DE19800341C2 - IC-Karte, insbesondere für ein schlüsselloses Zugangssystem - Google Patents
IC-Karte, insbesondere für ein schlüsselloses ZugangssystemInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine IC-Karte, insbesondere für ein
schlüsselloses Zugangssystem gemäß Oberbegriff des Patentan
spruchs 1.
Ein tragbarer Hochfrequenzsender für schlüssellose Zugangs
systeme, insbesondere an Fahrzeugen mit einem dünnen Gehäuse
in dem ein elektronische Komponenten aufweisendes Substrat an
geordnet ist wurde beispielsweise mit der DE 36 27 194 A1 vor
geschlagen.
Derartige bekannte tragbare Hochfrequenzsender mit Abmessungen
etwa in der Größe einer Kreditkarte dienen dem Abgeben eines
kodierten Hochfrequenzsignales, um zum Beipiel Fahrzeugein
richtungen, wie eine Türverriegelung, einen Kofferraumver
schluß oder aber auch die Zündung oder dergleichen zu betäti
gen.
Bekannte IC-Karten-Sender können in Kleidungstaschen getragen
werden, jedoch ist die Karte durch Bewegungen des Benutzers
nicht unerheblichen Biegebelastungen ausgesetzt. Diese Biege
belastungen können zu Schäden der elektronischen Komponenten
führen.
Durch die Anordnung eines Chipmoduls mit Montage dieses Moduls
Chip face-down hinein in eine Kavität des Kartenkörpers, wird
das unerwünschte Einwirken von Biegespannungen auf den aktiven
elektronischen Schaltkreis stark reduziert, so daß die gewünschte
Langzeitstabilität der Karte bereits annähernd er
reichbar ist.
Schwierigkeiten bestehen jedoch dann, wenn herkömmliche Bat
terien oder Akkumulatoren in den Kartenkörper zu implementie
ren sind. Um die gewünschten Kapazitäten der Stromversorgungs
einheit, bestehend aus Akkumulator oder Batterie zu erreichen,
ist ein Element entsprechend großer Dimension erforderlich,
was jedoch aufgrund seiner Kompaktheit in dem zur Verfügung
stehenden Kartenraum nicht oder nur unzulänglich eingebracht
und dort fixiert werden kann.
Wird eine bekannte Batterie- oder Akkumulatorzelle als groß
flächiger, starrer Körper in der Karte positioniert, übertra
gen sich mangels Elastizität der Zelle Biegekräfte ungehindert
auf die weiteren elektronischen Komponenten, mit dem Nachteil,
örtlich hoher mechanischer Spannungen, die zu einer Zerstörung
mit nachfolgendem Funktionsausfall führen.
Aus der DE 195 35 324 C1 ist eine Chipkarte in Form eines
Codegebers für ein Zugangskontrollsystem bekannt, welche
unempfindlich gegen Verbiegen und sonstige mechanische
Belastungen sein soll. Gemäß der dortigen Lösung wird auf ein
wannenförmiges, biegsames Gehäuseunterteil zurückgegriffen, in
dem eine flexible Leiterplatte angeordnet ist. Auf der Leiter
platte sind dann die entsprechenden Schaltungsbaugruppen bzw.
die elektronischen Komponenten fixiert. Ein biegsames Gehäuse
oberteil ist z. B. durch Einrasten mit dem Gehäuseunterteil
verbunden und verschließt dieses. Zusätzlich besteht die
Möglichkeit, auf dem Gehäuseoberteil eine Abdeckfolie anzu
ordnen und/oder Dichtmittel vorzusehen. Als bevorzugt wird
dargelegt, daß das Gehäuseoberteil abnehmbar auszubilden ist,
um in der Chipkarte befindliche Batterien bei Bedarf auszu
tauschen. Weiterhin ist das Gehäuseoberteil oder das
Gehäuseunterteil mit im Inneren ausgebildeten Stützelementen
versehen, die einen Abstand zwischen den beiden vorgenannten
Teilen bewirken. Hierdurch entstehen Hohlräume, in denen
Bauteile der Schaltung angeordnet werden können. Wenn die
Karte mechanisch belastet wird, erfolgt eine Aufteilung der
Druckkräfte, wobei die im Inneren befindlichen Bauteile frei
von äußeren mechanischen Spannungen oder Belastungen bleiben
sollen.
Aus der WO 96/36937 A1 ist ein sogenanntes Radio Frequency
Identification Label mit einer speziellen Batterieanordnung
bekannt. Auf einem Substrat ist ein erster Batterieteil
umfassend Anode und Kathode vorgesehen. Anode und Kathode sind
mit einem entsprechenden Stromversorgungs-Schaltkreis über
Leitungen verbunden. Die Leitungen bestehen aus konventio
nellen Materialien, wie leitfähige Farbe, Dünnfilmbeschichtung
oder metallischer Folie. Ein zweites Batterieteil ist auf
einem Streifen gegenüber dem Ende des vorgenannten Substrats
montiert. Dieses zweite Batterieteil nimmt das elektrolytische
Material auf. Das zweite Batterieteil ist weiterhin so ausge
führt, daß dann, wenn der Streifen gefaltet, d. h. zum Substrat
hin umgeschlagen wird, der Elektrolyt mit dem ersten Batterie
teil in Kontakt kommt, wodurch sich die entsprechenden
Batterieeigenschaften einstellen.
Aus der JP-08-138022 A ist es bekannt, über ein induktives
Element die in einer IC-Karte vorhandenen Batterien aufzu
laden.
Aus dem Vorgenannten ist es daher Aufgabe der Erfindung, eine
weitergebildete IC-Karte, insbesondere für ein schlüsselloses
Zugangssystem anzugeben, bei der eine Stromversorgungseinheit
so anzuordnen ist, daß einerseits die gewünschte Kapazität für
die Spannungs- und Stromversorgung gewährleistet ist und
darüber hinaus das flächige Kartengebilde gegenüber Knick- und
Biegebelastungen beständig ist.
Die Lösung der Aufgabe der Erfindung erfolgt mit einem Gegen
stand gemäß den Merkmalen des Patentanspruches 1, wobei die
Unteransprüche zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen
umfassen.
Gemäß der Erfindung ist innerhalb des Kartenkörpers als Strom
versorgungseinheit eine Vielzahl von vorkonfektionierten,
miniaturisierten, flächigen Batterie- oder Akkumulatorzellen,
insbesondere Dünnfilm-Elektrolytzellen vorgesehen. Diese
einzelnen Zellen befinden sich vorzugsweise in Ausnehmungen im
Kartenkörper und sind elektrisch in Reihe und/oder parallel
verschaltet, um die gewünschte Kapazität, respektive die
notwendige Spannung für die Versorgung der übrigen elektro
nischen Komponenten zu gewährleisten. Mit der Erfindung wird
also quasi eine Batteriekarte anhand einer üblichen Karten
batterie realisiert.
In vorteilhafter Weise werden die elektrischen Verbindungen
zwischen den einzelnen Batterie- oder Akkumulatorzellen durch
eine strukturierte Leitfolie realisiert. Zweckmäßigerweise
wird die Leitfolie beim Laminieren der Karte so thermisch und
durch Druckkräfte behandelt, daß sich die elektrische Kontak
tierung wie gewünscht einstellt. Die Herstellung von Karten
und die Ausbildung der Batterien wird demnach vereint.
Durch die in der IC-Karte vorhandene Antenne bzw. Antennen
spule zum drahtlosen Informationsaustausch kann in besonders
bevorzugter Weise während des Einsatzes der Karte beim Betrieb
eines Kraftfahrzeuges ein induktives Laden der Akkumulatoren
erfolgen.
Nach dem mit dem schlüssellosen Zugangssystem in Form der be
schriebenen IC-Karte beispielsweise die Tür eines Kraftfahr
zeuges geöffnet und das Fahrzeug mit dem Zugangssystem in Be
trieb genommen wurde, bleibt die IC-Karte in einem dafür vor
gesehenen Aufnahmeschlitz. Hier wird, in an sich bekannter
Weise dann induktiv der Stromversorgungseinheit Energie zuge
führt, so daß ein Wiederaufladen oder Puffern der Akkumulator
zellen gegeben ist.
Damit die gewünschte Biegeradien der IC-Karte erreicht werden
können, ist der seitliche Abstand der Akkumulatorzellen unter
einander so gewählt, daß eine biegeseitige Beschädigung der
Zellen bzw. der in den Ausnehmungen im Kartenkörper befind
lichen Zellen ausgeschlossen wird.
Damit die Verbindungs-Leitfolie den im Betrieb bei der Handha
bung oder Transport auftretenden Biegekräften folgen kann,
ohne daß Kontaktabrisse auftreten, wird die Leitfolie vorzugs
weise im Bereich zwischen den Akkumulatorzellen oder zwischen
den Ausnehmungen im Kartenkörper mit Biege- und Verformungs
sicken versehen.
Es sei an dieser Stelle angemerkt, daß alternativ zu dem Leit
folie-Laminat auf andere, bekannte Verbindungstechniken zu
rückgegriffen werden kann.
In einer Ausführungsform der Erfindung kann die Vielzahl von
vorkonfektionierten, miniaturisierten, flächigen eine Gitter
struktur aufweisende Batterie- oder Akkumulatorzellengruppe so
im Kartenkörper angeordnet werden, daß zwischen den Zellen ein
Verbindungskanal besteht, der sich zu einer Kartenaußenseite
hin öffnet. Auf diese Weise können die IC-Karten komplett
vorgefertigt werden, um diese anschließend auf Lager zu
halten. Kurz vor der Auslieferung der IC-Karte oder beim
Kunden erfolgt dann das Einspritzen von Elektrolytflüssigkeit
über die vorgesehene Öffnung unter Nutzung der Verbindungen
zwischen den Räumen, die die Zellen aufnehmen oder die Zellen
selbst bilden. Durch diese quasi trockene Herstellung und
Lagerung wird Alterungserscheinungen und damit einer uner
wünschten Reduzierung der Lebensdauer der Zellen und damit der
IC-Karte vorgebeugt.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbei
spieles sowie unter Zuhilfenahme von Figuren näher erläutert
werden.
Hierbei zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine IC-Karte ohne Deckfolie mit
erkennbarer Anordnung der Batterie- oder Akkumula
torzellen und
Fig. 2 einen Querschnitt entlang der Linie AA einer IC-
Karte, wie in Fig. 1 gezeigt.
Die IC-Karte nach Fig. 1 besteht aus einem Kunststoffkarten
körper 1. Dieser Kunststoffkartenkörper 1 weist eine Kavität 2
auf, die der Aufnahme eines Chipmoduls (nicht gezeigt) dient.
Der Chipmodul wird mechanisch und elektrisch mit dem Karten
körper 1 verbunden, insbesondere wird ein elektrischer An
schluß der Antennenspule 3 realisiert. Hierfür sind entspre
chende Kontaktfelder 31 vorgesehen.
In dem Kartenkörper 1 befinden sich nun eine Vielzahl von vor
konfektionierten, miniaturisierten, flächigen Batterie- oder
Akkumulatorzellen 4. Diese Zellen 4 sind so angeordnet, daß
die zur Verfügung stehende Restfläche im Kartenkörper 1 ohne
dessen Gesamtstabilität zu beeinträchtigen maximal ausgenutzt
wird.
Die Abstände a sind dabei so gewählt, daß auch beim Biegen der
Karte ein Berühren der Zellen ausgeschlossen ist.
Über eine in der Fig. 1 nicht gezeigte Leitfolie werden dann
entsprechend den Anforderungen an die Versorgungsspannung, so
wie unter Beachtung der gewünschten Kapazität, die elektri
schen Verbindungen zwischen den einzelnen Zellen 4 herge
stellt. Vorzugsweise kann der Kartenkörper 1 Ausnehmungen 7
aufweisen, in die die Batterie- oder Akkumulatorzellen 4,
insbesondere Dünnfilm-Elektrolytzellen eingebracht werden.
Durch Verbindungskanäle 5 die zu mindestens einer seitlichen
Öffnung 6 im Kartenkörper 1 führen, besteht die Möglichkeit
die IC-Karte trocken auszuliefern, das heißt diese erst am
Einsatzort mit Elektrolytflüssigkeit zu füllen, um ein
vorzeitiges Altern der Stromversorgungseinheit zu verhindern.
Wie mit der Querschnittsdarstellung nach Fig. 2 gezeigt, be
finden sich die Zellen 4 in den erwähnten Ausnehmungen 7. Eine
Kontaktierung erfolgt über eine mittels Laminieren aufge
brachte strukturierte Leitfolie 8.
Im Bereich zwischen den Zellen 4 bzw. zwischen den Ausnehmun
gen 7 im Kartenkörper 1 weisen die hier vorgesehenen Ab
schnitte der Leitfolie 8 Sicken 9 auf, die die gewünschte Be
weglichkeit bei auftretenden Biegebeanspruchungen gewährlei
sten, ohne daß eine Beschädigung der Kontakte selbst die Folge
ist.
Durch die Vielzahl von kleinen, flächigen Einzelzellen 4, die
über die Fläche im Kartenkörper verteilt und elektrisch ver
schaltet angeordnet werden können, bleiben die Eigenschaften
der Karte hinsichtlich Elastizität einerseits und Biegefestig
keit andererseits erhalten, wodurch sich weitere Anwendungs
möglichkeiten erschließen. In einer vorteilhaften Ausführungs
form wird die Struktur der Leitfolie so vorgegeben, daß sich
ein sogenanntes Gegengewicht zur Antennenspule 3 einstellt,
wodurch sich deren Strahlungscharakteristik verbessert.
1
Kartenkörper
2
Kavität
3
Antennenspule
4
Batterie- oder Akkumulatorzelle
5
Verbindungskanal
6
seitliche Öffnung
7
Ausnehmungen
8
Leitfolie
9
Biege- und Verformungssicken
Claims (3)
1. IC-Karte, insbesondere für ein schlüsselloses Zugangssystem,
umfassend
einen Kartenkörper (1) mit einer Antenne oder einer Antennen spule (3) zum drahtlosen Informationsaustausch, auf oder in dem Kartenkörper (1) angeordnete elektronische Komponenten, beste hend aus mindestens einem Chipmodul und einer Batterie- oder Akkumulator-Stromversorgungseinheit aus flächigen Zellen, wobei der Kartenkörper (1) mit einer Deckfolie oder einer Deckschicht versehen ist und im Kartenkörper (1) Ausnehmungen (7) zur Auf nahme der elektronischen Komponenten und der flächigen Zellen eingebracht sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
vorkonfektionierte, miniaturisierte Dünnfilm-Elektrolytzellen (4) in den Ausnehmungen (7) angeordnet und diese Zellen (4) elektrisch in Reihen- und/oder Parallelschaltung verbunden sind, wobei zur elektrischen Verbindung bei einem Laminiervor gang zur Kartenausbildung eine strukturierte Leitfolie (8) vorgesehen ist, welche im Bereich zwischen den Akkumulator zellen (4) oder zwischen den Ausnehmungen (7) im Kartenkörper (1) Biege- und Verformungssicken (9) aufweist.
einen Kartenkörper (1) mit einer Antenne oder einer Antennen spule (3) zum drahtlosen Informationsaustausch, auf oder in dem Kartenkörper (1) angeordnete elektronische Komponenten, beste hend aus mindestens einem Chipmodul und einer Batterie- oder Akkumulator-Stromversorgungseinheit aus flächigen Zellen, wobei der Kartenkörper (1) mit einer Deckfolie oder einer Deckschicht versehen ist und im Kartenkörper (1) Ausnehmungen (7) zur Auf nahme der elektronischen Komponenten und der flächigen Zellen eingebracht sind,
dadurch gekennzeichnet, daß
vorkonfektionierte, miniaturisierte Dünnfilm-Elektrolytzellen (4) in den Ausnehmungen (7) angeordnet und diese Zellen (4) elektrisch in Reihen- und/oder Parallelschaltung verbunden sind, wobei zur elektrischen Verbindung bei einem Laminiervor gang zur Kartenausbildung eine strukturierte Leitfolie (8) vorgesehen ist, welche im Bereich zwischen den Akkumulator zellen (4) oder zwischen den Ausnehmungen (7) im Kartenkörper (1) Biege- und Verformungssicken (9) aufweist.
2. IC-Karte nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
über die im Kartenkörper (1) befindliche Antennenspule (3) die
Akkumulatorzellen (4) induktiv, vorzugsweise während des
Einsatzes der Karte beim Betrieb eines Kraftfahrzeuges ladbar
sind.
3. IC-Karte nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
der seitliche Abstand (a) der Akkumulatorzellen (4) unter
einander so gewählt ist, daß bei üblichen Kartenbiegeradien
eine gegenseitige Beschädigung der Akkumulatorzellen (4)
ausgeschlossen ist.
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|---|---|---|---|
| DE19800341A DE19800341C2 (de) | 1997-11-12 | 1998-01-07 | IC-Karte, insbesondere für ein schlüsselloses Zugangssystem |
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