DE19800568C1 - Aussparschalung - Google Patents
AussparschalungInfo
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Abstract
Eine Aussparschalung 1 kann zur Ausbildung einer Öffnung für ein Fenster, eine Tür oder dergleichen in einem Betonbauteil verwendet werden. Die Aussparschalung 1 besteht aus Aussteifungsplatten 6 und 7 und Seitenelementen 2 bis 5, die, im Querschnitt gesehen, T-förmig mit einem Steg 8 bis 11 und mit einem an einem Stegende angeordneten Quersockel 12 bis 15 aufgebaut sind. Die Seitenelemente 2 bis 5 sind zu Teilen einer Schalung anordenbar und mit Hilfe der an den Stegen 8 bis 11 befestigbaren Aussteifungsplatten 6, 7 miteinander verbindbar. Eine reproduzierbare Formgebung und Montage der Aussparschalung 1 kann nach Art eines Baukastensystems mit auf der Baustelle vorhandenen Werkzeugen auf eine einfache Art und Weise durchgeführt werden. Wenn die einzelnen Elemente der Aussparschalung 1 aus Holz oder aus einem mit Holz vergleichbaren Werkstoff hergestellt sind, ist die Aussparschalung 1 leicht anpaßbar bzw. veränderbar.
Description
Die Erfindung betrifft eine Aussparschalung, durch deren
Verwendung eine Öffnung, etwa ein Fenster oder eine Tür, in
einem Betonbauteil ausbildbar ist.
Eine derartige Aussparschalung ist durch den Prospekt "Com
bi-Norm-Aussparschalung" der Firma Baumann Bautechnik GmbH
in 88741 Laupheim bekanntgeworden.
Mit Hilfe von Schalungen läßt sich Beton auf der Baustelle
in jede gewünschte Form bringen, indem er zwischen aufge
stellte Schalhäute gegossen wird. Zur Ausbildung von Öffnun
gen für Fenster oder Türen in den auszugießenden Betonbau
teilen ist der Einsatz von Aussparschalungen notwendig. Aus
sparschalungen lassen sich hinsichtlich Größe und Wanddicke
unterschiedlich ausbilden und zwischen den Schalhäuten von
Schalungselementen anbringen.
Es müssen einerseits architektonische Vorgaben hinsichtlich
der Plazierung der Fenster- und/oder Türöffnungen berück
sichtigt werden. Andererseits muß darauf geachtet werden,
daß unabhängig vom Einsatz von Aussparschalungen schalungs
unterstützende Anker durch die Schalung dort durchgeführt
werden können, wo sie für eine ausreichend stabile Stellung
und Lastaufnahme der Schalung erforderlich sind.
Zusätzlich muß auch die Aussparschalung ein zumindest gerin
ges Ausschalspiel aufweisen, damit die Aussparschalung nach
dem Aushärten des Betons wieder leicht entfernt werden kann.
Die bekannte Aussparschalung besteht aus einem Metallkasten,
der aus einzelnen Rahmenelementen gebildet ist. Der Metall
kasten kann an der Innenseite einer Schalhaut befestigt wer
den und anschließend von Beton umgossen werden. An den Stel
len, an denen der Metallkasten in der Schalung angeordnet
ist, kann kein Schalungsanker durch die Schalung hindurchge
führt werden. Der Metallkasten erlaubt kein flexibles Nach
arbeiten oder Anpassen vor Ort auf der Baustelle.
Aus der DE-OS 23 19 189 ist eine Hilfseinrichtung zur Anord
nung von Öffnungen in Beton bekannt, die Winkelelemente und
Ausgleichsdeckelelement zur Verbindung der freien Schenke
lenden der Winkelelemente umfaßt. Ein Winkelelement wird ei
nem Öffnungseckbereich zugeordnet.
Auf Baustellen werden als bekannte Alternative zu den vorher
beschriebenen Aussparschalungen auch einfache Kanthölzer
oder Distanzhölzer verwendet, die mit auf der Baustelle vor
handenen Hilfsmitteln und Werkzeugen zu einem Rahmen auf der
Innenseite der Schalhaut aufgenagelt werden. Diese Alterna
tive betrifft zwar eine flexibel anpaßbare Aussparschalung;
aufgrund ihrer individuellen Gestaltung ist sie aber nur un
ter großem Zeitaufwand herstellbar. Die Berücksichtigung ei
nes Ausschalspiels wird in der Regel nicht berücksichtigt
und oftmals fehlen die geeigneten Holzelemente auf der Bau
stelle, um eine stabile Aussparschalung herstellen zu kön
nen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Aus
sparschalung zu schaffen, deren reproduzierbare Formgebung
und Montage nach Art eines Baukastensystems mit auf der Bau
stelle vorhandenen Werkzeugen auf eine einfache Art und Wei
se leicht anpaßbar bzw. veränderbar durchgeführt werden
kann.
Diese Aufgabe wird durch eine Aussparschalung gelöst, die aus
einer Aussteifungsplatte und Seitenelementen besteht, die,
im Querschnitt gesehen, T-förmig mit einem Steg und mit ei
nem an einem Stegende angeordneten Quersockel aufgebaut
sind, wobei die Seitenelemente zu Teilen einer Schalung an
ordenbar sind, indem die dem Steg abgewandte Rückseite des
Quersockels die Schalfläche bildet, und wobei die Seitenele
mente mit Hilfe der an den Stegen befestigbaren Ausstei
fungsplatte miteinander verbindbar sind.
Die erfindungsgemäße Aussparschalung stellt ein wiederver
wendbares Baukastensystem zur Ausbildung von Aussparschalun
gen dar. Die Aussparschalung ist einfach aufgebaut und läßt
sich mit vorkonfektionierten Seitenelementen und Ausstei
fungsplatten herstellen. Die Seitenelemente und Ausstei
fungsplatten können aus Holz oder einem anderen auf der Bau
stelle leicht bearbeitbaren Material hergestellt sein. Der
Handwerker kann dann vor Ort die Seitenelemente bzw. Aus
steifungsplatten zurechtschneiden und je nach Bedarf kürzen
oder zusammensetzen. Die Seitenelemente sind T-förmig aufge
baut, so daß eine hohe Verwindungssteifigkeit und Formstabi
lität gegeben ist, die auch den Witterungsbedingungen und
Verhältnissen auf Baustellen standhält.
Die Seitenelemente können einstückig aufgebaut sein oder aus
Einzelelementen (Steg und Quersockel) zusammengesetzt sein.
Zur Stabilitätserhöhung können Steg und Quersockel (Gurt)
verzahnt ineinandergefügt sein.
Unter einer Aussteifungsplatte wird ein Verbindungselement
verstanden, das die Ausrichtung und definierte Lagefixierung
zweier Seitenelemente erlaubt, die über die Aussteifungsplat
te miteinander verbunden sind. Die Aussteifungsplatte könnte
hinsichtlich ihrer Abmessungen auch auf eine Latte, Leiste
oder dergleichen reduziert sein.
Die Verwendung der Aussteifungsplatte ermöglicht es, die
Seitenelemente anhand der Aussteifungsplatte auszurichten.
Die Aussteifungsplatte bestimmt letztlich die Kontur der
Aussparung. Trotz der einfachen und schnellen Montage können
stets reproduzierbare Aussparschalungen erzeugt werden.
Durch Verwendung verschiedener Seitenelemente und Ausstei
fungsplatten können beliebig große Aussparungen hergestellt
werden. Als Aussteifungsplatten lassen sich auch auf der
Baustelle gebräuchliche Schalhautplatten oder Brettabschnit
te verwenden. Es können auch mehrere Seitenelemente hinter
einander angeordnet werden, um die Dimension der Aussparung
noch zusätzlich zu vergrößern.
Bevorzugt ist es, daß der Steg und jeweils ein Randabschnitt
des Quersockels einen Winkel ≧ 90° begrenzen. Durch die An
bringung einer beispielsweise rechtwinkligen Aussteifungs
platte an dem Steg entsteht so eine Beabstandung der Aus
steifungsplatte zu dem Randabschnitt. Somit ist zwangsläufig
immer ein definiertes Ausschalspiel vorgegeben und die Aus
steifungsplatte drückt sich auch unter einem erhöhten Um
fangsdruck auf die Aussparschalung nicht unzulässig stark in
den Quersockel ein, so daß stets ein erleichtertes Ausscha
len möglich ist, ohne daß die Aussteifungsplatte zum Aus
schalen zerstört werden muß.
Bei einer Ausführungsform ist an der dem Steg abgewandten
Rückseite des Quersockels eine Schalhaut befestigbar. Der
Quersockel bildet in diesem Fall nicht die eigentliche
Schalfläche für die zu schalende Gebäudeöffnung. Die Randab
schnitte des Quersockels weisen eine Erstreckung auf, die
einen Anschlag für die Aussteifungsplatte bildet. Der Schal
vorgang an sich wird durch die auf der Rückseite des Quer
sockels aufgebrachte Schalhaut bestimmt, indem die Schalhaut
dem zu erstellenden Betonbauteil zugewandt ist. Daher läßt
sich ein Seitenelement mit unterschiedlichen Schalhäuten
kombinieren, um unterschiedliche Wandstärken abdecken zu
können. Es lassen sich auch mehrere Seitenelemente nebenein
ander anordnen, so daß sie mit ihren Rückseiten auf ein und
derselben Schalhaut anliegen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist eine Befestigungs
leiste vorgesehen, die einerseits an einer aufgestellten
Schalhaut eines Schalungselementes ausgerichtet anbringbar
ist und an der andererseits ein Seitenelement ortsfest fi
xierbar ist. Durch die Befestigungsleiste wird zunächst die
Lage der Aussparung bestimmt. Ebenfalls werden die Seiten
elemente über die Befestigungsleiste ortsfest fixiert. Die
Befestigungsleiste kann gleichzeitig dazu dienen, zwei ge
genüberliegende Seitenelemente auszusteifen. Die Befesti
gungsleiste kann daher auch die Funktion einer Aussteifungs
platte übernehmen.
Bei einer anderen Variante geht der Steg zu seinem freien
Ende hin stufenartig von einer größeren Stegdicke auf eine
kleinere Stegdicke über. Folglich sind an dem Steg zwei An
schlagpunkte für die Aussteifungsplatte ausgebildet. Zum ei
nen kann die Aussteifungsplatte an dem Übergang vom Steg zu
den Randabschnitten und zum anderen an der Stufe im Steg an
gelegt werden. Durch die Verwendung derselben Aussteifungs
platte können somit Seitenelemente mit einem unterschiedli
chen Abstand zueinander verbunden werden. Es lassen sich
Aussparungen unterschiedlicher Breite und/oder Höhe herstel
len.
Die Aussteifungsplatte kann rechtwinklig mit Seitenlängen
gebildet sein, die auf Normmaße von Fenstern, Türen oder
dergleichen abgestimmt sind. Die Aussteifungsplatte kann da
her in zwei Varianten an den Seitenelementen befestigt wer
den, so daß Aussparungen mit zwei Aussparungsbreiten erzeugt
werden können. Je nach Drehung um 90° wird eine größere oder
kleinere gängige Aussparungsbreite möglich.
Zur Ausbildung jedweder Aussparungskontur können auch Aus
steifungsplatten eingesetzt werden, die eine beliebige geo
metrische Außenkontur aufweisen. Beispielsweise ist es zur
Ausbildung von Rundbögen an Aussparungen vorteilhaft, wenn
die Aussteifungsplatte eine halbkreisförmige oder trapezför
mige Außenkontur aufweist. Auch an eine derartige Ausstei
fungsplatte können Seitenelemente leicht angepaßt und mit
einander verbunden werden.
Bei einer Aussparschalung einer weiteren Ausführungsform ist
an der Aussteifungsplatte eine Plattenmarkierung vorgesehen,
die zur Ausrichtung zweier zu verbindender Seitenelemente
verwendbar ist. Durch die Markierung können die Seitenele
mente entsprechend aufeinander abgestimmt werden, ohne daß
ein Hilfsmittel (Meßlatte) notwendig wird.
Wie bereits erwähnt, ist es vorteilhaft, ein Ausschalspiel
bei einer zu montierenden Aussparschalung vorzusehen. Aus
diesem Grund ist es vorteilhaft, daß für die Überbrückung
eines zu großen Spaltes zwischen zwei aneinander grenzenden
Seitenelementen ein Einsatzelement vorgesehen ist, das auf
der Sockelinnenfläche zweier fluchtend angeordneter, beab
standeter Seitenelemente unter Ausbildung eines kleineren
Spalts anbringbar ist. Das Einsatzelement wird zwischen zwei
Bereichen der Schalhaut der Seitenelemente eingefügt. Unter
Ausbildung eines geringeren Spalts kann erreicht werden, daß
die Einzelelemente der Aussparschalung nach dem Aushärten
des Betons wieder leicht auseinander und von dem ausgehärte
ten Beton abgelöst werden können.
Die Aussteifungsplatten lassen sich vorzugsweise mit soge
nannten Doppelkopfnägeln an den Stegen der Seitenelemente
befestigen. Zur Entfernung der Aussteifungsplatte beim Aus
schalvorgang ist es günstig, daß in die Aussteifungsplatte
Grifföffnungen eingearbeitet sind. Die Aussteifungsplatte
kann dann vom Handwerker leicht gegriffen und von den Sei
tenelementen abgenommen bzw. auf die Seitenelemente gesetzt
werden. Es ist natürlich auch denkbar, auf den Aussteifungs
platten Griffe für eine derartige Funktion anzubringen.
Bei einer verstärkten Bauweise der Aussparschalung ist beid
seitig des Stegs eine Aussteifungsplatte angebracht, so daß
zwei Seitenelemente mit Hilfe zweier Aussteifungsplatten
verbunden sind. Diese Stabilitätserhöhung kann beispielswei
se dann sinnvoll sein, wenn der Umfangsdruck auf die Aus
sparschalung sehr groß ist. Durch den von zwei benachbarten
Aussteifungsplatten gebildeten Zwischenraum können zusätz
lich Verankerungen geführt und an den Aussteifungsplatten
befestigt werden, damit sich die Aussparungsschalung nicht
unter einer einseitigen Druckbelastung innerhalb der Scha
lung unbeabsichtigt verschieben kann. Die an der erfindungs
gemäßen Aussparschalung vorgesehenen Spalte (Fugen) werden
über Betoplanstreifen abgedeckt, die im ausgehärteten Beton
bauteil verbleiben, wenn die Aussparschalung abgebaut wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen der
Erfindung, anhand der Zeichnung, die erfindungswesentliche
Einzelheiten zeigt, und aus den Ansprüchen. Die einzelnen
Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in be
liebiger Kombination bei einer Ausführungsform der Erfindung
verwirklicht sein. Es zeigt:
Fig. 1 eine Vorderansicht einer zusammengebauten Ausspar
schalung;
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Aussparschalung nach
Fig. 1 längs einer Linie II-II;
Fig. 3 einen vergrößerten Querschnitt eines Seitenele
ments der Aussparschalung nach den Fig. 1 und 2;
Fig. 4 eine andere Aussparschalung;
Fig. 5 einen Längsschnitt durch die Aussparschalung nach
Fig. 4 längs einer Linie V-V;
Fig. 6 eine weitere Aussparschalung.
Die Erfindung ist in den Figuren schematisch dargestellt, so
daß die wesentlichen Merkmale der Erfindung gut zu erkennen
sind. Die Darstellungen sind nicht notwendigerweise maßstäb
lich zu verstehen.
Aus Fig. 1 ist ersichtlich, wie eine Aussparschalung 1 im
montierten Zustand aufgebaut ist. Die Aussparschalung 1 um
faßt Seitenelemente 2, 3, 4 und 5. Die Seitenelemente 2
bis 5 sind über Aussteifungsplatten 6 und 7 miteinander ver
bunden, die auf Stegen 8 bis 11 mittels Doppelkopfnägeln
aufgenagelt sind. Die Seitenelemente 2 bis 5 sind im Quer
schnitt gesehen T-förmig aufgebaut, so daß sie sich jeweils
aus einem Steg 8 bis 11 und sich an den Steg 8 bis 11 an
schließenden Quersockeln 12 bis 15 zusammensetzen.
Die Aussteifungsplatte 6 ist rechtwinklig ausgebildet und
liegt mit ihren Rändern 16 und 17 an Stufen 18 und 19 an,
die durch den Übergang von den Stegen 8 und 11 zu den Quer
sockeln 12 bzw. 15 gebildet sind. Die Stufen 18 und 19 stel
len Anschlagflächen für die Aussteifungsplatte 6 dar. Durch
das Zusammenspiel der Stufen 18 und 19 mit den Plattenrän
dern 16 und 17 ergibt sich eine parallele Ausrichtung der
Seitenelemente 2 und 3. Die Aussteifungsplatte 6 besitzt
Grifföffnungen 20 und 21, damit die Aussteifungsplatte 6
beim Ausschalvorgang wieder leicht von den Seitenelementen 2
und 3 entfernt werden kann.
Die Aussteifungsplatte 7 verbindet einerseits ebenfalls die
Seitenelemente 2 und 3. Andererseits sind die Seitenelemen
te 2 und 3 über die Aussteifungsplatte 7 auch mit den Sei
tenelementen 4 und 5 verbunden. Plattenränder 22 und 23 der
Aussteifungsplatte 7 stoßen an den Stufen 18 und 19 an, so
daß die parallele Ausrichtung der Seitenelemente 2 und 3
noch verbessert ist. Die Aussteifungsplatte 7 steht über die
freien Elementenden 24 und 25 über. Durch die Anordnung der
Aussteifungsplatte 7 und die Befestigung der Seitenelemen
te 4 und 5 an der Aussteifungsplatte 7 ergibt sich eine Be
abstandung von Sockelenden 26 und 27 zu den freien Elemen
tenden 24 und 25. Die Beabstandung ermöglicht ein Ausschal
spiel, das beim Ausschalvorgang erforderlich ist. Die Beab
standung läßt sich definiert ausbilden, da an der Ausstei
fungsplatte 7 entsprechende Markierungen vorgesehen sind.
Auch freie Elementenden 28 und 29 sind voneinander beabstan
det, woraus auch in diesem Bereich ein Ausschalspiel resul
tiert. Die durch die Ausbildung des Ausschalspiels entste
henden Fugen (Spalte) werden durch Betoplanstreifen abge
deckt.
An Rückseiten 30 bis 33 der Seitenelemente 2 bis 5 sind
Schalhäute 34 bis 37 angebracht. Bei entsprechender seitli
cher Erstreckung der Quersockel 12 bis 16 über die Stegbrei
te der Stege 8 bis 11 hinaus könnten die Schalhäute 34
bis 37 entfallen, sofern die Quersockelbreite eine zu er
stellende Wandungsbreite eines Betonbauteils abdecken kann.
Die Aussparschalung 1 der Fig. 1 eignet sich beispielsweise
für eine Türschalung.
Gemäß der Schnittdarstellung der Fig. 2 ist ersichtlich, daß
beidseitig des Steges 8 Aussteifungsplatten 6 und 39 ange
bracht sind. Der Steg 8 ist mit dem Quersockel 12 verbunden,
der Randabschnitte 40a und 40b besitzt, an denen die Aus
steifungsplatten 6 und 39 stirnseitig anliegen. Im Bereich
des freien Elementendes 24 ist die weitere Aussteifungsplat
te 7 an dem Steg 8 befestigt. Auf der der Aussteifungsplat
te 7 gegenüberliegenden Seite des Steges 8 und parallel, be
abstandet zur Aussteifungsplatte 7 verlaufend, ist keine
Aussteifungsplatte vorgesehen, sondern an der Schalhaut ei
nes Schalungselementes wird hier normalerweise eine Befesti
gungsleiste zur Ausrichtung der Aussparschalung 1 fixiert.
Die Aussparschalung 1 kann auf die Befestigungsleiste ge
setzt werden, indem die Befestigungsleiste mit ihren freien
Enden entweder an Flächen des Quersockels 12 und/oder an der
Schalhaut 34 anliegt. Bei Bedarf kann die Aussparschalung
auch mit der Befestigungsleiste, die in der Figur nicht ge
zeigt ist, verheftet werden. Die Schalhaut 34 steht über die
Randabschnitte 40a und 40b nach außen vor. Über dem Seiten
element 2 ist das weitere Seitenelement 5 beabstandet zu dem
Seitenelement 2 angeordnet. Die Verbindung des Seitenele
ments 2 mit dem Seitenelement 5 wird durch die Aussteifungs
platte 7 ermöglicht. Die durch die Beabstandung entstehende
Fuge zwischen den Seitenelementen 2 und 5 gewährleistet ein
Ausschalspiel für den Ausschalvorgang und muß vor dem Ein
füllen des flüssigen Betons durch einen Betoplanstreifen ab
gedeckt werden. An dieser Stelle kann auch ein passendes
Einsatzelement formschlüssig eingefügt werden, das die Fuge
überbrückt und das Ausschalspiel nicht beeinträchtigt. In
der Figur ist schematisch angedeutet, daß der Steg 10 des
Seitenelements 5 aus einzelnen, miteinander verleimten Holz
platten aufgebaut ist.
Fig. 3 zeigt einen beispielhaften Querschnitt durch das Sei
tenelement 3. Das Seitenelement 3 ist aus dem Steg 11 aufge
baut, an dem einenends ein Quersockel 15 derart angebracht
ist, daß der Quersockel 15 im Querschnitt gesehen das Dach
eines großen lateinischen T bildet. Der Steg 11 setzt sich
aus einzelnen miteinander verleimten Furnierstreifen 41 zu
sammen. Der Quersockel 12 (Gurt) besitzt Randabschnitte 42a
und 42b, die Führungshilfen und/oder Anschläge für Ausstei
fungsplatten darstellen können. Der Quersockel 12 ist mit
dem Steg 11 durch eine Keilverzahnung verbunden und mit dem
Steg 11 verleimt. Seitenelemente, wie in Fig. 3 gezeigt,
lassen sich bei Bedarf aber auch einstückig herstellen.
Eine andere Aussparschalung 45 ist in der Fig. 4 in einer
Vorderansicht zu sehen. Die Aussparschalung 45 setzt sich
aus Seitenelementen 46 und 47, Aussteifungsplatten 48 und 49
und einem speziell gefertigten Sonderelement 50 zusammen.
Das Sonderelement 50 ist in seinem Aufbau den Seitenelemen
ten 46 und 47 nachgebildet, wobei lediglich eine bogenförmi
ge Außenkontur vorgesehen ist. Daher ist die Aussparscha
lung 45 für beispielsweise einen Türbogen geeignet.
Die Seitenelemente 46 und 47 weisen Stege 51 und 52 auf, die
mit Quersockeln 53 und 54 verbunden sind. Die Stege 51
und 52 gehen stufenartig in die Quersockel 53 und 54 über,
so daß die Seitenelemente 46 und 47 im Querschnitt gesehen
wiederum T-förmig ausgebildet sind. Stufen 55 und 56 bilden
daher Anschlagflächen für Ränder 57 und 58 der Aussteifungs
platte 49 und für Ränder 59 und 60 der Aussteifungsplat
te 48. Mit Hilfe der Aussteifungsplatten 48 und 49 sind die
Seitenelemente 46 und 47 parallel ausgerichtet. Grifföffnun
gen 61 bis 64 erleichtern das Abnehmen der Aussteifungsplat
ten 48 und 49 von den Seitenelementen 46 und 47 bei einem
Ausschalvorgang.
Freie Elementenden 65 und 66 sind von den Kanten 67 und 68
des Sonderelements 50 beabstandet, so daß sich in diesem Be
reich ein Ausschalspiel ergibt. Eine Abdeckung der durch die
Beabstandung entstehenden Fugen erfolgt durch Betoplanstrei
fen und/oder durch ein spezielles Einsatzelement. An Rück
seiten 69 und 70 der Seitenelemente 46 und 47 sind Schalhäu
te 71 und 72 befestigt.
Der Längsschnitt durch die Aussparschalung 45 (Fig. 5) macht
deutlich, daß die Schalhaut 71 Randabschnitte 73a und 73b
des Quersockels 53 nach außen überragt. Der Quersockel 53
bildet zusammen mit dem Steg 51 ein lateinisches T. Beidsei
tig des Steges 51 sind Aussteifungsplatten 49 und 74 bzw. 48
und 75 angeordnet. Die Aussteifungsplatten 48, 49, 74 und 75
ermöglichen die Verbindung und parallele Ausrichtung des
Seitenelements 46 mit einem weiteren gegenüberliegenden Sei
tenelement. Mittels der Aussteifungsplatten 48 und 75 ist
das Seitenelement 46 mit dem Sonderelement 50 verbunden. Das
Sonderelement 50 besitzt einen Steg 76, an dem die Ausstei
fungsplatten 48 und 75 angebracht sind. An den Steg 76
schließen sich Randabschnitte 77 und 78 eines angedeuteten
Quersockels 79 an.
In der Fig. 6 ist eine weitere Aussparschalung 80 darge
stellt. Die Aussparschalung 80 verdeutlicht, daß die Seiten
elemente 81 bis 84 unterschiedlich miteinander kombiniert
werden können, um Aussparungen unterschiedlicher Breite und
Länge zu erzeugen. Die Seitenelemente 81 bis 84 bestehen
ebenso wie die bereits beschriebenen Seitenelemente der
Fig. 1 bis 5 aus Holz und können daher vom Handwerker vor
Ort auf der Baustelle entsprechend ihrer benötigten Abmes
sungen zugeschnitten werden. Ebenfalls kann die erfindungs
gemäße Aussparschalung, wie sie in den Fig. 1 bis 6 gezeigt
ist, bei Bedarf an jeder Stelle durchbohrt werden, damit ein
Ankerstab durch die Gesamtschalung an einer dafür notwendi
gen Stelle hindurchgeführt werden kann. Mittig zwischen den
Seitenelementen 81 bis 84 ist eine Bohle 85 angeordnet, um
das Seitenelement 82 teilweise abzustützen. Die Seitenele
mente 81 bis 84 sind im Querschnitt gesehen T-förmig aufge
baut und umfassen Stege 87 bis 90, die in Quersockel 91
bis 94 übergehen. Die Quersockel 91 bis 94 sind L-förmig
ausgebildet, damit die Aussteifungsplatten 97 bis 100 an
entsprechenden Anschlagflächen definiert ausgerichtet anlie
gen können. An den Stegen 87 bis 90 und einer Bohlenobersei
te 95 sind die Aussteifungsplatten 97 bis 100 befestigt. Die
Aussteifungsplatten 97 bis 100 besitzen Grifföffnungen 101
bis 104, um die Aussteifungsplatten 97 bis 100 beim Aus
schalvorgang leicht von den Seitenelementen 81 bis 84 und
der Bohle 85 ablösen zu können. An Rückseiten der Quersoc
kel 91 bis 94 sind Schalhäute 105 bis 108 vorgesehen. Weite
re Schalhäute 109 bis 112 ermöglichen eine Rundumschalung,
so daß die Aussparschalung 80 für eine Fensteröffnung geeig
net ist. Der Einsatz von Betoplanstreifen und entsprechenden
passenden Einsatzelementen für die Fugen des Ausschalspiels
ist wie oben beschrieben durchzuführen.
Eine Aussparschalung 1 kann zur Ausbildung einer Öffnung für
ein Fenster, eine Tür oder dergleichen in einem Betonbauteil
verwendet werden. Die Aussparschalung 1 besteht aus Ausstei
fungsplatten 6 und 7 und Seitenelementen 2 bis 5, die, im
Querschnitt gesehen, T-förmig mit einem Steg 8 bis 11 und
mit einem an einem Stegende angeordneten Quersockel 12 bis
15 aufgebaut sind. Die Seitenelemente 2 bis 5 sind zu Teilen
einer Schalung anordenbar und mit Hilfe der an den Stegen 8
bis 11 befestigbaren Aussteifungsplatten 6, 7 miteinander
verbindbar. Eine reproduzierbare Formgebung und Montage der
Aussparschalung 1 kann nach Art eines Baukastensystems mit
auf der Baustelle vorhandenen Werkzeugen auf eine einfache
Art und Weise durchgeführt werden. Wenn die einzelnen Ele
mente der Aussparschalung 1 aus Holz oder aus einem mit Holz
vergleichbaren Werkstoff hergestellt sind, ist die Ausspar
schalung 1 leicht anpaßbar bzw. veränderbar.
Claims (13)
1. Aussparschalung (1; 45; 80), durch deren Verwendung
eine Öffnung, etwa ein Fenster oder eine Tür, in ei
nem Betonbauteil ausbildbar ist, bestehend aus einer
oder mehreren Aussteifungsplatten (6, 7, 39; 48, 49,
74, 75; 97 bis 100) und Seitenelementen (2 bis 5; 46,
47; 81 bis 84), die, im Querschnitt gesehen, T-förmig
mit einem Steg (8 bis 11; 51, 52, 76; 87 bis 90) und
mit einem an einem Stegende angeordneten Quersockel
(12 bis 15; 53, 54, 79; 91 bis 94) aufgebaut sind,
wobei die Seitenelemente (2 bis 5; 46, 47; 81 bis 84)
zu Teilen einer Schalung anordenbar sind, indem die
dem Steg (8 bis 11; 51, 52, 76; 87 bis 90) abgewandte
Rückseite (30 bis 33; 69, 70) des Quersockels (12 bis
15; 53, 54, 79; 91 bis 94) die Schalfläche bildet,
und wobei die Seitenelemente (2 bis 5; 46, 47; 81 bis
84) mit Hilfe der an den Stegen (8 bis 11; 51, 52,
76; 87 bis 90) befestigbaren Aussteifungsplatte (6,
7, 39; 48, 49, 74, 75; 97 bis 100) miteinander ver
bindbar sind.
2. Aussparschalung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß der Steg (8 bis 11; 51, 52, 76; 87 bis 90)
und jeweils ein Randabschnitt (40a, 40b; 42a, 42b,
77, 78) des Quersockels (12 bis 15; 53, 54, 79; 91
bis 94) einen Winkel ≧ 90° begrenzen.
3. Aussparschalung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß an der dem Steg (8 bis 11; 51, 52,
76; 87 bis 90) abgewandten Rückseite (30 bis 33; 69,
70) des Quersockels (12 bis 15; 53, 54, 79; 91 bis
94) eine Schalhaut (34 bis 38; 71, 72; 105 bis 108,
109 bis 111) befestigbar ist.
4. Aussparschalung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß eine Befestigungs
leiste vorgesehen ist, die einerseits auf der Innen
oberfläche an einer aufgestellten Schalhaut eines
Schalungselementes ausgerichtet anbringbar ist und an
der andererseits ein Seitenelement (2 bis 5; 46, 47;
81 bis 84) ortsfest fixierbar ist.
5. Aussparschalung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg (8 bis 11;
51, 52, 76; 87 bis 90) in Richtung seines freien En
des stufenartig von einer größeren Stegdicke auf eine
kleinere Stegdicke übergeht.
6. Aussparschalung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungs
platte (6, 7, 39; 48, 49, 74, 75; 97 bis 100) recht
winklig mit Seitenlängen gebildet ist, die auf Norm
maße von Fenstern, Türen oder dergleichen abgestimmt
sind.
7. Aussparschalung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Aussteifungsplatte (48)
eine halbkreisförmige oder trapezförmige Außenkontur
aufweist.
8. Aussparschalung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß an der Aussteifungs
platte (6, 7, 39; 48, 49, 74, 75; 97 bis 100) eine
Plattenmarkierung vorgesehen ist, die zur Ausrichtung
zweier zu verbindender Seitenelemente (2 bis 5; 46,
47; 81 bis 84) verwendbar ist.
9. Aussparschalung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß ein Einsatzelement
vorgesehen ist, das auf der Sockelinnenfläche zweier
fluchtend angeordneter, beabstandeter Seitenelemente
(2 bis 5; 46, 47; 81 bis 84) unter Ausbildung eines
kleineren Spalts anbringbar ist.
10. Aussparschalung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß in die Aussteifungs
platte (6, 7, 39; 48, 49, 74, 75; 97 bis 100) Griff
öffnungen (20, 21; 61 bis 64; 101 bis 104) eingear
beitet sind.
11. Aussparschalung nach einem der vorhergehenden Ansprü
che, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig des Stegs
(8 bis 11; 51, 52, 76; 87 bis 90) eine Aussteifungs
platte (6, 7, 39; 48, 49, 74, 75; 97 bis 100) an
bringbar ist, so daß zwei Seitenelemente (2 bis 5;
46, 47; 81 bis 84) mit Hilfe zweier Aussteifungsplat
ten (6, 7, 39; 48, 49, 74, 75; 97 bis 100) verbindbar
sind.
12. Aussparschalung nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aussteifungsplatte
(6, 7, 39; 48, 49, 74, 75; 97 bis 100) und die Sei
tenelemente (2 bis 5; 46, 47; 81 bis 84) aus Holz
oder aus einem wie Holz zu bearbeitenden Werkstoff
hergestellt sind.
13. Aussparschalung nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Spalt zwischen zwei
Seitenelementen (2 bis 5; 46, 47; 81 bis 84) auf der
Oberfläche der Seitenelemente, die dem zu erstellen
den Betonbauteil zugewandt ist, durch einen Betoplan
streifen abgedeckt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998100568 DE19800568C1 (de) | 1998-01-09 | 1998-01-09 | Aussparschalung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998100568 DE19800568C1 (de) | 1998-01-09 | 1998-01-09 | Aussparschalung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19800568C1 true DE19800568C1 (de) | 1999-10-21 |
Family
ID=7854227
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998100568 Expired - Fee Related DE19800568C1 (de) | 1998-01-09 | 1998-01-09 | Aussparschalung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19800568C1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE10219896C1 (de) * | 2002-05-03 | 2003-08-21 | Peri Gmbh | Schalungssystem für Betonkörper |
| DE202008012888U1 (de) | 2008-09-29 | 2008-12-24 | Holzmann Gmbh & Co. Kg | Schalung zur Herstellung einer Maueröffnung |
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| DE202019103514U1 (de) | 2019-06-25 | 2019-07-31 | Bernhard Strasser | Schalungsvorrichtung zur Ausbildung einer Öffnung in einem Betonkörper |
| DE102019117126A1 (de) * | 2019-06-25 | 2020-12-31 | Bernhard Strasser | Schalungsvorrichtung zur Ausbildung einer Öffnung in einem Betonkörper sowie deren Verwendung |
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-
1998
- 1998-01-09 DE DE1998100568 patent/DE19800568C1/de not_active Expired - Fee Related
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