DE19800667C2 - Transversalflußmaschine mit massearmem passiven Rotor - Google Patents
Transversalflußmaschine mit massearmem passiven RotorInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Transversalflußmaschine mit passivem Läufer gemäß dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 (DE 39 27 453 A1).
Eine solche Transversalflußmaschine ist aus der DE 39 27 453 A1 bekannt. Die dort gezeigte
elektrische Maschine mit mehreren, im wesentlichen transversal verlaufenden Magnetkreisen
gleichartiger Ausführung (Transversalflußmaschine) umfaßt einen Rotor mit einer Welle,
einen Stator und einen Statorkörper, wobei der Stator für jeden Magnetkreis zwei ringförmige
Sammleranordnungen aufweist, die sich aus dem Absatnd einer Polteilung zwischen
Weicheisenlamellen eingebetteten, radial stehenden Permanentmagneten zusammensetzen.
Zwischen den Sammleranordnungen des Stators ist jeweils eine ringförmige Wicklung
angeordnet. Der Rotor für jeden Magnetkreis ist in eine äußere und eine innere Rotorhälfte
aufgeteilt, welche im Abstand der doppelten Polteilung jeweils axial verlaufende Polelemente
aus Weicheisen trägt, wodurch ein zylindrischer Zwischenraum entsteht, in dem der Stator
unter Bildung von zwei Luftspalten den Polelementen gegenübersteht.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine besonders zweckmäßige Maschinenbauform
mit Rücksicht auf hohe Volumenausnutzung und günstige Stator- und Rotorgestaltung
anzugeben. In der älteren DE 196 34 949 C1 wurden Lösungen beschrieben, die bei robuster
Rotoranordnung besonders zur Anwendung bei größeren Luftspalten geeignet sind. Nach der
dortigen Fig. 1b ist eine zum Achsenkreuz symmetrische Magnetkreis-Konfiguration mit
zwei seitlichen Sammlern charakteristisch. Die ferromagnetischen Rückschlußlamellen sind
dem Rotor am inneren und äußeren Magnetkreisrand zugeordnet. Es ist ersichtlich, daß trotz
dem mit Lücken versehenen Magnetkreisteil des Rotors sein Massenanteil verhältnismäßig
hoch ist. Insbesondere kann deshalb bei hohen Drehzahlen bzw. Umfangsgeschwindigkeiten
auf die Anwendung hochwertiger Werkstoffe für den Rotorkörper nicht verzichtet werden.
Dem hohen Massenanteil entsprechen auch erhöhte Eisenverlustanteile.
In der vorliegenden Erfindung wird die massearme Rotorausführung unter Beibehaltung
wichtiger in der DE 196 34 949 C1 genannten Merkmale und Vorteile angestrebt. Um dieses
Ziel zu erreichen ist es notwendig, gegenüber den bisherigen Konstruktionsvorschlägen neue
Merkmale für den Aufbau des Stators und des Rotors einzuführen. Besonderer Wert ist darauf
zu legen, daß hierbei die im Magnetkreis entstehenden Verluste gering gehalten und günstige
Kühlverhältnisse erreicht werden.
Aus der DE 41 25 779 C1 ist eine Transversalflußmaschine mit einem gezahnten Rotor
bekannt. Jeweils zwei Teilrotoren ragen dabei axial in E-förmige Weicheisenelemente des
Stators hinein. Eine Erregung durch Permanentmagnete im Stator ist nicht vorgesehen, wobei
die Magnetkreisanordnung so zu gestalten ist, daß je Magnetkreis zwei masse- und
verlustarme Rotorteile seitlich angeordnet sind und die radial außen bzw. innen liegenden
Sammlerteile über ein radial wirkendes Verbindungselement im Wicklungsbereich
mechanisch steif miteinander verbunden sind. Eine in das Verbindungselement integrierte
Kühlung sorgt für ausreichende Wärmeabfuhr aus dem umgebenden Bereich von Wicklung
und Sammlerteilen. Mit einer am Umfang in zwei Hälften aufgespaltenen Wicklungs- und
Sammleranordnung ergibt sich bei Anwendung nur eines Magnetkreises in axialer Richtung
eine zweisträngige Maschine minimaler axialer Ausdehnung und maximaler Leistung.
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung anhand der Fig. 1-6 erläutert:
Fig. 1: Linearisierte Teilansicht von Stator ohne Wicklung und einem Rotorteil.
Fig. 2: Linearisierte Ansicht von äußerem und innerem Sammler mit einem C-förmigen
Verbindungselement in gezahnter Ausführung.
Fig. 3: Linearisierte Ansicht eines Statorteils mit I-förmigem Verbindungselement und der
Anordnung eines Wälzlagers zur Welle.
Fig. 4: Teil eines Maschinenquerschnitts mit zweigeteilter Wicklung und Verbindungs
element mit integrierten Kühlkanälen.
Fig. 5: Rotorausschnitt in gezahnter Blechpaketausführung mit vier Paketteilen.
Fig. 6: Maschinenquerschnitt zur Anordnung von zwei Wicklungssträngen am Umfang (mit
Leiterrückführung innen) und minimaler axialer Ausdehnung.
Transversalflußmaschinen mit der Forderung nach hohen Umfangsgeschwindigkeiten und
hoher Kraftdichte werden zweckmäßig mit einem Magnetkreis mit relativ hohem Anteil an
Permanentmagneten und relativ geringem Anteil an magnetfeldführenden Eisenlamellen
dimensioniert. Hierdurch lassen sich die freqeunzabhängigen Eisenverluste stark reduzieren.
Gleichzeitig entsteht die Möglichkeit, die vom Rotoreisen verursachten Fliehkräfte mit einem
geringen Aufwand an konstruktivem Material und zusätzlicher Rotormasse abzustützen. Für
den mit erhöhter Umfangsgeschwindigkeit einhergehenden größeren Luftspalt gilt ähnlich wie
in der DE 196 34 949 C1 die Anwendung einer größeren Polteilung und etwas erhöhter
elektrischer Durchflutung. Letzteres ist verbunden mit der Forderung nach intensivierter
Wärmeabfuhr. Durch eine Aufteilung der Wärmeströme, d. h. eine Unterteilung der
Wärmequellen in Bezug zur Wärmesenke und durch die Anordnung entsprechender
Kühlkanäle kann dies erreicht werden.
Die erfindungsgemäß vorgesehene Modifizierung der Statoranordnung führt zu einer
räumlichen Vergrößerung der Sammleranordnung mit erhöhtem Anteil an Permanent
magneten. Gleichzeitig erfolgt eine Verringerung der dem Rotor zugeordneten Eisen
kreiselemente. Mit dieser Veränderung einher geht eine Reduktion des magnetischen
Widerstandes für den magnetischen Kreis und eine Verringerung der Eisenverluste, da im
inneren Bereich der Sammler eine geringere magnetische Flußdichte herrscht als z. B. im
Rotoreisen. Es entsteht zusätzlich eine günstige Gestaltungsmöglichkeit für das rotorseitige
Magnetkreisteil. In der linearisierten Teilansicht nach Fig. 1 sind äußere und innere
Sammleranordnung S1 und S2 sowie der rechts liegende Rotorteil Rr gezeichnet. Wie Fig. 1
zeigt, ist eine Blechpaketanordnung mit zweiseitiger Zahnung Z1 und Z2 im Abstand der
doppelten Polteilung und einer Jochverbindung J in Umfangsrichtung eine sehr zweckmäßige
Bauform für den Rotor. Durch eine Blechung (Blechebene quer zur Welle) kann auch der
Forderung nach einfacher Herstellung entsprochen werden. Um die Kraftbildung möglichst
wirkungsvoll zu gestalten, ist die Zahnhöhe von Z1 und Z2 größer als der fünffache
Luftspaltbetrag und die Breite der Zähne etwa 80% der Polteilung zu wählen. Äußere und
innere Zahnung stehen sich direkt gegenüber. Die vom Rotorblechpaket entwickelten radialen
Fliehkräfte werden durch die axiale Befestigung des Rotorteils Rr an dem scheibenförmigen
Rotor Rs von letzterem aufgenommen.
Wie aus Fig. 1 ebenfalls ableitbar ist, bestehen die beiden Sammleranordnungen S1, S2
abwechselnd im Polteilungsabstand aus Weicheisenlamellen L und Permanentmagneten P.
Die Permanentmagnete P haben dabei alternierende Polarität. Äußere und innere Per
manentmagnete P weisen dabei ebenfalls unterschiedliche Polarität an gleicher Stelle auf,
siehe Fig. 2.
Das der Kraftübertragung von innen nach außen dienende Verbindungselement V zwischen
den Sammleranordnungen S1 und S2 ist so zu gestalten, daß durch eine wie in Fig. 2
gezeichnete korrespondierende Zahnstruktur von Sammler Sz und Verbindungsteil Vz eine
sicher und großflächige Kraftübertragung erzielt wird. Durch gegenüber den
Weicheisenlamellen L überstehende Permanentmagnete P läßt sich im mittleren Bereich des
Magnetkreises die Zahnung der Sammleranordnung ohne größeren Bearbeitungsaufwand
ausführen. Eine ähnliche Verbindung kann mit Hilfe eines zusätzlichen
Konstruktionselements K die Lagerung La des Stators gegenüber der Welle W entsprechend
Fig. 3 übernehmen. Nach außen erfolgt die Abstützung der auf den Stator wirkenden
Umfangskraft über die äußere Sammleranordnung und das an ihr befestigte Gehäuseteil (nicht
gezeichnet).
Wie Fig. 4 zeigt, wird der innere Bereich im magnetischen Kreis durch die in zwei Einheiten
unterteilte Wicklung Ws1 und Ws2 in der Form von Ringspulen oder in der Form von
Spulenteilen, die den halben Umfang überdecken, und durch das Verbindungselement V
gegliedert. Die Doppel-T-Form des Verbindungselements V schließt Kühlkanäle Ku1 und
Ku2 ein und ist, wie bereits beschrieben, oben und unten gezahnt ausgeführt. Eine Anordnung
des Verbindungselements im Zentrum des Magnetkreises ist besonders zweckmäßig, weil an
dieser Stelle minimale magnetische Feldstärken auftreten, so daß hier auch nur kleine
Wirbelstromverluste entstehen können.
Für Maschinen mit hohen Betriebsfrequenzen ist zur Ausführung des Verbindungselements V
eine dünne Wandstärke und begrenzte elektrische Leitfähigkeit zweckmäßig. Dabei erfordert
die Wirksamkeit der Kühlfunktion eine ausreichend hohe Wärmeleitfähigkeit des Materials.
Damit ist neben Aluminium die Anwendung von VA-Stahl als geeignet anzusehen, wobei
Aluminium für den Bereich kleiner Frequenzen eher den Anforderungen entspricht. Die
querliegenden Ansätze des Verbindungselements V haben nicht nur die Aufgabe der
mechanischen Verbindung zu den Sammleranordnugen, sondern übernehmen auch die
Funktion der Wärmeleitung und die Abführung der in den Sammleranordnungen entstehenden
Verluste zu den Kühlkanälen. Das flüssige Kühlmittel selbst wird radial über Rohrteile durch
den Sammler geführt.
Es besteht kein Zweifel, daß thermisch und elektrisch noch günstigere Verhältnisse erreicht
werden, wenn anstelle des elektrisch leitfähigen Metalls als Material für das
Verbindungselement V z. B. Al2O3 oder Aluminium-Nitrit eingesetzt würde. Das elektrisch
isolierende Material ermöglicht weitgehenden Verzicht auf Isolationsmaterial zwischen
Wicklung Ws1, Ws2 und Verbindungselement V und erhöht somit die resultierende
Wärmeübergangszahl. Als besonders günstig erweist sich die etwa um 50% höhere
Wärmeleitfähigkeit des keramischen Materials. Insbesondere für Maschinen mit hoher
Betriebsfrequenz werden so günstige Dimensionierungsmöglichkeiten erzielt, die einer hohen
Volumenausnützung der Transversalflußmaschine sehr dienlich sind.
Wie weiter der Fig. 4 zu entnehmen ist, sind zur Kühlung des innerhalb der Sammler
anordnung S2 liegenden Statorteils K sowie des Lagers La zusätzliche Maßnahmen, etwa der
ringförmige Kühlkanal Kg mit seiner radialen Zuführung Zf, vorzusehen.
Auch im Bereich außerhalb der Sammleranordnung S1, d. h. im anschließenden Gehäuse
teil H, sind ähnliche Kühlmaßnahmen zur zusätzlichen Wärmeabfuhr zweckmäßig, wenn es
sich um größere Maschinen handelt.
Fig. 5 weist darauf hin, daß beim Aufbau des Rotorblechpakets darauf zu achten ist, daß keine
geschlossenen Umläufe von Wirbelströmen durch ungeschlitzte Bleche entstehen. Hier ist
z. B. eine Unterteilung in 4 gleichartige Pakete P1/P4 mit unterschiedlichen Stellungen des
Schlitzes G vorgesehen. Die Zahl der Unterteilungen läßt sich mit Vorteilen für die
Spannungsverteilung im Rotor erhöhen. Ihr Größtwert liegt bei der Zahl, die gleich der Zahl
der Bleche ist.
Für Maschinen großer Durchmesser empfiehlt sich die Anwendung von segmentartig
geformten Blechteilen.
In Fig. 6 ist ein Maschinenquerschnitt dargestellt, bei dem axial gesehen innerhalb eines
Magnetkreisteils vorausgesetzt ist, daß in Umfangsrichtung zwei Wicklungsstränge Ws1,
Ws1'; Ws2, Ws2' angeordnet sind. Damit umschließt ein Wicklungsteil etwa den halben
Umfang der Maschine, während die beiden zugehörigen Statorhälften um eine halbe
Polteilung gegeneinander versetzt sind. Eine entsprechende zeitliche Verschiebung der beiden
Strangströme ist dabei ebenfalls vorausgesetzt. Wie in Fig. 6 gezeichnet, sind die nun
notwendigen Rückführungsteile der Spulen Ws1' und Ws2' im inneren Teil der Maschine
vorgesehen. Erkennbar ist die nun mögliche Verringerung der axialen Ausdehnung der
Maschine. Bei dieser Anordnung kann im Vergleich zu einer Maschine mit
Zweifachanordnung des Magnetkreises davon ausgegangen werden, daß infolge der größeren
radialen Abmessung des Magnetkreises deutlich günstigere Kraftdichten und damit eine
insgesamt höhere Volumenausnützung erzielbar sind.
Claims (6)
1. Elektrische Maschine mit mehreren, im wesentlichen transversal verlaufenden
Magnetkreisen gleichartiger Ausführung (Transversalflußmaschine), umfassend einen
Rotor mit einer Welle (W), einen Stator und einen Statorkörper, wobei der Stator für jeden
Magnetkreise aus zwei ringförmigen Sammleranordnungen (S1, S2), die sich aus im
Abstand einer Polteilung zwischen Weicheisenlamellen (L) eingebetten, radial stehenden
Permanentmagneten (P) wechselnder Polarität zusammensetzen, sowie einer zwischen den
Sammleranordnungen (S1, S2), angeordneten, ringförmigen Wicklung (Ws1, Ws2) besteht,
und wobei der Rotor für jeden Magnetkreis in zwei Rotorteile (Rr, Rl), die den
Sammleranordnungen (S1, S2) im Abstand jeweils eines Luftspaltes gegenüberstehen,
aufgeteilt ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Rotorteile (Rr, Rl) aus einem außen und innen gezahnten Blechpaket mit einer Teilung der Rotorzähne im doppelten Polteilungsabstand der Sammleranordnungen (S1, S2) bestehen,
- - die Sammleranordnungen (S1, S2) sich über die gesamte axiale Länge von Wicklungs- und Rotorteilen (Ws1, Ws2; Rr, Rl) erstrecken,
- - die Wicklung (Ws1, Ws2) axial in zwei Hälften aufgeteilt ist,
- - in der Mitte zwischen den beiden Hälften der Wicklung (Ws1, Ws2) sich ein Verbindungselement (V) befindet, dessen innerer und äußerer gezahnter Rand in eine entsprechende Zahnung der Sammleranordnungen (S1, S2) greift.
2. Transversalflußmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Höhe der Rotorzähne größer als die fünffache Länge des Luftspalts ist und ihre Breite
in Umfangsrichtung etwa 80% der Polteilung beträgt.
3. Transversalflußmaschine nach Ansprüchen 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verbindungselement (V) im Zentrum des Magnetkreises einen oder mehrere
Kühlkanäle (Ku1, Ku2) umschließt, deren Zuleitungen (Zf) durch die Sammler
anordnungen (S1, S2) erfolgen.
4. Transversalflußmaschine nach obigen Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Verbindungselement (V) zwischen den Sammleranordnungen (S1, S2) aus elektrisch
nichtleitendem Material mit einer Wärmeleitfähigkeit, die mindestens gleich der von VA-
Stahl ist, ausgeführt wird.
5. Transversalflußmaschine nach obigen Ansprüchen,
dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzliche Kühlmaßnahmen außerhalb der Sammleranordnungen (S1, S2) ausgeführt sind.
6. Transversalflußmaschine nach einem der obigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Wicklung (Ws1, Ws2) in Umfangsrichtung je einer Statorhälfte zugeordnet und
dementsprechend mit einer Rückführung ausgestattet ist, wobei die Statorhälften um eine
halbe Polteilung versetzt und die Strangströme um 90° elektrisch phasenverschoben sind.
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8136 | Disposal/non-payment of the fee for publication/grant | ||
| 8170 | Reinstatement of the former position | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition |