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DE197999C - - Google Patents

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Publication number
DE197999C
DE197999C DENDAT197999D DE197999DA DE197999C DE 197999 C DE197999 C DE 197999C DE NDAT197999 D DENDAT197999 D DE NDAT197999D DE 197999D A DE197999D A DE 197999DA DE 197999 C DE197999 C DE 197999C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
picric acid
detonator
ignition
projectile
acid capsule
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT197999D
Other languages
English (en)
Publication of DE197999C publication Critical patent/DE197999C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42CAMMUNITION FUZES; ARMING OR SAFETY MEANS THEREFOR
    • F42C15/00Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges
    • F42C15/24Arming-means in fuzes; Safety means for preventing premature detonation of fuzes or charges wherein the safety or arming action is effected by inertia means

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ JVl 197999 KLASSE 72«. GRUPPE
GranatzUnder mit mechanischer Zündnadelsicherung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1905 ab.
Bei den bekannten Granatzündern mit Sicherung wurde die Sicherung der Zündnadel durch ihr eigenes Beharrungsvermögen beim Aufschlag des Geschosses ausgelöst. Sollte dabei der Zünder sehr empfindlich sein, so durfte die Zündnadel nur außerordentlich schwach gesichert werden. Dies hatte jedoch wieder den Nachteil, daß die Sicherheit beim Transport und gegen vorzeitige Detonation
to des Geschosses sich verminderte.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen Nachteil dadurch, daß die Sicherung der Zündnadel erst beim Aufschlag durch die Pikrinsäurekapsel ausgelöst wird, deren Sicherung schon beim Initialstoß ausgelöst worden ist. Hierdurch wird der Zünder sehr empfindlich und tritt beim geringsten Anprall des Geschosses in Wirkung, während andererseits die Sicherung der Zündnadel erheblich kräftiger gewählt werden kann als bisher.
Es ist zwar schon bekannt, bei Granatzündern die Masse der Zündladungskapseln zum Vortreiben ' der Zündnadel nutzbar zu machen. Bei der vorliegenden Erfindung wird aber im Gegensatz zu den bekannten Anordnungen die Sicherung der Pikrinsäurekapsel schon beim Initialstoß infolge ihres eigenen Beharrungsvermögens ausgelöst, und erst beim Aufschlagen des Geschosses trifft die beim Initialstoß ausgelöste Pikrinsäure-' kapsel auf den Zündnadelhalter und löst dessen verhältnismäßig starke. Sicherung gleichfalls aus.
Auf. der Zeichnung sind mehrere Ausführungsformen der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen Zünder in der Transportstellung. Fig, 2 zeigt denselben Zünder in der Stellung der Teile im Augenblick der Zündung. Fig. 3 und 4 zeigen in entsprechenden Schnitten eine zweite Ausführungsform des Zünders.
Der Amboß 1, der die Zündpille 2 enthält, wird beim Initialstoß auf irgendeine Weise in der Hülse 3 durch sein Beharrungsvermögen nach rückwärts bewegt, so daß er in die in Fig. 2 dargestellte Lage kommt. Die Sicherung des Ambosses und die Art der Auslösung dieser Sicherung spielt für die vorliegende Erfindung keine Rolle und braucht deshalb im einzelnen nicht beschrieben zu werden.
Um einer Explosion des Geschosses während der Fahrt vorzubeugen, die dadurch erfolgen könnte, daß die Sprengkapsel 4 aus irgendwelchen Gründen explodiert, ist um letztere ein großer freier Raum vorgesehen, der die Explosion schon stark abschwächen würde, und außerdem sind die Wände .5 des Zünders und der in die Pikrinsäurekapsel 6 eingeschraubten Mutter 7 so bemessen, daß ein Durchschlagen dieser Wandungen unmöglich ist. Die Mutter 7 ist linksgängig auf dem Bolzen 8 und dieser selbst rechtsgängig im Boden des Zünders festgeschraubt.
Fig. 2 zeigt den Zünder in einem senkrecht zu Fig. ι ausgeführten Längsschnitt in der
Aufschlagstellung. Nachdem das Geschoß das Rohr um ein gewisses Stück verlassen hat, hat sich der Amboß I auf die Platte 9 aufgesetzt. Gleichzeitig hat sich auch infolge der Geschoßdrehung die Pikrinsäurekapsel 6 mit der darin befindlichen Pikrinsäure und der Mutter 7 von dem Bolzen 8 losgeschraubt. Aber erst durch das Aufschlagen des Geschosses wird es möglich, daß die Zündnadel 10 die Zündpille 2 treffen kann, indem die Pikrinsäurekapsel· 6 und die Mutter 7 auf einen die Zündnadel tragenden Bügel 11 aufschlagen, so daß die vorher durch eine Feder zurückgehaltene Zündnadel in die Zündpille 2 eintritt, was ihre Entzündung zur Folge hat.
Eine andere Ausführungsform zeigen die Fig. 3 und 4 ebenfalls in zwei senkrecht zueinander ausgeführten Schnitten. Hier,dient als Transportsicherung für die Pikrinsäurekapsel 6 ein Kupferstift 12, der auch durch Federn oder ähnliche Mittel ersetzt werden kann. Dieser Stift wird durch den Abfeuerungsstoß abgeschert, so daß beim Aufschlagen des Geschosses die ■ Pikrinsäurekapsel 6 und . die Mutter 7 auf den Bügel 11 der Zündnadel 10 aufschlagen.
Eine weitere Abweichung wird durch den Dichtungsring 13 gebildet, der sich bei einer vorzeitigen Explosion der Sprengkapsel in die Mutter 7 einklemmt und so die Explosion der Pikrinsäure verhindert. Außerdem ist bei dieser Ausführungsform die Rohr- und Fahrsicherung der Zündnadel 10 nicht durch eine Feder wie bei den Fig. 1 und 2, sondern durch einen Kupferstift 14 bewirkt, der beim Aufschlagen des Geschosses und dem dadurch bedingten Auftreffen der Pikrinsäurekapsel 6 und der Mutter 7 auf den Bügel 11 abgeschert wird, worauf die Zündnadel in die Zündpille eintritt und die Zündung herbeiführt.

Claims (1)

  1. Pate nt-A N Spruch:
    Granatzünder mit mechanischer Zündnadelsicherung und einer ebenfalls mechanisch gesicherten, beim Geschoßaufschlage sich über die Sprengkapsel schiebenden Pikrinsäurekapsel zur Übertragung der Zündung auf die Sprengladung des Geschosses, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherung der Pikrinsäurekapsel schon beim Initialstoß infolge ihres eigenen Beharrungsvermögens ausgelöst wird und daß die Pikrinsäurekapsel erst beim Aufschlagen des Geschosses auf den Zündnadelhalter trifft und hierdurch dessen verhältnismäßig starke Sicherung gleichfalls auslöst, so daß die Zündnadel in die Zündpille eintreten und sie zur Entzündung bringen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT197999D Active DE197999C (de)

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