DE19800254A1 - Form zur Herstellung von Formkörpern - Google Patents
Form zur Herstellung von FormkörpernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Form zur Herstellung von
Formkörpern mit integrierten Fertigteilen, insbesondere mit
Natursteinplatten verbundene Betonformsteine, mit einem
oder mehreren Formnestern, die durch je einen Formeinsatz
begrenzt sind, wobei zuerst die Natursteinplatte in das
Formnest eingelegt und dann der Beton eingefüllt und
gerüttelt wird und die Unterseite des Formeinsatzes durch
einen die Natursteinplatte während des Einfüll- und Rüttel
vorganges fest umgebenden, lösbaren Spannrahmen gebildet
wird, nach Patentanmeldung 196 28 396.5.
Die Material kosten der Betonformsteine nach dem Hauptpatent
sind relativ hoch, da die integrierten Fertigteile, bei
spielsweise Natursteinplatten, wesentlich teurer als Beton
sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Anwendungsbe
reich der Form nach dem Hauptpatent zu erweitern und neben
den relativ teuren Betonformsteinen mit integrierten Fer
tigteilen auch preisgünstige Imitate herstellen zu können,
die nur aus Beton bestehen.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß
anstelle des integrierten Fertigteils bzw. der Naturstein
platte in das Formnest eine Formmatritze eingelegt wird,
die zum Anbringen von Strukturen an einer oder mehreren
Außenseiten des Betonformsteines dient und nach dem Abbin
devorgang vom Betonformstein gelöst wird.
Zum Einlegen der Formmatritze in das Formnest sind die
Außenabmessungen der Formmatritze kleiner als die Innenab
messungen des Formnestes.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die Innen
abmessungen des Spannrahmens im geöffneten Zustand gleich
oder größer und im geschlossenen Zustand kleiner als die
Innenabmessungen des Formnestes.
Zum Anbringen der Struktur an einer Seite des Betonform
steines besteht die Formmatritze aus einer rechteckigen
Platte, auf deren Oberseite die Struktur spiegelbildlich
angeordnet ist.
Zum Anbringen der Struktur an der unteren, horizontalen und
an der angrenzenden vertikalen Außenseite des Betonform
steines ist die Formmatritze als Winkelprofil ausgeführt,
an dessen Innenflächen die Strukturen spiegelbildlich
angeordnet sind. Hierzu ist es erforderlich, daß auf der
Seite des vertikalen Schenkels des Winkelprofils das Längs
rahmenteil eine Aussparung für das Winkelprofil aufweist.
Dabei ist die Tiefe der Aussparung etwas größer als die
Breite des Spaltes der zwischen der Außenseite der Form
matritze und der Innenwandung des Formnestes auf der
gegenüberliegenden Seite des Längsrahmenteils bei geöffne
tem Spannrahmen vorhanden ist. Dadurch ist gewährleistet,
daß im geschlossenen Zustand des Spannrahmens der vertikale
Schenkel der Formmatritze gegen die Innenwandung des Form
nestes angedrückt wird.
Eine besonders einfache und kostengünstige Ausführung des
Spannrahmens zum Fixieren der als Winkelprofil ausgeführten
Formmatritze im Formnest ist dadurch gekennzeichnet, daß
der Spannrahmen aus nur einem Längsrahmenteil besteht, das
über je einen doppeltwirkenden Hydraulikzylinder horizontal
beweglich ist und im geschlossenen Zustand des Spannrahmens
auf den horizontalen Schenkel des Winkelprofils wirkt,
wobei die dem Längsrahmenteil gegenüberliegende Innenwand
des Formnestes, an welcher der vertikale Schenkel des
Winkelprofils anliegt, als Gegenhalter dient.
Zur Herstellung von zwei Halbsteinen mit Strukturen an der
horizontalen Unterseite und der angrenzenden vertikalen
Außenseite des Betonformsteines ist die Formmatritze als
T-Profil ausgeführt, an dessen Innenflächen die Strukturen
spiegelbildlich angeordnet sind und das mit seinem Quersteg
nach unten in das Formnest eingelegt wird.
Damit die Formmatritze nach dem Formvorgang ohne Zerstörung
der Strukturen am Betonformstein entfernt werden kann, sind
die beiden Schenkel des Winkelprofils oder der Quersteg und
der Vertikalsteg des T-Profils lösbar miteinander verbun
den, so daß jeweils die horizontalen und die vertikalen
Teile der Formmatritze getrennt voneinander abgenommen
werden können.
Zum Anbringen von Strukturen am Betonformstein auf der dem
Spannrahmen gegenüberliegenden Seite sind die Strukturen an
der Unterseite einer an sich bekannten, das Formnest
während des Formvorganges nach oben abschließenden Druck
platte spiegelbildlich angeornet sind.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbeson
dere darin, dar die vorhandene Form zur Herstellung von
Formteilen mit integrierten Fertigteilen, beispielsweise
mit Natursteinplatten verbundene Betonformsteine, ohne
Änderungen zum Anbringen von Strukturen an den Außenseiten
des Betonformsteines verwendet werden kann. Hierzu muß
lediglich anstelle der Natursteinplatte eine Formmatritze,
in deren Oberseite die gewünschte Struktur spiegelbildlich
eingraviert ist, in die Form eingelegt werden. Dadurch ist
es möglich, als Alternative die relativ teuren Naturstein
platten durch entsprechende Formgebung der Außenseiten des
Betonformsteines zu ersetzen, um auf diese Weise den
Betonformstein zur Gänze aus Beton maschinell und dadurch
rationell herstellen zu können.
Die Erfindung ist in der folgenden Beschreibung und der
Zeichnung, die mehrere Ausführungsbeispiele darstellt,
näher erläutert. Es zeigen
Fig. 1 einen Querschnitt durch die Form mit
geöffnetem Spannrahmen und eingelegter
Formmatritze,
Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 einen Querschnitt durch die Form nach Fig.
1 mit geschlossenem Spannrahmen,
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Form nach Fig. 3
ohne Deckblech und Grundplatte,
Fig. 5 einen Querschnitt durch die Form nach
Fig. 3, mit einer Druckplatte als Form
matritze zur Herstellung einer beidseiti
gen Struktur am Betonformstein,
Fig. 6 den um 90° gedrehten Betonformstein nach
Fig. 5 als Mauerstein in der Gebrauchs
lage, von oben gesehen,
Fig. 7 einen Querschnitt durch eine andere Aus
führung der Form mit einem Winkelprofil
als Formmatritze zur Herstellung einer
dreiseitigen Struktur am Betonformstein,
Fig. 8 eine Draufsicht auf die Form nach Fig. 7,
teilweise geschnitten,
Fig. 9 den um 90° gedrehten Betonformstein nach
Fig. 7 als Mauerstein in der Gebrauchs
lage, von oben gesehen,
Fig. 10 einen Querschnitt durch eine andere Aus
führung des Spannrahmens zum Fixieren der
als Winkelprofil ausgebildeten Form
matritze,
Fig. 11 eine Draufsicht auf die Form nach Fig. 10,
Fig. 12 einen Querschnitt durch eine weitere Aus
führung der Form zur Herstellung von zwei
Halb-Betonformsteinen mit dreiseitiger
Struktur und
Fig. 13 den um 90° gedrehten Halb-Betonformstein
als Mauerstein in der Gebrauchslage, von
oben gesehen.
Auf ein Formbrett 1 einer nicht näher dargestellten Form
maschine mit Rüttelantrieb ist eine oben und unten offene,
ein Formnest 2 aufweisende Form 3 mit Abstandshaltern 4
aufgesetzt. Das Formnest 2 ist durch die vier Seitenwände
eines Formeinsatzes 5 begrenzt, der an einer durch ein
Deckblech 6 abgedeckten Grundplatte 7 befestigt ist. An die
Unterseite des Formeinsatzes 5 schließt sich ein Spannrah
men 8 an, dessen Längsrahmenteile 9, 9' und Querrahmenteile
10, 10' horizontal beweglich und antreibbar in der Form 3
gelagert sind. Während die Oberseite der beweglichen Längs-
und Querrahmenteile 9, 9', 10, 10' dicht an der Unterseite
des Formeinsatzes 5 anliegt, ist die Unterseite der Längs-
und Querrahmenteile mit vertikalem Abstand von der Ober
seite des Formbrettes 1 angeordnet.
Zum Anbringen einer Struktur 24 an einer Seite des Beton-
Formsteines wird vor dem Befüllen des Formnestes 2 mit
flüssigem Beton in das Formnest 2 eine Formmatritze 11
eingelegt, die in Fig. 1 bis 6 als rechteckige Platte
ausgeführt ist und auf ihrer Oberseite die gewünschte
Struktur 24 spiegelbildlich trägt. Die Außenabmessungen der
Formmatritze 11 sind kleiner als die Innenabmessungen des
Formnestes 2 bzw. des Formeinsatzes 5. Dadurch entsteht
zwischen den Außenseiten der Formmatritze 11 und den
Innenwänden des Formnestes 2 an allen vier Seiten ein
Spalt 12, der abhängig von der meistens nicht zentrischen
Lage, die durch das Einlegen der Formmatritze 11 entsteht,
kleiner oder größer sein kann. Vor dem Einfüllen des
flüssigen Betons in das Formnest 2 ist der Spalt 12 auch
zwischen den Innenseiten des Spannrahmens 8 und den Außen
seiten der Formmatritze 11 vorhanden, da sich der Spannrah
men 8 zum Einlegen der Formmatritze 11 in der geöffneten
Stellung befindet und seine Innenseiten mit der Innenwan
dung des Formnestes 2 bündig abschließen oder leicht
zurückgesetzt sind (Fig. 1 und 2). In Fig. 3 ist der
Spannrahmen 8 in geschlossenem Zustand dargestellt.
Die Fig. 4 zeigt die Form 3 mit zwei Formnestern 2, wobei
die Längsrahmenteile 9, 9' des Spannrahmnens 8 jeweils über
das Ende der Form 3 hinausgeführt sind. An den freien, nach
oben gerichteten Enden 13, 13' der Längsrahmenteile 9, 9'
ist jeweils an der Innenseite je eine Führungsstange 14,
14' befestigt. Das andere Ende der Führungsstangen 14, 14'
ist mit je einem Hydraulikkolben eines innerhalb der Form 3
fest angeordneten Doppelzylinders 16 verbunden, der den
Synchronantrieb für die Öffnungs- und Schließbewegung der
beiden Längsrahmenteile 9, 9' ermöglicht. Die spezielle
Ausführung des Doppelzylinders 16 ist in der Hauptanmeldung
196 28 396.5 ausführlich beschrieben.
Nach dem gleichen Prinzip werden die Querrahmenteile 10,
10' des Spannrahmens 8 angetrieben. Jedes Querrahmenteil
10, 10' weist an seinen freien Enden an der dem Formnest 2
abgewandten Außenseite eine Lasche 18, 18' auf, die ober
halb des jeweiligen Längsrahmenteils 9, 9' nach außen
geführt ist. Am freien Ende der Lasche 18 ist eine parallel
zum Längsrahmenteil 9 verlaufende Führungsstange 19 befes
tigt, deren anderes Ende mit dem Hydraulikkolben eines
weiteren, an der Form 3 angeschraubten Doppelzylinders 20
verbunden ist. Der Aufbau des Doppelzylinders 20 entspricht
dem Doppelzylinder 16 für den Antrieb der Längsrahmenteile
9, 9'. Im Doppelzylinder 20 ist eine weitere Führungsstange
19' mit dem zweiten Hydraulikkolben des Doppelzylinders 20
verbunden und parallel zur Führungsstange 19 längsver
schiebbar geführt. Die Führungsstange 19', die eine Bohrung
21 der Lasche 18 durchsetzt, ist mit der Lasche 18' des
zweiten Querrahmenteils 10' fest verbunden, das auf der
gegenüberliegenden Seite des Formnestes 2 angeordnet ist.
Bei Inbetriebnahme des Doppelzylinders 20 werden die beiden
das Formnest 2 in Längsrichtung begrenzenden Querrahmen
teile 10, 10' synchron aufeinander zu bzw. von einander weg
bewegt.
Sämtliche Doppelzylinder 16, 20 und die Führungsstangen 14,
14', 19, 19' liegen aufgleicher Höhe innerhalb der Form 3.
An der Unterseite der Grundplatte 7 sind nach unten
stehende Lagerböcke 22 mit Gleitlagern 23 befestigt, in
denen die Führungsstangen 14, 14', 19, 19' längsverschieb
bar gelagert sind.
Nachdem die Formmatritze 11 in das Formnest 2 eingelegt
ist, werden die Längs- und Querrahmenteile 9, 9', 10, 10'
durch Inbetriebnahme der Doppelzylinder 16, 20 nach innen
bewegt. Die Doppelzylinder 16, 20 sind im Hydraulikkreis
lauf parallel geschaltet. Dadurch werden zunächst die zwei
sich gegenüberliegenden Längsrahmenteile 9, 9' oder Quer
rahmenteile 10, 10' synchron auf die Formmatritze 11 zu
bewegt, bis sie an beiden Seiten der Formmatritze leicht
anliegen. Damit ist die Formmatritze 11 in der einen
Richtung mittig zentriert und leicht vorgespannt. Danach
schieben die beiden anderen, sich gegenüberliegenden Längs-
oder Querrahmenteile des Spannrahmens 8 die Formmatritze 11
in die andere Richtung bis eine exakte zentrische Lage nach
allen Seiten im Formnest 2 erreicht wird. Durch den
Druckanstieg in den Doppelzylindern 16, 20 erfolgt ein
Andrücken des Spannrahmens 8 an die Formmatritze 11. Damit
wird gleichzeitig eine gute Abdichtung des Formnestes 2
nach unten erreicht, so daß der flüssige Beton beim
anschließenden Füllen und Rütteln der Form 3 nicht auslau
fen kann und die Formmatritze 11 exakt positioniert bleibt.
Zum Entformen des Beton-Formsteines wird der Spannrahmen 8
durch Betätigung der Doppelzylinder 16, 20 geöffnet, wobei
die Längs- und Querrahmenteile 9, 9', 10, 10' wieder
synchron in die Ausgangsstellung nach Fig. 1 zurückgefahren
werden. Das weitere Entformen des Beton-Formsteines erfolgt
in bekannter Weise durch Anheben der Form 3. Nach dem
Abbinden des Betons wird die Formmatritze 11 maschinell
oder von Hand vom Betonformstein abgelöst, auf dessen
Oberfläche sich die Original-Struktur 24 der Formmatritze
11 eingedrückt hat.
Ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 5
und 6 dargestellt. Zur Herstellung eines Betonformsteines
mit einer beidseitigen Struktur 24, die sich beispielsweise
auf den beiden gegenüberliegenden Breitseiten des Beton
formsteines befindet, ist eine zweite Formmatritze 11 an
der Unterseite einer üblichen, vertikal beweglichen Druck
platte 25 angeordnet, die während dem Rüttelvorgang das
Formnest 2 nach oben abschließt und auf die eingefüllte
Betonmasse drückt. Die Struktur 24 kann auch unmittelbar in
die Unterseite der Druckplatte 25 spiegelbildlich eingear
beitet sein, so daß die Druckplatte 25 selbst als Form
matritze wirkt. In Fig. 6 ist der fertige Betonformstein
als Mauerstein in der Gebrauchslage dargestellt, der bei
spielsweise zur Erstellung einer Mauer mit einer Struktur
24 an der Innen- und Außenwand verwendbar ist.
Die Fig. 7, 8 und 9 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung. Zur Herstellung eines Betonformsteines mit
dreiseitiger Stuktur, die sich beispielsweise an den beiden
gegenüberliegenden Breitseiten und einer Schmalseite des
Betonformsteines befindet, ist die Formmatritze 11 als
Winkelprofil 26 ausgeführt, dessen Außenabmessungen etwas
kleiner sind als die Innenabmessungen des Formnestes 2 und
an dessen Innenflächen die Struktur 24 spiegelbildlich
angeordnet ist. In Verbindung mit der Druckplatte 25, die
an ihrer Unterseite die Struktur 24 trägt, ergibt sich ein
Betonformstein, der in Fig. 9 als Mauerstein mit dreiseiti
ger Struktur dargestellt ist. Damit läßt sich eine Mauer
mit einer Struktur 24 an der Innen- und Außenwand und an
der Stirnseite der Mauer erstellen. Damit die Struktur 24
beim Abnehmen der Formmatritze 11 nicht zerstört wird, sind
die beiden Schenkel 27 und 28 des Winkelprofils 26 lösbar
miteinander verbunden. Dadurch können die beiden Schenkel
27 und 28, die an ihrer Innenseite die Struktur 24 tragen,
einzeln und getrennt von einander vom fertigen Betonform
stein abgenommen werden. Außerdem ist es bei dieser Ausfüh
rung erforderlich, das Längsrahmenteil 9' auf der Seite des
vertikalen Schenkels 28 des Winkelprofils 26 mit einer Aus
sparung 29 zu versehen, deren Tiefe etwas größer ist als
die Breite des Spaltes 12, der im geöffneten Zustand des
Spannrahmens 8 zwischen dem Längsrahmenteil 9, 9' und der
Formmatritze 11 vorhanden ist. Die Länge der Aussparung 29
ist etwas größer als die Länge des Winkelprofils 26.
Dadurch wird beim Schließen des Spannrahmens 8 der untere
Teil des vertikalen Schenkels 28 des Winkelprofils 26 von
der Aussparung 29 umschlossen. Im geschlossenen Zustand des
Spannrahmens 8 wird der vertikale Schenkel 28 des Winkel
profils 26 gegen die Innenwand des Formnestes 2 gedrückt.
Die Fig. 10 und 11 zeigen ein Ausführungsbeispiel eines
vereinfachten Spannrahmens 8 zum Fixieren der als Winkel
profil 26 ausgebildeten Formmatritze 11. Der Spannrahmen 8
besteht in diesem Fall aus einem einzigen Längsrahmenteil
9, das an seinen beiden Enden über die Führungsstangen 14,
14' mit je einem doppeltwirkenden Hydraulikzylinder 30
verbunden ist. Zum Fixieren des Winkelprofils 26, das sich
im Formnest 2 befindet, werden die Hydraulikzylinder 16" in
Betrieb genommen, so dar das Längsrahmenteil 9 auf den
horizontalen Schenkel 27 des Winkelprofils 26 drückt. Dabei
dient die dem Längsrahmenteil 9 gegenüberliegende Innenwand
des Formeinsatzes 5, an die der vertikale Schenkel 28 des
Winkelprofils 26 angedrückt wird, als Gegenhalterung. Zum
öffnen des Spannrahmens 8 nach dem Formvorgang wird das
Längsrahmenteil 9 durch Betätigung des Hydraulikzylinders
30 in der anderen Richtung wieder in die Öffnungsstellung
zurückgefahren. Anschließend wird die Form 3 vom fertigen
Formkörper nach oben abgezogen. Nach dem Abbinden des
Betons können die Schenkel 27 und 28 des Winkelprofils 26
durch Lösen ihrer Schraubverbindung vom Formkörper abgenom
men werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung zur Herstellung von
zwei halben Betonformsteinen ist in Fig. 12 und 13 darge
stellt. Die Formmatritze 11 besteht bei dieser Ausführung
aus einem T-Profil 31, das mit seinem Quersteg 32 nach
unten in das Formnest 2 eingelegt wird. Die Struktur 24 ist
an der Innenseite des Quersteges 32 und an beiden Seiten
des vertikalen Steges 33 des T-Profils 31 angeordnet. Das
Formnest 2 wird durch den vertikalen Steg 33 in zwei
Hälften geteilt, denen jeweils eine die Stuktur 24 tragende
Druckplatte 25 zugeordnet ist. Auf diese Weise entstehen
zwei halbe Betonformsteine, von denen einer in Fig. 13 als
Mauerstein mit jeweils einer Struktur 24 an zwei Seiten und
an der Stirnseite dargestellt ist. Zum Abnehmen des T-Pro
fils 31 vom Betonformstein nach dem Abbinden des Betons ist
der Quersteg 32 mit dem vertikalen Steg 33 durch eine
Schraubverbindung lösbar verbunden.
Claims (11)
1. Form zur Herstellung von Formkörpern mit integrierten
Fertigteilen, insbesondere mit Natursteinplatten ver
bundene Betonformsteine, mit einem oder mehreren Form
nestern, die durch je einen Formeinsatz begrenzt sind,
wobei zuerst die Natursteinplatte in das Formnest
eingelegt und dann der Beton eingefüllt und gerüttelt
wird und die Unterseite des Formeinsatzes durch einen
die Natursteinplatte während des Einfüll- und Rüttel
vorganges fest umgebenden, lösbaren Spannrahmen gebil
det wird, nach Patentanmeldung 196 28 396.5, dadurch
gekennzeichnet, daß anstelle des integrierten Fertig
teils bzw. der Natursteinplatte in das Formnest (2)
eine Formmatritze (11) eingelegt wird, die zum An
bringen von Strukturen (24) an einer oder mehreren
Außenseiten des Betonformsteines dient und nach dem
Abbindevorgang vom Betonformstein gelöst wird.
2. Form nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Außenabmessungen der Formmatritze (11) kleiner sind
als die Innenabmessungen des Formnestes (2).
3. Form nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Innenabmessungen des Spannrahmens (8) im geöff
neten Zustand gleich oder größer und im geschlossenen
Zustand kleiner als die Innenabmessungen des Formnestes
(2) sind.
4. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Formmatritze (11) aus einer recht
eckigen Platte besteht, auf deren Oberseite die Struk
turen (24) spiegelbildlich angeordnet sind.
5. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 3 dadurch gekenn
zeichnet daß die Formmatritze (11) als Winkelprofil
(26) ausgeführt ist, an dessen Innenflächen die Struk
turen (24) spiegelbildlich angeordnet sind.
6. Form nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf
der Seite des vertikalen Schenkels (27) des Winkelpro
fils (26) das Längsrahmenteil (9') des Spannrahmens (8)
eine Aussparung (29) für das Winkelprofil (26) auf
weist.
7. Form nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Tiefe der Aussparung (29) etwas größer ist als die
Breite des Spaltes (12), der zwischen der Außenseite
der Formmatritze (11) und der Innenwandung des Formnes
tes (2) auf der gegenüberliegenden Seite des Längsrah
menteiis (9') vorhanden ist.
8. Form nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spannrahmen (8) zum Fixieren des Winkelprofils (26) im
Formnest (2) aus einem einzigen Längsrahmenteil (9)
oder (9') besteht, das über je einen doppeltwirkenden
Hydraulikzylinder (30) horizontal beweglich ist und im
geschlossenen Zustand des Spannrahmens (8) auf den
horizontalen Schenkel (27) des Winkelprofils (26)
wirkt, wobei die dem Längsrahmenteil (9) bzw. (9')
gegenüberliegende Innenwand des Formnestes (2), an
welcher der vertikale Schenkel (28) des Winkelprofils
(26) anliegt, als Gegenhalter dient.
9. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Formmatritze (11) als T-Profil (31)
ausgeführt ist, an dessen Innenflächen die Strukturen
(24) spiegelbildlich angeordnet sind und das mit seinem
Quersteg (32) nach unten in das Formnest (2) eingelegt
wird.
10. Form nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die beiden Schenkel (27, 28) des Winkel
profils (26) oder der Quersteg (32) und der vertikale
Steg (33) des T-Profils (31) lösbar miteinander verbun
den sind.
11. Form nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Strukturen (24) an der Unterseite
einer an sich bekannten, das Formnest (2) während des
Formvorganges nach oben abschließenden Druckplatte (25)
spiegelbildlich angeordnet sind.
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