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DE19800610A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern und hierfür verwendetes Adsorptionsmittel - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern und hierfür verwendetes Adsorptionsmittel

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DE19800610A1
DE19800610A1 DE1998100610 DE19800610A DE19800610A1 DE 19800610 A1 DE19800610 A1 DE 19800610A1 DE 1998100610 DE1998100610 DE 1998100610 DE 19800610 A DE19800610 A DE 19800610A DE 19800610 A1 DE19800610 A1 DE 19800610A1
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DE
Germany
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chitosan
waste water
purification
boiler
chitin
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE1998100610
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English (en)
Inventor
Helmar Haug
Stephan Blab
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Provera Gesellschaft fuer Projektierung und Vermoegensadministration mbH
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Publication of DE19800610A1 publication Critical patent/DE19800610A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/28Treatment of water, waste water, or sewage by sorption
    • C02F1/286Treatment of water, waste water, or sewage by sorption using natural organic sorbents or derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/0006Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid
    • C08B37/0024Homoglycans, i.e. polysaccharides having a main chain consisting of one single sugar, e.g. colominic acid beta-D-Glucans; (beta-1,3)-D-Glucans, e.g. paramylon, coriolan, sclerotan, pachyman, callose, scleroglucan, schizophyllan, laminaran, lentinan or curdlan; (beta-1,6)-D-Glucans, e.g. pustulan; (beta-1,4)-D-Glucans; (beta-1,3)(beta-1,4)-D-Glucans, e.g. lichenan; Derivatives thereof
    • C08B37/00272-Acetamido-2-deoxy-beta-glucans; Derivatives thereof
    • C08B37/003Chitin, i.e. 2-acetamido-2-deoxy-(beta-1,4)-D-glucan or N-acetyl-beta-1,4-D-glucosamine; Chitosan, i.e. deacetylated product of chitin or (beta-1,4)-D-glucosamine; Derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F2101/00Nature of the contaminant
    • C02F2101/10Inorganic compounds
    • C02F2101/20Heavy metals or heavy metal compounds

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern, wie sie beispielsweise in der Elektronikindustrie oder der Galvanotechnik anfallen, und die Herstellung eines hierfür verwendeten Adsorptionsmittels. Die schwermetallhaltigen Abwässer können hierbei auch einzähnige oder mehrzähnige Liganden enthalten., die Schwermetalle komplexieren.
Der Stand der Technik bei nichtbiologischer Aufreinigung von zum Beispiel kupferhaltigen Abwässern im Überblick:
In Anwesenheit starker Komplexbildner, wie beispielsweise Ammoniak, EDTA, NTA, Gluconat oder polymere Sulfonsäuren existieren zur Zeit noch keine befriedigende Verfahren, Schwermetalle aus Abwässern, bis zu einer Konzentration unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte, zu entfernen.
Bisherige Veröffentlichungen zeigen bereits zwar das Wirkprinzip der Adsorption von Schwermetallen durch Bakterien, Hefen oder Algen (Alginat) im lebenden oder nichtlebenden Zustand, wobei unter anderem chitinhaltige Bestandteile der Mikroorganismen dafür verantwortlich sind, jedoch wird dies technisch noch nicht genutzt.
Nachteil bislang für eine industrielle Nutzung im großtechnischen Maßstab ist die zeit-, energie und kostenaufwendige Filtration und anschließende Nachtrocknung der Aufschlämmung der Mikroorganismen zu Entsorgungs- oder Recycling-Zwecken, wobei prinzipiell Restfeuchte zurückbleibt. Außerdem ist ein kontinuierlicher Klärbetrieb nur mit hohem technischen Aufwand zu bewerkstelligen, da die Hefekultur im Fermenter zurückgehalten werden muß, ohne daß dabei die Rückhalteeinrichtung (feine Filter) blockiert wird. Ebenso besteht bei lebenden Kulturen die Gefahr der Kontamination durch Fremdorganismen und/oder ein vorzeitiges Absterben durch eigene Stoffwechselprodukte (Metaboliten), was wiederum eine kontrollierte Abwasserreinigung unmöglich macht. Zusätzlich dazu wird eine Schwemetallaufreinigung der Abwasser durch Anwesenheit von Komplexbildnern, wie beispielsweise Ammoniak, EDTA, NTA und Gluconat oder polymere Sulfonsäuren, erschwert. Die Isolation von Chitin aus Biomasse wird zur Zeit nicht praktiziert und das im Handel erhältliche Chitosan wird chemisch synthetisiert.
Aufgabe der Erfindung nun ist es, oben genanntes, biologisches Verfahren der Reinigung von Abwässern mittels Adsorption von Schwermetallen, so weiterzubilden, daß ein kontinuierlicher Betrieb in einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ermöglicht wird, wobei oben angeführte Nachteile wie Zeit-, Kosten-, und Energiebedarf reduziert werden, und eine Reduktion der Adsorption der Schwermetalle an die Biomasse durch Kontamination und Absterben der Organismen, vermindert wird. Außerdem sollen das Verfahren und die Anlage die gesetzlichen Grenzwerte für die Schwermetallbelastung im Abwasser unterschreiten, und auch in Anwesenheit von Komplexbildnern befriedigende Ergebnisse liefern.
Als zusätzliche Aufgabe soll ein Verfahren zur wirtschaftlichen und ökologischen Herstellung des Adsorptionsmediums Chitosan gefunden werden.
Als Lösung der oben genannten Probleme wird das schwermetallhaltige Abwasser im Kreislauf durch eine erfindungsgemäße Adsorptions-Anlage durch mindestens einen Kessel mittels einer Pumpe gefördert, wobei das Abwasser durch ein geöffnetes Einlaß-Ventil über eine Rohrleitung in den Kessel gelangt, dort durch eine grob zerkleinerte Chitosan- Schüttung hindurchströmt, wodurch mittels Adsorption an Chitosan die Schwermetalle aus dem Abwasser herausgelöst werden, und anschließend über eine Rohrleitung durch ein Auslaß-Ventil wieder aus der Anlage ausgeleitet wird. Schwermetalle in der Chitosan-Schüttung können nach Erschöpfung der Adsorberfunktion des Chitosans beispielsweise durch einen Verbrennungsvorgang wiedergewonnen werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform der Adsorptions-Anlage sind mehrere Kessel vorgesehen, die parallel zueinander angeordnet sind und einzeln oder kombiniert betrieben werden können.
In einer weiteren Ausführungsform werden mehrere Kessel hintereinander in Serie angeordnet um gleichzeitig betrieben zu werden.
Die Auslaß-Ventile der Kessel können auch als Dreiwegeventile ausgeführt sein, wobei dadurch das Auslaß-Ventil des Kessels, der von der Pumpe am entferntesten liegt, entfallen kann. Jeder Kessel besitzt zur Entleerung ein eigenes Ablaß-Ventil am Boden.
Die gesamte erfindungsgemäße Anlage kann entweder direkt an wasserbelastende Fertigungseinrichtungen angeschlossen werden, oder an ein, der Fertigungseinrichtung nachgeschaltetes Speicherbecken, wo die Abwässer entnommen, und nach Behandlung dort wieder eingeleitet werden.
Das Material der Kessel besteht vorzugsweise aus Kunststoff.
Zur Lösung eines Verfahrens zur wirtschaftlichen und ökologischen Herstellung des Adsorptionsmediums Chitosan:
Wirkungsweise von Chitin als Adsorber
Chitin gehört wie Pektin und Cellulose zu den Struktur- Polysacchariden. Das Polysaccharid Chitin hat die chemische Bezeichnung Poly[β-(1,4)-2-acetamido-2-desoxy-D- glucopyranose]. Die Bindungsfähigkeit von Schwermetallen in biologischen Zellen beruht auf zwei Phänomenen: Der Physisorption und Chemisorption. Bei der Physisorption wirken nur relativ schwache, unspezifische elektrostatische Kräfte zwischen den Teilchen. Die Adsorption verläuft schnell und reversibel. Dagegen entsteht bei der Chemisorption in einer langsamen und irreversiblen Reaktion ein Chelat. In welchen Anteilen beide Phänomene zur Wirkung kommen, ist wissenschaftlich noch nicht ganz geklärt. Adsorptionsstellen an Chitin sind die OH-Gruppe und die Acetamidogruppe NHCOCH3 mit dem freien Elektronenpaar am Stickstoffatom.
Der Weg des Schwermetall-Ions von der Lösung bis zu den Adsorptionsstellen des Adsorbers erfolgt in 3 Schritten:
  • - Lösungsdiffusion: Diffusion des Ions in der Lösung zur Phasengrenzfläche des Chitosans
  • - Filmdiffusion: Diffusion des Ions durch die Diffusionsgrenzschicht an der Phasengrenzfläche flüssig-fest.
  • - Korndiffusion: In den wassergefüllten Kanälen des gequollenen Korns (Gel) diffundiert das Ion in das Innere zur Reaktionsstelle.
Herstellung von Chitosan aus Chitin
Chitosan ist bereits im Handel in 3 Polymerisationsgraden direkt erhältlich, kann aber auch aus Chitin von Panzern von Krustentieren (Königskrabben), die als Abfallprodukt in der Fischerei anfallen, durch Kochen mit Natronlauge hergestellt werden.
Zuerst werden die chemisch unbehandelten Königskrabbenpanzer auf eine mittlere Größe von 1-3 mm mechanisch zerkleinert, um einerseits einen niederen Wasserwiderstand beim Durchfluß zu gewährleisten, und andererseits die Reaktionsgeschwindigkeit nicht zu beeinträchtigen.
Danach wird dieses Chitin-Granulat in 50 Gew.-% Natronlauge (NaOH) gegeben, wo es unter Rückflußkühlung mehrere Stunden (4­ -5 h) lang bei 100°C gekocht werden, um eine Chitosan- Modifikation zu gewinnen.
Diese alkalischen Chitosanschuppen werden danach mit 0,1- molarer Schwefelsäure (pH 6) neutralisiert.
Die Formel für die Reaktion der Dacetylierung von Chitin mittels Natronlauge (NaOH) lautet:
Vergleich der Adsorber Chitin-Chitosan
Im Vergleich zu Chitin adsorbiert Chitosan mit einer höheren Reaktionsgeschwindigkeit und eine relativ geringeren Klärkonzentration.
Insbesondere kommen die Schwermetalle Kupfer (Cu(II)),Blei (Pb(II)) und Zink (Zn(II)) in schwermetallhaltigen Abwasser aus der Industrie (z. B.Leiterplattenindustrie) vor.
Während Zink von Chitin ungefähr gleich stark wie Kupfer aufgenommen wird, zeigt sich bei Blei eine um 40% stärkere Adsorption. Bei Chitosan jedoch kann nur bei Kupfer eine wesentliche Steigerung (Faktor 3) der Adsorptionsfähigkeit erreicht werden. Grund dafür ist, daß durch die Deacetylierung des Chitins das Chitosan statt der NHCOCH3-Gruppe eine NH2- Gruppe aufweist, die eine höhere Adsorptionfähigkeit bezüglich Kupfer besitzt.
Vorteile von Chitosan gegenüber anderen Adsorbern
Chitosan ist ein nachwachsender Rohstoff, billig, ungiftig, biologisch abbaubar und wird beispielsweise auch als Medikament zur Krebsvorbeugung verwendet.
Da Chitisan eine nichtlebende Biomasse ist, werden keine, den Adsorptionsprozeß störenden Stoffwechselprodukte freigesetzt, und eine Kontamination während des Einsatzes ist ebenfalls unwahrscheinlich.
Die zerkleinerten Teilchen des Chitosans sind hydrophob, quellen kaum und klumpen nicht zusammen, was für eine gewerbliche Anwendung im großen Maßstab ein großer Vorteil ist, da keine Nachtrocknung nötig ist, die Filter nicht blockiert werden, ein hohes Durchflußvolumen von Abwasser ermöglicht wird, und die Adsorption nicht eingeschränkt wird.
Chitosan besitzt eine sehr hohe maximale Bindungskapazität, beispielsweise für Kupfer (Cu (TI))von 5 mmol/g. Aufgrund der Schwerlöslichkeit von Chitin und Chitosan in Natronlauge ist ein Mehrfacheinsatz der bei der Gewinnung von Chitosan notwendigen 50 Gew.-% Natronlauge möglich. Wegen der Schwerlöslichkeit von Chitosan in Schwefelsäure kann auch diese mehrfach verwendet werden.
Kinetik und Bindungskapazität
Parameter für die Geschwindigkeit der Schwermetall-Adsorption sind unter anderem der pH-Wert, die Schwermetall-Konzentration der Lösung, die Adsorberkonzentration (Chitosan), die Beladung des Adsorbers mit Schwermetall, die Anwesenheit von Komplexbildnern für die Schwermetall-Ionen, sowie deren Gegenionen, Pumpendurchsatz und die maximale Bindungskapazität.
Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.
Alle in den Unterlagen, einschließlich der Zusammenfassung, offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in der Zeichnung dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von einer lediglich einen Ausführungsweg darstellenden Zeichnung näher erläutert. Hierbei gehen aus der Zeichnung und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.
In der Zeichnung ist eine Anlage dargestellt, die mit 3 Kesseln (1, 12, 16) arbeitet. Das schwermetallhaltige Abwasser wird über eine Pumpe (7) durch das geöffnete Einlaß-Ventil (8) der Anlage aus einem Reservoir-Behälter in Pfeilrichtung (10) in die Vorrichtung gepumpt. Die Aufreinigung geschieht in drei Stufen, wobei im Betriebszustand der Anlage das Einlaß-Ventil (8) und das Auslaß-Ventil (9) ständig geöffnet sind.
Bei Stufe 1 wird das mit einer Anfangskonzentration von beispielsweise 3000 mg Cu(II)/l beladenes Abwasser solange über den ersten Kessel (1) bei geöffnetem Einlaß-Ventil (4) und geöffnetem Auslaß-Ventil (5) kontinuierlich mittels der Pumpe (7) mit 10 l/min durch die 6.25 kg/m3 Chitosan-Schüttung (2) in Richtung (10, 11) gepumpt, bis eine Endkonzentration der Stufe 1 von 790 mg/l erreicht ist.
Danach wird Stufe 2 aktiviert, wobei durch das Schließen von Einlaß-Ventil (4) und Auslaß-Ventil (5) des ersten Kessels (1) und das Öffnen von Einlaß-Ventil (13) und Auslaß-Ventil (14) das Abwasser über die Chitosan-Schüttung (2) des zweiten Kessels (12) geleitet wird, und solange durch die Pumpe (7) im Kreislauf gefahren wird, bis die Anfangskonzentration der Stufe 2 von 790 mg/l auf 14 mg/l Cu(II) abgebaut ist.
Jetzt wird Stufe 3 aktiviert, wobei durch das Schließen von Einlaß-Ventil (13) und Auslaß-Ventil (14) des zweiten Kessels (12) und das Öffnen von Einlaß-Ventil (17) und Auslaß-Ventil (18) das Abwasser über die Chitosan-Schüttung (2) des dritten Kessels (16) geleitet wird, und solange durch die Pumpe (7) im Kreislauf gefahren wird, bis die Anfangskonzentration der Stufe 3 von 14 mg/l auf den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert von 0.1 mg/l Cu(II) abgebaut ist.
Jeder Kessel (1, 12, 16) besitzt zwei Netze (3) um das Schüttgut in Position zu halten, und ein Ablaß-Ventil (6, 15, 19), um die Kessel einzeln bei Bedarf zu entleeren. Die Auslaß- Ventile (14, 18) können wahlweise auch als Dreiwegeventile ausgebildet sein, um ein Auslaß-Ventil (18) des Kessels (16) der letzten Stufe einzusparen.
Bezugszeichenliste
1
Kessel
1
2
Chitosan-Schüttung
3
Netz
4
Einlaß-Ventil (Kessel
1
)
5
Auslaß-Ventil (Kessel
1
)
6
Ablaß-Ventil (Kessel
1
)
7
Pumpe
8
Einlaß-Ventil (Anlage)
9
Auslaß-Ventil (Anlage)
10
Richtungspfeil (Einlaß)
11
Richtungspfeil (Auslaß)
12
Kessel
2
13
Einlaß-Ventil (Kessel
2
)
14
Auslaß-Ventil (Kessel
2
)
15
Ablaß-Ventil (Kessel
2
)
16
Kessel
3
17
Einlaß-Ventil (Kessel
3
)
18
Auslaß-Ventil (Kessel
3
)
19
Ablaß-Ventil (Kessel
3
)

Claims (16)

1. Verfahren zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse, dadurch gekennzeichnet, daß diese Biomasse als Absorbersubstanz eine bestimmte Chitosan- Modifikation beinhaltet Verfahren zur Herstellung von Chitosan aus Chitin zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 1 -­ 14, dadurch gekennzeichnet, daß und das schwermetallhaltige Abwasser in mindestens einen Kessel (1, 12, 16) mittels einer Pumpe (7) durch das geöffnete Einlaß-Ventil der Anlage (8) und das Einlaß-Ventil des Kessels (4, 13, 17) in Pfeilrichtung (10) eingeleitet wird, durch eine grob zerkleinerte Chitosan-Schüttung (2) hindurchströmt, wobei dort durch Adsorption an Chitosan die Schwermetalle aus dem Abwasser herausgelöst werden, und anschließend über das Auslaß-Ventil des Kessels (5, 14, 18) und das Auslaß-Ventil der Anlage (9) in Pfeilrichtung (11) wieder aus der Anlage ausgeleitet wird.
2. Verfahren zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwermetalle in der Chitosan- Schüttung (2) nach Erschöpfung der Adsorberfunktion des Chitosans wiedergewonnen werden.
3. Verfahren zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß diese Wiedergewinnung durch eine Verbrennung der organischen Materialien in der Verbindung Schwermetall-Chitosan bewerkstelligt wird.
4. Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse, dadurch gekennzeichnet, daß diese verfahrenstechnische Anlage aus mindestens einem Kessel (1, 12, 16) besteht, der zwischen zwei Netzen (3) als adsorbierendes Schüttgut grob zerkleinertes Chitosan (2) beinhaltet, und dieser Kessel (1, 12, 16) zulaufseitig über eine Rohrleitung mit einem Einlaß- Ventil der Anlage (8), einem Einlaß-Ventil des Kessels (4, 13, 17) und einer Pumpe (7), und ablaufseitig über eine Rohrleitung mit einem Auslaß-Ventil des Kessels (5, 14, 18) und einem Auslaß-Ventil der Anlage (9) verbunden ist.
5. Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Kessel (1, 12, 16) parallel zueinander geschaltet sind und diese einzeln oder kombiniert, je nach Schwermetall-Konzentration im Abwasser, über die Ventile (4, 5, 13, 14, 17, 18) betrieben werden.
6. Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Kessel (1, 12, 16) hintereinander in Serie geschaltet sind und diese gleichzeitig betrieben werden.
7. Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 4-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslaß-Ventile der Kessel (5, 14) Dreiwegeventile sind und somit das Auslaß-Ventil (18) des Kessels (16), der von der Pumpe (7) am entferntesten liegt, entfallen kann.
8. Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 4-7, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Kessel (1, 12, 16) ein Ablaß-Ventil (6, 15, 19) am Boden besitzt.
9. Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 4-8, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage an ein Speicherbecken angeschlossen wird, wo die Abwässer entnommen und wieder eingeleitet werden, und so ständig im Kreislauf aufgearbeitet werden.
10. Vorrichtung zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 4-9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kessel (1, 12, 16) aus einem geeignetem Kunststoff sind.
11. Verfahren zur Herstellung von Chitosan aus Chitin zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse, dadurch gekennzeichnet, daß das Chitosan aus chitinhaltigen Panzern von Krustentieren gewonnen wird.
12. Verfahren zur Herstellung von Chitosan aus Chitin zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß diese Krustentiere Krabben sind.
13. Verfahren zur Herstellung von Chitosan aus Chitin zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 11-12, dadurch gekennzeichnet, daß diese Panzer der Krustentiere mechanisch in Chitin-Granulat-Stücke von zirka 1-3 mm zerkleinert werden.
14. Verfahren zur Herstellung von Chitosan aus Chitin zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 11-13, dadurch gekennzeichnet, daß das chemisch unbehandelte Chitin-Granulat mehrere Stunden lang in Natronlauge (50 Gew.-%) gekocht wird, um eine, nicht durch Umkristallisation gewonnene, Chitosan- Modifikation zu bilden, und als Chitosan-Schüttgut (2) in einer erfindungsgemäßen Adsorber-Anlage eingesetzt zu werden.
15. Verfahren zur Herstellung von Chitosan aus Chitin zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 11-14, dadurch gekennzeichnet, daß das chitosanhaltige, alkalische Granulat anschließend mit verdünnter, 1-molarer Schwefelsäure (pH 6) neutralisiert wird.
16. Verfahren zur Herstellung von Chitosan aus Chitin zur Aufreinigung von schwermetallhaltigen Abwässern mittels nichtlebender Biomasse nach Anspruch 11-15, dadurch gekennzeichnet, daß ein pH-Wert < 5 dabei eingehalten wird.
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