rückfluß intensiv gerührt. Nach dem Abkühlen wird die organische Schicht abgetrennt und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Den Rückstand wäscht man mit Aceton, trocknet im Vakuum bei Raumtemperatur und im Hoch vakuum (10-3 mbar) 5 h bei 150°C. Die Ausbeute beträgt 20,6 g.
Elementaranalyse: C56H104N2O8S2 (997,6)
Berechnet:
C 67,42; H 10,51; N 2,81.
Gefunden:
C 65,80; H 10,50; N 2,50.
Analog wird
1.16. 1,1'-Di(11-Hydroxyundecyl)-4,4'-bipyridinium dihexadecylsulfonat herge
stellt.
1.17. 1-(Vinyl-benzyl)-1'-benzyl-4,4'-bipyridinium dichlorid
- a) 15,6 g 4,4'-Dipyridyl und 12,7 g Benzylchlorid werden in 300 ml
Toluol mit Rückfluß 4 h gerührt. Der Niederschlag wird von der
heißen Lösung abfiltriert, mit heißem Toluol reichlich gewaschen und
im Vakuum getrocknet. Die Ausbeute an 1-Benzyl-4-(4'-pyridyl)-
pyridiniumchlorid beträgt 25,2 g.
Elementaranalyse: C17H15N2Cl (282,78)
Berechnet:
C 71,21; H 5,35; N 9,91; Cl 12,54.
Gefunden:
C 71,90; H 5,60; N 9,70; Cl 12,60. - b) 20 g (0,056 mol) dieses Produktes werden in 200 ml DMF bei 150°C gelöst, 10,3 g (0,067 mol) Vinylbenzylchlorid wird zugegeben, und die Reaktionsmischung wird 4 h gerührt. Nach dem Abkühlen auf 100°C wird der Niederschlag abfiltriert, mit DMF und Toluol gewaschen und getrocknet. Das rosafarbige Produkt wird in Wasser mit Aktivkohle 15 min aufgerührt, von der Aktivkohle durch Filtration befreit und im Vakuum zur Trockene eingedampft. Die Ausbeute an heilgelbem 1-(Vinyl-benzyl)-1'-benzyl-4,4'-bipyridinium dichlorid beträgt 15,3 g.
Auf der Basis von diesem Produkt werden analog 1.10b die folgenden Monomere
hergestellt:
1.18. 1-(Vinyl-benzyl)-1'-benzyl-4,4'-bipyridinium difluoroborate
Elementaranalyse: C26H24B2N2F8 (538,09)
Berechnet:
C 58,04; H 4,50; N 5,21.
Gefunden:
C 57,10; H 4,60; N 5,30.
Elementaranalyse: C26H24B2N2F8 (538,09)
Berechnet:
C 58,04; H 4,50; N 5,21.
Gefunden:
C 57,10; H 4,60; N 5,30.
1.19. 1-(Vinyl-benzyl)-1'-benzyl-4,4'-bipyridinium ditetraphenylborat.
1.20. 1-(Vinyl-benzyl)-1'-[4-(10-phenyl-5,10-dihydro-5-phenazyl)-butyl]-4,4'-bi
pyridiniun difluoroborat
- a) 20,3 g 4,4'-Dipyridyl und 24,9 g 5-(4-Brombutyl)-10-Phenyl-5,10 di
hydrophenazin (1.6.a) werden in 330 ml 24h bei 70°C unter Argon-
Atmosphäre gerührt. Nach dem Abkühlen wird abgesaugt und mit 150
ml Aceton gewaschen. Nach dem Trocknen erhält man 28,6 g 1-[4-(10-
Phenyl-5,10-dihydro-5-phenazyl)-butyl]-4-(4'-pyridyl)-pyridinium
bromid
Elementaranalyse: C32H29N4Br (549,51)
Berechnet:
C 69,94; H 5,32; N 10,20; Br 14,54;
Gefunden:
C 69,60; H 5,50; N 10,00; Br 14,90. - b) 27 g dieses Produktes und 38 ml Vinylbenzylchlorid werden in 310 ml
N-Methyl-2-pyrrolidon 15 h bei 70°C unter Argon-Atmosphäre ge
rührt. Nach dem Abkuhlen wird mit 600 ml Toluol verdünnt. Das aus
gefallende Produkt wird abfiltriert, mit Toluol und Hexan gewaschen,
im Vakuum getrocknet. Man erhält 21,2 g eines dunkelgrünen
Produktes. 3,95 g davon werden in 100 ml Methanol gelöst und mit
einer Methanol-Lösung von 18,2 g Tetrabutylammoniumtetrafluoro
borat versetzt. Das ausfallende hell-grüne Produkt wird abfiltriert, mit
Methanol ausreichend gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute be
trägt 1,35 g.
Elementaranalyse: C41H38B2F8N4 (760,39)
Berechnet:
C 64,76; H 5,04; N 7,37;
Gefunden:
C 64,40; H 5,30; N 7,30.
Analog wird
1.21. 1-(Vinyl-benzyl)-1'-[4-(10-phenyl-5,10-dihydro-5-phenazyl)-butyl]-4,4'-bi
pyridiniun ditetraphenylborat
hergestellt.
2.1. B = -(CH2)5-; G⁻ = BF4⁻
3,25 g (0,0208 mol) 4,4'-Bipyridin und 10 g (0,0208 mol) Monomer 1.1 werden in 30 ml Diethylenglykol bei 180°C unter Argon-Atmosphäre 4 h gerührt, abgekühlt, mit 300 ml Dioxan versetzt und 30 min unter Rückfluß ge kocht. Der Niederschlag wird von der Lösung abgetrennt und in 50 ml Methanol gelöst. Diese Lösung wird in eine Lösung von 30 g Tetrabutyl ammoniumtetrafluoroborat in 300 ml Methanol unter gutem Rühren getropft.
3,25 g (0,0208 mol) 4,4'-Bipyridin und 10 g (0,0208 mol) Monomer 1.1 werden in 30 ml Diethylenglykol bei 180°C unter Argon-Atmosphäre 4 h gerührt, abgekühlt, mit 300 ml Dioxan versetzt und 30 min unter Rückfluß ge kocht. Der Niederschlag wird von der Lösung abgetrennt und in 50 ml Methanol gelöst. Diese Lösung wird in eine Lösung von 30 g Tetrabutyl ammoniumtetrafluoroborat in 300 ml Methanol unter gutem Rühren getropft.
Ein grüner Niederschlag wird abgesaugt, mehrmals mit Methanol gewaschen
und im Vakuum getrocknet. Ausbeute: 8,2 g.
Analog wird das Polymer
2.2. B = -(CH2)2-O-(CH2)2-; G⁻ = BF4⁻ auf der Basis von Monomer 1.2 herge
stellt.
2.3. B = p-(-CH2-C6H4-CH2-); G⁻ = BF4⁻
3,4 g (0,0218 mol) 4,4'-Bipyridin und 10 g (0,0218 mol) Monomer 1.3 werden in 30 ml DMF bei 50°C unter Argon-Atmosphäre 24 h gerührt. Der weitere Lauf der Synthese ist analog 2.1. Ausbeute: 12,7 g.
3,4 g (0,0218 mol) 4,4'-Bipyridin und 10 g (0,0218 mol) Monomer 1.3 werden in 30 ml DMF bei 50°C unter Argon-Atmosphäre 24 h gerührt. Der weitere Lauf der Synthese ist analog 2.1. Ausbeute: 12,7 g.
Analog wird das Polymer
2.4. B = m-(-CH2-C6H4-CH2-); G⁻ = BF4⁻ auf der Basis von Monomer 1.4 herge
stellt.
In einer elektrochromen Vorrichtung gemäß Beispiel 10 wird für das Polymer
2.4 eine graublaue Färbung mit Absorptionsmaxima bei 453, 482, 565, 606,
662 nm erzielt.
Alle anderen Polymere des Beispiels 3 zeigen bei diesen Bedingungen ähnliche
blaugrüne Färbung mit mehreren Absorptionsmaxima, die zwei stärkste von
denen liegen in den Bereichen 455-490 nm und 590-620 nm.
2.5. 1.0 g (0,00217 mol) Monomer 1.3, 1,32 g (0,00217 mol) Monomer 1.10 und
0,801 g (0,00435 mol) 1,2-Bis(4-pyridyl)ethan werden in 10 ml DMF 4 h
unter Argonatmosphäre bei 80°C gerührt:
Die Reaktionsmischung wird im Vakuum zur Trockene eingeengt und weiter
2.1 analog bearbeitet. Ausbeute 0,9 g.
2.6. 5,72 g (0,005 mol) Monomer 1.13, 1,5 g (0,005 mol) Monomer 1.7 und
2,52 g (0,01 mol) 4,4'-Methylen-bis(phenylisocyanat) werden in 15 ml DMF
bei 80°C unter Argonatmosphäre 48 h gerührt.
Die Reaktionsmischung wird im Vakuum zur Trockene eingeengt. Der Rück
stand wird dreimal mit Methanol aufgekocht, abfiltriert und im Vakuum ge
trocknet. Ausbeute beträgt 7,78 g.
2.7. wird analog 2.6 aus den Monomeren 1.12 und 1.7 hergestellt. Ausbeute:
66,8% d.Th.
3.1. G⁻ = BF4⁻:
9,4 g (0,06 mol) 4,4'-Bipyridin und 18 g (0,06 mol) 1,10-Dibromdecan
werden in 30 ml Diethylenglykol bei 190°C unter Argonatmosphäre 4 h ge
rührt, abgekühlt, mit 300 ml Dioxan versetzt und 30 min mit Rückfluß ge
kocht. Der Niederschlag wird von der Lösung abgetrennt und in 100 ml
Methanol gelöst. Diese Lösung wird in die Lösung von 60 g Tetrabutyl
ammoniumtetrafluoroborat in 600 ml Methanol unter gutem Rühren zuge
tropft. Ein Niederschlag wird abgesaugt, mehrmals mit Methanol gewaschen
und im Vakuum getrocknet. Ausbeute: 5,0 g.
In einer elektrochromen Vorrichtung gemäß Beispiel 5 wird für das Polymer
3.1 in einer Lösung mit 5,10-Dimethyl-5,10-Dihydrophenazin eine blaugrüne
Färbung mit Absorptionsmaxima bei 435, 450, 462, 570, 604, 660 nm erzielt.
Alle anderen Polymere des Beispiels 3 zeigen bei diesen Bedingungen ähnliche
blaugrüne Färbung mit mehreren Absorptionsmaxima, die beiden intensivsten
liegen in den Bereichen 455-490 nm und 590-620 nm.
3.2. Ein Polymer folgender Struktur:
wird aus 3 g (0,00264 mol) Monomer 1.13 und 0,66 g (0,00264 mol) 4,4'-
Methylen-bis(phenylisocyanat) analog 2.6 hergestellt. Ausbeute beträgt 3,3 g.
3.3. Ein Polymer mit G⁻ = BF4⁻ wird aus 5 13372 00070 552 001000280000000200012000285911326100040 0002019801638 00004 13253,45 g (0,0081 mol) Monomer 1.12 und
2,03 g (0,0081 mol) 4,4'-Methylen-bis(phenylisocyanat) analog 3.2 hergestellt.
Die Ausbeute beträgt 2,2 g.
Die Ausbeute beträgt 2,2 g.
3.4. G⁻ = BF4⁻:
1.0 g Monomer 1.18 und 0,05 g α,α'-Azo-isobutyronitril werden in 10 ml
DMF bei 70°C unter Argon-Atmosphäre 48 h gerührt und im Vakuum zur
Trockene eingeengt. Der Rückstand wird dreimal mit Methanol aufgekocht,
abfiltriert und im Vakuum getrocknet. Die Ausbeute beträgt 0,09 g.
4.1. 2 g (0,00435 mol) Monomer 1.3 und 1,325 g (0,00435 mol) 4,4'-Iso
propylidenediphenol Dikaliumsalz:
werden in 6 ml 1,3-Dimethyl-3,4,5,6-tetrahydro-2(1H)-pyrimidinon bei 110°C
unter Argon-Atmosphäre 4 h gerührt, abgekühlt und mit 200 ml Wasser ver
setzt. Der Niederschlag wird von der Lösung abgetrennt, in Methanol mehr
mals mit Rückfluß gekocht und in Hochvakuum bei 150°C 2h getrocknet.
Ausbeute: 0,65 g.
Ausbeute: 0,65 g.
4.2. Das Polymer folgender Struktur:
wird aus Monomer 1.7 und 4,4'-Methylen-bis(phenylisocyanat) 3.2 analog
hergestellt. Ausbeute: 43% d. Th.
Es wurde eine elektrochrome Zelle aus zwei ITO-beschichteten Glasplatten und einem
Dichtungsring (Dicke 0.2 mm) gebaut, wie sie in US-A 4,902,108 in den Beispielen 1
bis 3 beschrieben ist. Sie wurde über eine Öffnung in dem Dichtungsring befüllt mit
einer Lösung von 94 mg der polymeren elektrochromen Verbindung 3.1 und von
42 mg des Dihydrophenazins der Formel
in 10 ml wasserfreiem Propylencarbonat. Die Farbe der Lösung in der Zelle war
blaßgelb. Nach Aniegen einer Spannung von 0.9 V färbte sich die Lösung rasch tief
blaugrün, nach Abschalten der Stromzufuhr entfärbte sich der Zellinhalt innerhalb von
ca. 30 s wieder und resultierte in dem ursprünglichen Blaßgelb. Mehr als 100 000
solcher Schaltzyklen wurden ohne irgendwelche Veränderungen überstanden.
Die blaugrüne Färbung zeigte Absorptionsmaxima bei 435, 450, 462, 570, 604,
660 nm.
Wenn die Glasscheibe gegenüber der ITO-beschichteten Seite versilbert war, erhielt
man einen verdunkelbaren Spiegel.
Es wurde wie in Beispiel 5 beschrieben ein Versuch gemacht, wobei anstelle von
Polymer 3.1 Polymer 3.3 genommen wurde. Nach dem Anlegen einer Gleichspannung
von 0,9 V färbte sich der blaßgelbe Zellinhalt rasch intensiv grünlich blau. Diese Farbe
verschwand nach dem Abschalten der Spannung wieder, wobei ein Kurzschließen der
Zelle zu einer rascheren Entfärbung führte.
Es wurde eine elektrochrome Zelle aus zwei ITO-beschichteten Glasplatten gebaut.
Dies geschah mit einem geeigneten Kleber als Dichtmaterial, in den der Abstandhalter
(fein gemahlener Quarzsand mit definierter Verteilung des Korndurchmessers d(max.)
= 200 µm) eingerührt war.
Die Befüllung der Zelle mit einer Lösung, die 0,02 molar an der polymeren elektro
chromen Verbindung 2.7 in wasserfreiem Dimethylformamid (DMF) war, erfolgte
unter Stickstoff-Atmosphäre in einer Glovebox. Der Verschluß der Zelle erfolgte
ebenfalls in der Glovebox mit einem geeigneten Dichtmaterial. Der Zellinhalt war vor
dem Anlegen einer Spannung blaßgelb bis farblos. Nach dem Anlegen einer Gleich
spannung von 0,9 V färbte sich der Zellinhalt rasch intensiv grünlich blau. Diese Farbe
verschwand nach dem Abschalten der Spannung wieder, wobei ein Kurzschließen der
Zelle zu einer rascheren Entfärbung führte. Der Endzustand der Zellfärbung war dann
wieder blaßgelb, wie zu Beginn.
Es wurde wie in Beispiel 7 beschrieben ein Versuch gemacht, wobei anstatt des
Polymers 2.7 Polymer 2.6 genommen wurde. Die Farbänderung des Zellinhaltes ist
nach dem Anlegen und nach dem Abschalten einer Gleichspannung von 0,9 V analog
Beispiel 7.
Es wurde wie in Beispiel 7 beschrieben ein Versuch gemacht, wobei anstatt 0,02
molarer Lösung des Polymers 2.7 eine Lösung von zwei Polymeren 3.3 und 4.2 (jedes
in 0,01 molar) genommen wurde. Die Farbänderung des Zellinhaltes ist nach dem
Anlegen und nach dem Abschalten einer Gleichspannung von 0,9 V analog Beispiel 7.
Es wurde eine elektrochrome Anzeigevorrichtung (Display) gebaut.
Eine mit ITO beschichtete Glasplatte (Widerstand 12 Ω/) wurde mit einem
handelsüblichen Photolack, z. B. ®Positiv 20 (Kontakt Chemie, Iffezheim) auf der
beschichteten Seite besprüht und im Dunkeln bei 50 bis 70°C während 1 h getrocknet.
Dann wurde die Lackschicht mit einer Folie bedeckt, die gemäß Fig. 1 schwarze
Segmente in einer transparenten Umgebung enthielt. Diese Folie wurde gemäß einer
am Computer hergestellten Vorlage mit einem Laserdrucker bedruckt. Durch diese
Folie wurde nun die Photolackschicht mit UV-Licht (aus einer Quecksilberlampe, z. B.
®HBO 200W/2 (Osram) oder aus einer Xenon-Hochdrucklampe ®XBO 75W/2
(Osram) während 1 bis 5 min belichtet. Die Folie wurde entfernt und die Lackschicht
in einem Natronlaugebad (7 g Natriumhydroxid pro Liter Wasser) so behandelt, daß
die unbelichteten Stellen abgespült wurden. Nun wurde die so vorbereitete Glasplatte
in ein Bad aus 67 g FeCl2 × 4 H2O, 6 g SnCl2 × 2 H2O, 104 ml Wasser und 113 ml
37 gew.-proz. Salzsäure gelegt, wodurch die ITO-Schicht an den lackfreien, ehemals
unbelichteten Stellen abgelöst wurde. Die verbliebene Lackschicht wurde mit Aceton
entfernt. Man erhielt eine Glasplatte (1), die Segmente (4), Leiterverbindungen (3)
und Kontakte (2) trug.
Aus einer 0.05 mm dicken Polyethylenfolie wurde ein rechteckiger Ring ausge
schnitten. An einer seiner Längsseiten wurde ein etwa 1-2 cm langes Stück entfernt
(5). Diese Folie wurde nun auf die mit ITO beschichtete Seite einer zweiten Glasplatte
(7) gelegt. Außerhalb der Folie - mit Ausnahme der Öffnung (6) - wurde ein Zwei
komponentenkleber, beispielsweise UHU® plus endfest 300 (UHU GmbH, Bühl)
aufgestrichen. Nun wurde die wie oben beschrieben hergestellte geätzte Glasplatte (1)
so auf die Folie gelegt, daß die ITO-Schicht auf der Seite der Folie lag (s. Abb.
2). Man ließ nun den Zweikomponentenkleber aushärten, eventuell durch leichtes
Erwärmen auf ca. 40°C.
Nun wurde die Zelle unter Stickstoffatmosphäre mit einer Lösung aus 572 mg der
polymeren elektrochromen Substanz 2.4 in 10 ml wasserfreiem Propylencarbonat über
die Öffnung (6) befüllt, beispielsweise mit Hilfe einer feinen Pipette oder durch
Einziehen der Lösung im Vakuum. Die Einfüllöffnung (6) wurde nun mit einem
passenden Stück Polyethylenfolie gefüllt und mit Zweikomponentenkleber dicht
verschlossen.
Durch Anlegen einer Spannung von 0.9 V an die Kontakte (2) der Segmente
(Minuspol) und die nichtgeätzte zweite Platte (7) (Pluspol) bildete sich während 2 s
ein tief graublaues Bild der kontaktierten Segmente aus. Es konnten so alle mittels 7
Segmenten darstellbaren Buchstaben und Ziffern graublau auf blaßgelbem Untergrund
dargestellt werden. Durch Abschalten der Spannung und Kurzschließen der Kontakte
verschwand das Bild während einiger Sekunden wieder. Die Segmente wurden
kantenscharf abgebildet. Auch nach mehrstündigem Dauerbetrieb in senkrechter
Stellung der elektrochromen Anzeigevorrichtung waren die Segmente gleichmäßig
gefärbt und zeigten scharfe Kanten.
Mehr als 100 000 solcher Schaltcyclen wurden ohne Veränderung überstanden. Die
graublaue Färbung zeigte Absorptionsmaxima bei 453, 482, 565, 606, 662 nm.
Beispiel 5 wurde wiederholt, jedoch wurden der elektrochromen Lösung 1,44 g des
UV-Absorbers der Formel
zugesetzt. Das Verhalten der Zelle beim Ein- und Ausschalten des Stromes blieb
unverändert. Während die Zelle nach Beispiel 5 nach 14 Tagen Belichtung im
Xenontester im ausgeschalteten Zustand bereits braun verfärbt war, blieb diese Zelle
unter gleichen Bedingungen farblich und in ihrer Funktion völlig unverändert.
Beispiel 10 wurde wiederholt, jedoch wurden der elektrochromen Lösung 1,16 g des
UV-Absorbers der Formel
zugesetzt. Das Verhalten der Anzeigevorrichtung beim Ein- und Ausschalten des
Stromes blieb unverändert. Während die Zelle nach Beispiel 10 nach 14 Tagen
Belichtung im Xenontester im ausgeschalteten Zustand bereits braun verfärbt war,
blieb diese Zelle unter gleichen Bedingungen farblich und in ihrer Funktion völlig un
verändert.
Es wurde wie in Beispiel 6 beschrieben eine mit ITO beschichtete Glasplatte geätzt.
Man erhielt eine Glasplatte (1), die Segmente (4), Leiterverbindungen (3) und
Kontakte (2) trug.
Eine zweite mit ITO beschichtete Glasplatte (7) wurde unter Stickstoff-Atmosphäre in
einer Glovebox mit einer 30 gew.-proz. Lösung des in Beispiel 6 benutzten elektro
chromen Polymeren in Dimethylformamid auf der mit ITO beschichteten Seite auf
etwa 3/4 der Fläche gleichmäßig bestrichen. Ebenfalls in der Glovebox wurde die Platte
(1) mit ihrer geätzten Seite auf diesen Lösungsauftrag aufgelegt, so daß die beiden
Platten wie in Fig. 2 gezeigt aufeinander zu liegen kamen. Die beiden Platten wurden
nun mit der Hand kräftig aufeinander gepreßt und leicht gegeneinander verrieben, so
daß eventuell eingeschlossene Luftblasen entweichen konnten. Dabei wurde ein Teil
der viskosen Lösung herausgepreßt und sorgsam mit einem Tissue-Papier abgewischt.
Die Schichtdicke der Lösungsschicht zwischen den beiden Platten betrug nun 30 µm.
In der Glovebox wurden nun mit einer Heißklebepistole ®Pattex Supermatic (Henkel
KGaA, Düsseldorf) die vier Kanten der zwischen den Platten (1) und (7) einge
sperrten Lösungsschicht versiegelt. Anschließend wurde die ausgehärtete Heiß
klebernaht mit einem Epoxi-Kleber ®Körapox 735 (Kömmerling, Pirmasenz) umhüllt
und somit mechanisch stabilisiert. Die Aushärtung des Epoxi-Klebers erfolgte bei
Raumtemperatur über Nacht.
Man erhielt so eine Zelle, die der des Beispiels 10 ähnlich war, aber mit geringerem
Schichtabstand.
Durch Anlegen einer Spannung von 1.2 V an die Kontakte (2) der Segmente
(Minuspol) und die nichtgeätzte zweite Platte (7) (Pluspol) bildete sich innerhalb 1 s
ein tief blaugraues Bild der kontaktierten Segmente aus. Es konnten so alle mittels 7
Segmenten darstellbaren Buchstaben und Ziffern blaugrau auf blaßgelbem Untergrund
dargestellt werden. Durch Abschalten der Spannung und Kurzschließen der Kontakte
verschwand das Bild innerhalb 1 s wieder. Die Segmente wurden kantenscharf
abgebildet. Auch nach mehrstündigem Dauerbetrieb in senkrechter Stellung der
elektrochromen Anzeigevorrichtung waren die Segmente gleichmäßig gefärbt und
zeigten scharfe Kanten.
Mehr als 10 000 solcher Schaltcyclen wurden ohne Veränderung überstanden. Die
blaugraue Färbung zeigte Absorptionsmaxima bei 453, 482, 565, 606, 662 nm.
Zwei mit ITO beschichtete Platten (Widerstand 12 Ω/) im Format 5 × 5 cm2 wurden
unter Stickstoff-Atmosphäre in der Glovebox mit einer 0.075 molaren Lösung des in
Beispiel 6 verwendeten elektrochromen Polymeren in Dimethylformamid auf der
ITO-Seite auf etwa % der Fläche gleichmäßig bestrichen und exakt waagrecht gelagert.
Während 4-5 h verdunstete das Lösungsmittel in der Stickstoffatmosphäre komplett
und man erhielt einen blaßgelben, transparenten Überzug des elektrochromen Poly
meren auf den Platten. Nun wurden in der Glovebox auf eine dieser Beschichtungen 5
Tropfen einer 25 gew.-proz. Lithiumperchloratlösung in Acetonitril aufgetragen. Die
zweite Platte wurde mit ihrer beschichteten Seite so auf diese Lösung aufgelegt, daß
die mit dem Polymeren beschichteten Flächen übereinander zu liegen kamen und die
nicht beschichteten Flächen nach je einer Seite frei abstehen. Die Platten wurden nun
zusammengedrückt und die austretende Lösung mit einem Tissue-Tuch abgewischt.
Der Abstand zwischen den beiden mit ITO beschichteten Glasplatten betrug nun
10 µm. Wie in Beispiel 13 beschrieben wurde nun die Vorrichtung an den vier Kanten
mit Heißkleber abgedichtet und mit Epoxi-Kleber gesichert.
Man erhielt so eine elektrochrome Vorrichtung. Durch Anlegen einer Spannung von
1.5 V an die beiden abstehenden, nicht beschichteten Flächen der beiden Platten
erhielt man während 1-2 s eine intensive flächige blaugraue Einfärbung, die nach Ab
schalten der Spannung und Kurzschluß während 1-2 s wieder vollständig verschwand.
Claims (20)
1. Elektrochromes System, enthaltend
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Substituenten RED1 oder OX2 in einem löslichen Polymer kovalent gebunden ist.
- - mindestens einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten RED1, der durch Elektronenabgabe an einer Anode in OX1 übergeht, und
- - mindestens einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substi tuenten OX2, der durch Elektronenaufnahme an einer Kathode in RED2 übergeht,
dadurch gekennzeichnet, daß mindestens einer der Substituenten RED1 oder OX2 in einem löslichen Polymer kovalent gebunden ist.
2. Elektrochromes System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
lösliche Polymer der Formel (I) genügt
E-[. . . (B1-Z-)a . . . (B2-Y-)b . . .]c-B-E (I),
worin
die Einheiten -B1-Z- und -B2-Y- alternierend, statistisch oder blockweise miteinander verknüpft sind,
Y und Z unabhängig voneinander ein Rest RED1 oder OX2 ist, wobei
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenaufnahme an einer Kathode in RED2 übergeht, wobei mit der Elektronenaufnahme eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungsausgleich jeweils die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenabgabe an einer Anode in OX1 übergeht, wobei mit der Elektronenabgabe eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungs ausgleich die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
B für B1 oder B2 steht,
B1 und B2 gleiche oder unterschiedliche Brückenglieder sind,
E eine Endgruppe der Polymerkette ist,
a und b für die Molenbrüche der Monomereinheiten -B1-Z- und -B2-Y- stehen, die beliebige Werte zwischen 0 und 1 aufweisen, wobei a = 1-b ist,
c für einen zahlenmittleren Polymerisationsgrad cn steht und 3 bis 200 000 beträgt, wobei das Verhältnis zwischen cn und dem gewichtsmittleren Polymerisationsgrad cw (Polymolaritätsindex) Q = cw/cn zwischen 1,1 und 100 liegt.
E-[. . . (B1-Z-)a . . . (B2-Y-)b . . .]c-B-E (I),
worin
die Einheiten -B1-Z- und -B2-Y- alternierend, statistisch oder blockweise miteinander verknüpft sind,
Y und Z unabhängig voneinander ein Rest RED1 oder OX2 ist, wobei
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenaufnahme an einer Kathode in RED2 übergeht, wobei mit der Elektronenaufnahme eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungsausgleich jeweils die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenabgabe an einer Anode in OX1 übergeht, wobei mit der Elektronenabgabe eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungs ausgleich die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
B für B1 oder B2 steht,
B1 und B2 gleiche oder unterschiedliche Brückenglieder sind,
E eine Endgruppe der Polymerkette ist,
a und b für die Molenbrüche der Monomereinheiten -B1-Z- und -B2-Y- stehen, die beliebige Werte zwischen 0 und 1 aufweisen, wobei a = 1-b ist,
c für einen zahlenmittleren Polymerisationsgrad cn steht und 3 bis 200 000 beträgt, wobei das Verhältnis zwischen cn und dem gewichtsmittleren Polymerisationsgrad cw (Polymolaritätsindex) Q = cw/cn zwischen 1,1 und 100 liegt.
3. Elektrochromes System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
lösliche Polymer ausgewählt ist aus den Verbindungen der Formeln (II) bis
(VIII)
wobei B, B1, B2, E, Y, Z, c, a und b die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben und c1 und c2 einen mittleren Polymerisationsgrad darstellen, wobei (c1 + c2) ≦ i ist.
wobei B, B1, B2, E, Y, Z, c, a und b die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben und c1 und c2 einen mittleren Polymerisationsgrad darstellen, wobei (c1 + c2) ≦ i ist.
4. Elektrochromes System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß B1
und B2 unabhängig voneinander O, -CH2-, (CH2)n- oder
-[Y1 s-(CH2)m-Y2-(CH2)e-Y3]o-(CH2)p-Y4 q- ist, wobei
Y1 bis Y4 unabhängig voneinander O, S, NR19, COO, OCO, CONH, OCONH, NHCONH, C(=O), OC(=O)O, -CH=CH- (trans- und cis), -CH2-CH=CH-, -C∼C-, -CH2-C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl, (C6-C12)- Arylen oder (C1-C4)-Arylalkylen, insbesondere p- und m-Dimethylen phenylen oder ein heterocyclischer Rest der Struktur
n eine ganze Zahl von 1 bis 16 ist,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 12 sind,
o eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und
q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 sind.
Y1 bis Y4 unabhängig voneinander O, S, NR19, COO, OCO, CONH, OCONH, NHCONH, C(=O), OC(=O)O, -CH=CH- (trans- und cis), -CH2-CH=CH-, -C∼C-, -CH2-C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl, (C6-C12)- Arylen oder (C1-C4)-Arylalkylen, insbesondere p- und m-Dimethylen phenylen oder ein heterocyclischer Rest der Struktur
n eine ganze Zahl von 1 bis 16 ist,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 12 sind,
o eine ganze Zahl von 0 bis 6 ist und
q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 sind.
5. Elektrochromes System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in
den Polymeren der Formeln (I)-(VIII)
R1 bis R4 unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)- Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R5 und R6 oder R7 und R8 Wasserstoff oder gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3- Brücke sind,
R9 und R10 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke sind,
R11, R12, R17 und R18 unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl sind,
R13 und R14 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-(C6C10)-Aryl sind,
R15 und R16 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke ist,
E1 ein O- oder S-Atom ist,
Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH)=CH-, -CCl=CH-,-CH∼CH- -CH=N-N=CH-, -C(CH3)=N-N=C(CH3)- oder -CCl=N-N=CCl- ist,
Z2 -(CH2)r-, p oder m- CH2-C6H4-CH2- ist,
r eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist und
G⁻ ein unter den Bedingungen redox-inertes, farbloses Anion ist; und/oder
R21 und R22 (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)- Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R23 bis R28 unabhängig voneinander Wasserstoff (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R29 bis R35 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Cyano, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, oder
R29, R30 und R34, R35 unabhängig voneinander gemeinsam eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke sind,
E2 ein O- oder S-Atom oder die Gruppen N-B4 oder C(CH3)2 ist,
E3 und E4 ein O- oder S-Atom oder die Gruppe NR36 sind,
R36 (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl ist und
v eine ganze Zahl von 1 bis 20 ist,
falls B3 gleich B4 ist, B3 und B4 gleich B1 oder B2 sind,
falls B3 ungleich B4 ist oder B4 fehlt, B3 -[Y1 s-(CH2)m-Y2-(CH2)e-Y3]o-Y4 ist,
- - mindestens eine Substanz OX2 ausgewählt aus den Formeln (IX) bis
(XVIII)
R1 bis R4 unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)- Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R5 und R6 oder R7 und R8 Wasserstoff oder gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3- Brücke sind,
R9 und R10 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke sind,
R11, R12, R17 und R18 unabhängig voneinander Wasserstoff, (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl sind,
R13 und R14 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-(C6C10)-Aryl sind,
R15 und R16 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke ist,
E1 ein O- oder S-Atom ist,
Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH)=CH-, -CCl=CH-,-CH∼CH- -CH=N-N=CH-, -C(CH3)=N-N=C(CH3)- oder -CCl=N-N=CCl- ist,
Z2 -(CH2)r-, p oder m- CH2-C6H4-CH2- ist,
r eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist und
G⁻ ein unter den Bedingungen redox-inertes, farbloses Anion ist; und/oder
- - mindestens eine Substanz RED1 ausgewählt aus den Formeln
(XIX) bis (XXV)
R21 und R22 (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)- Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R23 bis R28 unabhängig voneinander Wasserstoff (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R29 bis R35 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Cyano, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, oder
R29, R30 und R34, R35 unabhängig voneinander gemeinsam eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke sind,
E2 ein O- oder S-Atom oder die Gruppen N-B4 oder C(CH3)2 ist,
E3 und E4 ein O- oder S-Atom oder die Gruppe NR36 sind,
R36 (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl ist und
v eine ganze Zahl von 1 bis 20 ist,
falls B3 gleich B4 ist, B3 und B4 gleich B1 oder B2 sind,
falls B3 ungleich B4 ist oder B4 fehlt, B3 -[Y1 s-(CH2)m-Y2-(CH2)e-Y3]o-Y4 ist,
- wobei
Y1 O, NR19, COO, OCO, CONH, OCONH, NHCONH, C(=O), OC(=O)O, -CH2-CH=CH- (trans- und cis-), -CH2-C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl, (C6-C12)-Arylen oder (C7-C14)- Arylalkylen ist,
Y2 O, NR19 COO, OCO, CONH, -CH=CH- (trans- und cis-) -C∼C- (C4-C7)-Cycloalkandiyl oder (C6-C12)-Arylen ist,
Y3 O, NR19 COO, OCO, CONH oder (C6-C12)-Arylen ist und
Y4 ausgewählt aus
ist,
wobei
B5 B1 oder B2 ist und
R20 Wasserstoff; (C1-C18)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, (C1-C4)-Alkoxy carbonyl, (C6-C10)-Aryl, Halogen oder Cyano ist,
B4 fehlt oder Wasserstoff; (C1-C18)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C1-C4)-Alkoxy, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl, Halogen, Cyano oder Nitro ist, und
B1 und B2 die in Anspruch 4 angegebene Bedeutung haben.
6. Elektrochromes System gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es
ein redox-inertes Lösungsmittel, ein oder mehrere inerte Leitsalze, Verdicker
und/oder UV-Absorber enthält.
7. Elektrochrome Vorrichtung enthaltend das elektrochrome System gemäß
Anspruch 1.
8. Lösliches Polymer der Formel I
E-[. . . (B1-Z-)a . . . (B2-Y-)b . . .]c-B-E (I),
worin
die Einheiten -B1-Z- und -B2-Y- alternierend, statistisch oder blockweise miteinander verknüpft sind,
Y und Z unabhängig voneinander ein Rest RED1 oder OX2 ist, wobei
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenaufnahme an einer Kathode in RED2 übergeht, wobei mit der Elektronenaufnahme eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungsausgleich jeweils die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenabgabe an einer Anode in OX1 übergeht, wobei mit der Elektronenabgabe eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einher farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungs ausgleich die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
B für B1 oder B2 steht,
B1 und B2 gleiche oder unterschiedliche Brückenglieder sind,
E eine Endgruppe der Polymerkette ist,
a und b für die Molenbrüche der Monomereinheiten -B1-Z- und -B2-Y- stehen, die beliebige Werte zwischen 0 und 1 aufweisen, wobei a = 1-b ist,
c für einen zahlenmittleren Polymerisationsgrad cn steht und 3 bis 200 000 beträgt, wobei das Verhältnis zwischen cn und dem gewichtsmittleren Polymerisationsgrad cw (Polymolaritätsindex) Q = cw/cn zwischen 1,1 und 100 liegt.
E-[. . . (B1-Z-)a . . . (B2-Y-)b . . .]c-B-E (I),
worin
die Einheiten -B1-Z- und -B2-Y- alternierend, statistisch oder blockweise miteinander verknüpft sind,
Y und Z unabhängig voneinander ein Rest RED1 oder OX2 ist, wobei
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenaufnahme an einer Kathode in RED2 übergeht, wobei mit der Elektronenaufnahme eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einer farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungsausgleich jeweils die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht, der durch Elektronenabgabe an einer Anode in OX1 übergeht, wobei mit der Elektronenabgabe eine Zunahme der Extinktion im sichtbaren Bereich des Spektrums von einher farblosen oder schwach gefärbten Form in eine gefärbte Form verbunden ist und wobei nach Ladungs ausgleich die farblose bzw. schwach gefärbte Form zurückgebildet wird, und
B für B1 oder B2 steht,
B1 und B2 gleiche oder unterschiedliche Brückenglieder sind,
E eine Endgruppe der Polymerkette ist,
a und b für die Molenbrüche der Monomereinheiten -B1-Z- und -B2-Y- stehen, die beliebige Werte zwischen 0 und 1 aufweisen, wobei a = 1-b ist,
c für einen zahlenmittleren Polymerisationsgrad cn steht und 3 bis 200 000 beträgt, wobei das Verhältnis zwischen cn und dem gewichtsmittleren Polymerisationsgrad cw (Polymolaritätsindex) Q = cw/cn zwischen 1,1 und 100 liegt.
9. Verfahren zur Herstellung der löslichen Polymere gemäß Anspruch 8, dadurch
gekennzeichnet, daß ein oder mehrere RED1 und/oder OX2 enthaltende
Monomere der Formeln XXVI-XXVIII
X1-B6-OX2-B7-X2 (XXVI),
X1-B6-RED1-B7-X2 (XXVII),
X1-B6-OX2-B8-RED1-B7-X2 (XXVIII),
worin
OX2 für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redox system steht, und
RED1 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redox- System steht,
B6, B7, B8 die Brückenglieder sind
X1 und X2 jeweils für mindestens eine zur Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition befähigte Gruppe steht,
einer Polymerisations-, Polykondensations- oder Polyadditionsreaktion unter worfen werden.
X1-B6-OX2-B7-X2 (XXVI),
X1-B6-RED1-B7-X2 (XXVII),
X1-B6-OX2-B8-RED1-B7-X2 (XXVIII),
worin
OX2 für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redox system steht, und
RED1 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redox- System steht,
B6, B7, B8 die Brückenglieder sind
X1 und X2 jeweils für mindestens eine zur Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition befähigte Gruppe steht,
einer Polymerisations-, Polykondensations- oder Polyadditionsreaktion unter worfen werden.
10. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in den Mono
meren der Formeln XXVI bis XXVIII
OX2 für einen Rest der Formeln IX bis XVIII steht,
worin
R1 bis R4 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)- Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R5 und R6 oder R7 und R8 Wasserstoff oder gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3- Brücke sind,
R9 und R10 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke sind,
R11, R12, R17 und R18 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C4)-Alkyl, (C1- C4)-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl sind,
R13 und R14 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-(C6-C16)-Aryl sind,
R15 und R16 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke ist,
E1 ein O- oder S-Atom ist,
Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH)=CH-, -CCl=CH- -CH∼CH-, -CH=N-N=CH-, -C(CH3)=N-N=C(CH3)- oder -CCl=N-N=CCl- ist,
Z2 -(CH2)r-, p oder m- CH2-C6H4-CH2- ist,
r eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist und
G⁻ ein unter den Bedingungen redox-inertes, farbloses Anion ist, und
RED1 für einen Rest aus Verbindungen der Formeln XIX bis XXV steht,
worin
R21 und R22 (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)- Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R23 bis R28 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, und
R26 zusätzlich NR37R37 bedeuten,
R29 bis R35 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Cyano, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, oder
R29, R30 und R34, R35 unabhängig voneinander gemeinsam eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke sind,
E2 ein O- oder S-Atom oder die Gruppen N-B4 C(CH3)2, C=O oder SO2 ist,
E3 und E4 ein O- oder S-Atom oder die Gruppe NR36 sind,
R36 und R37 unabhängig voneinander (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)- Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl bedeuten und R36 zu sätzlich Wasserstoff bedeutet oder
R36 und R37 in der Bedeutung von NR36R37 gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen fünf- oder sechsgliedrigen, gesättigten Ring bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann, und
R36 (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl ist,
v eine ganze Zahl von 1 bis 20 ist,
falls B3 gleich B4 ist, B3 und B4 gleich B1 oder B2 sind,
falls B3 ungleich B4 ist oder B4 fehlt, B3 -[Ys 1-(CH2)m-Y2-(CH2)e-Y3]o-Y4 ist,
B5 B1 oder B2 ist und
R20 Wasserstoff; (C1-C18)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C6-C10)-Aryl, Halogen oder Cyano ist,
B4 fehlt oder Wasserstoff; (C1-C18)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C1-C4)- Alkoxy, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl, Halogen, Cyano oder Nitro ist und
B1 und B2 die bei den Formeln I bis VIII angegebene Bedeutung haben,
auf den Plätzen von B3 und B4 die Brückenglieder B6, B7 und B8 stehen,
X1 und X2 jeweils für Halogen, -OH, -O⁻, -COOH, -COO- (C1-C4)-Alkyl,-O-C(=O)-(C1-C4)-Alkyl, -COO⁻, -NH2, -NH-(C1-C4)- Alkyl, -N=C=O, oder ein tertiäres Stickstoffatom, das drei gleiche oder verschiedene (C1-C12)-Alkyl-, (C7-C15)-Aralkyl-, (C6-C10)-Aryl-Substi tuenten trägt oder ein Glied des 4- bis 7-atomaren Ringes ist, der auch weitere Heteroatome enthalten darf, oder
X1 oder X2 für eine C=C-Doppelbindung, eine -O-C(=O)-CH=CH2 oder -O-C(=O)-C(CH3)-CH2-Gruppe steht.
OX2 für einen Rest der Formeln IX bis XVIII steht,
worin
R1 bis R4 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)- Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R5 und R6 oder R7 und R8 Wasserstoff oder gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3- Brücke sind,
R9 und R10 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke sind,
R11, R12, R17 und R18 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C4)-Alkyl, (C1- C4)-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl sind,
R13 und R14 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-(C6-C16)-Aryl sind,
R15 und R16 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke ist,
E1 ein O- oder S-Atom ist,
Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH)=CH-, -CCl=CH- -CH∼CH-, -CH=N-N=CH-, -C(CH3)=N-N=C(CH3)- oder -CCl=N-N=CCl- ist,
Z2 -(CH2)r-, p oder m- CH2-C6H4-CH2- ist,
r eine ganze Zahl von 1 bis 10 ist und
G⁻ ein unter den Bedingungen redox-inertes, farbloses Anion ist, und
RED1 für einen Rest aus Verbindungen der Formeln XIX bis XXV steht,
worin
R21 und R22 (C1-C8)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)- Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl sind,
R23 bis R28 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, und
R26 zusätzlich NR37R37 bedeuten,
R29 bis R35 unabhängig voneinander Wasserstoff; (C1-C4)-Alkyl, (C1-C4)- Alkoxy, Cyano, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl oder (C6-C10)-Aryl sind, oder
R29, R30 und R34, R35 unabhängig voneinander gemeinsam eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke sind,
E2 ein O- oder S-Atom oder die Gruppen N-B4 C(CH3)2, C=O oder SO2 ist,
E3 und E4 ein O- oder S-Atom oder die Gruppe NR36 sind,
R36 und R37 unabhängig voneinander (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)- Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl bedeuten und R36 zu sätzlich Wasserstoff bedeutet oder
R36 und R37 in der Bedeutung von NR36R37 gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen fünf- oder sechsgliedrigen, gesättigten Ring bilden, der weitere Heteroatome enthalten kann, und
R36 (C1-C12)-Alkyl, (C2-C8)-Alkenyl, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl ist,
v eine ganze Zahl von 1 bis 20 ist,
falls B3 gleich B4 ist, B3 und B4 gleich B1 oder B2 sind,
falls B3 ungleich B4 ist oder B4 fehlt, B3 -[Ys 1-(CH2)m-Y2-(CH2)e-Y3]o-Y4 ist,
- wobei
Y1 O, NR19, COO, OCO, CONH, OCONH, NHCONH, C(=O), OC(=O)O, -CH2-CH=CH- (trans- und cis-), -CH2-C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl, (C6-C12)-Arylen oder (C7-C14)-Aryl alkylen ist,
Y2 O, NR19 COO, OCO, CONH, -CH=CH- (trans- und cis-), -C∼C-, (C4-C7)-Cycloalkandiyl oder (C6-C12)-Arylen ist,
Y3 O, NR19 COO, OCO, CONH oder (C6-C12)-Arylen ist und
Y4
ist,
B5 B1 oder B2 ist und
R20 Wasserstoff; (C1-C18)-Alkyl, (C1-C4)-Alkoxy, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C6-C10)-Aryl, Halogen oder Cyano ist,
B4 fehlt oder Wasserstoff; (C1-C18)-Alkyl, (C2-C12)-Alkenyl, (C1-C4)- Alkoxy, (C3-C7)-Cycloalkyl, (C1-C4)-Alkoxycarbonyl, (C7-C15)-Aralkyl oder (C6-C10)-Aryl, Halogen, Cyano oder Nitro ist und
B1 und B2 die bei den Formeln I bis VIII angegebene Bedeutung haben,
auf den Plätzen von B3 und B4 die Brückenglieder B6, B7 und B8 stehen,
X1 und X2 jeweils für Halogen, -OH, -O⁻, -COOH, -COO- (C1-C4)-Alkyl,-O-C(=O)-(C1-C4)-Alkyl, -COO⁻, -NH2, -NH-(C1-C4)- Alkyl, -N=C=O, oder ein tertiäres Stickstoffatom, das drei gleiche oder verschiedene (C1-C12)-Alkyl-, (C7-C15)-Aralkyl-, (C6-C10)-Aryl-Substi tuenten trägt oder ein Glied des 4- bis 7-atomaren Ringes ist, der auch weitere Heteroatome enthalten darf, oder
X1 oder X2 für eine C=C-Doppelbindung, eine -O-C(=O)-CH=CH2 oder -O-C(=O)-C(CH3)-CH2-Gruppe steht.
11. Elektrochrome Monomere der Formeln (XXVI bis XXVIII)
X1-B6-OX2-B7-X2 (XXVI),
X1-B6-RED1-B7-X2 (XXVII),
X1-B6-OX2-B8-RED1-B7-X2 (XXVIII),
worin
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, und
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht, und
B6, B7, B8 Brückenglieder sind
X1 und X2 jeweils für mindestens eine zur Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition befähigte Gruppe stehen.
X1-B6-OX2-B7-X2 (XXVI),
X1-B6-RED1-B7-X2 (XXVII),
X1-B6-OX2-B8-RED1-B7-X2 (XXVIII),
worin
OX2 für einen reversibel elektrochemisch reduzierbaren Substituenten steht, und
RED1 für einen reversibel elektrochemisch oxidierbaren Substituenten steht, und
B6, B7, B8 Brückenglieder sind
X1 und X2 jeweils für mindestens eine zur Polymerisation, Polykondensation oder Polyaddition befähigte Gruppe stehen.
12. Elektrochrome Monomere gemäß Anspruch 11, die der Formel XXIX ent
sprechen
worin
B6 = B7 -(CH2)n- ist,
X1 = X2 = -OH ist,
n = 2-11 ist,
G⁻ ausgewählt ist aus Halogenid, Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Perchlorat, Dodecylsulfonat, Hexadecylsulfonat, Toluolsulfonat, Butylbenzolsulfonat, Dodecylbenzolsulfonat, Hexa fluorophosphat, 7,8- oder 7,9-Dicarba-nido-undecaborat (1-), oder
B6 = o, m, p- C6H4-CH2- oder ein Gemisch der Isomeren ist,
X1 = -CH=CH2 ist,
ist,
X2 fehlt und
worin
B6 = B7 -(CH2)n- ist,
X1 = X2 = -OH ist,
n = 2-11 ist,
G⁻ ausgewählt ist aus Halogenid, Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Perchlorat, Dodecylsulfonat, Hexadecylsulfonat, Toluolsulfonat, Butylbenzolsulfonat, Dodecylbenzolsulfonat, Hexa fluorophosphat, 7,8- oder 7,9-Dicarba-nido-undecaborat (1-), oder
B6 = o, m, p- C6H4-CH2- oder ein Gemisch der Isomeren ist,
X1 = -CH=CH2 ist,
ist,
X2 fehlt und
- B8 = -(CH2)n- ist,
n= 2-18 ist oder
B8 = o, m oder p-CH2-C6H4-CH2- ist
13. Elektrochrome Monomere gemäß Anspruch 11, die der Formel XXX ent
sprechen
worin
B6 = B7 = -(CH2)n- mit n = 2-18 ist,
B6 = B7 = -(CH2)2-O-(CH2)2- oder o, m oder p-CH2-C6H4-CH2- ist,
und X1 = X2 = Halogen ist,
oder
B6 = B7 = -(CH2)n- mit n = 2-18 ist, oder
B6 = B7 = -(CH2)2-O-(CH2)2- ist, oder
o, m oder p-CH2-C6H4-CH2- ist,
X1 = X2 = -O-C(=O)-(C1-C4)-Alkyl oder -O-C(=C))-CH=CH2 oder
-O-C(=O)-C(CH3)=CH2,
oder
B6 = -(CH2)n- mit n = 2-18 ist,
B7= -Ph ist,
X1 = -O-C(=O)-CH=CH2 oder -O-C(=O)-C(CH3)=CH2 ist und
X2 fehlt, oder
B6= B7 = -(CH2)n mit n = 3-11 ist,
und X1 = X2 = -OH ist, oder
B6 = B7 = -CH2-CH(CnH2n+1)- mit n = 1-18 ist,
und X1 = X2 = -OH ist.
worin
B6 = B7 = -(CH2)n- mit n = 2-18 ist,
B6 = B7 = -(CH2)2-O-(CH2)2- oder o, m oder p-CH2-C6H4-CH2- ist,
und X1 = X2 = Halogen ist,
oder
B6 = B7 = -(CH2)n- mit n = 2-18 ist, oder
B6 = B7 = -(CH2)2-O-(CH2)2- ist, oder
o, m oder p-CH2-C6H4-CH2- ist,
X1 = X2 = -O-C(=O)-(C1-C4)-Alkyl oder -O-C(=C))-CH=CH2 oder
-O-C(=O)-C(CH3)=CH2,
oder
B6 = -(CH2)n- mit n = 2-18 ist,
B7= -Ph ist,
X1 = -O-C(=O)-CH=CH2 oder -O-C(=O)-C(CH3)=CH2 ist und
X2 fehlt, oder
B6= B7 = -(CH2)n mit n = 3-11 ist,
und X1 = X2 = -OH ist, oder
B6 = B7 = -CH2-CH(CnH2n+1)- mit n = 1-18 ist,
und X1 = X2 = -OH ist.
14. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die elektro
chromen Monomeren, die zwei primäre oder sekundäre OH-Gruppen besitzen,
mit aliphatischen oder aromatischen Diisocyanaten polykondensiert werden.
15. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die elektro
chromen Monomeren, die zwei primäre Halogen-Gruppen besitzen, mit
aliphatischen oder aromatischen Verbindungen, die zwei tertiäre Stickstoff
atome besitzen, die ihrerseits drei gleiche oder verschiedene (C1-C12)-Alkyl-,
(C7-C15)-Aralkyl-, (C6-C10)-Aryl-Substituenten tragen oder die Glieder der 4-
bis 7-atomaren Ringe sind, polyaddiert werden.
16. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die elektro
chromen Monomeren, die mindestens eine C=C-Doppelbindung besitzen,
durch radikalische Polymerisation polymerisiert werden.
17. Verfahren gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die elektro
chromen Monomeren, die zwei OH-Gruppen besitzen, mit Dicarbonsäure
dichloriden polykondensiert werden.
18. Lösung, enthaltend ein dipolar aprotisches Lösemittel und ein darin gelöstes
Polymer gemäß Anspruch 8.
19. Folien mit Beschichtungen, die die Polymeren gemäß Anspruch 8 enthalten.
20. Elektrochrome Vorrichtung, die Folien mit Beschichtungen gemäß Anspruch
18 enthält.
Priority Applications (12)
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|---|---|
| DE (1) | DE19801638A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10227850A1 (de) * | 2002-06-21 | 2004-01-15 | Infineon Technologies Ag | Schaltungselement mit einer ersten Schicht aus einem elektrisch isolierenden Substratmaterial, Verfahren zur Herstellung eines Schaltungselements, Bispyridinium-Verbindungen sowie deren Verwendung in Schaltungselementen |
| DE112018003716B4 (de) | 2017-07-20 | 2022-12-15 | The Board Of Trustees Of The Michigan State University | Redox-Flow Batterie |
-
1998
- 1998-01-17 DE DE19801638A patent/DE19801638A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10227850A1 (de) * | 2002-06-21 | 2004-01-15 | Infineon Technologies Ag | Schaltungselement mit einer ersten Schicht aus einem elektrisch isolierenden Substratmaterial, Verfahren zur Herstellung eines Schaltungselements, Bispyridinium-Verbindungen sowie deren Verwendung in Schaltungselementen |
| US6998637B2 (en) | 2002-06-21 | 2006-02-14 | Infineon Technologies Ag | Circuit element having a first layer composed of an electrically insulating substrate material, a method for producing a circuit element, bispyridinium compounds and their use in circuit elements |
| DE112018003716B4 (de) | 2017-07-20 | 2022-12-15 | The Board Of Trustees Of The Michigan State University | Redox-Flow Batterie |
| US11545691B2 (en) | 2017-07-20 | 2023-01-03 | Board Of Trustees Of Michigan State University | Redox flow battery |
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