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DE19800594A1 - Verfahren zum Herstellen eines Bauteils mit teilflüssigen Werkstoffen - Google Patents

Verfahren zum Herstellen eines Bauteils mit teilflüssigen Werkstoffen

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Publication number
DE19800594A1
DE19800594A1 DE19800594A DE19800594A DE19800594A1 DE 19800594 A1 DE19800594 A1 DE 19800594A1 DE 19800594 A DE19800594 A DE 19800594A DE 19800594 A DE19800594 A DE 19800594A DE 19800594 A1 DE19800594 A1 DE 19800594A1
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DE
Germany
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open
pore structure
casting
predetermined
characterized records
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Withdrawn
Application number
DE19800594A
Other languages
English (en)
Inventor
Hauke Mueller-Spaeth
Peter R Sahm
Pejo Stojanov
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GUT GIESEREI UMWELT TECHNIK GM
Original Assignee
GUT GIESEREI UMWELT TECHNIK GM
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
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Priority to EP99100207A priority patent/EP0928654A1/de
Publication of DE19800594A1 publication Critical patent/DE19800594A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D19/00Casting in, on, or around objects which form part of the product
    • B22D19/14Casting in, on, or around objects which form part of the product the objects being filamentary or particulate in form
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22CALLOYS
    • C22C1/00Making non-ferrous alloys
    • C22C1/10Alloys containing non-metals
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Bauteils in einer Form mittels eines Gießwerkstoffes, insbesondere mittels eines Thixogießverfahrens mit wenigstens einem teilflüssigen Werkstoff oder mittels Thixoschmieden, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei der Herstellung von Bauteilen mittels Gießverfahren ist es immer häufiger wünschenswert, lokale Bereiche des Bauteiles mit vorbestimmten Werkstoffeigen­ schaften zu versehen. So sollen beispielsweise Oberflächen des Bauteils eine ho­ he Reibfestigkeit oder bestimmte Schmiereigenschaften aufweisen, während der restliche Körper des Bauteils statt dessen besondere Eigenschaften zur Kraftwei­ terleitung aufweisen soll. Ein Sondergießverfahren aus der Klasse des "Semi-So­ lid-Metalforming" stellt das Thixogießen dar. Dieses mit dem Druckgießen ver­ wandte Verfahren zeichnet sich durch die Besonderheit der Verarbeitung des Metalls in teilflüssigem Zustand aus. Aufgrund der für einen Umformprozeß völlig untypischen "Gießtemperatur" innerhalb des Erstarrungsintervalls bietet das Thixogießen ein Verfahrenspotential, das zwischen dem Umformen von Gießver­ fahren und dem Umformen durch Schmiedeprozesse eingeordnet werden kann.
Ein derartiges Thixogießverfahren ist beispielsweise in der DE 196 05 839 A1 ver­ öffentlicht und erfüllt die Anforderungen, die an eine wirtschaftliche und innovative Fertigungstechnologie gestellt werden. Dazu zählen eine hohe Produktivität wie beim Druckgießen bei gleichzeitig sehr guten Bauteile-Eigenschaften. Die nach diesem Sondergießverfahren hergestellten Gußteile mit "Near-Net-Shape"-Quali­ tät sind schweißbar, druckdicht und wärmebehandelbar. Ein typisches Anwen­ dungsgebiet liegt in der Substitution hochwertiger Bauteile, die aufgrund hoher Anforderungen an die Werkstoffeigenschaften nicht druckgegossen werden kön­ nen, sondern kostenintensiv geschmiedet oder kokillengegossen werden müssen. Zu den typischen Bauteilen zählen z. B. Bremszylinder, Teile der Kfz-Ein­ spritzanlage, Kfz-Fahrwerksteile, Bremsscheiben oder Lagerbuchsen.
Der Verfahrensablauf des Thixogießens läßt sich dabei in drei Prozeßschritte un­ terteilen. Hierzu zählen die Herstellung eines speziellen Vormaterials, dessen Wiedererwärmung in den teilflüssigen Zustand und die unmittelbar angeschlosse­ ne Formgebung durch einen modifizierten Druckgießprozeß. Jeder einzelne Schrill beinhaltet eine Vielzahl von Parametern, deren genaue Kontrolle und Steuerung für den Erfolg des Verfahrens von entscheidender Bedeutung sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren der o.g. Art zur Verfügung zu stellen, wobei gezielt lokale Eigenschaftsverbesserungen mittels der Herstellung eines Werkstoffverbundes während des Gießverfahrens zur Ver­ fügung gestellt werden. Hierbei sollen insbesondere tribologische und mechani­ sche Eigenschaften des Bauteils verbessert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren der o.g. Art mit den in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den weiteren Ansprüchen beschrieben.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß in der Form vor einem Gießen oder Schmieden eine offenporige Struktur mit vorbestimmten Eigenschaften derart an­ geordnet wird, daß sich diese an wenigstens einer Seite an einem Widerlager ab­ stützt.
Dies hat den Vorteil, daß die offenporige Struktur während des Thixogießverfah­ rens durch entsprechend auftretende Drücke nicht zerstört sondern kontrolliert vom Gießwerkstoff infiltriert, benetzt und komprimiert wird. Dadurch lassen sich auf einfache, schnelle und gut kontrollierbare Weise Bauteile mit lokal vorbe­ stimmten Werkstoffeigenschaften bzw. Werkstoffverbünden herstellen, wobei die offenporige Gitterstruktur eine entsprechende Werkstoffeigenschaft in einem ent­ sprechenden Bereich vorbestimmt. Mittels der Infiltration der offenporigen Struktur durch den Gußwerkstoff erzielt man in vorteilhafter Weise einen Verbundwerkstoff mit den gewünschten lokal vorbestimmten Werkstoffeigenschaften. Zweckmäßi­ gerweise betreffen dabei die lokal bestimmten Werkstoffeigenschaften eine Fe­ stigkeit, einen Härtegrad, eine Oberflächenbeschaffenheit, eine Legierungszu­ sammensetzung, eine Porosität, eine Duktilität, eine Schmierwirkung, eine Leitfä­ higkeit und/oder eine Dichte.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist dabei die offenporige Struktur eine hohe Festigkeit, einen vorbestimmten Härtegrad, eine vorbestimmte Oberflächen­ beschaffenheit, eine vorbestimmte Legierungszusammensetzung, eine vorbe­ stimmte Porösität, eine vorbestimmte Duktilität, eine vorbestimmte, insbesondere gute, Schmierwirkung, eine vorbestimmte, insbesondere gute, Leitfähigkeit und/oder eine vorbestimmte, insbesondere hohe oder niedrige, Dichte auf.
Zur weiteren Verbesserung von Eigenschaften des Gußwerkstoffes sowie einer Grenzschicht zwischen diesem und der offenporigen Struktur wird das Bauteil ei­ ner nachfolgenden Wärmebehandlung unterzogen.
Zweckmäßigerweise ist der Gießwerkstoff ein Metall oder eine Metall-Legierung.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist die offenporige Struktur aus einem keramischen oder metallischen Werkstoff, insbesondere Eisen, oder einer Legierung, insbesondere einer NE-Legierung bzw. einer partikelverstärkten Legie­ rung, gefertigt. Dadurch, daß die offenporige Struktur derart an dem Widerlager angeordnet ist, daß ein an der offenporigen Struktur angreifender Kraftvektor par­ allel und entgegengesetzt zu einem resultierenden Abstützvektor durch das oder die Widerlager ausgerichtet ist, werden Scherkräfte auf die offenporige Struktur vermieden, wodurch eine kontrollierte Kompression ohne vollständige Zerstörung der offenporigen Struktur erzielt wird.
Entsprechende Werkstoffeigenschaften des Bauteils mit lokal ausgebildeten zwei oder drei verschiedenen Phasen, d. h. mit einem Zweifach- oder Dreifach-Gradi­ enten, erzielt man dadurch, daß der Gießwerkstoff und die offenporige Struktur aus einem gleichen Werkstoff oder unterschiedlichen Werkstoffen bestehen.
Eine gute Kontrollierbarkeit der Kompression des offenporigen Werkstoffs ohne turbulente Strömungen erzielt man dadurch, daß für das Thixogießverfahren eine Kolbengeschwindigkeit, ein Kolbendruck und/oder eine Temperatur derart gewählt wird, daß sich bei der Kompression der offenporigen Struktur ein Prozeß mit la­ minaren Strömungen des Gießwerkstoffes einstellt.
Zweckmäßigerweise ist die offenporige Struktur ein Schaum oder eine Gitter­ struktur.
Eine Verbesserung einer Benetzbarkeit und einer Infiltration der offenporigen Struktur erzielt man dadurch, daß die offenporige Struktur vor dem Gießverfahren mit einem oder mehreren Werkstoffen beschichtet wird.
Zum Erhöhen einer Elementenkonzentration in vorbestimmten Bereichen des Bauteils wird die offenporige Gitterstruktur vor der Infiltration mit wenigstens einem Element, wie beispielsweise Primärsilizium zum Erhöhen einer Verschleißfestig­ keit, oder auch anderen hochwarmfesten oder härtenden Elementen beschichtet.
Zweckmäßigerweise wird die offenporige Struktur vor dem Gießverfahren mit ei­ nem Anteil eines hochfesten, härtenden, verschleißfesten und/oder schmierenden Elementes beschichtet.
In vorteilhafter Weise ist die eingelegte offenporige Struktur ein Körper, der wenig­ stens an einer Seite dicht ist und wenigstens eine Seite als offenporige Struktur in Kontakt mit einem Infiltrationswerkstoff, insbesondere dem Gießwerkstoff, steht.
Zur Unterstützung und Verbesserung einer kontrollierten Infiltration der offenpori­ gen Struktur wird diese zweckmäßigerweise vor der Infiltration während des Gieß­ verfahrens vorgeheizt.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt in:
Fig. 1 eine Schnittansicht durch eine Form für ein Thixogießverfahren vor dem Gießprozeß mit darin angeordneter offenporiger Struktur und
Fig. 2 einen Schnitt durch ein mit dem erfindungsgemäßen Verfahren her­ gestelltes Bauteil.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es vorgesehen, daß eine metallische oder nichtmetallische, wie beispielsweise eine keramische, offenporige Struktur mit einer teilflüssigen Suspension bzw. Legierung infiltriert wird. Ziel ist die Her­ stellung eines Werkstoffverbundsystems, bei dem ein oder mehrere Bauteilberei­ che lokal funktionsbezogen optimiert, beispielsweise verstärkt, werden. Mögliche Anwendungsgebiete sind hierbei die lokale Erhöhung einer Verschleißfestigkeit eines Bauteils zur Verbesserung tribologischer Eigenschaften oder eine Eigen­ schaftsverbesserung durch gezielte Werkstoffverbunde. Zu den Anforderungen, die an den Werkstoff gestellt werden, zählt u. a. die Verbesserung der Festigkeit, Duktilität, Schmierwirkung, Leitfähigkeit usw. Mögliche Bauteile sind hierbei bei­ spielsweise Bremsscheiben oder Zahnräder, deren Umfangsfestigkeit durch Ein­ lagerung einer verschleißfesten offenporigen Struktur verbessert wird, oder Lager­ buchsen, deren Schmierwirkung an vorbestimmten Stellen durch Einlagerung der offenporigen Struktur erhöht wird.
Fig. 1 zeigt beispielhaft für ein Zahnrad eine Anordnung einer offenporigen Struk­ tur hoher Festigkeit in einer Form zur Herstellung eines Zahnrades mittels eines Thixogießverfahrens. Der Ausdruck "hohe Festigkeit" bedeutet hierbei offenporige Strukturen in Form von Schäumen, welche im wesentlichen starr sind, beispiels­ weise offenporige Strukturen aus Metall oder Keramik. Der Ausdruck "im wesentli­ chen starr" bedeutet hierbei, daß es sich bei den offenporigen Strukturen nicht um leicht kompressible Schwämme aus Kunst- oder Naturstoff handelt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, sind in einer Form 10 für ein Bauteil in Form eines Zahnrades an vorbestimmten Stellen offenporige Strukturen 12 angeordnet. Die offenporigen Strukturen 12 sind dabei in Zacken 14 des herzustellenden Zahnra­ des in dargestellter Weise angeordnet. Hierdurch bilden jeweilige Seitenwandun­ gen 16 der Zacken 14 ein Widerlager für die offenporigen Strukturen 12. Pfeile 18 kennzeichnen hierbei entsprechende Abstützvektoren der entsprechenden Sei­ tenwandungen 16. Diese Abstützvektoren 18 stehen senkrecht auf den jeweiligen Seiten 16. Durch Vektoraddition von entsprechenden Abstützvektoren 18 eines Zackens 14 ergibt sich ein entsprechender resultierender Abstützvektor 20.
Während des Thixogießverfahrens wird unter einem entsprechenden Druck ein teilflüssiges Gußmaterial in die Form 10 eingeführt. Hierdurch ergibt sich auf die offenporigen Strukturen 12 ein Kompressionsdruck mit einem entsprechenden Kraftvektor 22. Hierbei ergibt sich unmittelbar aus Fig. 1, daß die Anordnung aus Widerlager 16 und offenporiger Struktur 12 derart getroffen ist, daß der resultie­ rende Abstützvektor 20 im wesentlichen parallel und entgegengesetzt zum Kraft­ vektor 22 durch das Druckgießverfahren ausgerichtet ist. Auf diese Weise ergeben sich lediglich resultierende Kompressionskräfte auf die offenporige Struktur 12, ohne Scherkräfte, so daß während des Thixogießverfahrens durch den Gießdruck eine kontrollierte und vorbestimmte Kompression der offenporigen Strukturen 12 ohne deren vollständige Zerstörung erfolgt.
Das Ergebnis des erfindungsgemäßen Verfahrens ist mittels einer Schnittansicht durch das hergestellte Bauteil in Fig. 2 veranschaulicht. Das Zahnrad 24 ist im Bereich 26 ausschließlich vom Gußmaterial 28 gebildet. Die offenporige Struktur 12 ist vom Gußmaterial 28 infiltriert und komprimiert, so daß sich eine entspre­ chende Legierungsschicht 30 an Spitzen der Zacken 14 ergibt. Ferner hat sich eine Grenzschicht 32 zwischen der Legierungsschicht 30 und dem Gußmaterial 28 ausgebildet.
Es ist offensichtlich, daß durch die Legierungsschicht 30, welche eine andere Zu­ sammensetzung aufweist, als das Gußmaterial 28, in den entsprechenden Berei­ chen der Spitzen 40 eine andere Werkstoffeigenschaft durch einen anderen Ver­ bundwerkstoff erzielt ist. Das Gußmaterial 28 und der Werkstoff der offenporigen Struktur 12 ist dabei derart gewählt, daß sich beispielsweise entsprechende me­ chanische Eigenschaften und/oder Verschleißeigenschaften in den entsprechen­ den Bereichen der Zacken 14 ergeben.
Durch entsprechende nachfolgende Wärmebehandlungsmaßnahmen, welche auf das hergestellte Zahnrad 24 angewendet werden, können sowohl die Eigen­ schaften des Gußmaterials 28 als auch die Grenzflächenstruktur 32 zwischen dem Gußmaterial 28 und der Legierungsschicht 30 verbessert werden.
Das erfindungsgemäße Verfahren nutzt dabei die besonderen Eigenschaften des teilflüssigen Gußwerkstoffes während des Thixogießverfahrens derart aus, daß die offenporige Struktur 12 als eine Art Filter dient und zuerst die flüssige Phase des teilflüssigen Werkstoffes eindringen läßt, welcher die Oberfläche der offenporigen Struktur 12 besonders gut benetzt. Der feste Anteil des teilflüssigen Gußwerk­ stoffes folgt erst später nach, und es bildet sich in entsprechender Weise die Le­ gierungsschicht 30 und die Grenzschicht 32 aus. Wie sich unmittelbar aus Fig. 2 ergibt, sind die entsprechend gewünschten veränderten Materialeigenschaften in denjenigen Lokalbereichen ausgebildet, in denen Eingriffskräfte auf das Zahnrad 24 wirken. Somit ist es durch das erfindungsgemäße Verfahren in vorteilhafter Weise möglich, in einem einzigen Schritt während des Thixogießverfahrens ein Bauteil mit lokal unterschiedlichen und entsprechend angepaßten Werkstoffver­ bünden mit entsprechend unterschiedlichen und entsprechend angepaßten Mate­ rialeigenschaften, wie Festigkeit oder Schmierfähigkeit, herzustellen. Dies war bisher nur in zwei oder mehr Verfahrensschritten möglich und konnte nicht in ent­ sprechender Weise in einem Guß- bzw. Druckgußverfahren realisiert werden.

Claims (13)

1. Verfahren zum Herstellen eines Bauteils in einer Form mittels eines Gieß­ werkstoffes, insbesondere mittels eines Thixogießverfahrens mit wenigstens ei­ nem teilflüssigen Werkstoff oder mittels Thixoschmieden, dadurch gekennzeichnet, daß in der Form vor einem Gießen oder Schmieden eine offenporige Struktur mit vorbestimmten Eigenschaften derart angeordnet wird, daß sich diese an wenig­ stens einer Seite an einem Widerlager abstützt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die offenporige Struktur eine hohe Festigkeit, einen vorbestimmten Härtegrad, eine vorbestimmte Oberflächenbeschaffenheit, eine vorbestimmte Legierungszusammensetzung, eine vorbestimmte Porösität, eine vorbestimmte Duktilität, eine vorbestimmte, ins­ besondere gute, Schmierwirkung, eine vorbestimmte, insbesondere gute, Leitfä­ higkeit und/oder eine vorbestimmte, insbesondere hohe oder niedrige, Dichte auf­ weist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil einer nachfolgenden Wärmebehandlung unterzogen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Gießwerkstoff ein Metall oder eine Metallegierung ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die offenporige Struktur aus einem keramischen oder metallischen Werkstoff, insbesondere Eisen, oder einer Legierung, insbesondere einer NE-Legierung bzw. einer partikelverstärkten Legierung, gefertigt ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die offenporige Struktur derart an dem Widerlager angeordnet ist, daß ein an der offenporigen Struktur eingreifender Kraftvektor parallel und entge­ gengesetzt zu einem resultierenden Abstützvektor durch das oder die Widerlager ausgerichtet ist.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Gießwerkstoff und die offenporige Struktur aus einem gleichen Werkstoff oder unterschiedlichen Werkstoffen bestehen.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß für das Gießverfahren eine Kolbengeschwindigkeit, ein Kolbendruck und/oder eine Temperatur derart gewählt wird, daß sich bei der Kompression der offenporigen Struktur ein Prozeß mit laminaren Strömungen des Gießwerkstoffes einstellt.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die offenporige Struktur ein Schaum oder eine Gitterstruktur ist.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die offenporige Struktur vor dem Gießverfahren mit einem oder mehreren Werkstoffen beschichtet wird.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die offenporige Struktur vor dem Gießverfahren mit einem Anteil eines hochfesten, härtenden, verschleißfesten und/oder schmierenden Elementes beschichtet wird.
12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die eingelegte offenporige Struktur ein Körper ist, der wenigstens an einer Seite dicht ist und wenigstens eine Seite als offenporige Struktur in Kontakt mit einem Infiltrationswerkstoff, insbesondere dem Gießwerkstoff, steht.
13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die offenporige Struktur hoher Festigkeit vor der Infiltration während des Gießverfahrens vorgeheizt wird.
DE19800594A 1998-01-09 1998-01-09 Verfahren zum Herstellen eines Bauteils mit teilflüssigen Werkstoffen Withdrawn DE19800594A1 (de)

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