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Die Erfindung bezieht sich auf ein
Verfahren zum Behandeln von Schnittholz nach dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
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Wie in 3 gezeigt,
wird Schnittholz herkömmlicherweise
z.B. mittels einer Trocknungsvorrichtung 1 getrocknet,
welche eine Trocknungskammer 2 zum Aufnehmen des Schnittholzes 6,
einen Heizkessel 3 zum Einleiten erwärmter Luft in die Trocknungskammer 2,
in der Trocknungskammer 2 eingebaute Einrichtungen 4 zum
Umwälzen
der Wärme
und ein Abzugsrohr 5 zum Abführen des von dem Schnittholz 6 erzeugten
Wasserdampfes aufweist.
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Das Schnittholz 6 ist zum
Beispiel auf einem Wagen 7 angeordnet und in der Trocknungskammer 2 untergebracht.
Dieses Schnittholz 6 ist Zedernholz mit einer Stirnfläche von
etwa 105 mm × 105
mm und einer Länge
von 3 bis 4 Metern. Das Schnittholz 6 ist auf dem Wagen 7 unter
Zwischenschaltung von Abstandshaltern 8 mit einer Dicke
von 1 bis 2 cm zwischen jedem Schnittholzpaar aufgestapelt. Im übrigen liegt
der anfängliche
Feuchtigkeitsgehalt des Schnittholzes 6 bei 50 bis 70%.
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Die Trocknungsvorrichtung 1 hält die Temperatur
in der Trocknungskammer 2 auf 60 bis 70 °C, in dem die
erwärmte
Luft zum Trocknen des Schnittholzes 6 von dein Heizkessel 3 abgezogen
wird. Ein Trocknen mit Hilfe dieser Vorrichtung dauert 15 bis 20
Tage. Der Endfeuchtigkeitsgehalt beträgt 15 bis 20%.
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Bei dem herkömmlichen, in 3 angedeuteten Trocknungsverfahren für Schnittholz
wird die erwärmte
Luft allerdings über
das Abzugsrohr 5 zusammen mit dem Wasserdampf aus dein
Schnittholz 6 nach außen geleitet,
was die Energiekosten verteuert.
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Ein weiterer Nachteil besteht darin,
daß bei
einem Schwanken des Wasserdampfgehaltes in der Trocknungskammer 2 ein
gleichmäßiges Trocknen
des Schnittholzes 6 nicht möglich ist.
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Außerdem kann das Trocknen mit
erwärmter
Luft, wenn die Temperatur erhöht
ist, im Schnittholz 6 zu Rissen führen.
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Ferner bedeutet die lange Trocknungszeit
(15 bis 20 Tage), daß die
Vorrichtung lediglich ein- oder zweimal
im Monat verwendet werden kann.
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Schnittholz ist im Vergleich zu anderen
Materialien geringwertiger, was seine Maßstabilität, Gleichförmigkeit, Imprägnierfähigkeit,
den Mottenschutz, die Flammwidrigkeit und die Festigkeit betrifft.
Um derartige Nachteile des Schnittholzes zu beseitigen und zu weiteren
Aufgaben beizutragen, wird das Schnittholz durch die Imprägnierung
mit chemischen Stoffen verbunden. Große Holzprodukte, wie z.B. Telefonmasten
und Eisenbahnschwellen, werden zur Haltbarmachung und als Schutz
gegen Motten imprägniert.
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Auf der anderen Seite werden mit
Blick auf eine Verknappung von Schnittholzressourcen und geringere
Preise im internationalen Wettbewerb eine Verbesserung ungebrauchter
Holzarten und von Holz geringerer Qualität, eine Entwicklung einer hohen
Haltbarkeit ermöglichenden
Technologie und ein Herstellen von Holzprodukten durch derartige
Verfahren dringend erwartet.
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Es wird insbesondere erwartet, daß die Hölzer verbesserte
Eigenschaften aufweisen oder mit neuen Funktionen für höheren, zusätzlichen
Nutzen auf dem Gebiet der Baumaterialien, Möbelstücke und Kunstgegenstände versehen
sind.
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Als ein herkömmliches Verfahren zum Beseitigen
der Nachteile oder zum Ermöglichen
weiterer Funktionen bei Schnitthölzern
ist das Imprägnierverfahren
bekannt geworden, bei welchem das Schnittholz das Mittel absorbiert.
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Imprägnierverfahren umfassen eine
Vakuum-/Druckinjektion, Kompressions- und Druckverfahren. Vakuum-/Druckinjektionsverfahren
sind z.B. im Kapitel II "Research
on Function Enhancement by High Impregnation of Lumbers", welches in den
Forschungen über
ein Bearbeiten von Holz für
höherwertige
Funktionen, herausgegeben durch die "Small and Medium Enterprise Agency" im Oktober 1990
, enthalten ist, in dem Artikel mit dem Titel "Pressurized Injection Conditions and
Their Characteristics in Impregnation of Lumbers" in Vol. 28 des Forschungsberichtes
des "Shimane Prefectural
Industrial Engineering Center" (1991)
und in "Lum ber Storage
(1) - Focusing on Processing Technology -" der Fachzeitschrift "Lumber Industry" Vol. 49, Nr. 7, 1994
angegeben.
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Bei dem Vakuum-/Druckimprägnierverfahren
werden zum Imprägnieren
des Schnittholzes mit dem Behandlungsmittel wiederholt Druck und
Vakuum angelegt.
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Anhand des vorerwähnten Artikels "Pressurized Injection
Conditions and Their Characteristics in Impregnation of Lumbers" wurde die Schnittholzimprägnierung
unter wie folgt geänderten
Injektionsbedingungen durchgeführt:
1. Temperatur, Druckkraft und Druckzeit des Injektionssystems; 2.
Kombination der Verfahren, wie z.B. ein Wiederholen des Anlegens
von Vakuums und des Anlegens von Druck; und 3. Druckatmosphäre vor der
Injektion. Es wird berichtet, daß bezüglich dieser Einflußgrößen folgende
Ergebnisse erzielt worden sind.
- 1. Zeit und
Druck korrelieren direkt mit der Injektionsmenge. Die Temperatur
hat in der Praxis nur einen geringen Einfluß.
- 2. Das Kombinationsverfahren aus einem Anlegen von Vakuum und
einer Beaufschlagung mit Druck beeinflußte die Injektionsmenge und
den Imprägnierungsquerschnitt
nicht ausgeprägt.
- 3. Je geringer der atmosphärische
Druck vor der Injektion ist, um so größer wird die Injektionsmenge,
und die Imprägnierung
wird weitgehend durch die Injektionszeit beeinflußt. Je höher allerdings
der atmosphärische
Druck vor der Injektion ist, um so tiefer wird die Imprägnierung
für die
Injektionsmenge.
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Als ein Druckverfahren ist beispielsweise
das Verfahren bekannt, welches in "Liquid injection into hardly permeable
lumbers by compression method" im "Nara Prefectural
Experimental Forestry Station Report" Nr. 21 (1991) beschrieben ist. Bei
diesem Verfahren wird das Schnittholz zur Verbesserung der Flüssigkeitspermeabilität vor der
Druckinjektion gepreßt
und in radialer Richtung gequetscht. Bei diesem Druckverfahren wurde
herausgefunden, daß ein
Unterdrucksetzen im luftgetrockneten Zustand vor der Druckinjektion
für die
Verbesserung der Permeabilität
wenigstens bei kleinen Teststücken
wirksam ist.
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Ferner ist als ein Druckverfahren
das in "Lecture:
Mothproofing of Lumbers (13); Mothproofing, Pressurizing Method" in Vol. 33–5 der Fachzeitschrift "Lumber Industry" offenbarte Verfahren
beispielhaft bekannt.
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Gemäß dem Druckverfahren werden
nach dem Hineinlegen der Schnitthölzer in ein Injektionsgehäuse und
nach dem dichtem Verschließen
des Gehäuses
die für
die Haltbarmachung, den Mottenschutz und die Einfärbung erforderlichen
Chemikalien unter einem Druck von 10 bis 15 bar in einem Zeitraum
von ein bis zehn Stunden injiziert.
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Das Druckverfahren wird als ein Verfahren,
bei welchem das Schnittholz die größte Menge an Chemikalien absorbiert,
in großem
Umfang angewandt. Insbesondere werden Eisenbahnschwellen, Telefonmasten und
Grundhölzer,
welche für
eine lange Zeit im Außenbereich
verwendet werden, der Druckimprägnierung durch
Schutzmittel für
eine längere
Lebensdauer unterzogen.
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Die Absorptionsmenge bei diesem Verfahren
ist sehr viel größer als
die beim Auftragen, Aufsprühen und
Eintauchen aufgebrachte Menge. Da ausreichende Absorptions- und
Infiltrationslängen
erreicht werden können,
stellt dieses Verfahren das wirksamste Bearbeitungsverfahren dar.
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Die herkömmlichen Schnittholzimprägnierverfahren
sind jedoch, wie zuvor beschrieben, nachteilig in bezug auf die
Notwendigkeit ziemlich teurer Bearbeitungsanlagen und einer geringen
Produktivität.
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Außerdem kann es während der
Bearbeitung passieren, daß Zellen
zerstört
werden.
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Aufgrund der von den Arten, der einzelnen
Schnitthölzer
und der Schnittflächen
abhängenden
Unterschiede in der Permeabilität
des Bearbeitungsmittels ist es darüberhinaus schwierig, die Bearbeitungsmittel durch
herkömmliche
Verfahren in gleichmäßiger Weise
tief in die Schnitthölzer
einzubringen.
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Aus der
DE 42 11 485 A1 ist ein
Verfahren zum Trocknen von Holz oder Schüttgut bekannt, bei dem eine
Druckbeaufschlagung des Feststoffes, also beispielsweise des Holzes,
mit einem Entfeuchtungsmedium, wie z.B. Druckluft, periodisch wechselnd
erfolgt. Der Druck wechselt zwischen zwei Werten beispielsweise
im Bereich von 4 bis 20 bar. Eine solche periodisch wechselnde Druckbeaufschlagung
wird nach einer reinen Entfeuchtung mittels Überdruck (Inkubation) und Druckabfall
(Dekompression) angewandt. Dazu wird an einer Seite des Feststoffes
das Entfeuchtungsmedium mit einem Überdruck angelegt und anschließend ein
schneller Druckabfall durchgeführt,
um die Feuchtigkeit in Richtung auf das entgegengesetzte Ende aus
dem Feststoff herauauszutreiben. Gemäß dieser Schrift kann die periodisch
wechselnde Druckbeaufschlagung zwischen zwei positiven Werten, beispielsweise
zwischen 8 und 10 bar, oder zwischen einem positiven Wert und einem Überdruck
von Null, d. h. atmosphärischem
Druck, durchgeführt
werden. Für
die Druckwechsel ist es wichtig, daß diese nicht zu abrupt durchge führt werden,
um den porösen
Feststoff nicht zu zerstören.
Zu abrupte Druckwechsel können
zur Rißbildung
und damit zur Zerstörung
des Festkörpers
führen.
Entsprechend dieser Schrift wird der Druckabfall so langsam durchgeführt, daß ein vorbestimmter
Wert der Druckänderung nicht überschritten
wird.
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Im Oberbegriff des Patentanspruchs
1 ist ausgegangen von der
DE
44 28 001 C2 . Gemäß dieser Schrift
wird vorgeschlagen, Mittel zur Umlenkung des Gasstromes in der Kanimer
vorzusehen. Danach ist ein derartiges Mittel beispielsweise eine
verstellbare und entlang der Längsseite
des Schnittholzes verschiebliche Stauklappe. Die Steuerung des Trocknungsvorganges
erfolgt durch einen an sich bekannten Computer. Um Feuchtigkeitsdifferenzen über die
gesamte Längsseite
des Schnittholzes ausgleichen zu können, können die Stauklappen auch entlang
der Längsseite
verschoben werden. Es ist auch eine impulsförmige Gasbewegung möglich.
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Die vorliegende Erfindung dient dazu,
die vorbeschriebenen Nachteile herkömmlicher Verfahren zu beseitigen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zum Behandeln von Schnittholz anzugeben, mit welchem
die Behandlung in einem kurzen Zeitraum und ohne Auftreten von Rissen
möglich
ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch
ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Vorteilhafte Weiterbildungen sind
Gegenstand der Unteransprüche.
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Erfindungsgemäß werden die Schnitthölzer mit
einem Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 15% (entsprechend dem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt)
zunächst
in dem luftdichten Behälter
angeordnet, wobei die Luft in dem luftdichten Behälter durch
ein Gebläse
so umgewälzt
wird, daß die
Oberflächentemperatur
der Schnitthölzer
in dem luftdichten Behälter
50 bis 150°C
wird. Die Temperaturen auf der Innen- und Außenseite der Schnitthölzer nähern sich
in etwa 2 Stunden nahezu aneinander an.
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Während
der Erwärmung
oder nach einem Anhalten der Erwärmung
wird der atmosphärische
Druck in dem luftdichten Behälter
ins Vakuum abgesenkt. Bei diesem Vakuumverfahren beträgt der Vakuumdruck
wenigstens etwa 600 mmHg, und die Zeit, während der das Vakuum angelegt
ist, beträgt
wenigstens eine Stunde.
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Auf diese Weise wird in dem luftdichten
Behälter
ein Vakuum gebildet. Die Erwärmung
bewirkt allerdings die Bildung von Wasserdampf, was außerdem zu
einer Sättigung
führt,
so daß sich
die Wärme
in jede Ecke ausbreitet. Der gesättigte
Wasserdampf wird zu Wassertropfen, welche sich am Boden des luftdichten Behälters ansammeln.
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Dann wird das Öffnungs-/Schließventil
für den
Druck plötzlich
geöffnet,
so daß der
Druck im luftdichten Behälter
wieder auf den Luftdruck zurückgeführt wird.
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Dadurch können trockene Schnitthölzer mit
einem Endfeuchtigkeitsgehalt von 5 bis 10% erhalten werden.
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Erfindungsgemäß werden Schnitthölzer mit
einem Feuchtigkeitsgehalt von 50 bis 70% zunächst in dem luftdichten Behälter angeordnet,
und die Luft in dem luftdichten Behälter wird durch ein Gebläse so umgewälzt, daß die Oberflächentemperatur
der Schnitthölzer
in dem luftdichten Behälter
50 bis 100°C
wird.
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Während
der Erwärmung
oder nach einem Anhalten der Erwärmung
wird der atmosphärische
Druck in dem luftdichten Behälter
auf Unterdruck abgesenkt. Bei diesem Vakuumverfahren beträgt der Vakuumdruck wenigstens
etwa 600 mmHg, und die Zeit, während
der das Vakuum angelegt ist, beträgt zwei oder drei Tage.
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Dadurch hat sich in dem luftdichten
Behälter
ein Vakuum ausgebildet. Die Erwärmung
bewirkt jedoch eine Bildung von Wasserdampf, was außerdem zu
einer Sättigung
derart führt,
daß sich
die Wärme
bis zu jeder Ecke verteilt. Der gesättigte Wasserdampf wird zu
Wassertropfen, die sich am Boden des luftdichten Behälters ansammeln.
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Anschließend wird das Drucksteuerventil
plötzlich
geöffnet,
so daß in
dem luftdichten Behälter
wieder der Luftdruck herrscht.
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Dadurch können trockene Schnitthölzer mit
einem Restfeuchtigkeitsgehalt von 10 bis 20% erhalten werden.
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Hinsichtlich einer Erklärung der
Beziehung zwischen der Trocknung und der Temperatur wird darauf hingewiesen,
daß der
Siedepunkt des Wassers unter normalem Luftdruck 100°C beträgt, daß das Wasser
jedoch nicht siedet, bevor die Temperatur nicht 110 bis 120°C annimmt,
wenn der Luftdruck im Zentrum der Schnitthölzer aufgrund der Erwärmung ansteigt.
Das bedeutet, daß der
Trocknungswirkungsgrad im Vergleich zur herkömmlichen Trocknung durch heiße Luft
verbessert ist.
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Erfindungsgemäß werden die Schnitthölzer mit
einem Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 15% (entsprechend dem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt)
zunächst
in dem luftdichten Behälter
angeordnet und erwärmt, bis
die Oberflächentemperatur
der Schnitthölzer
in dem luftdichten Behälter
50 bis 150°C
annimmt. Es wird angenommen, daß sich
während
einer solchen Erwärmung
Bahnen durch Spaltöffnungen
in den Holzzellen bilden.
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Während
der Erwärmung
oder nach einem Anhalten der Erwärmung
wird der atmosphärische
Druck in dem luftdichten Behälter
auf Unterdruck abgesenkt. Bei diesem Vakuumprozeß beträgt der Vakuumdruck wenigstens
etwa 600 mmHg, und die Vakuumzeit beträgt wenigstens eine Stunde.
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Nach einem solchen Anlegen von Vakuum
werden wasserlösliche
Behandlungsmittel, wie z.B. Holzschutzmittel, Mottenschutzmittel,
Holzschutz-/Mottenschutzmittel, Antiameisenmittel, Antipilzmittel,
Maßstabilisierer,
Harz (mit niedrigem Molekulargewicht) und funktionelles Harz injiziert,
und die Schnitthölzer
werden in die Behandlungsmittel eingetaucht.
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Dann wird der Druck in dem luftdichten
Behälter
wieder auf den Luftdruck zurückgeführt. Diese
Druckdifferenz bewirkt ein Permeieren der Behandlungsmittel in das
Holz über
die Bahnen, welche sich, wie es den Anschein hat, durch Spaltöffnungen
in den Zellen gebildet haben.
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Erfindungsgemäß wird das Erwärmen und
das Anlegen von Vakuum vor dem Eintauchverfahren in das Behandlungsmittel
erneut durchgeführt.
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Dies verbessert die Permeabilität der Behandlungsmittel
während
des Eintauchens in das Behandlungsmittel.
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Erfindungsgemäß werden die Schnitthölzer nach
einer Imprägnierung
unter dem Luftdruck ferner mit den Behandlungsmitteln imprägniert.
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Behandlungsmittel zur Materialverbesserung
können
grob in wasserlösliche
Behandlungsmittel und öllösliche Behandlungsmittel
unterteilt werden. Der Umgang mit wasserlöslichen Behandlungsmitteln
ist einfacher.
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Obgleich der obige Betrieb für einen
Fall der Verwendung eines einzigen luftdichten Behälters für das Erwärmungsverfahren,
das Verfahren zum Anlegen eines Vakuums und das Eintauchverfahren
beschrieben wurde, können
die jeweiligen Verfahren kontinuierlich unter Verwendung einer Transportvorrichtung,
wie z.B. eines Förderbandes,
durchgeführt
werden.
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Im Falle eines derartigen, kontinuierlichen
Verfahrens ist es nicht erforderlich, das Erwärmungsverfahren im luftdichten
Zustand durchzuführen.
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Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes
werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
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1 eine
schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Trocknen
und Imprägnieren
von Schnittholz;
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2 einen
Schnitt durch die in 1 gezeigte
Vorrichtung; und
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3 eine
schematische Ansicht einer herkömmlichen
Vorrichtung zum Trocknen von Schnittholz.
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Ausführungsform 1:
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1 und 2 zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung
zum Behandeln von Schnittholz.
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Diese erfindungsgemäße Vorrichtung
entspricht einer Vorrichtung zum Trocknen von Schnittholz und einer
Vorrichtung zum Imprägnieren
von Schnittholz, die sich auf ein Verfahren zum Behandeln von Schnittholz beziehen.
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Diese Vorrichtung weist einen luftdichten
Behälter 10,
der einen Deckel 11 zum Öffnen und Schließen mit
einer gewölbten
Oberfläche
an seinen beiden Enden hat, Heizeinrichtungen 16 zum Erwärmen der
Luft in dem luftdichten Behälter 10,
ein Thermometer 18 zum Messen der Temperatur in dem luftdichten
Behälter 10, einen
Druckmesser 19 zum Messen des Druckes in dem luftdichten
Behälter 10,
Umwälzeinrichtungen 22 zum Umwälzen der
Wärme und
des Wasserdampfes in dem luftdichten Behälter 10, an dem luftdichten
Behälter 10 angebrachte
Druckentlastungsventile 23, an dem luftdichten Behälter 10 angebrachte
Vakuumpumpen 25, eine Öffnung 28 zum
Ablassen des kondensierten Wassers, welche in dem luftdichten Behälter 10 mittels
eines Auf/Zu-Ventils 29 ausgebildet ist, einen Behandlungsmittel-Behälter 32,
welcher an dem luftdichten Behälter 10 durch
Auf/Zu-Ventile 34 angeordnet ist, eine an dem luft dichten
Behälter 10 angebrachte
Druckpumpe 35 und einen an dem luftdichten Behälter 10 angebrachten
Druckmesser 21 auf.
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Der luftdichte Behälter 10 ist
derart ausgelegt, daß er
einem Druck von 5 atmosphärischen
Drücken standhält, wobei
er mit einem quadratischen Querschnitt zum Erleichtern seiner Herstellung
versehen ist. Der Deckel 11 zum Öffnen und Schließen ist
an beiden Enden des luftdichten Behälters 10 beispielsweise
mit Hilfe einer bekannten Einrichtung, wie z.B. eines Drehgelenks,
angebracht, um einen luftdichten Zustand durch bekannte Verriegelungseinrichtungen
zu gewährleisten.
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An der inneren Oberfläche des
luftdichten Behälters 10 ist
außerdem
ein wärmeisolierendes
Material 12 vorgesehen.
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Die Heizeinrichtung 16 ist
ein elektrischer Heizer, welcher an der Decke 13 des luftdichten
Behälters 10 befestigt
ist. Diese Heizeinrichtung 16 ist mit einem Sensor 17,
welcher in eine an der Außenfläche des
luftdichten Behälters 10 angeordnete
Tafel 38 eingebaut ist, und ferner durch einen Schalter
mit einer (nicht gezeigten) Stromquelle verbunden.
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Das Thermometer 18 ist in
die auf der Außenfläche des
luftdichten Behälters 10 angeordnete
Tafel 38 eingebaut und zeigt die Temperatur in dem luftdichten
Behälter 10 an,
welche einem Signal von dem Sensor, der die Temperatur in dem luftdichten
Behälter 10 erfaßt, entspricht.
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Der Druckmesser 19 ist in
die an der Außenfläche des
luftdichten Behälters 10 angeordnete
Tafel 38 eingebaut und zeigt den Druck in dem luftdichten
Behälter 10 an,
welcher einem Signal von dem Sensor entspricht, der den Druck in
dem luftdichten Behälter 10 durch
ein Vakuummeter 20 und den Druckmesser 21 erfaßt.
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Die Umwälzeinrichtung 22 ist
ein elektrisches Gebläse,
das an der Decke 13 des luftdichten Behälters 10 angebracht
ist. Die Umwälzeinrichtung 22 ist über einen
Schalter mit einer (nicht gezeigten) Stromquelle verbunden.
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Die Druckentlastungsventile 23 sind
auf der Atmosphärenseite
einer Vielzahl von Rohren 24 angebracht, die sich durch
die Decke 13 des luftdichten Behälters 10 erstrecken
und die Innenseite mit der Außenseite
des luftdichten Behälter 10 verbinden.
Das Druckentlastungsventil 23 ist ein bekanntes Druckentlastungsventil,
wie z.B. ein manuelles Sicherheitsventil oder ein magnetisch betätigtes Sicherheitsventil.
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Die Pumpe 25 zum Erzeugen
eines Vakuums wird zum Verringern des Druckes in dem luftdichten
Behälter 10 verwendet
und kann z.B. eine Vakuumpumpe sein. Die Vakuumpumpen 25 stehen
mit dem Innenraum des luftdichten Behälters 10 mittels Auf/Zu-Ventile 27 aufweisenden
Rohrleitungen 26 in Verbindung, die sich durch eine Seitenwand 15 des
luftdichten Behälters 10 hindurch
erstrecken.
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Die Öffnung 28 zum Ablassen
des durch Unterschreitung des Taupunktes gebildeten Wassers ist
mit einem Rohr 30 verbunden, welches auf der Atmosphärenseite
ein Auf/Zu-Ventil 29 aufweist und am Boden 14 des
luftdichten Behälters 10 angeordnet
ist. Die Entwässerungsöffnung 28 ist
durch das Rohr 30 mit einem Entwässerungstank 31 verbunden.
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Der Behälter 32 für das Behandlungsmittel
ist durch Rohre 33 mit dem luftdichten Behälter 10 verbunden,
welche Rohre auf der Atmosphärenseite
ein Auf/Zu-Ventil 34 haben und am Boden 14 des
luftdichten Behälters 10 angeordnet
sind.
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Die Pumpe 35 zum Steigern
eines Druckes dient zum Erhöhen
des Druckes in dem luftdichten Behälter 10 und umfaßt beispielsweise
eine Druckpumpe. Die Druckpumpe 35 steht über eine
ein Auf/Zu-Ventil 37 aufweisende Rohrleitung 36 mit
dem Innenraum des luftdichten Behälters 10 in Verbindung,
wobei sich die Rohrleitung durch die Seitenwand 15 des
luftdichten Behälters 10 hindurch
erstreckt.
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Nachfolgend wird das Trocknen von
Schnittholz mit Hilfe der Vorrichtung näher beschrieben, welche, wie
zuvor erläutert,
aufgebaut ist.
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Zunächst wird das mit dem Behälter 32 für das Behandlungsmittel
verbundene Auf/Zu-Ventil 34 geschlossen. Ebenso wird das
mit der Druckpumpe 35 verbundene Auf/Zu-Ventil 37 geschlossen.
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Der Deckel 11 zum Öffnen/Schließen des
Behälters
wird geöffnet,
um Schnittholz 40 mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 10
bis 15% (entsprechend dem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt) in
dem luftdichten Behälter 10 anzuordnen.
Die Schnitthölzer 40 sind
in der gleichen Weise wie bei einem herkömmlichen Trocknungsverfahren
auf einem Wagen 42 angeordnet.
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Der Deckel 11 zum Öffnen/Schließen des
Behälters
wird geschlossen und der Innenraum des luftdichten Behälters 10 mit
Hilfe der Heizeinrichtungen 16 erwärmt. Dann werden die Umwälzeinrichtungen 22 angetrieben,
um die Luft im Innenraum des luftdichten Behälters 10 umzuwälzen und
die Temperatur in dem luftdichten Behälter 10 auf 50 bis
100°C zu
halten.
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Beim Aufheizen oder nach einem Anhalten
der Erwärmung
werden die Auf/Zu-Ventile 27 geöffnet, um mit Hilfe der laufenden
Vakuumpumpe 25 den atmosphärischen Druck im luftdichten
Behälter 10 zu
verringern. Dieser Vakuumprozeß weist
einen Vakuumdruck von wenigstens etwa 600 mmHg und eine Zeit zum
Anlegen des Vakuums von mindestens 2 Stunden auf.
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Zu der Zeit herrscht im Innenraum
des luftdichten Behälters 10 Vakuum,
wobei sich durch das Erwärmen
Wasserdampf bildet, welcher schließlich gesättigt ist und die Wärme zu jeder
Ecke des luftdichten Behälters 10 überträgt. Aus
dem gesättigten
Wasserdampf werden schließlich
Wassertropfen, die sich am Boden des luftdichten Behälters 10 ansammeln.
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Dann werden die Druckentlastungsventile 23 plötzlich geöffnet, um
den atmosphärischen
Druck im luftdichten Behälter 10 wieder
herzustellen.
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Die dadurch erhaltenen, trockenen
Schnitthölzer
haben einen Endfeuchtigkeitsgehalt von 5 bis 10%.
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Die am Boden des luftdichten Behälters 10 sich
ansammelnden Wassertropfen fließen
bei einem Öffnen
des Auf/Zu-Ventils 29 durch die Entwässerungsöffnung 28 in den Entwässerungstank 31.
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Da die Schnitthölzer 40, welche einen
Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 15% (entsprechend dem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt)
aufwiesen, in dem luftdichten Behälter 10 einer Erwärmung und
einem Vakuum ausgesetzt wurden, können sie bei dieser Ausführungsform
restlos getrocknet werden (ein Zustand nahe einem Wassergehalt von
Null).
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Daneben ist vorteilhaft, daß die Schnitthölzer keine
Risse bekommen.
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Da mit dieser Ausführungsform
Schnitthölzer
geschaffen werden können,
die in ein bis drei Tagen auf einen Endfeuchtigkeitsgehalt von 5
bis 10% getrocknet werden können,
kann der Trocknungsbetrieb 8 bis 10 mal pro Monat
verglichen mit ein- bis zweimal pro Monat bei einem herkömmlichen
Trocknungsverfahren durchgeführt
werden.
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Um die Trocknung wirksamer zu gestalten,
ist es wünschenswert,
eine Vorbehandlung durchzuführen und
zum Erzeugen von Wasserdampf Wasser auf die Schnitthölzer 40 aufzusprühen, so
daß der
Innenraum des luftdichten Behälters 10 leicht
einen gesättigten
Zustand bezüglich
des Wasserdampfes erreicht.
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Ferner kann, um Zeit zu sparen, heißer Wasserdampf
in einer frühen
Phase in den luftdichten Behälter 10 eingeleitet
werden.
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Zusätzlich zu der als Heizeinrichtung 16 verwendeten
elektrischen Heizung kann eine Infrarotheizung, Infrarotlampe oder
eine Heizung mittels hochfrequenter Wellen bzw. Mikrowellen zum
Einsatz kommen. Beispiele für
die Verwendung von hochfrequenten Wellen umfassen einen Hochfrequenzofen,
in dem die Schnitthölzer
in unmittelbarem Kontakt zueinander, d.h. ohne Abstandshalter, aufgeschichtet
werden.
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Derselbe Effekt kann auch lediglich
durch den Erwärmungsprozeß ohne eine
Druckreduzierung erhalten werden, wobei die Temperatur in dem luftdichten
Behälter 10 auf
etwa 110°C
gehalten und eines der Druckentlastungsventile offengehalten wird,
um ein Ansteigen des Innendrucks durch den Wasserdampf zu verhindern.
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Gemäß der Erfindung können auch
Schnitthölzer
mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 50 bis 70 % getrocknet werden.
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In diesem Fall wird die Behandlung
in derselben Weise, wie sie zuvor für das Trocknen von Schnittholz beschrieben
wurde, mit der Ausnahme durchgeführt,
daß die
Erwärmungstemperatur
auf 50 bis 100°C
und die Behandlungszeit auf 2 oder 3 Tage festgelegt wird. Dadurch
können
getrocknete Schnitthölzer
mit einem Endfeuchtigkeitsgehalt von 10 bis 20% erhalten werden.
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Nachfolgend wird ein Imprägnierverfahren
für Schnitthölzer mittels
der Vorrichtung dieser Ausführungsform
näher beschrieben.
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Zunächst wird der Deckel 11 zum Öffnen/Schließen geöffnet, um
die Schnitthölzer 40 mit
einem Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 15% (entsprechend dem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt)
in dem luftdichten Behälter 10 anzuordnen.
Die Schnitthölzer 40 befinden
sich in der gleichen Weise wie bei dem herkömmlichen Trocknungsverfahren
auf dem Wagen 42.
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Der Deckel 11 zum Öffnen/Schließen des
Behälters
wird geschlossen und der Innenraum des luftdichten Behälters 10 durch
die Heizeinrichtungen 16 erwärmt. Anschließend werden
die Umwälzeinrichtungen 22 angetrieben,
um die Luft im Innenraum des luftdichten Behälters 10 umzuwälzen und
die Oberflächentemperatur
der Schnitthölzer 40 in
dem luftdichten Behälter 10 auf
50 bis 100°C
zu halten.
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Während
der Erwärmung
oder nach einem Anhalten der Erwärmung
werden die Auf/Zu-Ventile 27 geöffnet, um
durch den Lauf der Vakuumpumpe 25 den atmosphärischen
Druck in dem luftdichten Behälter 10 abzusenken.
Bei diesem Vakuumprozeß beträgt der Vakuumdruck
wenigstens etwa 600 mmHg und die Vakuumzeit mindestens eine Stunde.
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Zu der Zeit befindet sich der Innenraum
des luftdichten Behälters 10 im
Vakuum, wobei sich durch die Erwärmung
Wasserdampf bildet, welcher sich schließlich sättigt und die Wärme zu jeder
Ecke des luftdichten Behälters 10 überträgt. Der
gesättigte
Wasserdampf wird schließlich
zu Tropfen, die sich am Boden des luftdichten Behälters 10 ansammeln.
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Nach dem Vakuumprozeß werden
die Auf/Zu-Ventile 34 geöffnet, um wasserlösliche Mittel,
wie z.B. Holzschutzmittel, Mottenschutzmittel, Holzschutz/Mottenschutzmittel,
Antiameisenmittel, Antipilzmittel, Maßstabilisierer, Harz (mit geringem
Molekulargewicht) und funktionelles Harz, aus dem Behälter 32 für das Behandlungsmittel
in den luftdichten Behälter 10 einzuleiten
und die Schnitthölzer 40 in
die Behandlungsmittel einzutauchen.
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Dann werden die Druckentlastungsventile 23 plötzlich geöffnet, um
den Druck im luftdichten Behälter 10 wieder
auf den Atmosphärendruck
zurückzuführen. Diese
Druckdifferenz bewirkt, daß die
Behandlungsmittel über
die Bahnen, welche sich augenscheinlich durch Spaltöffnungen
in den Holzzellen gebildet haben, in die Schnitthölzer permeieren.
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Durch ein erneutes Erwärmen und
Anlegen von Vakuum bei dem letzten Schritt des Eintauchverfahrens
in das Behandlungsmittel wird die Permeabilität der Behandlungsmittel während des
Eintauchens verbessert.
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Nach dem Prozeß des Eintauchens in das Behandlungsmittel
wird das Entlastungsventil 37 geöffnet und der Druck in dem
luftdichten Behälter 10 durch
einen Lauf der Druckpumpe 35 erhöht. Dadurch wird die Permeabilität in die
Schnitthölzer 40 weiter
verbessert.
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Nachfolgend werden die Ausführungsformen 2 bis 5 in
bezug auf das erfindungsgemäße Imprägnierverfahren
von Schnitthölzern
näher erläutert.
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Anstelle des Behandlungsmittels wurde
bei diesen Ausführungsformen
Leitungswasser verwendet, um sicherzustellen, daß die Menge des in die Schnitthölzer permeierten
Leitungswassers zugenommen hatte. Es wird darauf hingewiesen, daß dieselbe
Wirkung mit dem Behandlungsmittel erreicht werden kann.
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Ausführungsform 2:
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Ein Kryptomeria-Holz (A) mit einem
Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 15% (entsprechend dem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt)
wurde auf eine Größe von 30
mm Dicke, 60 mm Breite und 300 mm Länge geschnitten und in einem
luftdichten Behälter
einer Höhe
von 1000 mm, einer Breite von 1000 mm und einer Länge von 4000
mm angeordnet und derart erwärmt,
daß die
Sehnittholzoberflächentemperatur
unter den Bedingungen gemäß dem in
Tabelle 1 gezeigten Erwärmungs-Vakuum-Test
50°C, 80°C, 110°C und 150°C betrug.
Die Erwärmungszeit
wurde auf 30, 60, 120 und 180 Minuten festgelegt.
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Nach dem Erwärmungsprozeß wurde an den Innenraum des
luftdichten Behälters
mittels einer Vakuumpumpe ein Vakuum angelegt und gehalten, wobei
der herrschende Druck, nämlich
der Vakuumdruck, 600 mmHg über
eine Zeit von 120 Minuten betrug.
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Wenn jedoch die Erwärmungstemperatur
150°C betrug,
wurde das Schnittholz unter dem herrschenden Druck, nämlich einem
Vakuumdruck, von 600 mmHg für
180 Minuten gehalten.
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Dann wurde Leitungswasser in den
luftdichten Behälter
eingeleitet, um das Schnittholz in das Leitungswasser einzutauchen.
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Der luftdichte Behälter wurde
dann geöffnet,
um den Druck im Behälter
auf den Luftdruck zu ändern. Diese
Bedingung wurde für
vier Stunden beibehalten.
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In Tabelle 1 bedeutet "Schnittendbehandlung" , daß beide
Schnittenden durch ein Epoxidharz versiegelt werden, um zu verhindern,
daß die
Schnittenden Wasser absorbieren, "Nein" bedeutet,
daß keine
Schnittendbehandlung durchgeführt
wurde, und "Ja" bedeutet, daß die Schnittendbehandlung
erfolgte.
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Die Imprägniermenge wurde bestimmt,
indem das imprägnierbehandelte
Probestück
bei Raumtemperatur in die gesättigte
Wasserdampfatmosphäre
gestellt wurde, um überschüssiges Leitungswasser
langsam aus dem Probestück
auslaufen zu lassen, und das Gewicht des Probestücks gemessen wurde.
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Nachfolgend erfolgt die Beschreibung
mit Bezug auf Tabelle 1.
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Zunächst wird die Imprägnierbehandlung
ohne Schnittendbehandlung beschrieben.
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Ein Probeholz wurde in Wasser bei
Normaltemperatur (20°C)
für vier
Stunden eingetaucht, und seine Imprägniermenge wurde zu 0,21 g/cm3 bestimmt.
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Wenn die Schnittenden wie bei dieser
Ausführungsfom
nicht behandelt wurden, wies das Probeholz bei einer Oberflächentemperatur
von 100°C
die Imprägniermenge
von 0,32 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit von
30 Minuten, 0,53 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit
von 60 Minuten und 0,58 g/cm3 bei einer
Erwärmungszeit von
120 Minuten auf.
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Die Imprägniermengen bei der Aufwärmzeit von
30 und 120 Minuten entsprechen hier den Imprägniermengen von 0,5 bis 0,6
g/cm3, welche in 3 in dem vorerwähnten Artikel mit dem Titel "Pressurized Injection Conditions
and Their Characteristics in Impregnation of Lumbers" in Vol. 28 des "Research Report" des "Shimane Prefectural
Engineering Center (1991)" gezeigt
sind.
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Nachfolgend wird die Imprägnierbehandlung
mit den behandelten Schnittenden beschrieben.
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Wenn die Schnittenden behandelt wurden,
wies ein Probestück
mit der Oberflächentemperatur
von 50°C
ein Imprägniermenge
von 0,21 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit
von 30 Minuten, 0,20 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit
von 60 Minuten und 0,34 g/cm3 bei einer
Erwärmungszeit
von 120 Minuten auf; ein Probestück mit
einer Oberflächentemperatur
von 80°C
wies eine Imprägniermenge
von 0,25 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit
von 30 Minuten, 0,26 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit
von 60 Minuten und 0,35 g/cm3 bei einer
Erwärmungszeit
von 120 Minuten auf; ein Probestück
mit einer Oberflächentemperatur
von 110°C
wies eine Imprägniermenge
von 0,20 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit
von 30 Minuten, 0,28 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit von
60 Minuten und 0,21 g/cm3 bei einer Erwärmungszeit
von 120 Minuten auf; und ein Probestück mit einer Oberflächentemperatur
von 180 °C
wies eine Imprägniermenge
von 0,43 g/cm3 bei einer Aufwärmzeit von
180 Minuten auf.
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Die oben erhaltenen Imprägniermengen
bei einer Erwärmungszeit
von 50, 80, 110 und 120 Minuten waren besser als die vorzuziehenden
Werte von 0,14 bis 0,19 g/cm3 (Vakuum: 800
mmHg, Druck: 10 bar) unter den Imprägniermengen mit den behandelten
Schnittenden, wie sie in 6 in dem
vorerwähnten
Artikel mit dem Titel "Pressurized
Injection Conditions and Their Characteristics in Impregnation of
Lumbers" in Vol.
28 des "Research
Report" des "Shimane Prefectural
Industrial Engineering Center (1991)" gezeigt sind.
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Mit Blick auf obige Ausführungen
wurde sichergestellt, daß gemäß dieser
Ausführungsform
die Imprägniermenge
in einer auf dem Vakuum-Druck-Verfahren basierenden Höhe erhalten
wurde. Tabelle
1
Vakuumbedingungen: Vakuumdruck 600 mmHg und Vakuumzeit
120 Minuten
Eintauchzeit: Vier Stunden
Die Vakuumzeit
beträgt
180 Minuten bei einer Erwärmungstemperatur
von 150°C.
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Ausführungsform 3:
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Auf dieselbe Weise wie in Ausfuhrungsform
2 wurden Kryptomeria-Hölzer
(B) und (C) dem Erwärmungs-Vakuum-Test
unterzogen. Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 2 gezeigt.
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Zunächst wurde der Test ohne eine
Behandlung der Schnittenden bei einer Oberflächentemperatur von 80°C für eine Erwärmungszeit
von 120 Minuten, einer Oberflächentemperatur
von 120 °C
für eine
Erwärmungszeit
von 120 Minuten und einer Oberflächentemperatur
von 150°C
für eine
Erwärmungszeit
von 180 Minuten durchgeführt.
Die Imprägniermenge
betrug 0,4 g/cm3 oder lag näher an 0,5
g/cm3.
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Dann wurde der Test mit behandelten
Schnittenden bei einer Oberflächentemperatur
von 50 °C
für eine
Erwärmungszeit
von 30 Minuten, einer Oberflächentemperatur
von 50°C
für eine
Erwärmungszeit
von 120 Minuten, einer Oberflächentemperatur
von 80°C
für eine
Erwärmungszeit
von 120 Minuten, einer Oberflächentemperatur
von 110°C
für eine
Erwärmungszeit
von 120 Minuten und einer Oberflächentemperatur
von 150°C für eine Erwärmungszeit
von 180 Minuten durchgeführt.
Die Imprägniermenge
betrug mindestens 0,18 g/cm3, was ein bemerkenswertes
Ergebnis darstellt.
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Mit Blick auf obige Ausführungen
wurde gewährleistet,
daß die
Imprägniermenge
gemäß dieser
Ausführungsform
mit einer auf einem Vakuum-Druck-Verfahren basierenden Höhe erhalten
wurde. Tabelle
2
Vakuumbedingungen: Vakuumdruck 600 mmHg und Vakuumzeit
120 Minuten
Eintauchzeit: Vier Stunden
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Ausführungsform 4:
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In derselben Weise wie bei der Ausführungsform
2 wurden eine Hemlocktanne, eine Fichte (A), eine Fichte (B), eine
Douglasie, eine Akitazeder und ein Mahagonibaum dem Erwärmungs-Vakuum-Test unterzogen.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 3 gezeigt.
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Wenn die Untersuchung zunächst ohne
eine Behandelung der Schnittenden durchgeführt wurde, wiesen die Testhölzer mit
Ausnahme der Fichte (A), der Fichte (B), der Douglasie und des Mahagonibaums
eine Imprägniermenge
nahe an 0,5 g/cm3 auf.
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Dann wurde der Test mit behandelten
Schnittenden durchgeführt.
Der Einfluß auf
die Douglasie war gering, während
der Einfluß auf
die Akitazeder gut war, wobei die Imprägniermengen 0,10 g/cm3 bzw. 0,26 g/cm3 betrugen.
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Mit Blick auf obige Ausführungen
wurde sichergestellt, daß die
Imprägniermenge
gemäß dieser
Ausführungsform
mit einer auf einem Vakuum-Druck-Verfahren basierenden Höhe erhalten
wurde. Tabelle
3
Vakuumbedingungen: Vakuumdruck 600 mmHg und Vakuumzeit
120 Minuten
Eintauchzeit: Vier Stunden
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Ausführungsform 5:
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Eine Zeder (D), eine Japanische Zypresse,
eine Hemlocktanne, eine Douglasie und ein Mahagonibaum mit einem
Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 15% (entsprechend dem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt) wurden
auf eine Größe von 30
mm Dicke, 60 mm Breite und 300 mm Länge geschnitten, in einem luftdichten Behälter mit
einer Höhe
von 1000 mm, einer Breite von 1000 mm und einer Länge von
4000 mm angeordnet und auf eine Holzoberflächentemperatur von 80°C für eine Dauer
von 120 Minuten gemäß dem in
Tabelle 4 gezeigten Erwärmungs-Vakuum-Test erwärmt. Nach
dem Erwärmen
wurde an den luftdichten Behälter
mittels einer Vakuumpumpe Vakuum angelegt und der herrschende Druck,
nämlich
der Vakuumdruck, auf 600 mmHg für
eine Dauer von 120 Minuten gehalten.
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Anschließend wurden sie für eine Dauer
von 24 Stunden in den Luftdruck (Normaltemperatur) gestellt.
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Der luftdichte Behälter wurde
geschlossen, und die Schnitthölzer
wurden wieder auf eine Oberflächentemperatur
von 80°C
für eine
Dauer von 120 Minuten erwärmt.
Nach dem Erwärmungsprozeß wurde
an den luftdichten Behälter
mittels der Vakuumpumpe Vakuum angelegt und der herrschende Druck,
nämlich
der Vakuumdruck, für
eine Dauer von 120 Minuten auf 600 mmHg gehalten.
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Dann wurde Leitungswasser zum vollständigen Eintauchen
der Schnitthölzer
in den luftdichten Behälter
eingeleitet.
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Der luftdichte Behälter wurde
dann geöffnet,
um den Druck in dem Behälter
auf den Luftdruck zu ändern.
Diese Bedingung wurde für
vier Stunden beibehalten.
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Nunmehr erfolgt die Beschreibung
unter Bezug auf Tabelle 4.
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Wenn der Test zunächst ohne Behandlung der Schnittenden
durchgeführt
wurde, wiesen die Probenhölzer
mit Ausnahme der Douglasie und des Mahagonibaums bemerkenswerte
Ergebnisse auf, welche eine Imprägniermenge
von mindestens 0,5 g/cm3 darstellten.
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Dann wurde der Test mit behandelten
Schnittenden durchgeführt.
Die Wirkung war mit Ausnahme des Mahagonibaums mit Imprägniermengen
von mindestens 0,12 g/cm3 gut.
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Mit Blick auf obige Ausführungen
wurde sichergestellt, daß die
Imprägniermenge
gemäß dieser
Ausführungsform
mit einer auf einem Vakuum-Druck-Verfahren basierenden Höhe erhalten
wurde.
Tabelle
4
Vakuumbedingungen: Vakuumdruck 600 mmHg und Vakuumzeit
120 Minuten
Eintauchzeit: Vier Stunden
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Wie beschrieben, können Schnitthölzer mit
einem Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 15% (entsprechend dem Gleichgewichtsfeuchtigkeitsgehalt)
durch Erwärmen
und ein Anlegen von Vakuum an den luftdichten Behälter leicht
bis auf einen absolut trockenen Zustand getrocknet werden.
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Es ist vorteilhaft, daß die Schnitthölzer nicht
reißen
und in kurzer Zeit getrocknet werden können.
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Es wird darauf hingewiesen, daß ebenso
alle üblichen
Schnitthölzer
mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 50 bis 70% getrocknet werden können. In
diesem Fall können
Schnitthölzer
erhalten werden, welche einen Endfeuchtigkeitsgehalt von 10 bis
20% in zwei oder drei Tagen aufweisen.
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Erfindungsgemäß können die Behandlungsmittel,
da die Schnitthölzer
vor dem Vakuumprozeß erwärmt, nach
dem Vakuumprozeß in
die Behandlungsmittel eingetaucht und dem Luftdruck ausgesetzt werden, aufgrund
der Druckdifferenz tief in die Schnitthölzer eindringen und diese durchtränken. Außerdem werden
keine Holzzellen zerstört.
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Gemäß der Erfindung können die
Behandlungsmittel die Schnitthölzer
leicht imprägnieren
und tief in diese eindringen.
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Erfindungsgemäß ist, da jede Vorrichtung
verwendet werden kann, sofern der Erwärmungsprozeß, der Prozeß zum Erzeugen
eines Vakuums und der Eintauchprozeß sicher durchgeführt werden
können,
keine spezielle Vorrichtung erforderlich, so daß die Produktion preiswert
verglichen mit einem herkömmlichen
Eintauchverfahren erfolgen kann.
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Gemäß dieser Ausführungsform
kann die Imprägnierwirksamkeit
der Behandlungsmittel weiter verbessert werden.