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DE19800699A1 - Entfernung von Schwermetallionen aus wäßrigen Medien - Google Patents

Entfernung von Schwermetallionen aus wäßrigen Medien

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DE19800699A1
DE19800699A1 DE19800699A DE19800699A DE19800699A1 DE 19800699 A1 DE19800699 A1 DE 19800699A1 DE 19800699 A DE19800699 A DE 19800699A DE 19800699 A DE19800699 A DE 19800699A DE 19800699 A1 DE19800699 A1 DE 19800699A1
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Schwermetallionen, insbe­ sondere Quecksilber- und Silberionen, aus wäßrigen Medien.
Organisch belastete, d. h. organische Verbindungen enthaltende Abwässer, lassen sich auf verschiedene Art und Weise reinigen. Eine Möglichkeit ist die, daß das Abwasser eingeengt und anschließend der Rückstand verbrannt wird. Eine andere Möglichkeit besteht darin, daß man das Abwasser einer oxidativen Behandlung (sogenannte Naß­ oxidation) unterzieht (H. Perkow, R. Steiner, H. Vollmüller, Chem.-Ing.-Tech. 52 (1980) Nr. 12, S. 943-951). Letztere Verfahrensweise eignet sich besonders für das Reinigen salzhaltiger Abwässer, da das Salz auf verschiedene Weise der wäßrigen Phase vorher entzogen werden kann.
Neben der organischen Fracht sind auch Schwermetallionen, insbesondere Queck­ silber- und Silberionen, in Abwässern häufig enthalten, wobei diese praktisch restlos entfernt werden müssen.
So ist das Entfernen von Quecksilberionen aus Abgasströmen beispielsweise in EP-A-5 50 967 mit Hilfe von Ionenaustauschern beschrieben. Nachteilig hierbei ist allerdings der Einsatz von teuren Betriebsmitteln. Daneben wird gemäß DE-A- 42 29 662 auch die Quecksilberionenentfernung über die Sulfidfällung bei relativ großen Quecksilbermengen erwähnt. Dabei ist jedoch die relativ schlechte Filtrierbar­ keit der dabei entstehenden Quecksilbersulfide problematisch, zumal dann, wenn die Schwermetallmengen sehr klein sind, insbesondere im Bereich weniger Milligramm pro Liter liegen.
Der vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Ver­ fahren zur Entfernung von Schwermetallionen aus wäßrigen Medien bereitzustellen.
Es wurde nun ein Verfahren zur Entfernung von Schwermetallionen, insbesondere Quecksilber- und Silberionen aus wäßrigen Medien gefunden, das dadurch gekenn­ zeichnet ist, daß zum Ausfallen der Schwermetallionen eine Sulfidfällung in Gegen­ wart von Eisenoxid durchgeführt wird.
Bei den auszufällenden Schwermetallionen handelt es sich dabei um gelöste Schwer­ metallsalze, die bei der Sulfidfällung in Form ihrer Sulfide ausgefällt werden.
Bevorzugt wird für die Sulfidfällung ein wasserlösliches Sulfid verwendet, wobei unter wasserlöslich vorzugsweise eine Löslichkeit in Wasser bei 20°C von größer oder gleich 100 g/l, insbesondere größer 300 g/l verstanden wird. Als besonders be­ vorzugte Sulfide werden beispielsweise Schwefelwasserstoff, Alkalisulfid, insbe­ sondere Natriumsulfid, Alkalihydrogensulfid, insbesondere Natriumhydrogensulfid oder deren Gemische eingesetzt.
Das für die Sulfidfällung eingesetzte Sulfid wird vorzugsweise stöchiometrisch oder im stöchiometrischen Überschuß, bezogen auf das zu fallende Schwermetallkation eingesetzt. Die Sulfidfällung erfolgt vorzugsweise bei einer Temperatur von 20 bis 155°C. Sie kann bei Normaldruck oder bei erhöhtem Druck, vorzugsweise bei 1 bis 6 bar erfolgen.
Ebenfalls bevorzugt ist es, die Sulfidfällung im Sauren, insbesondere bei einem pH-Wert von 0,5 bis 2,5 durchzuführen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsweise in Gegenwart von einer Eisen­ oxidverbindung aus der Gruppe FeO, Fe2O3 und Fe2O4 oder deren Gemischen durch­ geführt. Die Gewichtsmenge des Eisenoxids beträgt vorzugsweise 5 bis 500, insbe­ sondere 5 bis 100 mg/l Abwasser.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als wäßriges Medium das Naßoxidationsprodukt von eisen- und schwermetall­ haltigem Wasser mit einem Gehalt an organischen Verbindungen, ausgedrückt in TOC (total organic carbon) von bis zu 50 g/l, vorzugsweise 15 bis 20 g/l verwendet, wobei dieses der Naßoxidation zugeführte Wasser gegebenenfalls anorganische Salze enthält und einen pH-Wert von insbesondere 5,5 bis 8,0 besitzt. Der Gehalt an anorganischen Salzen liegt vorzugsweise bei 0 bis 15 Gew.-%, bezogen auf das eisenhaltige Wasser. Der Eisengehalt des der Naßoxidation zugeführten Wassers beträgt vorzugsweise - das Eisen liegt bevorzugt als Eisensulfat vor - 5 bis 500 mg/l, besonders bevorzugt 10 bis 100 mg/l. Nach der Naßoxidation besitzt das wäßrige Medium im allgemeinen einen pH-Wert von 0,5 bis 2,5.
Bei der Naßoxidation wird vorzugsweise das Abwasser mit einer Hochdruckpumpe durch einen Wärmetauscher gepumpt, in dem es im Gegenstrom vom gereinigten Ab­ wasser vorgeheizt wird. Beim Eintritt in den Reaktor sollte die Temperatur ausrei­ chend hoch sein, so daß die vorzugsweise mit Luft durchgeführte Oxidation anläuft. Ab einem TOC-Gehalt von 10 000 bis 20 000 mg/l kann die Oxidation ohne Einsatz von Zusatzenergie autotherm verlaufen. Da eine Oxidation in der Gasphase unter den Temperaturbedingungen der Naßoxidation in der Regel sehr langsam verläuft, wird vorzugsweise durch Einstellung eines Druckes, der oberhalb des Sattdampfdruckes bei der entsprechenden Temperatur liegt, dafür gesorgt, daß vorzugsweise wenigstens ein Teil des Wassers im Reaktor flüssig vorliegt.
Zur Verminderung von Korrosionsproblemen und der damit verbundenen erheblichen Apparatekosten durch Senkung der Reaktionstemperatur wird zur Beschleunigung der Reaktion vorzugsweise ein Katalysator zugesetzt. Als Katalysator finden insbe­ sondere Metalle der Nebengruppen Verwendung.
Als bevorzugte Katalysatoren werden im Rahmen dieser Erfindung zweiwertige kata­ lytisch wirkende Kupferionen verstanden, wobei bevorzugt Kupfersulfat oder Kupfersulfid eingesetzt wird. Der Kupferkatalysator wird vorzugsweise in einer Menge von 100 bis 1000 mg/l, besonders bevorzugt von 200 bis 700 mg/l eingesetzt. Bevor­ zugt wird die Naßoxidation bei einer Temperatur von 240 bis 280°C durchgeführt, wobei es vorteilhaft ist, einen Druck von 100 bis 200 bar einzustellen.
In einem Flüssigkeitsabscheider werden das gereinigte Abwasser und das sauerstoff­ arme Abgas vorzugsweise voneinander getrennt.
Wegen der starken fungiziden, algiziden und bakteriziden Wirkung von Kupferionen wird der Katalysator vorzugsweise als Sulfid gefällt, abgetrennt und in den Naßoxida­ tionsprozeß zurückgeführt, wo er wiederum zu Kupfersulfat oxidiert wird.
Die Reaktionsprodukte der Naßoxidation sind je nach Reaktionsbedingungen Kohlen­ dioxid und Wasser mit geringen Anteilen an anoxidierten, niedermolekularen Bruch­ stücken schwer abbaubarer organischer Verbindungen. Der Stickstoffgehalt organi­ scher Verbindungen wird weitestgehend in Ammoniak umgewandelt, das aus dem ge­ reinigten, sauren Abwasser nach pH-Stellung gestrippt wird.
Sofern das für die Sulfidfällung benötigte Eisenoxid aus der Stufe der Naßoxidation eines eisenhaltigen wäßrigen Mediums stammt, kann es vorteilhaft sein, dieser Lösung bzw. Suspension nach der Naßoxidation d. h. vor oder vorzugsweise nach der Sulfid­ fällung Polyelektrolyte zuzusetzen. Als solche sind beispielsweise Salze der Polyphos­ phorsäure, Polyvinylschwefelsäure, Polyvinylsulfonsäure, Polyvinylphosphonsäure, Polyacrylsäure, Polyethylenimine, Polyvinylamine, Polyvinylpyridine usw. zu nennen. Die Polyelektrolyte können beispielsweise in einer Menge von 0,0001 bis 0,1 Gew.-%, bezogen auf die Suspension bzw. Lösung, eingesetzt werden. Das für die Naß­ oxidation eingesetzte wäßrige Medium, hat insbesondere einen pH-Wert von 5,5 bis 8,0. Die gebildeten Schwermetallsulfide, insbesondere Quecksilbersulfid, Silbersulfid aber auch Kupfersulfid, beispielsweise wenn es als Katalysator in einer vorgeschal­ teten Naßoxidationsreaktion eingesetzt worden war, können dann gemeinsam ab­ getrennt werden. Nach dem erfindungsgemaßen Verfahren erhaltene schwermetall­ ionenreduzierte Abwässer besitzen vorzugsweise einen Restgehalt an Schwermetallen von kleiner 1 mg/kg Kupfer oder Silber und kleiner 0,005 mg/kg Quecksilber.
In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ver­ fahrens erfolgt die Abtrennung von Quecksilberionen in Gegenwart von Kupferionen durch Sulfidfällung, dadurch gekennzeichnet, daß man das wasserlösliche Sulfid in einer stöchiometrischen Menge oder im Überschuß, vorzugsweise von 1,0 bis 2,0 Mol-Äquivalenten, bevorzugt 1,0 bis 1,5 Mol-Äquivalenten pro Äquivalent Quecksilberionen, einsetzt.
Dabei erfolgt vorzugsweise die Fällung von Quecksilbersulfid, wobei die große Menge der Kupferionen in Lösung bleiben. Das ausgefallene Quecksilbersulfid kann dann zusammen mit dem Eisenoxid abgetrennt werden.
Im Anschluß daran ist es bevorzugt, die gelösten Kupferionen, die vorzugsweise dem Kupferkatalysator eines vorgeschalteten Naßoxidationsschrittes entsprechen, durch Sulfidfällung abzutrennen. Das abgetrennte Kupfersulfid kann dann beispielsweise wieder als Katalysator in den Naßoxidationsprozeß eingesetzt werden, wo es dann zum löslichen Kupfersulfat oxidiert wird.
Beispiel 1
30 m3/h eines neutralisierten Abwassers folgender Zusammensetzung werden in einem Hochdruck-Naßoxidationsreaktor bei 250°C und 150 bar Druck mit Luft kontinuier­ lich oxidiert.
Zusammensetzung:
15 000 mg/l TOC
9,9% Natriumsulfat
410 mg/kg Kupfer
29 mg/kg Eisen
0,28 mg/kg Quecksilber
Dichte 1,18 to/m3.
Nach der Naßoxidation wird das auf einen Rest-TOC-Gehalt von 350 mg/l (Abreini­ gungsgrad von 97,6%) abgereinigte Abwasser unter Vorwärmung des Reaktions­ zulaufs abgekühlt, hochdruckentspannt - Trennung des gereinigten Abwassers und des sauerstoffarmen Abgases - und das fein verteilte Eisenoxid über Sandfilter und Fil­ terpresse kontinuierlich abgetrennt. Das saure Abwasser (pH-Wert ca. 2,0) wird mit einer 30%igen Natriumhydrogensulfid-Lösung (ca. 37 1/h; Endpunktserkennung über Redoxpotentialmessung) kontinuierlich versetzt, worauf das gefällte Sulfid des Kup­ fers abdekantiert wird, um es als Katalysator-Suspension für den Naßoxidationspro­ zeß vor den Reaktor zurückzuführen. Unter diesen Bedingungen mitgefälltes fein verteiltes Quecksilbersulfid wird somit teils ebenfalls in den Katalysator-Kreislauf zurückgegeben und konzentriert sich darin auf, ohne daß es ausgeschleust werden kann, teils verbleibt es fein verteilt im Abwasser (Konzentration an Quecksilber im gereinigten Abwasser 0,2 mg/kg).
Beispiel 2
30 m3/h eines neutralisierten Abwassers folgender Zusammensetzung werden in einem Hochdruck-Naßoxidationsreaktor bei 250°C und 150 bar Druck mit Luft kontinuier­ lich oxidiert.
Zusammensetzung:
15 000 mg/l TOC
9,9% Natriumsulfat
410 mg/kg Kupfer
29 mg/kg Eisen
0,36 mg/kg Quecksilber
Dichte 1,18 to/m3.
Nach der Naßoxidation wird das auf einen Rest-TOC-Gehalt von 350 mg/l (Abreini­ gungsgrad von 97,6%) abgereinigte Abwasser (pH-Wert 2,0) unter Vorwärmung des Reaktorzulaufs abgekühlt, hochdruckentspannt - Trennung des gereinigten Abwassers und des sauerstoffarmen Abgases - und kontinuierlich über eine Feinstromdosier­ pumpe mit 14 ml/h einer 30%-igen Natriumhydrogensulfid-Lösung versetzt. Nach ca. 1 Stunde Verweilzeit wird das gefällte Quecksilbersulfid zusammen mit dem fein verteilten Eisenoxid über Sandfilter und Filterpresse kontinuierlich abgetrennt. An­ schließend wird das von Quecksilber weitgehend gereinigte Filtrat zwecks Abtren­ nung des Kupferkatalysators mit einer 30%-igen Natriumhydrogensulfid-Lösung (ca. 37 l/h; Endpunktserkennung über Redoxpotentialmessung) kontinuierlich versetzt, worauf das gefällte Sulfid des Kupfer abdekantiert wird, um es als Katalysator-Sus­ pension für den Naßoxidationsprozeß vor den Reaktor zurückzuführen. Nach der HgS/CuS-Abtrennung sind in dem gereinigten Abwasser < 0,005 mg/kg Quecksilber.
Beispiel 3
Das Abwasser aus Beispiel 2 wird, wie oben beschrieben, naßoxidiert und zwecks Fällung des Quecksilbers mit einer 30%-igen Natriumhydrogensulfid-Lösung ver­ setzt. Zur Beschleunigung und Komplettierung der Eisenoxid-Fällung wird das Ab­ wasser mit 30 l/h einer wäßrigen 0,1%igen Mischung eines kationischen hochmole­ kularen Polyacrylamidcopolymers beaufschlagt. Das nunmehr gut filtrierbare Eisen­ oxid wird, wie oben beschrieben, zusammen mit dem gefällten Quecksilbersulfid abge­ trennt. Anschließend wird, wie in Beispiel 2 dargelegt, mit der Katalysator-Abtren­ nung fortgefahren. Das gereinigte Abwasser enthält nach der HgS/CuS-Abtrennung <l mg/kg Kupfer und <0,002 mg/kg Quecksilber.

Claims (7)

1. Verfahren zur Entfernung von Schwermetallionen aus wäßrigen Medien, da­ durch gekennzeichnet, daß zum Ausfällen der Schwermetallionen eine Sulfid­ fällung in Gegenwart von Eisenoxid durchgeführt wird.
2. Verfahren gemäß Anspruch 1 zur Entfernung von Quecksilberionen aus wäß­ rigen Medien.
3. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man für die Sul­ fidfällung ein Sulfid mit einer Wasserlöslichkeit von größer oder gleich 100 g/l, bei 20°C, einsetzt.
4. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man als Sulfid Schwefelwasserstoff, Alkalisulfid, Alkalihydrogensulfid oder Gemische davon einsetzt.
5. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Sulfid­ fällung in Gegenwart von 5 bis 500 mg/l, insbesondere 5 bis 100 mg/l an Eisenoxid durchführt.
6. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Sulfid­ fällung bei einem pH-Wert von 0,5 bis 2,5 durchführt.
7. Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als wäßriges Me­ dium das Naßoxidationsprodukt von eisen- und schwermetallhaltigem Wasser mit einem TOC-Gehalt von bis zu 50 g/l eingesetzt wird.
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