DE19800820A1 - Spritzgießmaschine - Google Patents
SpritzgießmaschineInfo
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- B29C45/17—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C45/64—Mould opening, closing or clamping devices
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Description
Die Erfindung betrifft kleine und mittelgroße Kunststoff-Spritzgießmaschinen, bestehend aus
einer Spritzeinheit und einer Schließeinheit, deren Werkzeugraum im geöffneten Zustand von drei
Seiten weitgehend frei von störenden Bauteilen sind.
Eine solche gattungsgemäße Lösung mit einer hydraulischen Vorrichtung zum Schließen und
Öffnen des Werkzeugs wird in der DE 43 20 366 A1 beschrieben. Eine weitere gattungsgemäße
Lösung mit einer mechanischen Vorrichtung zum Schließen und Öffnen des Werkzeugs wird in
der DE 43 13 473 A1 beschrieben.
Ein gemeinsamer Nachteil dieser Lösungen ist, daß fluchtend entlang der Spritzachse hinter der
bewegliche Werkzeugaufspannplatte die mechanischen und/oder hydraulischen Vorrichtungen
zum Schließen und Öffnen des Werkzeugs und zur Anpassung der Werkzeugeinbauhöhe
angeordnet sind, was einen erheblichen Platzbedarf erfordert. Ein weiterer Nachteil dieser
Lösungen ist, daß der Wegfall der störenden Zugstangen im Werkzeugraum durch ein
materialintensives biegesteifes u-förmiges Maschinengestell erkauft wird. Dieses
Maschinengestell begrenzt den Einsatz dieser Lösungen auf kleine Maschinen, da durch den
überproportionalen Anstieg des Materialeinsatzes und den erforderlichen Bauraum für die
Anordnung des Maschinengestells diese Lösung für mittlere und große Spritzgießmaschinen nicht
mit wirtschaftlich vertretbarem Aufwand realisiert werden kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Spritzgießmaschine zu entwickeln, deren
Werkzeugeinbauraum im geöffneten Zustand weiterhin weitgehend frei von störenden Bauteilen
ist, die einen geringen Platzbedarf hat und mit einem leichten Maschinengestell auskommt.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine vorzugsweise hydraulische
Werkzeughöhenverstellung an der Werkzeugaufspannplatte angeordnet wird, die der Spritzeinheit
zugewandt ist, daß diese Werkzeughöhenverstellung durch ein biegesteifes Gestell fest mit dem
Maschinengestell verbunden ist. Außerdem sind an dem biegesteifen Gestell in Höhe der Mitte
der Werkzeugaufspannplatte gegenüberliegend zwei Verbindungsstangen gelenkig angeordnet,
die am anderen Ende ebenfalls gelenkig mit einem Hebel verbunden sind, der wiederum am
gegenüberliegenden Ende gelenkig mit der anderen Werkzeugaufspannplatte in Höhe der
Plattenmitte verbunden ist. Dadurch entsteht eine Art Kniehebelsystem. Dieses Kniehebelsystem
wird betätigt durch zwei Linearantriebe, vorzugsweise zwei hydraulische Arbeitszylinder. Diese
sind einerseits gelenkig an dem Hebel und andererseits ebenfalls gelenkig am Maschinengestell
befestigt. Die gelenkigen Befestigungspunkte der Linearantriebe an dem Hebel befinden sich in
einem ausreichenden Abstand von der Verbindungsebene der anderen Gelenke des Hebels, so
daß durch die Linearantriebe in der Endphase der Schließbewegung durch die Hebelwirkung eine
ausreichende Schließkraft erzeugt werden kann und die Linearantriebe außerdem dabei nicht in
den Bereich des Werkzeugeinbauraumes einschwenken.
Die Werkzeughöhenverstellung besteht vorzugsweise aus einem, zwei oder vier
Hydraulikzylindern. Diese sind so stabil ausgelegt, daß sie in der Lage sind, einen wesentlich
höheren Hydraulikdruck zu ertragen als der maximale Betriebsdruck, der durch die
Hydraulikpumpen erzeugt werden kann. Die Kolbenflächen sind dann nur so groß dimensioniert,
daß der ertragbare Hydraulikdruck gerade ausreicht, um der maximalen Schließkraft, die durch
das Kniehebelsystem erzeugt wird zu widerstehen. So wird der erforderliche Bauraum und
Materialeinsatz für die Hydraulikzylinder der Werkzeughöhenverstellung minimiert. Bei geöffnetem
Werkzeug kann aber mit einem Druck, der kleiner ist als der maximale Betriebsdruck der
Hydraulikpumpen, problemlos der Plattenabstand der Werkzeughöhe angepaßt werden, und es ist
dazu ein entsprechend kleines Ölvolumen erforderlich. Während der Schließ- und
Öffnungsbewegung sind die Hubräume der Hydraulikzylinder der Werkzeughöhenverstellung
durch Absperrventile vom sonstigen Hydrauliksystem getrennt und wirken nur als passive
Elemente, so daß der sonstige Betriebsdruck des Hydrauliksystems insbesondere der
Betriebsdruck der Pumpen nicht entsprechend hoch sein braucht und auch keine Druckübersetzer
erforderlich sind.
Die Gelenke des Kniehebelsystems müssen sehr hohen Belastungen widerstehen, wobei in der
Endphase der Schließbewegung hohe Kräfte gleichzeitig mit einer Drehbewegung der Gelenke
auftreten, so daß die Gefahr schnellen Verschleißes der Gelenke gegeben ist. Bekannterweise
wird dieses Problem durch hydrodynamische Schmierung gelöst, indem im entlasteten Zustand
durch Druckschmierung zwischen Lagerschale und Zapfen zunächst ein ausreichender
Schmierfilm erzeugt wird, der dann während der Drehbewegung in der Lage ist, den entstehenden
Kräften im Kniehebelsystem zu widerstehen und den Verschleiß von Lagerschale und Zapfen
weitgehend zu verhindern. Problematischer wird es jedoch zu Beginn der Öffnung des
Werkzeuges. Während der Phase des Einspritzens, des Nachdrucks und des Kühlzeit standen die
Gelenke des Kniehebelsystems ständig unter hohem Druck ohne Relativbewegung, so daß das
Schmieröl aus dem Spalt zwischen Lagerschale und Zapfen herausgepreßt wurde und ein Kontakt
zwischen Lagerschale und Zapfen auftritt. Dadurch ist beim Öffnen des Werkzeugs mit erhöhtem
Verschleiß zu rechnen. Üblicher Weise wird dieses Problem gelöst, indem die Gelenke sehr groß
gestaltet werde, so daß sich der Verschleiß trotz Festkörperreibung in Grenzen hält. Eine andere
bekannte Lösung besteht darin, durch Schmiermittelzuführung mit sehr hohem Druck den
Schmierfilm auch aufrecht zu erhalten, während die Gelenke unter statischer Last stehen. Beide
bekannte Lösungen erfordern einen hohen technischen Aufwand. Erfindungsgemäß wird das
Problem gelöst, indem die Absperrventile der Hydraulikzylinder der Werkzeughöhenverstellung
kurz vor dem Öffnen des Werkzeugs kurzzeitig geöffnet werden, so daß das Kniehebelsystem
entspannt wird und damit der Verschleiß der Gelenke auf einfache Weise weitgehend vermieden
wird. Vor dem erneute Schließen des Werkzeugs wird mit geringem Hydraulikdruck nach jedem
Spritzzyklus die genaue Werkzeughöhe wieder nachjustiert. Zu diesem Zweck ist die
Werkzeughöhenverstellung mit mindesten einem Wegmeßsystem ausgerüstet, so daß die
optimale Werkzeughöhe beim Einrichten durch die Maschinensteuerung erfaßt werden kann und
beim Nachjustieren wieder den exakten Wert erreicht.
Im Vergleich zu hydraulischen Schließsystemen neigen Kniehebelsystem aufgrund des großen
Kraftübersetzungsverhältnisses der Kniehebel zu größeren Schwankungen der Schließkraft.
Erfindungsgemäß werden die Hydraulikzylinder der Werkzeughöhenverstellung mit einstellbaren
Druckbegrenzungsventilen ausgerüstet. Außerdem wird der Plattenabstand vor jedem
Werkzeugschließen etwas zu klein für das Werkzeug eingestellt, so daß die Hydraulikzylinder der
Werkzeughöhenverstellung mit Sicherheit den eingestellten Begrenzungsdruck erreichen und
etwas überdrückt werden. Aus diese Weise wird der Vorteil eines schnell schließenden
Kniehebelsystem mit dem Vorteil eines hydraulischen Schließsystems, die vorgewählte
Schließkraft exakt einzuhalten, in einer Lösung vereinigt.
Die Erfindung soll nachstehend in einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. In den
zugehörigen Zeichnungen ist dargestellt
Fig. 1 Seitenansicht einer Spritzgießmaschine mit geöffnetem Werkzeug
Fig. 2 Seitenansicht einer Spritzgießmaschine mit geschlossenem Werkzeug
Fig. 3 Draufsicht auf eine Spritzgießmaschine mit geschlossenem Werkzeug
Fig. 4 Seitenansicht einer Spritzgießmaschine mit einem zusätzlichen Gelenk in den
Verbindungsstangen.
In der Fig. 1 ist eine erfindungsgemäße Spritzgießmaschine in Seitenansicht mit geöffnetem
Werkzeug dargestellt. Auf dem Maschinengestell 2 sind die beiden Werkzeugaufspannplatten 3
und 4 verschiebbar angeordnet. An der Werkzeugaufspannplatte 4, die der Spritzeinheit
zugewandt ist, ist die Werkzeughöhenverstellung 6 angeordnet, die aus dem biegesteifen Gestell
6.1 und vier Hydraulikzylindern 6.2 besteht. Das Gestell 6.1 ist fest mit dem Maschinengestell 2
verbunden.
Im geöffneten Zustand hängt der Hebel 8 fast senkrecht nach unten und die Verbindungsstangen
7 sind schräg nach unten geneigt, wodurch der Werkzeugeinbauraum von drei Seiten fast
vollständig frei zugänglich ist.
Da der Raum hinter der Werkzeugaufspannplatte in Richtung Spritzeinheit durch die
Werkzeughöhenverstellung 6 belegt ist, ist die Spritzeinheit 1 erhöht angeordnet und die
Plastmassezuführung zum Werkzeug erfolgt über ein bekanntes Heißkanalsystem 11. Durch diese
notwendige Anordnung ergeben sich zwei positive Nebeneffekte. Das Auswechseln der
Plastizierschnecke ist über der Schließeinheit leicht möglich. Dazu braucht die Spritzeinheit nicht
erst mit einem großen Hub aus der Werkzeugaufspannplatte 4 herausgefahren werden und ein
Schwenkmechanismus ist auch nicht erforderlich. Der zweite positive Nebeneffekt ist, daß durch
die erhöhte Anordnung der Spritzeinheit unter dieser ein vergrößerter Raum für die Anordnung
hydraulischer Einrichtungen gewonnen wird. Das ist nützlich, da durch die erfindungsgemäße
kompakte Bauweise der Schließeinheit kaum noch sonstiger freier Raum für die Unterbringung
notwendiger Hilfseinrichtungen zur Verfügung steht.
Vorzugsweise zwei Schließzylinder 9 sind beidseitig am Maschinengestell 2 unmittelbar unter dem
Werkzeugeinbauraum angeordnet. Dadurch bleibt der Raum mittig unter dem
Werkzeugeinbauraum frei für ein Teileausfallschacht.
Die Werkzeugschließbewegung wird eingeleitet, indem die beiden Schließzylinder 9
kolbenstangenseitig mit Druck beaufschlagt werden und dadurch die bewegliche
Werkzeugaufspannplatte 3 beschleunigt wird. Dabei verändert sich die Richtung der Längsachse
der Schließzylinder 9 und die Lage des Gelenks 10 bis diese fluchten. In diesem Totpunkt ist die
Kraft der Schließzylinder wirkungslos und die weitere Schließbewegung erfolgt kurzzeitig durch
die Trägheit der Werkzeugaufspannplatte und der anderen bewegten Teile. Mit erreichen des
Totpunktes werden die Schließzylinder von Zug- auf Druckkraft umgesteuert, wobei die
Schließbewegung kontinuierlich fortgesetzt wird bis zum vollständigen Schließen des Werkzeugs
und dem Aufbau der Schließkraft. Die Werkzeugöffnung erfolgt in analoger Weise, indem die
Schließzylinder zunächst wieder durch Zugkraft das Werkzeug öffnen bis zum Totpunkt und dort
der Zylinder umgesteuert wird, während die Öffnungsbewegung kontinuierlich fortgesetzt wird.
Ein positiver Nebeneffekt der Existenz des Totpunktes während der Schließbewegung, der
ungefähr in der Mitte des Schließhubs liegen sollte, ist die Tatsache, daß in diesem Bereich die
Werkzeugaufspannplatte ihre maximale Schließgeschwindigkeit bereits erreicht hat und während
dieses Wegabschnitts die Werkzeugaufspannplatte 3 einen großen Wegabschnitt zurücklegen
kann, ohne daß die Pumpen einen nennenswerten Ölstrom liefern müssen. Außerdem ist für die
Schließzylinder nur ein geringer Hub erforderlich, der effektiv nur zum Beschleunigen und
Abbremsen der Werkzeugaufspannplatte und zum Schließkraftaufbau eingesetzt wird. Allerdings
ist es wegen des Totpunktes auch sinnvoll, mindestens einen weiteren hydraulischen
Arbeitszylinder zwischen der beweglichen Werkzeugaufspannplatte 3 und dem Maschinengestell
2 anzuordnen, um mit geringer Kraft und geringer Geschwindigkeit bei Montage- und
Einrichtarbeiten die Platte über den Totpunkt hinwegzubewegen. Für den normalen Betrieb wird er
nicht benötigt und ist in dieser Zeit mechanisch oder hydraulisch abgekoppelt. (Dieser Zylinder ist
in den Fig. 1 bis 4 nicht mit abgebildet)
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Spritzgießmaschine mit geschlossenem Werkzeug. In dieser Stellung liegen die Verbindungsstangen 7 mittig vor und hinter dem Werkzeugeinbauraum. In dieser Stellung werden keine Teile entnommen und der Raum ist ohnehin durch einen geschlossenen Werkzeugraumschutz aus Sicherheitsgründen vollständig abgeschirmt, so daß dies keinen Nachteile im Sinne der Aufgabenstellung der Erfindung darstellt. Ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung gegenüber holmlosen Spritzgießmaschinen, die die Schließkraft über das Maschinengestell umleiten, ist, daß durch die reine Zugbelastung der Verbindungsstangen 7 und der hauptsächlichen Druckbelastung des Hebels 8 Leichtbau möglich ist und deshalb dieses Prinzip nicht nur bei kleinen Spritzgießmaschinen erfolgreich angewendet werden kann.
Fig. 2 zeigt die erfindungsgemäße Spritzgießmaschine mit geschlossenem Werkzeug. In dieser Stellung liegen die Verbindungsstangen 7 mittig vor und hinter dem Werkzeugeinbauraum. In dieser Stellung werden keine Teile entnommen und der Raum ist ohnehin durch einen geschlossenen Werkzeugraumschutz aus Sicherheitsgründen vollständig abgeschirmt, so daß dies keinen Nachteile im Sinne der Aufgabenstellung der Erfindung darstellt. Ein wesentlicher Vorteil dieser Anordnung gegenüber holmlosen Spritzgießmaschinen, die die Schließkraft über das Maschinengestell umleiten, ist, daß durch die reine Zugbelastung der Verbindungsstangen 7 und der hauptsächlichen Druckbelastung des Hebels 8 Leichtbau möglich ist und deshalb dieses Prinzip nicht nur bei kleinen Spritzgießmaschinen erfolgreich angewendet werden kann.
Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Spritzgießmaschine in der Draufsicht mit geschlossenem
Werkzeug 5. Hier ist eine Möglichkeit der Gestaltung des Hebels 8 zu erkennen. Durch die
trapezförmige Verstrebung 8.1 des Hebels 8 ist es möglich, die Zugkräfte in den außenliegenden
Verbindungsstangen in die wesentlich weiter mittig liegenden Druckkräfte auf die
Werkzeugaufspannplatte umzulenken, ohne dabei die Drehgelenken 8.2 und 8.3 durch große
Biegemomente zu belasten.
In Abhängigkeit von der Größe der Werkzeugaufspannplatten und der Lage der Gelenke an der
Werkzeughöhenverstellung kann es vorkommen, daß die Zugstangen 7, wie in Fig. 1 sichtbar,
den Werkzeugeinbauraum im unteren Bereich noch etwas überdecken. Falls das z. B. wegen des
Einsatzes von Werkzeugwechseleinrichtungen auch noch störend ist, kann das Kniehebelsystem
gemäß Fig. 4 erfindungsgemäß weiter ausgestaltet werden, indem in den Verbindungsstangen 7
ein weiteres Gelenk 7.1 und ein Verriegelungszylinder 7.2 angeordnet ist. Das Gelenk ist so
gestaltet, daß die Verbindungsstangen nur in eine Richtung geknickt werden können. Wenn das
Werkzeug geöffnet ist und die Verbindungsstangen lastfrei sind, können mit Hilfe der
Verriegelungszylinders 7.2 die Verbindungsstangen leicht geknickt werden und so die beiden
Seitenflächen des Werkzeugeinbauraumes vollständig freigegeben werden.
1
Spritzeinheit
2
Maschinengestell
3
Werkzeugaufspannplatte
4
Werkzeugaufspannplatte
5
Werkzeug
6
Werkzeughöhenverstellung
6.1
Biegesteifes Gestell der Werkzeughöhenverstellung
6.2
Hydraulikzylinder der Werkzeughöhenverstellung
7
Verbindungsstangen des Kniehebelsystems
7.1
Zusätzliches Kniegelenk in den Verbindungsstangen
7.2
Verriegelungszylinder
8
Hebel des Kniehebelsystems
8.1
Trapezförmige Verstrebung Hebels
8.2
Lagerungspunkte des Hebels des Verbindungszapfens
8.3
Lagerungspunkte des Hebels
8.4
Gelenkauge
9
Schließzylinder (Linearantrieb)
10
Gelenk zur Verbindung der Verbindungsstange mit dem Hebel des Kniehebelsystems
11
Heißkanalsystem
Claims (6)
1. Spritzgießmaschine bestehend aus einer Schließeinheit und einer Spritzeinheit, deren
Schließeinheit aufweist ein Maschinengestell, zwei Werkzeugaufspannplatten, an denen zwei
Werkzeughälften befestigt sind und die beide verschiebbar auf dem Maschinengestell angeordnet
sind, eine Vorrichtung zum Öffnen und Schließen der beiden Werkzeughälften und einer
Werkzeughöhenverstellung,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - ein biegesteifes Gestell (6.1) der Werkzeughöhenverstellung (6) fest mit dem Maschinengestell (2) verbunden ist und die andere Seite der Werkzeughöhenverstellung (6) mit der einspritzseitigen Werkzeugaufspannplatten (4) verbunden ist,
- - die Vorrichtung zum Öffnen und Schließen der beiden Werkzeughälften aus zwei langen Verbindungsstangen (7), einem wesentlich kürzerem Hebel (8) und zwei vorzugweise hydraulisch betätigten Linearantrieben (9) besteht,
- - die zwei langen Verbindungsstangen (7) jeweils an einem Ende in Höhe der Werkzeugaufspannplattenmitte gelenkig mit dem biegesteifen Gestell (6.1) der Werkzeughöhenverstellung verbunden sind, an dem anderen Ende mit dem einen Ende des Hebels (8) ebenfalls gelenkig verbunden sind und der Hebel (8) am anderen Ende in Höhe der Werkzeugaufspannplattenmitte gelenkig mit der anderen Werkzeugaufspannplatte (3) verbunden ist,
- - der Hebel (8) in einem senkrechten Abstand von der Verbindungsebene der beiden Gelenkachsen zwei weitere Gelenkaugen (8.4) aufweist, die mit je einem der beiden Linearantrieben (9) verbunden sind, und die andere Seite der Linearantriebe (9) ebenfalls gelenkig mit dem Maschinengestell (2) verbunden sind.
2. Spritzgießmaschine gemäß Anspruch 1, deren Werkzeughöhenverstellung einen, zwei oder vier
Hydraulikzylinder enthält, mit denen die verbundene Werkzeugaufspannplatte verschiebbar ist
durch Beaufschlagung des entsprechenden Hubraums durch einen Ölstrom einer Hydraulikpumpe
mit einem Druck kleiner oder gleich dem maximalen Betriebsdruck der Hydraulikpumpe,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Hydraulikzylinder (6.2) für hohen Druck weit über dem maximalen Betriebsdruck der Hydraulikpumpe ausgelegt sind und die Summe der Kolbenflächen aller Hydraulikzylinder so kein ist, daß der hohe Druck gerade ausreicht, um der maximalen Schließkraft zu widerstehen,
- - die Hydraulikzylinder (6.2) mit Absperrventilen versehen sind, die diese während des Schließens, des Zuhaltens und des wieder Öffnens des Werkzeuges blockieren.
3. Spritzgießmaschine gemäß Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Blockierung der Hydraulikzylinder (6.2) der Werkzeughöhenverstellung (6) unmittelbar vor
dem Öffnen des Werkzeugs kurzfristig aufgehoben wird und daß anschließend in jedem Zyklus,
während das Werkzeug teilweise oder vollständig geöffnet ist, die exakte Werkzeughöhe H wieder
eingestellt wird.
4. Spritzgießmaschine gemäß Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Hydraulikzylinder der Werkzeughöhenverstellung auf der Kolbenseite mit einstellbaren
Druckbegrenzungsventilen versehen sind.
5. Spritzgießmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Hebel (8) der Vorrichtung zum Schließen und Öffnen des Werkzeugs (5) als ein
trapezförmiges Fachwerk (8.1) gestaltet ist, an dessen vier Ecken die vier Abstützpunkte (8.2) und
(8.3) der Gelenke zur Übertragung der Schließkraft angeordnet sind.
6. Spritzgießmaschine gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungsstangen (7) im Bereich der Werkzeugaufspannplatte, die mit der
Werkzeughöhenverstellung verbunden ist, durch ein weiteres nur in eine Richtung schwenkbares
Kniegelenk (7.1) versehen sind und an diesem Kniegelenk jeweils ein Verriegelungszylinder (7.2)
angeordnet ist, der in der Lage ist, das Kniegelenk im lastfreien Zustand zu strecken, und unter
Last gestreckt zu halten.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998100820 DE19800820A1 (de) | 1998-01-06 | 1998-01-06 | Spritzgießmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998100820 DE19800820A1 (de) | 1998-01-06 | 1998-01-06 | Spritzgießmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19800820A1 true DE19800820A1 (de) | 1999-07-15 |
Family
ID=7854384
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998100820 Ceased DE19800820A1 (de) | 1998-01-06 | 1998-01-06 | Spritzgießmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19800820A1 (de) |
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